29. April 2016

Restesocken

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich zurück aus dem Urlaub, in dem ich keine Masche gestrickt und keine Naht genäht, dafür wertvolle Zeit mit der Familie in einer schönen Stadt verbracht habe. Die Kreativität wird einfach langsam nachgeholt.

Ewigkeiten schlummern die Socken, die ich euch heute zeige, schon in meiner Schublade. Ich habe sie nicht angezogen, weil ich erst Fotos machen wollte im unbenutztem Zustand, hatte dazu aber auch wenig Lust. Glücklicherweise ist es jetzt endlich so weit! Denn kalt genug für gestrickte Socken ist es aktuell wieder.


Das erste Paar verdient den Namen "Restesocken" wirklich. Die Überbleibsel von fünf verschiedenen Paar Socken stecken hier drin, davon zwei für mich. Von der Spitze bis zur Hacke ist es Garn von Lana Grossa, danach Regia und das Bündchen ist aus Baerenwolle gestrickt. Wenn ihr ein Garn besonders toll findet, schreibt mich einfach an. 
 

Ich habe die Anleitung der Blender Socks genutzt, um einen etwas entspannteren Übergang der Farben zu erreichen. Das war hier aber recht unnütz, weil sie so unterschiedlich sind, dass auch ein abrupter Wechsel in Ordnung gewesen wäre. 
 

Schon lange wollte ich mal ausprobieren, wie es ist, zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel zu stricken. Dieses Projekt schien mir wie geschaffen dafür, da ich dadurch immer genau an derselben Stelle in beiden Socken den Übergang hätte. Sonst müsste ich ja Reihen zählen, ihgitt! Es klappte besser und flotter, als ich dachte. Die Ferse war allerdings schon ganz schön kompliziert, sehr viele Maschen auf den Nadeln und ziemlich fummelig. Entweder brauche ich eine andere Fersentechnik, oder das war der erste und letzte Versuch mit einer Rundstricknadel. Außerdem sind die Socken etwas lockerer geworden als mit dem Nadelspiel, logisch, weil ich sie ja immer über das Seil wieder auf die Nadel zurren musste und deshalb wohl etwas lockerer gestrickt habe.
 

Ich mag sie aber wegen ihrer hübschen bunten Art sehr gerne. Sie sind lustigerweise sehr unterschiedlich, vor allem vorne. Ich habe alle Reste halbiert und dadurch teilweise ganz andere Teile des Knäuls im einen Socken. Mal sehen, was ich in Zukunft mit Sockenwollresten anfange. Kennt ihr noch andere Arten von Restesocken?
 

Modell zwei besteht ebenfalls aus Resten, und zwar der Malabrigo Sock. Gewogen waren es etwa 70g, also genau passend für ein Paar Socken. Die Aufteilung mit Ferse/Bündchen/Spitze in blau und Rest rot stand schnell fest, dann musste ich die Reste nur noch halbieren. Und da habe ich offenbar einen groben Fehler gemacht, denn wie ihr seht ist Socke am linken Fuß deutlich länger als die am rechten. Links war die erste, bei rechts zweifelte ich dann bei der Hacke langsam, ob ich mich geirrt hatte. Habe ich! 
 

Zum Glück ist das nicht dramatisch, denn da das Garn reines Merinogarn ist werde ich die Socken eh nur zuhause tragen und nicht in Schuhen. Und wenn ich das Bündchen von der linken Socke runterklappe, sieht es schon wieder ganz gleichmäßig aus.
 

Für ein bisschen Abwechslung habe ich drei Reihen "Übergangsmuster" gestrickt, immer eine Masche in jeder Farbe abwechselnd. Die Optik gefällt mir ziemlich gut. Zwischen Spitze und Fuß, Ferse und Fuß/Bein und Bündchen und Bein tritt es auf und bringt ein bisschen Abwechslung ist glatt rechts Gestrick.
 

Die Socken sind super weich und bequem, ich bin gespannt wie haltbar das Garn ist. 

Beide Socken haben auch ihren Eintrag auf Ravelry, schaut einfach bei meinen Projekten vorbei. 

Ich verabschiede mich damit ins Wochenende, wünsche euch einen schönen ersten Mai und sage: Bis bald!




22. April 2016

Momentaufnahme

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich bei zwei lieben Bloggerkolleginnen (Nele und Goldengelchen) einen Artikel gelesen, der mir gefällt. Ein kleiner Einblick in den Alltag, nichts besonderes, aber schön zu lesen. Da mache ich doch einfach mal mit!

