28. Juni 2017

Blau, blau blau sind alle meine Streifen

Hallo ihr Lieben!


Ich habe ja schon ein paar Mal an der 12 Colors of Handmade Fashion Challenge teilgenommen. Dort werden monatlich Farben gezogen, die dann unsere Kreativität anregen sollen. Bisher war ich bei Grün, Weiß und Gelb dabei. Als Selmin dann für den Juni die Farbe Blau gezogen hat, dachte ich mir schon, dass das gut klappen könnte. Während bei Gelb zufälligerweise ein passender Stoff im Regal lag und ich daher teilnehmen konnte, vernähe ich blau eigentlich ziemlich häufig. 


Und genau so ist es mit diesem Kleid gelaufen, es hat sich ein bisschen nebenbei selbst genäht, zumindest vom Gefühl her. Manchmal denke ich ja, wie praktisch es wäre, wenn ich morgens aufstehe und die Heinzelmännchen hätten schonmal den noch unversäuberten Saum umgenäht. Aber in echt wäre ich vermutlich ein bisschen stinkig, weil ich das selbst machen will. Und dieses glücklich-aufgeregte Gefühl, wenn etwas fertig ist und man es zum ersten Mal anzieht, das wäre dann auch ein bisschen weg. 


Also, mein Zufallskleid. Den Stoff hatte ich im Stoffladen entdeckt, ich weiß nicht, vielleicht nennt man ihn Sommersweat? Ich nenne ihn festen Jersey mit Streifen, der innen so "schlaufig" ist, also nicht weich, sondern eher rau, aber auch nicht wirklich. Ach ihr wisst schon. Und wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Jedenfalls hatte ich diesen Stoff gesehen und fand ihn toll, so sommerlich in seinem blassblau. Ich dachte an ein lockeres Shirt und nahm 1,50m mit. Beim Lesen denkt jetzt das aufmerksame Gehirn: "Huch, das ist aber eine Menge für ein Shirt." - definitiv, aber wenn man dann einen spontanen Geistesblitz hat und einfach weiß, dass es ein Kleid werden muss, dann ist man plötzlich froh über die spontane Kaufwut. 


Der T-Shirt-Plan wurde also mit dickem Stift gestrichen, stattdessen durchwühlte ich meine Schnittmuster, denn wie das Kleid aussehen sollte, das wusste ich genau. Ganz locker, aber doch ein bisschen tailliert, damit ich nicht untergehe darin. Nicht zu kurz, damit ich es im Sommer ohne Strumpfhose anziehen mag. Kurze Ärmel, runder Ausschnitt. Eigentlich total durchschnittlich, aber sowas war nicht zu finden. Ich habe ein wenig überlegt und dann beschlossen, mir selbst etwas zu kreieren. Weil ich keine Raglan-Ärmel wollte, habe ich einfach den zuletzt genähten Schnitt, der meiner Idee nahe kam, gewählt und die Schnittteile vom Pullover "Bloom" aus der La Maison Victor gewählt. Die Änderungen sind natürlich so einige. 


Vorder- und Rückenteil habe ich auf die maximale Länge des Stoffes verlängert, also etwa 1,50m, ein bisschen muss man abziehen weil die Streifen sich an der Seitennaht ja auch noch treffen sollten. Weil der Pullover recht locker sitzt und dazu noch aus Sweat genäht ist, habe ich bei meinem Kleid die Nahtzugabe weggelassen und direkt am Rand der Schnittteile ausgeschnitten. Auf Taillenhöhe habe ich eine Kurve eingebaut, die dann Richtung Hüfte wieder ausläuft. Muss ja zu meiner Figur passen, das Ganze, damit es genau so fällt, wie ich es will, nämlich quasi umspielend. Den Halsausschnitt habe ich um ein gutes Stück vertieft, bestimmt 5cm. Tja, und als dann die Schnittteile auf dem Stoff lagen war recht schnell klar, dass ich puzzlen muss. So ist einer der Ärmel in der Mitte geteilt, anders war es nicht machbar. Also, vertikal, quasi verlängerte Schulternaht. Bisher ist das niemandem aufgefallen, und tatsächlich habe ich unbeabsichtigt die Bilder auch so gemacht, dass ihr es nicht sehen könnt. Ich denke da nämlich selbst gar nicht dran, weil ich das Kleid so sehr mag!


Eine Brusttasche habe ich dann auch noch eingebaut, da war aber echt jeder Stofffitzel weg danach. Ein bisschen krumpelig ist sie aufgesteppt, dicke Hubbel mag meine Nähmaschine einfach nicht. Sieht aber auch niemand. Und niemand trennt einen dreifach-Geradstich in Jersey, richtig? 
Das einzige, was mich ein wenig stört, ist der Halsausschnitt, der sich unten so wellt. Hätte ich dort mehr dehnen müssen, und dafür an den geraden stellen weniger?


Davon abgesehen war das ein echter Glücksgriff. Schnell genäht, das Ergebnis ist geworden wie es in meinem Kopf war und es war rechtzeitig zu meinem Geburtstag fertig. Dort habe ich dann auch viele liebe Worte dazu gehört, anscheinend steht mir die Farbe sehr gut. Mehr blau für mich! Selmin als großer Fan von Blau und Streifen, sowohl unabhängig als auch in Kombination, wird dem sicherlich beipflichten. 


So! Und mit einer handvoll Beeren aus meinem Garten verabschiede ich mich nun, verlinke diesen Beitrag sowohl bei 12 Colors of Handmade Fashion als auch beim heutigen Me Made Mittwoch und werde wohl, bei dem Regenwetter, heute etwas anderes tragen. Wie schade. 





