15. November 2018

Endspurt beim Novemberwetter Sewalong

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Hallo ihr Lieben,




jedes Jahr aufs neue bin ich überrascht vom schwindenden Licht im Herbst und habe Schwierigkeiten, Fotos für den Blog zu machen. Deshalb gibt es in dieser Woche leider keine Klamotte für euch, zumindest nicht an mir dran. Bald habe ich mich hoffentlich dran gewöhnt und es läuft wieder etwas flüssiger hier.

Weil es aber deutlich einfacher ist, eben schnell ein paar Bilder in der Wohnung zu machen, als ordentlich angezogen bei passendem Licht mit Stativ, Fernauslöser und Kamera an einer schönen Stelle zu stehen, teile ich heute meinen aktuellen Stand vom Novemberwetter Sewalong mit euch. Wir schauen, wie weit ich gekommen bin und was vielleicht bis zum Ende noch zu schaffen ist.






Schon beim letzten Mal hatte ich einen Stapel Decken und Laken für Frühchen präsentiert, die ich innerhalb der Gruppe Sternchennähen genäht habe. Kurz danach kam ja eine weitere Stoffspende bei mir an, mit vielen schönen großen Stücken. Also habe ich direkt weitere Decken und Bettlaken zugeschnitten und diese an zwei Nachmittagen genäht. 





Wenn es um die Anzahl der genähten Stücke im Rahmen des Sewalongs gehen würde, hätte ich wohl mit Abstand gewonnen, hihi. Insgesamt 48 kleine Decken und 24 Laken habe ich genäht und dabei viele schöne Stoffe in den Händen gehalten, die liebe Frauen mir überlassen haben. Wenn das nicht glücklich macht, was soll es dann?





Meine Latzhose ist fertig, juhu! Am hinteren Latz musste ich noch ein paar Änderungen vornehmen, ansonsten sitzt sie aber ganz zufriedenstellend. Auf dem Bügel sieht sie extrem breit aus an den Hüften, weil die Beine sich so zusammenklappen ... Tragefotos gibt es aber erst zum Finale, versteht sich von selbst, oder?


Tja, und dann habe ich rum überlegt, was noch zu schaffen ist bis zum Finale. Locker geplant hatte ich ja sowohl Shirts, als auch einen Cardigan. Die Entscheidung ist letztendlich der Bequemlichkeit zum Opfer gefallen: Der Schnitt für den Cardigan war schon abgepaust und erprobt, für die Shirts hätte ich erst kleben und ausschneiden müssen und vielleicht kein zufrieden stellendes Ergebnis erhalten. Der Cardigan hat also gewonnen und ist auch schon zugeschnitten. Hoffentlich bekomme ich ihn bis zur nächsten Woche noch fertig!


Happy sewing,

Julia



8. November 2018

November Wetter Sewalong - Zwischenstand

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Hallo ihr Lieben!

Nachdem mein letzter Beitrag doch eher von der längeren Sorte war, halte ich mich heute etwas kürzer. Beim aktuellen Zwischentreffen vom Sewalong soll es eine kleine Bestandsaufnahme geben, und die habe ich dann auch mitgebracht.

Die Frühchendecken sind bereits alle fertig, ich hatte die farbenfrohen Bilder im letzten Beitrag gezeigt, wer möchte, kann ja mal vorbei schauen. Ich war ja ganz erleichtert, dass ich den großen Stapel Stoff abgearbeitet hatte und nun nur noch kleinere Stücke für Kleidung übrig waren (davon aber auch eine Menge) ... und dann passierte das hier. 


Das Bild ist nicht schön, zeigt aber eine neue Stoffspende und in diesem Fall nur die Stücke, die wieder groß genug sind für Decken und Bettlaken. Es steht also ein weiterer Zuschneide-Marathon bevor. Ein bisschen freue ich mich ja, komme ich so dazu, ganz viele schöne Stoffe zu befühlen. 
 
Auch die andere Näharbeit aus der Kategorie Winzkleidung habe ich beendet. 

 





















Das Püppchen, dank Gendergedöns hauptsächlich in rosa gekleidet, hat nun schöne bunte und neutrale Sachen. Und eine Windel, die auch danach aussieht, anstatt eines dünnen rosa Schlüpfers. Ich hoffe, die Beschenkte freut sich darüber. Vermutlich aber eher die Eltern, da sie noch zu jung ist um zu verstehen, dass da jemand Kleidung für die Puppe gemacht hat. Ganz optimal sitzen die meisten Teile noch nicht, aber für den ersten Lauf sind ganz akzeptable Stücke dabei herumgekommen, finde ich. 


Und dann habe ich endlich angefangen für mich zu nähen. Die Latzhose ist schon fast fertig, nachdem ich eine Zwangspause machen musste. Das schwarze Garn war alle. Also ehrlich, schwarz und weiß sollte organisierte Hobby-Näherin doch immer da haben. Nun ja. Nachschub war zügig besorgt und jetzt fehlt der Latzhose nur noch der innere Bund, die Knöpfe und die Schnallen, dann bin ich fertig. Achso, die Po-Taschen fehlen auch noch, die mache ich immer erst ganz zum Schluss damit sie gut aussehen auf meinem Hintern. 
Auf dem Bild kann man es schon erahnen, ich habe nicht gemerkt, dass der Stoff eine Richtung hat wie Cord oder Samt und entsprechend verschieden zugeschnitten. Beim vorderen Latz sind die Seitenteile andersherum, was ja noch eigentlich gut aussieht. Leider ist die Hinterhose auch anders als die Vorderhose, was mich schon ein wenig ärgert. Ändern kann ich es aber nicht, also akzeptieren und als Designelement verkaufen. 

