14. August 2014

Gastbeitrag, sozusagen: Hallo Mama!

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast auf meinem kleinen Blog zu begrüßen, jemand ganz wichtiges: Meine Mama. Sie schreibt zwar nicht selbst, aber der Beitrag wird sich ganz um sie drehen. Genauer: Um eine Jacke. Eine Strickjacke. Eine gestrickte Jacke. Von meiner Mama. Aber von vorne.

Sie hat schon immer gestrickt, zu manchen Zeiten mehr, zu manchen weniger, wie das eben so ist. Dann hat sie mir zu Weihnachten den Blütenschal gemacht, den ich euch hier in einer erweiterten Version gezeigt habe. Die Zeit wurde etwas knapp, sie hat sich beeilen müssen und zack, war da ein Tennisellebogen. Was ein schlechtes Gewissen mir das gemacht hat, könnt ihr euch sicher vorstellen, denn danach war stricken eigentlich nicht mehr möglich.
Dabei war es meine Mama, die mir das Stricken beigebracht hat und damit quasi die Grundlage für den Blog hier gelegt hat, also bin ich ihr zu großer Dankbarkeit verpflichtet. Danke, Mama! Meine große Strickwut der letzten Jahre hat allerdings ihren Ehrgeiz wieder angeregt und sie hat festgestellt, dass stricken schon noch funktioniert, nur eben in Maßen. Tatsächlich hat ein wenig Übung diese Maßen vergrößtert, und sie ist mir in die Wolllust gefolgt. Nun blättern wir gemeinsam in Zeitschriften, sprechen uns bei Projekten ab und sitzen am Wochenende nebeneinander strickend auf der Couch. Das ist wirklich schön, sonst teilt ja niemand meine Leidenschaft mit mir. 
Nun seid ihr quasi auf dem aktuellen Stand. Zentraler Inhalt dieses Posts folgt nun nach der langen Einleitung.


Da steht sie, stolz wie Oskar, in ihrer wirklich schönen Jacke. Gestrickt aus Lana Grossa Aria, nach einer Anleitung aus der Filati Home, Ausgabe 51. Ein ganz schönes Mammutprojekt, muss ich respektvoll erwähnen, denn das Muster ist schon ziemlich aufwändig, die Jacke groß und lang und das Garn schwarz. Schwarz ist manchmal echt tückisch. 

Aber die Mühen haben sich doch sehr gelohnt. Einige Monate hat es gedauert, bis die Jacke fertig war, denn so viel Zeit hat meine Mutter gar nicht um zu stricken. Die Vorteile des Studentenlebens kann sie ja nicht genießen. Die Teile hat sie dann zusammengehäkelt, was sehr sauber und gleichmäßig aussieht. Zuletzt gab es noch an den Rändern und Ärmelbündchen eine Runde Krebsmaschen, dann wurde gewaschen, getrocknet und angezogen. Und das hoffentlich jetzt andauernd, denn es sieht wirklich toll aus, das gute Stück, und ist ja auch sehr universell einsetzbar, so in schwarz.
Hier könnt ihr nochmal das Muster genauer sehen.


Ich bin sehr froh, dass sie so glücklich damit ist und nun schon das nächste Projekt angefangen hat. Mildert mein schlechtes Gewissen ein wenig. Und damit sie besonders viel von diesem Besuch auf meinem Blog hat, schicke ich sie mal zusammen mit ihrer Jacke zu RUMS.

Nun seid ihr dran. Wie findet ihr die Jacke? Soll ich häufiger mal zeigen, was meine Mama so kreiert?





12. August 2014

Die ersten Mustersocken

Hallo ihr Lieben!

Socken gehen ja immer, finde ich. Lassen sich gut mitnehmen, brauchen nicht viel Platz, man muss sich an nichts erinnern und kann einfach weitermachen. Deshalb habe ich eigentlich immer ein Paar in Arbeit.
Dieses hier dagegen wollte etwas flotter vorangebracht werden, denn es ist ein Geschenk.


