30. Oktober 2014

Gelesen im Oktober


Hallo ihr Lieben,

der Monat endet, und ich zeige euch, was mich auf dem Papier so begleitet hat.



Jilliane Hoffmann - Vater unser

Anfangsszenario: Drei Kinder und deren Mutter werden ermordet in ihrem Haus aufgefunden, der Vater schwerverletzt. Einsatz Staatsanwältin, die eigentlich mit eher kleinkriminellen Fällen zu tun hat und nun von einem Top-Staatsanwalt hinzugezogen wird. Und die Frage, um die sich alles dreht: War der Vater der Täter?
Man wird hineingeführt in die Welt der Gerichte und Verhandlungen, bekommt mit, wie Verteidigung und Staatsanwaltschaft so gegeneinander agieren. Und fragt sich die ganze Zeit selbst, wer denn nun der Mörder war. Gleichzeitig zeigen sich immer mehr Parallelen zwischen dem Fall und der Vergangenheit der Staatsanwälting Julia Valenciano. Für mich ein spannender Roman, mit ein paar etwas sehr genauen Details, wenn es um die Tat geht. Aber es handelt sich hier eben auch um die Autorin von Cupido, nech? Das Ende hat mir dann nicht ganz so gut gefallen, ein wenig düster und offen. Aber an und für sich auf jeden Fall lesenswert.


Frank Schätzing - Tod und Teufel
Das Buch wurde dem Herzmann geschenkt, und weil ich ja auch ab und an auf historische Romane abfahre, habe ich mich mal drangewagt.
Alles dreht sich darum, dass ein Dieb und Streuner einen Mord beobachtet. Daraufhin wird er gejagt, versucht aber gleichzeitig die Wahrheit herauszufinden, zieht dabei andere Leute mit in die Geschichte, die dann ebenfalls gejagt werden. Alles spielt in Köln zur Zeit des Dombaus, oder besser in dessen Anfängen, so um 1200 rum.
Die Geschichte war interessant, aber wirklich spannend wurde es erst im letzten Viertel. Außerdem sind viele geschichtliche, lehrende Absätze enthalten, die mich aber eher gelangtweilt haben. Politik in Köln zu der Zeit ist nicht ganz so meins.
Das Buch war okay, aber ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen.


Mark T. Sullivan - Panic. Der Schuss. Das Blut. Der Tod.

Ein bisschen albern fand ich ja diese drei Untertitel, aber das sagt über ein Buch wenig aus, von daher ignorieren wir es. Aber eins muss ich ja nochmal erwähnen: Wer sich die Mühe macht und bei Übersetzungen mal den Originaltitel nachschaut (der steht oft bei den ganzen anderen Angaben am Anfang des Buches) wird sich wundern. Auch in diesem Fall hat der deutsche Titel eigentlich wenig mit dem Inhalt zu tun, der englische dafür macht richtig Sinn. 
Egal, kommen wir zum Inhalt, darum geht es ja: Die ganze Geschichte spielt in einer für mich unbekannten Welt, der des Jagens. Die Erzählerin reist mit anderen unbekannten Jägern mitten ins Nichts, um dort für 10 Tage auf Hirschjagd zu gehen. Aber irgendwas läuft falsch, denn nach und nach werden alle ihre Mitreisenden selbst zu gejagten und sterben. Doch wer steckt dahinter? Und was, verflucht, hat diese Frau in ihrer Vergangenheit durchgemacht, dass immer wieder durchscheint?
Obwohl ich mit der Jagd an sich nichts anfangen kann war es schon ein bisschen faszinierend zu lesen, wie die Spuren gelesen werden, das Tier quasi erspürt ... irgendwie interessant. Und auch ordentlich spannend, durch den Jäger, der die Jäger jagt. Ohje. 
Ich fand das Buch gut, nicht herausragend, aber ziemlich gut. 




Top: Der Einblick in die Jagd. Mir gefällt es, wenn ich etwas neues kennenlerne, und ich habe mich zeitweise echt gefühlt, als würde ich von einem alten Jäger in diese Beschäftigung eingeführt werden.
Flop: Schlechte Titelübersetzungen!
Besonders in Erinnerung geblieben: Dass Richmodis aus Tod und Teufel durch ihre schrecklich schiefe Nase hübsch ist.
Seiten des Monats: 1438





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