Ich bin zufrieden mit meinem Zwischenstand und hoffe, vielleicht noch ein Shirt nähen zu können im Rahmen des Sewalongs.


Happy sewing, 

Julia



7. November 2018

Parka für jedes Wetter aus Dry Oilskin

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Hallo ihr Lieben!

Der Wind und Wetter Parka von Lotte&Ludwig und ich, wir haben ja schon eine längere Beziehung. Drei mal habe ich ihn bisher genäht, zuerst als Sommerparka in grün, den ich bis heute noch unglaublich gerne trage, dann als Winterparka aus Wolle und Steppfutter; dieser musste aussortiert werden weil das Material nicht das hochwertigste war und langsam aufgab. Und dann habe ich auch noch einen Regenparka genäht, auch der wird eifrig getragen. 
Für den aussortierten musste aber definitiv Ersatz her. Dieses Mal wollte ich am Material nicht sparen, denn letztlich trage ich kein genähtes Kleidungsstück so oft, wie meine Jacken und Mäntel, und obwohl ich gerne so aufwändige Projekte nähe, muss das nicht im drei Jahres Rhythmus passieren wie jetzt. Mal abgesehen davon, dass es auch überhaupt nicht nachhaltig wäre, was mir persönlich schon wichtig ist. 


Es ging also auf Materialsuche. Ich war hauptsächlich über Instagram schon häufiger über Dry Oilskin gestolpert, was auf Bildern immer sehr toll aussah. So robust und matt, genau meins. Im Gegensatz zum Original Oilskin, ein gewachster Baumwollstoff, welcher doch ein wenig schmierig daher kommt, ist der Dry Oilskin mit irgendwelcher magischen Technik ganz trocken und hat trotzdem die wind- und wasserabweisenden Eigenschaften. Bei Junidesign fand ich dann einige schöne Farben und habe sogar Stoffproben bestellt, ganz ungewöhnlich für mich. Die Entscheidung für eine Farbe viel dann unglaublich schwer, denn ich habe direkt auch für einen weiteren Parka mitgeschaut. Einer für den Übergang, einer für den Winter, so der Plan. Ich wusste schon, dass einer der beiden Khaki werden sollte ("Dry Oilskin Olive", kann das genaue Produkt nicht verlinken), habe bei Nummer zwei aber zwischen Blau und Oxblood geschwankt. Spoiler: Blau ist es geworden. 


Gut, nach ein wenig Rücksprache mit Mama und Freundinnen ist es dann der Dry Oilskin in Olive geworden. Und nun eine ganz lustige Geschichte: Beide Parkas hatte ich für die Annäherung Süd geplant, und zwar ganz anders, als sie letztlich geworden sind. Der blaue sollte kombiniert mit Steppfutter für den Übergang herhalten, also habe ich ihn logischerweise dort zuerst genäht. Stellte sich dann heraus, dass der Parka unglaublich warm ist, vermutlich ausreichend warm für den hiesigen Winter, vor allem, weil ich ja auch häufig Wolle trage darunter. Sollte in Kombination warm genug sein. Dilemma, Frust, dann kräftiges Grübeln. Zu dem olivgrünen Parka hatte ich nämlich Thinsulate und Teddyplüsch bestellt, eben richtig warm. Zu warm. Mit Bedauern habe ich dann beschlossen, die schon zugeschnittenen Futterteile zu ignorieren, erstmal die Außenjacke zu nähen und zurück zu Hause nach einem neuen, dünneren Futter zu schauen. Dieses habe ich dann bei Werning gefunden, ein schöner Flanellstoff, der meinen Frust ein wenig besänftigt hat. Das warme Futter liegt jetzt noch hier herum und wartet auf ... was auch immer. Mir fällt schon noch was ein.

Durch diese Zwangsentschleunigung habe ich mir dann beim Nähen der Außenjacke super viel Zeit gelassen und Mühe gegeben. Die meisten Nähte sind ein- oder zweimal abgesteppt und alles ist so ordentlich wie möglich gearbeitet. Wie schon gesagt, ich hätte nichts dagegen, wenn der Parka mich die nächsten zehn Jahre begleitet. 


Obwohl ich den Parka schon diverse Male genäht habe, ist bei diesem Mal alles anders geworden. Statt der bisherigen 40 habe ich direkt mal eine 44 zugeschnitten, denn bei zwei der drei Parkas ist mir irgendwann das Futter gerissen, weil die Schultern nicht breit genug waren, bzw. meine Schultern zu breit für den Schnitt, denn sonst passte er ja super. Und da ich ja eine sehr dicke Variante nähen wollte, habe ich zusätzlich Luft eingeplant. Obwohl jetzt dieser Parka also mindestens eine Nummer zu groß ist, sitzt er meiner Meinung nach immer noch gut. Das etwas sackige passt gut zum sportlichen Stil und macht ihn für mich super gemütlich. Ich fühle mich so gut eingepackt!