24. Juni 2017

Drei Mützen, zwei Socken und ein Kleid

Hallo ihr Lieben!

Hier in Münster hat sich der Sommer wohl erstmal eine Pause gegönnt, es ist grau und wieder kühler. Es ist schade, zeitgleich aber auch eine kleine Erholung. Und heißt natürlich, dass es wieder angenehmer ist die Stricknadeln zu schwingen! Eine gute Methode, um auch bei den heißen Temperaturen noch ohne Schweißausbrüche zu stricken ist ja, sich kleine Teile auszusuchen. Socken, eine Mütze, oder vielleicht mal was für die kleinsten von uns? 


Zum Beispiel eine süße Mütze, die durch ihre Form die Ohren warmhält und durch die Bindemöglichkeit auch nicht verloren geht. Die Anleitung ist von Stichfest und vor allem für die Regia Pairfect von Schachenmayr konzipiert. Natürlich lässt sie sich trotzdem mit jeglichem anderen Garn in Sockenwollstärke stricken. Ich habe mich gleich an zwei Versionen probiert, die rechte war die erste und besteht aus den Resten meiner Kofte. Das Garn ist etwas dicker eigentlich, aber mit den 2,5er Nadeln gestrickt ergibt sich eine tolle, feste Struktur. Und so weich! Ratet, wer nun gerne einen Pullover aus dem Garn hätte ... also, noch einen, zusätzlich zur Kofte (noch nicht verbloggt). 
Nummer zwei habe ich aus Resten eines Knäuls Pairfect konstruiert. Dabei habe ich ganz schön gebastelt: Die gelben Streifen sind die Abschnitte, die zwischen Ende der ersten Socke und Beginn der zweiten im Knäul unterscheiden. Dunkelblau ist das Stück, welches für die Ferse vorgesehen ist, da ich in die Socken eine andersfarbige Ferse einarbeite. Und hellblau ist der Rest, der nach einer Socke in 41 übrig geblieben ist. Das waren ne Menge Fäden zu vernähen! Weil nicht genug Garn für zweimal I-Cord übrig war, habe ich die Bindebänder einfach aus den drei Farben geflochten, finde das auch sehr hübsch. 
Wer nun interessiert ist, die Pairfect Bonnet mal auszuprobieren, Sophia verkauft das praktische Set mit Garn und Anleitung in ihrem Shop. 


Schon eine Weile länger fertig ist ein Set aus Mütze und Socken. Die Socken sind wie immer grob nach den Baby Socks von Socksstreet gestrickt, da habe ich aber mittlerweile auch ein bisschen was verändert. Die Mütze ist die Bearly Bonnet, nur eben ohne die Ohren. Ich hab bisher ja noch keine Erfahrungen, wie Mützen so sitzen, kann mir aber vorstellen, dass diese ganz einfachen Mützen nicht gut halten und eine Bindemöglichkeit besser ist? Daher wieder eine Bonnet. Diese wird quasi komplett kraus rechts gestrickt, zuerst in Reihen, später in Runden. Ganz einfach.


Auch hier eine Bindeband - Besonderheit. Nach den Socken und der Mütze war vom Garn rein gar nichts mehr übrig, also musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich habe dann letztlich ein Stück von diesem Band genommen, womit oft Stoffbestellungen verschnürt sind, dieses weichere Geschenkband. Das habe ich vorne durch die Maschen gezogen, ein kurzes Ende zweimal umgeklappt und mit der Nähmaschine angenäht. Das untere Ende habe ich für einen sauberen Abschluss dann ebenfalls zweimal umgeklappt und festgesteppt. Ich bin selbst ein bisschen stolz auf diese Idee. 


Und zuletzt das Kleid, von dem ich schonmal einen kleinen Spoiler gezeigt habe. Dazu kann ich keine Anleitung verlinken, da ich mir das Ganze selbst zusammengebastelt habe. Wenn ihr Interesse habt, würde ich meine Notizen aber gerne nochmal ordentlich aufschreiben. Gestrickt habe ich eine Raglan-Passe in kraus rechts, und dann habe ich die Ärmel nicht stillgelegt, sondern abgekettet, unter der Brust noch eine Weile kraus rechts gestrickt und dann auf glatt rechts übergewechselt. Das Garn wollte genau so etwas werden, fand ich. Reichte natrülich nicht, also habe ich noch einen weiteren Rest angebracht, aber der passt farblich auch gut rein, denke ich. 


An der Rückseite habe ich eine kleine Knopfleiste angebracht, die könnte aber genauso gut nach vorne getragen werden, da das Teil vorne und hinten ansonsten gleich ist. Ich finde dieses Kleid sehr niedlich und freue mich schon darauf, es verschenken zu können. Bisher gibt es in meinem Umfeld deutlich mehr Jungs-Eltern, da passt das nicht so gut. 

Das war es von mir! Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und wir lesen uns dann diese Woche nochmal, wenn ich es hinkriege, Fotos zu machen.



21. Juni 2017

Safaripants

Hallo ihr Lieben!

Ich erwähnte ja schon diverse Male wie eine Platte mit Sprung, dass meine Sommergarderobe ausbaufähig ist, besonders bei allem unter der Gürtellinie. Der kam dann aber auch plötzlich, dieser Sommer, und jetzt stehe ich da mit meinen zwei Shorts die recht regelmäßig die Waschmaschine von innen betrachten dürfen. Aber Rettung naht!


Und zwar in Form der allerbesten Hose, in der man sich ordentlich angezogen und trotzdem sehr luftig und sommerlich fühlt. 
Die Existenz dieser Hose habe ich ein paar glücklichen Zufällen zu verdanken. 


