26. Februar 2013

Verdammnis



Schon vor einigen Tagen habe ich es zuende gelesen, aber irgendwie fehlt mir im Moment die Zeit. Deshalb dann etwas verspätet der Lesebericht zu Verdammnis von Stieg Larsson.
Über meine Meinung zum ersten Teil, Verblendung, habe ich ja schon geschrieben.




Ich bin grad zu faul aufzustehen und das Buch zu holen um die Inhaltsangabe nachzuschauen, also müsst ihr heute auf die originale verzichten. Tut mir echt vooooll Leid ... ne. Manchmal bin ich gerne faul.

Also, zurück zum Buch. Nach dem ersten wollte ich unbedingt schnell weiterlesen, allerdings war der Einstieg in den zweiten Teil dann doch eeetwas zäh.
Tja, und dann ging es aber auch sofort los: Lisbeth wird des Mordes verdächtigt und im ganzen Land gesucht. Uff. Voll stressig! Ich habe zwar die gleiche Meinung wie Mikael gehabt: Sie war es nicht, und wenn doch, hatte sie auch nen guten Grund. Aber doch war ich nach einer Weile genervt. Es war nämlich so, dass etwa über die Hälfte des Buches beschrieben wurde, was man für Fortschritte in der Ermittlung macht, wer wie handelt, wie all die Bekantnen von Lisbeth damit umgehen und sich ihre Meinung bilden ... aber die sogenannte Hauptperson selbst, die war einfach mal verschwunden. Aus ihrer Perspektive wurde gar nicht mehr geschrieben. Mir ist schon klar, dass das ein stilistisches Mittel ist und den Leser dazu bringt, gaanz fix weiterzulesen. Deshalb gefällt es mir aber trotzdem nicht besser, ich komme mir nämlich hingehalten und veräppelt vor. 
Trotzdem ist es natürlich ein spannendes und gutes Buch, aber manchmal hat es eben auch das Gegenteil bewirkt: Die ganzen Ermittlungen sind nämlich zeitweise auch etwas öde, und da habe ich das Buch schon öfter mal zur Seite gelegt.
Dafür wird aber das Ende nochmal so richtig spannend, da wird es praktisch wieder gut gemacht.

Mir hat das erste Buch insgesamt schon besser gefallen, aber das kann auch daran liegen, dass ich das mehr am Stück lesen konnte und somit irgendwie mehr drin war.

Nunja, das dritte ist angefangen und wird sicherlich auch in Kürze vorgestellt.

Nun noch einen schönen Abend!



25. Februar 2013

Weisheit der Woche #2



Juhu! Ich wünsche allen einen schönen Montag!
Meiner war richtig gut, der erste Tag im Praktikum hat mir super gefallen und ich bin echt froh, dass dem so ist :)

Gut, auch für heute ist mir grad eben ein Spruch eingefallen, den ihr vermutlich aalle kennt, in der einen oder anderen Form. Man nennt ihn auch goldene Regel, glaube ich:

Was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu!

So habe ich es im Kindergarten oder von Mama gesagt bekommen, ich weiß nicht mehr genau wo, ich war jedenfalls noch ein Kind.
Und ich glaube gerade für dieses Alter ist der Spruch ziemlich gut geeignet. Er ist einfach, er nutzt das Mittel der Perspektivenübernahme und erklärt so gleich seine Gültigkeit. Tu nichts Schlechtes ist ja schließlich relativ. Was genau ist schlecht? Wo ist die Grenze? Aber all das, was man selbst nicht möchte, auch anderen nicht zuzufügen, das ist logisch. Wenn ein Kind dann die Schüppe schon in der Hand hat, um sie dem nächsten über den Kopp zu ziehen, dann überlegt es sich vielleicht, dass das doch ganz schön zieht inne Birne und legt die Schüppe wieder weg. Wäre ganz gut. 
Aber da sehe ich auch schon ein kleines Problemchen: Nicht immer bleibt genug Zeit um mal kurz zu überlegen, wie man selbst nun dieses oder jenes finden würde. Gerade wenn etwas im Affekt gesagt/getan wird tut es einem ja oft hinterher Leid, aber es ist dann nunmal passiert.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich an dieser Regel nicht viel auszusetzen habe. Ich mag die Formulierung, die Einfachheit, und eigentlich kann man es wirklich nicht falsch verstehen oder interpretieren. Klar, wer eine falsche Vorstellung hat und wem schon verinnerlicht ist, dass Verletzungen, gerade emotionale, zur Tagesordnung gehören, dem bringt so eine Regel auch nicht mehr. Wer zuhause viel ausgeschimpft wird, dem ist es schnurzpiepe, dass das Gegenüber sich jetzt vielleicht unwohl fühlt, weil man selbst ein bisschen Dampf ablassen muss. Aber das sind Ausnahmen, die haben größere Probleme als falsch verstandene Sprichworte.

