12. Dezember 2012

Schneewunder

Jaaa ich weiß, ihr habt alle schon über den Schnee gepostet und gelesen, es ist nicht mehr interessant.
Aber ich poste nunmal darüber, worüber ich mich freue, und ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue!

Heute morgen bin ich wach geworden, weil ich den Hausmeister im Innenhof Schnee schüppen hörte und anstatt mich zu ärgern, hab ich breit gegrinst und mir vorgestellt, wie es wohl aussehen wird. Hat auch meinen Traum beeinflusst, ich habe nämlich geträumt, dass der Schnee bis zu unserem Fenster hochreicht. Und wir wohnen nicht im Erdgeschoss.

Und als ich dann vorhin aufgestanden bin, folgende Bilder:




Phänomenal, oder? Und es schneit so unglaublich stark, der Himmel ist weiß, ich bin verzaubert :) Es hat zwar gestern schon geschneit, aber das hat die Nordstadt nicht wirklich erreicht, alles war weggestreut, nur an der Uni konnte ich glauben, dass es Schnee gibt. Aber jetzt ist auch hier alles voll! Schade nur, dass ich wegen des Projekts keine Zeit hab, nach draußen zu gehen und ihn zu genießen. Ich hoffe stark, dass er morgen immer noch liegt, da sind die Chancen besser. 

Ich weiß gar nicht, warum sich soo viele Menschen freuen ... ich werde vermutlich gleich auch arge Probleme haben, pünktlich zur Uni zu kommen. Die Bahn ist ja doch immer wieder überrascht, dass es im Winter tatsächlich schneit.

Aber vermutlich werden wir alle wieder Kind. 

Aus grau
wird weiß
aus laut
wird leis
die Welt
wird zugedeckt
und von der Frühlingssonne wird sie wieder aufgeweckt

(Rolf Zuckowski - Es schneit)

Er drückt es passend aus, finde ich. Ich liebe diese dumpfe Stille, wenn alles mit Schnee eingepackt ist. Es ist stechend hell draußen, obwohl keine Sonne am Himmel zu sehen ist ... einfach schön.

Wer kann, der macht einen Spaziergang mit seinen Lieben, oder? Schneemann bauen?
Ich hoffe sehr, dass ich morgen dazu komme. Und bis dahin schaue ich mit breitem Grinsen immer wieder aus dem Fenster und höre dem Rolf beim Singen zu, während ich lerne. 

7. Dezember 2012

Dienstags bei Morrie

Das folgende Buch habe ich innerhalb von 3 Tagen gelesen, aber doch hat es mich bereichert (das Wort gefällt mir nicht, drückt aber aus, was ich meine). Eigentlich steht nicht viel drin, zumindest Textmäßig, aber der Inhalt haut rein. Wovon ich rede?

Dienstags bei Morrie von Mitch Albom. 




Es handelt sich dabei um einen Erfahrungsbericht, der Autor erzählt eine Episode aus seinem Leben.

Als er erfährt, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz schwer erkrankt ist und bald sterben wird, beginnt der Journalist Mitch Albom seinen Lehrer regelmäßig jede Woche zu besuchen. Und er, der meinte, dem Sterbenden Kraft und Trost spenden zu müssen, lernt stattdessen dienstags bei Morrie das Leben neu zu betrachten und zu verstehen.

Toll finde ich das Zitat des Hamburger Abendblattes: "Selten gibt es Bücher, die in so bestechender Klarheit und ungekünstelter Schlichtheit wiedergeben, worum es wirklich im Leben geht. Hier spricht der kleine Prinz, nachdem er erwachsen geworden ist."


Ich warne schonmal, dieser Post wird lang werden. Kämpft euch durch, oder lasst es, aber lest dieses Buch. Unfassbar gut, unfassbar weise!

Der Morrie ist nun also todkrank, hat ALS, eine Krankheit die ihn nach und nach lähmt. Aber anstatt sich selbst zu bemitleiden sieht Morrie weiterhin die positiven Seiten des Lebens. Er sagt, er habe Glück. Nun werdet ihr die Stirn runzeln, mh? Für ihn ist es ein Glücksfall, dass er die Möglichkeit hat, sich von all den Menschen in Ruhe zu verabschieden, die er liebt. Dass er mit ihnen noch Zeit verbringen kann, eine Botschaft an die Menschen vermittelt. 
Auch Mitch gehört dazu, der ehemalige Student. Schon früher hatten sie eine enge Beziehung, die sich auch nach vielen Jahren ohne Kontakt schnell wieder aufbaut. 




