5. August 2014

Da war doch mal was

Hallo ihr Lieben!

Die ganz alten Hasen von euch werden sich erinnern, dass der Herzmann und ich mal das sportliche Laufen anfingen. Hier könnt ihr lesen, was ich bisher dazu schrieb.
Erste Befürchtungen kann ich auflösen: Dass ich ein Jahr kein Wort zu dem Thema hab verlauten lassen liegt nicht daran, dass wir es aufgegeben haben. Nein, wir joggen nach wie vor. Den heutigen Tag nehme ich darum zum Anlass, euch zu berichten, weil wir heute das erste mal eine volle Stunde geschafft haben. Zwar schmerzen meine Beine nun durch Extrembelastung (nicht das Joggen, wir waren vor zwei Tagen im Kletterwald ...), aber ein tolles Gefühl ist es trotzdem! Eine ganze Stunde. Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt mal mehr als zehn Minuten schaffe. Als ich dann merkte, dass eine halbe Stunde gar nicht so schlimm ist, habe ich trotzdem die ganze Stunde als weit entfernten Punkt gesehen. Mein Gipfelkreuz quasi. Und nun habe ich es erreicht. 
Wo wir vorher mit der Bahn zum Park sind, dort unsere 20-30 Minuten-Runde gelaufen - je nach Wetter, Konstitution und Motivation - und mit der Bahn zurück, haben wir nun diesen weg komplett zu Fuß gemeistert. Das ist schon toll, vor allem weil mir das Bahnfahren wirklich nicht gefallen hat. Meinem Kreislauf auch nicht, nach dem Laufen. 
Unser Pensum vom Anfang, mit jedem zweiten Tag joggen, schaffen wir mittlerweile nicht mehr. Momentan läuft es wieder ganz gut, und 1-3x pro Woche sitzt eigentlich immer drin. Das liegt aber wohl auch daran, dass wir beide sehr flexibel sind in unserer Tagesplanung. Und vor allem am Wetter: Regen und Kälte sind für mich immer noch große Hindernisse. Denn nach wie vor habe ich nicht so viel Spaß an sportlicher Betätigung, dass ich es vorziehe bei Regen durch Matsche zu joggen, wenn ich stattdessen gemütlich auf dem Sofa sitzen kann. Aber das ist gar nicht weiter schlimm, denn irgendwo in mir hat es klick gemacht. Selbst nach einer Pause von mehreren Monaten schaffe ich eigentlich immer die halbe Stunde durchzuhalten. Natürlich verändert sich mein Tempo dann über die Sportpause, aber wichtig ist mir vor allem die Zeit. Das Tempo kann man immer noch steigern. 
Wenn es nämlich eine längere Zeit ist, die wir mit Joggen verbringen, dann laufe ich mich irgendwann in eine Art Trance. Die Beine bleiben von allein in einem angenehmen Rhythmus, ich lasse meine Gedanken schweifen und muss auch die Atmung nicht mehr kontrollieren. Das hat sich ebenfalls verändert, Atemprobleme oder Muskelkater sind eigentlich keine existierenden Probleme mehr, zum Glück. Denn so kann ich sagen, dass es an manchen Tagen tatsächlich ein schönes Gefühl ist, laufen gewesen zu sein. 
Ich denke, wir werden es so beibehalten. Hoffentlich schaffen wir es dieses Jahr möglichst lange, unseren Schweinehund in den Herbst und Winter zu jagen. Ansonsten geht es im nächsten Jahr eben wieder von vorne los, bei einer halben Stunde. Jetzt, wo ich weiß, dass ich das kann, stört es mich nicht im geringsten.





Kommentare:

  1. Wow, Respekt, eine Stunde und so brav regelmäßig. Da könnt ihr wirklich stolz auf euch sein!

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  2. Nicht schlecht Herr Specht, herzlichen Glückwunsch! Ich komme wohl schon nach 10 Minuten aus der Puste... und der innere Schweinehund hält mich davon ab, dass sich was ändert ;) Abervielleicht ja jetzt, inspiriert durch deinen Erfolg.
    Liebe Grüße
    Das Moos von http://moosteppich.blogspot.de/

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  3. Hallo , das erinnert mich auch an meine Laufanfänge :-) kleiner Tipp : schaut mal unter Laufkalender. de und sucht euch 2x im Jahr einen 10kmLauf. in einer Stunde + ein paar Minuten gut zu schaffen, wenn man angemeldet ist muss man los....und zu meinem Schweinehund sage ich immer : wenn Du nicht gleich die Klappe hältst lauf ich noch 1 km weiter!!! lg Kerstin

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