Ich mag es. Ich werde es vermutlich auch irgendwann meinen Kindern vorbeten, und ich hoffe, dass es ihnen hilft, ihre eigene Vorstellung von gut/böse sowie richtig/falsch auszubilden. Denn das ist wohl der Sinn, der dahintersteckt. Und natürlich Empathie, unglaublich wichtig!


Habt einen guten Start, ihr Lieben!

24. Februar 2013

Huhu!


Für ein bisschen gute Laune am verschneit-grauen Sonntag.


Ich muss jedesmal weinen vor Lachen. Besser als der Mops!

22. Februar 2013

Ein Relikt



Hallo!
Es ist mal wieder eine Prüfung überstanden und ich habe nun tatsächlich bis Mitte März keine mehr, also zwei Wochen lernfrei! Stattdessen ein Praktikum, aber das mache ich freiwillig und macht hoffentlich viel Spaß.
Ich hoffe also, dass ich es in nächster Zeit häufiger schaffe, euch aus meinem Leben zu berichten!

Heute gibt es mal wieder etwas von meinen Großeltern. Wolle und Co sind schon wunderbar genug, aber ich habe da noch etwas begeisterndes gefunden:




Eine alte Kamera! So etwas schickes, ich würde sie unglaublich gerne benutzen. Es ist sogar noch ein Film drin! Der ist vermutlich hinüber oder sowas ... aber man könnte ja einen neuen kaufen. Mein Problem ist nur, dass ich nicht die leisteste Ahnung habe, wie dieses Ding funktioniert. 




Made in West Germany, übrigens! Also, das Gerät hat da noch einige Zubehördingse. Zum Beispiel zwei Blitzapparate, soweit ich das verstanden habe. Die fummelt man da oben drauf.



Dieses Kabel ist für einen der Blitzviecher. 


Bei dem hier habe ich leider nicht die leisteste Ahnung.

Mein Problem: Für die Akkudinger habe ich Gebrauchsanleitungen, aber für die Kamera selbst nicht! Wie löse ich da aus? Es gibt eine Kurbel, die muss man vermutlich für ein neues Foto drehen, aber wozu sind die ganzen anderen Einstellungen? Und wie zur Hölle lade ich das Ding auf? Also, müssen da irgendwo Batterien rein? (Ich wüsste nicht wo) ...
Ich bin ratlos. Wenn jemand von euch sich damit auskennt, dann schreit laut und helft mir! Ansonsten werde ich demnächst wohl mal in einen Laden marschieren und hoffe, dass man mir dort helfen kann ..

Habt ein tolles Wochenende, ihr lieben!


18. Februar 2013

Neue Rubrik: Weisheit der Woche



Hallo, da draußen, an den Mattscheiben!
Habt ihr mal Lust auf was neues? Ich schon!
Ab heute werde ich (hoffentlich, mal sehen, wie viel Spaß ich daran finde) jeden Montag eine Lebensweisheit, ein Zitat, einen Spruch auswählen und ihn bis auf den letzten Buchstaben ausziehen, erforschen, ergründen. Interpretationsmöglichkeiten und Auslegungen herausfinden. Ein bisschen wie im Deutschunterricht!