Für meine 1,80m musste ich natürlich auch ein paar Anpassungen machen. Die Ärmel habe ich um 7cm verlängert, den Körper um 10cm. Dabei habe ich auch den Tunnelzug in der Taille um 3cm nach unten verlegt, damit dieser auch in meiner Taille sitzt. Mit all diesen Änderungen bin ich zufrieden, die Ärmel mag ich gerne lang, da ich hauptsächlich Rad fahre und bei ausgestreckten Armen ja oft nur wenig übrig bleibt von einem genau passenden Ärmel. 


Eine weitere Änderung: Der Parka sieht eigentlich keine Belege vor. Dabei sieht es so schön aus, wenn das Futter nochmal durch den Außenstoff abgegrenzt wird, und andersherum überhaupt nicht schön, wenn an den Ärmelsäumen der Futterstoff hervorlugt. Also habe ich für alle Kanten Belege gebastelt, das war schon ganz schön aufwändig. Innerhalb von ein paar Tagen habe ich nämlich zum einen den Schnitt neu ausgedruckt und ausgeschnitten, dann nochmal alle Teile abgepaust die ich für das Futter brauchte, in diese die Belege eingezeichnet und nochmal abgeschnitten. Alles beschriftet, und dann, zum Schluss, zwei Parka zugeschnitten. Also zweimal Außenstoff, zweimal Futter, zweimal Belege, einmal zusätzliches Futter. Das war eine Arbeit! Ohne die Annäherung Süd in Aussicht hätte ich das definitiv nicht gemacht, viel zu viel Aufwand. Da bin ich also sehr dankbar, so schnell wären sonst keine zwei neuen Jacken in meinen Schrank gewandert. 


Der Parka kommt mit mehreren Taschenversionen daher, ich habe mich, wie immer bisher, für die aufgesetzten Blasebalgtaschen entschieden. Die finde ich einfach am passendsten zur Gesamtoptik, und außerdem sehr praktisch. Da kann ich nämlich Schlüssel, Handy und sonst was unterbringen und es sieht nicht nach vollgestopften Taschen aus, weil die ja eh schon abstehen. Klasse!


Der Tunnelzug in der Taille kann wahlweise auch nach innen verlegt werden, aber auch hier mag ich das zusätzliche Teil auf dem sonst ja ziemlich großflächigen Parka gerne. Für die Kapuze gibt es ebenso die Möglichkeit einen Tunnelzug einzunähen, was ich bei meinen ersten beiden Parkas nicht gemacht und sehr bereut habe. Die Kapuze ist nämlich ziemlich geräumig und hat somit die Gewohnheit, bei Fahrtwind auf dem Rad einfach abzurutschen. Ist ganz schön anstrengend, bei Regen mit einer Hand die Kapuze festzuhalten und mit der anderen zu lenken. Außerdem ganz schön kalt, an der nach oben gestreckten Hand ... aus Fehlern gelernt, nie wieder eine Kapuze ohne Tunnelzug. 


Das Zubehör habe ich übrigens komplett bei Stoffe Hemmers eingekauft, aus praktischen Gründen: Ich habe mehrer Online Shops geöffnet, weil ich bei Junidesign nicht alles an Kurzwaren erhalten konnte. Meine Bedingung war nun logischerweise, dass ich Reißverschlüsse, Ösen und Kordeln komplett bei einem weiteren Shop bestellen konnte. Und da 90cm lange teilbare zwei Wege Reißverschlüsse mit Metallzähnen offenbar eine Rarität darstellen, ist es dieser Shop geworden. Schwierig, so online Farbentscheidungen zu treffen, zumindest für mich, also habe ich zusätzlich noch einen dunkelbraunen Reißverschluss bestellt. Ich fand den hellen mit seinem Kontrast dann aber sehr passend, vor allem, weil die Kordel so gut dazu passt. Deshalb ist er es dann auch geworden.


Handelsübliche Kordelenden oder -stopper wollte ich irgendwie nicht, lieber mit Snap Pap so nette Schieber basteln. Das hat dann auch gut geklappt, obwohl, einen habe ich schon verloren. Mal sehen, ob das nochmal passiert, dann muss ich vielleicht einen Knoten in die Kordel machen. Um die Enden vorm Ausfransen zu bewahren, gibt es ja einige Möglichkeiten, Kordelenden ankleben oder -klemmen, Schrumpfschlauch (habe ich noch nie probiert), Knoten oder so angenähte Enden aus Snap Pap. Bis auf Knoten habe ich bisher wenig Erfolg mit den genannten Methoden gehabt. Fragt mich nicht wie, aber auf der Annäherung Süd kam mir plötzlich die Idee, die Enden einfach mit Garn einzuwickeln. Das hat mich dann total begeistert und ich bin richtig stolz drauf. Bisher hält das auch sehr gut. 


