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9. Dezember 2019

Schnelle selbstgemachte Geschenke

Hallo ihr Lieben,

schon seit ein paar Jahren wird der Anteil der Geschenke, die ich zu Weihnachten selbst mache, immer größer. Zum einen ist das bei guter Planung und rechtzeitigem Beginn deutlich stressfeier als der Trubel in den Innenstädten (Weihnachtsmärkte! Sauftrupps! Kinderwagen, Hunde, Schnee, Regen! Aaaah!), zum anderen ist die Freude der Schenkenden und auch Beschenkten oft größer, wenn sie wissen, dass es selbst gemacht wurde. Zumindest findet das in meinem Umfeld so statt. 
Deshalb habe ich mal ein paar Dinge zusammengesucht, die universal verschenkbar sind. Ihr benötigt keine Größen, und eigentlich kann sie auch jeder Mensch gebrauchen. Die passenden Blogbeiträge habe ich immer unter dem Bild verlinkt, da findet ihr dann auch die Links zu den Anleitungen etc.

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Einkaufsbeutel sind zum Beispiel nie falsch. Klar, jeder hat 1-100 Jutebeutel zuhause, aber diese hier sind ganz besonders toll: Sie lassen sich relativ klein zusammenfalten und damit steigert sich ihre Praktikabilität um einiges! Ich habe immer einen davon dabei, habe schon einige verschenkt und immer nur positives gehört. Noch dazu könnt ihr Stoffe verwenden, die zur beschenkten Person passen und damit viel mehr Freude verbreiten als ein schnöder Werbe-Stoffbeutel. Oder ihr klaut euch welche von denen und näht die Falttasche nachträglich auf, das spart Stoff und macht die schon vorhandenen nützlicher. Habe ich auch schon gemacht.

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Dieses Geschenk ist vielleicht eher was für die Frauen, zumindest in der obigen Form: Ein genähtes Stirnband. Dafür braucht ihr nur einen Stoffrest, zum Beispiel Sweat oder Strickstoff, und vielleicht eine halbe Stunde Zeit. Die Variante mit der Verdrehung oben ist ein bisschen knifflig beim ersten Mal, danach aber glasklar. Und für die Herren lässt es sich ja auch ohne Tüdelü, ganz schlicht nähen. Oder für Kinder. Also eigentlich ja doch universell.

  
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Auch innerhalb von wenigen Minuten genäht: Stoffservietten. Bei der aktuellen Tendenz zu nachhaltigen Alternativen sogar ein richtig tolles, durchdachtes Geschenk. Letztes Jahr habe ich welche verschenkt, die sehr gut angekommen sind. Nur für mich selbst habe ich immer noch keine genäht, ich benutze einfach so, so selten Servietten! Okay, nicht so die beste Werbung gerade ... aber vielleicht bin ich ja auch die Ausnahme.

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Für alle Bücherwürmer unter euren Lieben eignet sich ein Leseknochen perfekt. Dazu gibt es sogar Banderolen im Internet, müsst ihr mal bei Ecosia suchen, dann sieht es gleich noch viel schöner aus. Der Knochen an sich ist schnell genäht, ihr benötigt nur wenig Stoff und dann Füllwatte. 

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Ebenfalls sehr flott genäht ist ein schönes Tuch. Dafür eignet sich Musselin, aber auch Viskose oder andere weiche Stoffe. Ihr braucht lediglich ein Quadrat, wenn es ein Dreieckstuch werden soll, oder ein Rechteck in beliebiger Breite und Länge. Die Kanten versäubern oder einschlagen, fertig!


Weitere genähte Ideen, die mir gerade so beim Tippen gekommen sind: Stofftaschentücher, ein schönes (Patchwork) Kissen, Ofenhandschuhe, eine Schürze, vielleicht auch einfach nur versäuberte Stücke Stoff als Alternative zu Geschenkpapier? So viele Möglichkeiten!
Für gestrickte Geschenke wird die Zeit bis Weihnachten vermutlich ein wenig knapp. Trotzdem möchte ich euch ein paar Möglichkeiten vorstellen.

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Einkaufsnetze gibt es mittlerweile in allen möglichen Varianten, gehäkelt, gestrickt, groß, klein, wühlt euch da mal durch. Sie sind verhältnismäßig schnell gemacht, zumindest die beiden gestrickten Varianten, die ich bisher ausprobiert habe. Und auch sie kommen als Geschenk immer gut an!

