29. März 2015

Stripey Rikke Hat

Hallo ihr Lieben,

einen schönen Sonntag wünsche ich euch. In meinem letzten Beitrag konntet ihr ja schon ein wenig erahnen, was ich aus den Resten vom Foolproof Scarf gemacht habe. Erst hatte ich zu wenig, dann habe ich vorsorglich etwas mehr bestellt und hatte je Farbe ungefähr zwei Knäul übrig. Mäh. Aber andersherum hatte ich mir vorgenommen, auch mal passende Sets zu stricken, sonst stehe ich nämlich oft vor meinen Schals und Mützen und habe Schwierigkeiten, eine gute Kombination zu finden. 

Lange Rede kurzer Sinn: Aus den Resten habe ich eine Mütze gestrickt.


Eine schöne, gemütliche Mütze. Einen Rikke Hat, um genau zu sein. Die Anleitung dazu gibt es über Ravelry, und das hier ist auch schon die zweite Version von meiner Seite. Die erste war damals rot, gefällt mir heute immer noch gut und macht einfach viel her. Denn obwohl es unglaublich simpel vonstatten geht - einfach nur eine Runde rechts, eine Runde links um das kraus rechte zu erzielen - geht es in der Runde, und nach dem Bündchen wird auf eine größere Nadel umgestiegen. Das wars auch schon an Zauberei, sieht aber toll aus. 
 

Den Effekt sieht man allerdings in einer einfarbigen Version etwas besser, muss ich zugeben. Dafür passt die Mütze super zum Schal und wärmt auch sehr durch das relativ feste Gestrick im unteren Bereich. 
Ein bisschen dolle Stolz bin ich auch auf den Reihenanfang, der schön ordentlich aussieht. 
Die Streifen habe ich übrigens auch ganz langweilig gesteigert, immer eine "garter ridge" mehr, also eine Reihe rechts und eine Reihe links pro Farbe. 
 

Und, was sagt ihr?







26. März 2015

Totally Foolproof

Hallo ihr Lieben,

wie schon angekündigt möchte ich heute - seit Ewigkeiten mal wieder - bei RUMS mitmachen. Und zwar mit einem Schal, den ich schon im letzten Jahr begonnen habe, und der auch schon länger fertig ist.


Ist er nicht schöön?
Die Anleitung habe ich von Ravelry, und eventuell erinnert ihr euch: Ich habe so einen Schal schon einmal gestrickt, allerdings in einer kleineren Version. Dieser hier ist deutlich breiter, weil er deutlich wärmer werden sollte. 
 

Die Konstruktion der Anleitung gefällt mir immer noch gut. Sie heißt Foolproof und ist bisher die einzige Strickanleitung, die ich gekauft habe. Nach zweimaligem Stricken hat sich das aber schon gelohnt, denke ich. Diesmal habe ich etwas weniger nach Vorgabe gestrickt und die Streifen so angeordnet, wie es mir gefiel. 
Gestrickt habe ich mit der Merinowolle von Drops, schöön weich ist sie. Allerdings hatte ich zu wenig bestellte und musste dann erstmal nachordern. Einmal passte die Partienummer nicht, aber man sieht das glücklicherweise nicht.
 

Ich bin leider mal wieder in die böse Merinofalle getappt: Beim ersten Anprobieren nach dem Abketten saß der Schal zweimal gewickelt toll, genau, wie ich es mir gewünscht hatte. Aber dann, nach dem Waschen ... nun ist er zweimal fast zu lang, ich kann ihn auch dreimal wickeln. 
 

Aber das ist kein Weltuntergang, nur ein bisschen schade. Er ist und bleibt trotzdem schön warm, gemütlich, und eben selbstgemacht. 
Ein kleines Tragefoto gibt es auch, und ein bisschen könnt ihr schon erahnen, was ich mit dem Rest der Wolle angestellt habe. Das zeige ich euch die Tage nochmal genauer. 
 

So, ich gehe nun ein wenig arbeiten und bin schon ganz gespannt, was ihr zu meinem neuen Schätzchen sagt.







