15. Juni 2019

Babystrick

Hallo ihr Lieben,

lange habt ihr aus der Kategorie "Wolliges für kleine Würmchen" nichts hier gesehen. Das heißt aber nicht, dass es das nicht gibt! Noch immer verarbeite ich Reste so zügig wie es geht, und da Reste = eher kleine Mengen wird es oft auch kleine Kleidung. Ich sammele dann immer ein bisschen die Fotos damit ihr mehr zu sehen habt und ich mehr zum zeigen. Also, aufi?


Nach meinem Teststrick der Oldschool Bonnet von Sophia war ich ziemlich verzückt von dem süßen Muster. Es lag noch ein Rest Garn in Creme bei mir herum, aus unbekannter Quelle. Die Menge dürfte in etwa passen (25-30g reichen üblicherweise aus), also hatte ich die Mütze schnell gestrickt. lediglich die letzte Runde vor dem Schließen der Spitze habe ich weggelassen weil das Garn langsam knapp wurde und der I-Cord ja noch dran musste. Hat alles gepasst, Garnrest weg, neue Mütze zum Verschenken da. Dieser Teil des Beitrags ist dann irgendwie Werbung, weil ich die ursprüngliche Anleitung im Rahmen des Testens bekommen habe.


Auch für dieses Set habe ich ein paar Reste verwertet, drei verschiedene Knäul, eins davon ohne Banderole. Vom Farbton wusste ich gleich, dass die zu einem gemeinsamen Projekt werden wollen, die Stärke war auch in etwa gleich. Ein bisschen auf Ravelry gestöbert und zuerst die Hose gestrickt, dann war sogar noch genug für eine Mütze übrig. Diese habe ich nach der Gratis Anleitung Débutant Baby Set gestrickt und einiges verändert: Ursprünglich soll eine lange Kette Maschen angeschlagen und dann wieder abgekettet werden und in der Mitte dieser Maschen dann der Faden neu angestrickt werden um die Mütze zu formen. Das war mir zu doof, weshalb ich die Mütze erst so gestrickt und später einen I-Cord als Bänder dran gestrickt habe. Der leichte Zipfel an der Spitze der Mütze wird durch abketten von Maschen geformt und dann später alles zusammen genäht. Auch hier habe ich bisherige Erfahrungen genutzt und stattdessen Wendemaschen gestrickt und die Maschen per Maschenstich zusammen genäht. Wird schöner und ergibt keine dicke Wulst, auf der der Kinderkopf dann liegen muss.


Auch die Hose ist nach einer Gratis Anleitung entstanden, der "Knitted pants for babies". Die Hose kam ja vor der Mütze, und weil ich mir dachte, das es vom Garn her ganz nett aussehen könnte, hatte ich das dunkle Braun für die Bündchen geplant und wollte die Hose selbst mit Streifen ausstatten. Ich mag auch die Struktur, die dadurch entstanden ist, da das Garn mit den bunten Sprenkeln etwas knubbeliger ist und sich somit hervorhebt.


Auch hier habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: Statt die Zunahmen im Schritt in einem geraden Block zu gestalten, habe ich sie weiter werden lassen, was man auf dem Bild ein bisschen erahnen kann. Ich finde das optisch einfach schöner, und eigentlich bedeutet es auch nicht viel Umdenken: Es werden Maschenmarkierer zu Beginn und Ende von sechs Maschen gesetzt, und anstatt immer vor und nach dem Maschenmarkierer zuzunehmen, wird es nach und vor gemacht, sodass die neuen Maschen innerhalb dieser Markierer liegen. Das klingt komplizierter als es ist, versprochen!


Und weil sich dieses Set so schön flott stricken ließ, habe ich vor der H+H direkt ein weiteres angeschlagen, um auch wirklich die letzten und kleinsten Rest zu verbrauchen. Hie rkönnt ihr den veränderten Spickel auch besser sehen, im einfarbigen und schlichten Garn. 


Ein bisschen abgefahren sehen die unregelmäßigen Streifen ja schon aus, aber mir gefällt es, und das Kind kann sich ja nicht dagegen wehren, hehe. Aber verschenken werde ich die wohl nicht, das genügt meinen Ansprüchen nicht.


Das passende Mützchen dazu ist ein bisschen schlichter und gefällt mir auch sehr gut. 
Alle Projekte habe ich auf meinen Hiya Hiya Steels gestrickt mit 4,5er Nadeln. Ich bin bisher wirklich sehr zufrieden mit diesem Nadelset und froh, dass ich es mir zu Weihnachten gewünscht habe. 

Wer möchte, kann die einzelnen Teile auch bei Ravelry finden. 


Happy knitting, 

Julia

7. Juni 2019

Update No. 41

Hallo ihr Lieben,

es wird dringend mal wieder Zeit für ein Update, ich habe ja selbst schon das Gefühl, keine Ahnung mehr zu haben was ich mache und in nächster Zeit machen möchte. Also flugs in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft blicken!



Neu im Schrank



Die Shorts, die im letzten Beitrag noch ein kleiner Stapel Schnittteile war, ist mittlerweile genäht. Leider gefällt mir der Sitz an mir gar nicht, sodass ich aktuell noch versuche, sie an jemand anderen los zu werden. Aber da der Stoff vom Tauschtisch kommt und mich somit nichts gekostet hat, kann ich die verlorene Zeit auch gut verschmerzen. Dafür habe ich mich anhand dieses Schnittes und der Probehose mal ausgiebig mit dem Pants Fitting Guide von Gina Renee auseinander gesetzt und ein paar kleine Änderungen am Schnitt vorgenommen. Mal sehen, ob damit das nächste Exemplar besser sitzt! Genug Stoff für eine zweite Variante habe ich auf jeden Fall noch.
Oben rechts in der Ecke, leider ein bisschen dunkel, könnt ihr ein Experiment in Sachen Nachhaltigkeit erspähen: Ich habe mir Slipeinlagen genäht. Mal sehen, wie das so funktioniert, bei Interesse kann ich gerne genauer berichten. 


Danach habe ich zur Auflockerung erstmal drei Jerseystoffe in Shirts verwandelt: Zwei kurze für den Freund und ein Longsleeve für mich sind daraus entstanden. T-Shirts nähen sich ja immer nach dem selben Muster und sind für mich etwas sehr entspannendes, die lassen sich gut mal so zwischendurch weg nähen. Besonders wenn wie in diesem Fall zwei Shirts dunkelblau sind (eins ist in der Wäsche) und deshalb mit demselben Garn genäht werden. Dann kann ich die Schritte immer doppelt machen: Zweimal Schulternähte, zweimal versäubern, zweimal bügeln. Usw. Muss ich die Nähmaschine auch nicht dauernd umstellen zwischen den Sticharten. 


