6. Mai 2016

Auf den Nadeln im Mai

Hallo ihr Lieben!

Wie schnell doch immer wieder die Zeit vergeht, wir haben schon Mai und draußen ist quasi Sommer! Ich habe schon einige Reihen in der Sonne gestrickt und mich sehr darüber gefreut. Alle Projekte aus dem April sind fertig geworden. Und diesen Monat habe ich auch gar nicht so viel zu zeigen, es gibt nur ein wirklich aktives Strickwerk.



Ziemlich monogam stricke ich mit großer Freude an einem grauen Pullover. Raglan, mit engem Hals und einem Muster, dass ihr nicht seht, denn es ist ein Teststrick. Mittlerweile ist der Körper fertig und ich warte auf Anweisungen für die Ärmel. Sollte der Pullover dann bald fertig sein habe ich auch schon was neues, deutlich sommerlicheres im Auge.  



Ich habe keine Socken auf der Nadel, was sehr ungewöhnlich ist, aber aktuell habe ich da keine Lust drauf. Allerdings wäre Garn da, falls das Verlangen zurückkehrt. Stattdessen habe ich beschlossen, meiner Grannydecke-to-be wieder etwas mehr Zuwendung zu zeigen, habe die Reste gut sichtbar aufgestellt und werde versuchen immer mal wieder eine Reihe (die ja schon ganz schön lang ist) zu häkeln. Ob ich das noch kann?


Mehr Maiprojekte gibt es wie immer bei Maschenfein




4. Mai 2016

Eine Reise ins Auenland

Hallo ihr Lieben!

Me made technisch ist ja aktuell vor allem der memademay am laufen. Eine tolle Sache, und kurz habe ich auch überlegt mitzumachen. Jeden Tag etwas handgemachtes trage ich sowieso fast immer. Allerdings bin ich in diesem Monat noch ein paar Tage zelten und kann mir nicht vorstellen, dass ich es dort schaffe Bilder zu machen. Dafür schaue ich mir die anderen Teilnehmer fleißig an, besonders auf Instagram macht das Spaß. 

Am heutigen Me Made Mittwoch nehme ich aber natürlich trotzdem teil, und zwar mal wieder mit etwas Gestricktem.


Der vorwiegende Eindruck der Bilder: Grün! Jippieh, unsere Hecke wird endlich wieder dicht, und jippieh, ich habe denn allerschönsten grünen Pullover! Deshalb auch der Titel des Beitrags, das schöne changierende Grün hat mich immer an das Auenland denken lassen, die sanften Hügel, sattes Gras. Einfach schön. Dazu die Panflötenmelodie im Kopf, da strickt es sich gleich noch schneller.


Der Pullover nennt sich im Original "Flax Light" und ist die dünnere Ausgabe des "Flax", beide von Tincanknits. Die Anleitung ist super ausführlich, mit ganz vielen Nebeninformationen die durch kleine Fragezeichen und Umkreisungen im Text kenntlich gemacht sind. Das kann zeitweise etwas irritieren, halte ich aber für eine super Möglichkeit um in die Thematik RVO einzusteigen. Es gibt keine komplizierten Muster, nur rechte und linke Maschen, Zunahmen und Abketten. Außerdem gibt es den Pullover in allen erdenklichen Größen, von Minibaby zu Mann. Ihr könnt also für die ganze Familie stricken! Das allerbeste: Die Anleitung ist kostenlos. Der Pullover ist natürlich kein Hexenwerk und mit ein bisschen Erfahrung kann man vermutlich auch vom Bild weg stricken, ohne Anleitung, aber eben für Einsteiger finde ich sie wirklich geeignet.


Ich habe den Pullover in Größe M gestrickt, das Bündchen mit 2er Nadeln, den Rest Körper mit 2,5. Die Ärmel, da ich mit dem Nadelspiel fester stricke damit die Nadeln nicht rausrutschen, sind mit 3,25er Nadeln gestrickt und sehen somit vom Maschenbild dem Körper sehr ähnlich. Das war schon ziemliche Fleißarbeit, und meine Maschenprobe in diesem Projekt ist sehr verrückt. Am Hals nach dem Bündchen ist das Maschenbild noch fester, nachdem die Ärmel abgeteilt waren wurde es dann immer lockerer, ich habe immer schneller gestrickt. Der Pullover hat somit eine ganz leichte A-Form bekommen, das finde ich aber nicht weiter schlimm. 