Besagte Beschenkte hat schon dieses Paar Socken bekommen und ist damit so glücklich, dass sie letztens Angst äußerte, die Socken werden wegen dem andauernden Tragen und daraus folgendem andauernden Waschen nicht lange leben. Mit ihrem Geburtstag stand also fest: Es soll doch bitte ein zweites Paar geben. Weil manche Menschen ja kritisch sind, was Farben anging, habe ich ihr erstmal den Knäul Wolle eingepackt. Sie war aber sehr zufrieden, also habe ich die Wolle wieder mitgenommen. Interessant sowas, übrigens "Gefällts dir?" "Ja, oh toll." "Okay, dann gib her." "Danke". 
Es handelt sich um Wolle von Zitron, mal wieder ein Neuling in meiner Kiste. Mehr Informationen findet ihr wie immer bei Ravelry.

Eventuell ist es aufgefallen: Da steckt ein Muster drin. (Steht ja auch schon im Titel ...). Ich habe mich mal versucht, in neue Gewässer quasi. Ich  muss sagen, so nervig ist es gar nicht, wie ich dachte. Natürlich gehen so ganz einfache Socken schon schneller, aber diese machen eben ein wenig mehr Spaß, wenn man noch ein wenig Tüfteln muss. Und immerhin kann ich jetzt ohne Zopfnadel zopfen, also habe ich sogar was gelernt. Die Socke habe ich zur besseren Ansicht des Musters mal eben über den Arm gezogen. Ich finde es ganz hübsch, kann aber vermutlich meine vorherige Einstellung bestätigen: Ich mag Muster lieber bei schlichten Farben, sprich einfarbigen oder nur leicht gemusterten Socken. Sonst geht es so unter und wirkt irgendwie zuviel. Nichts desto trotz gefällt mir das Muster, und ich würde es auch nochmal stricken. Bei Ravelry gab es Variationen, wo eine Kreiskette bis auf den Fuß weitergeführt wurde, sehr hübsch.

Fazit: War nett, die Wolle gefällt mir, am wichtigsten aber: Der Beschenkten gefällt es und das andere Paar Socken wird etwas entlastet.
Nun schaue ich doch mal, wer noch in welcher Form kreativ war heute.



1. August 2014

Gelesen im Juli

Hallo ihr Lieben,

es tut mir Leid, aber das hier wird ein kurzes Vergnügen. Im Moment wälze ich mich durch einen richtig dicken Schinken, der dazu noch eher Sachbuch ist als alles andere. Obwohl toll, kann ich solche Bücher nicht so schnell und viel lesen. Zusätzlich lese ich täglich viel für und in meiner Bachelorarbeit. Aber nächsten Monat, da wird es wieder etwas zu lesen geben für euch.


31. Juli 2014

Rums: Kringelmütze

Hallo ihr Lieben!

Ich bin ein großer, großer Mützenfan. Beweise dafür gibt es hier und hier und hier und hier und hier und hier. Puh, jetzt bin ich selbst etwas verwirrt. (Meine Güte, dieses Zurückblättern im Blog ist ja ein bisschen wie alte Tagebücher lesen ... leicht peinlich-unangenehm). Jedenfalls: Ich mag Mützen. Als dann von meinem Pullover noch fast ein ganzes Knäul über war und ich passenderweise in dem Lace Heft Nummer 4 von Lana Grossa eine Mützenanleitung für die Wolle fand, hab ich mal gehofft, dass es reicht und losgelegt.


Wie ihr seht hat es gereicht, die Mütze ist fertig. Für meinen dicken Bumskopf hätte ich aber auch ruhig ein paar Maschen mehr und ein wenig höher stricken können, aber sie passt trotzdem. Und diese Farbe macht mich immer noch glücklich!

Dadurch, dass es Lace-Garn ist, ist sie wohl kein Produkt für Minusgrade. Aber für die kühlen Herbsttage genau richtig, vermute ich. Das Muster ist übrigens simpel und für fast jeden zu erkennen: Es geht glatt rechts rund, dann li-re-li-re und weiter. Wenn die Abnahmen beginnen wird nur noch kraus rechts gestrickt. Fertig.

Das Muster steht dem Herzmann auch ziemlich gut, wenn ich ihn also mal überreden kann eine zweite Mütze zu besitzen, würde ich ihm diese in einer männlicheren (und schlichteren, so isser) Farbe nochmal stricken. Dann allerdings mit längerem Bündchen, 3cm sind ja doch etwas kurz.

