31. Juli 2014

Rums: Kringelmütze

Hallo ihr Lieben!

Ich bin ein großer, großer Mützenfan. Beweise dafür gibt es hier und hier und hier und hier und hier und hier. Puh, jetzt bin ich selbst etwas verwirrt. (Meine Güte, dieses Zurückblättern im Blog ist ja ein bisschen wie alte Tagebücher lesen ... leicht peinlich-unangenehm). Jedenfalls: Ich mag Mützen. Als dann von meinem Pullover noch fast ein ganzes Knäul über war und ich passenderweise in dem Lace Heft Nummer 4 von Lana Grossa eine Mützenanleitung für die Wolle fand, hab ich mal gehofft, dass es reicht und losgelegt.


Wie ihr seht hat es gereicht, die Mütze ist fertig. Für meinen dicken Bumskopf hätte ich aber auch ruhig ein paar Maschen mehr und ein wenig höher stricken können, aber sie passt trotzdem. Und diese Farbe macht mich immer noch glücklich!

Dadurch, dass es Lace-Garn ist, ist sie wohl kein Produkt für Minusgrade. Aber für die kühlen Herbsttage genau richtig, vermute ich. Das Muster ist übrigens simpel und für fast jeden zu erkennen: Es geht glatt rechts rund, dann li-re-li-re und weiter. Wenn die Abnahmen beginnen wird nur noch kraus rechts gestrickt. Fertig.

Das Muster steht dem Herzmann auch ziemlich gut, wenn ich ihn also mal überreden kann eine zweite Mütze zu besitzen, würde ich ihm diese in einer männlicheren (und schlichteren, so isser) Farbe nochmal stricken. Dann allerdings mit längerem Bündchen, 3cm sind ja doch etwas kurz.

Wie ihr sehen könnt habe ich leider Gässchen produziert ... was bei Socken immer gut funktioniert, hat hier leider nicht geklappt. Bei Socken ziehe ich nämlich immer die erste Masche einer Nadel weit auf bevor ich sie stricke, das hilft super. Vielleicht ändert sich hier nach dem Waschen was, mal sehen.

Ich gehe jetzt zu RUMS, kommt ihr mit?





29. Juli 2014

Kleine Schätze

Hallo ihr Lieben!

Sicherlich kennt ihr das auch. Jeder hat so gewisse Dinge, die eine Bedeutung in sich haben. Oft Kleinigkeiten, die mit Sorgfalt platziert werden, weil sie gesehen werden sollen. Weil sie aufmuntern, Mut machen, Freunde schenken. Kleine Schätze eben. Für andere vielleicht Nippes oder Müll, für einen selbst ganz wichtig. Ich habe viele solcher Dinge dekorativ in der Wohnung verteilt, quasi in jedem Zimmer ein kleines Herzstück. 

Zum Beispiel auf diesem Tisch: Der große Stern ist von meiner Mama, der kleine, so wunderbar passend, ein Andenken an meinen Opa. Der Teller unter der Lampe ist von meinem Praktikum, kam an irgendeinem Tag mit dem restlichen Klinikgeschirr und gehörte keinem, bzw. dann mir, als ich meine Begeisterung äußerte.


Meine Mama ist sehr kreativ mit Beton und hat mir da auch schon das ein oder andere tolle Stück geschenkt. 


Die Muschel ist aus einem Urlaub. Kleiner Tipp am Rande: Wer wie ich begeistert Muscheln am Strand sammelt, um dann festzustellen, dass sie trocken ziemlich langweilig aussehen: Ich lackiere sie immer mit Klarlack. Meistens Nagellack.

Ich verteile auch gerne schöne Karten mit tollen Sprücken, wie diese hier am Spiegel:

Zu guter letzt, entsprungen aus einem der schönsten Kinderbücher der Welt: Die beiden Hasen, neben der passenden Karte. Natürlich ebenfalls von meiner Mama. Die habe ich immer im Blick, wenn ich am Schreibtisch sitze.

Habt ihr auch kleine Schätze? Dann bloggt doch ebenfalls darüber und schickt mir den Link, ich schaue gerne vorbei :) 




26. Juli 2014

Die Sache mit der Milch

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es hier mal etwas zu lesen, dass mit DIY nichts zu tun hat. Ich will euch erzählen, wie es mir ergangen ist im letzten Jahr.

