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16. September 2021

Brocade Diamond - Ein Project Knit

Ich berichte über einen Teststrick, es dürfte sich also um Werbung handeln. 

 Hallo ihr Lieben!


Kennt ihr die in der Strickwelt beschriebene Unterscheidung von "Project Knit" und "Process Knit"? Ersteres beschreibt die Strickprojekte, wo das Stricken den geringeren Teil der Freude ausmacht, dafür aber die Vorfreude auf das fertige Teil antreibt. Für mich sind das zum Beispiel Socken, das Stricken kann ich im Schlaf und es ist überhaupt nicht spannend, aber weil ich mich auf die Socken freue stricke ich sie trotzdem. Process Knit ist für mich jedes mehrfarbige Stück, Muster stricken macht mir so viel Spaß, zu sehen wie es langsam entsteht...

Nunja, das Tuch, das dieser Beitrag vorstellt, ist definitiv auch ein Project Knit. Am Anfang hat es noch ein bisschen Spaß gemacht, dann wurde es schnell mühsam. Warum? Nun ja, auf den ersten Blick sieht es aus wie ein helles Tuch mit rotem Rand, richtig?

Aber das täuscht! Sophia, die Designerin dieses Tuch, fängt hier schön ein, wie ich versuche das Muster einzufangen. Ist mir in dem Licht nicht gelungen, aber hier unten seht ihr es: Das Tuch ist komplett gemustert. Dabei entsteht dieses Muster nicht durch verschiedene Farben, acuh wenn es so aussehen mag, sondern durch verschiedene Garne. Der Hintergrund wurde in Lamana Milano gestrickt, das Muster in Lamana Cusi, beides in derselben Farbe. Und genau das hat den Strickprozess recht kompliziert gemacht, wo jetzt bei näherem Hinsehen das Muster deutlich erkennbar ist, war das während des Strickens oft schwierig.

Aber Sophias Idee gefiel mir einfach gut, also habe ich weiter gemacht. Praktisch war dabei, dass sie mir ein Nadelset ausgeliehen hatte (damit war der Funke gelegt, einige Monate später habe ich ein eigenes bekommen). Somit konnte mit wachsendem Umfang auch die Seillänge wachsen, ohne dass ich diverse Rundnadeln herumhantieren musste. Das Tuch wird nämlich in der Runde gestrickt, am Schluss folgt dann ein Steek, also das Aufschneiden entlang einer Seite um aus einer spitzen Tüte ein Tuch zu machen.

Mit Lamana Cusco wurde dann der Rand gestrickt und Voila, das Tuch war fertig. Es ist wirklich schön, wir philosophierten schon über andere Farbzusammenstellungen, trafen uns bei extremer Luftfeuchtigkeit und Hitze in Münsters Rieselfeldern für Fotos (das war 2018) und danach gehörte das Tuch zu meiner kleinen feinen Auswahl an wolligen Halswärmern. Aber leider kam es seiner Bestimmung nicht oft nach, zusammen mit dem very hungry Caterpillar Tuch hatte ich zwei in einem sehr ähnlichen Farbspektrum, und so blasse Farben so nah am Gesicht ist im Winter auch irgendwie nicht gut für mich, da fühle ich mich so bleich.

Deshalb wanderte das Tuch vor ein paar Monaten zurück zu Sophia, die sich arg darüber freute und es sicherlich häufiger nutzt als ich. Und vielleicht muss ich es einfach nochmal stricken, nur eben in anderen Farben.

Wie gefällt euch die Idee mit dem Muster durch Struktur? Welche Farben würdet ihr wählen?

Mein Projekt findet ihr auch auf Ravelry, ebenso wie die Anleitung. Passendes Garn gibt es bei Sophia im Shop als Paket, oder vielleicht auch bei eurem Lieblings Händler vor Ort. 


Happy knitting!

Julia



14. November 2019

Ministrick

Hallo ihr Lieben, 

ich hab da mal ein bisschen gesammelt, und langsam wurde die Liste mir zu lang, also dürft ihr jetzt eine kleine Flut von Ministrick anschauen. Ich verstricke ja immer eifrig meine Reste in Babykleidung, aber weil es dazu immer nicht so viel zu erzählen gibt, mache ich einen kleinen Stapel und zeige es euch dann zusammen. Bereit?


Den Anfang macht dieses schöne Jäckchen nach einer Anleitung von Stichfest, welches ich testgestrickt habe. Etwas mehr als 100g Regia Schachenmayr habe ich verstrickt und damit eine Jacke in der Größe 6 Monate erhalten. Das Garn habe ich über Ravelry aus dem Stash einer anderen Strickerin gekauft, also Second Hand und so.


Das hübsche Strukturmuster ist ganz einfach zu stricken, geht nur über vier Maschen und vier Reihen und wird nur im Körper und am Ärmel an einem Streifen gestrickt. Ich habe das Jäckchen wie ursprünglich konzipiert von unten gestrickt, also erst Körper und die einzelnen Arme, dann alles zusammengefügt auf einer Nadel und mir Raglanabnahmen. Die Knopfleiste wird direkt mitgestrickt und am Schluss mit dem Halsbündchen geendet. Weil es im Test vorgeschlagen wurde, hat Sophia in die Anleitung auch noch Angaben für eine RVO-Version, also von oben an gestrickt, eingefügt, und außerdem eine um alles in der Runde zu stricken und nachher aufzuschneiden. Ganz schön viele Varianten, oder?