Gerade jetzt ...

denke ich übers Packen nach. Was in Studienzeiten noch so routiniert abgelaufen ist, dass ich es hätte im Schlaf machen können, ist nun deutlich komplizierter! Heute geht es erst zu den Eltern in die Heimat, und dann am Sonntag für vier Tage nach Rom. Mein Kopf bekommt Knoten von verschiedenen Wettervorraussetzungen und den Notwendigkeiten einer Reise. Man hat ja immer das Gefühl, das allerwichtigste zu vergessen - wobei wir ja nicht ans Ende der Welt fahren und man eigentlich fast alles auch notfalls kaufen kann. Trotzdem, aufregend irgendwie.



mag ich meinen aktuellen Ausblick. Durch unsere großen Glastüren schaue ich auf die Terrrasse und den Garten, wo alles grün wird, die Sonne ein bisschen scheint. Das macht mich sehr froh! Seit letztem Jahr, seit ich den Garten habe nehme ich die Jahreszeiten viel bewusster wahr.

mag ich nicht meine Haare, und schließe mich damit den anderen beiden an. Sie sind lang und immer im Zopf/Dutt, der nichtmal besonders aussieht. Ich bin nicht geschickt damit, habe überall so Babyhaare die krisselig in alle Richtungen abstehen und bin genervt. Schon Monate denk ich dran, aber vermutlich ist es bald soweit: Sie sollen wieder ab!



fühle ich mich vorfreudig aufgeregt, Rom!

trage ich noch meinen Schlafanzug und Gammelsachen, denn außer einkaufen habe ich bis heute Abend nichts vor wofür ich das Haus verlassen muss. Nichts geht über einen gemütlichen Start in den Tag.

brauche ich andauernd Taschentücher, da fliegt wohl irgendwas rum, dass meine Nase zum Dauernießen bringt. Während ich das hier tippe habe ich ungelogen schon fünfmal geniest. Ärgh.

höre ich gar nichts, außer die leise schnarchende Mia. Ich bin irgendwie unbegabt darin, gute Musik zu finden und höre wenn überhaupt nur Radio

mache ich Pläne für die kreative Zukunft. Was nähe ich und brauche ich, was stricke ich und macht Sinn?

lese ich nach langer Überlegung doch noch die Game of Thrones Bücher. Die Serie haben wir geschaut nachdem der Herzmann alle Bücher las und ich dachte, die Bücher würden mich langweilen wenn ich schon grob weiß, was passiert. Aber es ist echt gut geschrieben und ich bin in der Mitte vom ersten. Nach Rom kommt aber was anderes mit und am Stück werde ich sie eventuell auch nicht alle lesen.

trinke ich wieder Wasser aus Flasche, nachdem ich von einer Bekannten gehört habe, dass so viele Medikamentenrückstände im Leitungswasser sind. Ich bin nun total verwirrt, dachte ich doch, dass das besser kontrolliert ist als das abgefüllte. Ich muss wohl mal einen Nachtdienst auf Recherche verwenden ...

vermisse ich jetzt schon den Herzmann und Mia. 

schaue ich immer noch liebend gerne Strickpodcasts.



träume ich wie immer ohne mich am nächsten Morgen daran zu erinnern, was schade ist, Träume sind immer so witzig! 





20. April 2016

Psychedelischer Rock dank Zweckentfremdung

Hallo ihr Lieben,

und willkommen zu meinem Beitrag zum heutigen Me Made MIttwoch. Ich habe Urlaub, und die Nähmaschine rattert, die Nadeln klappern. Zwischendurch muss der Frühjahrsputz vollendet und der Garten schick gemacht werden, aber alles mit der Ruhe. Hach, was für eine schöne Zeit. 
Das Kleidungsstück in diesem Beitrag ist allerdings schon vorher entstanden. 


Ein neuer Rock gesellt sich zu den bisher zweien in meinem Kleiderschrank. Noch lange nicht genug, aber es wird. Der Schnitt, Holly aus der aktuellen La maison Victor, hat mich sofort angesprochen. Ein Jammer, dass ich die Zeitschrift erst jetzt entdeckt habe, da ist auch noch ein Kleid drin das gleich ganz hoch gewandert ist auf meiner Liste. Ich suchte schon länger nach einem Minirock-Schnitt, gerade und mit Taschen, Bund, RV. Hier war alles dabei und an einem freien Tag habe ich die Teile in Größe 38 abgepaust und den Rock zugeschnitten.


Ich habe den Rock erstmal um 10cm verlängert, da der Schnitt für Frauen mit etwa 1,70 Körpergröße gemacht ist. Davon habe ich aber doch noch 5 wieder abgeschnitten, sonst sah es mir zu sehr nach Büro aus, und da arbeite ich ja zum Glück nicht. Aus akutem Stoffmangel gibt es keine Potaschen wie im Schnitt vorgesehen, macht mir aber nullnix, denn weder nutze ich sie, noch hätte man sie bei diesem wilden Muster überhaupt gesehen. Zum Stoff aber nachher mehr.


Das Nähen an sich hat mir Spaß gemacht, ist ein bisschen wie Jeans, nur schneller. Juhu! Weil ich eh schon so bunt unterwegs war habe ich mit gelbem Garn genäht und einen roten Knopf ausgesucht. Einen passenden braunen RV hatte ich auch noch da, habe allerdings dort etwas geschludert, er lugt ein wenig hervor wie ihr auf dem oberen Bild sehen könnt. Nicht weiter schlimm, mache ich beim nächsten Mal besser. Ich werde eh immer was längeres drüber tragen.
Was ihr oben aber sehen könnt: Es gibt Querfalten! Bei der ersten Anprobe fand ich den Rock recht eng, nach einem Tag tragen aber eigentlich bequem. Nur die Falte, die muss nicht sein. Weiß jemand, ob das an zu eng liegen kann? Mein Gedanke war, dass der Stoff sich dort zusammenfindet weil Oberschenkel breiter sind, dann wirds kurz schmaler und obendrüber kommt die breite Hüfte. Ich denke, ich werde alles nochmal eine Nummer größer abpausen (hach, toll ..) und einen zweiten Versuch starten. Und diesen hier weitertragen, denn er macht echt was, obwohl das krass viel Muster und Farbe ist für mich.