Ich glaube so Anfang diesen Jahres war es, dass ich langsam durchgedreht bin. Immer wieder hatte ich mal Durchfall, was ich dann auch nicht mehr als "Krank sein" abtun konnte, denn mir ging es gut. Appetit war da, kein Bauchweh, nichts. Ich habe mich also auf die Suche gemacht, nach Ursachen. Zuerst habe ich gedacht, es würde mit dem Leitungswasser zusammenhängen. Dann mit einem Eisenaufbaupräparat, das ich genommen habe. Letztendlich stand irgendwie alles im Verdacht, und dieses ständige Grübeln, was ich zu mir genommen habe, was ich essen darf ... das macht schon ein wenig verrückt. Zwischendurch hatte ich kurzzeitig die Laktose im Verdacht, aber manchmal konnte ich eine Schale Quark essen und nichts ist passiert, also war es das auch nicht. Dachte ich. 

Zu Anfang des Jahres habe ich dann doch ganz bewusst auf alle Milchprodukte verzichtet, zumindest was große Mengen anging. Kein Eis, Quark, Joghurt. Keine Milch. Und siehe da, weg war es, über zwei Wochen keinerlei Probleme! Seitdem ersetze ich Milchprodukte, und es geht mir gut.
Ich muss dazu sagen: Einen Test beim Arzt habe ich noch nicht gemacht. Erstens bin ich ein wenig ängstlich, wenn ich den Milchzucker zu mir nehme. Ich mag ungerne beim Arzt aufm Pott sitzen ... zweitens kann der Test durchaus sagen, dass ich nicht laktoseintolerant bin. Dann würde ich vermutlich wirklich durchdrehen. Denn dann müsste ich weitersuchen, was das Problem ist. Nein, danke. Mir geht es im Moment gut mit der Lösung. 

Milch, Quark, Joghurt, Mascarpone, Sahne, Schmand - alles laktosefrei zu haben. Natürlich ein wenig teurer als die üblichen Produkte, aber so viel brauche ich davon auch nicht. Ein Liter Milch pro Woche reicht für unseren 2 Personen Haushalt meistens aus. Dafür kann ich endlich wieder Müsli essen, das hat mir sehr gefehlt. 
Mich stört diese "Diät" eigentlich nicht wirklich. Gouda, den ich sehr liebe, ist quasi laktosefrei. Joghurt und Milch gibt es ohne. Kekse und Co gehen in Maßen, Kuchen ist auch eigentlich kein Problem. Was mich wirklich traurig ist, ist die Schokosache. Es gibt Vollmilchschokolade auch laktosefrei, klar. Aber welcher Schoko-Suchti ist bitte nur mit Vollmilchschokolade glücklich? Osterhasen, Pralinen, Schokolade in allen anderen Sorten, ich esse eigentlich alles gerne. Nur jetzt eben in winzigen Mengen. Früher hatte ich keine Skrupel, auch mal einen Hasen platt zu machen während ich so am Schreibtisch sitze. Jetzt habe ich die letzten Ostersüßigkeiten etwa vor zwei Wochen aufgebraucht. Gemeinheit! Mit Eis ist das auch so eine Sache. Fruchteis ist meistens laktosefrei, aber leider nicht das, was ich gerne mag.

Deshalb habe ich mir letzte Woche mal so Laktasetabletten aus der Drogerie geholt. Demnächst wird es mal einen Testlauf geben, zuhause. Mit viel Schokolade, glaube ich. Oder einem großen Joghurt. Oder einem Pott Eis. Und dann kann ich zumindest ab und zu eine Schokoeskalation feiern, oder Eis essen gehen. Generell wäre es fürs Essen gehen auch einfacher, wenn ich nicht abschätzen muss, wie viel Milchprodukte wohl drin sind im Essen.


Das war meine kleine Geschichte. Gibt es unter euch auch jemanden, der keine Laktose verträgt? Oder mit einer anderen Unverträglichkeit aufwarten kann? Was ist eure Geschichte?




24. Juli 2014

Traumrotpullover

Hallo ihr Lieben!

Bevor es gleich mit neuem Bikini ins Freibad geht - tatsächlich Premiere unserer Dortmund-Zeit, bisher war bei schönem Wetter auch immer Klausurenphasen, und die Wochenenden sind wir ja meist in der Heimat - zeige ich euch mein neues Lieblingsstück im Kleiderschrank.