Zuerst der aller-unwahrscheinlichste, ich habe den Stoff nämlich gekauft, ohne einen Plan dafür zu haben, und das passiert bei mir in etwa so oft wie ein Tag, an dem ich nicht frühstücke. Als ich den Stoff für meinen Morgenmantel online aussuchte, habe ich auch ein bisschen durch den Sale gestöbert und dabei den hübschen Palmwedel-Print auf gewebter Viskose entdeckt. Ich habe nur noch gedacht, dass der ja perfekt in den Sommer passt und farblich schön gedeckt ist, aber trotzdem mal etwas Muster, einen Meter eingegeben und bestellt. Zweiter Zufall: Der Stoff ist blickdicht. Ich habe schon mehrfach gewebte Viskose bei Stoff und Stil gekauft, aber bisher immer in hellen Farben, und da kann man komplett durchgucken. Hier nicht, was ja viel mehr Möglichkeiten eröffnet, ich war auf ein Oberteil also gar nicht mehr so festgelegt!


Dann ploppte die Idee einer Hose aus dem Stoff auf. Ich wollte sowieso gerne eine Hose in diesem Farbton, und der schön fließende Stoff löste gleich ein Gefühl von Wohlsein aus, als ich ihn mir als Hose vorstellte. Der Wind würde damit schön spielen, nichts kleben da kein Plastik ... Ich dachte an Lamise von Pattydoo, die ich schonmal genäht hatte und gerne trage, kramte das Schnittmuster raus und legte es auf. Tja, ein Meter ist jetzt für eine Frau mit 1,80 Körpergroße nicht viel Stoff. Vor allem, wenn die Körpergröße hauptsächlich aus langen Beinen besteht. Aber wir ihr seht: Es hat geklappt! Ich musste dazu den Fadenlauf ein bisschen missachten und die Taschenteile sowie den Bund aus einem anderen Viskoserest zuschneiden. 


Aber sogar dieser Rest passt farblich UND thematisch irgendwie zu den Palmwedeln. Grün und Giraffen, also, wenn das mal nicht eine richtige Safari ist. Ein bisschen fühle ich mich ja auch wie in Tarnkleidung, haut ja schon hin, diese Farbgebung. 
Kommen wir zu ein paar technischen Details. Ich habe die Hose wie zuvor in 42 gebraucht, die brauche ich auch, damit der Bund noch über den Po geht. Eigentlich hätte ich bei so dünnem Material gerne französische Nähte genäht, aber ihr wisst ja, da war nicht so viel Stoff, also war das einfach mal nicht möglich. Verlängert habe ich die Beine quasi auf einen Meter, mehr ging ja nicht. Bei der Verarbeitung des Bundes habe ich mir nochmal ein wenig Mühe gegeben und den inneren Bundteil nochmal an der offenen Kante umgebügelt und dann von rechts im Nahtschatten festgesteckt und -gesteppt. Das sieht dann gleich viel ordentlicher aus als eine versäuberte, festgesteppte Kante, vor allem, wenn man mit der Nähmaschine versäubert. Außerdem habe ich die Schrittnaht und die der Innenbeine nochmal von außen abgesteppt, das macht so eine Hose gleich haltbarer, denn auf den Nähten ist ja doch immer mal wieder Spannung.


Die Anleitung habe ich übrigens ignoriert. Die Hose kannte ich ja schon und eigentlich war alles selbsterklärend, daher ist eben auch meine Verarbeitung in einigen Schritten anders, da habe ich ein bisschen meine bisherige Erfahrung eingearbeitet. Das hat dann aber auch dazu geführt, dass ich, geleitet von meinem Selbstvertrauen, jegliche Knipse ignoriert habe und dann da saß mit einer Hose, die irgendwie zu weit war für den Bund. Achja, da waren ja Falten drin, im Vorderteil! Die habe ich dann aber auch nochmal anders genäht, keine Kellerfalten, sondern so ganz normale, finde ich auch mal ganz nett, mal was anderes halt.



Ich habe die Hose bei den aktuellen 30°C getragen und mich darin sehr wohl gefühlt. Auch heute werden sie wieder zum Einsatz kommen, ich habe nämlich eine Auffrischung in meinem Deeskalationstraining, was recht viel Körpereinsatz erfordert, und da ist es gut, wenn ich ordentlich angezogen bin und trotzdem nicht im eigenen Saft eingelegt. Nun bin ich ein bisschen versucht, den dunklen Viskosebestand bei Stoff und Stil völlig auszunutzen, ich meine, stellt euch mal vor, so eine ganze Palette an diesen Hosen, herrlich!

Mit meiner Hose nehme ich am Me Made Mittwoch teil, wo wir heute verschiede Umstandskleider bestaunen können.



18. Juni 2017

Update No.2

Hallo ihr Lieben!

Etwas später am Abend, aber immer noch pünktlich nach zwei Wochen bin ich mit einem neuen Update am Start. Wollt ihr mal schauen, was sich in den letzten 14 Tagen so getan hat bei mir? Vorhang auf!

Neu im Schrank


Ich habe mich definitiv in einem kleinen oder auch eher großen Nähwahn begeben in den letzten Tagen. Das liegt zum einen am Nachtfrei, zum anderen am Sommer, der von mir eine Aktualisierung des Kleiderschrankes fordert. Alle drei Stoffe aus dem letzten Beitrag sind verarbeitet, und es ist sogar noch ein Teil mehr fertig geworden!