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Und zu guter Letzt meine erst vor kurzem vorgestellen Kosmetikpads. Diese habe ich gehäkelt, was ebenfalls flott ging (es müssen ja nicht so viele werden wie bei mir, mit 6-8 Stück ist doch schon ein netter Stapel gemacht). Alternativ lassen sich solche Pads auch noch schneller aus Stoff herstellen. Eine Seite Baumwolle, eine Frottee oder ähnliches Material mit ein bisschen Struktur, tada. 

In diesem Jahr werde ich mich auch ein wenig mit Holz austoben, aber dazu habe ich jetzt halt noch nichts zu zeigen, weil noch nicht mal begonnen. Ihr könnt euch aber schon mal darauf gefasst machen, dass es im Januar wieder eine Reihe Beiträge aus der Kategorie Geschenke zu sehen gibt hier. 

Ich hoffe, ihr habt ein bisschen Inspiration gefunden? Habt ihr noch andere universelle Geschenkideen, die ich hier nicht aufgelistet habe?

Happy Geschenke-making, 

Julia


24. November 2019

Kosmetikpads und Kulturtasche - Geschenke fürs Bad

Hallo ihr Lieben,

ein Weilchen ist der August schon her, muss ich gestehen. So lange schlummern diese Bilder schon auf meinem Laptop und warten darauf, dass ich sie zusammen mit ein paar Worten zu einem Beitrag auf dem Blog kombiniere. Warum genau es so lange gedauert hat weiß ich auch nicht. Manchmal müssen Dinge reifen, ob es nun Wein ist oder gute Gedanken. Scheint hier auch der Fall gewesen zu sein.


Im Bereich Nachhaltigkeit bin ich ja sehr interessiert und setze für mich persönlich all das um, was mir möglich ist. Dabei versuche ich aber, anderen nicht zu sehr auf die Nerven zu gehen. Bei einigen klappt das gut, bei anderen (dem Freund zum Beispiel) weniger. Aber er ist auch am meisten von meinen Veränderungen betroffen, gemeinsamer Haushalt machts. So schlug mein Herz ein bisschen höher, als meine Mama erzählte, sie hätte im Internet gehäkelte Abschminkpads gesehen, ob ich sowas wohl auch könnte. Quasi innerhalb von Sekunden war ich unterwegs in die Stadt und besorgte mir das passende Garn.


Zwei Knäule ganz normale Baumwolle von Schachenmayr sind es geworden, in von meiner Mama präferierten Farben: grau und rosa. Tja, und im Endeffekt habe ich mir einfach die passende Häkelnadel geschnappt und ein wenig herumprobiert. Mal ganz schlichte Stäbchen, mal feste Maschen, mal eine kleine Zierkante rundherum, mal Noppen. Das, was mir so in den Kopf kam, damit es nicht zu langweilig wird. Insgesamt habe ich 32 Kosmetikpads aus den beiden Knäulen bekommen und diese dann meiner Mama zum Geburtstag geschenkt. Sie hat sich sehr gefreut und mir wenig später berichtet, dass sie super funktionieren. Jedes Mal, wenn ich nun bei ihr zuhause bin und das Bad nutze freue ich mich über den Anblick eines der Pads, welches sie nach dem Nutzen immer mit einer Haarklammer an ihren Spiegel klemmt um sie trocknen zu lassen. Jetzt muss ich nur noch die Motivation finden, mir selbst welche zu machen. Ich nutze eigentlich seit immer so Tücher zum Abschminken, die wieder gewaschen werden. Immer dieselben vier Stück, habe nie welche nachgekauft. Aber die sind aus Microfaser, und das ist nun auch nicht wirklich gut für die Umwelt, sollte also ersetzt werden. 



Und wenn die Mama zum Geburtstag schon was für's Bad bekommt, kann der Papa nicht leer ausgehen. Ein Vögelchen hatte mir geflüstert, dass sein Kulturbeutel ziemlich abgerockt ist und Nachschub her sollte. Um das Ganze ein wenig interessanter zu gestalten habe ich im Unverpacktladen in Münster noch ein paar Kleinigkeiten für in die Tasche gekauft. Wattestäbchen ohne Plastik, Zahnpaste ohne Microplastik und Plastikverpackung und einen Deoroller in den ich selbst gemachtes Deo gefüllt habe.