Angehimmelt habe ich die Wolle quasi seit November letzten Jahres, in meiner ersten Arbeitsphase im Wollladen. Ich finde die Farbe einfach wundervoll, so ein sattes Bordeaux. Es ist aber Lace-Garn (Genauer: Merino Lace von Lana Grossa mit 400m auf 50g) und kam mir daher für ein Tuch oder ähnliches in den Sinn. Aber ich steh gar nicht so auf so dünne Tücher. Ein Teufelskreis. Dann entdeckte ich eine Anleitung in der Fatto al Mano 205 von Lang Yarns, für deren Merino 400, die quasi dasselbe ist. Perfekt! 


Dem Model im Heft geht der Pullover genau bis zum Hosenbund. Ich hatte aber einen Plan, habe XL gestrickt und gehofft, eines dieser Modernen Dinge zu erreichen. Crop-Top nennt man es glaub ich, also halbwegs bauchfrei und schön luftig. Ein paar Shirts habe ich schon, die so geschnitten sind, und liebe es sehr. Ich ziehe aber immer ein Top drunter, trotzdem finde ich den Schnitt sehr schön. Wir ihr seht, hat es geklappt. Auch zu einem Kleid kann ich mir den Pullover super vorstellen.
Das Muster ist ein ziemlich einfaches, aus Fallmaschen. Glücklicherweise, denn mit 3er Nadeln und diesem wahnsinnig dünnen Faden dauert es wirklich eine Weile, bis man ein Vorankommen erkennt. Es hat sich aber gelohnt, ich liebe den Pullover. Er ist so leicht (150g) und trotzdem schön warm, und ich mag den Effekt, den er hat. 
Bei Pullovern ist es bei mir immer dasselbe, erst fange ich sehr motiviert an, dann stelle ich fest, wie viel zu machen ist und es liegt 1-2 Wochen. Dann packt es mich wieder und ich rase quasi durch und stricke nur noch. :D


So sieht das übrigens aus bei mir mit den Notizen ... habt ihr auch solche lustigen Zettel?

Meine Haare auf den Fotos ... ich muss mal mit dem Fotografen schimpfen.
Und jetzt zeige ich dieses gute Stück, mit dem ich unglaublich zufrieden bin, bei RUMS und der Stricklust. Heute Abend schaue ich dann bei euch vorbei, wenn ich bestimmt fix und alle vom Sonnen wieder da bin.




17. Juli 2014

RUMS: Cardigan

Hallo ihr Lieben!

Es gibt diverse Gründe, warum die folgenden Fotos von eher minderer Qualität sind. Zum ersten habe ich nur diese eine weiße und freie Wand zur Verfügung. Licht ist da leider eher Mangelware, aber Blitz kommt auch nicht in Frage, weil ich dann die Augen zukneife. Viele von euch machen draußen Fotos, aber dazu bin ich noch zu unkoordiniert, das erfordert ja Planung. Vielleicht demnächst.
Dann war es Abends, was generell schonmal wenig Beleuchtung bietet.
Und ich kam wieder von sieben Stunden Wollkartons auspacken, wir hatten nämlich an dem Tag gefühlt das komplette Wintersortiment bekommen, und der Laden ist zu klein um über 10 große Kisten stehen zu lassen. Ich war also, gelinde gesagt, ziemlich gaga. Das soll meinen Ausdruck und vor allem diese Haare entschuldigen.

Jetzt kann ich beruhigt das eigentliche Thema anschneiden.


Ich habe einen Cardigan genäht. Dieses Projekt hat wirklich ewig gedauert. Nicht das Nähen selbst, das ging ziemlich fix, sondern das Beginnen. Gesehen habe ich diese Anleitung, als sie veröffentlicht wurde, also vor mehr als zwei Jahren. Schon damals wollte ich es gerne nachmachen. Hat ein wenig Anlaufzeit gebraucht, tatsächlich lag sogar dieser Stoff schon bestimmt ein Jahr herum mit der Aufgabe, genau so ein Cardigan zu werden. Am Wochenende hat es dann tatsächlich geklappt.

