11. September 2014

Solarfärben - ein Experiment

Hallo ihr Lieben!

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich mich mit der Thematik des Solarfärbens auseinandergesetzt habe. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich zuerst davon gelesen hatte, aber mich hat es irgendwie begeistert. Die Idee, Wolle und Pflanzenkram in ein Glas zu schmeißen und ein paar Wochen später tolle gefärbte Wolle wieder herauszuholen fand ich super. Auf diversen Blogs und in Foren bei Ravelry habe ich mich also ein wenig klug gelesen und beschlossen, es mal auszuprobieren. 

Ein wenig Material muss gesammelt werden, bevor man starten kann.
Gläser habe ich bei Ikea gekauft, es gehen aber auch große Gurkengläser. Da bei uns keiner Gurken mag, viel diese Option aber weg.
Die Wolle habe ich hier gekauft - fand sie ganz in Ordnung, aber irgendwie chemisch riechend, was sogar nach der Färbung noch drinsteckt. Beim nächsten Mal würde ich es woanders probieren.
Alaun gab es hier in der Apotheke.

Sind diese Grundbausteine vorhanden, müsst ihr nur noch Pflanzenteile sammeln. Für meinen ersten Versuch habe ich im elterlichen Garten der Blutpflaume ein paar Blätter abgeluchst.


In etwa ist es dann so gelaufen: Die Wolle habe ich ein wenig in warmen Wasser eingeweicht, mit etwas Spülmittel drin. Währenddessen habe ich die Blätter von den Zweigen gezupft und ein wenig kleingeschnippelt, sowie das Alaun (1EL) in heißem Wasser aufgelöst. Und dann kam quasi alles ins Glas, ein wenig geschichtet, und raus in die Sonne. 

Die ersten zwei Tage passierte auf Grund von kaum vorhandener Sonne nicht viel, aber dann konnte man schon sehen, wie die Blätter ihre Farbe abgaben. Das war ziemlich interessant zu beobachten, vor allem wenn ich übers Wochenende bei den Eltern war und danach die Veränderung sehen konnte. 

Im zweiten Schwung habe ich es dann mit Efeu und roter Zwiebel versucht. Die Gläser standen etwa 2-3 Wochen auf der Fensterbank, die so ab Vormittag bis Nachmittag in der Sonne liegt. Daher übrigens auch die Bänder um die Gläser, ich habe sie im Fensterrahmen festgeklemmt, damit nicht ein Gewitter oder ähnliches sie runterfegt. Einen Balkon oder gar Garten habe ich ja leider nicht zur Verfügung.

Dieses Bild ist massiv bearbeitet, zeigt aber in etwa die Farbe der Wolle, die in Blutpflaumenblättern gelegen hat. Ein weiches Grün, schön gleichmäßig und wirklich zufriedenstellend. Übrigens sehr spannend: Die ausgepackte Wolle ist erstmal bräunlich, und während sie trocknet, wandelt sich das dann in grün. Toll!

Oben das Ergebnis aus Zwiebel plus Wasser: Ein schönes Zitronengelb. Auf diesem Bild sind die Farben unmöglich, aber meine Kamera tut sich da auch sehr schwer. Ich persönlich kann mit Gelb nicht so viel anfangen, aber vielleicht findet sich mal jemand, der damit zu beschenken ist. Ansonsten finde ich die Farbe super für irgendwas Baby-mäßiges, ein Jäckchen oder so. 
Darunter ist der Efeu-Strang, der farblich eigentlich nahe an der grünen Wolle der Blutpflaumen-Färbung ist. Es sieht braun aus, ich weiß, ist aber wirklich echt grün. Nur durch meine Kamera nicht. Gemeinheit. 

Mein Fazit aus diesem Experiment: Das war ziemlich spannend, die Ergebnisse sind auch okay. Ich habe noch zwei Stränge übrig, aber der Herbst ist da ... 
Werde ich das nochmal machen? Da bin ich mir nicht sicher. Viele Färbemittel, die sich hier so in Gärten oder Parks finden lassen, färben Gelb. Damit kann ich nicht viel anfangen. Eine Überlegung wäre es, sich Färbemittel zu bestellen, die dann auch ein kräftigeres Ergebnis erzielen. Außerdem hätte ich beim nächsten Mal gerne die Möglichkeit, die ganze Sonne des Tages einzufangen, sprich einen Garten oder so. 
Aber, da ich noch eine Menge Alaun übrig habe und die Gläser auch nicht für irgendwas anderes nutzbar sind, werde ich es vermutlich nochmal versuchen, irgendwann.