24. März 2015

Wenn man müde ist und trotzdem Bloggen möchte

Hallo ihr Lieben,

seit Tagen habe ich mal wieder die Ruhe, am Laptop zu sitzen und hier herumzutippen. Heute morgen hatte ich noch ganz fest vor, euch einen neuen Schal zu zeigen. Das hat sich dann über den Tag irgendwie gelegt, und ich habe mir überlegt, dass es am Donnerstag, schön zur Rums-Aktion, doch auch geht. Und im Endeffekt ist ja nichts schlimmer als Beiträge, die unter Zwang geschrieben werden.

Deshalb werde ich jetzt auch einfach ein paar Gedanken hier sammeln, und dann gehe ich zu meinem guten Buch ins Bettchen. Ich bin nämlich echt durch. Woran das liegt?

Bis heute morgen hatte ich Schlüssel zu vier Wohnungen an meinem Bund: Elternhaus, Wohnung Dortmund, neue Wohnung Münster und Übergangsapartment. Das ganze musste in den letzten Wochen deutlich komprimiert werden. 

Wir haben zuerst die neue Wohnung renoviert, mit tatkräftiger Unterstützung durch die Eltern, aber eben doch in vielen Dingen alleine. Ein Auszug: Ich habe Nachtdienst, komme um sieben morgens ins Apartment, der Herzmann steht auf und fährt in die neue Wohnung, ich schlafe bis Mittag und fahre dann hinterher. Um neun gehe ich dann wieder arbeiten. 
Wir haben Tapeten abgekratzt (Kombination Latex-Farbe und Raufaser .. was für ein Spaß), tapeziert, alles gestrichen, geputzt wie blöde, Schimmel entfernt. 

Soweit in Münster. Dann musste natürlich parallel in Dortmund alles vorbereitet werden. Packen, abbauen, ausmisten, Dinge loswerden. Am Freitag war der große Tag des Umzugs. Wir sind gut voran gekommen, dank guter Vorarbeit. Ich habe ja schon bei Umzügen geholfen, wo die Schränke noch voll waren. Jedenfalls hatten wir am späten Nachmittag alles in der neuen Wohnung, zwar noch nichts ausgepackt, aber immerhin alles drin. Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Dortmund, die ganze Wohnung streichen. Puh. Sonntag dann  mit dem Muskelkater des Todes wieder aufstehen und auspacken, denn ab Montag muss wieder gearbeitet werden, und ein Leben aus Kartons ertrage ich nicht lange. 

Ihr versteht, was ich sagen will? Pures Chaos die letzten Tage, ich habe ewig nicht gestrickt, kann abends nur fünf Minuten lesen bis mir die Augen zufallen. Aber: Heute haben wir auch das Apartment leer geräumt und sauber gemacht, ich habe also endlich alles wieder an einem Ort und kann sagen, dass ich zuhause bin. Das fühlt sich ziemlich gut an. Und die paar Dinge, die nun noch gemacht werden müssen, werden dann eben nach und nach laufen. Bilder, Regale ... kommt. 

Ich bin jedenfalls froh, wieder etwas mehr Platz zu haben. Viele Dinge hier machen mich glücklich. Zum Beispiel eine Küche. Rolläden. Den Herzmann bei mir zu haben. Und auch - kommt jetzt doof - Internet. Endlich wieder bloggen, wie ich es mag!

Also, ich werde die nächsten Tage einige Fotos schießen, und dann bringe ich euch auf den neuesten Stand, was meinen Kleiderschrank angeht. Da ist einiges dazugekommen. 


Und jetzt, gute Nacht. 