Viel hinzuzufügen habe ich gar nicht mehr. Ich habe zuerst zweimal doppelt gelegt und dann so in etwa die Ärmelform ausgeschnitten. Dann habe ich unter den Ärmeln und die Seitennaht festgesteckt und ein Loch für den Kopf geschnitten. Das ist leider etwas zu groß geraten für meinen Geschmack, aber da bin ich nunmal sehr schlecht mit dem Schätzen. Auf dem Boden sieht es immer so klein aus, und dann zieht man es an ... ja, und dann hatte ich erstmal eine Ewigkeit dieses Produkt mit Nadeln drin und einem Kopfloch an und überlegte, ob es wirklich ein Cardigan werden soll oder vielleicht doch ein Pullover. 
Meine Entscheidung könnt ihr ja sehen. Ich habe dann noch alles gesäumt - diesmal war die Zwillingsnadel wirklich nett, ich glaube, es lag tatsächlich am Garn - und an den Ärmeln, weil etwas zu kurz, aus dem Stoff noch ein breites Bündchen angenäht. Dann war es auch schon fertig.

Der Schnitt ist ziemlich simpel konzipiert und lässt sich auch beliebig variieren. Fledermausärmel oder nicht, die Länge, vorne abgerundet ... endlose Möglichkeiten, mit denen ich vermutlich noch spielen werde. Ich kann jedenfalls nie genug Cardigans haben ... 

Die schwarzen Ranken im Stoff sind übrigens leicht transparent, das kann man auf den Fotos gar nicht sehen.

Ich wandere mit diesem Stück zu RUMS und werde dann weitertippen, allerdings weitaus professioneller. Die Hälfte habe ich schon fast ... 




15. Juli 2014

Ich freu mich




Wie schön. Ich bin ganz stolz, irgendwie. Obwohl einer weniger ja nun auch nicht viel ausmacht, ist diese Zahl toll. Ich glaube, dass ich mir mal eine Kleinigkeit überlege, die ich euch schenken kann. Ihr erfahrt es bestimmt. 


Dickes Küsschen


Erste Erfahrung mit Bügeln

Guten Tag ihr Lieben,

vermutlich haben nun alle den Titel falsch verstanden. Eventuell war das beabsichtigt. Ein bisschen. 
Es geht hier nicht um die Tätigkeit, bei der Falten aus Kleidung herausgezaubert wird - obwohl meine Erfahrungen da auch eher minimal sind, ich bügel nämlich eigentlich nur Stoffe. Alles andere trägt sich ja halbwegs glatt. Und was es nicht tut, wird dann eben doch gebügelt.

Nun zum eigentlichen Thema: Um Taschenbügel geht es. Genau gesagt, winzige Taschenbügel.


Die flogen hier noch rum, und irgendwie wollten sie gerne verarbeitet werden. Geplant von meiner Seite war außen Kunstleder, das fand das Kunstleder aber eher nicht. Es war ein steifes Exemplar und eignete sich nicht wirklich für so ein kleines Projekt. Ich habe also umgedacht, nun ist ist ganz schnöde Stoff. Von meinem Rock, übrigens. 

Der Innenstoff war noch ein Rest von meiner ersten Susie, für die liebe K. Nun sind wir Täschcheninnenstoffschwestern. 
Und ist der Igel nicht niedlich? Nun hat auch er seine Bestimmung gefunden.

Wofür ich es benutze, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Es würde sich eignen, um beim Feiern nicht immer mein Riesenportemonnaie mitnehmen zu müssen. Es würde sich auch eignen, um Maßband, Stift und Vernähnadel hineinzupacken, also so Zeug, das man für Strickprojekte immer braucht. Ich werde schon ein Anwendungsgebiet finden.

Mit dem Täschchen gehe ich jetzt zum Creadienstag. Und nebenbei starre ich immer wieder auf die Fensterbank, wo mein erstes Glas mit Solarfärbung steht. Das ist so spannend! Bisher ist noch nichts passiert, aber bisher hat auch die Sonne noch nicht draufgeschienen. Ich warte und berichte.




13. Juli 2014

Auf den Nadeln

Hallo ihr Lieben!

Über Umwege habe ich den schönen Blog von Engelenchen gefunden, die einen Link-Up gestartet hat. Und dann noch einen thematisch so schönen. Jeder kann über die Projekte schreiben, die er gerade so auf den Nadeln hat. 
Ich finde diese Idee wunderbar, denn einerseits bekommt ihr so einen kleinen Überblick, andererseits kann man vielleicht - wie bei allen Aktionen dieser Art - neue schöne Blogs finden.