Die Kulturtasche ist nach dem Freebook Alfred von Fröbelina entstanden. ("Alfred" klingt in meinem Kopf ja immer wie bei ein Herz und eine Seele, ich kann es nicht abschalten). Schon meine Mama hat eine Kulturtasche nach diesem Schnitt bekommen, auch, wenn ich es auf dem Blog nicht finden kann. Bis auf den Reißverschluss konnte ich alle Materialien aus meinem Lager nutzen, das finde ich ja immer super. Verschiedene Reste lassen sich fast immer zu einem harmonischen Ergebnis kombinieren.


Innen ist die Kulturtasche mit vier kleinen Fächern ausgestattet, um auch die Kleinigkeiten gut unterzubringen und nicht ewig nach allem wühlen zu müssen. Die Taschen sind aus einem Rest Baumwolle, das ich mal für das Futter meines Rucksacks gekauft habe. Der Innenstoff an sich ist Rest von meiner Jacke Carol.


Der Außenstoff ist ebenfalls bei einer Jacke übrig geblieben, nämlich beim Wind und Wetter Parka in der gefütterten Winter-Version. Verrückt oder, wie man sich an alle Stoffe erinnert? Einzig bei dem kleinen Rest Kunst-Wildleder weiß ich nicht mehr genau, ob es sich um die Jacke Lupin oder die Shorts Chataigne handelt. 
Auch mein Papa hat sich über sein Geschenk gefreut und nutzt es, wenn sie im Urlaub sind. Mich freut es, dass ich ihn darüber dorthin begleiten kann. 

Wo wir gerade auf Weihnachten zugehen:
Was näht/strickt/häkelt/wasauchimmert ihr so euren Liebsten?


Julia

27. August 2017

Granny Square Decke aus nur einem Square

Hallo ihr Lieben!

Drei Jahre ist es jetzt her, dass ich meine dritte Decke begonnen habe. Nach der ersten, Patchwork und gestrickt, und der zweiten aus vielen kleinen Granny Squares waren immer noch Reste der von meiner Großmutter geerbten Wolle übrig. Kurzerhand begonn ich eine neue, ganz simple Decke: Ein einfaches Grannysquare aus Gruppen von drei Doppelstäbchen, immer rundherum. 


Dabei habe ich in jeder Runde eine neue Farbe genommen, die Reihenfolge war: Gelb-Rot-Rosa/Pink-Blau-Grün-Neutral. Allerdings sind diese Kategorien recht lässig von mir behandelt worden, tauchte mal ein lilafarbener Rest auf wurde dieser in der Sparte Rosa/Pink verarbeitet. Neutral war für mich alles im Bereich Braun, Beige, Weiß, Grau. 


Zu Anfang kam ich echt gut voran, es hat Spaß gemacht. Aber irgendwann wurde das ganze immer weniger mobil und die Runden logischerweise länger. Zum Schluss habe ich zwei Abende für eine Runde gebraucht, das verringerte die Zeit, die ich mit der Decke verbringen wollte. Aber sie ist doch noch fertig geworden, nach unzähligen Stunden der Arbeit. In jeder Runde stecken Erinnerungen, denn neben den Restgarnen meiner Großmutter habe ich auch meine eigenen Reste verarbeitet. Natürlich musste ich auch immer mal wieder Garn dazukaufen, denn gewisse Farben verwende ich für mich selbst gar nicht oder waren irgendwann einfach alle. Dann habe ich immer Baumwollgarn gekauft, so ist die Decke für Motten auch nicht so appetitlich. 


Wenn ihr euch nun fragt, welche Garnstärke ich genommen habe und woher so viele Reste in einer Stärke kommen: Auch damit bin ich sehr gelassen umgegangen. Ich habe mit einer 3mm Häkelnadel eigentlich alles verarbeitet, was sich damit noch ordentlich handhaben ließ. Von Lacegarn bis Garn für 4mm Stricknadeln war da eine Menge dabei, aber alles harmoniert gut miteinander und gibt der Decke eine tolle Struktur. Ebenso das Gemisch aus verschiedenen Qualitäten, Poly von den Anfängen meiner Strickzeit, Wolle, Wollmischungen, Baumwolle. Nicht nur in den Farben ist meine Decke kunterbunt!


Mein Ziel war von Anfang an, eine Tagesdecke für unser Bett herzustellen. Bei Maßen von 1,40x2,00 Metern musste ich also ein Quadrat von mindestens 2x2 Meter erreichen. Da aber die Tagesdecke über Oberbett und Kopfkissen liegt, musste es sogar mehr werden. Meine Wohnung ist zu klein um die Decke auszubreiten und auszumessen, aber ich schätze sie liegt irgendwo zwischen 2,10-2,20 Metern. Das ist eine ganz schöne Menge! Aber so kann ich sie ewig verwenden, auch, wenn wir irgendwann mal genug Platz für ein breiteres Bett haben. 