Was sagt ihr zu dieser Methode, habt ihr schon davon gehört oder es sogar ausprobiert?





9. September 2014

Traum von Amsterdam

Hallo ihr Lieben!

Unser Kurzurlaub in Amsterdam liegt nun schon ein Weilchen zurück, leider. Es war wirklich schön dort, und ich will euch heute ein bisschen mitnehmen in die Erinnerungen an diese Reise. Übrigens kann ich nicht anders, als dieses Amsterdam-Lied zu trällern, sobald ich den Namen lese oder ausspreche. Hat unseren Aufenthalt dort ein wenig untermalt, quasi.


Weil wir arme, knauserige Studenten sind, haben wir versucht, den Urlaub so günstig wie möglich zu arrangieren. Von einer Freundin wusste ich, dass sie in Amsterdam gezeltet hatte, also haben wir uns erkundigt und uns ebenfalls dafür entschieden. Der Campingplatz Zeeburg liegt relativ gut erreichbar ganz nett auf einer Insel und bietet ziemlich viel Platz für Zelte, Wohnwagen und außerdem Wohneinheiten, die zu mieten sind. Dort waren auch einige Familien, vor allem aber Jugendliche und junge Erwachsene. Trotzdem eine nette Alternative zum ramschigen Hostel.
Nun ja, auf Grund des Zeltens reisten wir dann eben auch mit deutlich mehr Gepäck. Da wir kein Auto besitzen, haben wir eine Bahnfahrt gebucht - was übrigens ebenfalls sehr günstig ist, wir sind pro Nase pro Weg für 19€ gefahren. Glücklicherweise auch ohne großartige Verspätungen waren wir also nach 3 Stunden in Amsterdam. 

Wir haben bewundert, wie hübsch grün diese große Stadt doch ist. Kein Vergleich zu Dortmund. 

Auch die Grachten sind wirklich schön. Auf eine Grachtenfahrt mit dem Boot haben wir verzichtet, weil wir das vor knapp zwei Jahren dort schonmal gemacht haben. Ist aber zu empfehlen. 

Neben gemütlichen Bänken, die eher Dorfcharakter als Großstadtflair mit sich bringen (und uns Dorfkindern das Herz erwärmen) haben wir auch sehr viel kurioses entdeckt. Zum Beispiel eine Condomerie. Elefanten und Möhren und so.

Vom Dach des Nemo, auf das man kostenlos hinauf kann, hat man eine nette Sicht auf die Stadt. Besonders ins Auge fällt dabei das Schifffahrtsmuseum, das wir erst von außen, zwei Tage später dann von innen besichtigten. Sehr informativ, aber dafür kann man locker 3-4 Stunden einplanen, gerade mit Kindern. 


Außerdem waren wir im Vondelpark, der doch ziemlich groß ist und mit einigen Cafés ein wenig Zeit zum Ausruhen vom Stadttrubel gab.

Wir dachten ja, dass bei dem Wetter - Regen, maximal 20°C - der Zeltplatz relativ leer wäre. Dachten wir. Pustekuchen. Wir sind auf den letzten der vier Plätze geschickt worden, der eher klein und matschig und dementsprechend eben der letzte war. Glücklicherweise hat das doch schon ältere Zelt dem Wetter standgehalten. Und wir sind auch nur fünf mal fast ausgerutscht im Matsch.


Tatsächlich hatten wir mit dem Wetter aber mehr Glück, als erwartet. Von den vier Tagen, die wir in Amsterdam waren, hat es nur an einem wirklich geregnet. Dafür aber wirklich wirklich. So sehr, dass meine Schuhe und mein Regenschirm gleich dort bleiben durften, weil sie hin waren. Wir sind so von Café zu Café gewandert und haben gehofft, dass es irgendwann aufhört. Das hat es dann Abends tatsächlich auch. 

Das waren sie auch schon, die kleinen Einblicke. Natürlich haben wir noch einiges mehr gesehen, das Anne-Frank-Haus zum Beispiel, ich habe extra vorher nochmal das Tagebuch gelesen. (Da fällt mir auf, dass das in meinem Gelesen-Beitrag fehlt! Ohje!). Wir sind ganz ganz viel herumgelaufen um viel von der Stadt zu sehen. 
Außerdem sehr zu empfehlen sind die Amsterdam Free Tours, deren Guides auf einer Basis von Trinkgeld drei Stunden lang durch die Stadt führen. Sie machen das wirklich gut, und für einen kleinen Geldbeutel ist das genau das richtige. Diese Tours gibt es auch in anderen Städten, schaut also mal nach. 