Danach habe ich mir dann eine neue Jacke genäht. Seitdem ich Khaki für mich als Farbe entdeckt habe, sind so einige Hosen und auch eine Jacke in dem Farbton entstanden. Die zusammen gehen natürlich gar nicht. Zu meinen grünen Hosen habe ich also faktisch keine Jacke für die aktuellen Temperaturen, die sich schließen lässt. Nur Jeansjacke und eine andere offene. Deshalb musste eine neue her, blau sollte sie werden und ich hatte tatsächlich alles an Material in meinem kleinen Vorrat, das will schon was heißen. Die Jacke ist mittlerweile fertig und wartet auf ihren ersten Auftritt. 


Außerdem ist irgendwo dazwischen ein zweites Ogden Cami entstanden, aus zwei verschiedenen Resten. Die Idee kam mir, als ich überlegt habe ob ich noch etwas für die 12 aus dem Stoffregal Challenge nähen kann. Leider passte es zeitlich dann gar nicht mehr und ich konnte das Teil nicht dazu beitragen. Aber genäht habe ich es natürlich trotzdem, nur eben später; mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.



Auf den Nadeln


Hauptsächlich habe ich in den vergangenen Wochen am Kontrast Sweater gestrickt. Der Körper ist fertig, der erste Ärmel auch fast. Viel davon habe ich bei den Stricktreffs in Hiltrup geschafft, die einmal im Monat am ersten Samstag und ersten Dienstag stattfinden. Super um zu quatschen und nebenher glatt rechts in Runden zu stricken! Ihr seht auf dem Bild auch meinen Trick um Maschen davor zu bewahren, von der Nadel zu rutschen: Ein Kordelstopper drüber und gut ist. Keine etwas überteuerten Nadelstopper nötig ;)


Die Restesocken haben auch ein bisschen Zuwendung bekommen, aber nur minimal. Ist ja auch irgendwie nicht mehr so spannend, die zweite Socke, und anziehen kann ich sie in nächster Zeit erst recht nicht, also kann ich die ganz entspannt liegen lassen.


Tja, und irgendwann vor ein paar Tagen hat mich die Langeweile bei all den glatt rechts Projekten gepackt, ich habe ein paar Einzelknäul und Garnproben zusammen gesucht und einen kleinen Pullover angeschlagen. Herrlich, das mehrfarbige Stricken, ich liebe es einfach! Die Muster habe ich selbst zusammengestellt, mal sehen, wie es am Ende aussehen wird. Ich folge grob den Maßen eines Pullovers für Kinder im Alter von 1-2 Jahren, mal sehen, ob das klappen wird.


Unter der Nadel


 An meiner Nähmaschine arbeite ich gerade an einer Hose Wrapped aus diesem tollen längs (!) gestreiften festen Jersey. Der Stoff hat mich total begeistert, erst wollte ich ihn für ein Kleid haben, fand ihn dann aber doch ein bisschen zu viel des Guten. Dann kam die Idee mit einer Hose und der Stoff war bestellt. Und dann kam einiges zusammen: Die Hose Wrapped wollte ich sowieso schon länger mal ausprobieren, also habe ich sie mir bestellt als Schnittduett eine kleine Rabattaktion gestartet haben. Wenige Tage später haben sie dann zur Feier des 2jährigen Jubiläums dieses Schnittes einen Sewalong gestartet, an dem ich jetzt natürlich hoch motiviert teilnehme. Der Schnitt ist bereits abgeändert und abgepaust sowie zugeschnitten, es kann also bald losgehen!
Oben rechts habe ich das nächste große Strickprojekt geteasert. Maschenprobe ist schon gemacht, sobald also der Kontrast Sweater fertig ist, geht es hier weiter


Bei meiner Stash-Vorstellung im letzten Update habe ich euch untere anderem diesen gestreiften Sommersweat gezeigt, von dem ich aus irgendeinem mir unerklärbaren Grund nur einen halben Meter bestellt habe. Noch dazu rollt er sich total ein an den Schnittkanten .. nun habe ich überlegt, ihn vielleicht mit diesem blauen Rippenjersey zu einem Shirt zu kombinieren. Sieht maritim-sommerlich aus, oder? Mal sehen, was mir dazu noch einfällt und welcher Schnitt es wird. Aktuell favorisiere ich das Mittsommer von Lotte&Ludwig, aber da soll es bald ein Update zum Schnitt geben, wäre natürlich ungünstig den alten vorher noch zu nähen ...


Neuzugang


Der ursprüngliche Grund für die Stoffbestellung bei der der oben gezeigte Streifenjersey mitkam, war das geplante Hochzeitsgastkleid. Hierfür habe ich einen gemusterten Jersey ausgesucht, ich bin sehr gespannt. Zwei Hochzeiten stehen im Juli an, dafür möchte ich dieses Kleid gerne nähen. 
Die Sockenwolle daneben hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Eine Freundin vom Stricktreff wurde zu einer Haushaltsauflösung eingeladen, hat dort Unmengen Wolle angetroffen, nur einen Bruchteil mitgenommen und trotzdem noch für jede Frau im Stricktreff ein, zwei Knäul Sockenwolle übrig gehabt. Die Farben passen super zu meiner Mama und gefallen ihr, also bekommt sie wohl ein weiteres Paar Socken wenn es wieder kälter wird. 


So weit zu meinen aktuellen, vergangenen und zukünftigen Projekten. Und bei euch so?
Verlinkt mit Maschenfein


Happy sewing, happy knitting, 

Julia

5. Juni 2019

Hinterland Dress am Strand von Teneriffa

Hallo ihr Lieben,

neben meinem Boxy Pullover habe ich im Urlaub auf Teneriffa noch einiges mehr fotografieren lassen, aber bisher passte das Wetter einfach nicht, um die Sachen zu zeigen. Aber da ich ja wusste, dass der Sommer schon noch kommen wird (auch wenn zwischendurch Zweifel aufkamen - ja, ich meine dich, Mai!) habe ich geduldig gewartet. Ich hätte auch immer noch zwei, drei Sachen, die eher zur kühleren Jahreszeit passen. Aber die warten dann einfach bis zum Herbst. 
Fokus!

Für den Urlaub wollte ich mir unbedingt noch ein, zwei Sommerkleider nähen (zwei sind es geworden) weil ich mich so, so sehr darauf gefreut hatte. Nach acht Jahren der erste Sommerurlaub mit dem Freund, das wollte zelebriert werden. Und wie sonst zelebriert eine Handmaid als mit neuer, selbst gemachter Kleidung? Eben. 