Der Morgenmantel war das erste Stück, das ich mir vorgenommen habe. Eigentlich hatte ich da nicht so große Lust drauf, ich weiß gar nicht, wieso. Denn schließlich trage ich das gute Stück ja nun fast täglich! Er passt, er macht mich fröhlich und eigentlich hat er irgendwie dafür gesorgt, dass ich nun neue Schlafklamotten brauche, die farblich dazu passen. Einfarbig wäre wohl doch besser gewesen, naja. Stoff und Schnitt sind von Stoff und Stil und ein ausführlicher Beitrag kommt natürlich noch, wie zu allen fertigen Stücken. 


Mein höchst anstrengender Versuch, aus einem Meter Stoff eine lange Hose zu nähen, ist geglückt. Ich musste zwar für die Taschen- und Bundteile einen anderen, farblich nicht so extrem optimalen Kontraststoff nehmen, aber eigentlich finde ich die Kombination sogar ziemlich cool. Und vor allem ist die neue Hose super, jetzt habe ich schon zwei lange Sommerhosen, perfekt! Schnitt ist hier die Lamise, der Stoff ist von Stoff und Stil.


Und auch im Bereich kurze Hosen hat sich was getan und ich besitze endlich mehr als eine, die ich in der Öffentlichkeit auch tragen mag. Hierbei handelt es sich um die Chataigne Shorts von Deer and Doe in recht festem Denim. Ich bin noch nicht sicher, wie mir der Schnitt an mir gefällt. Der Nähprozess an sich war schön und hat mir Spaß gemacht, die Hose sieht hingelegt auch toll aus, aber an mir, mh, ich weiß nicht. Ihr kriegt aber ja auch noch Fotos zu sehen und könnt mir dann bei der Beurteilung helfen, hihi. 


Tja, und dann habe ich mir unbeabsichtigt noch ein Geburtstagskleid genäht! Der Stoff musste einfach mit aus dem Laden, mir haben die Streifen so gut gefallen. Eigentlich dachte ich an ein Shirt, und irgendwann, während ich so durch meine Restekiste wühlte und dabei den Stapel mit den neuen Stoffen im Blick hatte, kam von irgendwo so ein genialer Geistesblitz. Bzzzt, es will ein Kleid werden, kein Shirt! Ich habe alles stehen und liegen lassen und sowas von gepuzzlet, aber auch hier hat alles geklappt. Und dann lag es etwa eine Woche, und dann hatte ich Geburtstag und habe es an dem Abend eingeweiht, also ist es mein Geburtstagskleid. Einen wirklichen Schnitt gibt es nicht dazu, ich habe eher abgewandelt, aber dazu dann  mehr im entsprechenden Beitrag. 


Und mein Anstrick aus dem letzten Beitrag ist tatsächlich auch schon fertig. Es ist halt auch nur ein Top, und wird mit Baumstämmen gestrickt, und hat recht viel Ausschnitt. Dadurch hat es sich quasi von selbst gestrickt. Die Wolle habe ich ja geribbelt gehabt, fun fact: Das Shirt, das ich vorher aus der Wolle gestrickt hatte, hatte ich im letzten Jahr im Urlaub immer zum Strand an. Und obwohl alles ordentlich gewaschen wurde, hatte ich beim Verstricken immer ein wenig Sonnencreme-Geruch in der Nase. Da kommt sofort Sommergefühl auf!
Die Anleitung ist von Stichfest, noch nicht veröffentlicht, das Garn ist Cosma von Lamana. 


Und, zu guter letzt und nicht wirklich neu im Schrank, denn selbst anziehen kann ich sie nicht: Zwei Babymützen nach der Anleitung Pairfect Bonnet von Stichfest. Einmal aus Lamana Como Resten von meiner Kofte und einmal aus Pairfect Resten von den Socken, die ihr sofort zu sehen bekommt. Zuckersüß, oder?



Auf den Nadeln

 


(Eventuell fällt auf, dass ich von meinem neuen Kleiderbügel sehr begeistert bin und ihn eventuell ab jetzt immer für meine Fotos benutze. Kleine Vorwarnung.)
Ringelsocken! Die erste, rechts, ist schon fertig, links fehlt nur noch die Spitze. Also auf dem Bild auch noch ein paar Ringel, aber die habe ich vorhin während des Tatorts gestrickt. Also noch Spitze, dann bei beiden die Ferse und fertig! Die Ferse wird übrigens gelb, das Knäulchen habe ich da oben reingestopft. Könnt ihr euch die Farben auch schon so gut vorstellen?


Und mehr habe ich aktuell nicht auf meinen Stricknadeln. Ganz komisch, aber während ich durchgehend nähen könnte, ist mir grad nicht so nach stricken. Das ändert sich meist nach ein paar Tagen wieder, also mal sehen. Dann werde ich die Reste von der korallenen Wolle des Tops in einen Babypullover verstricken, und dann dieses Kleid hier aufribbeln. Es ist wunderschön und vielleicht muss ich dazu eine Flasche Wein trinken oder ein paar Krokodilstränen weinen. Aber de facto ziehe ich es halt nicht an. Zu wenig Gelegenheiten für ein Strickkleid in sommerlicher Farbe. Mein neuer Plan ist daher ein ganz schlichter, lockerer Pullover zum Überwerfen jetzt im Sommer. Eine Anleitung habe ich noch nicht im Blick, aber bin offen für all eure Vorschläge!