Ich starte dann mal mit meinen Projekten, vier Stück sind es. 


Da wäre zum einen ein dünner Pullover. Vorder- und Rückenteil sind fertig, ein halber Ärmel auch schon. Ich bin zuversichtlich, dass es diese Woche noch ans zusammennähen geht und ich ihn euch nächste Woche zeigen kann. Das Muster ist sehr simpel und lässt sich gut nebenher stricken, was für mich schonmal ein großes Plus ist. Ich habe ziemlich motiviert angeschlagen, dann aber eine oder zwei Wochen keine Lust mehr gehabt. Und bei Nadelstärke 2,5 und 3 kommt man eben nicht so schnell voran. Lacegarn. Jetzt bin ich jedenfalls ziemlich im Rausch. 

Ein Paar Socken habe ich eigentlich immer angeschlagen, für unterwegs ist das einfach praktisch. In diesem Fall ist es ein Geburtstagsgeschenk, und meine ersten Mustersocken. Hier noch etwas geknautscht, aber der erste ist schon fast fertig. 

Nun folgen noch zwei Dauerbrenner: Zuerst der Linen-Stitch-Schal aus Sockenwollresten, er wird auch noch lange angefangen herumliegen, denn so schnell bin ich mit dem Restenachschub noch nicht. Aber immerhin, drei Reste kommen bald dazu. Trotzdem möchte ich ihn zumindest bis Ende des Jahres weiterstricken.

Und dann ist da noch mein Riesengranny, das bisher nur ein wenig gewachsen ist und vermutlich auch nur langsam weiterwachsen wird. Es kribbelt mir zwar in den Fingern, meine Reste weiter abzuarbeiten, aber diese Pulloversache hat mich gepackt. Trotzdem, es wird, langsam. 

Mehr Informationen, Bilder und Co findet ihr in meiner Ravelry-Projektliste. Und nun zeigt her, was ihr so auf den Nadeln habt!





11. Juli 2014

Perfektes Dinner oder: Warum ich kein Foodblogger werde

Hallo ihr Lieben!

Manchmal schaue ich mir ja schon gerne Rezepte und Bilder von Essen an, auf anderen Blogs. Es sieht immer alles so hübsch aus, und so nett angerichtet. Ich weiß zwar bei dem meisten, das ich es toll finde, mache aber nur seltenst etwas davon nach. Vermutlich aus Faulheit, schließlich müsste ich das Rezept ausdrucken, alles dafür einkaufen und dann mit abwiegen und co kochen, was mir irgendwie meistens zu kompliziert ist. Ich eigentlich fast immer frei Schnauze, so auch bei allem, was ihr heute seht.

Das wird aber wohl eher eine Ausnahme bleiben. Es gibt da diverse Gründe, die dafür sorgen, dass ich kein Foodblogger werde. Niemals.
1) Ich bin zu gierig. In diesem Fall habe ich vergessen die Vorspeise zu fotografieren. Schande über mein Haupt.
2) Ich habe kein schönes Geschirr. Weil Studentenhaushalt und altes von den Eltern. Tatsächlich so alt, das sich schon als Kind davon gegessen habe. 
3) Ich bin zu ungeduldig, um noch schöne Fotos zu machen. Vor allem wenn ich Gäste habe. Und ich gebe mir eben nunmal häufig dann am meisten Mühe mit dem Essen, wenn ich Gäste habe. Oder deckt ihr euch jeden Tag den Tisch so richtig schick, macht Kerzen an und garniert euer Essen mit frischen Kräutern?
Aber trotz und alle dem erzähle ich euch ein wenig von diesem netten Abend, einfach weil es schön war.


Eigentlich schwirrte die Idee von einem privaten Perfekten Dinner Cover schon lange in meinem Kopf herum. Aber immer, wenn ich es anderen Menschen gegenüber begeistert erzählte, kamen Antworten wie "Ich kann nicht so gut kochen" oder "total aufwändig". Dieses eine Mal hat es dann aber geklappt, mit zwei Freundinnen zusammen haben wir also unsere eigene Runde gegründet. Wir haben beschlossen, dass jeder thematisch zu einem Land kochen sollte, alles andere ist der Köchin selbst überlassen. Eine Freundin hat schon französisch für uns gekocht, und nun war ich dran, mit italienisch. 
Die Vorspeise müsst ihr euch nun leider vorstellen, also lest das hier und strengt eure inneren Bildmachzellen an: Feld- und Eisbergsalat auf einem Teller, mit angerösteten Kernen. Darüber eine leichte Joghurtsoße mit Cranberrys darin. Und obendrauf noch leicht warme angebratene Champignons. Mmh, sage ich euch. Sehr lecker. 
Nun zur Hauptspeise, sogar mit Bild.