Und wenn schon feiern, dann auch richtig. Neue Schnitte kaufe ich mittlerweile nur noch selten, weil ich eine ganz gute Grundbasis habe und lieber mal ein bisschen mit einem vorhandenen Schnitt experimentiere, als einen neuen zu kaufen. Manchmal überzeugen mich aber Schnitte auch sofort, landen auf meiner Liste und warten dort auf ihre Gelegenheit. Dies war nun mit mittlerweile vier Schnitten passiert, sodass sich das Online Plotten auch lohnte und ich das Kleben und Ausschneiden vermeiden konnte. Ein paar Tage später waren die A0 Bögen bei mir und ich habe fleißig abgepaust. In diesem Fall das Hinterland Dress von Sew Liberated, bei dem mich die Bilder sofort umgehauen haben. Genau mein Stil, locker, lässig, trotzdem schön. Gekauft!


Ich habe mir eine Größe 12 zugeschnitten, da muss man es bei dem weiten Schnitt aber nicht ganz so genau nehmen. Vermutlich sind Schultern und/oder Oberweite die Knackpunkte auf die man achten und sicherheitshalber nochmal am Schnitt messen sollte, wenn man sich unsicher ist. Ich bin mit der Größe jedenfalls sehr zufrieden, weiter hätte es aber nicht sein müssen. 


Der Schnitt kommt mit mehreren Varianten daher: Keine Knopfleiste, Knopfleiste nur im Oberteil oder durchgehend. Keine Ärmel, kurze oder 3/4. Bindeband in der Taille oder nicht. Wie ihr seht, habe ich mich für kurze Ärmel, Knopfleiste nur im Vorderteil und kein Bindeband entschieden. Ein Sommerkleid eben, schön luftig und nicht einengend, ein bisschen Knopfleiste für die Optik. Hatte ich erwähnt, dass das Kleid Taschen hat? Großer Pluspunkt! Den Rock habe ich auch ein bisschen verlängert, um 3 cm insgesamt. Letzlich habe ich aber 7 cm wieder abgesäbelt, also eigentlich um 4 cm gekürzt. Das ist selten bei mir! 


Die Anleitung zum Schnitt fand ich sehr gut gemacht und verständlich. Lediglich ein einem Punkt hat es bei mir gehakt und tut es immer noch. Für den Halsausschnitt wird ein Streifen aus dem Stoff zugeschnitten, der wie ein kleiner Schrägband-Beleg angenäht und nach innen geklappt wird. Irgendwie fehlte mir da ein Schritt, hätte ich der Anleitung gefolgt, hätte ich locker doppelt so breit absteppen müssen wie aktuell. Das sieht aber weder schön aus, noch ist es bei den Beispielen auf der Website so. Ich habe den Streifen also ordentlich verschmälert und gehe mal davon aus, dass es auch irgendwie so gemeint war und ich es nicht richtig verstanden habe. 
Die meisten Schnitteile werden hier übrigens vor dem Zusammennähen versäubert. Das geht mit meiner Nähmaschine immer so semi gut, die hat ne ganz gute Fadenspannung und danach ist die Nahtzugabe auf jeden Fall etwas schmaler als vorher, weil alles sich ein bisschen zusammenzieht. 


Das traumschöne Stöffchen ist übrigens Double Gauze von Atelier Brunette, bezogen über Junidesign. Dort ist sie aktuell ausverkauft, aber sicherlich findet ihr sie auch noch in anderen Shops die Stoffe dieser Marke verkaufen. Ich habe mich sofort in den Farbton verliebt, der hier sehr schwer wiederzugeben ist. Eigentlich wie Rotwein, mit hübschen goldenen, unregelmäßigen (!) Punkten. Statt der geforderten 3,2 Meter habe ich übrigens nur 2 Meter bestellt - und bin bequem hingekommen. Sowas macht mich ja immer ein bisschen wütend, denn gerade wenn der Stoff etwas teurer und besonders ist, will man weder große Mengen übrig haben, noch unbedingt etwas weiteres daraus nähen. Und ich musste beim Zuschnitt noch ein bisschen puzzlen, etwa 2-3 cm von der Stoffkante entfernt sind nämlich keine Punkte, sondern das Schleifenlogo von Atelier Brunette im Goldfaden aufgestickt, und die Schleifen wollte ich auf meinem Kleid nun wirklich nicht haben. 
Noch ein kleiner Nachhaltigkeitstipp: Für das Annähen der Knöpfe habe ich die Fäden verwendet, mit denen ich zuvor die Rockteile gerafft hatte. Yay!


Das Kleid erfüllt jedenfalls absolut seinen Zweck. Der Stoff ist schön luftig und trotzdem ist man gut angezogen, in den Taschen lässt sich das wichtigste verstauen und Variationsmöglichkeiten bietet der Schnitt auch. Sicherlich werde ich den nochmal nähen. Ich kann mir diesen Schnitt auch toll aus Leinen vorstellen ...

Mit dem Blick in diesen traumhaften Sonnenuntergang und großem Fernweh verabschiede ich mich für heute und hoffe, dass niemand meinen Sonnenbrand an diversen Stellen bemerkt hat. Gemein, wenn es beim Wandern auf fast 2000 Metern plötzlich viel sonniger und wärmer ist, als gedacht. Ton in Ton mit dem Kleid, oder so ...

Mehr schöne Kleidung von Frauen gibt es wie immer am ersten Mittwoch heute beim Me Made Mittwoch!


Happy sewing, 

Julia

2. Juni 2019

Me Made May 2019

Hallo ihr Lieben,

hiermit melde ich mich zurück aus der Versenkung. Wie in jedem Jahr macht mir die Me Made May Aktion total viel Spaß, aber der Blog bleibt dahinter zurück. Täglich die Überlegung, was ich anziehen möchte plus ein Foto, das reicht mir eigentlich schon. Jedes Jahr wieder bin ich überrascht, dass ich keine Lust habe zu bloggen. Hoffentlich hält die Erinnerung bis zum Mai 2020, dann kann ich mich direkt darauf vorbereiten. 

Wie in 2017 und 2018 (1 + 2)   auch schon, habe ich die Bilder, die ich auf Instagram geteilt habe, auch für euch hier nochmal zusammengestellt. Also, macht euch bereit für einen Monat voll selbst gemachter Kleidung in täglich wechselnden Outfits. 








 01. Mai 2019 - Nach dem Frühdienst habe ich mich mit Freunden zum Grillen getroffen. Der Tag war also voll und ich konnte kein Bild mit der Kamera machen, sodass es ein Handy Bild geworden ist, dass mir dann auch prompt bei der Erstellung meiner Collagen verloren ging. Also gibt es das Bild alleine, ganz für sich. Ich habe meine Ludwig Lässig Hose mit dem Mandy Boat Tee kombiniert, dazu einen uralten Schal aus Sockenwollresten.