Den Schnitt mag ich für mich gerne. Der Halsausschnitt könnte ein ganz bisschen weiter sein, stört mich aber nicht. Den "Garter"-Teil am Ärmel finde ich toll, ein bisschen Abwechslung und ohne viel Arbeit viel Wirkung. Die Länge ist super geworden, auch von der Weite her sitzt er toll, locker aber trotzdem etwas figurbetont. So einfarbig ist er ziemlich wandelbar und ich habe ihn schon einige Male übergeworfen, die aktuellen Temperaturen sind perfekt dafür, und sowohl zu Jeans als auch zu Rock geht das super. Ich kann mir vorstellen, dass ich nach der Anleitung nochmal stricke.


Zurück zu meiner Grün-Schwärmerei: Das Garn habe ich mal wieder bei Fia aussuchen können. Schon praktisch, dass ich da an der Quelle sitze. Ein bisschen Beratung hat gereicht um mich von der Rowan Fine Art zu überzeugen, einem Garn mit Merinowolle, Seide, Mohair und Poly für Haltbarkeit. Das Grün habe ich dann ziemlich flott ausgesucht, das war mir schon ins Auge gefallen als Fia mir damals die Lieferung bei sich zuhause gezeigt hatte. Laut Anleitung sollten drei Stränge a 100g ausreichen, und das haben sie auch. Große Überraschung beim Wiegen des fertigen Stücks: 310g zeigte die Waage, Rowan hat also zumindest in diesem Fall großzügig gewickelt. Denn ich habe locker noch 20g übrig.
Ich bin ja ein kleiner Mohair-Muffel, mich piekst das. In diesem Fall ist es aber kaum merkbar, einzig am Hals hat es mich beim ersten Tragen doch ein bisschen gejuckt, das hat sich aber jetzt, nach mehrmaligem Tragen, schon so gut wie ganz gelegt und ist auf jeden Fall nicht so schlimm, dass ich den Pulli deshalb weniger trage. 

Ein wirklich sehr erfolgreiches Projekt, absolut tragbar und schon fester Bestandteil meiner Garderobe. Mehr findet ihr wie immer bei Ravelry.





2. Mai 2016

Gelesen im April 2016

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder an der Zeit die Neuzugänge im Bücherregal vorzustellen. Es sind zwei, einen dritten habe ich fast geschafft im April, aber den seht ihr dann in einem Monat.



Thomas Keneally - Schindlers Liste

Ich weiß gar nicht, wie lange dieses Buch schon in meinem Besitz ist oder woher es kommt. Jedenfalls wollte ich es immer mal lesen, gehört doch irgendwie zu Klassikern. Den Film habe ich nie gesehen, ich wusste aber so grob die Handlung. Vor einigen Jahren, noch zu meiner Schulzeit, habe ich es schonmal angefangen, aber das war mir einfach zu trocken. Jetzt habe ich mich nochmal daran gewagt, einfacher war es nicht, aber schon interessanter. Eine detailliert wirkende Schilderung des Lebens von Schindler, der es geschafft hat mit einer Fabrik mehreren Tausend Juden im zweiten Weltkrieg über diese Zeit zu helfen und sie vor den Konzentrationslagern zu bewahren. Gerade im Hinblick auf aktuelle Geschehnisse ist es bestimmt nicht falsch, sich nochmal damit zu beschäftigen. Das Buch ist ziemlich biografisch, angereichert durch Erzählungen von Freunden, Kollegen und Mitarbeitern Schindlers. Der Autor erzählt aus seiner Perspektive, wertet auch immer mal wieder. Es ist mir etwas schwer gefallen in diesen Stil hineinzufinden, ich bin aber froh, das Buch gelesen zu haben.


Cody McFadyen - Ausgelöscht

Für die Reise nach Rom wollte ich nicht meinen dicken Schinken mitnehmen und habe nach diesem Thriller gegriffen. Etwas wo ich nicht viel denken muss und was meine Aufmerksamkeit fesseln kann - gut für Flugzeug und Co. Tatsächlich habe ich das Buch dann auch in den Tagen zuende gelesen, und das obwohl wir quasi nur gelaufen sind und ich nur abends Zeit hatte, wenn alle anderen geschlafen haben. Dieser durchaus kranke Thriller hat mich einfach sehr gefesselt, ist aber wie die meisten nichts was einem in Erinnerung bleibt.
Das Team um Smoky Barrett wird bei einer Hochzeit auf schreckliche Art und Weise unterbrochen: Eine Frau wird aus einem fahrenden Auto gestoßen, unnatürlich blass und geistig nicht ansprechbar. Und so geht es weiter, weitere Frauen tauchen auf, schließlich wird auch Smoky entführt. Dazu kommen die üblichen familiären Probleme der Hauptpersonen, sodass es immer interessant und spannend bleibt. Nichts langwieriges, aber es hat mir viel Spaß gemacht.





