Heute habe ich einen ganz besonderen Gast auf meinem kleinen Blog zu begrüßen, jemand ganz wichtiges: Meine Mama. Sie schreibt zwar nicht selbst, aber der Beitrag wird sich ganz um sie drehen. Genauer: Um eine Jacke. Eine Strickjacke. Eine gestrickte Jacke. Von meiner Mama. Aber von vorne.
Sie hat schon immer gestrickt, zu manchen Zeiten mehr, zu manchen weniger, wie das eben so ist. Dann hat sie mir zu Weihnachten den Blütenschal gemacht, den ich euch hier in einer erweiterten Version gezeigt habe. Die Zeit wurde etwas knapp, sie hat sich beeilen müssen und zack, war da ein Tennisellebogen. Was ein schlechtes Gewissen mir das gemacht hat, könnt ihr euch sicher vorstellen, denn danach war stricken eigentlich nicht mehr möglich.
Dabei war es meine Mama, die mir das Stricken beigebracht hat und damit quasi die Grundlage für den Blog hier gelegt hat, also bin ich ihr zu großer Dankbarkeit verpflichtet. Danke, Mama! Meine große Strickwut der letzten Jahre hat allerdings ihren Ehrgeiz wieder angeregt und sie hat festgestellt, dass stricken schon noch funktioniert, nur eben in Maßen. Tatsächlich hat ein wenig Übung diese Maßen vergrößtert, und sie ist mir in die Wolllust gefolgt. Nun blättern wir gemeinsam in Zeitschriften, sprechen uns bei Projekten ab und sitzen am Wochenende nebeneinander strickend auf der Couch. Das ist wirklich schön, sonst teilt ja niemand meine Leidenschaft mit mir.
Nun seid ihr quasi auf dem aktuellen Stand. Zentraler Inhalt dieses Posts folgt nun nach der langen Einleitung.
Da steht sie, stolz wie Oskar, in ihrer wirklich schönen Jacke. Gestrickt aus Lana Grossa Aria, nach einer Anleitung aus der Filati Home, Ausgabe 51. Ein ganz schönes Mammutprojekt, muss ich respektvoll erwähnen, denn das Muster ist schon ziemlich aufwändig, die Jacke groß und lang und das Garn schwarz. Schwarz ist manchmal echt tückisch.
Aber die Mühen haben sich doch sehr gelohnt. Einige Monate hat es gedauert, bis die Jacke fertig war, denn so viel Zeit hat meine Mutter gar nicht um zu stricken. Die Vorteile des Studentenlebens kann sie ja nicht genießen. Die Teile hat sie dann zusammengehäkelt, was sehr sauber und gleichmäßig aussieht. Zuletzt gab es noch an den Rändern und Ärmelbündchen eine Runde Krebsmaschen, dann wurde gewaschen, getrocknet und angezogen. Und das hoffentlich jetzt andauernd, denn es sieht wirklich toll aus, das gute Stück, und ist ja auch sehr universell einsetzbar, so in schwarz.
Hier könnt ihr nochmal das Muster genauer sehen.
Ich bin sehr froh, dass sie so glücklich damit ist und nun schon das nächste Projekt angefangen hat. Mildert mein schlechtes Gewissen ein wenig. Und damit sie besonders viel von diesem Besuch auf meinem Blog hat, schicke ich sie mal zusammen mit ihrer Jacke zu RUMS.
Nun seid ihr dran. Wie findet ihr die Jacke? Soll ich häufiger mal zeigen, was meine Mama so kreiert?
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