Während des Lesens konnte ich nicht umhin, Morrie zu bewundern, für seinen Optimismus und seine Kraft. Ein Beispiel: An dem Punkt angekommen, wo ihm jemand den Hintern abwischen muss, weil er es selbst nicht mehr kann, versinkt er weder vor Scham in dem Boden, noch jammert er rum oder wird grantig. Seine Reaktion? "Ich schließe meine Augen und gebe mich völlig hin. Und es scheint mir sehr vertraut zu sein. Es ist, als würde man wieder zu einem Kind. [...] Wir alle wissen, wie man ein Kind ist. Es ist in uns drin. [...]Die Wahrheit ist: Als unsere Mütter uns in den Armen hielten, uns wiegten, die Köpfe streichelten, da hat niemand von uns jemals genug davon bekommen. Wir alle sehnen uns in gewisser Weise danach, zu jenen Zeiten zurückzukehren, als wir völlig versorgt wurden, als man uns bedingungslose Liebe, bedingungslose Aufmerksamkeit schenkte."

Eine Einstellung, die ich nur bewundern kann. Und er sagt noch so viele, so schlaue Dinge. Ich habe mit Post-Its beim Lesen gesessen und alles markiert, was ich klug fand, wo ich innegehalten und nachgedacht habe. 

Ein Buch, das sich mit dem Sterben beschäftigt, auf zauberhafte Weise, denn gleichzeitig schreibt es eine Hommage an das Leben. Ich wünsche mir, dass ihr zumindest mal losgeht und darin blättert, und wenn es euch zusagt, dann kauft und lest es. 

"Liebt einander oder geht zugrunde."

Damit verabschiede ich mich ins Wochenende, liebe Leser. Genießt es. 

6. Dezember 2012

Nikolaus komm in unser Haus

Nikolaus! Heute! 
Ich träller fröhlich "Guten Tag ich bin der Nikolaus, Guten Tag, Guten Tag, Guten Tag, Guten Tag. Heute Nacht geh ich von Haus zu Haus ..." und freue mich. In meinem Stiefel war eine Kleinigkeit fürs Hüftpolster, mmmh!

Am Samstag kommt meine Familie zu Besuch, und da wollte ich nicht mit leeren Händen dastehen. Also habe ich fix drei Socken genäht, die der Nikolaus dann noch ein wenig füllen kann.

Weihnachtlicher Stoff ist leider nicht vorhanden in meiner kleinen Kiste, also habe ich durch einen Tannenbaum erkenntlich gemacht, dass es sich um Nikolaussocken handelt ;) 



Vorgegangen bin ich folgendermaßen: Eine Schablone für die Socken gezeichnet, aus jedem Stoff doppelt gelegt ausgeschnitten. Auf eine rechte Seite jeder Socke einen Tannenbaum aufgenäht. Dann die zwei Sockenseiten rechts auf rechts gelegt, die Kanten oben umgenäht und bei der hinteren noch eine Schlaufe befestigt. Ja, die Naht ist so schief. 

 


Und dann nur noch einmal runderhum nähen (außer oben, klar?) und an der Biegung ein bisschen an die Naht herangeschnitten. Diesmal ausnahmsweise nicht IN die Naht, Juhu!

 


Wenden, fertig!
 


Pssst, sagt der Weihnachtsmann, der ja eigentlich zumindest religiös an Nikolaus nichts zu suchen hat. Jetzt muss ich morgen nur noch den Supermarkt stürmen und ein wenig Füllung besorgen. Da die Socken aber so klein sind, passt sowieso nicht so viel rein. Aber hübsch finde ich sie!

 

Hat euch der Nikolaus auch etwas gebracht? Verschenkt ihr selbst?

4. Dezember 2012

Eiskalte Schwestern

In letzter Zeit kam ich weniger zum Lesen, aber dieses Buch musste dann an einer bestimmten Stelle ziemlich schlagartig verschlungen werden. Worum es geht?