Es war sehr schön dort und hat uns gut gefallen. Vielleicht kommen wir ja nochmal wieder, dann allerdings bei besserem Wetter. 




5. September 2014

Schokoladenhimmelträume


Hallo ihr Lieben!

Aus der Wolle, die nach einem Paar Socken übrig bleibt, stricke ich ja gerne noch etwas sinnvolles. Weil es beim Rest von der Schokoladenhimmel-Sockenwolle so viel war, habe ich mir eine passende Mützenanleitung rausgesucht. Natürlich für Babys, in diesem Fall 1-3 Monate. 


Die Anleitung ist super! Zuerst wird einfach ein Rechteck gestrickt, dann auf kraus rechts gewechselt und abgenommen. Eine Naht am Hinterkopf, dann wird das Bündchen vorne umgeschlagen und ein Tunnel angestrickt, durch den dann das Bindeband kommt.

Auf dem Puppenkopf sitzt es etwas locker, sieht aber schon sehr goldig aus. Dieses Modell finde ich auch weitaus praktischer als andere Babymützen, weil es sich binden lässt und vor allem im Nacken so tief geht. Für den Winter bestimmt super.

Das Stricken hat Spaß gemacht, und zum letzten Mal habe ich dieses Modell bestimmt nicht gestrickt.
Wie immer gibt es mehr Informationen zum Projekt auf Ravelry





3. September 2014

Der nächste große Schritt

Hallo ihr Lieben!

Es ist vollbracht, vorhin habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben! Meine Güte, was für ein erleichterndes Gefühl. Dabei hatte ich nicht wirklich Stress im Sinne von Zeitdruck, denn ich bin einen Monat zu früh dran, aber so für sich selbst macht man sich ja doch schon den Druck. Über mehrere Monate war das Thema immer präsent, und das belastet ja schon irgendwie.


Geschrieben habe ich über ein Konzept, das in der Sozialen Arbeit eher in der Jugendhilfe angewendet wird, habe aber versucht, es auf seine Möglichkeiten in der Altenhilfe zu untersuchen. Das war interessant, weil ich mich mit dem Thema bisher eher weniger beschäftigt hatte. 
Bis ich allerdings soweit war, dass dieses Thema feststand ... puh. Ich bin zu dem Prof gegangen, bei dem ich gerne schreiben wollte, und habe ihm gleich gestanden, dass ich mich schwertue in der Themenwahl. Den ehrlich, ich finde in der Sozialen Arbeit unglaublich viele Themen interessant! Über zwei oder drei Wochen und Sprechstunden haben wir uns dann auf das Thema einigen können und ich habe angefangen, ein wenig die Literatur zu wälzen und mir dabei Notizen zu machen. Dann musste ja auch noch ein Zweitprüfer gefunden werden - fast die schwierigste Aufgabe in dem Zusammenhang, denn alle, die ich angefragt habe, waren schon ausgebucht. Letztendlich hat sich dann doch jemand gefunden. Der Prozess hatte sich über mehrere Wochen gezogen, sodass ich schonmal ein wenig angefangen habe zu schreiben. Zum Anmeldezeitpunkt hatte ich die ersten zehn Seiten quasi schon getippt.

Allerdings gehe ich beim Schreiben von solchen wissenschaftlichen Arbeiten in mehreren Schritten vor. Zuerst einmal lese ich die Literatur und sammele dabei Notizen. Danach habe ich meistens den nötigen Überblick, um eine grobe Gliederung zu erstellen und die Notizen danach zu sortieren. Anschließend wird erstmal runtergeschrieben, ohne großartig auf kluge Formulierungen zu achten, denn das stört mich total in meinem Schreibfluss, wenn ich über ein Wort ewig nachdenke. Und im letzten Schritt wird dann nochmal alles überarbeitet, dafür gesorgt, dass es intelligent klingt und nett aussieht.
Während der Schreibphase bin ich jeden Morgen um sieben Uhr aufgestanden und habe mich direkt an den Schreibtisch gesetzt, quasi angefangen, ohne überhaupt darüber nachzudenken. An dieser Stelle ist es ganz wichtig, dass ich weder Mails checke noch sonst irgendetwas tue, denn wenn ich einmal etwas im Internet gemacht habe, ist dort meine Motivation versackt. Der Herzmann ist an diesen Tagen dann meistens 1-2 Stunden später aufgestanden und hat Frühstück gemacht, bis dahin hatte ich dann mein Tagespensum von ca. 2 Seiten meistens schon erreicht und konnte den Rest des Tages genießen.
Dann mussten natürlich noch liebe Menschen Korrektur lesen. Aber nun ist es endlich vorbei! Mit dem Herzmann bin ich zur Uni, habe das gute Stück einmal billig ausgedruckt um nochmal draufzuschauen - und tatsächlich noch einen fehlenden Punkt im Literaturverzeichnis entdeckt. Danach wurde dann gut ausgedruckt und gebunden, und nach ein wenig Wartezeit auf die Öffnung des Prüfungsamtes endlich abgegeben.