Unter der Nadel

 


Mein Fokus liegt weiterhin auf Sommerkleidung. Dazu muss ich aber wohl oder übel nochmal ein bisschen Stoffe und Schnitte organisieren, so viel dünnes habe ich grad nicht da. Da wäre schwarzer Jersey für ein Top, alles andere eher feste Hosenstoffe etc. 
Zuerst werde ich mich aber um zwei Aufträge kümmern. Das rote Kleid ist ein Lieblingsstück meiner Mama. Sie hätte gerne, dass ich es in einen Rock umwandele, was kein großes Problem darstellen dürfte. Der andere Stoff wurde mir von meinem Bruder in die Hand gedrückt, ihm hatte ich nämlich für die neue Festivalsaison vorträglich zum Geburtstag so einen Hipster-Turnbeutel genäht und nun melden sich wohl nach und nach seine Freunde mit Anfragen. Dieser Stoff hier wird dann also der nächste, sobald ich Kordel besorgt habe. 


Außerdem habe ich versucht, mir aus dem Schnitt Sorbetto einen Grundschnitt für ein schlichtes Webware-Top zu erstellen. Bisher nur auf der Folie, weshalb ich ein paar passende Reste zusammengesucht habe, um mich auszuprobieren. Die wären meiner Sommergarderobe auf jeden Fall auch sehr zuträglich. Ich finde ja die engen Jersey-Tops gar nicht so angenehm bei den warmen Temperaturen. Außerdem rutschen mir die gekauften immer über die Hüfte hoch, was auch eher ungünstig ist.  


Neue Schätze




Viel neues habe ich nicht gekauft, kein Garn, keine Anleitung. Dafür sind mir zwei Stoffe zugelaufen! Den oberen, einen flauschigen Kuschelstoff, habe ich zusammen mit ein paar kleineren Baumwollresten von einer lieben, lieben Kollegin geschenkt bekommen, die sie nicht mehr benötigte. Nun überlege ich, was es werden möchte. Bisher fällt mir nur wenig ein, was an den warmen Temperaturen und meiner gedanklichen Fixierung auf Sommersachen liegen mag. Vielleicht Futter für eine warme Weste? Mit kuscheligem Kragen/Kapuze?
Der untere Stoff ist von Ikea, der typische, schwere Baumwollstoff. Ich fand die Farbe so schön und dachte an eine Shorts; oder vielleicht ganz abenteuerlich ein Latz-Teil? Mal sehen, was mir so einfällt, ich denke nicht, dass ich ihn unbedingt jetzt schon verarbeite. Manchmal müssen die Stoffe ja auch auf ihren Schnitt warten, und dann fügt sich alles plötzlich zusammen. 

Ihr seht, im Gegensatz zum letzten Update habe ich gar nicht so viel vor. Allerdings sind die nächsten beiden Wochen auch recht voll, es gibt nur zwei freie Tage, der Rest ist voll mit Arbeit, und an den freien Tagen gibt es auch schon Termine, also kann ich auch nicht so viel schaffen. Aber immerhin fühle ich mich nach diesem Beitrag nun deutlich sortierter und bin ganz stolz, was ich alles so fertig gestellt habe in letzter Zeit. 

Und bei euch so? Was plant ihr? Welche Schnitte/Stile sind für euch essentiell in diesem Sommer?


Verlinkt bei Maschenfein


8. Juni 2017

Leinenlatz - Frohnatur

Hallo ihr Lieben!

Und willkommen zu einer weiteren latzhaltigen Runde. Heute präsentiere ich euch Teil vier in meiner Latzkollektion, die dann aus zwei Kleidern und zwei Hosen besteht, zwei davon blau, zwei schwarz. Wenn das mal nicht sehr harmonisch und stimmig klingt, dann weiß ich auch nicht.


Leinen habe ich bisher tatsächlich noch nie vernäht. Mir graute es immer vor dieser Anfälligkeit für Falten. Ich habe mal einen gekafuten Rock besessen, der sah immer echt nicht gut aus, wenn man darin irgendwo Platz genommen hatte. Und da das dann doch ab und an passiert, war Leinen aus meinem Stoffgedächtnis eher gestricken. Svenja von Lotte&Ludwig empfiehlt für ihre Latzhose Frohnatur aber unter anderem Leinen, und irgendwie ist das hängengeblieben. Der eher locker sitzende Schnitt passt eher in den Sommer, und wenn man sich dann für lange Beine entscheidet, wäre ein gut lüftender Stoff doch sicherlich eine gute Idee, dachte ich, und kaufte im Stoffladen schwarzes Leinen. 


In der Verarbeitung war der Stoff schonmal traumhaft, aber das ist bei Webware ja fast immer so, lässt sich immer artig bügeln und verzieht sich nicht und so. Und wenn ich mir die Falten so anschaue, nach einem Tag des Tragens, dann wäre das bei einem Jeansstoff auch nicht anders. Sitzfalten gibt es immer, und ich finde nicht, dass sie stören. 


Ich tue mich bei neuen Schnitten ja oft schwer mit eigenmächtigen Veränderungen und kreativen Verarbeitungsweisen. Kenne ich dann aber das Kleidungsstück und seine Möglichkeiten, dann fallen mir durchaus die ein oder anderen Kniffe ein. So auch hier: Anstatt die beiden Lätze mit zwei Bändern über der Schulter zu verschnüren, habe ich sowohl vorne als auch hinten Ösen angebracht und das Stück Schrägband einmal durchgefädelt. Vom hinteren Latz gibt es leider kein Foto, sonst könntet ihr sehen, dass ich dort die beiden Enden einfach nur locker verknotet habe. Sieht nochmal ganz anders aus als mit den Schleifen auf der Schulter wie bei der ersten Version, finde ich. 