Weil ich insgesamt 300g von dem Garn hatte und mir die Farbe so gut gefällt, habe ich direkt ein weiteres Projekt daraus gestrickt und aus dem einzelnen Jäckchen ein Set gemacht, indem ich eine Hose dazu gestrickt habe.


Die Anleitung habe ich aus dem Klompelompe Buch, "Hose süßer Fratz" nennt sie sich und ist damit ziemlich weit oben im Kampf um die Auszeichnung für den schlimmsten Anleitungsnamen. Aber das sagt ja zum Glück nichts über die Anleitung an sich aus. Die Hose wird vom Bund an gestrickt mit ein paar Wendemaschen um die hintere Seite windeltauglich und höher zu machen. Später kommen dann Zunahmen im Schritt, die habe ich ein bisschen verändert in ihre Position. Die Beine werden dann einzeln runtergestrickt.


Damit beide nicht nur anhand der Farbe als Set erkennbar sind, habe ich noch eine Änderung vorgenommen. Das Muster, welches eigentlich laut Anleitung einen Streifen an den Hosenbeinen bildet, habe ich durch das des Jäckchens ersetzt. Gute Idee oder? Sieht auch sehr schön aus, finde ich. Vermutlich wird beides zusammen nie getragen, ist ja schon recht monochrom, aber hübsch sieht es aus.


Machen wir mal ein bisschen farbenfroher weiter. Der nächste Pullover ist ein bisschen frei Schnauze entstanden, aus einem Sammelsurium an Garn. Ich habe mir irgendeinen Pullover aus dem Internet als Richtlinie für Maschenzahl und Zunahmen genommen und dann einen Pullover mit Rundpasse entworfen, auch das Muster habe ich mir ausgedacht.


Durch die unterschiedlichen Garnstrukturen kommt es nicht besonders gut zur Geltung und das Ganze sieht auch ein wenig sehr improvisiert aus, aber irgendwie mag ich ihn trotzdem. Hauptgarn ist das dunkle blau, ein Strang Arranmore von The Fibre Company den ich auf der H+H geschenkt bekam, zusammen mit einigen kleinen Pröbchen von anderen Garnen sowie Resten von anderen Projekten.


Ich schätze mal, dass die Größe so ungefähr mit einem Jahr passen müsste, aber ohne eigene Kinder ist das wirklich ins Blaue geraten, haha. Der Pullover ist ziemlich dick und sollte so warm sein, dass er auch draußen getragen werden kann. Verschenken werde ich ihn aber nicht, dafür ist er mir zu unschön.


So, zum Schluss nochmal richtig Farbe: Ebenfalls aus dem Klompelompe Buch ist die "Jacke süßer Fratz", die ebenfalls mit einem kleinen Strukturmuster ausgestattet ist, allerdings über das komplette Stück. 
Ich habe hier den Rest von meinem Boxy und meiner Mütze verwendet, weil ich die Farbe einfach zu schön fand um sie nicht zu nutzen. Ganz gereicht hat es nicht mehr, an den Ärmeln habe ich dann einfach ein Restchen Sockenwolle genommen.


Die Jacke wird ebenfalls von oben gestrickt, mit Raglanzunahmen, eigentlich wie jeder andere Raglan auch. Die Anleitung ist allerdings fehlerhaft. Zum einen stimmte etwas bei den Ärmelmaschen nicht, zum anderen wird das Muster lediglich in Reihen beschrieben. Wenn dann also beim Ärmel steht, dass die Maschen aufgenommen werden und dann das Strukturmuster gestrickt werden soll, ist ein bisschen mit- und umdenken nötig, sonst wird es unschön. Klar ist das nicht schwer, aber finde ich schon unpraktisch.


Das war sie, meine kleine Kollektion. Was macht ihr so mit euren Garnresten? Erzählt doch mal. 

Happy knitting, 

Julia


1. Juli 2018

Babystrick von Stichfest

[Werbung: Garn und Anleitung zur Verfügung gestellt bekommen. Verlinkte Personen, Websiten etc. ohne Erhalt von Geld. Meinung selbst gebildet]

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass der Anteil an gestrickter und genähter Kinderkleidung hier stark zurück gegangen ist. Eine Zeit lang habe ich diese Projekte ja genutzt, um Stoffreste zu verarbeiten, dann bin ich jedoch dem Projekt Sternchennähen über den Weg gelaufen und stecke nun dort meine Reste hinein. 
Was jedoch nicht aufgehört hat: Sophia entwirft immer mal wieder für ihren Neffen, dann aber eben auch als Anleitung für alle zu kaufen, kleine schöne Strickprojekte. Und davon will ich euch heute zwei zeigen. 