Ihr dürft und könnt gerne eure eigene Meinung beisteuern, ich hoffe auf interessante Diskussionen!

Also, heute, ganz klassisch: 

Der Klügere gibt nach.



So, nachdem wir das erstmal auf uns wirken lassen haben, erstmal eine generelle Frage: Woher weiß man denn, dass man der Klügere ist und nun nachgeben sollte? Mal angenommen Hansi und Erika streiten sich um die viel zu hohe Hecke zwischen ihren Grundstücken. Werden dann die letzten Schulzeugnisse herausgeholt und erstmal nachgeschaut, wer jetzt die besseren Noten hatte, damit er dann kleinlaut abschwirren und sich einen Sichtschutz für die schäbige Hecke bastelt?

Neeein, natürlich nicht. Das war auch eher Spaß, aber auch Assoziationen sind interessant, und diese kam mir grad. (Btw, ebenfalls dazu: Doof lehnt sich gegen eine Wand - sie kippt um.)

Gemeint ist natürlich, dass man sich nicht in Endlosdiskussionen verstricken sollte. Wenn man sich einer Sache sicher ist, und das Gegenüber überhaupt gar nicht einlenken will, vermutlich aus Prinzip, dann muss man nicht mit knirschenden Zähnen daran arbeiten, dieses Gegenüber zu bekehren. Es darf sich beruhigt entfernt werden, mit dem Gedanken, dass Gegenüber es wohl einfach nicht besser wissen will.

Eine andere Interpretationsweise: Manchmal sollte man auf den richtigen Moment warten. Wenn er gerade nicht da ist, und die Situation festgefahren, dann besinnt sich der Klügere auf seine Geduld und spart sich tolle Argumente/den Antrag/die Anzeige für später auf. Weil es dann besser klappt. 

Ich glaube, dass jedes Sprichwort zwei Seiten hat. Der Leser sollte sich aus diesen die Mitte herauspicken.
Denn wer nun diesen Spruch als sein Lebensmotto erwählt und von da an bei jeder Kleinigkeit "nachgibt" (oder auch den Schwanz einzieht) der hat auch nicht unbedingt ein besseres Leben. Es kommt auf die Situation an, denn in einigen Dingen sollte man standhaft bleiben und seine Meinung vertreten, egal, ob der andere dadurch stinkwütend wird. 

Meine Mutter hat mir diese vier klugen Worte oft gesagt, wenn ich mich über jemanden aufgeregt habe, der etwas dummes oder gemeines getan hat, was ich nicht nachvollziehen konnte. Das hat mir eigentlich immer recht gut geholfen, von dieser Sache loszulassen und mich wichtigeren, interessanteren Dingen zu widmen.


Na, was meint ihr?

17. Februar 2013

Wolle, mal selbstgekauft!



Hallöchen, ihr, da draußen!

Ich weiß, momentan ist es ziemlich still hier. Das lag vor allem daran, dass mir irgendwie die Projekte fehlten. Außerdem Zeit (Donnerstag wieder ne Prüfung) und Muße.

Aber jetzt!
Ich habe Wolle bestellt, bei Lanade. Die verkaufen Drops-Wolle, und da ich von dieser schon so viel gehört, aber nicht gefühlt oder gar verarbeitet habe, wollte ich mal testen. Außerdem sind die Preise ziemlich moderat. Klar, sonst hab ich oft auf billig-Wolle ausm Supermarkt zurückgegriffen, aber wenn es wirklich gute Projekte werden sollen, dann muss es schon was besseres sein als 100% Polyester ... und das ist es, in diesem Fall. Und weil man bei Drops ja auch so schön nach Anleitungen gucken kann, habe ich eine Massenbestellung aufgegeben. Guck:



