Hallo ihr Lieben!
Hui, die letzten 14 Tage sind ratzfatz vergangen. Einen einzigen Tag hatte ich frei, und dementsprechend wenig Zeit war für meine liebsten kreativen Beschäftigungen. Außerdem fehlte mir Motivation, in diesem kurzen Zeitraum etwas neues an der Nähmaschine zu beginnen, ich habe mich mehr auf die Stricknadeln konzentriert. Denn morgen geht es schon wieder für eine Woche weg, nochmal etwas Sonne tanken. Und dann, glaube ich, kann ich mich richtig mit dem Herbst anfreunden und entsprechend meine Projekte planen.
Nichts desto trotz gibt es natürlich etwas zu sehen hier.
Neu im Schrank

Am glücklichsten bin ich über den neuen Pullover in meinem Schrank. Das war echt nicht leicht auszuhalten, ich hatte ihn vor dem letzten Urlaub ja quasi fertig, wollte nur unten noch ein paar Zentimeter dranstricken. Weil es sich für so ein bisschen Arbeit nicht lohnt, so viel Projekt mitzunehmen, blieb er natürlich zuhause und wurde erst nach dem Urlaub fertig gestrickt. Und seitdem ist es dann doch zu warm, um einen Pullover zu tragen, auch, wenn er aus Baumwolle ist. Aber jetzt steckt er für die kühleren Abende in meinem Koffer und ich hoffe, auch ein paar schöne Bilder davon mitzubringen. Eigentlich könnte er noch ein Bad gebrauchen - ich habe hierfür Garn wiederverwertet und dieses nicht gewaschen. Ihr kennt diese alten Telefonkabel, die so wie ein Korkenzieher gedreht sind? So sieht das Garn auch aus, und ich glaube, daher kommt das etwas unruhige Maschenbild. Da ich aber sowieso immer alles wasche, was im Koffer war (in dem ja auch ein dreckiges Strandhandtuch etc. rumfliegt) darf er nach dem Urlaub seine Taufe erleben. Gestrickt habe ich mit GGH Cottina, ursprünglich hatte ich
dieses Kleid daraus hergestellt. Die Anleitung nennt sich
After the rain und ist von Heidi Kirrmaier.

In meinen Stories auf Instagram habe ich euch an der spontanen Entstehung dieser Weste teilhaben lassen. Im Endeffekt habe ich in ein Stück Stoff zwei Löcher geschnitten, mehr Arbeit war da nicht dran. Ich muss die Kanten nun ein bisschen im Blick behalten, sollten sie zu sehr fusseln, muss ich mir da noch etwas überlegen. Ansonsten habe ich ein schönes, kuscheliges Teil für den Übergang erschaffen! Bei Interesse kann ich dazu gerne nochmal ein kleines Tutorial in die Tasten hauen.
Die Pulloverreste wollten natürlich schnellstmöglich verarbeitet werden. Zusammen mit einem anderen Sommergarn habe ich eine kleine Latzhose aus dem
Klompelompe Buch gestrickt. Ging sehr flott und hat so ein niedliches Ergebnis hervorgerufen.

Aus dem Urlaub übrig geblieben war diese Hose. Das Bündchen und etwa die halbe Po-Länge hatte ich dort gestrickt, der Rest ist dann in den letzten zwei Wochen entstanden. Und genug Garn für eine passende Mütze gab es auch noch. Bei den Garnen handelt es sich um Reste, einzig bei dem unifarbenen kann ich euch sagen, dass es sich um
Loden von Regia handelt, das Bunte kam in einer Kiste voll Sockenwollreste zu mir. Die Anleitung für die Hose ist meine favorisierte
Hosenmatz von Lanade, in der kleinsten Größe. Für die Mütze habe ich mal was neues ausprobiert, es handelt sich um "
Heim", hier wird gleich ein ganzes Set für null Geld beschrieben, Hose, Cardigan und eben diese Mütze. Die Ohrklappen werden über verkürzte Reihen geformt, das fand ich sehr interessant.
Auf den Nadeln
Am meisten Spaß macht mir aktuell ein Teststrick für
Stichfest. Ein ganz besonderer Body ist hier in der Entstehung, und ich verwende mal wieder - Überraschung - Sockenwollreste. Unten erkennt ihr dasselbe Grün wie beim Hosenbündchen. Darüber kommt ein mir unbekannter Rest aus erwähnter Restekiste. Dann der Alleskönner
Flanell von Regia. Und als letzte Farbe wird ein helles Grün eingesetzt werden. Ich bin jetzt ganz kurz vor der Ärmelteilung, aber da ich den Body auf Holznadeln habe und auch für die Ärmel Holznadeln besitze, werde ich hier pausieren und mir dieses Strickstück ins Handgepäck packen. Es ist einfach dafür prädestiniert: Glatt gestrickt, technisch zwar neu für mich, aber auch gut im Halbschlaf machbar (hoffe ich) und mit schnellem Erfolg.
Für den Urlaub packe ich mir wieder eine handvoll kleiner Sockenwollreste ein um Babysocken daraus zu stricken, das hat mir im letzten Urlaub sehr viel Spaß gemacht.
Und zuletzt gibt es noch ein Projekt aus geribbeltem Garn. Irgendwie ist das aktuell Thema bei mir, was nicht schlimm ist, spart doch ordentlich Geld, denn das Material ist ja schon da! Der
Foolproof Schal, den ich mir aus Merinogarn von Drops gestrickt hatte, war zwar wirklich schön, ist aber, wie Merino das nunmal so an sich hat, gut gewachsen über die Zeit. Und da es sich um einen Rundschal handelt, war da für meinen Geschmack deutlich zu viel Luft um den Hals, besonders beim Radfahren. Die Menge sollte ungefähr für den
Ramble von Andrea Mowry reichen, in den ich mich irgendwie verliebt habe. Bisher habe ich noch nie Brioche gestrickt und bin sehr gespannt auf den gemusterten Teil. Bisher geht es aber erstmal etwa 200 Reihen in kraus rechts hin und her.
Unter der Nadel / Neuzugänge