Aus der ersten Anleitung, der Oldschool Bonnet, ist bei mir gleich ein ganzes Set geworden. Ursprung der Idee war hier nicht der Neffe, sondern ein kleines Knäul (25g) feines weißes Garn. Was soll man daraus schon machen? Und so entstand die Mütze, die ich dann zusammen mit Saskia testen durfte. Dafür wurde uns das Garn, Lana Grossa Meilenweit Cashmere, von Sophia zur Verfügung gestellt, deshalb die Kennzeichnung. Zusammen mit anderen Teststrickern auf Ravelry haben wir noch einige Verbesserungen entwickeln und Fehlerchen ausmerzen können, und jetzt gibt es dieses süße Mützchen auf Ravelry zu kaufen. Die Mütze ist schnell gestrickt, macht aber gut was her und wächst durch das Lace-Muster lange mit. Sicherlich wunderschön zur Taufe, für Fotos... und zum Anziehen sowieso.
Weil im Gegensatz zur dem Ursprungsgarn dieses hier in 50g Knäulen daherkommt, war noch etwa die Hälfte übrig, was dazu führte, dass ich fix ein passendes Paar Söckchen gestrickt habe. Und schon ist wieder ein Geschenk fertig!


Die Anleitung für diese süße Wollhose gibt es schon länger auf Ravelry. Da sie selbst aber kaum Bilder von ihrem fertigen Modell gemacht hat, bevor es verschenkt wurde, habe ich noch eine Version gestrickt. Auch hierfür wurde mir das Garn zur Verfügung gestellt. 


Die Hose wird von oben gestrickt, man beginnt also mit dem Bündchen. Danach kommen ein paar verkürzte Reihen, mit denen Platz für den Windelpo geschaffen wird. Dann geht es erstmal lange rund, Abwechslung bringen hier die kleinen Zöpfe an den Seiten. Ein paar Zunahmen für den Schritt, und dann werden die Beine einzeln herunter gestrickt und ebenfalls mit Bündchen abgeschlossen. 
Verwendet habe ich Rowan Pure Wool 4ply, also ein Garn in Sockenwollstärke. Mit einem ganz normalen Knäul Sockenwolle kommt ihr locker hin, also ein super Projekt um Stasth abzubauen. Ich habe die fertige Hose gewogen und 88g sind dabei herumgekommen. Passenderweise habe ich nochmal 88g passende Reste in meinem Regal, in rosa und lila ... also folgt wohl noch eine ganz kitschige Version. 


Bei den Beinbündchen habe ich mir besonders Mühe gegeben und mit einem Tubular Bind off abgekettet, das sieht einfach so schön ordentlich aus!

Ich freue mich, wenn ich euch inspiriert habe, sich die Anleitungen mal näher anzuschauen. Mir machen ja diese kleinen Projekte zwischendurch immer viel Spaß, wir ihr wahrscheinlich schon wisst. 


Happy knitting!

Julia



Verlinkt mit Maschenfein
Profil auf Ravelry

13. Mai 2018

80s Latz

Hallo ihr Lieben!


Die Industrie an sich ist für mich als Außenstehende ja ein sehr spannendes Phänomen. Sie versucht, die breite Masse anzusprechen, möglichst viele Menschen zum Kauf zu animieren. Dazu werden Trends verfolgt, Umfragen gemacht und eine Menge Daten gesammelt. Randgruppen bleiben logischerweise auf der Strecke: Große Frauen beim Kleiderkauf, kleine Männer beim Hosenkauf, Frühchen generell, und das sind nur kleine Beispiele die mir gerade für die Bekleidungsschiene einfallen. 

Nun sollte man also meinen, dass jeder ach so kleine Trend sofort aufgenommen wird, denn er lässt sich schließlich super zu Geld machen.
Ausnahme: Ringelsockenwolle.
Jedenfalls in Deutschland. 

 

Während im Handfärbermetier die Ringelsockenwolle für Höchstpreise über die Theke geht und in die ganze Welt verkauft wird, haben die industriellen Garnhersteller noch immer nicht wirklich nachgezogen. Es gibt das Pairfect von Schachenmayr, eine Hand voll gedeckter Farben, aber etwas unsicher ist nur der Schaft geringelt. Ab und an findet sich bei anderen Herstellern mal eine Sonderedition mit Ringeln, aber das wirkt dann eher wie ein Versehen. Knallige Farben und rundum geringelte Sockenwolle lässt sich kaum auftreiben. Lässt einen wundern, und ein wenig Neid auf alle empfinden, die Knit Picks Felici ohne horrende Versandkosten verstricken können. 

Aber ganz langsam scheint die Erkenntnis anzukommen. Nach Schachenmayr ist nun auch Lana Grossa mit auf den Ringel-Zug aufgesprungen und hat die 1:1 entwickelt. Noch ist sie nicht offiziell im Handel, aber Sophia als bekennende Ringel-Liebhaberin hat das Garn schonmal zum Testen bekommen. Weil sie zeitlich etwas eingespannt war, hat sie mir das Garn überlassen, ich sollte mal testen, wie die Pairfect Dungarees daraus aussehen. 


Gesagt, getan. Ich muss zugeben, erst war ich ganz schön irritiert von der Reihenfolge der Farben. Die Latzhose wird von unten gestrickt, man beginnt mit einem Bein. Der Faden kommt aus der Mitte des Knäuls, es ist also ziemlich spannend, was da so als nächstes kommt, vor allem, wenn man gefühlt als allererster Mensch diese Farbe verstrickt. Lila und blau waren ja noch nett. Türkis-mint und blau auch, obwohl mich schon irritierte, dass es ein anderes blau war. Dann kam das gelb, okay. Und dann dachte ich, das gelb wäre dreckig geworden. Blieb aber recht lange dreckig, und ein paar Runden später war klar, das muss wohl so. Meine Begeisterung hielt sich erst in Grenzen, aber nachdem alle Ringel gestrickt waren ist es doch sehr stimmig geworden und gefällt mir tatsächlich. 
Das Sockengarn kommt in praktischen 50g Knäulen, was besonders für diese Latzhose angenehm ist, da kein Garn abgewickelt werden muss. Das Garn, was hier die Beine bildet, wäre bei Socken der Schaft. Der Fuß wäre dann schlicht blau, wie der obere Teil der Latzhose. 
 