Schön finde ich auch die Keile an der Rückseite, eben wie bei Jeans. Im Original ist der Rock auch ein Jeansrock, da kann man dann mit Topstitching was richtig tolles zaubern. Ich kann euch den Schnitt leider nicht verlinken, im Online-Shop gibt es irgendwie nicht alle Schnitte, was ich sehr schade finde. Ich weiß nicht wie lange es das Magazin im Laden noch geben wird, Donnerstag kommt ein neues, beeilt euch also wenn der Schnitt zusagt! Ich glaube, es ist eine ganz gute Basis für gerade Röcke. Man kann ja Länge und Breite auch noch etwas variieren.


Ich möchte auf jeden Fall noch wenigstens einen aus schönem Cord nähen, und vielleicht noch was aus Jeans. Wenn mal was übrig bleibt beim Hosennähen oder so. Dann würde ich vielleicht noch Gürtelschlaufen hinzufügen, wie gesagt eine Nummer größer nähen und eventuell die Taschen vertiefen. Da passt nur meine halbe Hand rein, und der Schlüssel auf der Arbeit hängt auch echt weit oben und beult, weil er nur wenig Platz hat.
Die Taschen sind mit Baumwollresten gefüttert, könnt ihr unten sehen. Auch von innen sieht der Rock schön aus, finde ich. Das hat mir wirklich Spaß gemacht und ich werde ihn trotz Falte gerne tragen, vermute ich. Sieht man ja auch nicht so sehr, dank irrem Muster.


Zum Stoff wollte ich euch noch was erzählen. Und zwar ist das ein Rest irgendwas, den ich bei meiner Tante ausgesucht habe, ähnlich wie das Tuch aus dem eine elefantöse Bluse wurde. Sah cool aus, habe ich mitgenommen, Rock oder Shorts schon im Hinterkopf gehabt. Zuhause dann mal näher angeguckt, ein bisschen gezweifelt welche Seite die "rechte" ist. Das bunte passt nämlich so gar nicht zu meiner Tante. Außerdem habe ich diese netten Löcher gesehen, unten im Bild könnt ihr sie ganz rechts sehen, eine komplette Seite lang gingen die. Warum auch immer! Leider, leider hatte ich diese Löcher bis zum Zuschnitt wieder vergessen und den Stoff so doppelt liegen, dass ich sie nicht gesehen habe. Erst beim Nähen habe ich dann gesehen, dass das Vorderteil an einer Seitennaht diese Löcher hat. Von oben bis unten, im Abstand von 5-7cm oder so. Argh!


Naja, ich hatte eh kaum Stoff, da ließ sich also nichts machen. Ich habe dann aus den Mini-Resten kleine Vierecke ausgeschnitten und diese mithilfe von Vlieseline von links über die Löcher gebügelt. Man sieht es zum Glück nicht, ich hoffe, dass sie auch halten und kicher ein wenig über meinen Pfusch. 
Der Stoff war ganz sicher nicht für Kleidung gedacht! Und damit haben wir das Z, das ich schon den ganzen Monat suche, um bei 12 letters of handmade fashion mitmachen zu können. Ich nähe ungern "nur" für so etwas ein Teil, dass ich eigentlich nicht brauche, und hatte schon ewig gegrübelt wo in meine aktuellen Teile ein Z reinpassen könnte. Dann habe ich gestern den Beitrag von Jenny gelesen und Tadaaa, zweckentfremdet passt doch super! Vielen lieben Dank für die Inspiration, so kann ich dann doch teilnehmen. 


17. April 2016

Taschen über Taschen

Hallo ihr Lieben!

Beim Nähen entstehen neben Kleidungsstücken bei mir auch immer mal praktische Kleinigkeiten. Die sind nicht besonders, aber bereiten mir doch immer eine kleine Freude.


Meine verschiedenen Strickprojekte auf den Nadeln bewahre ich gerne gut verpackt auf. Ein paar genähte Beutel dafür habe ich euch schonmal gezeigt, jetzt wollte ich gerne statt eines Tunnelzuges mal einen RV ausprobieren. Außerdem fehlte mir sowieso noch etwas in Pullovergröße.
 

Innen- und Außenstoff beide aus dem schwedischen Möbelhaus und schon einige Jahre abgelagert, ich nutze immer mal wieder ein bisschen davon. Den schöenn Reißverschluss habe ich mal irgendwo mitgenommen, wusste erst nicht, was er werden sollte, hier hat er jetzt seine Bestimmung gefunden. Ein komisches Gefühl, den RV einfach draufzupappen, ohne Verstürzen und alles.
 

Ich habe diese Tasche mit Fleece gefüttert damit sie mehr Stand hat und die Wolle während des Strickens drin bleibt ohne behindert  zu werden. Außerdem habe ich ein kleines Stück Webband aufgenäht, das passte so schön. Die Tasche ist doch ein bisschen kleiner geworden als geplant, für Pullover aus Sockenwollstärke reicht es aber aus, das habe ich schon getestet.
 