Material im wahrsten Sinne ist bei mir in letzter Zeit keines dazugekommen, bis auf eine kleine Menge Garnreste von
Sophia, die ich übernehmen darf um ihren Stash zu erleichtern. Dafür habe ich aber unter anderem die neue La Maison Victor ergattert. Ich bin ja mit Nähzeitschriften immer recht klar: Bieten sie mir mindestens zwei Schnitte, die ich gerne nähen möchte, dürfen sie mitkommen. Das ist nicht immer der Fall, aber hier habe ich gleich mehrere interessante Schnitte gesehen. Ein Top mit kleinem Rollkragen, was ich für diesen Winter für meine leicht kratzigen Strickpullis eh nähen wollte zum Beispiel. Oder ein Hemdenschnitt für meine liebsten Männer. Eine Babyhose für die Stoffreste. Und die Jacke Carol: Eine Kurzjacke mit Kapuze und längerem Saum am Rücken, kastig, irgendwie cool. Schon vor Wochen hatte ich ja bei der
Jacke einer Kollegin die Idee kopiert, Spitze als Futter einzusetzen. Zuerst dachte ich an etwas Jeansjacken ähnliches, aber diese Jacke hier scheint mir auch hervorragend zu meiner Idee zu passen. Nun fehlt nur noch der passende Außenstoff, bzw. muss ich mich entscheiden. Die Spitze seht ihr zuoberst. Darunter ein Khaki-farbener Stoff mit ein ganz bisschen Dehnbarkeit, recht dünn. Die Kombination finde ich toll, aber dann wird es eher eine Sommerjacke. Darunter Mint-farbene Baumwolle von Ikea in der bekannten Festigkeit. Wäre sicherlich wärmer, die Farbe aber eher Frühling/Sommer, oder? Und ganz öde, aber auch klassisch: Schwarzer Jeansstoff. Was meint ihr?

Und nochmal neues Lesewerk gab es für mich. Svenja vom Label
Lotte&Ludwig kenne ich gefühlt schon ewig. Vor Jahren las ich ihren Blog, den sie während ihres Studiums schrieb. Dann folgte die Entwicklung zur Schnittmusterdesignerin, und viele Schnitte von ihr habe ich gekauft, probegenäht,
hier vorgestellt. Noch dazu finde ich sie als Person unglaublich sympathisch. Zusammen mit
Angela Mayer-Spannagel hat sie jetzt ihr erstes Buch herausgebracht:
Nähen & Stricken für die Kleinsten. Ohne zu Zögern habe ich das Buch vorbestellt, ihren Stil mag ich, und ich wollte sie gerne auf ihrem Weg unterstützen. Vor zwei Tagen ist es angekommen und ich bin super glücklich mit dem Konzept: Eigentlich kann man mit diesem Buch die komplette Garderobe bestücken. Es finden sich Schnitte für Body, Shirt, Schlafsack und Schlafanzug sowie Kleid und warme Kleidungsstücke für draußen. Während Svenja für diese Schnittmuster verantwortlich ist, hat Angela Strickanleitungen entwickelt, die wunderbar dazu passen. Mützen, Pullover, Handschuhe. Ein tolles Konzept, und einige Seiten habe ich geistig schon markiert um meinen Stoffresten weiter zu Leibe zu rücken. Ich meine, wie toll wäre bitte der Overall unten rechts auf dem Cover aus diesem tollen weichen Teddy-Plüsch, den ich als Rest von einer Kollegin geschenkt bekommen habe? Darauf freue ich mich auch schon sehr.
Das waren sie: Meine aktuellen Projekte, Pläne und fertiggestellten Objekte. Wie sieht es denn bei euch so aus? Schon herbstlich, noch sommerlich, desorientiert? Welchen Stoff favorisiert ihr für die Jacke?
♥