Ansonsten habe ich den Schritt etwas verlängert, damit der Bund ein wenig höher sitzt, sowie beide Latzteile verschmälert und erhöht. Taschen hinten habe ich weggelassen - so etwas entscheide ich ja immer sehr spontan wenn das Kleidungsstück ansonsten fertig ist, denn erst dann mag ich die Position der Taschen bestimmen. Demzufolge liegen nun noch zwei fertige Potaschen bei mir, sogar oben schon abgesteppt und die anderen Ränder umgebügelt ...
Für die Taschen vorne habe ich einen kleinen Rest Blümchenstoff als Futter gewählt. 


Auch den Bund habe ich mit zwei Ösen ausgestattet und dort das Schrägband durchgefädelt. Finde ich irgendwie bequemer als Kordel, muss ich mir unbedingt merken. Durch die ganze Fädelung rafft sich der Latz nun vorne und hinten etwas zusammen, was mir ebenfalls auch gut gefällt. 
Kommen wir zur Beinlänge: Die habe ich tatsächlich nicht verlängert, ich wollte sowieso eher umgekrempelte Beine als wirklich lange. Zeit, ein Geheimnis auszuplaudern: Die Hose ist nichtmal gesäumt, sondern wirklich nur umgeschlagen. Voll rebellisch, oder?


Zu den Ösen gibt es noch eine interessante Geschichte zu erzählen, und da mir sonst gerade nichts mehr einfällt, bekommt ihr sie nun präsentiert. 
Ich hatte alles soweit fertig, die beiden Latzteile und die Hose inklusive Bund und wollte nun die Ösen anbringen, bevor die Lätze an die Hose kommen, denn danach würde es deutlich schwieriger werden. Löcher gestanzt, Ösenteile und Aufsätze für die Zange rausgesucht und die erste Öse - verbogen. Mh, seltsam. Noch ein Versuch. Schon wieder. Zweites Aufsatzdings gesucht, nochmal versucht, wieder verbogen. Es darauf geschoben, dass der eine Aufsatzteil ein wenig eingedrückt aussieht und im Internet neue bestellt - Lieferzeit 5-10 Tage. Natürlich für ein Komplett-Set mit Ösen, denn einzeln gibt es keine Aufsätze. Ich habe dann ein bisschen geweint, alles in die Ecke gelegt und etwas anderes gemacht. Der nächste Gedankengang: Nimmste halt die Ösen eine Nummer größer, sieht dann nicht ganz so aus wie gewollt, aber wenigstens wird die Hose noch im Probenähen fertig. Tja, und da sitze ich dann mit den Ösenteilen und den Aufsätzen, will die erste grad reinkloppen und stelle fest: Ich hatte das falsche Ösenteil auf dem falschen Aufsatz! Deshalb hatte sich alles verbogen! Man, habe ich mich geärgert, dann aber überglücklich schnell die kleineren Ösen eingeschlagen. Ende gut, alles gut, puh. 


Das war meine Geschichte zur kleinen Öse beim großen Latz. Und damit wander ich rüber zum Rums, wo ich hoffentlich nicht die einzige in Frohnatur bin. Den Schnitt könnt ihr übrigens bei Makerist und DaWanda erstehen, also falls ihr was bequemes sucht: Bittesehr, diese Hose verleitet dazu, sie nicht mehr auszuziehen. Sie ist nicht unbedingt ein figurformendes Teil oder besonders schmeichelnd, aber dafür super lässig.



6. Juni 2017

Dem Latz verfallen

Hallo ihr Lieben!

Seit ich meine beiden Latzkleider besitze, bin ich ja vollkommen begeistert von diesem Latz. Mit schlichten Stoffen genäht, wirkt das entstandene Kleidungsstück gar nicht kindlich, wie erwartet, sondern eher lässig. Dadurch entstand dann der Plan, auch noch eine Latzhose auszuprobieren. Allerdings hatte ich da keine Eile, denn einen wirklich passenden Schnitt hatte ich noch nicht gefunden. 

Und dann kam Lotte&Ludwig mit einem neuen Probenähen für die Latzhose Frohnatur um die Ecke. Verständlich, dass ich da zugesagt habe, oder? Dieses Label ist eins der wenigen deutschen, nach denen ich sehr gerne nähe und deren Schnitte ich fast alle mag (und besitze, hihi). 


Sobald also klar war, dass ich mit dabei sein durfte, bin ich losgedüst in den Stoffladen. Denn wie ihr wisst, habe ich kein Lager zuhause, sondern nur ein paar ausgewählte Stoffe mit festen Verarbeitungsplänen. Im Laden suchte ich mir einen dünnen Denim für eine kurze Sommerversion aus, sowie Leinen für eine längere. (Spoiler!)


Bei der Größenauswahl stockt dann das gesellschaftsbeeinflusste Herz ein bisschen, denn die wird rein nach dem Po-Umfang gewählt, und das war bei mir dann mal eben zwei Nummern größer als sonst bei den Schnitten von Lotte&Ludwig, eine 44. Ich mache mir da aber so ungefähr gar nichts draus, habe die 44 einfach zugeschnitten und genäht. Das hier ist noch die erste Version des Schnittes, seitdem hat sich die Beinweite doch noch etwas verschmälert, die Latzteile auch, und ich meine der Bund sitzt etwas höher. Wer nämlich ein wenig Hüftgold vorzuweisen hat, der möchte das ja lieber nicht direkt über dem Bund sitzen haben.


Für mich war die Ursprungsversion aber schon ziemlich in Ordnung. Da der Stoff so dünn ist, macht es mir gar nichts aus, das alles schön locker ist, im Gegenteil: Ich finde, das gehört so. Um den lässigen Stil zu unterstreichen, habe ich die Beine unten nicht gesäumt, sondern nur zweimal umgeschlagen und dann in der Seitennaht nochmal festgesteppt, damit sie sich nicht wild in der Gegend wieder aufklappen. Das hält ziemlich gut. 