Seit März ist die Decke schon fertig, aber ich wusste einfach nicht, wie ich sie für euch fotografieren kann damit es schön aussieht. Unser Schlafzimmer ist recht dunkel und keinesfalls aus dem Katalog stammend, auf dem Bett fand ich einfach ungünstig. Gestern Abend war dann endlich eine Gelegenheit, eine gemütliche Radtour durch die ländliche Umgebung sollte doch wohl einen passenden Zaun, Baum oder Brücke bieten. Und so war es, mit Sonnenuntergang im Hintergrund. Den hat meine Kamera nicht wirklich eingefangen, aber es geht ja auch um die Decke. 


Es ist ein bisschen komisch, kein Langzeitprojekt mehr zu haben. Ich müsste vermutlich ein paar Jahre Reste sammeln, um genug für eine Decke zu haben, aber meistens verarbeite ich diese ja direkt in Babyprojekte und damit hat es sich dann auch schon. Andersherum bin ich mit drei Decken auch mehr als gut ausgestattet und habe erstmal keinen weiteren Bedarf. 


Mehr Bilder und die ersten Garne, die ich eingearbeitet habe, findet ihr auf Ravelry. Später hatte ich auf diese Dokumentation keine Lust mehr, das müsst ihr leider hinnehmen. 

Habt ein schönes Wochenende!




6. Mai 2016

Auf den Nadeln im Mai

Hallo ihr Lieben!

Wie schnell doch immer wieder die Zeit vergeht, wir haben schon Mai und draußen ist quasi Sommer! Ich habe schon einige Reihen in der Sonne gestrickt und mich sehr darüber gefreut. Alle Projekte aus dem April sind fertig geworden. Und diesen Monat habe ich auch gar nicht so viel zu zeigen, es gibt nur ein wirklich aktives Strickwerk.



Ziemlich monogam stricke ich mit großer Freude an einem grauen Pullover. Raglan, mit engem Hals und einem Muster, dass ihr nicht seht, denn es ist ein Teststrick. Mittlerweile ist der Körper fertig und ich warte auf Anweisungen für die Ärmel. Sollte der Pullover dann bald fertig sein habe ich auch schon was neues, deutlich sommerlicheres im Auge.  



Ich habe keine Socken auf der Nadel, was sehr ungewöhnlich ist, aber aktuell habe ich da keine Lust drauf. Allerdings wäre Garn da, falls das Verlangen zurückkehrt. Stattdessen habe ich beschlossen, meiner Grannydecke-to-be wieder etwas mehr Zuwendung zu zeigen, habe die Reste gut sichtbar aufgestellt und werde versuchen immer mal wieder eine Reihe (die ja schon ganz schön lang ist) zu häkeln. Ob ich das noch kann?


Mehr Maiprojekte gibt es wie immer bei Maschenfein




16. August 2015

Mutterglück


Hallo ihr Lieben, 

heute kann ich euch etwas zeigen, an dem ich die letzten Wochen ganz heimlich gearbeitet habe. Den Anfang machte ein Buch, dass ich mir im Bloggerportal ausgesucht habe weil es so liebevoll und herzig aussieht:


Meine Lieblingspuppe zum Häkeln von Isabelle Kessedjian ist ein Anleitungsbuch für eine Puppe, wie ihr sie auf dem Cover seht. Zusätzlich dazu gibt es einen Haufen Anleitungen für einen gut gefüllten Kleiderschrank der Puppe. Ich dachte mir, dass man sowas bestimmt mal benötigen kann und hatte schon zukünftige (eigene und die im Freundeskreis) Kinder im Kopf. 
Das Buch lag also bei mir herum, das erste Durchblättern löste Herzchenaugen bei mir aus, alles so unglaublich niedlich. Als meine Mutter dann mal zu Besuch war ähnelte ihre Reaktion der meinen: Begeisterung. Und so heckte ich einen Plan aus. 