17. März 2015

Meine DIY-Pläne

Hallo ihr Lieben,

ich kann es selbst kaum glauben, aber: Ich habe noch Wolle für zwei geplante, eher kleine Projekte in meiner Schublade (Stulpen und Mütze, hallo antizyklisches Arbeiten) und dann war es das mit Wolle. Okay, da ist noch eine Restekiste. Und auch noch einiges an Sockenwolle, aber das zählt nicht, weil ich realistisch bin. Mein Wunsch ist es nämlich, nicht mehr planlos Wolle zu kaufen und zu lagern, sondern mir ein Projekt auszusuchen und dann die Wolle dazu. Klar, wenn ich im Netz bestelle kommt bestimmt was mit ... aber das ist dann so. Und um die Sockenwolle aufzubrauchen müsste ich jetzt einige Wochen stumpf Socken stricken. Das tue ich nicht. Ist mir zu langweilig. Außerdem ist bald Sommer, und dann braucht kaum einer Socken, schon gar nicht gestrickte. 

Deshalb habe ich schonmal ein bisschen gestöbert, was ich so als nächstes in Angriff nehmen möchte. Und um mal nicht etwas zu stricken, dass dann ein paar Monate im Schrank liegen muss weil gerade nicht die passende Jahreszeit ist, nehme ich mir auch ein paar Sommerteilchen vor. 

Quelle
Diese Mütze wird es übrigens noch, aber da muss ich erst noch die Anleitung kaufen. Ich sträube mich noch ein bisschen vor Pay-Pal, wie seht ihr das?

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Diese Hose finde ich wirklich witzig. Natürlich nicht in weiß, und vielleicht auch mit kleinerer Nadel, damit es schön fest wird und nix rausblitzt. Ich weiß auch noch nicht, welches Garn ich verwende, Baumwolle wird ja immer so labbrig ... 

Quelle
Und dieses Top finde ich ja wirklich sehr hübsch. Ebenfalls eine andere Farbe, aber durchaus etwas Helles.
Ansonsten möchte ich mir gerne einen größeren Vorrat an Strickjacken anlegen. Da wären noch einige in meiner Queue. 
Aber auch mit dem Nähen möchte ich wieder mehr durchstarten. Ab nächste Woche habe ich wieder ein richtiges Heim und all meine Utensilien an einem Platz. Dann fehlt es zwar vermutlich immer noch an Zeit, aber es wird schon.


Quelle
Zum einen steht ganz weit oben der Wind und Wetter Parka vom süßen Label Lotte und Ludwig. Endlich macht Svenja auch Schnitte für Erwachsene, was bin ich froh! Dieses Ebook gibts auch als Kombo mit einer Version für Kinder, aber die brauche ich ja noch nicht. Aber eine ordentliche Übergangsjacke, die brauche ich! Und einen Parka wollte ich eh schon immer haben, genau so einen. 
Da das schon ein größeres und auch schwierigeres Projekt wird - ich möchte das gute Stück gerne schön lang haben und muss da bestimmt ein bisschen basteln - starte ich aber vielleicht erstmal mit ein paar einfachen Dingen. Röcke und Kleider brauche ich bestimmt noch, aber vor allem an Basic-Dinge sollte ich mich wagen. Da wären Shirts weit oben auf der Liste. 

Was sind eure Pläne für die nächste Saison?






14. März 2015

Wolle Färben mit Ostereierfarbe

Hallo ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch noch an meine ersten Färbeexperimente. Damals habe ich Sonne und Grünzeug zusammen mit Sockenwolle kombiniert. Das hat viel Spaß gemacht, aber ich hatte dann auch genug davon. 
Allerdings hatte ich noch zwei Stränge Sockenwolle übrig. Und diese habe ich mir nun endlich vornehmen können, denn es gibt wieder Ostereierfarbe. 


Ich habe schon auf mehreren Blogs gelesen, dass sich Wolle mit Ostereierfarbe gut und einfach färben lasse. Na, da zögere ich doch nicht lange und probiere es einfach mal aus.


Ich habe so Färbetabletten und Flüssigfarbe gemischt, aber beides waren Kaltfarben. Ich bin ja nicht so glücklich über die Auswahl der Farben gewesen - gelb, lila und orange finde ich alle hässlich. Ich habe echt lange überlegt, wie ich färben möchte; zu bunt sollte es nicht werden, das muss ich nicht mehr unbedingt haben. Einen Strang wollte ich gerne in schönem Rot, den anderen habe ich dann  mit blau und grün gepanscht. 