 Aus der blau und grauen Wolle auf dem oberen Bild (Drops Big Merino) wird ein Schal für meinen Papa. Merino sollte sein, weil wegen Bart und so, Fusseln und so ... muss ja nicht. Aus der Sockenwolle werden Socken (Überaschung!) weil ich es dann doch noch mal probiere ... eigentlich ist mir die Arbeit daran zu langwierig und kompliziert, aber mit dickerer Wolle (Drops Big Fabel) geht es bestimmt fixer. Fühlt sich toll weich an!
Und auf dem unteren Bild sehr ihr dann noch blau und natur (Drops Paris) was in eine Jacke für mich umgewandelt wird. Mein erstes richtiges Kleidungsstück also! Ich bin gespannt, ob es was wird.
So viel gekaufte Wolle hab ich noch nie gemacht, dat waren Hormone, die da durch meine Adern geschossen sind, als ich das Paket aufgemacht habe! Alles fühlt sich so weich an, ein Leckerchen war auch noch dabei (Gummibärchen, hat der Bruder bekommen, Fastenzeit!) und ... haaach. Toll!

Das hier ist übrigens der Anfang des Vaterschals. Patent, hab ich auch noch nicht gemacht, aber der Effekt ist echt gut. Und mit dieser weichen Wolle zu stricken macht uuunglaublich Spaß! :)




Ich habe mein Lernpensum für heute glücklicherweise schon hinter mir und kann jetzt ein bisschen entspannen. Der Herzmann kommt gleich vorbei, heute Abend wird mit heimgekehrten Ladies aus ganz Deutschland gespielt, ein schöner Sonntag steht bevor!
Ich hoffe, euer Sonntag wird mindestens genauso schön!


13. Februar 2013

Enthaltsamkeit



Heute fängt sie an, die Fastenzeit! So wie jedes Jahr, an Aschermittwoch.
Das Fasten ist ja eine ziemlich alte Tradition, und hat mich eigentlich nie so wirklich gejuckt.

Vor ein paar Jahren dann, ich weiß gar nicht mehr wie genau, haben Mama und ich beschlossen, es doch einfach mal zu versuchen. Keine Süßigkeiten, Kekse, Kuchen. Bis Ostern. Mal sehen, ob das klappt?
Es hat geklappt, und es war eigentlich ganz witzig!

Mittlerweile faste ich glaube ich das vierte Jahr, wie oben. Nicht aus religiösen Gründen, sondern, weil es irgendwie ein gutes Gefühl gibt. Man isst automatisch gesünder, mehr Obst und so, und fühlt sich dann auch supertoll. Und Freunde, wie absolut oberaffengeil das erste Stück Schokolade an Ostern schmeckt! Ein Traum! ♥

Den Herzmann habe ich vor zwei Jahren auch überzeugen können (er glaubte mir nicht, dass ich es durchhalte. Ich verstehe ihn, eigentlich bin ich der absolute Schokovernichter.) und er ist mit dabei. Das macht es auf jeden Fall leichter, denn neben Leuten zu sitzen, die gemütlich ne Tafel Schokolade futtern ... das macht das Ganze schon schwieriger!
Ab heute heißt es also wieder: Nix Nussnougataufstrich, nix Schoko, nix Weingummi, nix Kekse, nix Kuchen. Marmelade lasse ich mir. Ganz ohne süß geht ja irgendwie auch nicht. Und Salzstangen bzw ein bisschen Knabberzeug ist auch erlaubt. Das esse ich nämlich eh nicht wirklich. Aber wenn man auf einem gemütlichen Abend/ner Party ist und die ganze Nacht nichts von dem leckeren Zeug anrühren darf, das übersteigt meine Disziplin.


Ich habe übrigens noch nie abgenommen in der Fastenzeit, obwohl ich das jedes Mal wieder erwarte :D Also kann ich danach aber auch guten Gewissens wieder zuschlagen bei all den Leckereien.


Fastet ihr? Was haltet ihr davon? Unsinn, à la "Man lebt nur einmal und soll es genießen" oder voll dabei?

12. Februar 2013

Verblendung


Ich hab es grad erst ausgelesen, es gibt also ganz frisch, sozusagen noch total anwesend in meiner Erinnerung, eine kleine Rezension.