Wie immer habe ich beim Verheiraten des Futters mit dem Außenstoff die Wendeöffnung vergessen und musste nachträglich eine Naht auftrennen, um alles wieder auf die richtige Seite bringen zu können. Typisch. Aber nicht weiter schlimm, ist ja schnell gemacht. Ebenfalls Trennen musste ich, um den Aufhänger anzubringen, das hatte sich auch irgendwie aus meinem Kopf verflüchtigt. Dafür habe ich ein Stück von einem Bindeband genommen, das farblich ganz gut passte, fand ich.


Eigentlich achte ich bei Jacken ja immer darauf, im Ärmel etwas flutschiges zu verarbeiten, damit sich die Ärmel von Pullovern oder was auch immer ich drunter trage nicht so aufschieben. Hatte ich hier aber ziemlich zügig verworfen, weil ich keine Lust auf so ein dünnes Plastikfutter hatte, Steppfutter aber zu dicke wäre, also habe ich das in Kauf genommen. Bisher habe ich auch keine Probleme damit gehabt, und kuschelig ist es auch.

Ein paar Sätze noch zur Verarbeitung von Dry Oilskin. Gerade am Anfang hat man schon das Gefühl, Pappe unter der Nähmaschine durchzuschieben, das ist wirklich steif das Material. Also vorsichtshalber den Nähtisch weiträumig freiräumen, sonst erledigt das der Stoff irgendwann. Beim Einsetzen der Ärmel hatte ich dann auch so meine Mühe, da diese mit Mehrweite daher kommen und dementsprechend eigentlich leicht eingehalten werden müssen, was bei diesem Material aber nicht möglich war. Mit viel Trennen und Schieben habe ich es irgendwie geschafft, aber leicht war das nicht. Nun ist es aber faltenfrei, zum Glück. Generelle Hinweise zur Verarbeitung gibt es in einem informativen Blogpost bei Elsbeth und Ich, aber die wichtigsten Sachen kann ich auch zusammenfassen: Dry Oilskin mit niedriger Temperatur bügeln (wobei das eigentlich nicht nötig ist, man kann es einfach wie Papier falten ...), keine Stecknadeln verwenden und wenn doch, dann nur innerhalb der Nahtzugabe, die Löcher bleiben nämlich. Ansonsten hat meine Nähmaschine das Material einwandfrei transportiert, ich habe mit einer ganz normalen Universal Nadel genäht.


Das war ein ganz schön langer Beitrag, aber passt ja irgendwie zum Mammut Projekt Parka. Ich bin total glücklich mit dem Ergebnis, auch wenn es zwischendurch ein ganz schöner Kampf war, habe ich jetzt einen wirklich bequemen und schönen Parka auf den ich super stolz bin. Der Dry Oilskin fühlt sich total hochwertig an, hat schon ein paar Schauer mitgemacht und mich trocken gehalten. Das Klima in der Jacke begeistert mich auch, bisher habe ich nicht gefroren, aber bin bei längeren Radfahrten auch nicht in Schweiß ausgebrochen, was ich sonst oft in Jacken habe. Da ist es schon vorteilhaft, kein Plastik zu tragen. Und, kleiner Fetisch: Der Parka macht ein tolles Geräusch wenn man sich bewegt. Kein Rascheln, beschreiben kann ich es auch nicht, aber es klingt irgendwie nach einer guten Jacke. Okay, jetzt werde ich wohl offiziell verrückt. Ich sollte hier Schluss machen.


Weil der Parka so ein besonderes Stück ist, habe ich ihn mir extra für den nur noch monatlich stattfindenden Me Made Mittwoch aufgehoben und präsentiere ihn nun dort voller Stolz, in guter Jackengesellschaft von Kleidermanie.


Noch ein paar nützliche Links zum Schluss: Den Parka gibt es als Ebook bei Makerist und als Papierschnitt auf der eigenen Website von Lotte&Ludwig. Dafür gibt es außerdem noch eine Erweiterung, nämlich den Schwangerschafts- und Trageeinsatz. Und wer erstmal klein anfangen will, kann den Schnitt auch für Kinder nähen. 


Happy sewing, 

Julia



4. November 2018

Update No. 32

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Hallo ihr Lieben!

Mit voll aufgeladenem Akku bin ich nach einem schönen Kurzurlaub wieder zurück und bereit für neue Schandtaten. Was sich in der Zwischenzeit so ergeben hat, möchte ich euch heute zeigen. Mit dabei ist hauptsächlich wolliges, aber auch ein wenig Stoff, hihi. Ausführliche Beiträge gibt es zu allem, wenn das jeweilige Projekt fertig ist. 


Neu im Schrank
 


Beim letzten Update waren sie noch in ihrer Materialform zu sehen, mittlerweile habe ich beide Mützen-Ideen umgesetzt und meine Schublade weiter befüllt. Die Zopfmütze trocknet aktuell noch, aber dann freue ich mich schon auf das Tragen. Da kommt wohl bald wieder ein etwas längerer Mützen-Beitrag auf euch zu, wie es ihn etwa einmal im Jahr hier zu sehen gibt.