Weil ich die Latzhose ja schonmal gestrickt habe und etwas anderes ausprobieren wollte, habe ich die Träger und die Kanten der beiden Latze im kleinen Perlmuster gestrickt. Sophia ist vor Schreck fast vom Stuhl gefallen, schließlich bin ich bekennende stumpf nach Anleitung Strickerin, wohingegen sie es keine zwei Sekunden aushält anderer Leute Anweisungen zu folgen und meist nach dem Maschenanschlag ihr eigenes Design entwickelt. 
Mir gefällt die kleine Veränderung sehr gut. Auch das Garn fühlt sich toll an, hat sich schön verstricken lassen und lässt mich vorfreudig auf weitere Farben warten. 

Sophia hat übrigens auch schon darüber gebloggt, dort seht ihr auch noch eine weitere Ausgabe der 1:1 von Lana Grossa als einfache Babyhose. 

Vermutlich handelt es sich hier irgendwie um Werbung, da ich das Garn nicht bezahlt habe. Trotzdem bin ich unvoreingenommen an das Testen herangegangen und habe hier meine ehrliche Meinung für euch aufgeschrieben.

Seid ihr Freunde von Ringelsocken? Ist das Garn was für euch?


Happy knitting!

Julia

10. Mai 2018

Very hungry caterpillar shawl

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht erinnert ihr euch noch an das letzte Tuch, was ich für Sophia gestrickt habe. Also, nach ihren Vorstellungen, aber am Ende für mich. Ein Teststrick, aber das erste Mal ohne, dass Sophia selbst vorher getestet hat. Spannend war das, und zu Anfang mit einigen Wirrungen verbunden. 


Denn meine Maschenprobe stellte sich als eine ganz andere heraus als die ihre. Das Tuch wurde viel zu schnell viel zu hoch, also wirklich wie ein normales V und nicht so abgeflacht, wie es sein sollte. Ich musste also ribbeln, nochmal neu anfangen, aber von da an ging es zügig voran, lässt sich dieses Tuch doch wirklich flott und gut nebenbei stricken. 


Insgesamt nur 195g wiegt dieses große und voluminöse Tuch. Es wird von der Spitze an in Reihen gestrickt und ganz klar auffallend sind die "Raupen", wie wir sie zu Beginn nannten, deshalb auch die Namensgebung: Unten eine ganz kleine Raupe, die Masche für Masche wächst und wächst. Und am Ende ist ein ganz schönes Tuch entstanden, welches mit einem I-cord abgekettet wird. 


Beide "Farben" werden zweifädig aus Lamana Milano und Lamana Cusi gestrickt. Im Zusammenspiel mit den dicken Nadeln (5,5mm) ergibt sich so flott ein ganz fluffiges, weiches Tuch, welches trotzdem toll wärmt. Je nach Farbwahl ist es zu jeder Jahreszeit tragbar. Die Farbpalette ist riesig, und natürlich kann man auch nur einfädig aus einem dickeren Garn stricken etc. Die Größe kann ebenfalls individuell gewählt werden, bei mir war sie erreicht, als das Garn alle war. Dabei liegt der Verbrauch natürlich bei allen vier Garnen nicht gleich, sodass nur eins dieser Garne alle war, ein paar Reste gibt es. 


Die Farben habe ich mir übrigens nicht selbst ausgesucht, sondern Lamana, da uns das Garn freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Ich könnte nicht zufriedener sein, rot mag ich sehr gerne, besitze aber noch kein Tuch in so einem knalligen Ton. Und der ganze Braun-Beige Bereich ist in meinem Schrank auch eher rar, es fügt sich also sehr gut ein. 


Die Bilder haben Sophia und ich dann gemeinsam gemacht, den Wagen hätte ich übrigens sehr gerne in meinem Garten, danke. So ein schöner Hintergrund! Da musste dann auch gleich das Tuch hin drapiert werden. 


Aktuell befindet sich die Anleitung kurz vor Vollendung. Ich gebe euch Bescheid, sobald sie bei Ravelry und in Sophias Shop zu kaufen ist. Vermutlich wird es dort dann auch die Anleitung zusammen mit einem passenden Garnpaket zu kaufen geben, was ich ja ziemlich praktisch finde. 


Der ganze Beitrag ist vermutlich als Werbung zu kennzeichnen, da ich weder Garn noch Anleitung gekauft habe. Meine Meinung ist dadurch aber nicht beeinflusst und frei heraus getippt. Die Garne von Lamana mag ich sehr, zumindest die, die ich bisher ausprobieren durfte. Die Lauflänge ist immer wieder überraschend und alles ist so weich! Und in Sophias Anleitungen habe ich sowieso ein Grundvertrauen, so viele wie ich bisher schon gestrickt habe. 

Happy knitting!

Julia


Verlinkt mit RUMS  // Projekt auf Ravelry

8. Dezember 2017

Hat Kreativität ein Ende?