02. Mai 2019 - Der Mai wurde nicht informiert, dass er eigentlich den Frühling einläuten soll. Also habe ich weiter Strick getragen, in diesem Fall den Flax light mit frisch abgeändertem Halsausschnitt sowie meine Ginger Jeans.
03. Mai 2019 - Und am nächsten Tag den zweiten abgeänderten Pullover nach einer Anleitung aus der Lamana. Dazu Shorts, Leggings und Wollsocken. Wüsste man nicht, dass es Mai ist ...
04. Mai 2019 - Es bleibt beim Zwiebel Look. Mit Kleid nach einem Pullover Schnitt, dem Megan Longline Cardigan und Strumpfhose.
05. Mai 2019 - Nach der Arbeit habe ich meine Eltern besucht, dafür darf man sich ja auch gerne etwas schicker machen. Trotzdem den Cardigan drüber ...


05. Mai 2019 - Das Kleid nochmal in Einzelansicht. Ist einfach zu schön, um es unter dem Cardigan zu verstecken. 
06. Mai 2019 - Ich habe mal eine neue Kombination ausprobiert: Der Crescent Rock und dazu mein weinroter Bloom Pullover. So ganz überzeugt bin ich davon aber nicht. 
07. Mai 2019 - Auch das heutige Outfit gibt es zwei Mal, damit man alles gut sehen kann. Für den ersten Nachtdienst des Monats habe ich mich sowohl in Lieblingsklamotten als auch warme Strickjacke geworfen: Latzkleid Cleo, darunter ein Shirt Agnes und der Loppa Cardigan.


08. Mai 2019 - Im Nachtdienst muss es bequem und warm sein, selbst im Hochsommer wird mir ab 3 Uhr kalt. Also nochmal Strick, mein neuer Boxy Pullover, dazu Ginger Jeans und Katzensocken
09. Mai 2019 - Keine Lust auf ein neues Outfit, also habe ich das "Obendrüber" abgelichtet: Jacke Carol, das Raupe Nimmersatt Tuch und meine neue Mütze Expelliarmus
10. Mai 2019 - Nachtdienste sind vorbei, erster freier Tag des Tages! (Also, nachdem ich geschlafen habe, also eigentlich nur ein freier Nachmittag). Den habe ich dementsprechend auch hauptsächlich zuhause verbracht, nur für den Einkauf die Ginger Jeans und Bloom Pullover aus Resten. 
11. Mai 2019 - Zum Spielenachmittag bei Freunden ein Kleid, meine Geheimwaffe wenn ich weiß, dass ich viel sitzen muss. Nix kneift und ich kann jegliche Sitzposition einnehmen. Da ich gerne im Schneidersitz und Co sitze, ist das wichtig! :)


12. Mai 2019 - Muttertag! Mit Freundinnen war ich zu einem Zoo Brunch, der war leider nicht so toll wie es klingt. Unglaublich teuer und das Angebot eher minimalistisch. Trotzdem habe ich mich dafür in eine Granville Bluse geworfen, zusammen mit der Port Trousers ein gutes Outfit für einen vollen Tag. Nach dem Brunch ging es nämlich zur Mama, mit ihr (und dem Papa) habe ich den restlichen Tag verbracht. 
13. Mai 2019 - Da war das Wochenende schon vorbei, los ging es in die nächste Runde Arbeit. Dazu gab es Wollsneakers, Leggings und mein Rosa Kleid.
14. Mai 2019 - Die Socken sind geblieben, dafür kam die sommerlich mint farbene Ludwig Lässig hervor und dazu das Agnes Shirt und ein euch noch nicht gezeigtes Tuch aus Musslin. 
15. Mai 2019 - Statt wie in den Jahren zuvor ab Mitte Mai langsam Sommersachen einzustreuen, trage ich weiter Strick. Es will einfach nicht warm werden. Zur Ginger Jeans gibt es ein Agnes Shirt und darüber den Winterfell Cardigan.


16. Mai 2019 - Die Hosen wiederholen sich natürlich schneller als die Oberteile. Also wieder Sneakersocken, Leggings, Chataigne Shorts und mein Baumwollpullover
17. Mai 2019 - Genau einen Monat vor meinem Geburtstag trage ich das Geburtstagskleid vom letzten Jahr. Und weil es weiterhin kühl bleibt, darüber den Featherweight Cardigan mit Zopfmusterblende. 
18. Mai 2019 - am Wochenende gab es endlich ein bisschen Sonne. Die haben wir genutzt und sind zu einer Radtour aufgebrochen. Getragen habe ich dazu die Frohnatur Latzhose und ein euch noch unbekanntes Shirt. 
19. Mai 2019 - Weiter Sonnenschein, also durfte das erste Sommerkleid an die Luft, wenn auch mit Leggings drunter, denn so richtig warm war es doch nicht.


20. Mai 2019 - Für einen ganz normalen Montag habe ich meine Port Trousers in khaki und dazu das Karo Granville Shirt angezogen. 
21. Mai 2019 - Mein neues Lieblingskleid, euch noch unbekannt (aber nicht mehr lange, Beitrag ist in Arbeit). 
22. Mai 2019 - Ebenfalls neu, und zwar sehr, ist dieses königsblaue Cleo Latzkleid. Darunter trage ich mein Fräulein Lenz Shirt. 
23. Mai 2019 - Auch die zweite Runde Arbeit geschafft, 11 Tage am Stück sind doch immer auch ein bisschen ätzend. Und nachdem der Mai bisher nur 3 freie Tage hatte, war ich richtig euphorisch. Deshalb wurde nach dem Frühdienst der Pullover schnell gegen ein Top getauscht, dass ich zwar schon im März genäht, euch aber noch nicht gezeigt habe. Dazu die Port Trousers.


24. Mai 2019 - Freie Tage werden bei mir meistens ziemlich voll gepackt. Heute stand ein Frühstück mit Freunden an, später dann kleine Stricktreff. Dazu nochmal Port Trousers und das Tulip Tank Top, weil ich natürlich an freien Tagen die Sachen tragen muss, die auf der Arbeit nicht gehen. 
25. Mai 2019 - Morgens wurden Badezimmerpläne geschmiedet, Nachmittags gebouldert und Abends ein Geburtstag gefeiert. Dort bin ich dann in Ludwig Lässig Hose und ärmellosem Granville Shirt aufgekreuzt.
26. Mai 2019 - Den Sonntag habe ich genutzt, um in Dortmund eine Studienfreundin zu besuchen. Später haben wir ein kleines Konzert besucht, also habe ich mich ein bisschen in Schale geworfen: Zur Ludwig Lässig (bequem und schick!) trage ich Bluse Elsa und darüber die Jacke Lupin. 
27. Mai 2019 - Ich versuche weiterhin, den Sommer herbei zu locken und trage mein Waldemar Kleid zusammen mit Leggings.