Zweites praktisches Helferlein: Eine Tasche fürs Tablet. Das nutze ich zwar fast nur zuhause, aber zum Beispiel für den Urlaub mit meiner Mama hatte ich es mit damit wir nach Strickmustern schauen konnten. Ist leichter und handlicher als ein Laptop, aber eben auch mehr als ein Smartphone wenn man mal was nachgucken möchte. 
 

Auch hier total in die Restekiste gegriffen: Gefüttert mit Steppfutter von meinem Parka, außen ebenfalls Ikea-Stoff, auch noch aus der Anfangsnähzeit, wo man dort ausrastet und etliche Meter Baumwolle kauft mit denen man letztlich nicht so viel anfangen kann ...
 

Zu guter Letzt eine Tasche für die Kamera. Denn auch die will transportiert werden, allerdings wollte ich dafür ungern eine dieser dicken fetten gekauften Taschen nutzen. Eher sowas als Schutz für in der Handtasche. Kann man sicher selbernähen, dachte ich mir, habe ein wenig recherchiert und diese Anleitung gefunden. Ich habe sie ordentlich abgewandelt, einen RV wollte ich lieber nicht, sondern eine offene Klappe sodass ich mir die Kamera auch mal umhängen kann, in ihrer Tasche. 
 

Das ist mitnichten schön oder perfekt, aber es erfüllt sienen Zweck und das reicht völlig. Ein kleines Fach vorne drauf und eins oben auf der Klappe enthalten Fernauslöser und Co, sodass ich alles an einer Stelle griffbereit habe. 
 

Bis auf die Reißverschlüsse ist auch hier alles vorhanden gewesen. Den Verschluss habe ich von einem alten Schlüsselband abgetrennt, die Stoffe sind aus meiner Restekiste. 


Keine großen Konstruktionen, aber doch alles Teile, die mich lange begleiten werden und deshalb ebenfalls hier ihren Auftritt haben dürfen. Auch wenn es wesentlich mehr Spaß macht was schönes, als was praktisches zu nähen. Hihi.





15. April 2016

Tierischer Frühling

Hallo ihr Lieben!

Heute ist es soweit, ich zeige euch die letzte Fräulein Lenz-Bluse, die im Probenähen entstanden ist. Zugleich ist es die erste, die ich genäht habe. 


Und dabei noch eine ganz besondere! Vor einiger Zeit durfte ich durch alte Stoffe meiner Tante wühlen. Da war viel für Gardinen und Kissten und sowas dabei, aber auch ein Tuch, das sie mal aus irgendeinem südlichen Land mitgebracht bekommen hatte. Schwarz und gold, mit so typischen Bommeln an den Enden, dabei recht breit. Ich dachte mir gleich, dass man daraus auch was machen könnte und nahm es mit. Als dann das Probenähen anstand musste ich direkt an den Stoff denken.


Er fällt nicht ganz so weich und leicht wie die anderen beiden Blusen aus gewebter Viskose, ist also kein Figuroptimierer, aber zum Glück wollte ich sowas eh nicht nähen. Ich war mit dem Stoff natürlich ziemlich begrenzt: Fadenlauf musste egal sein, denn die kleinen Elefanten sollten schließlich in normaler Orientierung auf der Bluse marschieren (Töröö). Für Ärmel war nicht mal in einer kurzen Version Platz genug. Und Verlängern war auch nicht wirklich drin. Aber ein Blusenkragen bitte, der sollte es schon sein.
Ich habe dann ewig herumgepuzzelt und letztlich alles wichtige auf den Stoff bekommen. Dann ging es ans Nähen, auch hier, bei der ersten Version, hat das gut geklappt. Die erste Anprobe bestätigte meine Vermutung: Einfach ohne Ärmel ist nicht.
 

Die überschnittenen Schultern haben mir so ohne Ärmel nicht gefallen. Ich habe mir mit einer Stecknadel auf einer Seite das Ende meiner Schulter markiert, die Bluse ausgezogen, ordentlich zur Hälfte gefaltet und dann beherzt abgeschnitten, sodass ein offenerer Armausschnitt entstanden ist. Diesen habe ich versäubert und umgenäht. Das ist keine saubere Lösung, wäre genug Stoff für Schrägband dagewesen hätte ich diese Variante gewählt. So lugt ab und an mal was hervor.
 

Zum Glück stört mich das nicht immens. Viel mehr freu ich mich über die Elefantenparade an mir, den Gedanken an einen schönen Sommer mit diesem luftigen Oberteil und wie perfekt die Passe vorn und der Kragen geworden sind, dabei habe ich nichtmal aufs Muster großartig geachtet! Auf dem Bild oben kann man auch erahnen, dass das untere Kragenende sehr gut zur hitneren Passe passt, wie cool.
 

 Bei diesem Teil habe ich den Fehler gemacht und das Vorderteil geteilt zugeschnitten, obwohl es im Bruch gemusst hätte. War kein Weltuntergang, habe ich halt eine Naht in der Mitte die nicht notwendig gewesen wäre, aber auch nicht wehtut.
Die Knöpfe sind so kleine goldene, passen gut zu dem Top und sind wiedermal von meiner Oma. Dank ihr muss ich echt selten Knöpfe kaufen, irgendwas findet sich immer in der Kiste.


