28. Juni 2015

Doppelt hält besser

Hallo ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, wie es dazu kommt, dass ich euch die Mütze des heutigen Beitrags jetzt erst zeige. Fertig ist sie nämlich schon ewig. Irgendwie bin ich aber nie dazu gekommen, Bilder zu machen, und daran scheiterte es dann irgendwie. Es gilt glücklicherweise: Besser spät als nie, deshalb jetzt, die neueste Mütze in meiner (nicht gerade kleinen) Sammlung:


Na was sagt ihr? Diese Mütze musste gestrickt werden, obwohl ich eigentlich schon genug habe, denn: Sie ist echt besonders, eine Wendemütze nämlich. Allein der Name fällt schon auf (Mrs. Jekyll & Little Hyde), und beide Seiten sind einfach wirklich schön. Die Anleitung stammt von der Designerin Rililie und ist gut geschrieben, da lässt sich überhaupt nicht meckern, ich hatte keine Probleme beim Stricken.
 

Die Anleitung hatte ich also schon länger im Blick. Das Garn dafür stammt noch aus der Zeit, zu der ich im Wollladen gearbeitet habe. Da war nämlich das mintfarbene -  Lana Grossa Cool Wool Merino Baby, ein hoch auf kurze prägnante Namen - im Angebot. Ich habe es lange angeschmachtet, aber da ich in dem Zeitraum echt viel Wolle gekauft habe, mir selbst einen Riegel vorgeschoben: Das Garn wird nur gekauft, wenn du ein konkretes Projekt dazu hast! 
 

Naja, das hatte ich dann mit dieser Anleitung. Also ein Döckchen mitgenommen, eine passende Kontrastfarbe gefunden und ebenfalls mitgenommen, und dann erstmal lange liegen gelassen. Anfang des Jahres habe ich die Mütze dann gestrickt. Das Garn ist super weich und leicht zu verarbeiten, hat Spaß gemacht. 
 

Geteilt wird die Mütze erst nach dem Bündchen. zuerst strickt man die mit dem Lace-Muster, die Maschen für die zweite ruhen solange am Bündchen. Und von da wird dann die zweite gestrickt. Eigentlich sogar ziemlich simpel. Ich hattte allerdings bei der Streifenmütze kurz Herzrasen, weil ich dachte, dass das Garn nicht reicht. Tat es dann doch, wie gut, dass ich so ein schlechtes Schätzvermögen habe, jedenfalls in dem Fall hat es sich nicht bewahrheitet. Ich hatte sogar noch genug übrig, um kuschelige Babysocken zu zaubern.

 


Ich möchte mich zum Ende nochmal für alle lieben Worte zu meinem Strickkleid bedanken, die haben mich sehr gefreut. Mittlerweile konnte ich das Kleid auch schon tragen und fühle mich super wohl darin. Leider muss ich aber diese Woche arbeiten, wenn der Sommer so richtig kommen soll. Aber vielleicht bleibt er ja länger, als nur die eine Woche ...





24. Juni 2015

Mein Sommerkleid aus Strick und was ich drunter trage

Hallo ihr Lieben,

diesem Mittwoch habe ich sehr entgegengefiebert. Nicht unbedingt dem Datum, sondern eigentlich dem Ergebnis, dass ich euch heute zeige: Mein Kleid, dass ich schon im Auf den Nadeln-Beitrag zeigte, ist endlich fertig und durch eine kurzweilige Nähsession tragbar. 


Ich hab so viel dazu zu erzählen, ich fange am besten chronologisch an, damit ich alles reinbekomme. Es wird auf jeden Fall ein kleiner Roman hier, nehmt euch also die Zeit. Das Kleid ist aus der aktuellen Rebecca, die ich ziemlich oft kaufe. Bisher allerdings eher zum Anschmachten, denn das Original-Garn gab es in meiner Ecke nicht zu kaufen, und online bestelle ich ungerne Garn, dass ich nicht kenne. Mit dem Umzug nach Münster bin ich aber auf Findus gestoßen, die die ggh-Garne vertreiben und habe dann mit meiner Mama einen Ausflug dorthin gemacht. Die Farbe war innerhalb von Sekunden gewählt, mint liebe ich einfach sehr. Es handelt sich um Cottina, ein reines Baumwollgarn.