Um Die Töchter der Kälte von Camilla Läckberg




Empfohlen hat meine Mama mir das Buch und ich bin ihr dankbar dafür! Es handelt sich um einen waschechten Schwedenkrimi, düster, spannen, ein bisschen durchgedreht, mit sehr sympathischen, kantigen Persönlichkeiten. Na, interessiert?

Die allbekannte Inhaltsangabe von hinten drauf gibt es heute nicht, der Schutzumschlag ist nämlich noch bei Muttern und außerdem seid ihr alle alt genug um zu googlen, wenn es euch interessiert. Natürlich erzähle ich trotzdem was zum Inhalt!

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, augescheinlich ertrunken im Meer. Patrick Hedström ermittelt und deckt nicht nur diesen Fall auf, sondern auch viele andere. Man glaubt kaum, was in so einem kleinen Dorf alles für Unmenschen wohnen können, aber offensichtlich geht es. Immer wenn man also glaubt, der Täter ist gefasst, dann öffnet sich eine neue Tür und alles ist wieder weg! Ein wenig frustrierend, aber auch unglaublich spannend!

Nebenbei wird auch noch die Geschichte von Agnes erzählt, die mehrere Jahrzehnte vor dem Tod des Mädchens spielt und ebenfalls sehr verworren und düster ist.

Ich mochte das Buch sehr gerne, und ich würde es jedem weiterempfehlen, der gute Bücher mag. Es ist keins der Krimis, wo man Nägelkauend da sitzt, sondern so eher untergründig spannend, dafür aber durchgehend. Und ekeln muss sich auch garantiert niemand, also vielleicht ein Einsteigermodell?

Daumen hoch dafür! 

Edit: Amüsante Szene übrigens: "Ehrlich gesagt, verstand er nicht, was daran so furchtbar war, wenn eine Frau anstelle eines Mannes das Wort Gottes verkündete. Lamentierte Arne am schlimmsten, musste er sich jedesmal zurückhalten, um nicht zu sagen, dass Gottes Wort doch schließlich nicht mit dem Pimmel verkündet würde; im letzten Augenblick biss er sich aber immer auf die Zunge. Der arme Arne würde wohl auf der Stelle tot umfallen, wenn ein Pastor solche Worte in den Mund nähme."

3. Dezember 2012

Schalaufpeppung




Guten Tag! Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber die letzten Wochen habe ich keine Grannys gezeigt. Der Grund dafür ist ein Schal. Dieser Schal.



Den Blümchenteil hat meine Mama mir vor ein paar Jahren zu Weihnachten geschenkt. Selbstgehäkelt. Wunderschön, und mit viel Bedeutung gefüllt. Meine arme Mama hat sich nämlich dabei einen Tennisellbogen geholt und kann seitdem fast nicht mehr Stricken oder Häkeln, obwohl sie das sehr gerne tut. Ich bin richtig beschämt, glaubt es mir!

Jedenfalls war der Schal immer schön, ist es auch noch, aber es war eben ein Hauch von nichts. Zwar wunderbar weich, aber nicht wirklich warm. Und ich trage Schals immer um es warm zu haben, nicht als Deko.
Also sind wir zusammen losgestapft, haben passende Wolle gekauft und ich hab losgestrickt. Das hat ewig gedauert, weil es unglaublich feine Wolle ist, und dann mussten die beiden Schals ja auch noch aneinander befestigt werden. Aber gestern ist er fertig geworden, und ich bin richtig glücklich! Denn schön ist er immer noch, aber nun auch noch warm und eine Symbiose aus Mutter-Tochter.  :) 

 


30. November 2012

Strickschal und Fleece!

Ich habe endlich mal wieder die Nähmaschine angeworfen (dafür steht sie die nächsten Tage wohl auch nicht still, zwei Geschenke wollen noch genäht werden!) und dabei auch für mich eine Kleinigkeit gemacht.

Die absolut kreative und sehr hübsche Jestil hats vorgemacht, und ich mache es nach: Einen gestrickten Schal füttern. 