Das Blüschen und ich, wir warten jetzt noch ein bisschen auf den Sommer bevor wir uns ein bisschen häufiger treffen. Ich habe nämlich keine passende Strickjacke dazu! Da herrscht großer Mangel im Schrank ... ran an die Nadeln. 


Und, was sagt ihr zu meinem Tuch-in-Top-Versuch?




13. April 2016

Mittsommer Blumenwiese

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es, ganz unaufgeregt, ein einfaches Shirt von mir zu sehen. Trotzdem macht es mir aus verschiedenen Gründen große Freude.


Ein Shirt aus vier Schnitteilen ist schonmal schnell gemacht, sieht trotzdem ordentlich aus. Pluspunkt Nummer eins! Allerdings werden ich und Kragenbelege wohl niemals Freunde werden. Ohne zusätzliches Absteppen kommt er einfach immer wieder aus dem Halsausschnitt raus, auch wenn ich die NZ innen angesteppt habe. Das ist nun kein Weltuntergang, aber gerade bei einem Shirt aus Webware wie dieser sieht es schon ganz schön schick aus wenn der Halsausschnitt keine Absteppung hat. Was solls!


Der Schnitt ist Mittsommer von Lotte&Ludwig, wie soll es anders sein. Genäht habe ich Größe 40, allerdings musste ich ein bisschen pfuschen. Ich hatte nämlich nur einen kleinen Stoffrest! Erstmal also die Schnittteile für Vorder- und Rückenteil aufgelegt und ausgeschnitten, dabei die Saumlinie erstmal so gelassen wie es durch den Stoff vorgegeben war. Platz für Ärmelbelege war nicht mehr, nur für die am Hals. Deshalb habe ich die Armausschnitte versäubert, knapp gebügelt und abgesteppt. Das ist allerdings wegen der Rundung nicht so supersauber geworden, würde ich beim nächsten Mal anders machen, mit selbstgemachtem Schrägband. 


Den Saum habe ich dann Vokuhila und Milaseiku gemacht :D Also hinten und vorne ist es mittig länger, zu den Seitennähten gehts dann etwas hoch. Das war das beste, was ich aus dem Restchen rausholen konnte. Mit Top drunter durchaus tragbar, finde ich. Das Shirt habe ich schon in Kombination mit meinem sonnengelben Cardigan getragen, passt ganz gut zusammen!

Kein Knaller, nichts besonderes, aber ich freue mich ja immer sehr, wenn ich was aus der Stoffkiste noch sinnvoll verwerten kann. 

Mehr schöne, vermutlich auch aufwändigere Kleidung heute beim Me Made Mittwoch!



10. April 2016

Gelesen im Februar und März 2016

Hallo ihr Lieben,

bedingt durch das plötzliche Herzversagen meines Laptops habe ich heute die Bücher von zwei Monaten für euch. Denn ich brauche diese Übersicht hier, sonst vergesse ich, was ich gelesen habe. Es sind vier Stück, allerdings habe ich die grobe Vermutung, dass mir da eins durch die Lappen gegangen ist. Nunja. 


Dan Wells - Ich bin kein Serienkiller

John ist ein Jugendlicher mit einer ungewöhnlichen Leidenschaft - Serienmörder. Er ist super informiert in dem Bereich und kennt sich aus. Studiert hat er diese Menschen auch, weil er spürt, dass in ihm selbst die Neigung steckt, zu töten. 
Das klingt erstmal ziemlich gut und ich habe begeistert angefangen zu lesen. Bis es dann irgendwann aus unserer realen Welt abrutschte in etwas, das man Fantasy nennen könnte. Sowas mag ich leider nicht, fühlt sich immer an wie eine Ausflucht: Mist, jetzt habe ich hier sowas brutales und krasses geschrieben, dass man das logisch nicht erklären kann. Okay, mach ich ein Wesen draus das es nicht gibt. Mäh! Wer sich allerdings für sowas begeistern kann, sollte dieses Buch lesen, denn abseits davon ist es gut, ich habe es auch gespannt zuende gelesen, mochte nur diesen Umsprung mittendrin nicht. Dabei habe ich es geschenkt bekommen von Sina, da ärgert es mich ja immer, wenns dann kein Knaller ist. Aber was soll man machen. 


Andy Weir - Der Marsianer

Hier dagegen, oberknaller! Nele hatte das Buch rezensiert, davor hatte ich auch schon davon gehört, allerdings habe ich, nachdem ich bei Nele gelesen hatte, sofort an den Herzmann gedacht. Der mag Physik und solche Wissenschaftssachen, das könnte doch ein Buch für ihn sein. An die Eltern weitergegeben und er hat es zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt ... ich habe es zuerst gelesen, er war noch von der überdimensionalen Chronik von Game of Thrones gefesselt. Das Buch hat mir echt gut gefallen! Arg wissenschaftlich zwischendurch und ich habe mitnichten alles verstanden, geschweige denn nachvollziehen können, aber der Typ, der da auf dem Mars hockt, der ist einfach so irre sympathisch und witzig, dass man uuuunbedingt wissen möchte wie es weitergeht. Herrlich! Das Lesen hat mir große Freude gemacht, und der Herzmann ist nun auch endlich angefangen und scheint Freude zu haben, legt ein großes Tempo vor.