Angestrickt habe ich noch am selben Abend, und es lief auch eigentlich echt flott. Eine Reihe dauert bei fast 400 Maschen natürlich sehr lange und ich habe den ersten Mustersatz herbeigesehnt - das Kleid wird von unten in einem Stück gestrickt und erst für die Armlöcher, Hals- und Rückenausschnitt und Träger getrennt. Das macht es meiner Meinung nach ziemlich anfängertauglich, denn auch das Muster ist recht simpel.


Ich habe also fleißig herumgestrickt und trotz der langen, langen glatt rechten Seiten eigentlich nie die Motivation verloren. Die hübsche Raffung ensteht durch Zusammenstricken der Maschen in der Taille - da habe ich mich auch sehr gefreut, endlich weniger Maschen auf der Nadel! Die Ausschnitte funktionieren dann wie üblich durch Abnahmen und sind auch gut erklärt, mit der Anleitung hatte ich jedenfalls keinerlei Probleme. Anstatt aber Picot-Häkelei in die Ausschnitte zu setzen habe ich Krebsmaschen genommen: Die sind etwas schlichter und ich mag sie sehr gerne, außerdem geben sie dem Ganzen ordentlich Halt.
Ich habe die kleinste Größe, 36-40 gewählt, da Strickkleidung sich sowieso noch weitet und der Schnitt recht locker war, ich aber keinen unförmigen Sack wollte. Das ist mir gut gelungen, genau wie die Längenanpassung, damit die Taille auch wirklich in meiner Taille sitzt ;)



Dann kam vorne noch die Blende dran, und dann kam, sehr spät, die Erleuchtung: Ich hätte das Kleid in der Runde stricken sollen. Denn, mal im Ernst, wer benötigt denn eine Knopfleiste bei einem Kleid? Es wird doch über den Kopf gezogen, das heißt, die Leiste ist eher Zierde. Und weil Knopfleisten dazu neigen unschön aufzuklaffen zwischen den Knöpfen habe ich sie letztendlich zusammengenäht. Das Ganze hat aber viele Anläufe meienrseits gebraucht, bis es schön aussah und ordentlich war. Die Arbeit hätte ich mir sparen können in dem ich direkt zur Runde geschlossen und eine Fake-Knopfleiste eingebaut hätte. Tipp für alle, die es nachstricken möchten!


Mit den Knöpfen habe ich es richtig gut getroffen, finde ich, die passen toll zu den Farben des Kleids. Was war ich glücklich, als ich die angenäht hatte und das Stück zum ersten Mal vor den Spiegel führte. Ich finde es wirklich, wirklich schön. Doch was schnell klar war: Da muss was drunter. Und zwar mehr, als Unterwäsche, denn die sieht man durch das Lochmuster ordentlich durch. Ich hatte dann entschieden, mir ein Unterkleid zu nähen, und in meinem kleinen Fundus eine Burda-Anleitung für ein ebensolches gefunden: Der Schnitt ist ganz schlicht, ich brauchte also  nur noch Stoff, um mein Glück zu vollenden.


Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dass ich was farblich passendes finde. Doch tatsächlich hatte ich die Wahl zwischen mintfarbener Baumwolle und Seide - einmal tief geseufzt und zur Seide gegriffen. Das schlägt schon aufs Portemonnaie, aber ich will das Kleid im Sommer tragen, und da ist Seide sicherlich die bessere Wahl. Und im Endeffekt ist das Unterkleid ja auch überall zu tragbar, solange man es nicht sieht. Eine Investition, sozusagen.


Ehrlich gesagt habe ich mir beim Nähen nicht so viel Mühe gegeben, es ist einfach nur für untendrunter. Darum gibt es ein paar kleine Fältchen an der Naht zwischen Ober- und Unterteil und Bügelfalten. Aber es sitzt, obwohl der Schnitt für elastische Stoffe war, und es sieht super aus unter dem Strickkleid. Jetzt muss ich noch abwarten, ob das Strickkleid sich etwas verlängert oder ob ich das Unterkleid noch ein paar cm kürzen muss.
Dafür brauche ich nun aber ganz unbedingt Sommer! Ich will, bitte bitte, mein neues Stück tragen. Her mit der Sonne!


Verlinkt beim Me-Made Mittwoch
Mehr Infos zum Strickkleid bei Ravelry




22. Juni 2015

Die Glücksfee hat entschieden

Hallo ihr Lieben,

nur ganz flott, ohne viel Tohuwabohu: Ich habe random.org bemüht und einen Gewinner gezogen. Schön, dass so viele Lust auf das Textilgarn haben!