29. April 2016

Restesocken

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich zurück aus dem Urlaub, in dem ich keine Masche gestrickt und keine Naht genäht, dafür wertvolle Zeit mit der Familie in einer schönen Stadt verbracht habe. Die Kreativität wird einfach langsam nachgeholt.

Ewigkeiten schlummern die Socken, die ich euch heute zeige, schon in meiner Schublade. Ich habe sie nicht angezogen, weil ich erst Fotos machen wollte im unbenutztem Zustand, hatte dazu aber auch wenig Lust. Glücklicherweise ist es jetzt endlich so weit! Denn kalt genug für gestrickte Socken ist es aktuell wieder.


Das erste Paar verdient den Namen "Restesocken" wirklich. Die Überbleibsel von fünf verschiedenen Paar Socken stecken hier drin, davon zwei für mich. Von der Spitze bis zur Hacke ist es Garn von Lana Grossa, danach Regia und das Bündchen ist aus Baerenwolle gestrickt. Wenn ihr ein Garn besonders toll findet, schreibt mich einfach an. 

Ich habe die Anleitung der Blender Socks genutzt, um einen etwas entspannteren Übergang der Farben zu erreichen. Das war hier aber recht unnütz, weil sie so unterschiedlich sind, dass auch ein abrupter Wechsel in Ordnung gewesen wäre. 

Schon lange wollte ich mal ausprobieren, wie es ist, zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel zu stricken. Dieses Projekt schien mir wie geschaffen dafür, da ich dadurch immer genau an derselben Stelle in beiden Socken den Übergang hätte. Sonst müsste ich ja Reihen zählen, ihgitt! Es klappte besser und flotter, als ich dachte. Die Ferse war allerdings schon ganz schön kompliziert, sehr viele Maschen auf den Nadeln und ziemlich fummelig. Entweder brauche ich eine andere Fersentechnik, oder das war der erste und letzte Versuch mit einer Rundstricknadel. Außerdem sind die Socken etwas lockerer geworden als mit dem Nadelspiel, logisch, weil ich sie ja immer über das Seil wieder auf die Nadel zurren musste und deshalb wohl etwas lockerer gestrickt habe.

Ich mag sie aber wegen ihrer hübschen bunten Art sehr gerne. Sie sind lustigerweise sehr unterschiedlich, vor allem vorne. Ich habe alle Reste halbiert und dadurch teilweise ganz andere Teile des Knäuls im einen Socken. Mal sehen, was ich in Zukunft mit Sockenwollresten anfange. Kennt ihr noch andere Arten von Restesocken?

Modell zwei besteht ebenfalls aus Resten, und zwar der Malabrigo Sock. Gewogen waren es etwa 70g, also genau passend für ein Paar Socken. Die Aufteilung mit Ferse/Bündchen/Spitze in blau und Rest rot stand schnell fest, dann musste ich die Reste nur noch halbieren. Und da habe ich offenbar einen groben Fehler gemacht, denn wie ihr seht ist Socke am linken Fuß deutlich länger als die am rechten. Links war die erste, bei rechts zweifelte ich dann bei der Hacke langsam, ob ich mich geirrt hatte. Habe ich! 

Zum Glück ist das nicht dramatisch, denn da das Garn reines Merinogarn ist werde ich die Socken eh nur zuhause tragen und nicht in Schuhen. Und wenn ich das Bündchen von der linken Socke runterklappe, sieht es schon wieder ganz gleichmäßig aus.

Für ein bisschen Abwechslung habe ich drei Reihen "Übergangsmuster" gestrickt, immer eine Masche in jeder Farbe abwechselnd. Die Optik gefällt mir ziemlich gut. Zwischen Spitze und Fuß, Ferse und Fuß/Bein und Bündchen und Bein tritt es auf und bringt ein bisschen Abwechslung ist glatt rechts Gestrick.

Die Socken sind super weich und bequem, ich bin gespannt wie haltbar das Garn ist. 

Beide Socken haben auch ihren Eintrag auf Ravelry, schaut einfach bei meinen Projekten vorbei. 