28. Mai 2019 - Versuch fehlgeschlagen. Deshalb nochmal Ginger Jeans und dazu Strick, wenn auch in Form von Leinen und kurzärmlig, das Morning Mist Tee.
29. Mai 2019 - Ein Beitrag der anderen Art: Beinahe täglich nutze ich diese Taschen, also müssen auch sie Erwähnung finden. Links der größere Vicky Backpack für Tage, an denen ich viel herumtrage, daneben der Delari Rucksack mit weniger Fassungsvermögen und darüber die Edda Bag für den kleinen Einkauf.
30. Mai 2019 - Ein letztes Mal warm und langärmlig: Ein neues Agnes Shirt, dazu Cleo und mein Goosebumps Tuch.
31. Mai 2019 - Und mit dem Ende der Aktion kommt der Sommer. Weil ich aber wieder arbeiten muss, bleibt es halbwegs bedeckt: Hose Ludwig Lässig und dazu mein Mittsommer Shirt, wenigstens luftig und hell ist es.


Das war er, mein Mai in Outfits. Anders als in den Jahren davor habe ich jeden Tag etwas anderes angezogen, was ich sonst im Alltag nicht mache. So wollte ich mehr zeigen und  mehr ausprobieren, aber rückblickend werde ich das im nächsten Jahr nicht machen. Dadurch hatte ich echt viel Stress teilweise, und wenn mir eine Kombination gefiel, wollte ich sie gerne noch einen weiteren Tag anziehen. Im letzten Jahr habe ich oft mein Outfit und am nächsten Tag die dazugehörigen Accessoires gezeigt, die sind dadurch in diesem Jahr oft zu kurz gekommen. Mal sehen, wie ich es im nächsten Jahr handhaben möchte.

Ansonsten habe ich gemerkt, dass ich eigentlich super gerne kräftige Farben wie rot oder senfgelb trage, aber nur wenige Teile in diesen Farben habe. Vermutlich, weil es die selten in schlicht und schön gibt, als Stoff? Deshalb ist es oft blau/grau/schwarz hier.
Ich brauche auch mehr Sneaker-Wollsocken, die habe ich bestimmt den halben Mai getragen und nur drei Paar reichen da einfach nicht aus.

Abgesehen davon bin ich ganz entspannt durch den Mai gekommen. Es gibt noch einige Teile, die ich euch gar nicht gezeigt habe, dabei halte ich persönlich meinen Kleiderschrank schon für recht reduziert. Aber er wird auch weiter wachsen, dafür gibt es einfach zu viele schöne Schnitte und Materialien.

So, und nun zurück zu einem regelmäßigen Rhythmus hier! Danke fürs Durchhalten, wenn ihr bis zum Ende gelesen habt.

Happy sewing, happy knitting, 

Julia

27. Mai 2019

Rest- und kleine Stoffstücke sinnvoll verwerten

Hallo ihr Lieben!

Der Mai hat es ganz schön in sich. Irgendwie rast er vorbei, und ich frage mich, woran das liegt. Zwei Gründe habe ich gefunden: Der Me Made May raubt mir zumindest gedanklich ganz schön viel Zeit, sodass ich auf Bilder machen und Bloggen nur wenig Lust habe. Außerdem hatte ich bis Ende des Monats nur drei freie Tage, sodass ich die wenige Freizeit lieber mit Menschen oder den Hobbies direkt verbracht habe, anstatt darüber zu schreiben. 

So kommt es auch, dass ich für das aktuelle Thema der #12ausdemStoffregal Challenge leider kein fertiges Teil zu zeigen habe. Zugeschnitten ist es schon, aber ich kam einfach nicht zum Nähen. Trotzdem wollte ich etwas zur Challenge beitragen und habe daher mal ein bisschen zusammengesammelt, was ich alles bisher aus einem halben Meter Stoff (oder weniger) genäht habe. So gibt es zumindest ein bisschen Inspiration, denn ich persönlich bin immer sehr stolz, wenn ich auch kleine Stoffe noch sinnvoll verwenden kann. 


Kleidung

Die naheliegensten Dinge zuerst. Während es bei der Oberbekleidung ein bisschen knifflig ist, gibt es bei Unterteilen gleich mehrere Möglichkeiten, auch kleine Stoffe zu ihrem wohlverdienten Platz im Scheinwerferlicht zu führen. Ich nähe liebend gerne Shorts, die lassen sich sowohl im Sommer mit nacktem Bein, als auch im Übergang und Winter mit Strumpfhosen tragen. Es gibt super viele Schnittmuster, für ganz klassische Shorts, oder etwas sportlichere, die wiederum zur Kombination von Stoffen einladen, sodass auch die kleinsten Stücke verwendet werden können. 

Blogpost
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Außerdem bietet auch der Minirock eine einwandfreie Möglichkeit der Stoffresteverwertung. Da kann es sogar mit schmalen Stücken hinhauen, falls keine Taschen benötigt werden. Und wenn ihr nicht wie ich mit 1,80 Metern sowieso jedes Kleidungsstück verlängern müsst, könnt ihr vielleicht sogar einen normalen, etwas ausgestellten Rock aus einem halben Meter nähen. 
Gerade im Fall von kleinen Stoffstücken lohnt es sich auch immer, die Schnittmusterteile herumzuschieben und kreativ zu werden. Wäre eine zusätzliche Mittelnaht schlimm, anstatt das Teil im Bruch zuzuschneiden? Ist der Fadenlauf hier super wichtig, oder eher eine Empfehlung? Da eröffnen sich oft neue Möglichkeiten. 

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Ich hatte ja schon erwähnt, dass es bei der Oberbekleidung schlecht aussieht mit kleinen Stoffstücken. Das einzige, was mir eingefallen ist, sind Trägertops wie das Ogden Cami zum Beispiel. Der Körper wird nicht zusammn mit den Trägern zugeschnitten, sodass es mit einem halben Meter funktioniert. So ein Top wäre auch mein Beitrag für die Challenge gewesen ... 




Aber glaubt nicht, dass es nun nicht möglich ist, Oberteile aus kleinen Stoffstücken zu nähen! Denn ein ganz wichtiger Faktor fehlt bisher: Das Kombinieren von Stoffstücken. Für gemütliche Sweater mache ich das zum Beispiel total gerne, das bricht die große Fläche ein bisschen auf und sieht lässig aus. Geht genau so für Shirts, Longsleeves etc. Wer da (wie ich) nicht so befähigt ist in der Vorstellung ob es aussieht: Umrisse aufmalen, Buntstifte rauskramen und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zeichnen. Da wird mir immer schnell klar, was geht und was nicht.