Gewonnen hat *Taramtaram*






Glückwunsch, liebe Sina. Du bekommst eine Mail von dir und dann leiten wir alles Weitere in die Wege. Jedenfalls kannst du dich dann über die sommerliche Rolle Garn freuen und hoffentlich was schönes für die neue Wohnung daraus machen ;)




Ich bedanke mich auch nochmal bei Tek Tek für die nette Kooperation. 





19. Juni 2015

Grüne Wiese

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch an meine ersten Experimente mit ungefärbter Sockenwolle und Ostereierfarben? Zur Auffrischung mal ein kleines Bild:



Na gut, zwei sind es dann halt geworden. Jedenfalls habe ich nun endlich mal eins davon angestrickt, das grün-blaue nämlich. Allein das Wickeln hat schon Spaß gemacht, ich mag die Farben sehr gerne.


Und auch das Stricken war super! Die Handhabung ist wie gewohnt, ich merke keine andere Struktur oder sonst was. Die Farben machen herrlich lustige Dinge, ihr seht, die Socken sehen ein bisschen unterschiedlich aus. Was im Strang noch nach sehr unterschiedlichen Farben aussieht und sich deutlich trennen lässt, verschwimmt ein wenig wenn es verstrickt ist. Ich mag die Optik. 
 

Meine olle Kamera hat sich echt schwer getan, die Farben einzufangen. Ihr könnt es eher erahnen, wie die Socken in echt aussehen. Gestrickt habe ich nach meiner meistgenutzten Sockenanleitung, diesmal aber eine Nummer kleiner, weil meine anderen Socken alle ein wenig schlabbern mittlerweile. Sie sitzen immer noch gut, also werde ich bei 60 Maschen bleiben für mich.
 

Wie immer gab es als Schmankerl für mich ein Paar Babysocken. Es war trotzdem noch viel übrig, im Schal ist eine Menge gelandet, und den Rest habe ich beiseite gelegt. Irgendwann stricke ich glaube ich mal eine Decke aus Sockenwollresten. Aber bis dahin muss ich noch jede Menge sammeln. 

Mehr Infos wie immer auf Ravelry.




17. Juni 2015

Flora Shorts von Pattydoo

Hallo ihr Lieben,

der heutige Post ist schon ein paar Tage vorbereitet. Da gab es einen kleinen Zwiespalt: Ich habe etwas genäht, dass ich gerne zum Me Made Mittwoch auf meinem Blog zeigen möchte. Die Bilder sind auch gemacht. Aber: Ich habe auch Geburtstag. Lösung also, den Beitrag vorbereiten und den Laptop auslassen. So kann ich den Tag mit meinen Lieben verbringen und vielleicht auch ein wenig meinen Hobbies nachgehen, und mehr nicht. Also, zurück zum Genähten.


Meine Begrüßung heute ist etwas frostig, entschuldigt das. Die Mimik wird besser. Dafür dürft ihr beim ersten Bild den Blick ganz auf die Hose richten: Eine Flora ist es, nach dem kostenlosen Schnitt von Pattydoo. Auf diesen bin ich durch den Blog von verfliest und zugenäht gekommen, ich war sofort angefixt, denn Shorts sind bei mir Mangelware. Shorts mit Gummizug, besser könnte es doch gar nicht sein, oder?

 Baumwollstoff hatte ich noch mehr als genug, in diesem Fall habe ich den Rest von meinem Blumenkleid genommen (Waren da meine Haare noch kurz!). Wenn die Hose schon Flora heißt, dann muss ich dem auch gerecht werden. 
 Genäht habe ich übrigens in Größe 40, die passt ganz gut, finde ich. Allerdings habe ich auf die Bogenkanten verzichtet, mir ist das doch etwas zu verspielt, vor allem in Kombination mit dem Blümchenstoff. Das Taillenband musste ich seltsamerweise ziemlich kürzen damit es oben an den Bund passte, vielleicht habe ich mich aber auch vermessen, wer weiß. Dank nicht existierender Seitennähte ist die Hose ratzfatz genäht.


Jedenfalls sitzt sie super, und ist bequem und gar nicht so Schlafanzughosig wie ich dachte. Obwohl ich den Schnitt noch verwenden werde für Schlafhosen, denn die kurzen sind alle irgendwie beim Umzug verschwunden und wie gesagt, Baumwolle ist genug vorhanden bei mir. 


