26. Mai 2015

Texilgarn von Tek Tek Teil 1: Kissen

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit bin ich ganz freundlich von Pedro angeschrieben worden, der den deutschen Sitz der Firma Tek Tek vertritt. Diese Firma produziert Textilgarn und recycled dabei, verwendet also Reste von alten T-Shirts. Das gefällt mir schonmal sehr. Außerdem gibt es eine riesige Auswahl, die erstmal in vier verschiedene Garne gegliedert ist: Die Barbante, die Winding und Textilgarn in zwei verschieden großen Rollen.



Pedro fragte mich jedenfalls, ob ich das Garn nicht mal testen möchte, und euch vorstelle. Weil das ja super zu meinem Blog passt und ich eh gerne mal mit Textilgarn arbeiten wollte, habe ich zugesagt und mir eine Rolle ausgesucht. Stattdessen bekam ich dann gleich vier, von jeder Qualität eine. Was war ich überrascht!

Ich habe dann direkt losgelegt und mittlerweile sind drei von vier Rollen auf Herz und Nieren getestet, zwei davon stelle ich euch heute vor: Die Winding und die Barbante habe ich jeweils zu einer Kissenhülle verarbeitet.



Die Farben harmonieren so schön miteinander, da habe ich gleich an Kissenhüllen gedacht. Denn bei den riesigen Rollen ein Körbchen oder so herzustellen ist ja ein Witz, da hat man ja noch fast alles übrig am Ende.



Fangen wir mit der Winding an: Hier habe ich ein schönes mittelgrau und mich nach kurzem Austesten fürs Stricken entschieden. Gestrickt habe ich mit 9er Nadeln, obwohl 6,5 empfohlen wird, aber das wird dann bestimmt ziemlich fest. Mit den 9er Nadeln reicht es mir vollkommen, ist blickdicht und sieht schön aus. Die Struktur ist schon was anderes, und gefällt mir gerade als Kissen ziemlich gut. Weil die Rolle für ein ganzes Kissen nicht reichte, habe ich für die Rückseite einfache schwarze Baumwolle genommen. Das Zusammennähen war dann ein Kampf, drei Anläufe habe ich mit der Nähmaschine gemacht, aber durch die Elasitizität des Stricks hat es sich immer total verzogen. Ich habe dann also von Hand zusammengenäht, ging auch, dauerte nur länger. Mein Fazit zu dem Garn: Sehr schön, gute Qualität, weniger flauschig als es auf dem Bild aussieht, im Sinne von weich, aber toll anzusehen und gerade für Deko gut geeignet.



Das zweite Kissen ist aus einer Rolle Barbante hergestellt, ebenfalls in einem netten Grau. Hier habe ich mich entschieden zu häkeln und bin im Nachhinein froh, denn die einfache Struktur macht durch das glatte Garn auch viel her. Ich habe nur feste Maschen gehäkelt mit einer Nadel, damit es schön fest wird. Auch hier hat es nicht für die Rückseite gereicht, also habe ich wieder etwas aus Stoff gezaubert für die Rückseite. Bei diesem Projekt konnte ich dafür glücklicherweise die Nähmaschine einsetzen und musste nur eine lange Kante mit der Hand schließen, nachdem das Kissen drin war.




Die beiden machen sich, wie ich finde, ziemlich gut auf unserem Sofa. Sie sind schön schlicht aber doch sehr besonders, und sie sind grau. Ich bin der Meinung, dass Grau die perfekte Farbe ist, lässt sich mit allem kombinieren und gibt es in so vielen Schattierungen!



Die beiden Garne haben mich jedenfalls überzeugt, wenn ich noch ein Kissen brauche werde ich auf jeden Fall auf Garn der Firma Tek Tek zurückkommen. Die sitzen übrigens hier in Münster, man kann das Garn zum Beispiel im Nähcafe bekommen. Fein, oder?



(Ich durfte die Garne gratis testen, was aber nicht heißt, dass meine Meinung dadurch beeinflusst wurde. Ich habe sie kritisch betrachtet und versucht, neutral zu bleiben. Meine Schilderungen sind ehrlich und in keinster Weise käuflich.)