Zum Geburtstag sollte es eine solche Puppe für meine Mutter geben. Sie hatte sich sowieso ein persönliches Etwas für ihr Auto gewünscht, da schien mir alles zusammen zu passen. Die Wolle für den Körper habe ich nach einigem Suchen gefunden, es ist reine Baumwolle. Die Kleidung habe ich aus Resten gehäkelt, das Kleidchen oben besteht zum Beispiel aus derselben Wolle wie mein Strickkleid. Für die Haare bin ich nochmal los und habe eine Mohair-Mischung besorgt, die möglichst haarig aussieht. 


Das Häkeln hat tierischen Spaß gemacht, auch wenn es ziemlich fummelig war an manchen Stellen. (Arme! Beine!). Die kleine Puppe entstand über viele Tage und Nächte, ich stellte ihr eine kleine Garderobe zusammen und plante die Haarfarbe. Ich habe ganz viel Liebe hineingehäkelt.


Sie hat sogar einen kleinen Schlüpper, die süße Maus. Das Gesicht habe ich ebenfalls mit Resten aufgestickt. Für die Haare habe ich lange Fäden von der Wolle abgeschnitten, sie zur Hälfte gefaltet und mit der Häkelnadel durch die Kopfmaschen gezogen und quasi eine Schlaufe gemacht. Das hat ganz gut funktioniert.


Die Anleitungen in den Buch waren durch und durch verständlich und eigentlich auch recht einfach. Es gibt eine kleine Häkelschule mit allem nützlichen, so könnten auch Anfänger eine Puppe häkeln. Bei den Kleidungsstücken habe ich teilweise kleine Änderungen vorgenommen, den Pullover zum Beispiel etwas an den Birnenförmigen Körper angepasst, sonst wäre er komplett gerade gewesen. Zu bemängeln habe ich an dem Buch aber nichts, es ist voll mit schönen, mühevoll hergerichteten Bildern und macht richtig Lust, sich eine Puppe herzustellen mit vielen, vielen Kleidern zum Wechseln.


Ich hoffe, mit diesem Geschenk den Geschmack meiner Mutter getroffen zu haben und bin ganz gespannt auf ihre Reaktion. 


Link zum Projekt auf Ravelry.

Das Buch habe ich vom Bloggerportal im Tausch gegen eine Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Rezension ist davon unbeeinflusst und stellt meine Meinung dar.







14. Juni 2015

Textilgarn von Tek Tek Teil zwei: Teppiche

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit habe ich euch die ersten Ergebnisse aus den Garnproben gezeigt, die mir von Tek Tek zur Verfügung gestellt wurden. Diese Woche habe ich das letzte Projekt beendet und kann euch nun den zweiten Abschnitt präsentieren, nämlich das Textilgarn.


Auch in diesem Fall: wirklich schöne Farben, genau mein Geschmack. Die Qualität stimmt ebenso. Dass bei so einer Menge Garn ab und an mal ein Knoten drin ist, finde ich fast schon notwendig. Denn es sind wirklich richtige Klopper an Rollen. Bei der hellen stand für mich sofort fest, dass ich einen Teppich machen wollte. Zuerst habe ich es noch mit Muster versucht, das war dann aber irgendwie nichts und im Endeffekt habe ich einfach Stäbchen im Kreis gehäkelt.


Ich habe ihn auf links gelegt, weil er sich doch an den Kanten etwas hochgezogen hat. Das ist gar nicht so leicht mit so elastischem Material zu Häkeln. 
Nummer zwei wurde dann ebenfalls ein Teppich. Der eine sah doch etwas einsam aus im Bad, dem neuen Bestimmungsort der beiden. Um ein bisschen Abwechslung reinzubringen habe ich zwar wieder gehäkelt, aber ein klassisches Granny gearbeitet, immer in 3er Stäbchen herum. Letztlich war noch von dem hellgrau genug über, um eine Runde feste Maschen abzuschließen.



Gerne hätte ich es bei dem runden Teppich ebenso gemacht, aber von dem dunkleren Ton war leider alles alle. 
Ich bedanke mich nochmal herzlich bei Tek Tek für diese nette Kooperation. Und dann habe ich nochmal nett nachgefragt, ob ihr nicht auch was davon haben könntet. Könnt ihr! Schaut euch auf der Website von Tek Tek um und schreibt mir in den Kommentar, welche Farbe euch am besten Gefällt (Bitte mit der Artikelnummer). Und wenn ihr der oder die Glückliche seid, dann gewinnt ihr eine Rolle in genau dieser Farbe. Damit kann man eine Menge anfangen, wie ihr an meinen vier Projekten seht.