Das ist jedenfalls nicht die letzte Hose nach diesem Schnitt, die ich euch zeigen werde. Ich habe da noch einige Variationen im Kopf - etwas länger, oder weiteres Bein und unten ein etwas engeres Bündchen, so in pumphosen-Richtung .... schlichte Stoffe, gemusterte Stoffe. Popotaschen wären auch nochmal was. Ihr seht mich dann demnächst mit meiner neuen Shorts-Polonaise.





14. Juni 2015

Textilgarn von Tek Tek Teil zwei: Teppiche

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit habe ich euch die ersten Ergebnisse aus den Garnproben gezeigt, die mir von Tek Tek zur Verfügung gestellt wurden. Diese Woche habe ich das letzte Projekt beendet und kann euch nun den zweiten Abschnitt präsentieren, nämlich das Textilgarn.


Auch in diesem Fall: wirklich schöne Farben, genau mein Geschmack. Die Qualität stimmt ebenso. Dass bei so einer Menge Garn ab und an mal ein Knoten drin ist, finde ich fast schon notwendig. Denn es sind wirklich richtige Klopper an Rollen. Bei der hellen stand für mich sofort fest, dass ich einen Teppich machen wollte. Zuerst habe ich es noch mit Muster versucht, das war dann aber irgendwie nichts und im Endeffekt habe ich einfach Stäbchen im Kreis gehäkelt.


Ich habe ihn auf links gelegt, weil er sich doch an den Kanten etwas hochgezogen hat. Das ist gar nicht so leicht mit so elastischem Material zu Häkeln. 
Nummer zwei wurde dann ebenfalls ein Teppich. Der eine sah doch etwas einsam aus im Bad, dem neuen Bestimmungsort der beiden. Um ein bisschen Abwechslung reinzubringen habe ich zwar wieder gehäkelt, aber ein klassisches Granny gearbeitet, immer in 3er Stäbchen herum. Letztlich war noch von dem hellgrau genug über, um eine Runde feste Maschen abzuschließen.



Gerne hätte ich es bei dem runden Teppich ebenso gemacht, aber von dem dunkleren Ton war leider alles alle. 
Ich bedanke mich nochmal herzlich bei Tek Tek für diese nette Kooperation. Und dann habe ich nochmal nett nachgefragt, ob ihr nicht auch was davon haben könntet. Könnt ihr! Schaut euch auf der Website von Tek Tek um und schreibt mir in den Kommentar, welche Farbe euch am besten Gefällt (Bitte mit der Artikelnummer). Und wenn ihr der oder die Glückliche seid, dann gewinnt ihr eine Rolle in genau dieser Farbe. Damit kann man eine Menge anfangen, wie ihr an meinen vier Projekten seht.


Es wäre gut, wenn ich über euren Kommentar Kontakt mit euch aufnehmen kann. Außerdem solltet ihr in Deutschland wohnen oder dort eine Postadresse haben. Ebenfalls freut es mich, wenn ihr ein Leser meines Blogs seid, das ist aber kein Zwang. Und jetzt los, haut in die Tasten! Gezählt wird alles, was bis zum 21.06.2015 um 24:00 Uhr hier auftaucht.






(Auch in diesem Fall gebe ich euch meine ehrliche Meinung, werde für diesen Beitrag nicht bezahlt, habe aber die Garnrollen zum Testen geschenkt bekommen. Nur, damit keiner meckern kann ;))

13. Juni 2015

12 von 12 im Juni 2015

Hallo ihr Lieben,

meinen Beitrag zu dieser tollen Linkparty gibt es leider erst heute, ich musste gestern ganz schön angestrengt knipsen um 12 Bilder zusammen zu bekommen, da habe ich es nicht mehr geschafft noch zu bloggen. 

Das liegt daran, dass ich Depp mal wieder viel zu spät merkte, dass der 12. ist und ich Bilder machen sollte. Dann habe ich haufenweise Bilder vor und nach der Arbeit gemacht, weil sich auf der Arbeit eben nichts ergibt. Dank Spätdienst war aber auch schon einiges passiert, was ich ja nachträglich nicht mehr knipsen konnte ... bei Instagram gab es jedenfalls eine erste Flut, dann ne lange Pause und dann nochmal eine Flut Bilder. 


