8. März 2013

Praktikumsbericht

Zwei Wochen sind ganz schön schnell vergangen. Zwei Wochen Praktikum in einem Hospiz. Ich bin ziemlich ohne Erwartungen daran gegangen, einfach weil ich noch nicht genau wusste, was ich machen werde, nur, dass ich viel in der Küche bin, weil ich ja für pflegerische Tätigkeiten gar nicht ausgebildet bin. Und schon am ersten Tag war ich begeistert, und bin es auch nach zwei Wochen immer noch. Am liebsten wäre ich da geblieben. Die Kollegen waren alle unglaublich nett und offen, so freundlich und warmherzig. Und auch die Gäste, die ja nunmal alle sterben und deshalb guten Grund haben, fies und böse zu sein, waren ausnahmslos wirklich lieb und einfach zum knuddeln, in vielen Fällen. Eine Frau, die mich sehr an meine Oma erinnert hat, habe ich besonders ins Herz geschlossen, aber eigentlich mag ich sie alle. 
Das war mal eine Abwechslung zu dem ganzen drögen studieren. Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie wenig ich von dem Wissen, was ich mir da anlese und -lerne, später brauchen werde, da ich wirklich nicht in die Forschung gehen möchte, sondern etwas tun. Genau das hat mir nämlich so sehr gefallen die letzten zwei Wochen, bei allem, was ich gemacht habe, habe ich gewusst, wofür es gut ist, dass sich jemand darüber freut, dass es etwas nützt. Und ich habe nichts großes gemacht, beim Essen zubereiten geholfen, für die, die nicht zum Tisch kommen wollten oder konnten ein Tablett aufs Zimmer gebracht, mal mit jemandem im Park gewesen. Kleinigkeiten, aber ich sehe, dass es etwas bringt.
Ich bin froh, dass ich diesen Einblick gewonnen habe und kann mir auch gut vorstellen, in einem Hospiz zu arbeiten wenn ich mit dem Studium endlich durch bin.

1 Kommentar:

  1. ach das klingt ja nach einer schönen erfahrung!!
    es ist immer toll, wenn man in seinen aufgaben so aufblüht :)

    lg tina

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