Neben Mützen beschäftige ich mich aktuell hauptsächlich mit Socken. Das Exemplar aus dem letzten Update wartet immer noch auf passendes Garn für die Afterthought-Fersen, also habe ich in der Zwischenzeit ein weiteres Paar Socken gestrickt, für eine liebe Kollegin und Freundin. Diese bekam von mir zu ihrem Geburtstag einen Gutschein für gestrickte Socken, und jetzt erst kamen wir dazu, entsprechend Garn einzukaufen. Weil sie in der nächsten Woche nach einer längeren Abwesenheit wieder zurück zur Arbeit kommt, habe ich mich beeilt und die Socken nett eingepackt, dann hat sie eine Art Willkommensgeschenk.




Auch für die Frühchen war ich fleißig und habe den zugeschnittenen Stapel Rechtecke abgearbeitet. Daraus entstanden sind 19 Decken aus beidseitiger Baumwolle ...


...drei Decken mit kuscheliger Fleece Rückseite...


... und 19 Bettlaken für die winzigen Matratzen. Das hat eigentlich sogar ziemlich Spaß gemacht und ging eigentlich flott voran. Die Decken und Laken warten nun in der Kiste, bis ich das nächste Mal zur Abgabe fahre. Bis dahin lässt sich ja vielleicht noch einiges werkeln ...


Auf den Nadeln



Hier bleibt es weiter kleinteilig und kurzweilig, das scheine ich im Moment zu brauchen. Aus rosa Farbverlaufsgarn stricke ich aktuell ein Modell von Sophia, welches demnächst in die Testphase geht. Ein kleiner Kinderpullover wird es, mit total spannender Konstruktion. Noch sieht alles ganz normal aus, aber bald wird es interessanter.


Ebenfalls auf meinen Nadeln befindet sich ein weiteres Charity-Projekt, eine grüne Socke für die Aktion #ovarshgrünesocke. Dazu werden bis zum 1.12. grüne Socken gestrickt, die dann von der Organisation Ovarsh an Frauen verschenkt werden, bei denen Eierstockkrebs diagnostiziert wurde. Ich hatte noch ein Knäul grüne Sockenwolle im Schrank und mein Trieb, etwas für andere zu tun, hat sich durchgesetzt. Die erste Socke ist quasi fertig, bisher verstrickt sich das Garn sehr gut. Wenn ihr auch mitmachen wollt, dann schaut doch mal, ob noch grüne Wolle in eurem Vorrat ist. 


Unter der Nadel



Nach den ganzen Metern Frühchendecken habe ich erstmal die Maschine ein bisschen auseinander genommen und von Staub befreit. Das hatte sie bitter nötig! Und dann haben wir uns erfrischt und sauber (naja, die Maschine auf jeden Fall...) an die Latzhose gesetzt. Die Beine sind schon fertig und eine erste Anprobe hat mir offenbart, dass sie ganz gut sitzen wird, ich aber nicht bemerkt habe, dass der Stoff wie Cord eine Strichrichtung habe. Im entsprechenden Licht sind nun die Hinterbeine deutlich dunkler als die Vorderbeine. Nachdem ich mich zu Ende geärgert hatte, habe ich beschlossen, dass es ein Design Element wird und natürlich so sein sollte. Ändern kann ich es nämlich sowieso nicht mehr ... 


Neuzugänge



In extremer Weihnachts-Vorfreude habe ich mich nicht nur zum Weihnachts Woll Wichteln, sondern auch zum Tatortsockenwichteln angemeldet. Dafür musste ich natürlich noch Garn haben, und praktischerweise haben wir vor dem Kurzurlaub einen Zwischenstop gemacht, sodass ich farblich sehr schön passende Sockenwolle einsacken konnte. Und weil es gleich zwei schöne Varianten gab, habe ich die andere direkt für mich mitgenommen. Ihr seht, das Sockenthema wird sich fortsetzen.


Ich verlinke meinen Beitrag mit Maschenfein, Fadenwechsel und Woman on fire


Happy sewing, 
happy knitting, 

Julia

22. Oktober 2018

Novembersewalong Teil 3: Probeteil und Zuschnitt

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Hallo ihr Lieben!


Zeit für einen aktuellen Zwischenstand beim Novembersewalong von Küstensocke! Der November naht schließlich mit großen Schritten und so langsam sollten die Vorbereitungen abgeschlossen werden, damit das Nähen beginnen kann. Ich habe tatsächlich mehr geschafft als ich dachte, andersherum aber auch weniger. Hä? Ja, eigentlich war mein Plan, die Teile entgegen des Zeitplans nicht parallel, sondern nach einander zu nähen, wie ich sonst auch vorgehe. Ich arbeite nie an mehreren Projekten gleichzeitig, das hätte mich zu sehr verwirrt. Somit wollte ich heute eigentlich auch nur einen Zuschnitt zeigen. Dann ist es aber doch anders gekommen, schaut her:



Der Plan zur Latzhose besteht weiterhin, und die habe ich auch als erstes zugeschnitten. Hier war einiges an Veränderung nötig, da ich bisher ja nur eine Version für den Sommer hatte und diese an den Beinen nicht ganz lang sein musste. Auch hatte ich damals zwar die Latzteile verlängert, dies aber nur oben und unten an den Schnittteilen, ich fauler Hund. Das habe ich diesmal auch ordnungsgemäß im Schnittteil selbst gemacht. Und zuletzt werden die Latze eigentlich mit Schrägband-Streifen gesäumt und damit auch oben verknotet, was ich mir zum einen optisch nicht so schön vorstelle für den Herbst und Winter, und zum anderen ist der Stoff auch einfach zu dick um daraus Schrägband herzustellen. Also wird es normale Träger geben, wofür ich erstmal die Schnallen besorgen musste damit ich weiß, wie breit die Träger zugeschnitten werden müssen. Vermutlich erstelle ich nun auch noch einen kleinen Beleg für den oberen Teil des vorderen Latzes, da dort ja dann die Knöpfe befestigt sind und schnell mal was ausreißen könnte. Für den Tunnelzug, der die Hose auf der Hüfte hält, muss ich mir dann auch noch eine passende Kordel suchen, auch hier wird überlicherweise Schrägband verwendet. 
Alles in allem also bin ich bereit um die ersten Nähte zu setzen, der Kleinkram erledigt sich von selbst. 


Ich hatte im letzten Beitrag ja schon davon erzählt, auch ein bisschen für die Frühchen nähen zu wollen. Kurz danach kam eine weitere kleine Stoffspende bei mir an und die Chance habe ich genutzt um die Kiste mit den Spendenstoffen einmal komplett durchzugehen und alle größeren Stücke in Decken und Bettlaken zuzuschneiden. Der Stapel liegt jetzt hier und kann ziemlich zügig verarbeitet werden. 


Und zu guter letzt gibt es da noch eine Puppe, die dringend Kleidung benötigt. Auch da war ich ganz motiviert und habe beim Durchschauen der Spendendstoffe direkt alles aussortiert, was sich nicht für Frühchen eignet, zum Beispiel Strickstoffe oder Viskosejersey, die halten nämlich die heiße Wäsche nicht durch. Daraus habe ich jetzt ein paar Kleidungsstücke in 38 zugeschnitten, die der Puppe passen sollten. Aus dem weißen Stoff wird noch eine richtige Windel um den doch recht freizügigen Slip zu ersetzen, den die Kleine trägt. Dafür fehlt allerdings noch Klettverschluss, bzw. generell für diese Aktion, weil das wohl die Verschlussart ist, die ein kleines Kind am besten alleine verschlossen bekommt.

Soweit zum aktuellen Stand. Wie ihr schon merkt, habe ich das Thema Probeteil bisher außen vor gelassen. Und so handhabe ich es tatsächlich fast immer: Probeteile nähe ich sehr, sehr selten. Ich nutze aber auch kaum super teure Materialien, sodass ich es verschmerzen kann, wenn es nicht perfekt wird. Kleidung, die ich absolut nicht tragen kann, habe ich bisher erst zwei Mal produziert, alles andere ließ sich noch retten. Außerdem müsste ich sparsamer Fuchs dann auch immer Stoff für ein Probemodell zu jeden Projekt kaufen ... puh. Ich bin dem Prinzip Probeteil nicht abgeneigt, auch, wenn es so klingt. Ich glaube, die Sachen die ich hauptsächlich nähe, erfordern das einfach nicht. Eher weite Sachen, von der Passform locker, müssen einfach nicht so genau sitzen wie ein enges Kleid aus Webware. Aber das handhabt vermutlich jede/r anders.


Happy sewing!

Julia

20. Oktober 2018

Update No. 31

Hallo ihr Lieben,

die zwei Wochen seit dem letzten Update sind wie im Flug vergangen, vor allem, weil ich nur zwei Tage frei hatte dazwischen. Sozialleben, Arbeit und Hobby ist manchmal gar nicht so leicht zu koordinieren, da werden die Tage oft sehr voll. Auch deshalb hilft mir dieser regelmäßige Überblick über meine Projekte sehr. Dann zeige ich euch doch mal, woran ich aktuell so arbeite, ausführliche Beiträge zu den einzelnen Projekten kommen dann später. 


Neu im Schrank



Das erste Paar Socken im Socktober ist fertig und wird nun bis Weihnachten versteckt. Auch die Mütze habe ich fertig - zum zweiten Mal. Sie war einfach viel zu groß, und nach ein paar Tagen schmollen und hadern habe ich sie komplett aufgeribbelt und nochmal neu gestrickt. Nun passt sie, auch wenn ich sie selbst gar nicht behalten möchte. Noch ist mir niemand eingefallen, dem ich diese Mütze schenken könnte, aber das kommt schon noch. Im Moment freue ich mich vor allem darüber, dass wieder zwei einzelne Knäul verarbeitet sind.


Und auch mein Übergangsparka ist vollendet! Vor zwei Wochen war ich noch etwas unter Druck, hatte Befürchtungen, mit dicken Wollpullis meine Sommerjacken für die aktuellen Temperaturen fit machen zu müssen, und sobald der Parka fertig war, wurde es nochmal richtig warm. Anderthalb Wochen hat er jetzt am Haken gehangen, aber heute ist es endlich frisch genug - zumindest wenn ich heute Abend nach Hause fahre - dass ich ihn tragen kann. Und ich bin so, so glücklich damit!


