3. Mai 2014

Trashiges Einhorn aus den 90ern

Hallo ihr Lieben!

Vor einiger Zeit habe ich über Ravelry Wolle gebraucht gekauft. Das erste Mal in einem Strang, da war ich ja fast ein bisschen aufgeregt. Das Aufwickeln ist eine ganz schöne Arbeit, und ich habe außerdem festgestellt, das mein Vorstellungsvermögen eher ... mau ist. So sah der Strang aus.


Wie dann aber das Gestrickte aussah, da habe ich ja irgendwie nicht mit gerechnet. 


Verrückt, oder? So bunt und knallig, irgendwie hatte ich sofort Assoziationen mit komischen Einhörnern. Warum auch immer.
So ganz superschön fand ich die Färbung nun nicht, so viel gelb und pink ... gut, weiß ich das nun auch bei meinen nächsten Käufen. Dementsprechend habe ich keine langen Bündchen gemacht, da fehlte dann wirklich die Motivation.


Dementsprechend ist auch ganz schön viel übrig geblieben. Und da wusste ich sofort was mit anzufangen. Diese Anleitung fand ich schon immer so unglaublich niedlich, da habe ich dann gleich mit begonnen. Weißen Rest hatte ich auch noch da. Innerhalb von zwei Tagen war es fertig, dieses niedliche Püppchen, und am liebsten hätte ich es ja immer mit dabei. Einfach so goldig.

Ein bisschen muss ich es mir wohl noch anschauen bevor es zu den ganzen anderen Babydingen in eine Kiste kommt.

Ich habe zwar unter dem Kopf bei den Zunahmen einen groben Fehler gemacht, aber hey, das wird den zukünftigen Besitzer ja ganz und gar nicht interessieren. 
Außerdem wird es wohl nicht das letzte bleiben ..

Und der kleine Fitzel, der dann noch von der Wolle übrig war, ist auch schon im Sockenschal. Alles verwertet, Tüt glücklich.




2. Mai 2014

Gelesen im April



 Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder so weit, ein Monat ist vorbei, und ich zeige euch, was mich literarisch begleitet hat. Ich hoffe ihr seid fröhlich in den Mai hineingetanzt.

Kind 44 - Tom Rob Smith
Stand irgendwie schon lange auf meiner imaginären Leseliste, dann hat meine Mama es geschenkt bekommen. Also habe ich es mir fix gekrallt. Es geht um Russland in den 50ern, dazu hatte ich erstmal gar keinen Bezug. Geschichte und ich sind nicht so die Freunde. Aber die Situation dort wurde gut beschrieben, die nicht vorhandene Kriminalität, zumindest laut Staat. Das führt dann natürlich dazu, dass alle Verbrechen vertuscht werden oder "unerwünschten Personen" zugeschrieben werden. Ein Mitarbeiter des Staates aber fängt an zu Zweifeln als er merkt, dass eine Mordserie durchs Land geht.
Ich habe etwa 100 Seiten gebraucht um in die Geschichte hineinzukommen und sie interessant zu finden, und das ist schon der erste große Makel. Es gibt genug Bücher, die mich ab der zweiten Seite packen, und wenn ich so lange herumlese und Namen vergesse usw, dann macht es einfach nicht so viel Spaß. Am Ende war es dann auf jeden Fall noch ein wenig spannend, aber alles in allem eher lahm.

Splitter - Sebastian Fitzek
Der Sebastian, der ist schon ein ziemlich toller. Ich mag seine Bücher sehr gerne. Splitter ist ein eher schmales Werk, deshalb aber ganz und gar nicht zu verachten. Der Protagonist, Marc Jacobs, hat etwas schreckliches erlebt. Er bekommt das Angebot, nur diese eine Erinnerung aus seinem Gedächtnis zu löschen. Oder ist vielleicht etwas ganz anderes los? Ihr merkt schon, viel kann ich nicht sagen, man wird aus einer Annahme in die nächste, total gegensätzliche geworfen, und weiß gar nicht, was denn nun wahr ist. Als ich das Buch durchhatte, habe ich echt lange nachgedacht, bis ich mir in etwa sicher war, wie es nun geendet ist. Das ist schwer zu erklären für Personen, die die Geschichte nicht kennen, und vor allem, wenn man nichts verraten will. Aber es ist toll, so psychologisch verdreht, dass der Leser aufpassen muss sich keine Knoten ins Hirn zu denken. Klare Leseempfehlung. Außerdem hat mich ziemlich zum Schmunzeln gebracht, dass er sein eigenes Buch (der Augensammler) in diesem hier untergebracht hat, und zwar die Geschichte als aktuelles Geschehnis in der Welt, von dem alle Zeitungen berichten. Sehr witzig!