Es gab Bandnudeln, mit zweierlei Pesto. Einmal ein Basilikumpesto mit ordentlich Knoblauch und Pinienkernen und das zweite ist nach dem Rezept von Fee, ein Möhrenpesto. Ohne Parmesan, weil ich den doof finde, aber sonst ziemlich übernommen. Mal was anderes und lecker, aber gegen grünes Pesto kommt leider nichts an.


Der Nachtisch dann: ein gemischter Teller, sozusagen, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Ich liebe nunmal all das Süßzeug. Für das Gewissen gab es ein bisschen Obst: Erdbeeren und Physalis (oder Hagebutten, wie der Herzmann sagen würde). Daneben eine kleine Kugel Sojaeis mit Erdbeersoße, selbstgebackene Cantuchini und ein Stück Tiramisu, das etwas unglücklich auf dem Teller liegt. Sojaeis übrigens, weil ich und Laktose nun Feinde sind, aber das ist ein anderes Thema.

Danach waren alle pappsatt und glücklich, und ich auch. Es ist ja doch immer etwas stressig, so etwas vorzubereiten, und dann kommt die große Erleichterung, wenn es allen schmeckt.

Und, hättet ihr mitgegessen?




10. Juli 2014

Rums: Taschentuchaufbewahrung

Hallo ihr Lieben!

Irgendwann habe ich letztens mein letztes Taschentuchdingsi verloren, welches immer in meiner Handtasche herumtrödelte. Da war ich schon ein bisschen traurig, habe aber auch sofort in meinen Resten gestöbert und schnell etwas passendes gefunden: Dort habe ich Stoffe gekauft, und von dem für die Kissenbezüge war noch etwas über. Da mir die Farbe so gut gefiel, war es gebongt.


Ich gehe da übrigens nicht nach einem Schnittmuster vor, sondern nehme einfach ein schon vorhandenes Dingsi und schneide den Stoff dann danach aus, ein langes Rechteck. Dann werden die Enden ordentlich umgenäht - in diesem Fall sogar in hübsch, mit dekorativem Zick-Zack-Stich - und dann klappe ich sie aneinander und nähe nochmal rechts und links. Nahtzugaben an den Ecken kürzen, fertig ist es auch schon!

Da ich beim letzten Mal das Dingsi genommen habe, welches eine leicht offene Naht hatte (und zu faul war, dies zu beheben) bin ich nun noch glücklicher mit diesem perfekten Stück. 

Und damit gehe ich zu Rums, denn es ist nur für mich. Klar kann ich damit nicht gegen die ganzen großen Dinge, wie Kleidung und co anstinken, aber es ist ein Anfang. 

Achja: Ich weiß, dass es da diese super Abkürzung für diese Dinger gibt. Aber ich find sie blöd, weil sie mich an Kinder und Feuerwehrautos erinnert, und die haben damit ja doch irgendwie wenig zu tun. Also bleibe ich bei der ausgeschriebenen Version : )





9. Juli 2014

MMM: Tanktop

Herzlich Willkommen ihr Lieben!

Beim letzten Stoffkauf ist mir auch ein dünner Jersey in einer schönen rostroten Farbe in die Tasche gehüpft, und den passenden Schnitt dazu wusste ich auch schon: Ein Top sollte es werden. Genäht nach der Anleitung zu Modell 125 aus der Burda von Juni 2014.

Das war alles mal wieder ein wenig hampelig. Entschieden habe ich mich für Größe 42, das Ausschneiden ging dann auch alles flott. Selbst das aufbügeln von Vliseline Formband hat gut geklappt, nachdem ich - wie üblich - den ersten cm mit dem zu heißen Bügeleisen geschmolzen habe. Beim nächsten Mal würde ich mehr Nahtzugabe an Ärmel und Hals lassen, so sieht man leider an einigen Stellen innen das Formband noch.