Es wäre gut, wenn ich über euren Kommentar Kontakt mit euch aufnehmen kann. Außerdem solltet ihr in Deutschland wohnen oder dort eine Postadresse haben. Ebenfalls freut es mich, wenn ihr ein Leser meines Blogs seid, das ist aber kein Zwang. Und jetzt los, haut in die Tasten! Gezählt wird alles, was bis zum 21.06.2015 um 24:00 Uhr hier auftaucht.






(Auch in diesem Fall gebe ich euch meine ehrliche Meinung, werde für diesen Beitrag nicht bezahlt, habe aber die Garnrollen zum Testen geschenkt bekommen. Nur, damit keiner meckern kann ;))

26. Mai 2015

Texilgarn von Tek Tek Teil 1: Kissen

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit bin ich ganz freundlich von Pedro angeschrieben worden, der den deutschen Sitz der Firma Tek Tek vertritt. Diese Firma produziert Textilgarn und recycled dabei, verwendet also Reste von alten T-Shirts. Das gefällt mir schonmal sehr. Außerdem gibt es eine riesige Auswahl, die erstmal in vier verschiedene Garne gegliedert ist: Die Barbante, die Winding und Textilgarn in zwei verschieden großen Rollen.



Pedro fragte mich jedenfalls, ob ich das Garn nicht mal testen möchte, und euch vorstelle. Weil das ja super zu meinem Blog passt und ich eh gerne mal mit Textilgarn arbeiten wollte, habe ich zugesagt und mir eine Rolle ausgesucht. Stattdessen bekam ich dann gleich vier, von jeder Qualität eine. Was war ich überrascht!

Ich habe dann direkt losgelegt und mittlerweile sind drei von vier Rollen auf Herz und Nieren getestet, zwei davon stelle ich euch heute vor: Die Winding und die Barbante habe ich jeweils zu einer Kissenhülle verarbeitet.



Die Farben harmonieren so schön miteinander, da habe ich gleich an Kissenhüllen gedacht. Denn bei den riesigen Rollen ein Körbchen oder so herzustellen ist ja ein Witz, da hat man ja noch fast alles übrig am Ende.



Fangen wir mit der Winding an: Hier habe ich ein schönes mittelgrau und mich nach kurzem Austesten fürs Stricken entschieden. Gestrickt habe ich mit 9er Nadeln, obwohl 6,5 empfohlen wird, aber das wird dann bestimmt ziemlich fest. Mit den 9er Nadeln reicht es mir vollkommen, ist blickdicht und sieht schön aus. Die Struktur ist schon was anderes, und gefällt mir gerade als Kissen ziemlich gut. Weil die Rolle für ein ganzes Kissen nicht reichte, habe ich für die Rückseite einfache schwarze Baumwolle genommen. Das Zusammennähen war dann ein Kampf, drei Anläufe habe ich mit der Nähmaschine gemacht, aber durch die Elasitizität des Stricks hat es sich immer total verzogen. Ich habe dann also von Hand zusammengenäht, ging auch, dauerte nur länger. Mein Fazit zu dem Garn: Sehr schön, gute Qualität, weniger flauschig als es auf dem Bild aussieht, im Sinne von weich, aber toll anzusehen und gerade für Deko gut geeignet.



Das zweite Kissen ist aus einer Rolle Barbante hergestellt, ebenfalls in einem netten Grau. Hier habe ich mich entschieden zu häkeln und bin im Nachhinein froh, denn die einfache Struktur macht durch das glatte Garn auch viel her. Ich habe nur feste Maschen gehäkelt mit einer Nadel, damit es schön fest wird. Auch hier hat es nicht für die Rückseite gereicht, also habe ich wieder etwas aus Stoff gezaubert für die Rückseite. Bei diesem Projekt konnte ich dafür glücklicherweise die Nähmaschine einsetzen und musste nur eine lange Kante mit der Hand schließen, nachdem das Kissen drin war.




Die beiden machen sich, wie ich finde, ziemlich gut auf unserem Sofa. Sie sind schön schlicht aber doch sehr besonders, und sie sind grau. Ich bin der Meinung, dass Grau die perfekte Farbe ist, lässt sich mit allem kombinieren und gibt es in so vielen Schattierungen!



Die beiden Garne haben mich jedenfalls überzeugt, wenn ich noch ein Kissen brauche werde ich auf jeden Fall auf Garn der Firma Tek Tek zurückkommen. Die sitzen übrigens hier in Münster, man kann das Garn zum Beispiel im Nähcafe bekommen. Fein, oder?