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Als letzter Punkt der Erwachsenenkleidung bleibt noch die Unterwäsche. Da habe ich selbst noch keine Erfahrung mit, aber aus einem halben Meter lässt sich sicherlich sogar ein schönes Set nähen. 


Andere Möglichkeiten

Abseits von Kleidung stehen einem viele weitere Optionen offen. Habt ihr Kinder oder werdende Eltern im Bekanntenkreis? Babykleidung, eine Patchworkdecke oder Kuscheltiere sind schnell genäht und brauchen nur wenig Stoff. 

Wenn es keine Kinder im Umfeld gibt: Es gibt unzählige Gruppen, die für Sternenkinder und Frühchen nähen. Hier könnt ihr euch entweder aktiv beteiligen und mitnähen, oder die kleinen Stoffstücke spenden, da freuen sich die Ehrenamtlichen auch sehr. 

Kleine Geschenke sind sowieso oft gute Möglichkeiten für Stoffverbrauch. Ein Utensilo, gefüllt mit schönen Dingen, ein Leseknochen, Taschentuchhüllen. Vielleicht ein Kissenbezug?

Der aktuelle "Trend" zu mehr Nachhaltigkeit bietet ebenso super viele Möglichkeiten, kleine Stoffstücke zu verwenden. Macht doch mal Bienenwachstücher selbst! Das Bienenwachs könnt ihr online oder bei einem Imker bekommen, und Baumwollstoffe hat doch jeder noch im Regal. Oder ihr näht kleine Beutel und Säckchen, für Brötchen und Brot, Obst und Gemüse oder den Einkauf im Unverpackt-Laden. 

Und zum Schluss das, womit vermutlich jede/r Zweite seine/ihre Nähkarriere beginnt: Taschen und Täschchen. Endlose Möglichkeiten, auch immer ein gutes Geschenk, viel Platz für Kreativität. 

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Ich hoffe, mein kleiner Überblick hat euch ein bisschen inspiriert oder motiviert. Gibt es noch etwas, das ich vergessen habe? Was näht ihr am liebsten aus kleinen Stoffstücken?
Hoffentlich komme ich bald dazu, mein schon zugeschnittenes Top zu nähen und hier nachzureichen. Wäre doch zu schade drum!


Happy sewing,

Julia











12. Mai 2019

Update No. 40

Hallo ihr Lieben,

am Ende dieses Beitrags wartet noch ein kleiner Einblick in mein Stoff- und Wolllager auf euch, weil ich sonst nicht so viel Inhalt habe und es selbst mal interessant fand, alles auf einen Haufen zu werfen. Aber alles der Reihe nach. 


Neu im Schrank
 


Ist das nicht eine schöne Farb-Zusammenstellung? Hat richtig Spaß gemacht es auf dem Boden zu drapieren. 
Das Latzkleid war im letzten Update noch ein Stoffstück, ganz gemütlich habe ich in den vergangenen zwei Wochen daran genäht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. 
Die Mütze habe ich euch vor ein paar Tagen schon detailliert vorgestellt, die Anleitung dazu gibt es heute noch kostenlos! 
Und das Jäckchen habe ich auch fertig bekommen, nur hat das Garn leider nicht ausgereicht, da musste noch ein kleiner Rest herhalten für das letzte Stück Ärmel. Zum Glück gab es in meiner Knopfkiste dazu passend Knöpfe, und es sieht ganz stimmig aus. 
Bis auf die Mütze gibt es zu den fertigen Sachen natürlich noch eigene Beiträge, wo sie die volle Aufmerksamkeit bekommen.  



Auf den Nadeln


Nachdem ich die Zahl meiner Projekte endlich auf ein erträgliches Maß reduziert hatte, habe ich eigentlich nur noch an meinem Contrast Sweater gestrickt. Da sind aktuell die Ärmel abgeteilt, jetzt geht es erstmal gerade herunter bis zum Farbwechsel. Das Garn strickt sich unheimlich gut und das melierte macht mir viel Freude, auch wenn das Gelb für meinen Geschmack schon fast zu sehr gedämpft wird. Besser wäre vielleicht gewesen, nicht je einen Faden grau/gelb zu nehmen, sondern zwei gelbe und einen grauen. Dann wäre es aber zu dick geworden, also ... überlege ich gar nicht weiter herum. Ich liebe es trotzdem!


Und obwohl ich gerade nur wenig Lust auf die zweite Restesocke habe, sind die Maschen angeschlagen und die ersten Runden gestrickt. Mal sehen, wann mich da die Motivation wieder packt. 




Unter der Nadel


Vor kurzem hatte ich mir drei Schnittmuster gekauft und plotten lassen, die ich schon lange anhimmele. Dieses hier ist das letzte davon, die anderen beiden sind vernäht. Es ist die Palisade Pants von Papercut Patterns, ein Label, das ich bisher noch nicht vernäht habe. Dieses Taschen Schnittteil hat mir aber sofort eine riesen Freude bereitet, da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder?
Ich nähe die Hose erstmal als Shorts zum Testen der Passform, und dann würde ich gerne noch eine lange Variante nähen. 



Neuzugänge


Ich beschäftige mich ja schon länger mit Nachhaltigkeit, versuche Müll zu vermeiden wo es nur geht und hinterfrage mein Verhalten in vielen Dingen. Auch beim Nähen und Stricken kann ich vieles besser machen, und diese Knäule hier stellen ein Beispiel dar: Ich habe sie 2nd Hand gekauft, eine ganz neue Erfahrung! Bei ebay kleinanzeigen kann man sich in der App Suchen speichern, und wenn dann eine Anzeige passend dazu geschaltet wird, kriegt man Benachrichtigungen. Das hatte ich für die Suche "Lamana" gemacht, denn deren Garne kenne ich fast alle, mag sie alle und kenne auch viele der Farben. Das sind wichtige Kriterien für mich, denn Umtauschen geht bei so einer Plattform natürlich nicht. Schnell fand sich ein Angebot für diese 16 Knäul Cosma, die ich in genau der Farbe sogar schon zu einem Top verstrickt habe. Zack, gekauft, ein Projekt ist auch schon geplant und ich bin sehr glücklich mit dieser neuen Erfahrung. 
Habt ihr schon mal Garn oder Stoffe gebraucht gekauft? Erzählt doch mal!