 Sogar mein erstes mal Nähen mit der Zwillingsnadel hat an Arm- und Halsausschnittkanten super geklappt, und ich war schon angefangen Lobgesänge auf diese Nadel anzustimmen, weil: Sieht schon ziemlich gut aus, so eine schicke Naht.
Aber dann kam der Saum. Und ohne mir erkenntlichen Grund riss alle paar cm einer der Fäden. Was vor wenigen Minuten noch einwandfrei ging, hat mich dazu gebracht wütend rumzufluchen. Kann das nur daran liegen, dass am Saum kein Formband aufgebügelt ist? Dass ich keinen soo gutes Garn habe, vermute ich auch, weil geerbt. Aber es hat ja vorher funktioniert, und ich hatte nichts verändert.


Verlängert habe ich direkt beim Zuschneiden, statt 3cm Saumzugabe habe ich 6cm drangehängt, und finde die Länge nun auch ziemlich gut. 

Da der Schnitt aber sowieso ein relativ lockerer ist, habe ich mal wieder ein großes Produkt. Also, vorbeugen in dem Ding geht eher nicht. Ich muss mir wohl noch so ein Bandeau-Ding nähen, dann fühle ich mich darin wohler. Und dann werde ich das Ganze nochmal in 40 nähen um zu schauen, ob es dann etwas besser sitzt. Es gibt übrigens auch Brustabnäher, ganz verrückte Sache finde ich :D

Weil ich Depp bei der gestrigen Fotosession vergessen hab, mich auch mal umzudrehen, bekommt ihr leider nur ein verrenktes Rückansicht-Foto, weil ich allein bin gerade. Aber der Rückenteil ist halt schon schick ... üblicherweise würde ich allerdings entweder einen schwarzen BH oder einen ohne Träger tragen. Hupsi!

So, das war mein Beitrag zum letzten MMM vor der Sommerpause. Ich bin da ein wenig traurig, wo ich doch gerade erst angefangen habe in einen Rausch zu geraten. Natürlich nähe ich trotzdem weiter und zeige auch her, aber es ist schon schön, diese Verlinkung. Da ist dann etwas mehr persönliche Motivation hinter, bis Mittwochs etwas fertig zu haben.
Als Ersatz gibt es ein Dirndl-Sew-Along, aber leider kann ich mit einem Dirndl nun so gar nichts anfangen. Also sieht man sich nun nicht so regelmäßig mit etwas Genähtem, und ab Mitte September kann ich dann wieder alles dieser großen, tollen Gruppe präsentieren.






7. Juli 2014

Mein Tag und neue Wolle ...

Hallo ihr Lieben!

Heute mag ich einfach mal ein wenig meinen Tag erzählen. Nachdem ich nämlich grad eewig in der Küche gewerkelt habe und Vorbereitungen für mein morgiges Austragen einer Perfektes-Dinner-Runde unter Freunden getroffen habe, kann ich nicht mehr viel tun außer sitzen und tippen. Falls übrigens Interesse an den Leckereien besteht, die ich so gestalte, dann gebt kurz Laut und ich erstatte Bericht darüber.

Letztes Jahr über den Winter habe ich ja in einem Wollladen gearbeitet. Nach der Hauptsaison brauchten sie mich dort nicht mehr. Nun kam aber eine Anfrage, ob ich wieder Lust hätte, wegen Veränderungen im Personal und so. Da habe ich nicht nein gesagt, denn es ist wirklich eine angenehme Arbeit, die Kunden sind meinstens ziemlich nette Leute (gemeinsames Hobby verbindet und so) und 10-20 Stunden die Woche von Regalen voll Wolle umgeben zu sein, das kommt meinem persönlichen Traum (nämlich diese Regale bei mir zuhause zu haben ..) ziemlich nahe.

Und wie das nunmal so ist, sieht man all die tollen Dinge ...


Bei meinem jetzigen Pullover bin ich kurz davor, das Vorderteil zu beenden, fehlen also noch die Ärmel. Die riesen Granny-Decke ist auch noch lange nicht beendet. Socken schwirren hier immer irgendwie herum, diesmal aber tatsächlich als Geschenk und deshalb nicht ewig aufschiebbar, und dann ist da noch der Linen-Stitch-Schal. Ich habe also eigentlich ausgesorgt. Meine Projektlisten sind auch alle voll. Aber wer von euch mal an der Moina von Lang Yarns vorbeigekommen ist, der wird mich verstehen. So weich. SO WEICH! Es ist Seide enthalten, und das fühlt man auch. Ich könnte schon mit den Knäulen allein glücklich werden. Das Modell in der schon vorhandenen Zeitschrift gefiel mir dann auch noch ziemlich gut, nur ohne dritte Farbe werde ich es nun nachstricken. Aber erst wird der andere Pullover beendet, natürlich. 