Jan-Philipp Sendker - Das Herzenhören

Ein Buch, dass mir meine Mutter mehrfach ans Herz gelegt hatte. Es sei soooo schön! Dem kann ich natürlich nicht widerstehen.
Julia Win geht in dem Buch auf die Suche nach ihrem verschwundenen Vater und entdeckt dabei dessen Vergangenheit, über die er nie viel erzählt hat. Ihre Reise führt sie nach Burma, und von diesem Land wird der Leser ganz schnell verzaubert. Julia kommt im Laufe der Geschichte immer weniger vor, irgendwann ist man völlig drin in der Vergangenheit, und die verzaubert. Der junge Tin Win erlebt schon als Kind mehrere große Verluste, unter anderem verliert er auch sein Augenlicht. Wie aus dem unsicheren, blinden Kind ein selbstsicherer Mann wird - und wer dazu beiträgt - ist einfach schön zu verfolgen. Ein Buch, das berührt, aber auch eines, auf das man sich einlassen muss. Es gibt Dinge, die nicht greifbar sind, vor allem die Liebe spielt hier eine große Rolle. Einen zweiten Teil gibt es von diesem Buch ebenfalls, und auch den muss ich laut Mama noch lesen. Ich empfehle das Buch allen, die etwas für Gefühle und tolle Worte übrig haben:
"Können Worte Flügel haben? Können sie wie Schmetterlinge durch die Luft gleiten? Können sie uns mitreißen, davontragen in eine andere Welt? Können sie uns beben lassen wie die Naturgewalten, die die Erde erschüttern? Können sie die letzten geheimen Kammern unserer Seele öffnen?"


Gillian Flynn - Gone Girl

Ein Thriller nach meinem Geschmack! Nicht nur Blut und Tod, sondern auch ein bisschen Kopf, der gefordert wird.
Das Ehepaar Nick und Amy Dunne steckt in einer kleinen Krise, nach dem beide ihren Job verloren haben und zurück in Nicks Heimatstadt gezogen sind, die Amy verabscheut. Und dann verschwindet Amy plötzlich, ohne eine Spur zu hinterlassen. Es sieht aus, als sei sie das Opfer eines schrecklichen Verbrechens geworden, und nach und nach wird Nick immer verdächtiger.
Die Geschichte wird größtenteils aus Nicks Perspektive erzählt und ist dadurch ganz interessant. Wie das so ist sympathisiert man schnell mit dem, aus dessen Sicht man gerade liest. Aber es gibt gewitzte Kniffe in diesem Buch, die einen irgendwann selbst an allem Zweifeln lassen. Das Ende dann ist grausam-grandios, anders kann ich es nicht sagen. Ich mag nicht zuviel verraten, denn dafür spreche ich eine klare Empfehlung aus! Verfilmt ist es übrigens auch, für alle die, die zu wenig Zeit/Lust zum Lesen haben.





6. April 2016

Das beste Fräulein

Hallo ihr Lieben!

Heute wird Fräulein Lenz RUMS fluten, da bin ich mir ziemlich sicher. Klar, dass ich das nicht missen möchte! 
Zu Anfang wollte ich euch die Blusen in ihrer Entstehungsreihenfolge zeigen, habe mich aber dagegen entschieden. Die Geblümte ist die mittlere, aber als erste hier auf dem Blog weil meine erste schon etwas stärker vom Schnittmuster abweicht und daher wenig aussagekräftig ist. Und die Bluse, die ich euch heute zeige, ist die letzte, aber unerwartet mein sofortiger Liebling. Wirklich, ein so ein Teil, das ich angezogen habe und kurz verblüfft war.


Es zeigt sich mal wieder: Schlicht ist für mich immer noch die beste Wahl. Die weiße Viskose hatte ich mit der geblümten zusammen bestellt, weil ich aktuell keine weiße Bluse besitze und dachte, das wäre ja immer mal praktisch, für etwas schicker. Beim Nähen hatte ich dann zuerst wenig Motivation, weiß ist öde, und ich klecker bestimmt sowieso irgendwas drauf und muss dann ewig auf weitere weiße Teile warten um eine Waschmaschine voll zu kriegen, weiß habe ich einfach nicht so viel.
Egal!

Genäht habe ich sie dann doch noch fix - und das ging wirklich fix, für Nummer drei brauchte ich nicht einmal mehr das Ebook, habe komplett aus dem Kopf genäht - einmal übergeworfen zwecks Saum- und Ärmellänge und ganz baff vor dem Spiegel gestanden. Gefiel mir wirklich sehr, sehr gut!

Die erste Bluse, die noch aussteht, ist im Prinzip dieser hier recht ähnlich, ich habe den Blusenkragen und die kurze Knopfleiste gewählt. Den Blusenkragen finde ich ein Stück schicker als den Stehkragen, also habe ich für meine weiße genauso gewählt. Die Kragenteile habe ich allesamt verstärkt, so hat er genau den richtigen Stand.

Zuerst fand ich es blöd, dass die NZ überall so durchscheint. Da sie aber (zum Glück) recht gleichmäßig ist, ergibt es ein stimmiges Gesamtbild und das ist ok. Kann ich ja eh nichts dran ändern. Hier könnt ihr übrigens die Quetschfalte mal richtig sehen.