Jetzt heißt es entspannen (ich habe mir gerade ein großes Wollpaket gegönnt) und abwarten. Vermutlich werde ich aber schon anfangen, mir eine Arbeit zu suchen, bevor die Korrektur beendet ist; das dauert sowieso wieder ewig.

Bis dahin genieße ich die neue Freiheit!






1. September 2014

Gelesen im August (und Juli)

Hallo ihr Lieben!

Wie schon versprochen, gibt es diesen Monat in der Rubrik Lesestoff wieder etwas mehr für euch zu lesen. Legen wir auch gleich los, zwei Bücher habe ich geschafft. 




Andrew Solomon - Weit vom Stamm. Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind.
Puh, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Gelesen hatte ich von diesem Buch in der Nido, soweit ich weiß, dann habe ich es mir zum Geburtstag gewünscht - denn es hat seinen Preis. Nun zum Inhalt: Der Autor hat über viele Jahre Menschen interviewt, die anders sind. Anders ist in diesem Buch in 10 Kapitel aufgeteilt, die gleichzeitig auch das zentrale Thema angeben: Gehörlos, Kleinwüchsige, Down-Syndrom, Autismus, Schizophrenie, Behinderung, Wunderkinder, Vergewaltigung, Kriminalität und Transgender. Solomon hat sich Personen gesucht, die gehörlos, behindert oder Produkt einer Vergewaltigung sind und sie und besonders ihre Eltern interviewt. Im Endeffekt geht es ihm darum, herauszufinden, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen, die so ganz und gar nicht sind wie sie selbst. Das ganze hat einen stark wissenschaftlichen Charakter - die letzten knapp 200 Seiten des Buches sind Fußnoten - und auch innerhalb der Kapitel werden zwischen den einzelnen Geschichten immer aktuelle Forschungsstände, Streitpunkte und ähnliches vorgestellt. Der Leser lernt also gleichzeitig auch etwas über das jeweilige Phänomen, wie ich es jetzt einfach mal nenne.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe immer meine Schwierigkeiten mit Sachbüchern, schaffe meistens nur einige wenige Seiten und werde dann müde. Gemein, wenn man es eigentlich interessant findet. Das Buch erzählt viel über Liebe. Wie stark sie ist, welche Schwierigkeiten durch sie gemeistert werden können. Es macht, auf eine verrückte Art und Weise, Mut. Der Autor hat sich während seiner Arbeit dazu entschließen können, selbst Vater werden zu wollen. Schön, oder?
Dieses Werk ist keine leichte Lektüre, aber ich glaube, dass es vielen gefallen könnte. Wenn ihr euch ein bisschen für Familie, Zusammenhalt und Psychologie interessiert, kann ich es mit gutem Gewissen empfehlen. Ich kann mir auch gut vorstellen, immer mal wieder darin zu blättern.

Thierry Serfaty - Phobie
Endlich wieder ein Thriller! Was habe ich mich gefreut, nach dem interessanten aber wenig spannendem Sachbuch; außerdem habe ich zu der Zeit ja auch täglich in Lektüre für meine Bachelorarbeit oder derselbigen gelesen. Endlich mal etwas ohne großartige Anforderungen.
Leider nicht unbedingt ein Superknüller. Hauptpersonen in dem Buch sind drei Ermittler, eigentlich eher das Ehepaar unter ihnen. Sie bekommen einen Fall, indem sich Menschen ziemlich spektakulär umbringen, wovon später Fotos im Netz landen. Sie decken dann eine Verbindung zwischen den Personen auf: Sie alle haben unter einer Phobie gelitten, diese im Moment ihres Todes aber besiegt.
Wer dahintersteckt und wie das alles funktioniert war zwar interessant, aber nicht so wirklich nervenzerreißend-spannend. Eine gute Platzierung im Mittelfeld würde ich sagen, denn unterhalten hat es mich trotzdem.