Den größten Zeitaufwand fordert bei diesem Ebook die Schrägbandherstellung. Man benötigt schon einige Meter für die Einfassung der Latze (Lätze? Latzes?). Natürlich kann man sich das auch ganz frei gestalten und statt mit Schrägbandern einen richtigen Träger mit diesem Latzhosen üblichen Knopf konstruieren. Aber auch da: Für diese Version fand ich die Bänder genau richtig. Und die Schleife kann man ja dahin setzen wo man will, oben auf der Schulter wie hier, oder hinten am Latz oder vorne, oder man macht nur nen Knoten, Varianten über Varianten. Beim Probenähen haben manche den hinteren Latz weggelassen und eine Neckholder-Latzhose gezaubert, auch sehr cool!


Wenn die Hose aus Webware genäht wird, muss der Bund im Umfang so groß sein, dass er über den Hintern drüberkommt. Das ist in den meisten Fällen deutlich mehr als der Umfang, der letztlich an der Hüfte benötigt wird. Hier kann man wahlweise ein Gummiband, oder aber eine Kordel einziehen. Ich habe auch hier ein Stück vom Schrägband genommen. 


Das Ebook enthält optionale Taschen für die Vorder- und Hinterhose, hier habe ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Vorne gehören für mich sowieso Taschen dran, wohin sonst mit all dem Zeug und den Händen! Und die hinten fand ich optisch ebenfalls besser als die glatte Fläche. 


Die Bilder habe ich bei meinen Eltern im Garten geschossen, und bei der Gelegenheit musste ich sofort den Welpenbonus nutzen, wir haben da nämlich ein neues Familienmitglied! Dieser zuckersüße Golden Doodle gehört nun meinen Eltern und bringt ganz schön Trubel in die Familie. Aber als Accessoire fürs Foto eignet sie sich schonmal wunderbar :) 


Ich mag meine neue Latzhose sehr! Bis vor kurzem war ich ja noch ein bisschen abgeneigt auf Grund dieser Toiletten-Umständlichkeit, aber mit Kordelzug und lockerem Latz, der sich flott über die Schulter streifen lässt, geht das genauso schnell wie mit Hose. Ein Gürtel, Reißverschluss und Knopf brauchen schließlich auch ihre Zeit. 
Das Probenähen war - wie immer - sehr herzlich, Svenja stellt da immer eine tolle Truppe zusammen. Viele wunderbare Exemplare sind entstanden, wenn ihr in der Facebook-Gruppe schaut, dann findet ihr die ganzen anderen Beiträge der Probenäherinnen. Das Ebook erhaltet ihr bei DaWanda oder Makerist. Enthalten ist der Schnitt sowie eine ausführliche, bebilderte Anleitung. Es werden verschiedene Versionen erläutert, von kürzer und langer Hose über Latzkleid und Umstandsversion ist eine Menge dabei. 



4. Juni 2017

Update No. 1

Hallo ihr Lieben!

Willkommen zu einem neuen Format auf meiner kleinen feinen Seite. In letzter Zeit war ich irgendwie unzufrieden damit, euch immer nur fertige Kleidungsstücke vorzuführen. Das kam mir auf der einen Seite immer so angeberisch vor - schau her, was ich da schon wieder tolles gemacht habe - und auf der anderen Seite fehlten mir die Zwischenstände, Berichte von kleinen Problemchen und vor allem die Bilder, die unterwegs entstehen und euch so viel mehr Einblicke in den Herstellungsprozess geben. 
Deshalb wird es nun zunächst mal alle 14 Tage am Wochenende ein Update von mir geben. Ich werde vorher durch meine Projekte gehen, alles was aktuell ist fotografieren; ebenso alle Teile, die in den letzten 14 Tagen fertig geworden sind. So ergeben sich folgende Kategorien: Neu im Schrank / Unter der Nadel / Auf den Nadeln
Vielleicht entwickeln sich dann nach und nach noch andere Kategorien. Ich könnte neues Material und Werkzeug zeigen, über Pläne für die Garderobe sprechen etc. Aber fangen wir doch erstmal an!



Neu im Schrank



Aus kunterbunten Sockenwollresten habe ich eine kleine Tunika gestrickt, für die Babygeschenkekiste. Es kündigt sich aktuell ein Mädchen im Bekanntenkreis an, vielleicht wird sie damit beschenkt. Der Farbverlauf der Wolle, nämlich ein langer Teil in rot/pink und danach lila/grün hat in mir genau diese Vorstellung ausgelöst, und tatsächlich habe ich das ohne Anleitung gut umgesetzt bekommen.


Mein Goosebumps Shawl ist auch endlich vollendet. Den Rand anzustricken war nochmal eine nervige Angelegenheit, besonders das Annähen ganz zum Schluss. Aber ich liebe es jetzt schon und bin fast ein bisschen traurig, dass es aktuell so warm ist und das Tuch nur in seiner Schublade rumliegt. 


Aus den Garnresten (Milano) habe ich dann flott eine kleine Hose gestrickt. Dafür habe ich die Hosenmatz Anleitung genutzt, die seit kurzem nochmal um zwei Größen erweitert wurde, die Version für Neugeborene angeschlagen und das Bündchen ziemlich gekürzt. Außerdem gibt es keine langen Beine, sondern nur Beinbündchen. 