Wie ihr sehen könnt habe ich leider Gässchen produziert ... was bei Socken immer gut funktioniert, hat hier leider nicht geklappt. Bei Socken ziehe ich nämlich immer die erste Masche einer Nadel weit auf bevor ich sie stricke, das hilft super. Vielleicht ändert sich hier nach dem Waschen was, mal sehen.

Ich gehe jetzt zu RUMS, kommt ihr mit?





29. Juli 2014

Kleine Schätze

Hallo ihr Lieben!

Sicherlich kennt ihr das auch. Jeder hat so gewisse Dinge, die eine Bedeutung in sich haben. Oft Kleinigkeiten, die mit Sorgfalt platziert werden, weil sie gesehen werden sollen. Weil sie aufmuntern, Mut machen, Freunde schenken. Kleine Schätze eben. Für andere vielleicht Nippes oder Müll, für einen selbst ganz wichtig. Ich habe viele solcher Dinge dekorativ in der Wohnung verteilt, quasi in jedem Zimmer ein kleines Herzstück. 

Zum Beispiel auf diesem Tisch: Der große Stern ist von meiner Mama, der kleine, so wunderbar passend, ein Andenken an meinen Opa. Der Teller unter der Lampe ist von meinem Praktikum, kam an irgendeinem Tag mit dem restlichen Klinikgeschirr und gehörte keinem, bzw. dann mir, als ich meine Begeisterung äußerte.


Meine Mama ist sehr kreativ mit Beton und hat mir da auch schon das ein oder andere tolle Stück geschenkt. 


Die Muschel ist aus einem Urlaub. Kleiner Tipp am Rande: Wer wie ich begeistert Muscheln am Strand sammelt, um dann festzustellen, dass sie trocken ziemlich langweilig aussehen: Ich lackiere sie immer mit Klarlack. Meistens Nagellack.

Ich verteile auch gerne schöne Karten mit tollen Sprücken, wie diese hier am Spiegel:

Zu guter letzt, entsprungen aus einem der schönsten Kinderbücher der Welt: Die beiden Hasen, neben der passenden Karte. Natürlich ebenfalls von meiner Mama. Die habe ich immer im Blick, wenn ich am Schreibtisch sitze.

Habt ihr auch kleine Schätze? Dann bloggt doch ebenfalls darüber und schickt mir den Link, ich schaue gerne vorbei :) 




24. Juli 2014

Traumrotpullover

Hallo ihr Lieben!

Bevor es gleich mit neuem Bikini ins Freibad geht - tatsächlich Premiere unserer Dortmund-Zeit, bisher war bei schönem Wetter auch immer Klausurenphasen, und die Wochenenden sind wir ja meist in der Heimat - zeige ich euch mein neues Lieblingsstück im Kleiderschrank.


Angehimmelt habe ich die Wolle quasi seit November letzten Jahres, in meiner ersten Arbeitsphase im Wollladen. Ich finde die Farbe einfach wundervoll, so ein sattes Bordeaux. Es ist aber Lace-Garn (Genauer: Merino Lace von Lana Grossa mit 400m auf 50g) und kam mir daher für ein Tuch oder ähnliches in den Sinn. Aber ich steh gar nicht so auf so dünne Tücher. Ein Teufelskreis. Dann entdeckte ich eine Anleitung in der Fatto al Mano 205 von Lang Yarns, für deren Merino 400, die quasi dasselbe ist. Perfekt! 


Dem Model im Heft geht der Pullover genau bis zum Hosenbund. Ich hatte aber einen Plan, habe XL gestrickt und gehofft, eines dieser Modernen Dinge zu erreichen. Crop-Top nennt man es glaub ich, also halbwegs bauchfrei und schön luftig. Ein paar Shirts habe ich schon, die so geschnitten sind, und liebe es sehr. Ich ziehe aber immer ein Top drunter, trotzdem finde ich den Schnitt sehr schön. Wir ihr seht, hat es geklappt. Auch zu einem Kleid kann ich mir den Pullover super vorstellen.
Das Muster ist ein ziemlich einfaches, aus Fallmaschen. Glücklicherweise, denn mit 3er Nadeln und diesem wahnsinnig dünnen Faden dauert es wirklich eine Weile, bis man ein Vorankommen erkennt. Es hat sich aber gelohnt, ich liebe den Pullover. Er ist so leicht (150g) und trotzdem schön warm, und ich mag den Effekt, den er hat. 
Bei Pullovern ist es bei mir immer dasselbe, erst fange ich sehr motiviert an, dann stelle ich fest, wie viel zu machen ist und es liegt 1-2 Wochen. Dann packt es mich wieder und ich rase quasi durch und stricke nur noch. :D


So sieht das übrigens aus bei mir mit den Notizen ... habt ihr auch solche lustigen Zettel?