Hallo ihr Lieben!

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag erst morgen früh (Samstag) schreiben. Jetzt bin ich aber gerade, nachdem ich wie ein Kind im Schlafanzug (mit Jacke drüber) in den Schnee geflitzt bin, sehr elektrisiert und muss diese Energie loswerden, bevor es ins Bett geht. Also gebe ich sie hier weiter.

Und ja, Schnee versetzt mich in einen kindlichen, unglaublich erfreuten Status. Es wäre so schön, wenn wir dieses Jahr mal wieder viel Schnee hätten hier im Münsterland!

Ich habe jetzt ungefähr fünf Minuten in die Luft gestarrt und überlegt, wie ich eine Überleitung zu Kreativität bekomme. Dabei ist nichts herausgekommen, wie ihr wohl merkt, also muss es so gehen. Meine liebe Strickfreundin Sophia ist ja definitiv der kreative Kopf unseres kleinen Stricktreffs. Immer wieder steckt sie mich mit neuen Ideen an, es sprudelt beinahe. Beispiel gefällig? Aus dem Garn Pairfect von Regia hat sie nicht nur wie vorgesehen Socken gestrickt. Sondern auch Handschuhe, Babymützen eine Babyhose und jetzt eben auch eine Latzhose. 


Diese Idee, welche wie gewohnt bei mir auslöst, dass ich das Design probestricke, kam passenderweise mit einer anderen lustigen Begebenheit zusammen. 
Mit Regia Pairfect strickte ich ein Paar Socken. Kurz vor Schluss der zweiten Socke begegnete ich einem Knoten. Nun habe ich mich mitnichten darüber geärgert, bin ich doch erfahrene Strickerin und weiß, dass das Garn nicht endlos vom Schaf runtergerollt werden kann. Eher belustigt schickte ich Sophia ein Bild nach dem Motto "War ja klar, dass ich mal wieder einen Knoten finde", denn in der Tat scheine ich ein Radar dafür zu haben. Sie reagierte aber relativ nüchern und empfahl mir, dies dem Kundenservice von Schachenmayr mitzuteilen, da das Garn gar keine Knoten haben solllte. Tatsächlich: Die Banderole verspricht Knotenfreiheit, welche für zwei identische Paar Socken ja vielleicht auch notwendig ist. Ich schrieb also eine freundliche Mail und bekam ebenso freundlich Ersatz versprochen. Damit hatte ich nicht gerechnet, denn bei meiner Version handelte es sich um die Degrade Farbe, und ob da nun ein winziges bisschen fehlt fällt nun wirklich nicht auf. Aber natürlich sagte ich nicht nein und bekam wenig später dieses Knäul - Überraschung! Ich hatte damit gerechnet, dieselbe Farbe, die ich gerade erst in ein Paar Socken verstrickt hatte, nun nochmal zur Latzhose verarbeiten zu "müssen". Doch als hätte Schachenmayr es geahnt, schickten sie mir ein viel kinderfreundlicheres Knäul zu, noch dazu neu für mich, wodurch das Stricken deutlich schneller voran ging. Vielen Dank!


Zur Latzhose selbst: Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Weiterentwicklung der Pairfect Pants. Man kommt mit einem einzigen Knäul aus, und je nach Garn entsteht wie hier ein sehr buntes Modell oder aber eines mit Streifen an den Beinen und schlichtem Körper. Oder oder oder, wenn man von der Pairfect abweicht ist natürlich alles möglich, bei der Masse an Sockengarnen. Aber gerade mit Pairfect macht es schon ziemlich Spaß. 
Ich habe den natürlichen Verlauf des Garns ein wenig auseinandergenommen und schreibe es für euch mal auf, falls jemand Interesse hat. 
Begonnen habe ich die Beinbündchen mit dem Anfang, die Beine dann bis zum Beginn des Fersenteils auch erstmal gestrickt. Die Ferse ist dann eigentlich wieder schlicht blau, diesen Teil habe ich abgewickelt, ebenso den darauffolgenden roten Teil und später für Latz und Träger verwendet, um eine Art Rahmen zu erzielen. Für den Körper habe ich dann zuerst den grünen Teil des Garns (=Fußteil) verwendet. Das waren ein paar mehr Fäden zu vernähen, hat sich aber gelohnt meiner Meinung nach.


Fun Fact: Linkes Bein habe ich zuerst gestrickt, das rechte dann zunächst unter Migräne und später Drogen Migränemedikation. Verrückt, wie sich anscheinend meine Fadenspannung und damit das Muster komplett verändert hat!
Mein Projekt könnt ihr natürlich bei Ravelry finden, und wenn ihr die Latzhose nachstricken wollt: Die Anleitung gibt es ebenfalls dort.





3. September 2017

Update No. 7

Hallo ihr Lieben!

Hui, die letzten 14 Tage sind ratzfatz vergangen. Einen einzigen Tag hatte ich frei, und dementsprechend wenig Zeit war für meine liebsten kreativen Beschäftigungen. Außerdem fehlte mir Motivation, in diesem kurzen Zeitraum etwas neues an der Nähmaschine zu beginnen, ich habe mich mehr auf die Stricknadeln konzentriert. Denn morgen geht es schon wieder für eine Woche weg, nochmal etwas Sonne tanken. Und dann, glaube ich, kann ich mich richtig mit dem Herbst anfreunden und entsprechend meine Projekte planen. 
Nichts desto trotz gibt es natürlich etwas zu sehen hier.