Auf den Nadeln



Aktuell bin ich absolut im Reste und Einzelknäul Verarbeitungs Wahn. Deshalb geht es weiter mit kleinen Projekten. Sowohl aus dem dicken grünen Knäul als auch den verschiedenen Resten sollen Mützen werden, und ihr habt auf Instagram dafür abgestimmt, dass ich mit der gemusterten Mütze anfangen soll. Danke für die Entscheidungshilfe!


Auch Paar Nummer zwei des Socktober ist quasi fertig, es fehlen nur noch die Fersen. Dazu habe ich aber kein passendes Garn und warte erstmal, ob Sophia in ihren zahlreichen Sockenwoll Resten noch etwas passendes für mich hat. Ansonsten wird wohl etwas dazu gekauft. Und dann wandert auch dieses Paar auf den Geschenke-Stapel.


Unter der Nadel



Eine Herzensfreundin wird Ende November zum zweiten Mal Tante. Zu diesem Anlass soll die erste Nichte von ihren Eltern eine Puppe bekommen, die leider komplett in rosa eingekleidet ist. Sie sind nun mit der Bitte an mich herangetreten, ob ich ein bisschen Kleidung nähen könnte. Zum Glück hatte ich noch ein wenig Frühchenkleidung da und konnte somit herausfinden, dass Püppi Kleidergröße 38 trägt. Ein paar Stücke sind nun schon zugeschnitten und müssen nur noch genäht werden, dann können kleine Kinderaugen leuchten. 
Außerdem habe ich in einem kleinen Marathon gestern Abend einen Stapel Bettlaken und Decken für die Frühchen zugeschnitten, die sind ja auch immer fix vernäht, und außerdem sind so einige große Stoffstücke verwendet worden.


Genug der Wohltätigkeit, ein bisschen egoistisches Nähen muss auch sein! Eine neue Latzhose soll es geben, aus einem schönen weichen Herbststoff. Zugeschnitten ist schon alles bis auf die Träger, weil ich keine Latzschnallen vorrätig hatte, musste ich diese erst besorgen um dann zu wissen, wie breit die Träger werden. Jetzt kann es aber quasi losgehen, nur Zeit, die müsste ich auch noch irgendwo kaufen. 


Neuzugänge



Neben einem weiteren kleinen Karton mit Stoffspenden für die Frühchen habe ich ein Knäul Sockenwolle gekauft, in für mich untypischen Pink. Kein Sinneswandel, denn auch diese Socken werden ein Geschenk. Einer Freundin hatte ich zum Geburtstag einen Gutschein geschenkt, und jetzt kamen wir endlich dazu, Garn einkaufen zu gehen. Es geht also weiter mit den Socken hier, freut mich, denn meine Schublade ist eigentlich voll und trotzdem komme ich zum Sockenstricken. 


Woran arbeitet ihr aktuell so?

Happy sewing, 
happy knitting,

Julia



Verlinkt mit Maschenfein, Woman on fire




18. Oktober 2018

Secret Pyjama Pants

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Hallo ihr Lieben!

Während ich ja in meiner Stoffvorratshaltung sehr entspannt bin und auch Schnitte nur kaufe, wenn ich sie im Anschluss direkt vernähe, habe ich trotzdem ein kleines, manchmal unpraktisches Laster: Alte Schnitte reizen nicht so sehr wie neue. Kennt ihr das auch, ein Teil genäht zu haben und es praktisch durchgehend zu tragen, aber eine weitere Version zu nähen ist einfach nicht so interessant wie die vielen geplanten Stücke nach neuen Schnitten. Bitte sagt mir, dass es euch auch so geht!


In diesem speziellen Fall geht es um die Hose Ludwig Lässig von Lotte&Ludwig, ein Label, dass mir sehr am Herzen liegt. Die erste Hose nach diesem Schnitt habe ich im Probenähen genäht, und zwar 2015, schon drei Jahre ist das her. Ich trage das Ergebnis in den wärmeren Monaten dauernd, denn die Hose ist bequem, sieht gut aus und ist optisch auch noch ein wenig spannender als eine ganz normale Hose, durch die schräge Knopfleiste.


Aber: Mint ist keine Farbe für den Herbst oder Winter. Deshalb wandert die Hose dann in die Kiste mit den Sommersachen und ich bin traurig, keine heimliche Schlafanzughose mehr zu haben. Schon lange hatte ich deshalb vor, den Schnitt nochmal zu nähen, und hier beginnt das Problem: Es gab immer spannendere Projekte. Vor allem, weil ich mir für die Umsetzung einen schwarzen Jersey Twill ausgesucht hatte, ich meine, schwarz, langweiliger geht es farblich einfach nicht. Aber, wie so oft mit den langweiligen Dingen (weitere Beispiele wären Basic Shirts, Nudeln, Schule): Es lohnt sich, die Zeit zu investieren, weil die Arbeit zwar langweilig, das Ergebnis aber super ist.