(Ich durfte die Garne gratis testen, was aber nicht heißt, dass meine Meinung dadurch beeinflusst wurde. Ich habe sie kritisch betrachtet und versucht, neutral zu bleiben. Meine Schilderungen sind ehrlich und in keinster Weise käuflich.)

14. Mai 2015

Häkelmantel

Hallo ihr Lieben,

am heutigen Rums nimmt mir mal wieder meine Mama das Zepter aus der Hand. Vorhang auf:




Der Mantel, den sie trägt, ist nach einer Anleitung aus der Filati Home 50/12 gehäkelt. Dabei hat sie sich für genau dieselbe Farbe des Garns Casual entschieden, eine Mischung aus Alpaka und Merinowolle, superweich. Die Farbe beschreiben wir mal mit "rosenholz".


 


Der Mantel ging ihr recht flott von der Hand, das geübte Häkelauge erkennt, dass das Muster auch recht simpel ist und hauptsächlich aus Stäbchengruppen besteht. 
Natürlich hat sie den Mantel etwas verlängert, ist schließlich ebenfalls eine große Frau. Dabei sind die Ärmel sehr lang geworden, sodass sie sie jetzt immer umschlägt. Beziehungsweise trägt das Model auf der Seite die Ärmel ja auch recht lang, von daher soll das wohl so.



Ganz besonders sind auch die Knöpfe, die werden nämlich ebenfalls gehäkelt, in Blütenform. Knopflöcher braucht es nicht, sind ja genug Löcher im Mantel. Damit sie die Jacke aber ordentlich schließen kann und es gleichmäßig ist, hat sie an die Stellen, wo Knopflöcher sein sollen, jeweils ein gehäkeltes Blatt genäht. Super Idee, oder?

Ich finde der Mantel steht ihr gut, und trotz der vielen Löcher ist er super warm. Was sagt ihr?






11. April 2015

Blogparade Häkelglück

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr genießt alle das Wochenende. Bei uns hat sich der Frühling nach zwei Tagen erstmal wieder in den Kurzurlaub verabschiedet, ich habe aber gehört, dass er bald wiederkommt. Wäre auch zu schade, es war nämlich sehr schön die letzten beiden Tage, trotz Arbeit. 
Aber so ein grauer Tag wie heute eignet sich dafür super zum Bloggen und kreativ sein - ich werde später noch die Nähmaschine aufbauen.

Daniela vom schönen Blog Gemacht mit Liebe hat eine Blogparade gestartet und damit eine kleine Lücke in der überfüllten Online-Welt entdeckt, denn wer von euch kennt solche Verlinkungen speziell zum Thema Häkeln? Es gibt recht allgemeine für alles, was kreativ ist, zum Stricken gibt es auch schon viel, aber nur ums Häkeln dreht es sich selten. Das ist schade, denn da gibt es unglaublich viele Dinge, die mehr herumkommen sollten. Darum geht es deshalb auch in der Blogparade, dass die Vernetzung besser wird und man neue Blogs kennenlernt.
Daniela wird nun monatlich eine Frage stellen, die beantworten kann, wer mag. Ich selbst zähle mich zwar nicht wirklich zu den großen Häkelfrauen, da mir das Stricken einfach besser liegt und ich so selten Häkele. Trotzdem habe ich ja schon das ein oder andere Projekt geschafft; und als Daniela mich dann noch dezent auf eins davon hinwies, habe ich beschlossen, mitzumachen. 



Die Frage, welches unser liebstes Häkelprojekt ist, kann ich eigentlich wirklich schnell beantworten. Bisher habe ich ein großes Projekt gehabt, nämlich meine Granndy Decke. Die ist fast täglich in Benutzung und wird daher von mir besonders geliebt.
Die Entstehung der Decke habe ich auf dem Blog dokumentiert, unter dem Label "Grannys Decke" könnt ihr nachverfolgen, wie sie sich nach und nach gebildet hat.
Das Besondere an der Decke: Sie besteht fast komplett aus Resten von meiner Großmutter. Nur ein wenig weiße Wolle musste ich am Ende nachkaufen. So hatte ich die Möglichkeit, einen großen gelben Sack voll mit undefinierbaren Garnen in den unterschiedlichsten Mengen aufzubrauchen. Da waren fünf Knäul rosa, aber auch etwa drei Meter von einer anderen Farbe. Sie hat offenbar alles aufbewahrt, und mich macht es stolz, dass ich alles gebrauchen konnte.