Ich kann ja mal kurz erzählen, wie ich es gemacht habe. Die ungefärbte Wolle habe ich etwa eine Stunde in warmem Spüliwasser eingeweicht, dann ausgedrückt und ein bisschen ausgespült. Die Ostereierfarben habe ich dann mit Wasser und einem guten Schluck Essig gemischt. Für den grün blauen Strang habe ich erst eine Hälfte in grün getaucht und vollsaugen lassen - mit einer Farbtablette. Das Gleiche bei blau. Die Farben waren nett, aber etwas pastellig. Also habe ich quasi die Hälfte jeder Farbe nochmal in neu angemischte getunkt, um den Teil zu intensivieren. Versteht ihr? Ich habe quasi knallgrün - hellgrün - hellblau - mittelblau. Find ich saugut, gibt bestimmt nette Übergänge. Ich freue mich schon aufs Anstricken!


Das mit dem Rotton war weitaus schwieriger. Rote Farbtabletten ergeben eher Pink. Ich habe also noch Orange und Gelb reingedonnert, jetzt ist es ein Koralleorangerot-Ton, den meine Kamera nicht einfängt. Aber ich mag ihn.


Achja, die Wolle habe ich dann noch im Topf aufgekocht, bzw kurz davor die Platte ausgestellt, Deckel drauf, ab auf den Balkon und abkühlen lassen. Dann ausgewaschen, aber es kam keine Farbe raus. Man kann das auch in der Mikrowelle fixieren, das geht deutlich schneller, aber die hatte ich nicht zur Verfügung. 
Geht es eigentlich noch wem so, dass ihr Stränge kaum liegen lassen könnt? Mir juckt es echt immer in den Fingern sie zu wickeln, dabei muss ich das in Handarbeit machen ... 





8. März 2015

Gelesen im Februar

Hallo ihr Lieben,

der Februar war ein relativ belesener Monat, trotz seiner Kürze. Gefühlt war er nach einmal Blinzeln vorbei, irre oder? 


Sehen sie nicht hübsch aus, so aufgereiht? Fangen wir mal in der Mitte an, chronologisch in meiner Lesereihenfolge.

Romain Sardou - Kein Entrinnen

Ein Titel, der wenig mit dem Inhalt zu tun hat. So wenig, dass ich grad nachgucken musste, worum es in dem Buch geht. Ihr lacht jetzt, aber was Buchinhalte angeht, ist mein Hirn schrecklich. Vermutlich kann ich alle Bücher, die ich hier so vorstelle, in zehn Jahren nochmal lesen und erinnere mich nur dunkel. Aber egal, ein kleiner Anstupser hat hier gereicht. Es geht um einen interessanten Fall: 24 Leichen werden gefunden, sie sind seltsam arrangiert und problematisch zu identifizieren. Damit fängt eine sehr verwickelte Geschichte an, um einen Autor, der bis an die Grenze geht um die Darstellungen in seinen Büchern real beschreiben zu können. Und genau diesen Gedanken finde ich prickelnd. Ich frage mich ja eh immer, woher gerade Thriller-Autoren diese verrückten Ideen bekommen. 
Das Buch war kurzweilig aber soweit in Ordnung. 

Max Bentow - Der Federmann

Mal wieder ein gutes Stück vom Flohmarkt, hier hat mich ja das Cover sehr angemacht. Finde ich wirklich sehr schick, mit dem Vogel und allem. Aber nicht nur das, auch der Inhalt ist ganz gut: Die Geschichte spielt in Berlin und dreht sich um Morde an Frauen, die alleine wohnen. Es war zwar nicht so klug, dieses Buch spätabends zu beginnen, während ich im Bett lag - alleine. (Der Mörder versteckt sich hinter einem Vorhang: Ich wäre fast aufgestanden um nachzuschauen.) Das Buch ist spannend, der übliche Ermittler mit eigenem großen Knacks ist auch von der Partie. Gefällt mir, und wenn ich es richtig in Erinnerung habe gibt es da auch noch mehr von, ich muss mal Ausschau halten.