Die erste Flut begann mit einem Bild zum gestrigen Blogbeitrag. Meinen Türstopper hatte ich euch präsentiert. Außerdem habe ich am Morgen die Gartenmöbel geschrubbt, die waren voll mit gelbem Pollenstaub. Ärgs! Dass sie nun blitzeblank waren musste genutzt werden, mit Buch, Strick und kaltem Minztee habe ich mich braten lassen. Das hielt aber nicht lange, kurze Zeit später bin ich in den Schatten gewandert.


Der Vormittag war dann schnell um, ich habe mich für die Arbeit gerüstet. Leckeren Smoothie und gemischten Salat in die schöne, geräumige Tasche vom goldengelchen gepackt und dann ab aufs Rad. Bei der Arbeit immer mal wieder wichtig: Dokumentation. 
 

Wir bekamen sogar von der Werksfeuerwehr eine Mail wegen der Unwetterwarnung und waren alle ein bisschen aufgeregt. Ich musste ein bisschen länger bleiben, weil der Nachtdienst verspätet war. Dann bin ich barfuß nach Hause geradelt. 
 

Wo ich mit dem Herzmann ein Gläschen Wein getrunken, Spiele gespielt und Kekse geknabbert habe. Später wurde es recht dunkel, sodass wir eine Laterne ganz  nah ans Spielgeschehen stellen mussten. Und dann war es auch irgendwann Zeit fürs Bett, ich habe Gute Nacht gesagt. 




12. Juni 2015

DIY- Türstopper

Hallo ihr Lieben,

mit unserem Umzug gab es ein paar Dinge, die vorher nicht wichtig waren, nun aber doch deutlich notwendig wurden. Bei vielen habe ich versucht, es selbst zu machen. Unter anderem haben wir nun eine Terrasse, die natürlich über eine Tür zugänglich ist. Und diese Tür mag nicht gerne aufbleiben. Da unser Wohnzimmer aber keine andere Lüftungsmöglichkeit besitzt, muss sie aufbleiben. Und weil ein Stuhl, dagegengestellt, den Weg versperrt, war ganz klar, dass wir einen Türstopper brauchen. Und weil ich nähen kann, war auch klar, dass ich das selbst hinbekomme.


Hat geklappt, würde ich sagen. Ich wollte kein Schnickschnack, sondern eine klare Form und schlichte Farben. Ich habe mich für einen Quader entschieden, denn eine gewisse Höhe ist notwendig um die Tür überhaupt zu erreichen. Stofftechnisch habe ich Reste gewählt, natürlich grau. Es gibt eine Seitennaht und oben und unten jeweils ein Rechteck sowie einen Henkel, um das gute Stück einfach bewegen zu können. Gefüllt habe ich es mit Stoffresten, für die nötige Schwere habe ich einen dicken Stein reingepackt.


Wie ihr seht, erfüllt er seinen Zweck. Mittlerweile haben wir auch ein Fliegengitter, sodass bei so wunderbarem Wetter wie in den letzten Tagen die Tür permanent aufsteht, wir die Vögel zwitschern und die Blätter rauschen hören. Jedenfalls die paar Stunden, die ich am Tag zuhause bin. Herrlich.

Das schäbige Stromkabel liegt mittlerweile auch nicht mehr, aber zu Anfang waren wir etwas überfordert mit der geringen Streuung von Steckdosen. 

Wenn ihr interessiert seid an einer genaueren Anleitung, dann meldet euch, vielleicht kann ich da was zusammenschustern.




9. Juni 2015

Little Latz

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank erstmal für all die herzlichen Kommentare zu meinem Parka. Ich trage ihn tatsächlich so oft ich kann, bevor es zu warm wird. Er ist toll, passt zu allem, ob Kleid, Rock oder Hose und macht mich einfach glücklich. 

Heute möchte ich euch wieder etwas klitzekleines zeigen, das ihm Rahmen der Resteverwertung entstand. 


Eine kleine Latzhose! Für ein Baby vermutlich fast zu schade, die Wolle mit Seidenanteil, und wohl auch nicht robust genug. Es muss also eine Sonntagshose sein. ;) Mir ist das ehrlich gesagt egal, ich habe die Wolle nun verbraucht, nachdem tatsächlich drei Projekte daraus geworden sind: Der Pullover, das Tuch und eben diese Hose. Der letzte Fitzel ist in der aktuellen Granny-Decke gelandet, ich habe also bis auf den letzten Meter alles ausgereizt. So gefällt es mir, ehrlich gesagt. 
 