Flash your Stash (Fotografiere deinen Vorrat)


Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf diesen Gedanken kam, aber er hat sich festgesetzt: Mal alle Stoffe und alle Garne zusammen fotografieren. Sieht hübsch aus und ist irgendwie auch interessant. Ja, und das habe ich dann jetzt gemacht.


Mit Ausnahme meiner Reststücke, die alle nicht mehr für ein Kleidungsstück geeignet sind, ist das alles an Stoff, was ich besitze. Und verplant ist eigentlich auch schon alles, wenn auch nicht unbedingt mit konkreten Stoffen. Wir gehen mal durch, von oben links nach unten rechts.
1+2) Sind Jerseys, daraus werden Shirts für den Freund.
3) Ein Fehlkauf, warum auch immer dachte ich ein halber Meter würde für irgendetwas sinnvolles reichen. 
4) Rippenjersey in dunkelblau, recht fest. Sollte ursprünglich ein Rolli werden, vielleicht kombiniere ich den aber auch mit dem rot-weißen Sweat zu irgendetwas.
5) Kuscheliger Sweat für einen Hoodie
6) Schwarzer Hosenstoff, wird eine Ginger Jeans
7) Ein Rest Denim, sollte mit etwas puzzlen für eine Shorts reichen
8) Gestreifter Jersey für ein Longsleeve
9+10) Feste Stoffe vom Tauschtisch, bestimmt jeweils vier Meter. Den grünen habe ich für die Shorts oben angeschnitten, aus dem blauen möchte ich dann die lange Hose nähen. Ansonsten reichen die Stoffe sicherlich noch für weitere Hosen oder Röcke.
11) Denim für eine helle Jeans
12) Kuscheliger Strick für einen Pullover

Ziemlich eintönig was die Farben angeht, und auch insgesamt eher dunkel und kalt von den Farben. Ich überlege gerade, woran das liegt, denn eigentlich mag ich ja viele Farben. Ich glaube einfach, es gibt selten genau die Töne, die mir gut gefallen, und dann auch noch möglichst ohne wilde Muster. Und dann wird es oft blau, grau oder schwarz. Schade, oder?


Und das hier ist alles, was ich an Wolle im Haus habe. Auch hier erzähle ich gerne, was ich da so mit vorhabe, bzw. was es ist. Gleiche Reihenfolge: Oben links begonnen, nach unten rechts. 
1) Cosma habe ich euch ja schon vorgestellt, wird ein Cardigan
2) Der geribbelte Cardigan, soll nun ein Pullover werden
3) Das petrolfarbene Garn soll zusammen mit den kleinen Strängen und dem mintfarbenen Knäul eine kleine Jacke werden
4) Der restliche obere rechte Bereich besteht aus Resten: Sockenwolle, bunt gemustert und einfarbig, und ein paar angefangene Knäule die noch keine Bestimmung haben.
5) Zwei dunkelblaue Knäul für einen eingeschlafenen Teststrick
6) Buntes Garn für einen Pullover
7) Die gewickelten Reste für meine zweite Restesocke
8) Alles rechts daneben ist Sockenwolle. Daraus werden Socken, Sachen für Kinder, mal sehen was mir einfällt. 
9) Bleibt noch das Garn für meinen aktuellen Pullover

So auf einem Haufen ist das dann doch ganz schön viel, irgendwie, jedenfalls in meinen Augen. Klar, andere haben einen ganzen Schrank voll, oder ein Zimmer, aber das passt halt nicht zu mir. Und erst recht nicht zur Nachhaltigkeit. 


In unserer Wohnung habe ich das Garn ein bisschen verteilt, weil es einfach keinen Platz gibt um alles an einer Stelle stehen zu haben. So sind die Sachen untergebracht. In dem Filzkorb die großen Mengen für Pullover und Cardigans, in dem Projektbeutel alles, woran ich aktuell stricke. Der Setzkasten beherbergt Reste von Sockenwolle für Babysocken. Die Schale das Garn für den aktuellen Pullover. Ein Glas mit einfarbigen Sockenwollresten, eines mit den kleinen bunt gemusterten. Und dann noch ein Korb mit den anderen Knäulen, die für konkrete Projekte bestimmt sind. 


Ui, das war wirklich aufregend, alles so zu sortieren und aufzuschreiben. Wie hat es euch gefallen? 



Happy sewing, happy knitting, 

Julia



Verlinkt mit Maschenfein

9. Mai 2019

Expelliarmus, Wingardium Leviosa und ein Zopf

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht ob ihr euch noch erinnert, aber Anfang letzten Jahres gab es ein ähnliches Ereignis wie heute auch: Ich habe euch all die gestrickten Mützen aus dem letzten Jahr gezeigt. Weil eine Mütze für einen ganzen Beitrag irgendwie zu wenig Inhalt ist, sammele ich da gerne, genau wie bei Socken auch. Und weil ich schon eine gute Auswahl an Mützen habe, kommt dabei auch gar nicht so viel zusammen, seit dem letzten Beitrag habe ich genau drei Mützen gestrickt, und die will ich euch heute mal näher vorstellen.



Die erste Mütze habe ich aus den Resten meines Boxy gestrickt (nochmal danke für all eure lieben Worte dazu ♥) weil ich noch gar keine rote Mütze besitze und sich Restgarn einfach super in Mützen verstricken lässt. Zuerst wollte ich eine ganz schlichte Beanie stricken, nach der bewährten Sockhead-Hat Anleitung. Dann dachte ich mir aber, warum es so einfach halten? Und habe selbst ein wenig probiert.


Dabei herausgekommen ist Expelliarmus, meine erste veröffentlichte Anleitung auf Ravelry. Oh man, ist das aufregend, wieso hat mir das keiner gesagt? Die Anleitung ist bis Sonntag noch kostenfrei und existiert eigentlich nur deshalb, weil ich fand, wenn ich mir schon selbst was ausdenke, kann ich es auch aufschreiben. Habe ich dann auch gemacht, auf Englisch und Deutsch, also könnt ihr selbst gerne auch loslegen. Ich würde mich bestimmt scheckig freuen, wenn ich da irgendwann ein angelegtes Projekt sehe...