Alex Garland - Der Strand

Das letzte Buch im Februar habe ich von Nele geerbt, quasi. Bei unserem ersten Treffen, dass nun schon viel zu lange her ist, brachte sie zwei Bücher mit, auf die ich zuvor bei Instagram ein Auge geworfen hatte. Der Strand ist ihr Lieblingsbuch, hat sie mir vorgeschwärmt, und abzugeben ist es nur, weil sie nun das Original besitzt. Na, wenn jemand so lobt, muss da doch was dran sein?
Es geht um eine kleine Gruppe junger Backpacker, die nach Thailand reisen und dort von einem geheimnisvollen Strand hören, der ziemlich genau das sein soll, was man sich unter Paradies vorstellt. Sie machen sich auf die gar nicht so leichte Reise dorthin und tauchen sofort ein in ein entspanntes und geselliges Gruppenleben. Aber irgendwann bricht eine Art Lagerkoller aus, und das nicht zu knapp. 
Mein Urteil: Ein ganz bisschen irre gegen Ende, etwas, wo man sitzt und den Kopf schüttelt über die Dinge, die Menschen tun könnten. Außerdem konnte ich nicht ganz nachvollziehen, warum das Leben dort so erstrebenswert ist - mir wäre stinklangweilig. Aber, davon abgesehen, ist es eine tolle Geschichte, vor allem die Charaktere sind so detailliert und lebhaft geschildert, das gefällt mir ja immer. Und die Gedanken, die dahinterstecken - was passiert mit einem Haufen Menschen, der isoliert auf einer Insel lebt - sind ebenfalls interessant. Mein Lieblingsbuch wird es wohl nicht, aber es bekommt einen Platz in meinem Regal. 


Seiten des Monats: 1272


5. März 2015

Liebster Blog Fragen

Hallo ihr Lieben, 

Daniela vom wunderschönen Blog Gemacht mit Liebe hat vor ein paar Tagen die ganze Welt getaggt beim Liebster Blog Award, bzw. hat sie angeboten, die Fragen mitzunehmen wenn Interesse besteht. Das habe ich, denn die Fragen sind so schön Strick-fokussiert, und das ist doch mal was anderes in dem Zusammenhang. Hier also meine Antworten auf ihre (sehr interessanten) Fragen:


Wieviele  UFOS hast Du aktuell auf der Nadel?

Für mich sind UFOS Projekte, an denen ich die Lust verloren habe, die also im Prinzip entweder darauf warten, aufgeribbelt zu werden, oder dass meine Motivation wieder blubbert. So etwas habe ich tatsächlich gar nicht. Da sind zwei Projekte, die ich schon sehr lange auf den Nadeln habe, aber es ist einmal das Riesengranny, dass eben lange braucht, und der Sockenreste-Schal, für den mir im Moment die Reste fehlen. Trotzdem werde ich an beiden weiterarbeiten. Und sonst gibt es da nicht, in dem Bereich bin ich zu bockig: Wenn ich mir das ausgesucht habe, dann mach ich das auch fertig! Es dauert zwar mal länger wenn es keinen Spaß macht, aber fertig wird es trotzdem irgendwann.

 
Wieviel Wolle lagert in Deiner Wohnung – hier bitte ehrlich sein, auch wenn es eine gemeine Frage ist :)

Ich habe noch Wolle für drei Projekte: Ein Tuch, eine Mütze und ein paar Stulpen. Ansonsten gibt es sicher so an die 10 Knäul Sockenwolle und einen Karton voller Reste, aber mehr tatsächlich im Moment nicht. So soll es auch bleiben, ich möchte wieder bewusster Wolle kaufen und weniger horten, auch aus Platzgründen.