Es handelt sich um Verblendung von Stieg Larsson






Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal Jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zu Tage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.


Ich vermute, dass eh jeder von euch schon von dieser Triologie gehört hat und ich euch nichts neues erzähle, aber hey, mir ja egal. Vielleicht hat ja der ein oder andere noch nicht reingelesen, und möchte es jetzt tun. Denn, wie eh fast immer: Die Schwedenkrimis sind einfach weltklasse. Meine Mama vermutet, dass es an der vielen dunkeln Zeit dort liegt, dass die Leute eine dunkle Fantasie haben. Wer weiß? Jedenfalls können sie gute Bücher schreiben, und das hier gehört dazu.
Ich habe schonmal versucht es anzufangen, als der große Wahn damals anfing und sogar mein Papa das Buch las (und er liest sonst nur die Tageszeitung). Aber damals fand ich es uuunglaublich langweilig und sehr wirtschaftlich und habe aufgegeben.
Jetzt habe ich gedacht, gebe ich ihm nochmal eine Chance, so viele Menschen können sich schließlich nicht irren. Und sie hatten recht! So viel Wirtschaft ist es gar nicht, das kann man schnell weglesen, und dann geht es ziemlich spannend weiter. Mikael und Lisbeth sind beide auf total unterschiedliche Art sehr liebenswürdig, und ich habe sie schon sehr in mein Herz geschlossen. Schön, dass noch zwei weitere dicke Schinken mit ihnen auf mich warten! :)

Also, ein wenig zum Inhalt, aber natürlich nicht zu viel, ich mag nämlich echt nichts verraten. Ist ja doof, falls ihr es noch lesen wollt.
Mikael wird von einem ziemlich alten Herren angeworben, ein Familienrätsel zu lösen. Das Rätsel um Harriet, die vor viielen Jahren einfach verschwunden ist. Weder wurde ihre Leiche gefunden, noch gibt es Anzeichen, dass sie noch lebt. Der alte Herr, Henrik, grübelt immer noch darüber nach, was passiert ist, und hofft, dass Mikael als Außenstehender vielleicht etwas neues herausfindet. Das tut er auch, nachdem er sich durch die langen und ausführlichen Hintergründe der Familie Vanger gewühlt hat. Und die ist vielleicht riesig! Mehrmals saß ich vor einem Vornamen und dachte "Und wer ist das jetzt nochmal? Ach, wurscht. Wenn er/sie wichtig wäre, würdest du dich erinnern."
Irgendwann holt Mikael sich  - nicht ganz zufällig - Lisbeth hinzu, und die ist nun wirklich ein Original. Wir würden vermutlich nie Freunde werden, aber sie ist mir sympathisch und hat einen einfach interessanten Charakter. 
Es gibt einige Momente, in denen ich nicht schnell genug lesen kann, und in diesem Buch war es auch ab und zu so. Spricht für das Buch!


Ich werde also ziemlich fix das zweite anfangen, auch wenn eine mündliche Prüfung immer näher rückt ... und Wolle will ich auch noch bestellen ... naja. :) 

Habt noch einen schönen Wochenstart!



11. Februar 2013

Meine erste Tasche!



Freunde, was bin ich aufgeregt! Ich habe es endlich mal geschafft und mir eine Tasche genäht!
Das Nähen und ich, wir sind ein bisschen zwiegespalten. Mir fehlen oft die konkreten Ideen um etwas zu machen, und dann mache ich im Endeffekt nichts. 



Mit der Tasche war es so: Ich habe zu Weihnachten von einer lieben Freundin ein paar wuunderhübsche Stoffe bekommen, und bei dem einen war mir sofort klar, dass ich daraus eine Tasche nähen möchte. Ein passender, schlichter Stoff war auch schnell gefunden, aber dann fehlte es wieder. Ich wollte eine Umhängetasche, weil ich mit denen am besten klar komme, und einen Reißverschluss, denn einen Reißverschluss habe ich noch nie eingenäht, also sollte das doch die Premiere werden. Ich hab ewig nach Anleitungen gesucht, aber nie das passende gefunden. Dann hatte ich eine und habe gestern versucht anzufangen, aber nicht genug Stoff. Und dann habe ich weiter gestöbert, das Bild in meinem Kopf ist konkreter geworden und ich hab einfach frei Schnauze drauflosprobiert.