Zurück zur Mütz. Sie beginnt mit einem doppelten Bündchen, für mich bei Mützen mittlerweile Standard, und entwickelt dann ein kleines schlichtes Muster aus Zacken bevor es später in Abnahmen übergeht. Ich habe sie bewusst lang gestrickt, denn zum einen sitzen sie dann immer gut, zum anderen kann ich jegliche Frisur darin unterbringen (Knödel, Zopf...). Für diese Mütze habe ich zum ersten mal Nadeln von Pony Needles ausprobiert, die gab es auf der H+H in so schön mützenfreundlichem Format: 3,25mm und 40 cm Rundnadel. Das Design fand ich ja sehr spannend, und am allerbesten, dass die Firma gerade auf Plastikfreie Verpackung umstellt. Dementsprechend waren Nadeln und Seil in kleinen Pappverpackungen, lobenswert. Dennoch sind die Nadeln bei mir schnell durchgefallen, als sich die Schraubverbindung mitten im Stricken gelöst hat, was ich zum Glück bemerkt habe bevor alles von der Nadel rutschte. Aber ab dem Zeitpunkt habe ich paranoid alle paar Maschen die Übergänge gecheckt, was das Strickerlebnis dann doch eher trübt. Es ist danach nicht wieder passiert, aber mein Vertrauen in die Nadeln ist ordentlich angeknackst.


Die Mütze habe ich größtenteils im Urlaub gestrickt, dementsprechend sind da viele schöne Erinnerungen mit reingeflossen. Und dort habe ich auch über einen potentiellen Namen nachgedacht. Schnell war ich in der Harry Potter Welt angekommen, ist das doch ein Ort, wo ich mich unglaublich wohl fühle, ähnlich wie in der Strickwelt. Kurz habe ich über verschiedene Charaktere nachgedacht, fand dann aber, dass es viel cooler wäre eine Mütze nach einem Zauberspruch zu benennen. Und in dem Moment hatte ich dann auch den Expelliarmus im Kopf, der ja im Film immer durch einen roten Lichtstrahl dargestellt wird und mit seiner Abwehrfunktion auch irgendwie was zackiges hat. Passt perfekt, fand ich. Was sagt ihr? Gefällt euch die Mütz? Würdet ihr sie vielleicht nachstricken? Wenn ja, teilt sie doch gerne mit dem #expelliarmushat, damit ich sie finde und mir einen Ast freuen kann.


Diese Mütze hier gibt es schon viel länger, seit letztem Herbst um genau zu sein. Gestrickt habe ich sie aus Resten, nach einem selbst erstellten Muster, weil ich auf Ravelry einfach nichts passendes finden konnte. Ihr könnt es vielleicht schon kommen sehen: Auch hier habe ich aufgeschrieben, was ich gemacht habe, und die Anleitung veröffentlicht. Auch in diesem Fall bis Sonntag kostenfrei.


Die Mütze ist ein wenig fester vom Material, was durch das mehrfarbige Stricken kommt. Trotzdem hat sie ein wenig mehr Länge als mein Kopf, ihr wisst schon, Zopf und so. Das Bündchen ist auch hier doppelt und nach innen gefaltet und zusammengestrickt. Ich bin immer noch sehr verliebt in dieses kleine Muster und könnte drölfzig Mützen stricken, wenn ich denn so viele Reste hätte.


Hach. 
Auch hier sollte es für die Namensgebung natürlich ein Zauberspruch sein. Und auch hier waren es schnell die Farben, die mir eine Idee gaben: Wingardium Leviosa ist ein Zauberspruch, der sicherlich vielen in Erinnerung bleibt. Hermine, die Ron die Betonung in einem ätzenden Klugschei*er-Tonfall beibringt, diese Szene habe ich quasi vor Augen, und dominant darin sind die Uniformen der Kids, die farblich ziemlich gut zu meiner Mütze passen.


Die Mütze hat mich jetzt durch einen Winter begleitet und sich sehr bewährt. Sockenwolle ist einfach Top für Mützen, so schön robust wenn sie tagsüber mal in der Tasche herumgetragen wird oder auf dem Rad Regen/Schnee/Sturm abbekommt. Ich mag meine Mütz!


Das Stricken dieser Mütze hat mir definitiv am meisten Freude bereitet. Mehrfarbiges Stricken ist mein persönlicher Held, da schlägt direkt das Herz höher und ich gerate in einen Flow. Wenn es dann noch so eingängie Muster sind wie dieses hier, dann ist so eine Mütze ratz fatz fertig. Probiert es doch mal aus!


Die letzte im Bande unterscheidet sich in mehreren Dingen von den anderen beiden: Ich habe sie nicht selbst entworfen, das Garn ist deutlich dicker und leider sitzt sie auch nicht so gut wie die anderen. Aber mal von vorne. 
Treue Leser wissen, dass ich die wohl schlechteste Garn- und Stoffkäuferin bin. Ohne konkreten Plan schaffe ich es nicht, Material zu kaufen, so sehr ich es auch will. Fast so geschehen bei einem kurzen Abstecher in Hamburg. Unbedingt wollte ich mylys besuchen, schlörte den Freund dorthin, nur um dann innerlich fluchend eine halbe Stunde durch den Laden zu schlendern weil ich zwar unbedingt etwas mitnehmen wollte, aber nicht wusste, was. Eher als Verzweiflungstat kam dann ein Knäul schöne grüne Wolle von De Rerum Natura mit, ein mir bis dahin unbekannter Garnhersteller.


Der Plan war, daraus eine Mütze passend zum neuen Mantel zu stricken, denn auch grün gibt es in meiner kleinen feinen Mützen-Sammlung ansonsten nicht. Zurück zuhause habe ich mich nach einer passenden Anleitung umgeschaut und mich schnell für den Traveling Cables Hat von Purl Soho entschieden. Die verschiedenen Zöpfe sind total schön, und die Anleitung ist umsonst. Im Urlaub mit meiner Mama und der Hundeschwester habe ich diese Mütze dann gestrickt, also auch hier: Beste Erinnerungen fest mit eingewoben.


Leider bin ich mit dem Sitz nicht ganz so zufrieden. Die Zöpfe ziehen das Gestrick ganz schön zusammen, die Mütze hat die Tendenz, nach oben hin abzurutschen. Sie ist außerdem ein bisschen länger, lässt sich aber nicht nach unten hin leicht einklappen, sondern steht so zipfelig hoch. Ich bin noch am überlegen, ob ich da mit ein paar Handstichen eine Falte fixiere, oder die Maschen nochmal aufnehme und die Mütze kürzer stricke, damit sie am Kopfende abschließt. Oder vielleicht verschenke ich sie auch an jemanden, der mit dieser Art Mütze etwas anfangen kann. Wobei mir das eigentlich zu schade wäre, denn sie soll ja ein Erinnerungsstück bleiben. Vielleicht habt ihr ja noch Ideen?


Das war sie, meine kleine Mützen-Modenschau. Welches Modell gefällt euch am besten? Habt ihr Lust, eines nachzustricken? Ich freue mich über euer Feedback!

Happy knitting, 

Julia

Ravelry
Expelliarmus: Projekt und Anleitung
Wingardium Leviosa: Projekt und Anleitung
Zopfmütze: Projekt