Wieviel gibst Du im Monat für Handarbeitsbedarf und vor allem für Wolle aus?

Das ist gar nicht so leicht zu schätzen. Ich gehe nur ab und an Wolle kaufen, vor allem jetzt, wo ich nicht mehr an der Quelle arbeite. Ich überschlage und verteile mal grob und schätze (was ich nicht gut kann) dass es so zwischen 20 und 30 Euro sind. Das kann völlig falsch sein, aber da ich entweder was für ein größeres Projekt kaufe oder mal gleich für mehrere bestelle und dann ein paar Monate wieder nichts braucht, fehlt mir die Übersicht.

Was tust Du, um Dein Handarbeitsblog bekannt zu machen?

Eigentlich das übliche, denke ich: Ich bin in der "Branche" unterwegs, kommentiere bei ähnlichen Blogs, die ich lese und deren Beiträge mir gefallen. Außerdem bin ich bei Instagram, Facebook und Pinterest unterwegs und versuche dort, ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Das wars aber auch schon.

Wenn Du Dir in Bezug auf Dein Hobby etwas wünschen könntest – was wäre das (außer ein niemals leer werdendes Bankkonto für neue Wolle)?

Zeit. Es gibt so viele schöne Dinge, die ich noch stricken und häkeln möchte, und obwohl ich noch einige Jahrzehnte zu leben habe bezweifel ich, dass ich das jemals schaffen kann.

Was nervt Dich an anderen Blogs?

Schlechte, zu kleine Bilder finde ich sehr anstrengend, zumindest bei Kreativblogs. Wenn ich kaum erkenne, wie das Strickmuster aussieht, dann klicke ich weg. Ebenso braucht es ein schlichtes und schönes Design, dass einen Willkommen heißt. Schön finde ich auch, wenn in allem ein roter Faden zu erkennen ist. Besonders bei Gewinnspielen frage ich mich manchmal: Ein Eltern-Blog, der ein Gewinnspiel für einen Strickkurs anbietet: Geht es da noch um den Inhalt oder eher um etwas anderes? Das heißt natürlich nicht, dass sich ein Blog nur um ein Thema drehen darf, aber es muss eben stimmig sein. Ihr wisst hoffentlich, was ich meine.

Welche Social-Media-Plattformen nutzt Du gerne in Bezug auf Dein Hobby und warum?

Auf Instagram schaue ich wirklich gerne durch die Strickkörbe verschiedenster Handarbeiterinnen auf der ganzen Welt. Ganz nach dem Motto Yarnporn macht es mich wirklich ein bisschen glücklich, wenn ich schöne Werke sehe. Und natürlich lauert dort eine Menge Inspiration! Dafür eignet sich außerdem Pinterest sehr gut. Obwohl, ist das eine Social-Media-Plattform? ...

Wie lange sitzt Du pro Woche hinter Deinen Strick- oder Häkelnadeln?

Wenn nichts dazwischen kommt, stricke ich eigentlich jeden Abend. Grob überschlagen würde ich schon sagen, dass es um die 15 Stunden sind, etwa 2 pro Abend.

Was war der beste Tipp, den Du je in Sachen Stricken oder Häkeln bekommen hast?

Es mal mit Bambusnadeln zu versuchen. Macht mich sehr glücklich.

Wer strickt und häkelt ist auch oft in anderen Bereichen kreativ tätig – was machst Du sonst noch gerne?

Ich nähe eigentlich sehr gerne - das geht einfach schneller. Und man kann nunmal nicht alles stricken. Sticken finde ich auch ziemlich cool, aber dafür fehlt mir irgendwie meistens die Zeit.

Und zum Schluss: Welche Frage möchtest Du gerne beantworten und was wäre Deine Antwort?

ui, so viel Freiheit! Da bin ich glatt ein wenig überfordert. Eine Idee habe ich: Wenn man  mich fragen würde, was ich noch lernen möchte, dann würde ich antworten: Mehrfarbig zu stricken, also Techniken wie Fair Isle, Doubleface usw. Ich denke, dass mir das viel Freude bereitet. 




