29. August 2012

Mein Herz gehört dir!



Ich mag heute mal ein ganz wichtiges Thema ansprechen, wie ich finde.

Die Spendebereitschaft nämlich.

Ich persönlich spende Blut, wäre bereit Knochenmark abzugeben und im traurigen Fall meines Todes auch Organe.


Deshalb trage ich ganz schön viel Ausweiszeug mit mir rum:




Ganz links der wunderbar knallgelbe Blutspendeausweis der Dortmunder Klinik. Ja, im Moment bin ich so schrecklich und bekomme Geld für mein Blut. Dafür sind die Menschen aber auch nicht so freundlich wie beim roten Kreuz, und der "Service" weniger gut. Beim roten Kreuz gibt es nachher ein dickes Buffet, in der Klinik nur Zwieback.

Aber ich habe mir vorgenommen, nach dem Studium wieder für umme zu spenden.
Und, was man auch im Kopf haben solle: Das rote Kreuz verkauft die Spenden ja auch weiter.

Oben rechts ist einer der typischen Organspendeausweise. Ich habe nur angekreuzt, dass meine Mama die Informantin ist, weil sie meine Vorstellungen dazu kennt.
Aber mal im Ernst: Was bringt mir mein Herz, mein Leber, all der andere Kram noch wenn ich mal sterben sollte? Ich geb das lieber einem kranken Menschen als den Maden oder dem Feuer. Selbst werde ich damit eh nicht mehr viel anfangen können.
Der Organspendeskandal fügt dem ganzen natürlich einen ekelhaften Beigeschmack zu. Keiner sollte so betrügen, aber das waren zwei miese, unverantwortliche Ärzte. Deshalb sind ja nicht alle schlecht!
Und ja, es sind Menschen gerettet worden, denen es nicht so schlecht ging wie anderen. Aber es sind Menschen gerettet worden!


Als nächstes zu sehen der Spendeausweis von der DKMS.
Das ist auch eine ganz wichtige Sache, finde ich.
Sich da anzumelden ist wirklich Pillepalle. Geht ganz einfach auf der Internetseite, Adresse angeben und ihr bekommt kostenlos ein Minipäckchen mit Wattestab und genauen Anleitungen. Das alles befolgen, zurückschicken, fertig.
Die Prozedur kostet die DKMS 50 Euro, und natürlich bitten sie um eine Spende. Wer es hat, kann seine Registrierung also selbst bezahlen, wer nichts hat, muss nicht einen cent bezahlen.

Und falls man dann als Spender in Frage kommt muss man sich nichtmal unbedingt einer Operation mit Narkose unterziehen. Die Methoden sind auf der Internetseite nochmals ausführlich erklärt, wer also mehr wissen möchte sollte sich dort mal informieren. Schadet bestimmt nicht! Denn überlegt mal: Ihr könnt einem Menschen das Leben retten! Wirklich.
Ich habe schon mit Leuten gesprochen, die wegen Angst vor Nadeln sich lieber nicht registriert haben.
Nun gut, jedem das seine. Aber wenn deren Kind mal Leukämie bekommt, ob sie dann noch so zimperlich wären? Wer weiß.


Uuund als letztes der andere Blutspendeausweis, da gibt es aber nicht mehr viel zu zu erzählen.


Was habt ihr für eine Meinung zur Spende? Sei es Blut, Organe oder sonst was? Wo seid ihr so registriert?

Kommentare:

  1. Ich habe seit Jahren einen Organspendeausweis und dank deines Posts melde ich mich heute endlich als KM-Spenderin an. Ich wollte das schon ewig machen, war aber immer zu faul, mich richtig darum zu kümmern. Jetzt werde ich alles online machen!

    Blutspende lehne ich aus persönlichen Gründen ab, die den Rahmen eines Kommentar sprengen würden und die ich auch generell nicht mehr erläutere, da es nur zu sinnlosen Diskussioen führt. Aber jedem das Seine, oder?

    Schöner, interessanter Blog und LG, nakura

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    1. Das freut mich aber sehr, dass ich dir sozusagen den virtuellen Tritt in den Po verpasst habe ;)
      Und ja, jedem das Seine. Wer nicht mag, der muss nicht. Wer wirklich fundierte Gründe hat, dem will ich auf keinen Fall reinreden.
      LG!

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  2. Ich unterschreibe das hier zu 100%.
    Ich war lange Blutspenden, wegen einer Gerinnungsstörung darf ich aber leider nicht mehr. Das finde ich wirklich schade, weil es so einfach ist damit etwas gutes zu tun. Geld hab ich dafür nie bekommen, da hier nur DRK das anbietet, ich finde es aber nicht verwerflich dafür Geld zu nehmen.

    Ich besitze einen Organspende- und auch einen Knochenmarkspenderausweis. Die Argumente dafür hast du ja schon ziemlich gut erklärt, da schließ ich mich an.
    Toll, dass du darüber gebloggt hast!

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  3. Ein gutes Thema! Dass so viele nicht spenden möchten weil sie Angst haben vor der Nadel finde ich auch immer wieder "lustig" aber nun ja, so ist es halt, vielleicht denken die ja noch um wenn es nötig ist. Ich erinnere mich dass in unserem THW vor drei-vier Jahren, jemand vorschlug man könne ja mal gemeinsam zum Blutspenden gehen (klingt jetzt vll doof, ich weiß :D aber es hätte ja mehrere dazu anstiften können) und die ganzen Kerle vor lauter Angst vor dem Pieks lieber davon Abstand nahmen. Ich darf leider weder Blut noch Knochenmark spenden da ich als Kind Malaria hatte und somit als Risiko angesehen werde. Zur Organspende habe ich da noch nicht so eindeutiges gefunden, hab mir aber fest vorgenommen das mal nach zu fragen und je nach Ergebnis dann natürlich auch zu machen...

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  4. Ich hab leider keinen Ausweis (wollte mich aber mal erkundigen), da ich in Finnland wohne :/. Aber meine feste Freundin kennt meine Vorstellungen und deshalb denke ich, dass sie meine Organe natürlich freigibt (sie möchte ja im traurigen Fall auch spenden). Allerdings sollte ich vllt mit meiner Mama reden, da nana und ich ja nicht verheiratet sind (weil es ja nicht erlaubt ist -.-).

    Blutspenden geht in Finnland nur mit einem finnischen Personalausweis und da muss man ordentlich draufzahlen den zu bekommen :( Ist eben als Student mal eben nicht so einfach drin :(.
    Ich bin allerdings auch kein Fan von Nadeln, würde mich aber überwinden.
    Knochenspende find ich sehr wichtig, leider hab ich panische Angst vor dem Loch im Rücken bei der Rückenmarkentnahme (ich hab leider Anzeichen von Zwangsneurose, dass heisst, ich hab das Gefühl schon wenn ich dran denke, dass da ein Loch ist, ich müsste dann aufstehen, sodass ich ja sterben würde :( )

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Und was sagst du dazu?