Neu im Schrank



Am glücklichsten bin ich über den neuen Pullover in meinem Schrank. Das war echt nicht leicht auszuhalten, ich hatte ihn vor dem letzten Urlaub ja quasi fertig, wollte nur unten noch ein paar Zentimeter dranstricken. Weil es sich für so ein bisschen Arbeit nicht lohnt, so viel Projekt mitzunehmen, blieb er natürlich zuhause und wurde erst nach dem Urlaub fertig gestrickt. Und seitdem ist es dann doch zu warm, um einen Pullover zu tragen, auch, wenn er aus Baumwolle ist. Aber jetzt steckt er für die kühleren Abende in meinem Koffer und ich hoffe, auch ein paar schöne Bilder davon mitzubringen. Eigentlich könnte er noch ein Bad gebrauchen - ich habe hierfür Garn wiederverwertet und dieses nicht gewaschen. Ihr kennt diese alten Telefonkabel, die so wie ein Korkenzieher gedreht sind? So sieht das Garn auch aus, und ich glaube, daher kommt das etwas unruhige Maschenbild. Da ich aber sowieso immer alles wasche, was im Koffer war (in dem ja auch ein dreckiges Strandhandtuch etc. rumfliegt) darf er nach dem Urlaub seine Taufe erleben. Gestrickt habe ich mit GGH Cottina, ursprünglich hatte ich dieses Kleid daraus hergestellt. Die Anleitung nennt sich After the rain und ist von Heidi Kirrmaier.


In meinen Stories auf Instagram habe ich euch an der spontanen Entstehung dieser Weste teilhaben lassen. Im Endeffekt habe ich in ein Stück Stoff zwei Löcher geschnitten, mehr Arbeit war da nicht dran. Ich muss die Kanten nun ein bisschen im Blick behalten, sollten sie zu sehr fusseln, muss ich mir da noch etwas überlegen. Ansonsten habe ich ein schönes, kuscheliges Teil für den Übergang erschaffen! Bei Interesse kann ich dazu gerne nochmal ein kleines Tutorial in die Tasten hauen. 


Die Pulloverreste wollten natürlich schnellstmöglich verarbeitet werden. Zusammen mit einem anderen Sommergarn habe ich eine kleine Latzhose aus dem Klompelompe Buch gestrickt. Ging sehr flott und hat so ein niedliches Ergebnis hervorgerufen. 


Aus dem Urlaub übrig geblieben war diese Hose. Das Bündchen und etwa die halbe Po-Länge hatte ich dort gestrickt, der Rest ist dann in den letzten zwei Wochen entstanden. Und genug Garn für eine passende Mütze gab es auch noch. Bei den Garnen handelt es sich um Reste, einzig bei dem unifarbenen kann ich euch sagen, dass es sich um Loden von Regia handelt, das Bunte kam in einer Kiste voll Sockenwollreste zu mir. Die Anleitung für die Hose ist meine favorisierte Hosenmatz von Lanade, in der kleinsten Größe. Für die Mütze habe ich mal was neues ausprobiert, es handelt sich um "Heim", hier wird gleich ein ganzes Set für null Geld beschrieben, Hose, Cardigan und eben diese Mütze. Die Ohrklappen werden über verkürzte Reihen geformt, das fand ich sehr interessant. 



Auf den Nadeln




Am meisten Spaß macht mir aktuell ein Teststrick für Stichfest. Ein ganz besonderer Body ist hier in der Entstehung, und ich verwende mal wieder - Überraschung - Sockenwollreste. Unten erkennt ihr dasselbe Grün wie beim Hosenbündchen. Darüber kommt ein mir unbekannter Rest aus erwähnter Restekiste. Dann der Alleskönner Flanell von Regia. Und als letzte Farbe wird ein helles Grün eingesetzt werden. Ich bin jetzt ganz kurz vor der Ärmelteilung, aber da ich den Body auf Holznadeln habe und auch für die Ärmel Holznadeln besitze, werde ich hier pausieren und mir dieses Strickstück ins Handgepäck packen. Es ist einfach dafür prädestiniert: Glatt gestrickt, technisch zwar neu für mich, aber auch gut im Halbschlaf machbar (hoffe ich) und mit schnellem Erfolg. 


Für den Urlaub packe ich mir wieder eine handvoll kleiner Sockenwollreste ein um Babysocken daraus zu stricken, das hat mir im letzten Urlaub sehr viel Spaß gemacht. 


Und zuletzt gibt es noch ein Projekt aus geribbeltem Garn. Irgendwie ist das aktuell Thema bei mir, was nicht schlimm ist, spart doch ordentlich Geld, denn das Material ist ja schon da! Der Foolproof Schal, den ich mir aus Merinogarn von Drops gestrickt hatte, war zwar wirklich schön, ist aber, wie Merino das nunmal so an sich hat, gut gewachsen über die Zeit. Und da es sich um einen Rundschal handelt, war da für meinen Geschmack deutlich zu viel Luft um den Hals, besonders beim Radfahren. Die Menge sollte ungefähr für den Ramble von Andrea Mowry reichen, in den ich mich irgendwie verliebt habe. Bisher habe ich noch nie Brioche gestrickt und bin sehr gespannt auf den gemusterten Teil. Bisher geht es aber erstmal etwa 200 Reihen in kraus rechts hin und her. 