Und, was werkelt ihr so? 





2. Juli 2014

MMM: Sommerkleidchen

Hallo ihr Lieben!

Auch diese Woche habe ich wieder etwas Genähtes herzuzeigen, so langsam komme ich in einen Rausch. 
Aus der Burda von Mai 2013 hatte ich mir das Modell 102 ausgesucht, ein einfaches und auf dem Modellbild wirklich schönes Sommerkleid. Mit der Stoffempfehlung im Kopf bin ich losgezogen, etwas passendes zu finden, was sich aber als sehr schwer herausgestellt hat. Wie im Beispiel auch wollte ich gerne einen Stoff mit großem Muster, allerdings nicht zu bunt. Alles was ich gesehen habe, beinhaltete mindestens 4 verschiedene Farben. Mäh. 
Der dritte Gang durch die Reihen brachte dann eigentlich nur einen tauglichen Stoff hervor, denn leicht und weich fallend sollte es ja auch sein, also quasi Satin. Entschieden habe ich mich für dieses Muster:


Und dann habe ich das Wochenende ausgiebig genutzt und genäht.


Was dieses Kleid hervorgebracht hat. Toll ja immer: Ich kann die Länge anpassen, und sie ist perfekt, obwohl mir ein Malheur passiert ist. Es war kurz vor Abfahrt und ich wollte das Kleid unbedingt fertig bekommen, denn sonst hätte ich ja bis zum nächsten Wochenende warten müssen. Hastig sollte ich allerdings nicht arbeiten ... ich hatte mir die Länge abgesteckt und wollte dann entlang der horizontalen Musterlinie etwas kürzen, um anschließend umzunähen .. leider habe ich wohl mal wieder nicht ganz gerade gearbeitet, sodass es ziemlich schief und vor allem kurz wurde. Für noch zweimal einschlagen war es definitiv zu wenig, also habe ich mal wieder gepfuscht und aus dem abgeschnittenen Streifen ein breites Schrägband gebügelt und das dann unten um den Saum genäht. Erleichterung, denn micht stört das so nicht. 


Eigentlich sieht der Schnitt einen Schlitz unterm Ausschnitt vor, mittig zwischen den Brüsten quasi. Das war mir aber zu doof, schließlich möchte ich mich darin auch bewegen und nicht gerade stehen müssen damit bloß nichts zu sehen ist. Ich glaube, damit habe ich mir auch die komplizierteste Stelle der Anleitung gespart.
Mit Gürtel gefällt mir das Kleid auch ziemlich gut, aber es geht auch ohne, finde ich, und das ist sowieso das allerbeste, wenn es ein bisschen variabel ist.


Für meinen Geschmack sind die Träger ein wenig zu weit auseinander, was aber auch daran liegen mag, dass ich sie noch ein wenig gekürzt habe damit der Ausschnitt nicht bis auf den Bauchnabel blicken lässt. 


Unterm Strich bin ich zufrieden, besonders über die Undurchsichtigkeit (das war bei den meisten Stoffen die gepasst hätten nicht der Fall), den leichten Fall und die Länge. Und das Muster! Aber nochmal nähen werde ich den Schnitt vermutlich nicht. Als nächstes hätte ich lieber mal etwas mit ein wenig mehr Form. Empfehlungen, für Schnitte, am besten für wenig Geld oder gar umsonst nehme ich gerne entgegen. 

Und nun schaue ich mal, was andere tolle Frauen sich erstellt haben, beim MMM, bevor der Schreibtisch wieder ruft.


1. Juli 2014

Vergrößerung

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich eine Weile hin und her überlegt habe, ist eine Entscheidung dafür gefallen: Ihr findet mich nun auch bei Facebook, unter diesem Link. In Kürze wird dann rechts auch ein passender Button dafür vorhanden sein. Schaut ruhig mal vorbei, ich möchte die Seite hauptsächlich nutzen, um auch mal kleine Schnipsel aus meinem Leben zu teilen.