21. Mai 2015

Alfred und Vicky, das glückliche Paar

Hallo ihr Lieben,

wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich letzte Woche in Venedig war. Es ging viel zu schnell vorbei, war aber eine schöne Reise mit ziemlich viel Spaß. Wie früher war ich mit meiner Familie unterwegs, und da wir alle in einem Zimmer übernachtet haben fühlte es sich an wie Ferienlager. 

Ganz wichtig für eine Urlaubsreise ist ja immer das Gepäck, und wie man es transportiert. Seit Jahren besitze ich ein Kulturtaschenset, dass aus Rosatönen besteht - und mir deshalb schon lange nicht mehr gefällt. Es sind einfach nicht meine Farben. Zusammen mit der anstehenden Reise hatte ich also genug Gründe, mir Nachschub zu besorgen. Anstatt wie sonst durch die Stadt zu rasen, habe ich mich einfach an die Nähmaschine gesetzt. (Gut, Reißverschlüsse musste ich kaufen, aber der Rest war da. Ehrlich!)




Eigentlich sollte alles ratz-fatz gehen, aber wie so oft kam alles anders als geplant. Für den Kulturbeutel hatte ich einen Schnitt aus einem DIY-Buch vorgesehen, dass ich vor längerer Zeit mal geschenkt bekam. Der war aber so grottig beschrieben und das Schnittmuster so kryptisch, dass ich direkt keine Lust mehr hatte und nach Alternativen suchte. Dabei stieß ich flott auf den Schnitt von Katharina: Den hatte ich schon wieder vergessen, dabei lese ich ihren Blog doch gerne! Also flugs den Schnitt ausgedruckt, das eine Teil, das geklebt werden musste geklebt und dann zugeschnitten.

 


Alle Stoffe in diesem Beitrag sind Reste von anderen Projekten. Den grauen Stoff liebe ich immer noch sehr und habe auch diesmal sowohl rechte als auch linke Seite verwendet. Es ist sogar immer noch etwas übrig. Die Anleitung für den Kulturbeutel ist super gut gemacht, das kriegt auch ein Näh-Honk wie ich hin. Ich habe kein Wachstuch oder beschichtete Baumwolle genommen; sollte doch mal was auslaufen, was mir bisher noch nie passiert ist (und das will was heißen, ich bin während des Studiums fast jedes Wochenende nach Hause), schmeiße ich das Teil halt in die Waschmaschine. Für etwas besseren Stand habe ich für die großen Seitenteile und den Boden nochmal die Teile aus so dünnem Bastelfilz zugeschnitten, den nehme ich öfter für solche Dinge. Das hat gut geklappt. 

 


Der Beutel ist riiesig, da kriegt ihr locker alles für drei Wochen oder noch länger unter. Auch in großen Flaschen, obwohl ich das gar nicht brauchte, weil wir nur mit Handgepäck unterwegs waren. Innen habe ich an einer Seite nochmal zwei kleine Fächer angebracht, auch das wird in der Anleitung erklärt. 

 


Für mein Schminkzeug nutze ich gerne eine seperate Tasche. Hier wollte ich eigentlich die Susie von Pattydoo vergrößern, das habe ich aber irgendwie nicht hinbekommen. Ein bisschen recherchieren später habe ich mich für die Vicky entschieden. Leider reichte der grüne Stoff nicht mehr aus um auch diese zu füttern, aber die Blümchen find ich auch ganz schick. Die Anleitung ist ebenfalls gut und einfach nachzunähen, ich musste nur ein bisschen fummeln weil mein RV zu kurz war. Hat aber geklappt. 

 


Auch hier gibt es kleine Innenfächer für Kleinkram wie Haarklammern und sowas. 
Beide Taschen haben mir schon gute Dienste geleistet und machen mich vor allem froh, wenn ich sie ansehe. Und das ist doch das wichtigste.


Verlinkt bei RUMS.




 

18. Mai 2015

First Frida

Hallo ihr Lieben,

heute nur ganz fix, ohne viele Worte, denn meine Nähmaschine ruft laut nach mir. 
Ich habe vor einiger Zeit zum ersten Mal Kinderkleidung genäht, weil ich gerne Reste aufbrauchen wollte. Dabei habe ich mich an das Freebook Frida von Milchmonster gehalten. Sehr einfach und ziemlich flott gemacht, ich denke, den Schnitt werde ich noch öfter verwenden.