Unter der Nadel / Neuzugänge



Material im wahrsten Sinne ist bei mir in letzter Zeit keines dazugekommen, bis auf eine kleine Menge Garnreste von Sophia, die ich übernehmen darf um ihren Stash zu erleichtern. Dafür habe ich aber unter anderem die neue La Maison Victor ergattert. Ich bin ja mit Nähzeitschriften immer recht klar: Bieten sie mir mindestens zwei Schnitte, die ich gerne nähen möchte, dürfen sie mitkommen. Das ist nicht immer der Fall, aber hier habe ich gleich mehrere interessante Schnitte gesehen. Ein Top mit kleinem Rollkragen, was ich für diesen Winter für meine leicht kratzigen Strickpullis eh nähen wollte zum Beispiel. Oder ein Hemdenschnitt für meine liebsten Männer. Eine Babyhose für die Stoffreste. Und die Jacke Carol: Eine Kurzjacke mit Kapuze und längerem Saum am Rücken, kastig, irgendwie cool. Schon vor Wochen hatte ich ja bei der Jacke einer Kollegin die Idee kopiert, Spitze als Futter einzusetzen. Zuerst dachte ich an etwas Jeansjacken ähnliches, aber diese Jacke hier scheint mir auch hervorragend zu meiner Idee zu passen. Nun fehlt nur noch der passende Außenstoff, bzw. muss ich mich entscheiden. Die Spitze seht ihr zuoberst. Darunter ein Khaki-farbener Stoff mit ein ganz bisschen Dehnbarkeit, recht dünn. Die Kombination finde ich toll, aber dann wird es eher eine Sommerjacke. Darunter Mint-farbene Baumwolle von Ikea in der bekannten Festigkeit. Wäre sicherlich wärmer, die Farbe aber eher Frühling/Sommer, oder? Und ganz öde, aber auch klassisch: Schwarzer Jeansstoff. Was meint ihr?


Und nochmal neues Lesewerk gab es für mich. Svenja vom Label Lotte&Ludwig kenne ich gefühlt schon ewig. Vor Jahren las ich ihren Blog, den sie während ihres Studiums schrieb. Dann folgte die Entwicklung zur Schnittmusterdesignerin, und viele Schnitte von ihr habe ich gekauft, probegenäht, hier vorgestellt. Noch dazu finde ich sie als Person unglaublich sympathisch. Zusammen mit Angela Mayer-Spannagel hat sie jetzt ihr erstes Buch herausgebracht: Nähen & Stricken für die Kleinsten. Ohne zu Zögern habe ich das Buch vorbestellt, ihren Stil mag ich, und ich wollte sie gerne auf ihrem Weg unterstützen. Vor zwei Tagen ist es angekommen und ich bin super glücklich mit dem Konzept: Eigentlich kann man mit diesem Buch die komplette Garderobe bestücken. Es finden sich Schnitte für Body, Shirt, Schlafsack und Schlafanzug sowie Kleid und warme Kleidungsstücke für draußen. Während Svenja für diese Schnittmuster verantwortlich ist, hat Angela Strickanleitungen entwickelt, die wunderbar dazu passen. Mützen, Pullover, Handschuhe. Ein tolles Konzept, und einige Seiten habe ich geistig schon markiert um meinen Stoffresten weiter zu Leibe zu rücken. Ich meine, wie toll wäre bitte der Overall unten rechts auf dem Cover aus diesem tollen weichen Teddy-Plüsch, den ich als Rest von einer Kollegin geschenkt bekommen habe? Darauf freue ich mich auch schon sehr. 

Das waren sie: Meine aktuellen Projekte, Pläne und fertiggestellten Objekte. Wie sieht es denn bei euch so aus? Schon herbstlich, noch sommerlich, desorientiert? Welchen Stoff favorisiert ihr für die Jacke?


Verlinkt bei Maschenfein, Fadenwechsel.




5. August 2017

Ministrikk und Minisew

Hallo ihr Lieben!

Ohne viele aufwändige Worte zeige ich euch heute mal wieder ein wenig von den Kleidungsstücken für die winzigsten Erdenbürger unter uns, die in letzter Zeit fertig geworden sind. Da im September gleich zwei Babies in meinem näheren Bekanntenkreis geboren werden, sind manche der Sachen schon spezifisch als Geschenke verplant, der Rest wandert in die Kiste. 


Für mich habe ich zu Beginn des Sommers ein Top genäht, aus schönem weichen Baumwollgarn Cosma. Davon ist genug übrig geblieben, um auch ein winziges Shirt zu stricken nach der Anleitung Composite. Die ist explizit für Neugeborene, aber ich finde das Shirt so winzig, kann kaum glauben, dass da was anderes als eine Puppe reinpasst. Entsprechend schnell war es auch zu stricken. 


Und weil ich mit dem Shirt die Menge an Garnrest grad mal halbiert hatte, habe ich noch schnell eine passende Hose dazu gestrickt. Die Anleitung heißt Tiny Pants und ich habe sie schon öfter verstrickt, das Ergebnis ist immer so niedlich. Eventuell habe ich bei dieser Version die Fäden noch nicht vernäht, munkelt man...