Und wenn auch unpraktisch, ist sie doch wirklich herzig süß, diese Hose, nicht wahr? Die Anleitung ist kostenlos und wie immer bei Ravelry zu finden. Sie war wirklich simpel und ging super flott, mir hats Spaß gemacht. 
 

Die Knöpfe dürften noch von Oma sein, für ein bisschen Pepp habe ich sie mit gelbem Nähgarn angenäht. 

Ich hab noch einiges auf Lager, was ich euch zeigen möchte, auch Erwachsenensachen. Nur die Zeit, die fehlt. Zum Bilder machen und auch zum Bloggen. So etwas verrücktes wie Arbeit raubt doch ganz schön viel Zeit, vor allem wenn es mit Schichtdienst kombiniert ist, das macht es nicht unbedingt leichter. Aber irgendwann hole ich schon wieder auf, denn schließlich komme ich mit dem Stricken und Nähen nun auch nicht mehr so schnell voran. 

Bis bald, ihr Lieben!







6. Juni 2015

Gelesen im Mai 2015

Hallo ihr Lieben,

meine Lesebegleitung aus dem letzten Monat stelle ich euch heute kurz vor.



Stadt in Angst - John Matthews

Nele hat das Buch nicht fesseln können .- deshalb hat sie es mir geschenkt. Herzlich, nicht wahr? Interessiert hat es mich sofort, denn es geht im Prinzip um Jack the Ripper, und den finde ich so herrlich mystisch. Auch historische Romane mag ich oft ganz gerne. 
Naja, im Endeffekt kann ich mich aber doch eher Nele anschließen: Das Buch ist okay. Es wird erst zum Ende hin wirklich spannend, mit den beiden Ermittlern wird man nicht wirklich warm und alles wirkt etwas ... schwammig. Zu Anfang war ich oft verwirrt, weil man beim Lesen vergisst, dass der Roman historisch ist. Ich habe mich zwischendurch auch ernsthaft gefragt, ob Worte wie "Pressekonferenz" wirklich schon benutzt wurden. Bei solchen Romanen stehe ich wirklich sehr auf das "Alte", ich mag Details die zeigen, da hat der Autor recherchiert und sich über die Zeit informiert. Das Gefühl hatte ich hier nicht. 


Bald ruhest du auch - Wiebke Lorenz

Von der guten Frau habe ich ja schonmal ein Buch gelesen, daher hat mir die Inhaltsangabe beim Bloggerportal sofort zugesagt und schwupps habe ich das Buch bekommen. 
Und auch dieses Mal hat es mich total gefesselt, in einer Woche hatte ich das Buch gelesen. Die Handlung: Lena ist jung und könnte eigentlich glücklich sein - denn sie ist endlich schwanger. Doch ihr Mann ist verunglückt, verstorben, und sie nun ganz allein. Sie versucht stark zu sein, bringt das Kind zur Welt - doch dann ist es plötzlich verschwunden. Wer steckt dahinter?
Das Buch ist vor allem gut geschrieben. Gewitzte Gedanken, die man kaum nachvollziehen kann und deshalb nicht ahnt, wer jetzt der "Böse" ist. Ich fand es einfach sehr spannend und irre interessant, eine klare Weiterempfehlung.


Seiten des Monats: 954

3. Juni 2015

Mein Wind und Wetter Parka

Hallo ihr Lieben,

kocht euch mal lieber einen Tee oder einen Kaffee, bevor ihr hier lest, mein Beitrag zum Me Made Mittwoch hat nämlich Potenzial, sehr lang zu werden. 

Schon als Svenja vom schönen Label "Lotte und Ludwig" den Schnitt Mein Wind und Wetter Parka herausbrachte, war ich begeistert. Svenjas Blog lese ich quasi schon immer, in gewisser Weise wollte ich wegen ihr selbst anfangen zu bloggen. Vor kurzer Zeit hat sie dann angefangen, herrlich schöne Schnitte für Kinder zu entwerfen. Die habe ich bewundert, aber natürlich nicht genäht, wofür denn auch. Das erklärt meine Freude, denn den Parka gibt es sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Dazu kommt, dass ich schon immer so einen "Pädagogenparka" haben wollte, wozu habe ich das schließlich studiert? Allerdings standen die Chancen gleich null, dass ich einen passenden finde, deshalb habe ich gar nicht erst gesucht.