Top: Die Mühe, die sich Solomon gemacht hat, all diese Familien kennenzulernen. Über zehn Jahre hat er recherchiert und damit eine sehr wissenschaftliche Arbeit geleistet. Finde ich schön.
Flop: Mein nerviges Hirn, das mir "LANGWEILIG" signalisiert und mich müde werden lässt sobald ein Text wissenschaftlich ist. Ist im Studium übrigens auch eher anstrengend als hilfreich.
Besonders in Erinnerung geblieben: Wie wenig wir in der Gesellschaft doch häufig mit Menschen mit Behinderungen zu tun haben. Es gibt so vieles, was wir dadurch verpassen.
Seiten des Monats: 1286




30. August 2014

Maßband, Volume 2


Hallo ihr Lieben!

Ich hatte ja schon davon geschwärmt, dass ich noch ein Maßband werken durfte. Es sollte ebenfalls mit Blüte sein, aber gerne in warmen Farben. Ich habe ein wenig in meiner Restekiste gewühlt und bin fündig geworden. Der Rest ging ganz flott, und das Maßband kann schon bald übergeben werden.


Die Blüte ist bei diesem Mal eine andere, aus einer alten Mollie Makes. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hoffe, die Empfängerin ebenfalls. 





28. August 2014

Rums: Blumenwiese

Guten Tag ihr Lieben!

Das Kleid, das ich heute vorzuzeigen habe, ist schon seit ein oder zwei Wochen fertig. Damals dachte ich noch, ich könnte es 1-2 Monate tragen, bei schönstem Sommerwetter ... naja. Momentan wird es ja gerade wieder besser, vielleicht haben wir beide noch eine Chance. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob es so Strumpfhosen-Jacken-kompatibel ist?


Ich habe es endlich mal geschafft, draußen Fotos zu machen. Allerdings brauche ich auch da noch etwas Übung, so im Sonnenlicht ist die Farbe total rausgenommen aus dem Kleid. Deshalb habe ich auf dem nächsten Foto ein wenig rumgeverändert. Die Farben vom Kleid passen dort so halbwegs, nur, damit ihr eine Vorstellung habt. 

Der Schnitt stammt mal wieder aus der Maiburda von 2013 - da habe ich wirklich schon einiges draus genäht. Im Original ist das Kleidchen aus weißem Stoff und sieht wirklich entzückend aus. Ich hatte nach dem Zuschneiden (uff ... das ganze Kleid ist unterfüttert, das war mal eine ungeahnte Arbeit) ein wenig Zweifel, ob das nachher so alles sitzt, denn das Oberteil wird ans Unterteil genäht (logisch), aber es gibt weder Reißverschluss noch sonst etwas, sodass man ja das Stück irgendwie über den Kopf kriegen muss. Auf dem nächsten Bild werdet ihr es erahnen können: Ich sehe ein bisschen schwanger aus.


Meine Überlegung ist, nachträglich noch irgendwie ein Gummiband einzuziehen ... erstmal warte ich aber ab, ob es sich durch ein wenig tragen, waschen und bügeln noch hängt. 
Ansonsten war es mal eine neue Erfahrung, mit dem Füttern. Das habe ich aus demselben Stoff gemacht, der war sowieso im Angebot als ich ihn gekauft habe. Leider habe ich innen den Rock mit den Nähten nach außen eingenäht ... Denkfehler und Anleitung ignoriert, mein Fehler. Aber, das sieht man ja glücklicherweise nicht.


Sogar an der Länge musste ich nichts machen, die finde ich super so! Eine Kleinigkeit habe ich dann aber doch verändert: Das Oberteil ist ja ebenfalls gefüttert, trotzdem sollen aber die Träger einfach innen angenäht werden. Das fand ich unschön, wenn ich schon die Möglichkeit habe, sie zwischen den beiden Schichten verschwinden zu lassen? Ich habe also an der Naht vier Lücken gelassen und später die Träger abgemessen, angesteckt und dann rundherum abgesteppt. Schönere Lösung, wie ich finde. 

 Mal abgesehen von der Weite finde ich den Schnitt eigentlich ganz schön und würde ihn auch nochmal nähen, dann allerdings mit dünnerem Futter oder gleich dünnerem Stoff, wegen des Abstehens. Oder aber ich füttere den Rock nicht, solange der Stoff blickdicht ist, geht das ja auch. Mal sehen. 
So sieht es übrigens auf unserem Spielplatz um die Ecke aus, Backstage quasi. Die Einkaufswagen dienten mir als Ablagefläche, das Stoff-/Kleidungsstück da gehört aber nicht mir.


Ach ja, Dortmund.

So, mit meinem Kleidchen schwinge ich mich nun zu Rums und schaue, was es dort wieder für tolle Inspiration gibt. Wenn ihr so lieb seid und einen Kommentar da lasst, dann sagt mir doch bitte, ob ihr das Kleid auch herbsttauglich findet mit Strumpfhose etc. Danke :)