Das nächste Projekt ist dann schon etwas größer: Der Pullover Sainte Chapelle, mal wieder ein Teststrick für Sophia von Stichfest. Das Regenbogenbunte Garn ist ein Sockenwollrest, bei dem Grau handelt es sich um die vielseitige Sockenwolle von Regia in der Farbe Flanell. Die lässt sich zu allem kombinieren. Natürlich funktioniert der Pullover auch mit zwei einfarbigen Garnen, aber wenn man so knallbunte Wolle loswerden möchte, dann ja wohl in einem Kinderpullover. Die Größe ist 0-6 Monate, es war super schnell gestrickt und hat echt Spaß gemacht. In der Anleitung gehen die Größen aber bis 6 Jahre hoch, also nicht nur für die Kleinsten.


Besonders positiv: Der Pullover ist auch von innen total schön, falls also mal was draufkleckert, einfach umdrehen. Und da es Sockenwolle ist, kann er dann beim zweiten Fleck problemlos in die Waschmaschine. Trotz des einfachen Handlings werde ich den Pullover definitiv nicht verschenken, sondern behalten. Der ist einfach zu schön. 


Am Ministrikk-Along habe ich ebenfalls teilgenommen, mit einem kleinen Body. Die Hauptfarbe habe ich mal per Solarfärbung selbst gefärbt, das Braun ist ein Rest Sockenwolle. Fun Fact: In diesem Fall war wohl Zwiebelschale das Färbemittel, beim Dämpfen hat es nämlich ein wenig danach gerochen, hihi. 


Der Body ist mit Größe 0-1 Monat gekennzeichnet, also auch eher klein. Im Schritt wird er mit vier Druckknöpfen geschlossen (eigentlich 5, aber ich hatte nur 4..) was das Anziehen sicher erleichtert. 


Im Nacken gibt es für den dicken Babykopf dann auch noch eine Knopfleiste. Ich stelle mir den Body richtig niedlich vor mit einem Paar Strumpfhosen darunter. 


Rapider Übergang zu den genähten Teilen. Eine liebe Arbeitskollegin von mir suchte im Internet nach einem Geschenk für ihre 2 Monate alte Nichte, schaute sich Pumphosen an. Ich habe vorgeschlagen, so etwas zu nähen, da war sie gleich Feuer und Flamme. Wir haben also statt einem fertigen Geschenk zusammen Stoff bestellt, woraus ich dann eine Hose und eine Mütze genäht habe. Vom Stoff war noch ein bisschen was übrig, also habe ich noch zwei weitere Mützen nach dieser Anleitung daraus genäht. 


Für kleine Stoffreste eignen sich ja auch Lätzchen ganz gut. Diese hier sind nach dieser Vorlage entstanden und erschienen mir etwas groß, daher habe ich hinten nicht nur einen, sondern vier Kam Snaps angebracht, damit sich die Weite etwas einstellen lässt. Zum Mitwachsen also perfekt. Eines davon wird auf jeden Fall verschenkt. 


Weiter geht es mit einem Body, nach dem Schnittmuster von Schnabelina, ein Regenbogenbody. Ich habe Größe 56 genäht, mit kurzen Ärmeln und amerikanischem Ausschnitt. Auch dieses Teil hier finde ich echt winzig, vor allem den Halsausschnitt. Aber so erprobt wie der Schnitt ist, wird schon alles richtig sein. Verschließen lässt sich der Body im Schritt noch nicht, bei meiner Jersey-Druckknopf-Bestellung ist etwas schief gegangen und ich habe nicht alle notwendigen Teile bekommen. Auf den Rest warte ich daher noch. 


Der Streifenjersey reichte neben dem Body auch noch für eine Pumphose, wieder in 56. Das Bündchen war von der Geschenk-Hose übrig und passte farblich sehr schön. Die Anleitung findet ihr hier, ich mag sie, da ich nur ein Schnitteil zuschneiden  muss. Schnell fertig!


Könnt ihr noch? Es ist das letzte Teil, versprochen. Aber irgendwie hatte ich in den letzten Tagen den totalen Drang, meine Stoffreste zu verbrauchen und dann war immer nach einer Stunde schon etwas fertig und ich habe das nächste Teil zugeschnitten. So fängt ein Urlaub doch perfekt an, oder? 
Also, der Strampler hier ist aus einem Rest Musselin entstanden. Den größeren Teil vom Stoff habe ich zu einem Top für mich vernäht, das seht ihr bestimmt auch bald. Aber da der Stoff schon beim Anschauen laut BABY schreit, musste ich noch was kleines nähen. Geworden ist es der Strampler Mickey mit Belegen und unten Gummiband in einen Tunnel eingezogen anstatt Bündchen. So niedlich, ich platze gleich!


Auch der bleibt bei mir, mag ich gar nicht verschenken. Es gibt ja zwei Sorten Babykleidung, die ich nicht verschenke: Was eher nicht so schön aussieht, weil bunter Garnmix, oder was wirklich wunderschön ist und ich lieber selber irgendwann einem kleinen Wesen anziehen möchte. Da bin ich ja ehrlich. Aber alles dazwischen gebe ich gerne an andere ab, wann immer sich ein neuer Mensch ankündigt. 

Ihr findet meine Strickprojekte wie immer auf Ravelry, falls ihr ein wenig stöbern möchtet.