Sturmzeit - Charlotte Link
Es handelt sich hierbei um das erste Buch einer Trilogie, ich habe also noch zwei weitere vor mir. Die Geschichte beginnt 1914 und zieht sich dann durch die Kriegsjahre bis kurz vor den nächsten Krieg und spielt im Mittelpunktsland Deutschland. Alles dreht sich um eine Familie und deren Leben, im Zentrum Felicia, die Hauptperson.
Ganz besonders finde ich, dass die Hauptperson eigentlich als ein ziemlicher Unmensch charakterisiert ist, vieles nur tut um ihre eigenen Ziele zu erfüllen. Trotzdem, je mehr man sie kennenlernt, desto mehr interessiert es, was sie tut, wie sie sich entwickelt.
Es ist kein sonderlich spannender Roman, viele Dinge fand ich vorausschaubar, aber trotzdem bin ich darauf gespannt, wie es nun weitergeht mit dieser speziellen Familie. Ich weiß nicht, ob ich das Buch empfehlen soll, aber wer Spaß an so Familiendramen hat, der findet sicherlich auch an dieser einen Gefallen.

Top: Die verwirrten Knoten im Gehirn, die ich nach der Lektüre von Splitter hatte. Meine Güte, muss ich doof ausgesehen haben, wie ich da vor dem geschlossenen Buch saß und gegrübelt habe, ob das jetzt alles einen Sinn ergibt und ich demzufolge alles richtig verstanden habe.

Flop: Mein nicht vorhandenes Wissen über Russland und dessen Geschichte. Nicht gut!

Besonders in Erinnerung geblieben: Wie gut wir es doch haben in unserem Rechtsstaat. Die 50er Jahre in Russland und die dort vorhandene "Justiz" haben mich stark an die ganze Stasi-Sache erinnert. Verursacht Grusel.

Seiten des Monats:  1405


Damit ist schon wieder ein Monat vorbei, verrückt wie schnell es nun geht! Gerade in den letzten Tagen hat sich bei mir noch einiges ergeben, das Thema für die Bachelorarbeit ist nicht mehr weit hinten am Horizont hinter dunklen Gewitterwolken, sondern maximal noch von kleinen Nebelwölckchen umgeben. Es wird.
Außerdem werde ich im Juni nach Berlin reisen, auf die Kinder- und Jugendhilfetage, durch ganz viel Glück und tolle Connections. Ich freue mich sehr und hoffe, dort ein paar Zukunftspläne ausbauen zu können.

Im Mai finde ich hoffentlich einen Nebenjob und beginne mit meiner Bachelorarbeit. Außerdem geht es für ein Wochenende nach Paris (Einkaufstipps für Wolle?) und hoffentlich kommt der Sommer wieder.

Und bei euch so?




26. April 2014

Red Rikke Hat

Hallo ihr Lieben!


Obwohl es nun langsam auf den Frühling (oder fast schon Sommer) zu geht, stricke ich weiter. Und weil ich Sommeranleitungen oft nicht schön finde, oder schön finde aber eh nicht anziehe, weil Wolle im Sommer ... und dann schwitzen, und das gute Zeug waschen, ach, ne. Und es gibt so viele tolle Winterdinge. Zum Beispiel diese Mütze. Ich habe das Bild mal auf Pinterest gepinnt und dann vergessen.
Und dann gab es ja noch ganz zu Anfang meiner Strickkarriere diese Mütze. Ist schon lange her und leider eigentlich nichts geworden. Sie war nicht wirklich interessant, aber vor allem: die Länge war doof! Sie war etwas zu lang, um eng am Kopf anzuliegen, dann stand oben immer ein etwas "leerer" Mützenteil hoch, so wie das bei den Teens irgendwie Trend ist. Da ich aber finde, dass es dämlich aussieht, war ich immer nur am Rumzuppeln, denn um die Mütze einmal umzuschlagen, war sie dann wieder zu kurz. Also habe ich beschlossen, sie aufzuribbeln. Gesagt, getan, dann nach Anleitungen gesucht. Ich wusste nicht mehr genau, was es für Wolle war, entweder Bingo oder Superbingo von Lana Grossa. 
Nun ja, in diesem Beispiel des Rikke Hat ist in etwa dieselbe Maschenprobe herausgekommen wie bei mir, also habe ich einfach mal angeschlagen. Und einen Tag später war sie auch schon fertig.