Erstmal hab ich den Reißverschluss hübsch angezogen, und mir dann überlegt, wie breit die Tasche in etwa sein muss.


In dieser Breite habe ich dann ein hübsches U aus Papier ausgeschnitten und daraus aus dem Ober- und Futterstoff jeweils zwei Teile gezaubert.


Dann habe ich zwei Taschen genäht, sozusagen. In die Innere habe ich noch eine kleine Tasche eingenäht, das war ganz simpel. Und dann habe ich die Tasche aus dem tollen Oberstoff über die aus dem Innenstoff gezogen, die Nähte im Zwischenraum.


Dann habe ich den Reißverschluss zwischen die beiden Lagen, also in den Zwischenraum, gefummelt und angenäht. Das ist ziemlich krumm und schief geworden, aber es ist zu. Und das ist am Wichtigsten :D

Als nächstes der Gurt. Dazu habe ich abgemessen, wie lang er sein muss, und mir ein breites Stück Stoff ausgeschnitten. Einmal in der Mitte falten - bügeln - auseinanderklappen - und vom Rand zur Mitte falten - bügeln - wieder mittig zusammenklappen - bügeln. Und dann natürlich noch zusammennähen. Ich hab an der Knickkante auch einmal entlanggenäht, der Optik wegen.


Den Gurt habe ich dann an den Seiten der Tasche festgenäht. Und dann, zum Abschluss, habe ich vorne und hinten am oberen Ende der Tasche noch einen braunen Streifen angenäht, einfach, weil es besser aussieht. Und ein kleines Eulchen.  

 

So, ich bin richtig stinkestolz auf mich. Es ist krumm und bestimmt nicht perfekt, aber wer ist schon perfekt? Es ist meine eigene Tasche, und ich bin froh, dass ich es versucht habe. Eine Eulentasche! Schuhu!



9. Februar 2013

Ziellos


So fühle ich mich momentan etwas. Die Decke ist fertig, hat mich ein halbes Jahr lang begleitet. Und jetzt???
Ich hab zwar die eine oder andere Idee im Hinterkopf, aber dieses große Projekt fehlt mir jetzt schon.
Ich mag große Projekte! Dinge, die lange brauchen, an denen ich lange arbeite, bei denen dann am Ende was supertolles herauskommt. 

Es wäre voll toll, wenn ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen könnte, Decken zu häkeln und zu stricken. 
Aber wer will schon mindestens ein halbes Jahr auf seine Decke warten? Und solche Decken haben so einen hohen Wert, das zahlt ja keiner. 
Schade, eigentlich. Vielleicht klappt das ja doch mal, wenn ich groß bin, und dann ist das voll das Luxusgut, so eine selbstgemachte Decke.
Oder aber, man schickt mir alte Wolle. Wie bei uns: bei Oma findet sich haufenweise Wolle, die sie selbst nicht mehr verarbeiten kann. Die kann man dann zu mir schicken, und ich mache ne Decke raus.
Das wär toll! Dann müssten ja nur noch die Arbeitsstunden entlohnt werden. :P

Das wird wohl ein Träumchen bleiben. Aber immerhin ein schöner Traum!
Bis dahin schau ich mal im Netz, was ich so zaubern könnte. Irgendetwas fällt mir schon ein. Und eine Sache ist schon ganz konkret, die wird morgen hoffentlich in Angriff genommen.

Bis bald, ihr Lieben, und habt ein schönes Wochenende!

6. Februar 2013

Der letzte Post: Granny Square Decke



Sie ist wahrhaftig fertig! 



Seit August habe ich daran gewerkelt, und euch ab da fast jede Woche den Fortschritt gezeigt. 