Der Gute ist schon etwas älter und ebenfalls aus dem Wollvorrat meiner Oma. Gezeigt hatte ich ihn hier schonmal.

Leider hat er sich aber über die Zeit ein wenig ausgeleiert und ist nun ziemlich weit. So also, dass man bei dreimal umwickeln erstickt, und bei zweimal pfeift es um den Hals. Ich bin nämlich jemand, der Schals gerne eng am Hals trägt. Deshalb habe ich mir von Jestils Idee erhofft, dass er etwas wärmender wird. Bin also beim sowieso fälligen Stoffeinkauf ein wenig umhergeschlendert und habe ein wenig grauen Fleece mitgenommen, der schööön weich ist.



Natüüüürlich reichte die Länge des Fleece nicht genau und ich musste noch ein paar cm dazwischennähen, aber wurscht. Ich hab also erstmal den Fleece zu einem eigenen Loop genäht, sozusagen.
 


Dann den rechts auf rechts Spaß - schwierige Entscheidung, welche Seite vom Schal sichtbar bleiben soll! - die Kanten vom Fleece umgeschlagen und grob festgesteckt.

 



Und festgenäht! Wer etwas mehr mitdenkt als ich, der hat vielleicht das Problem nicht, was mich erfreut hat: Ich hab die Nadeln so in den Stoff gesteckt, dass der Strick oben war. Was zum Nähen natürlich absolut gar nicht geht, weil das Füßchen in den wuschigen Maschen immer hängenbleibt. Ich musste also vor jeder Nadel anhalten und von unten rausziehen ... gar nicht so leicht!

 


Probegetragen wird er noch, und ich hoffe sehr, dass er nun "dichter" ist :) 

Fragen am Freitag Nummer 9

Wie letzte Woche auch schon war Steffi
kreativ und hat sich fünf Fragen für alle ausgedacht, die Lust haben sich daraufhin eine Kamera zu schnappen und durch ihre Bleibe zu rennen um die Antworten fotografisch festzuhalten. Hatte ich. Los gehts!

1) Was war schön diese Woche?

Der Weihnachtsmarkt in Dortmund! Viiiele schöne Lichter, eine tolle Atmosphäre, dank Dortmund-Spiel schön leer, leckere Sachen zu essen und tolle Tassen! (Die hab ich gekauft!)



2) Was doof?

Das Wetter, bis auf diesen Himmel hier. Sonst war es nämlich nass-kalt mit viel Fisselregen und grau. Gut, dass der November morgen vorbei ist! Dann wünsche ich mir Frost und Sonne! Optional auch Schnee, aber mal sehen.



3) Was kochst du bald?

Bald= heute? Heute Abend wird es Fischstäbchen und Kartoffeln geben. Nichts besonderes, nene. Aber lecker!

 

4) Backst du schon oder nascht du noch gekauftes?

Unser Backofen ist mit genau EINEM Rost ausgestattet. Letztens habe ich irgendwo ein Blech gekauft, nun haben wir immerhin EIN Rost und EIN Blech. Trotzdem sind Keks-Back-Sessions damit nicht soo toll. Deshalb futtere ich im Moment gekauftes. Eine Ladung Marzipan-Kekse hatte ich schon, die waren aber nach zwei Tagen alle. 
5) Ein Traum?

Ich habe beinahe schon alle Weihnachtsgeschenke fertig! Noch ein bisschen nähen und stricken, dann ist es erledigt! Das ging unglaublich fix dieses Jahr, und hat mir dazu noch super viel Spaß gemacht, weil ich so viel selbst gemacht habe.
Zwar nicht gefragt, aber trotzdem spannend: Gestern ist hier in Dortmund eine Bombe gefunden worden, ausm Krieg! Aufregung Kinders, ich sage es euch! Evakuierung, alle Einsatzkräfte aus den umliegenden Städten, ein riiiesen Trara. Bis halb zwölf haben wir den Live-Ticker der Ruhrnachrichten verfolgt, dann waren wir zwar immer noch total gespannt und neugierig, aber angesichts des um sechs Uhr klingelnden Weckers haben wir uns zusammengerissen und die Äuglein zu gemacht. Es ist auch alles gut gegangen, sie haben die Bombe entschärft bekommen. Aber spannend!