Bei dieser Hose habe ich im Vergleich zur letzten ein paar Änderungen vorgenommen. Im Schritt habe ich 1cm in der Länge hinzugegeben, jeweils vorne und hinten, damit sie nicht ganz so hüftig sitzt. Da habe ich es genau richtig gemacht, ich mag den Sitz jetzt sehr gerne. Auch die Beine habe ich natürlich verlängert, jeweils 4cm am Ober- und Unterschenkel, am Ende aber nochmal 3cm wieder abgesäbelt.


Obwohl die schräge Knopfleiste eigentlich das ist, was diesen Schnitt ausmacht, habe ich mich bei dieser Version dafür entschieden, keine Knöpfe anzubringen und die Hose einfach abzusteppen an der Knopfleiste. Somit gibt es auch keinen Bund mit Knopf und Knopfloch, sondern den für Faule, mit Gummibund. Aber das macht eben einen Teil der Gemütlichkeit aus!


Auch in der Rückenansicht hat sich etwas verändert, diese Hose hat jetzt nämlich Taschen. Im Schnitt sind keine enthalten, aber ich persönlich finde Hosen ohne Taschen hinten irgendwie leer und befremdlich. So viel Fläche, ne, das stört mich. Bei der hellen Hose nochmal deutlich mehr als es hier bei der schwarzen vermutlich der Fall wäre, aber so Po Taschen sind ja doch auch praktisch, also habe ich die Schnittteile der ersten Hose verwendet, die ich aus meinem Schnittmuster Schuber hervorgezogen habe, und diese aufgenäht. In echt sind sie hoffentlich nicht so schief wie auf dem Bild ... kann ich aber selbst auch nicht sehen, Rückenansicht ist ja doch etwas schwer wenn man nicht gerade ein Spiegelkabinett in der Garage hat.


Während ich 2015 noch eher am Anfang des Projektes "Selbst gemachte Garderobe" war, habe ich über die Jahre einiges an Erfahrung gewonnen, viele Hosen genäht, wordurch sich gewisse Vorlieben abzeichnen. Deshalb steppe ich zum Beispiel mittlerweile die Schrittnaht bei Hosen immer nochmal ab, da es dort bei mir oft zu Spannung kommt, ich sitze nämlich sehr gerne im Schneidersitz herum. Und am Popo entsteht ja schon allein durch Vorbeugen und in die Hocke gehen Spannung auf der Naht. Da fühle ich mich deutlich sicherer, wenn die Naht nochmal abgesteppt ist.


Ansonsten kann ich zur Verarbeitung nicht viel besonderes sagen. Die gesamte Hose ist mit schmalem Zickzack meiner Nähmaschine genäht, die sichtbaren Nähte wie Saum und Absteppung vom Bund, Taschen usw. habe ich mit dreifach Geradstich genäht. Die Nähte sind natürlich auch versäubert. In den Bund habe ich ein noch herumliegendes Gummiband eingezogen. Bei solchen Bund Konstruktionen ignoriere ich übrigens immer die Angaben der Anleitung, da Gummibänder wirklich sehr verschieden sein können. Ich messe es immer an mir direkt ab und ziehe es dann in den Bund ein. Diesen habe ich übrigens etwas anders angebracht als im Ebook beschrieben, ich mache es aufwändiger, aber auch ordentlicher. Wie oft bei Hosen aus dehnbaren Stoffen soll der Bund einfach der Länge nach doppelt genommen und dann rechts auf rechts an die oben offene Hose genäht werden. Das mache ich immer nur mit der einen langen Seite, dann klappe ich alles nach innen um, schlage die Nahtzugabe der zweiten langen Seite ein und steppe den Bund nochmal ab, womit ich die zweite Seite befestigt und alle Nahtzugaben im Bund habe. War das verständlich?


Das Ebook selbst finde ich gut verständlich und gehe davon aus, dass es gerade für Anfänger ein schöner Einstieg in das Thema Hosen nähen ist. Die Hose kann aus dehnbaren und nicht dehnbaren Stoffen genäht werden, mit echter Knopfleiste zum Öffnen und entsprechendem Bund oder mit Gummibund und Fake Knopfleiste. Die vorderen Taschen sind im Schnitt enthalten, die hinteren habe ich wie gesagt selbst hinzugefügt. Meiner Meinung nach ist das Schnittmuster viel zu wenig verbreitet, also, wenn euch die Hose interessiert, dann schaut es euch ruhig näher an. Für die Kleinen gibt es das übrigens auch ...
Im Ergebnis habe ich hier eine Hose, in der sich wirklich alles machen lässt, super bequem, trotzdem sieht sie sehr ordentlich aus, eine schwarze Hose eben. Wieder so ein Teil, wo ich vorher nicht wusste, wie sehr ich es brauche, jetzt ziehe ich sie aber immer wieder aus dem Schrank.


Auf den Bildern trage ich übrigens noch andere Kleidung aus der Kategorie handmade: Das Shirt aus grauem Jersey, mein geliebtes Goosebumps Tuch und die Jacke mit dem schönen Spitzenfutter

Das war es auch schon aus meiner Feder, ein bisschen ausufernd, aber so bin ich :) 

Happy sewing!

Julia


Verlinkt mit Nähfrosch, Sewlala und Woman on fire.