Ich bin zwar überhaupt nicht der vorne-in-die-Hose-steck-Typ, aber das machen ja sehr viele, also wollte ich für euch die Eignung dieser Bluse für diesen Trend demonstrieren. Geht gut. :D Und das, obwohl ich mich hier für Vokuhila entschieden habe. Der Saum ist nämlich eigentlich gerade vorne und hinten. Aber öfter mal was neues, nicht?

Die Knöpfe sind silbern, für schick und so, und sind bisher immer alle geschlossen geblieben. Sonst wird mir die Optik glaub ich zu schlabberig.
Die Ärmel habe ich in diesem Fall nur versäubert und dann schlage ich sie so oft um, wiwe mir gefällt. Lässig-schick wäre mein Wort der Wahl. Gut, es sind zwei. Worte der Wahl.

Beim Kragen habe ich übrigens bei allen Blusen eine Modifikation vorgenommen in der Nähweise: er wird ja erst von rechts aufgenäht, also außen alles schick, und dann innen gesteckt und nochmal von außen gesteppt. Eigentlich neben der Naht. Ich bin aber ein großer Fan von Nähen im Nahtschatten an solchen Stellen, bei Hosen- und Rockbünden wird das oft so gehandhabt, habe ich hier auch gemacht. Sieht etwas schicker aus, finde ich.
Alle Blusen sind übrigens in 38/40 genäht. 
Den Schnitt von Lotte&Ludwig gibt es bei DaWanda, schaut mal unter den Rabattcodes, das lohnt sich. 
Erstanden ist die Bluse, wie auch die Geblümte, im Rahmen des Probenähens, genaugenommen handelt es sich hier also um Werbung, die aber nur auf Grund meiner eigenen Meinung besteht.


Zum Schluss habe ich euch auch noch was zu zeigen: Vielleicht ist euch der Reiter "Kleiderschrank" oben im Menü schon aufgefallen. Bisher ist beim Klick nicht viel passiert, ich war da nicht schnell genug. Aber jetzt, jetzt hat sich was verändert. Ihr habt die Möglichkeit nach Kategorien sortiert in meinem Kleiderschrank zu stöbern. Los, geht gucken!






5. April 2016

Die Lenz ist da!

Hallo ihr Lieben,

da Probenähergebnisse beim Me Made Mittwoch ja leider nicht erlaubt sind, hört ihr schon einen Tag eher von mir. Auch nicht schlecht, oder?

Wenn ich überlege, von welcher Schnittmusterfirma ich bisher am meisten genäht habe, ist das ganz klar Lotte&Ludwig. Da habe ich an verschiedenen Stellen schon von erzählt, es passt einfach zu mir. Umso erfreuter war ich, als ich gefragt wurde ob ich nicht mit ins Probenähteam für den neuen Schnitt möchte, eine Oversize-Bluse. Glasklar, dass ich zugesagt habe, oder?


Das Probenähen hat mir tierisch Spaß gemacht. Die anderen Mitnäherinnen waren super sympathisch und der Austausch toll, es wurde sofort geholfen wenn man eine Frage hatte. Eine wirklich herzliche Gruppe und schöne Erfahrung.
Svenja hatte uns die Viskose von Stoff&Stil empfohlen, und ich habe dann auch gleich für zwei Blusen dort geordert. Eine ist schlicht - die gibts bald auch hier zu sehen - und eine sollte richtig, richtig Frühling schreien. Und wie sie das tut!
 

Die Version, die es zu kaufen gibt, ist noch ein bisschen anders als all die, die ich euch zeigen werde. Diese hier ist an den Seiten und am Kragen noch weiter als die finale Version Ich habe keinen Vergleich an mir selbst - noch - aber mir gefällt die Weite hier eigentlich echt gut.
Die Ärmel sind im Gegensatz zum Körper recht eng, sodass es nicht zu sehr schlabbert. In diesem Fall habe ich sie verlängert, zweimal umgebügelt und abgesteppt, um die Bluse auch mit langen Ärmeln tragen zu können. Umgekrempelt geht aber auch gut und macht ebenso was her. Im Ebook sind die Ärmel 3/4-lang, also achtet darauf wenn ihr auch lange wollt.
 

Wie immer bei Lotte&Ludwig gibt es Variationsmöglichkeiten. In diesem Fall am Kragen und an der Knopfleiste: Ich habe mich für einen Stehkragen und eine durchgehende Knopfleiste entschieden, ihr habt aber auch die Möglichkeit einen normalen Blusenkragen zu nähen und nur eine halbe Knopfleiste, also bis zum Ende der Passe zu nehmen. Wer kreativ ist kann sicher auch mit Bubikragen oder sowas hantieren.
 

Das Nähen selbst hat mir ziemlich Spaß gemacht! Die Viskose war nicht so schrecklich zu verarbeiten wie gedacht, und obwohl ich Schwierigkeiten habe sehr genau zu nähen was NZ angeht hat es mit den Passen immer auf Anhieb geklappt. Wer sich da ans Ebook hält kommt auf jeden Fall gut durch. Sowieso würde ich sagen, dass die Anleitung je nach Material auch für Anfänger geeignet ist. Svenja gibt sich mit den Anleitungen immer merkbar Mühe, hier lernt man auch noch was dazu, zum Beispiel über verschiedene Stoffe, warum mit welcher Maschine nähen usw. Das gefällt mir!
Viskose ist ein bisschen flutschig, ein schön fallender Baumwollstoff lässt sich aber sicher auch an Passe und Kragen gut händeln.
 