Zu all diesen Gründen kam dann ein Sale bei DaWanda und zack hatte ich das Schnittmuster. In Größe 40 habe ich es für mich ausgeschnitten und bin dann auf Stoffsuche gegangen. Das war nicht leicht, denn ich wusste weder Farbe, noch Stoff. Entschieden habe ich mich letztendlich für einen grünen, festen Webstoff, dessen Farbe hier nicht wirklich gut wiedergegeben ist. Ich bemühe mich, nochmal bessere Bilder zu machen. Für das Futter habe ich geblümte Baumwolle gewählt, die in der Wäsche einen leichten Grünstich vom Außenstoff bekommen hat, was aber nicht stört.



Die Teile waren eigentlich flott ausgeschnitten, ich habe die komplette Jacke und die Ärmel um 10cm verlängert, da die Jacke für Frauen mit einer Größe von 1,70 gedacht ist. Auch die Taille habe ich ein paar cm nach unten verlegt, da wäre auch noch einer mehr drin gewesen.
Die Außenjacke ging eigentlich ziemlich flott, ich war total froh mit meiner Näherei, habe abgesteppt wo es nur ging - so schön finde ich das. Die Ärmel waren allerdings der erste Kampf, die habe ich einige Male wieder raustrennen müssen teilweise, weil ich dann doch Fältchen drin hatte. Sehr ärgerlich, aber ich habe sie besiegt. 


Warum hat mir keiner gesagt, dass die Jacke da so schief an mir hängt? Die ist in echt nicht so!

Als ich dann die Blenden annähen wollte durfte ich mich mal über mich ärgern: Ich hatte alles brav verlängert, nur die Blenden nicht. Und da Blenden nicht das tun, was sie tun sollen, wenn sie nicht den RV bedecken, habe ich beide neu zugeschnitten, mich noch ein bisschen geärgert und dann angenäht. Weil ich mich Knopftechnisch noch nicht entschieden hatte, habe ich mit dem Futter weitergemacht. Auch das ging flott, war ja im Prinzip dasselbe wie die Außenjacke. Bei den Ärmeln hab ich es auch nicht so eng gesehen und ein oder zwei Falten gelassen - sieht ja keiner.




Bis dahin also alles tutti. Dann begann das Knopfproblem. Ich hatte erst große braune Knöpfe aus meinem Fundus. Für die hätte ich aber die Blende ein drittes Mal neu zuschneiden müssen, da sie zu schmal war. Und weil ich darauf absolut keine Lust hatte (obwohl es im Endeffekt die bessere Wahl gewesen wäre) bin ich nochmal in den Stoffladen und habe gefühlte Stunden auf verschiedene Druckknöpfe gestarrt. Ich könnte bei sowas immer Unterstützung gebrauchen, ehrlich. Schweren Herzens habe ich mich entschieden, zuhause die Dinger eingeprügelt - und beim ersten probehalberen Öffnen die kleinen Teile gleich wieder aus der Jacke gerissen. An der Stelle war ich wirklich kurz davor den Spaß in die Ecke zu schmeißen. Die Blende musste ich nämlich auch nochmal abtrennen, weil sie zu weit vom RV entfernt war und auf der anderen Seite nicht genug Platz für die Knöpfe. 



Ich habe nach einer Nacht dann aber doch beschlossen, es zum Ende zu bringen. Habe das Futter eingenäht und die Löcher ignoriert. Dafür übrigens nochmal die äußere Blende abgetrennt und neu angenäht, weil ich Depp die Nähte am RV schon abgesteppt hatte, dies aber äußert ungünstig ist um das Futter einzunähen. Empfehle ich NICHT weiter. Glücklicherweise toleriert der Stoff auch dreifaches Auftrennen. Mit dem Futter drin und der ersten richtigen Anprobe kam dann die große Freude wieder, denn der Parka saß perfekt. Ich habe um die Löcher in der Blende einfach Knopflöcher gedonnert und auf die Löcher in der Jacke Knöpfe aufgenäht, kleine aus Holz, die ich noch dahatte. Ich dachte, kleine Knöpfe sehen doof aus, aber jetzt finde ich sie sogar ziemlich gut. Ein paar Detailfotos wären vielleicht gut, damit ihr mir das bestätigen könnt. 