Das Prinzip ist sehr simpel: Es wird komplett kraus rechts gestrickt, zuerst mit einer dünneren Nadel, dann mit einer dickeren. So entsteht ein Bündchen, das wirklich angenehm sitzt und schön fest ist. Aber auch der lockere Teil ist nicht zu luftig. Ich musste zwar etwas pfuschen, weil das Garn nicht reichte um die Anleitung zu stricken - ich habe mit den Abnahmen früher begonnen. Trotzdem sitzt sie gut, finde ich!

Ich mag sie viel lieber als das alte Modell, damit ist ja auch alles schon gut. Sie kommt jetzt in den Mützenkorb und darf auf den Herbst warten. Ich freue mich schon drauf. Was natürlich nicht heißt, dass der Sommer nicht äußerst schön und lang werden darf!




24. April 2014

Tick Tack


Hallo ihr Lieben!

Schon lange wollte ich mal unsere Küchenuhr umdesignen, die so schrecklich langweilig an der Wand hing. Da ich im Moment viel Zeit habe, wurde sich aufgerafft. Erst in der Knopfkiste gewühlt, dann in der Stoffkiste, mit tatkräftiger Unterstützung via Skype schwerwiegende Entscheidungen gefällt und dann drauflos gebastelt.



Das dieses günstige Modell aus dem großen Möbelhaus sich relativ easy auseinandernehmen lässt wusste ich schon. Unsere erste wurde nämlich auch verschönert und dann verschenkt. Natürlich hätten wir eigentlich eine neu gekaufte geschenkt, aber dann gab es die im Möbelhaus halt nicht mehr und wir haben unsere genommen. Jetzt gibt es sie wieder, sie hängt bei uns und ist viel besser seit heute.
Um die Uhr aufzubekommen muss man mit leichter Gewalt das durchsichtige Plastik herausdrücken, dann kann man auch schon die Zeiger abziehen und die Pappe mit den Zahlen darauf herausreißen. Die ist nämlich böse festgeklebt, glücklicherweise trotzdem ganz geblieben. Dort wo die Zahlen waren habe ich einmal ein Loch gepiekst, damit ich nachher durch den Stoff fühlen kann, wo die Knöpfe hinmüssen. Selbige sind mit Heißklebe befestigt, und ich glaube, damit ist schon alles gesagt.


Da ich eine ehrliche Haut bin muss ich noch gestehen, dass ich die Zeiger kürzen musste, weil einige Knöpfe dann doch zu breit waren und der Minutenzeiger nicht mehr vorbeikam, und wenn der ein Stück kürzer ist, dann muss der andere auch, ihr versteht?

Aber dann war sie fertig, und ich bin ziemlich glücklich damit wie schön sie aussieht!







21. April 2014

Kurzurlaub

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr hattet schöne Ostertage und seid frisch und erholt. Ich für meinen Teil könnte in Schokolade liegen im Moment, wo ich es mal wieder geschafft habe die Fastenzeit ohne jegliche Süßigkeiten zu überstehen. Mmh, so lecker.

Heute soll es aber um etwas ganz anderes gehen. Bei Svenja von dem wunderbaren Blog l'inutile habe ich tierisches Glück gehabt: Sie hat einen MyDays-Gutschein verlost, im Wert von 100 (!) €, und den habe ich gewonnen. Traumhaft, ich konnte mein Glück in dem Moment kaum fassen, denn für mich ist das schon ziemlich viel Geld. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich diesen Gutschein nutze um mit dem Herzmann etwas schönes zu unternehmen, denn dafür fehlt uns eben oft das Geld. Wir haben uns durch die Angebote gewühlt und schnell stand fest, dass wir ans Meer wollen. Gut, ich war da die treibende Kraft. Jedenfalls haben wir den Gutschein für eine Übernachtung in einem schönen Hotel genutzt, in Otterndorf. Dort ist es wirklich schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt in diesem kleinen Ort. Und wir haben das Meer gesehen!



Weil wir diese kleine Alltagspause dann auch wirklich ausnutzen wollten, haben wir uns nicht mit nur einer Übernachtung zufrieden gegeben. Mit dem von den Schwiegereltern in Spé geliehenen Auto sind wir Freitags nach Otterndorf, am Samstagmorgen nach Bremerhaven und abends nach Bremen, wo wir noch eine Nacht in einem Hostel gebucht hatten. Das war nach dem Hotelzimmer natürlich ein kleiner Rückschritt, aber wir waren ja eh nur zum Schlafen dort. Dafür haben wir ganz viel Bildung gemacht, unter anderem das Klimahaus und das Universum besucht und es einfach genossen, mal nicht an die Uni oder andere Verpflichtungen zu denken.