Genäht habe ich, für ncoh mehr Frühling, mit mintfarbenem Garn, auch die Knopflöcher und die Knöpfe selbst. Die sind wie immer aus meinem Fundus und so schimmernde. Mir gefällt der Sitz der Bluse sehr gut, besonders zur engen Jeans macht das schon was her und ist so ein Mittelding zwischen der wirklich richtigen Bluse und einem Shirt. Was für nicht so festliche Festlichkeiten oder einen Tag, an dem man sich mal ein bisschen besser fühlen will. Für den Sommer bestimmt super luftig und angenehm.
 

Die Quetschfalte unter der hinteren Passe kann man auch als Kellerfalte nähen, den Stoff also nach innen legen. 

Nach dem alten Schnitt habe ich insgesamt drei Blusen genäht, und ich glaube die werden heftigst rotieren hier. Und vermutlich auch nicht alleine bleiben, denn ich möchte wenigstens den finalen Schnitt noch einmal ausprobieren und schauen, welcher mir besser gefällt. 

Im letzten Absatz nochmal die harten Fakten für euch.
Das Ebook gibt es bei Lotte&Ludwig, und wer bist zum 10. April bestellt kann mit dem Code FrlLenzIstDa 15% Rabatt bekommen, nicht nur auf dieses Ebook, sondern auf alle. Vorbeischauen lohnt sich demnach. Wenn ihr noch mehr Beispiele sucht, beim Ebook sind einige Bilder in der Vorschau, ansonsten werft Google an, viele der Probenäherinnen haben schon ihre Fräuleins verbloggt. Und allen stehen sie super!






3. April 2016

Auf den Nadeln im April

Hallo ihr Lieben,

was uns der April wettertechnisch so mitbringt kann man ja schon ahnen: Alles ist möglich. Winter, Sommer, Frühling und Herbst vereinen sich ja oft in diesem Monat. Ich freue mich trotzdem drauf, denn danach geht es ganz bestimmt los mit Sommer, und den wünsche ich mir momentan sehr. 

Stricktechnisch sind wir wohl auch gerade in einer Übergangsphase, würde ich meinen. Die einen hängen noch an den letzten Reihen der Norwegerpullover und Handschuhe, die doch etwas länger dauerten als geplant. Die anderen haben ihr Baumwoll-, Leinen- und Seidelager aufgefüllt und werkeln an der Sommergarderobe. Wer was macht, lässt sich wie immer bei Auf den Nadeln verfolgen.

Ich persönlich bin eher nicht so die Sommerstrickerin, sprich, stricken tu ich schon, aber nicht unbedingt für den Sommer. Auch aus Sommergarnen ist es mir oft zu dick und zu warm, und dann eben zu schade wenn es nach zweimal tragen gewaschen werden muss weil eingeschweißt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn dafür habe ich für den Winter immer mehr als genug Ideen, da kann man ruhig vorarbeiten. Und das ein oder andere Jäckchen ist natürlich ganzjahrestauglich, daran werde ich wohl diesen Sommer arbeiten.

Aktuell aber folgendes.


Ein halbes Paar Socken, also eine fertig, bei der zweiten das Bündchen. Ungewohnt für mich sind es Mustersocken, aber ein wirklich schönes Exemplar. Ich stricke mit 2,25 und Drops Fabel in Natur, das passt super zu dem Muster. Gelb allerdings auch! Die Socken sind mein Ausgleichsprojekt, da bei den anderen quasi nur rechts gestrickt wird und das manchmal sowohl öde als auch anstrengend für die Hände wird. 
 

Zum Beispiel hier. Mein Pullover, der ziemlich toll wird und ganz bestimmt diesen Monat fertig. Das Bild ist zwei Tage alt, seitdem ist Ärmel Nummer eins beendet um beim zweiten bin ich etwa auf der Hälfte. Ein Ende ist in Sicht! Ich bin sehr gespannt, wie er sich tragen wird. Das wunderschöne grüne Garn ist Rowan Fine Art, ihr bekommt es zum Beispiel bei Stichfest.
 

Und mein letztes wirklich aktives Projekt ist ein Tuch. Sehr öde bisher: Kraus rechts, rechteckig. Zwei graue Knäule noch, dann gibt es eine blaue I-Cord-Umrandung auf die ich sehr gespannt bin, das habe ich nämlich bisher noch nicht gestrickt. Im besten Fall reicht das Garn, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht ob die Länge ausreicht oder ich noch nachordern muss. Gestrickt wird schön locker mit 4,5 aus Rowan Super Fine Merino 4ply, was ich ebenfalls bei Stichfest bekommen konnte. Schon praktisch, so eine Freundschaft mit Garnbezug. 

Ansonsten will ich mich in diesem Monat endlich mal wieder dem riesen Granny Square widmen und einen Teststrick machen. Socken wird es sicherlich auch noch ein weiteres Paar geben, das macht einfach Spaß. Da wäre theoretisch auch ein halbes Paar Handschuhe, aber für den zweiten fehlt dann doch die Motivation mit dem Wissen, dass sie erstmal ein halbes Jahr im Schrank liegen würden ... im Herbst dann vielleicht. Oder im Sommer, wenn alles andere zu warm ist auf dem Schoß.