4. Juni 2012

Urlaubsfeeling - oder so ähnlich

Hallo!

Zu allererst möchte ich die liebe neue Leserin begrüßen, schön, dass es dich hierher verschlagen hat! Machs dir bequem!

Dann zum eigentlichen Thema: Wegen des Studiums bin ich vor knapp einem Jahr zuhause ausgezogen. Ich komme relativ vom Land, aus einer kleinen Stadt. Nun wohne ich in einer Großstadt! Umstellung genug. Ich muss aber sagen, dass ich irgendwie auch einen Kulturschock erlitten habe (minimal, und es ging mir nicht schlecht oder so), weil ich in einem Viertel wohne, dass zu 60% von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnt ist.

Ehrlich, manchmal ist es wie im Urlaub! Wenn es noch lauwarm ist ... es riecht anders, wegen der ganzen internationalen Restaurants, fremde Sprachen werden gesprochen, die Menschen sehen anders aus ... das ist schon was neues für ein Landei wie mich!

Dazu kommen die ganzen anderen Sachen wie Dreck, UBahn, fehlendes Grün, viele viele Menschen und wer weiß was noch. Das hat mir das Eingewöhnen etwas schwer gemacht. Zuhause mag ich unseren Garten und die Ruhe und das man mal eben überall hinkommt und immer ein bekanntes Gesicht kennt.

Hier in der Großstadt fühle ich mich manchmal fast etwas verloren. So anonym und unwichtig. Ich weiß natürlich, dass ich für die Welt schnurzpiepe bin, aber trotzdem.
So richtig heimisch werde ich mich hier wohl nie fühlen.

Gut ist, dass der Herzmann und ich uns einig sind: Wenn es nur geht, wollen wir zurück in eine spießige Kleinstadt mit Gärten und Wald und allem drum und dran. Es ist also ein Zuhause auf Zeit, und damit kann ich gut leben.

Denn Vorteile gibt es ja auch: Ich brauche kein Auto, nicht mal unbedingt ein Fahrrad. Den Einkauf kann ich zu Fuß erledigen. Auch Klamotten sind schnell gekauft, daheim ist das nicht ganz so einfach.
Es gibt auch viel mehr zu feiern, zu besichtigen usw. Also nicht, dass ich total unglücklich bin oder so. Aber ich bin doch immer etwas sehnsüchtig, wenn ich am Wochenende mit dem Zug aus der grünen Heimat wegfahre und dann die ersten hohen Blöcke und grauen Gebäude sehe. Das ist nicht meine Welt.
Muss sie aber auch nicht sein, so ein Glück!

So. Das waren nur ein paar vermutlich nicht so interessante Gedanken. Aber vielleicht mag ja noch jemand kundtun, ob er Stadt- oder Landleben vorzieht, und warum. Das fände ich interessant!

Gruß,

Tüt

Kommentare:

  1. Ich finde auf Zeit ist die Stadt ganz nett, vor allem weil man eben auch auf ein Auto verzichten kann. Wir wohnen momentan in einer ländlich gelegenen Kleinstadt und genießen das schon, allerdings an heißen Tagen fehlen uns Garten und Terrasse sehr und wir freuen uns schon, dass wir nach dem Studium vom Mann endlich umziehen können, nicht unbedingt weg aus der Stadt (da wir sie wirklich lieben, klein - schnuckelig- buntgemischt) aber zumindest an den Stadtrand... Ich selbst habe schon in 'ner richtigen Großstadt als auch im Dorf mit 60 Einwohnern gelebt und finde für Kinder ist das Dorf einfach unschlagbar, aber je älter man wird (Jugend und so) desto spannender ist die Stadt-stadtnähe...
    Danke übrigens, falls der erste Satz an mich ging :D:D bin mal so frei das so zu interpretieren, hab deinen blog zwar erst vor ein paar Tagen entdeckt, merke aber dass er sich zu einem meiner Lieblingsblogs entwickeln kann :D - tolle texte und Gedanken, die mein momentan dauermüdes Gehirn (Schwangerschaftsdemenz etc. lassen grüßen) selbst nicht fabrizieren aber dafür absolut unterstützen kann!

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    1. Ja, EW bedeutet in meinem Fall Erziehungswissenschaft ;) Das andere wäre .. ohje, schrecklich! :D
      Also da wo ich groß geworden bin gab es n Kino und ne miniInnenstadt und eine Disco. Und ich war in fünf Minuten da, von zuhause. Trotzdem halt ländlich, und genauso bevorzuge ich es!

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  2. PS: nach googlebefragung kam ich drauf dass EW-studium Erziehungswissenschaft ist? right? oder doch Elektrowissenschaft ?? :D

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