Danke nochmal Svenja, du hast uns zu dem wahrscheinlich einzigen Urlaub in diesem Jahr verholfen, auch wenn du mich ja nicht absichtlich ausgewählt hast. Es war trotzdem eine wahre Oase. 

Wer hat denn schon Urlaubspläne?





15. April 2014

Teelicht DIY

Hallo ihr Lieben!


Ich bin ja ein geheimer Fan von Duftkerzen. Na gut, so geheim ist das nicht wirklich. Beim großen Möbelhaus kommt darum häufig ein großes Glas mit, wenn ich dort bin. Apfel ist mein Favorit. 
Diese Kerzen brennen dann also vor sich hin, und irgendwann sind sie leer und übrig bleibt das Glas. Welches ich natürlich nicht wegschmeißen kann, denn damit lässt sich ja immer noch etwas anfangen.
Ein Beispiel dafür seht ihr hier.


Die Erklärung ist denkbar einfach, und die Zutaten hat auch fast jede Frau im Haus. Wie so oft habe ich zu Nagellack gegriffen, um ein paar schöne Effekte zu erzeugen. Getupft habe ich mit Wattestäbchen, das ist nicht optimal, da die die Farbe ganz schön aufsaugen. Besser gehen vermutlich Radiergummienden von Bleistiften, aber so etwas hatte ich leider nicht da. Ich habe es erst mit dem Pinsel selbst versucht, aber da bin ich zu unbegabt für.


Und nun heißt es einfach nur noch Farbkombinationen zusammenstellen und lostupfen, wild durcheinander. Je bunter die eigene Lacksammlung, desto mehr Möglichkeiten habt ihr, aber auch ein Glas mit Rot- oder Rosatönen sieht ziemlich schick aus, finde ich.


Wie immer ist es mir schwer gefallen, mit der Kamera einzufangen was ich hier gemacht habe. Aber es ist toll, versprochen. Versucht es auch mal. 


Und weil doch heute Dienstag ist, gehe ich damit zum Creadienstag und schaue, was andere Personen so für tolle Dinge gezaubert haben.





10. April 2014

Zwischenstände

Hallo ihr Lieben!

Einmal kurz habe ich schon erwähnt, dass ich eine neue Decke angefangen habe. Jetzt wird es mal Zeit, sie herzuzeigen und ein bisschen dazu zu erzählen.


 Aus den Resten meiner Großmutter habe ich bisher ja schon zwei Decken gemacht, eine gestrickt, eine gehäkelt. Ich habe kaum Wolle dazugekauft, in beiden Fällen nur zum Verbinden der Einzelteile. Tja, trotzdem hatte ich noch zwei gute Kisten voll mit Resten, mittlerweile natürlich auch ein paar von meinen eigenen. Ich habe sie mal gewogen, und bin auf fast zwei Kilo gekommen. Tja, habe ich gedacht, da kannst du vermutlich noch eine Decke raus machen. 
Und das soll es nun werden. Eine Tagesdecke für unser Bett (1,40x2,00), schön bunt und vor allem groß. Da ich ganz schnell wusste, dass ich gerne ein Riesengranny häkeln möchte, wird die Decke wohl oder übel am Ende 2x2 Meter groß sein, denn Grannys sind nunmal quadratisch. So schrecklich finde ich das nicht, denn wir werden wohl nicht für immer bei 1,40 m Breite bleiben, und dann passt sie weiterhin. 


Es ist noch gar nicht so viel, macht mir aber riesig Spaß. Ich wollte gerne erst einmal die farbigen Reste (inklusive grau und braun) aufbrauchen. Jede Reihe hat eine andere Farbe, momentan kann ich auch noch die Farbwechsel gleichmäßig machen. Da ich aber beispielsweise einen großen Batzen rosa hab, dagegen aber kaum gelb, wird sich das irgendwann verändern. Ein paar Farbtupfer habe ich noch dazugekauft, aber wirklich nicht viel. Nun werde ich erstmal alle bunten Reste aufbrauchen und dann sehen, wie weit ich bin. Ein breiter schwarzer Rand schwebt mir noch bevor, denn auch davon gibt es eine Menge. Weiß wird übrig bleiben, aber damit stelle ich dann auch noch etwas anderes an. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. 


Dann noch kurz der aktuelle Schalstand, ich habe nun alle bisherigen Reste verarbeitet und muss warten, bis ich das nächste Sockenpaar fertig habe. Er ist jetzt schon wirklich schön, auch wenn mich das Gelb etwas ... irritiert. Aber die nächsten Socken haben einen Gelbanteil, vielleicht gibt sich das etwas.



Das wars von meiner Seite.