Auch an der Nähmaschine war ich fleißig. Zwei wundervolle Latzhosen sind entstanden, die ich euch noch nicht genauer zeigen darf. Der Schnitt wird Morgen erscheinen, dann verlinke ich ihn hier nachträglich. Im Laufe der Woche solltet ihr die Hosen dann genauer kennenlernen, also Augen offen halten hier :) 




Auf den Nadeln


Nach der Kofte und dem Tuch von oben war plötzlich einer dieser gruseligen Momente eingetreten, in denen ich absolut nichts auf den Nadeln hatte. Daher gibt es heute nur ein paar Anschläge zu erahnen. In diesem Fall könnten die von euch, die schon länger da sind, das Garn wiedererkennen: Im letzten Jahr habe ich mir ein Shirt aus dieser Baumwoll/Modal Mischung gestrickt. Ich habe es im Sommer ab und an getragen, dann hat sich irgendwo mitten auf dem Bauch ein Faden gelöst, den ich nicht ganz unsichtbar retten konnte, das Ding wurde immer größer und ungeliebter. Als ich es jetzt im Frühling aus der Kiste holte, in der die Sommersachen überwintern, war die Freude auch eher gering. Die Farbe finde ich immer noch toll, aber das Teil an sich nicht. Im Hinterkopf entstand da schon der Gedanke, es vielleicht aufzuribbeln und was neues damit zu stricken. Tja, und dann kam, wie so oft, Sophia mit einer Anleitung für dieses Garn um die Ecke. Ich habe genug Wolle, also war die Sache glasklar. Aktuell gibt es nur ein bisschen Bündchen, aber auf den 5,5 er Nadeln Baumstämmen wird das flott voran gehen. 


Hier seht ihr gleich zwei Projekte. Links im Bild das Knäul Pairfect, was seit dem Yarncamp bei mir liegt und mich anschreit, dass es zu Socken für mich werden will. Ich habe endlich nachgegeben und angestrickt. Und die Reste sind tatsächlich auch schon verplant!
Dieses Babymützchen (es wird langsam peinlich, aber die Sophia hatte da so eine Idee...) wird aktuell testgestrickt. Im Ursprung für die Pairfect gedacht, stricke ich nun erst meine Reste der Como auf, denn mehr als ein Babymützchen wird da eh nicht drauß und die Stärke passt auch in etwa. Und wenn dann die Socken fertig sind, gibt es auch noch ein Pairfect - Mützchen. 



Unter der Nadel
 


Es ist eigentlich in jedem Jahr so: Ich habe wenig Sommerkleidung. Vor allem sehr wenig, wenn es um die Teile geht, die ich auf der Arbeit anziehen kann. Das sind aktuell drei Hosen und vier Tops. Shirts habe ich genug, aber kaum selbstgenähte. Ich besitze durchaus auch noch einige Sommerkleider und -röcke, aber die gehen auf der Arbeit eben nur mit Strumpfhose oder Leggings drunter, und da wir in nicht klimatisierten Räumen arbeiten und eigentlich immer um die 30 Grad rum haben, äh, nein danke, ich mags dann lieber luftiger. Der Plan aktuell also: Ein paar kurze und ein paar lange, dünne Hosen nähen. Wenn ich Glück habe, kriege ich aus dieser hübschen Viskose eine flatterige Hose heraus, drückt mir die Daumen, die wäre echt toll! Den Schnitt Lamise habe ich schonmal genäht, damit würde ich es auch versuchen. Eventuell müsste ich, wenn die Beinteile nicht in ganzer Länge daraufpassen, unten Bündchen mit Gummizug anbauen, aber das lässt sich ja auch wohl konstruieren.


Für den 25. Geburtstag einer liebsten Freundin haben wir uns natürlich auch ein kleines Spielchen ausgedacht. Der Herzmann sollte dafür eine Fliege tragen, also habe ich ihm eine genäht, aus einem Rest Leinen. Die ist erstaunlich gut geworden, und das Fliege binden habe ich jetzt auch gelernt. Die Anleitung stammt von DaWanda.


 Shorts, ihr erinnert euch? Die Chataigne Shorts in der linken Version sprechen mich sehr an. Eventuell muss ich da an der Länge was verändern, damit sie arbeitstauglich sind, mal sehen. Eine erste Version soll aus dunklem Denim entstehen. Und dann mal sehen, ob sie was für micht ist, dann muss ich nochmal ein paar Stöffchen kaufen.


Und, ganz zum Schluss, wohl das Nähprojekt, dass ich als nächstes beginnen werde: Ein Morgenmantel muss her! Seitdem ich vor ein paar Jahren einen flauschig warmen geschenkt bekommen habe, bin ich wieder großer Fan dieses Kleidungsstücks. So gemütlich! Daher wollte ich mir für die sommerlichen Temperaturen auch gerne einen nähen. Ich habe mich außerdem dafür entschieden, mal einen Schnitt von Stoff und Stil auszuprobieren. Total spannend, die Schnittteile sind quasi ganz dünnes Flies. Ich freue mich schon, die bunte Blumenwiese in einen Morgenmantel zu verwandeln! Vielleicht habe ich ja auch Glück, und es bleibt genug für ein hübsches Top übrig?

Tada! Das war die erste Version meines kleinen neuen Formats. Was sagt ihr? Gefällt es euch? Habt ihr noch Vorschläge für mich?
Natürlich zeige ich weiterhin alles, was fertig wird, auch in gesonderten Beiträgen. Hier sollt ihr die Zwischenstände zu sehen bekommen, ein bisschen mehr den ganzen Produktionsweg mitverfolgen quasi. 

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende, hoffentlich habt ihr auch ein wenig Kreativzeit übrig!