 

2. März 2015

Nochmal Schummelstulpen und dazu Handstulpen

Hallo ihr Lieben,

so, nun wollen wir mal wieder etwas Schwung in die Bude bringen hier. Meine Blogg-Möglichkeiten haben sich etwas verbessert, und wenn alles gut geht sollte ich auch in diesem Monat wieder mein ganz eigenes Internet haben und somit wieder mit viel Spaß und vor allem spontan bloggen können. Der Herzmann und ich haben eine neue Bleibe gefunden. Das mit dem Umzug wird zwar noch eine kleine Herausforderung neben meiner Arbeit, aber dann muss ein Wochenende nunmal reichen. So. 
Ich freue mich am allermeisten, bald wieder mit dem Herzmann unter einem Dach zu wohnen und all meine liebgewonnenen Dinge bei mir zu haben. Das Übergangs-Apartment ist zwar nett, aber eben kein Zuhause. 

So, das war es dann mit dem Blick hinter die Kulissen, begeben wir uns auf gewohnte Bereiche zurück. Heute zeige ich euch das allerletzte Weihnachtsgeschenk, dass ich selbstgemacht und euch eben bisher noch nicht gezeigt habe. Im März wird es auch mal Zeit, dass dieser Spaß zuende ist.


Von dem Prinzip der Boot Cuffs, die meiner Mama so gefielen, habe ich euch ja bereits erzählt. Und weil ich so lieb bin, habe ich ihr eben noch ein zweites, schwarzes Paar gestrickt. Schön schlicht eigentlich aber, mit einem echt effektiven Muster. Schwarz zu fotografieren ist immer etwas kniffelig, aber ich denke ihr könnt die fancy Dreiecke sehen? Finde ich total super, und die Anleitung ist auch wirklich simpel.
 

Garntechnisch hatte ich mich für, achtung, holt Luft vor dem Lesen: Alta Moda Super Baby Fine von Lana Grossa entschieden. Das ist ganz weiches Garn in so einer "Stricklisloptik", ihr wisst sicher, was ich meine. Es sind aber nur 25g auf einem Döckchen, weshalb das Garn gar nicht so günstig ist. Hat aber eine irre Lauflänge, also wieder alles relativ. Mein Dilemma: Ein Döckchen reichte nicht aus. Ich brauchte in etwa noch zwei Meter, oder hätte einen der fertigen Stulpen aufmachen müssen, damit es passt. Aufmachen finde ich allerdings das allerletzte, also habe ich einfach noch ein Knäul geholt. Davon war dann ja quasi alles übrig, und mit schwarz und einem Knäul kann ich selbst wenig anfangen, also beschloss ich, das passende Handstulpen doch eine nette Idee wären.
 

Tjaa ... auch da musste ich das Muster extrem verändern und den Daumen an einer Stulpe wieder aufmachen um  mir einen halben Meter für den anderen Daumen herzuschummeln, sonst hätte es nicht gepasst und ich hätte wieder was dazuholen müssen. Und nein, passende Mätze wäre keine Option, die trägt meine Mama nicht.
 

Die Anleitung fand ich ebenfalls gut, und so schön gewitzt: Die hübsche Kante entsteht durch Stricken von Umschlägen und danach wird dann der schmale Rand umgeklappt und angenäht, sodass die Wellen entstehen. In der Anleitung ist das alles dank weißem Garn auch besser zu sehen. 

Beides ist bei meiner Mutter bestens angekommen, die Handstulpen trägt sie häufig, Stiefelwetter dagegen hatten wir ja nicht wirklich. Egal, hautpsache es erfreut das Herz!

So, es ist geschafft, Weihnachten ist auch auf meinem Blog vorbei. Nun kann ich langsam mal anfangen die Dinge zu zeigen, die ich seitdem für mich gestrickt habe. Da liegt einiges und wartet auf euch. 


Mehr Infos zu den Projekten gibt es wie immer bei Ravelry, hier und hier.