Meine Haare auf den Fotos ... ich muss mal mit dem Fotografen schimpfen.
Und jetzt zeige ich dieses gute Stück, mit dem ich unglaublich zufrieden bin, bei RUMS und der Stricklust. Heute Abend schaue ich dann bei euch vorbei, wenn ich bestimmt fix und alle vom Sonnen wieder da bin.




17. Juli 2014

RUMS: Cardigan

Hallo ihr Lieben!

Es gibt diverse Gründe, warum die folgenden Fotos von eher minderer Qualität sind. Zum ersten habe ich nur diese eine weiße und freie Wand zur Verfügung. Licht ist da leider eher Mangelware, aber Blitz kommt auch nicht in Frage, weil ich dann die Augen zukneife. Viele von euch machen draußen Fotos, aber dazu bin ich noch zu unkoordiniert, das erfordert ja Planung. Vielleicht demnächst.
Dann war es Abends, was generell schonmal wenig Beleuchtung bietet.
Und ich kam wieder von sieben Stunden Wollkartons auspacken, wir hatten nämlich an dem Tag gefühlt das komplette Wintersortiment bekommen, und der Laden ist zu klein um über 10 große Kisten stehen zu lassen. Ich war also, gelinde gesagt, ziemlich gaga. Das soll meinen Ausdruck und vor allem diese Haare entschuldigen.

Jetzt kann ich beruhigt das eigentliche Thema anschneiden.


Ich habe einen Cardigan genäht. Dieses Projekt hat wirklich ewig gedauert. Nicht das Nähen selbst, das ging ziemlich fix, sondern das Beginnen. Gesehen habe ich diese Anleitung, als sie veröffentlicht wurde, also vor mehr als zwei Jahren. Schon damals wollte ich es gerne nachmachen. Hat ein wenig Anlaufzeit gebraucht, tatsächlich lag sogar dieser Stoff schon bestimmt ein Jahr herum mit der Aufgabe, genau so ein Cardigan zu werden. Am Wochenende hat es dann tatsächlich geklappt.

Viel hinzuzufügen habe ich gar nicht mehr. Ich habe zuerst zweimal doppelt gelegt und dann so in etwa die Ärmelform ausgeschnitten. Dann habe ich unter den Ärmeln und die Seitennaht festgesteckt und ein Loch für den Kopf geschnitten. Das ist leider etwas zu groß geraten für meinen Geschmack, aber da bin ich nunmal sehr schlecht mit dem Schätzen. Auf dem Boden sieht es immer so klein aus, und dann zieht man es an ... ja, und dann hatte ich erstmal eine Ewigkeit dieses Produkt mit Nadeln drin und einem Kopfloch an und überlegte, ob es wirklich ein Cardigan werden soll oder vielleicht doch ein Pullover. 
Meine Entscheidung könnt ihr ja sehen. Ich habe dann noch alles gesäumt - diesmal war die Zwillingsnadel wirklich nett, ich glaube, es lag tatsächlich am Garn - und an den Ärmeln, weil etwas zu kurz, aus dem Stoff noch ein breites Bündchen angenäht. Dann war es auch schon fertig.

Der Schnitt ist ziemlich simpel konzipiert und lässt sich auch beliebig variieren. Fledermausärmel oder nicht, die Länge, vorne abgerundet ... endlose Möglichkeiten, mit denen ich vermutlich noch spielen werde. Ich kann jedenfalls nie genug Cardigans haben ... 

Die schwarzen Ranken im Stoff sind übrigens leicht transparent, das kann man auf den Fotos gar nicht sehen.

Ich wandere mit diesem Stück zu RUMS und werde dann weitertippen, allerdings weitaus professioneller. Die Hälfte habe ich schon fast ...