Tja, und gestern war es dann soweit: Ich musste nur noch eine hübsche Borte drumherum machen, dann war es vollendet. Abends gegen sechs war es soweit.


Nun besitze ich eine Sommer- und eine Winterdecke. Und habe aus dem Wollvorrat meiner Oma tatsächlich schon zwei Decken herausgewerkelt. Es ist immer noch Wolle übrig. Für eine dritte Decke reichts wohl nicht, aber vielleicht für eine Babydecke. Aber dafür ist ja noch Zeit. Und Bedarf eh nicht da. 
Nur weiße Wolle habe ich dazugekauft, für den Rand und das Zusammenhäkeln der Grannys.

Es hat Spaß gemacht! Jetzt bin ich ein bisschen ratlos. Was mach ich denn jetzt? In Vorlesungen? Großprojekte sind so schön ... langandauernd. Jetzt muss ich mir etwas neues suchen. Oder erstmal viele kleine Projekte machen.
Was es auch wird, ihr werdet es bestimmt sehen.


Ich packe jetzt meinen Koffer und fahre in die Heimat. Semesterferien!






5. Februar 2013

Eine kleine Vorschau



Ich war ganz fleißig! 
Hier sind es noch nicht alle Grannys, nur etwa die Hälfte....


 Aber hier sind sie schon alle zu eins geworden. Es fehlt nur noch ein hübscher Rand.



Ob das heute noch was wird? Ich hab morgen eine mündliche Prüfung, also leider nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte. Ihr hört von mir!


2. Februar 2013

Alles muss versteckt sein!



Und schon wieder habe ich ein Buch ausgelesen. Im Moment lese ich wieder viel, das gefällt mir! :)

Heute geht es um "Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz. 





Steckt in jedem Menschen ein Mörder? In Gedanken hat Marie schon erschlagen, erwürgt, zerstückelt. Die furchtbar realen Gewaltfantasien kommen ohne Vorwarnung und machen ihr unaussprechliche Angst. Doch denken heißt nicht tun. Glaubt Marie. Bis ein grausamer Mord geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes entsprungen zu sein scheint. Alle halten Marie für eine Mörderin. Auch sie selbst. Sie wird verurteilt, eingewiesen, weggesperrt. Ein junger Arzt hilft ihr dabei, die Wochen vor der Mordnacht zu rekonstruieren, und in Marie wachsen die Zweifel. Ist die Warhheit noch viel furchtbarer als ihre Fantasie?


Marie ist in diesem Buch von Anfang an Sympathieträger, obwohl sie wegen Mordes in einer Irrenanstalt festsitzt. Nach und nach öffnet sie sich dem Therapeuten und man erfährt, was eigentlich überhaupt passiert ist, wie es dazu kommen konnte. Eigentlich wird in diesem Psychothriller, oder wie man es nennen mag, sehr viel erzählt: Eine Liebesgeschichte, eine Krankengeschichte, ein Familiendrama. Und ein Mord. Dieses Zusammenspiel hat mir gut gefallen, und das Ende habe ich gestern Abend nahezu verschlungen. Eine Überraschung nach der nächsten, denn eigentlich schien schon alles gelöst. Aber dann war doch wieder alles anders, als gedacht. Wirklich spannend, und auch unglaublich interessant, was die Krankheit angeht, an der Marie leidet. Mir als Psychologie-Nebenfach-Studentin gefällt das gut! 
Anfangs war ich ziemlich traurig, weil sie nunmal jemanden umgebracht hat, und das erschien mir so... blöd, ich konnte es nicht wirklich verstehen und war ein bisschen traurig. Tja, dann hat sich aber doch alles anders entwickelt, und am Ende weiß man gar nicht mehr wirklich, was man denken soll über die Personen, denn irgendwie bleibt alles ein bisschen offen.

Es ist ein ziemlich spannendes Buch, finde ich, und hat mir Spaß gemacht zu lesen.
Und kein blutiges Gemetzel, zumindest nicht real stattfindend, also kein Ekel-Thriller.



Habt ein schönes Wochenende ihr Lieben!