All die Fehler liegen aber eher bei mir, als beim Schnittmuster. Das ist nämlich ziemlich gut und wird hier vermutlich noch öfter genäht. Den Stoff gab es nämlich noch in grau und in weinrot, und wer mich kennt, weiß, dass das genau mein Beuteschema ist. Für den Herbst hätte ich dann gerne die graue Version mit schön buntem Futter und ein bisschen wärmer. Und Flutscheärmeln. Und geradem Tunnelzug. Und ohne verhunzte Knopfleiste. Vielleicht noch ein bisschen wasserfest? Das wäre doch was, eine richtige Profijacke.

Ach ja, sitzen tut die Jacke an mir recht gut. 40 war wohl, so relativ ungefüttert, eine gute Wahl. Einzig an den Schultern spannt es ein kleeeines bisschen, da würde ich beim nächsten Mal vielleicht in der hinteren Mitte etwas weniger Nahtzugabe nehmen, bzw. bei einer dick gefütterten Jacke doch ne Nummer größer. Die Länge ist so perfekt, bei den Ärmeln werde ich allerdings noch ein, zwei cm mehr anhängen beim nächsten Mal, meine Affenarme guckem beim Radfahren doch etwas raus. 

Aber ich denke, man sieht wie glücklich ich damit bin? Ich habe sie schon fleißig gefahren und bin total froh, dass ich dieses große Projekt gewagt habe. 




1. Juni 2015

Auf den Nadeln im Juni 2015

Hallo ihr Lieben,

und herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe von "Auf den Nadeln", nach dem Vorbild von Maschenfein. In der Linksammlung lässt es sich immer herrlich stöbern.
In meinem Beitrag werdet ihr ein Déjà vu erleben und einige neue Projekte kennenlernen. Und eure Hilfe brauche ich auch, es ist quasi ein Mitmach-Beitrag. 

Glücklicherweise sind die meisten Stücke, die ich euch im Mai noch gezeigt habe, beendet. Das Kleid benötigt noch Knöpfe und eine Wäsche und ist dann fertig, und auch die Socken sind abgekettet, da muss nur noch der Rest in den Sockenwollschal, dann ist das Knäul komplett aufgebraucht. Allerdings habe ich mit der blauen Wolle einen Richtungswechsel vorgenommen:




Es werden doch nicht die ursprünglich geplanten Shorts. Ich habe mal eine Maschenprobe mit einer 3er Häkelnadel gemacht, weil ich die verlangte 2,5er noch nicht besitze. Schon das war ziemlich friemelig, da es Baumwolle ist und die sich ordentlich aufdröselt beim Häkeln. Das würde ein absolutes Verzweiflungsstück werden, noch dazu war ich mir ja nichtmal sicher, ob ich eine gehäkelte Hose anziehe/möchte. Nun also ein wenig in meiner To-knit-Liste auf Ravelry umgeschaut und das Tulip Top von Purl Soho gefunden. Na wenn das mal nicht nach Baumwolle schreit. Die Maschenprobe dürfte halbwegs passen, muss ich gleich noch machen. Aber ich freue mich sehr auf das Projekt.

 


Bei Lanade ist gerade Supersale, es gibt quasi auf jedes Garn Rabatt. (Etwas übertrieben). Während ich bei den Garnen von Drops die Finger stillhalten konnte, hat mich die Malabrigo Sock schon immer gereizt. Also habe ich auch in diesem Fall meine Queue ein bisschen durchstöbert, festgestellt, dass der Featherweight Cardigan sich damit stricken lässt und die Farbe Azules bestellt. Ich hätte lieber eine andere gehabt, aber als ich mich endlich dafür entschieden hatte war die leider weg. Mit dieser bin ich aber auch zufrieden. Nur muss erstmal ein paar Stunden gewickelt werden ...

 


In meinem Strickkorb schlummert noch ein unangetastetes Garn von TekTek, sowie die Reste der bisherigen Projekte, die ich auch gerne noch verarbeiten möchte. Mal sehen, was mir dazu einfällt, das muss auf jeden Fall in diesem Monat fertig werden!

 


Und jetzt kommen wir zu dem Teil, bei dem ich eure Hilfe brauche. Ich möchte gerne die Broken Seed Stitch-Socken stricken. Das weiße Garn steht fest, nun fehlt mir noch die Kontrastfarbe. Was glaubt ihr, welches macht sich da am Besten?



Ich bin gespannt, wie viele der Projekte ich im Juni beenden kann. Bis bald, ihr Lieben!