Die Grannys waren außerdem super zum Mitnehmen, einen Großteil habe ich in der Uni gehäkelt. Einfach morgens ein paar Farben in einen Beutel werfen, Schere und Häkelnadel dazu und dann während der Vorstellung munter Farbkombinationen zusammenbasteln.
Das Zusammenhäkeln am Ende ging dann nicht ganz so schnell, es war ja doch recht eintönig. Mit dem Ziel vor Augen reichte dann aber die Motivation aus, um auch noch einen hübschen Abschluss rundherum zu häkeln. Nun ist die Decke groß genug für zwei Personen, liegt bei uns auf dem Sofa und wärmt uns.

Ich schließe nicht aus, dass ich nicht noch die ein oder andere Decke häkeln werde, vor allem mal nach meinen Farbvorstellungen und mit etwas aufwändigeren Grannys. Gerade arbeite ich an einem großen Granny, das so nach und nach zur Decke wird, und verbrauche dort ebenfalls die letzten Reste meiner Großmutter.

Häkeln tue ich also offenbar besonders gerne Decken, und ich denke, das wird auch so bleiben.





20. Februar 2015

Filzblüten hoch zwei

Hallo ihr Lieben,

es ist schon eine Weile her, dass ich für meine Mutter Blüten gehäkelt und dann gefilzt habe. Gebloggt habe ich darüber an dieser Stelle. Die Blüten sind bei ihr sehr gut angekommen, und deshalb fragte sie ein paar Wochen vor Weihnachten nach der Anleitung, um ihren liebsten Freundinnen ebenfalls ein paar Blüten zu filzen. Und wie sie da so ihm Farbrausch saß und hübsche Kombinationen zusammenstellte, bekam ich ebenfalls wieder Lust. Denn die Blüten sind in einer halben bis einer ganzen Stunde gehäkelt, dann schmeißt man sie schnell in die Wäsche und schon sehen sie einfach toll aus.


Ich entschied mich also, für eine gute Freundin aus der Uni ebenfalls ein Set aus Blüten zu häkeln. Sie ist gerade von zuhause aus- und mit ihrem Freund zusammengezogen, da passt doch ein wenig Deko für die neue Bude ganz gut. Die Farbentscheidung ging recht fix, das dunkle rot ist in etwa ihre Lieblingsfarbe, und die brauntöne passen einfach gut zu ihrer Einrichtung.

Der Mutter ebendieser Freundin gefielen die Blüten so gut, dass ich direkt eine Kopie anfertigen durfte. Die warten nun noch auf Abholung, sind aber auch schon fertig. 
Die Behälter für die Teelichter gibt es übrigens beim schwedischen Möbelhaus, die passen da ziemlich gut rein. Und die großen Teelichter bekommt man eigentlich überall. 




20. Dezember 2014

Ein Tuch aus Grannys aus Blüten

Hallo ihr Lieben,

weil ich noch immer viel beschäftigt bin, zaubere ich für euch ein weiteres Projekt aus dem Hut, dass meine Mutter gewerkt hat. Also, Bühne frei:


Noch ist von dem Tuch nicht allzu viel zu sehen, zumindest im Detail. Ihr seht aber schonmal die schöne Farbe - grau geht ja immer. Es handelt sich bei dem Garn um Alta Moda Lace von Lana Grossa, Farbnummer 11. Das Garn ist schön, es hat so eine "Stricklieslstruktur", ihr wisst schon, was ich meine.


In den folgenden Aufnahmen erkennt ihr den ganzen Charme des guten Stücks: Es ist ein Grannytuch, aber weit weg von dem robusten Look der einfachen Grannys. Hier sind es schöne Blüten und dazwischen filigrane Stücke, die alles zusammenhalten. 

 Damit der obere Abschluss nett aussieht, werden dafür kleine Dreiecke gehäkelt. Die Anleitung findet sich im Heft Lace No. 4 und ist direkt das erste Modell, dort in einem olivgrün. Wer gerne häkelt und Grannys kennt, weiß um die Vorteile zu schätzen: Man kann mal eben eins zwischendurch machen, es liegt nicht so viel herum und lässt sich auch gut mitnehmen, wenn man unterwegs ist. Meine Mutter überlegt schon, eine zweite Variante zu machen, dann aber in mehreren Farben, sodass es schön bunt wird. Sie trägt das Tuch häufig und gerne. 


Und es steht ihr auch ausgezeichnet, oder?