14. Mai 2015

Häkelmantel

Hallo ihr Lieben,

am heutigen Rums nimmt mir mal wieder meine Mama das Zepter aus der Hand. Vorhang auf:




Der Mantel, den sie trägt, ist nach einer Anleitung aus der Filati Home 50/12 gehäkelt. Dabei hat sie sich für genau dieselbe Farbe des Garns Casual entschieden, eine Mischung aus Alpaka und Merinowolle, superweich. Die Farbe beschreiben wir mal mit "rosenholz".
 

 


Der Mantel ging ihr recht flott von der Hand, das geübte Häkelauge erkennt, dass das Muster auch recht simpel ist und hauptsächlich aus Stäbchengruppen besteht. 
Natürlich hat sie den Mantel etwas verlängert, ist schließlich ebenfalls eine große Frau. Dabei sind die Ärmel sehr lang geworden, sodass sie sie jetzt immer umschlägt. Beziehungsweise trägt das Model auf der Seite die Ärmel ja auch recht lang, von daher soll das wohl so.

 


Ganz besonders sind auch die Knöpfe, die werden nämlich ebenfalls gehäkelt, in Blütenform. Knopflöcher braucht es nicht, sind ja genug Löcher im Mantel. Damit sie die Jacke aber ordentlich schließen kann und es gleichmäßig ist, hat sie an die Stellen, wo Knopflöcher sein sollen, jeweils ein gehäkeltes Blatt genäht. Super Idee, oder?

Ich finde der Mantel steht ihr gut, und trotz der vielen Löcher ist er super warm. Was sagt ihr?






9. Mai 2015

Baby Sweater

Hallo ihr Lieben,

zum Wochenende gibt es mal wieder etwas klitzekleines von mir. In meinem Vorhaben, erstmal ordentlich Reste wegzunadeln bevor es Nachschub gibt - neue Wohnung mit weniger Platz bedeutet Platz sparen, auch beim Hobby - habe ich beschlossen, dass ich schon recht viele Mützen habe. Die sind sonst nämlich eine geliebte Möglichkeit, alles ab 2 Restknäulen sinnvoll zu nutzen. Aber, wie gesagt, erstmal reicht es an Mützen. Und bevor ich Wolle für noch eine Restedecke sammele, für die es gar keinen Bedarf gibt, bleibt nur noch eins: Babykram! (Dass sind natürlich die einzigen Gründe. Nicht, dass ich das alles furchtbar niedlich finde und schonmal anfange zu stricken, für den Babyboom im Freundeskreis. Neeeein). 



In diesem Fall handelt es sich um eine Komposition aus mehreren Resten, die in eine Babyjacke gewandert sind. Der größte Teil ist der Rest von meiner Miette, ich dachte eigentlich auch, dass es für die ganze kleine Jacke reichen würde, aber dann musste ich eben doch noch kramen. Das dunkle ist noch von meiner Oma und etwas stärker, wodurch die Ärmel einen leichten Puffärmel bekommen. Und das Strahleblaue am Schluss ist noch von meinen Stulpen. Da habe ich doch ordentlich abbauen können.




Meiner Puppe passt die Jacke nicht ganz, aber es ist ja auch eine Puppe, und Strickzeug hat man ja auch lieber erstmal zu groß, damit es möglichst lange getragen werden kann, oder?
Die Anleitung ist ziemlich simpel, die Jacke wird von oben gestrickt, die Blende ist auch direkt dran. Fies ist, dass dort keine Knopflöcher angegeben sind, und wenn man selbst nicht mitdenkt, dann fehlen die am Ende. So wie bei mir. Ich habe mir mit Schlaufen beholfen und es fett auf der Anleitung notiert, damit ich beim nächsten Mal gleich Knopflöcher mitstricke. Ansonsten habe ich aber keine Anmerkungen. 



Die Knöpfe stammen aus meinem Fundus und sind einfach schön. So kleine Projekte sind super, es geht einfach flott und ist doch ein ganzes, richtiges Kleidungsstück. Ich red es mir außerdem damit schön, dass ich immer wieder neue Techniken lerne, ob es nun Dinge für Erwachsene oder Kinder sind. 

