6. Mai 2013

Weisheit der Woche #8



Auf den Geist muss man schauen. 
Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.

Euripides


Sehr kluge Worte, die sich leider viel zu wenig Menschen zu Herzen nehmen. Ich verachte alle, die sich ihre Freunde nach dem Aussehen aussuchen. Nach dem Motto: Ne, die passt nicht zu mir, die ist nicht hübsch genug. Andersherum aber genauso widerlich: Sich "hässliche" Menschen auszusuchen, um selbst als der beste Mensch der Gruppe hervorzustechen.
Glücklicherweise kenne ich niemanden, der nach einem dieser beiden Verfahren vorgeht. Super! 
Und, ich muss ja auch zugeben, dass ein gewisser Charakter oft mit einem bestimmten Äußeren einhergeht. Wenn ich jetzt so an die verschiedenen Schulcliquen zurückdenke, dann gab es da auch die "Tussis", also eine Truppe von Mädels, bei denen kaum eine ein Gramm zu viel wog, alle immer ziemlich gut gestylt waren usw. Ich gehe trotzdem nicht davon aus, dass sie nur wegen ihres Aussehens Freunde sind, sondern weil das Aussehen ja von der Persönlichkeit beeinflusst wird: Wer viel Wert auf sein Äußeres legt, sich für Make Up und Klamotten interessiert, der sieht dann ja oft auch so aus. Dass man sich dann zusammenschließt, auf Grund von gleichen Interessen usw, ist ja total natürlich. 

Trotzdem finde ich bunt gemische Freundeskreise irgendwie interessanter und authentischer. Es gibt doch so viele verschiedene Menschen, da wäre es irgendwie schade, nur eine "Art" zu seinen Freunden zählen zu können. 
Natürlich lege ich auch Wert auf gewisse Dinge. Ein gepflegtes Aussehen ist immer wichtig, und ich freue mich, wenn jemand einen eigenen und zu sich passenden Stil gefunden hat. Aber nur weil jemand keine Modelmaße hat oder schiefe Zähne, schließe ich diese Person nicht von vorn herein aus. 
Ich glaube aber, dass das leider unbewusst doch irgendwie passiert. Also, nicht anhand der oben genannten Merkmale, sondern vielleicht, weil ich von den Klamotten auf eine bestimmte Einstellung schließe und dann diese Person nicht mag. Frauen mit künstlichen Nägeln, zu viel Make Up und zu kurzen Klamotten zum Beispiel begegne ich glaube ich immer eher reserviert, weil ich davon ausgehe, dass ich mich mit ihnen nicht gut unterhalten kann. Aber es MUSS ja nicht so sein. 
Vielleicht sollte man sich selbst immer wieder ermahnen, offener zu sein und die Vorurteilsmasche nicht immer zu nutzen, obwohl es so schön einfach ist, Menschen in Schubladen zu stecken.



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