Mehr zum Projekt wie immer bei Ravelry.





8. Mai 2015

Auf den Nadeln im Mai

Hallo ihr Lieben,

nach langer, langer Abstinenz werde ich in diesem Monat mal wieder einen Einblick in meinen Strickkorb gewähren. Ich selbst schaue immer gerne bei der Sammlung auf Maschenfein vorbei, habe es in den letzten Monaten aber nicht wirklich geschafft selbst teilzunehmen. Nun stricke ich aber wieder an einem langwierigeren Projekt, also lohnt sich das Zeigen. Außerdem habe ich kaum Bilder von der Entstehung meiner geliebten Teile, nur die fertigen. Das finde ich schade und kann dem so entgegen wirken.



Da wäre zum einen das obligatorische Paar Socken. Für unterwegs, zum Mitnehmen, warten oder für den Fall, dass ...
Das Garn habe ich selbst gefärbt und an dieser Stelle vorgestellt, das Stricken macht daher doppelt Spaß. Eine Socke ist fertig, die zweite wird es hoffentlich auch bald. Wie immer hapert es durch das Wissen, dass ich genau dasselbe nochmal stricken muss.



Und dann noch dieses Großprojekt: Ein Kleid wird es, aus der aktuellen Rebecca in einem traumhaften Mintton. Es ist bisher gut und simpel zu stricken, zieht sich aber ordentlich weil richtig viele Maschen auf der Nadel liegen. Trotzdem bin ich tierisch motiviert. Ein Unterkleid werde ich mir dazu allerdings auch noch nähen müssen, sonst wird das etwas freizügig mit dem Lochmuster. (Warum das Bild so vermurkst komisch grün schimmert da links verstehe ich auch nicht, es wird erst so, wenn ich es bei Blogger hochlade.)



Noch etwas für den Sommer: Eine Shorts soll es werden, gehäkelt. Mein allererstes Kleidungsstück für untenrum, und ich bin auch ziemlich skeptisch. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also probiere ich es mal aus und wer weiß, vielleicht lebe ich diesen Sommer in dieser Hose. 

Ich bin gespannt, wie weit ich am Ende des Monats bin!





5. Mai 2015

Gelesen im April 215


Hallo ihr Lieben, 

für den Monat April fällt meine Rezension recht kurz aus. Das Buch habe ich von der lieben Nele geschenkt bekommen, dankeschön dafür! :) 



John Katzenbach - Der Professor

Ein bisschen verrückt, dieses Buch: Ein Mädchen wird entführt. Der einzige Zeuge ist ein alternder Professor, der zusätzlich mit einer Krankheit belastet ist, die seine Erinnerung schwächt und den Alltag erschwert. Das Buch stellt absichtlich seine verzweifelte Suche nach dem Mädchen sowie deren Schicksal dar - denn entführt wurde sie von einem Pärchen, dass noch einiges mit ihr vorhat. 

Das Buch ist gut geschrieben, der schrullige Professor irgendwie sympathisch. Bedingt durch seine Krankheit wird er begleitet von seinen Lieben, die leider alle schon verstorben sind, ihm aber gute Ratschläge erteilen. 
Ein bisschen schleppend liest es sich schon, ist aber durchaus zu empfehlen.



Seiten des Monats: 555





 

2. Mai 2015

Babyeulen

Hallo ihr Lieben,

heute kommt quasi ein kleiner Nachtrag zum letzten Beitrag. Während ich so bei den Socken vor mich hinstrickte, überlegte ich, ob sich das Muster nicht auch auf Babysocken adaptieren lässt. Schließlich stricke ich fast aus allen Sockenresten ein Paar Babysocken. Und weil ich so scharf darauf war, habe ich es direkt ausprobiert.


Auf den Bildern erkennt man es sehr schlecht, aber jeweils am Schaft und auf dem Fußrücken gibt es eine Eule, der Rest ist ganz klassisch glatt rechts gestrickt. Ich finds niedlich. 
 

Der Rest der Wolle ist dann in den Sockenschal gewandert und ich habe wieder ein Knäulchen komplett vernichtet.