Ich verabschiede mich damit ins Wochenende, wünsche euch einen schönen ersten Mai und sage: Bis bald!




22. April 2016

Momentaufnahme

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich bei zwei lieben Bloggerkolleginnen (Nele und Goldengelchen) einen Artikel gelesen, der mir gefällt. Ein kleiner Einblick in den Alltag, nichts besonderes, aber schön zu lesen. Da mache ich doch einfach mal mit!

Gerade jetzt ...

denke ich übers Packen nach. Was in Studienzeiten noch so routiniert abgelaufen ist, dass ich es hätte im Schlaf machen können, ist nun deutlich komplizierter! Heute geht es erst zu den Eltern in die Heimat, und dann am Sonntag für vier Tage nach Rom. Mein Kopf bekommt Knoten von verschiedenen Wettervorraussetzungen und den Notwendigkeiten einer Reise. Man hat ja immer das Gefühl, das allerwichtigste zu vergessen - wobei wir ja nicht ans Ende der Welt fahren und man eigentlich fast alles auch notfalls kaufen kann. Trotzdem, aufregend irgendwie.



mag ich meinen aktuellen Ausblick. Durch unsere großen Glastüren schaue ich auf die Terrrasse und den Garten, wo alles grün wird, die Sonne ein bisschen scheint. Das macht mich sehr froh! Seit letztem Jahr, seit ich den Garten habe nehme ich die Jahreszeiten viel bewusster wahr.

mag ich nicht meine Haare, und schließe mich damit den anderen beiden an. Sie sind lang und immer im Zopf/Dutt, der nichtmal besonders aussieht. Ich bin nicht geschickt damit, habe überall so Babyhaare die krisselig in alle Richtungen abstehen und bin genervt. Schon Monate denk ich dran, aber vermutlich ist es bald soweit: Sie sollen wieder ab!



fühle ich mich vorfreudig aufgeregt, Rom!

trage ich noch meinen Schlafanzug und Gammelsachen, denn außer einkaufen habe ich bis heute Abend nichts vor wofür ich das Haus verlassen muss. Nichts geht über einen gemütlichen Start in den Tag.

brauche ich andauernd Taschentücher, da fliegt wohl irgendwas rum, dass meine Nase zum Dauernießen bringt. Während ich das hier tippe habe ich ungelogen schon fünfmal geniest. Ärgh.

höre ich gar nichts, außer die leise schnarchende Mia. Ich bin irgendwie unbegabt darin, gute Musik zu finden und höre wenn überhaupt nur Radio

mache ich Pläne für die kreative Zukunft. Was nähe ich und brauche ich, was stricke ich und macht Sinn?

lese ich nach langer Überlegung doch noch die Game of Thrones Bücher. Die Serie haben wir geschaut nachdem der Herzmann alle Bücher las und ich dachte, die Bücher würden mich langweilen wenn ich schon grob weiß, was passiert. Aber es ist echt gut geschrieben und ich bin in der Mitte vom ersten. Nach Rom kommt aber was anderes mit und am Stück werde ich sie eventuell auch nicht alle lesen.

trinke ich wieder Wasser aus Flasche, nachdem ich von einer Bekannten gehört habe, dass so viele Medikamentenrückstände im Leitungswasser sind. Ich bin nun total verwirrt, dachte ich doch, dass das besser kontrolliert ist als das abgefüllte. Ich muss wohl mal einen Nachtdienst auf Recherche verwenden ...

vermisse ich jetzt schon den Herzmann und Mia. 

schaue ich immer noch liebend gerne Strickpodcasts.



träume ich wie immer ohne mich am nächsten Morgen daran zu erinnern, was schade ist, Träume sind immer so witzig! 





20. April 2016

Psychedelischer Rock dank Zweckentfremdung

Hallo ihr Lieben,

und willkommen zu meinem Beitrag zum heutigen Me Made MIttwoch. Ich habe Urlaub, und die Nähmaschine rattert, die Nadeln klappern. Zwischendurch muss der Frühjahrsputz vollendet und der Garten schick gemacht werden, aber alles mit der Ruhe. Hach, was für eine schöne Zeit. 
Das Kleidungsstück in diesem Beitrag ist allerdings schon vorher entstanden. 


Ein neuer Rock gesellt sich zu den bisher zweien in meinem Kleiderschrank. Noch lange nicht genug, aber es wird. Der Schnitt, Holly aus der aktuellen La maison Victor, hat mich sofort angesprochen. Ein Jammer, dass ich die Zeitschrift erst jetzt entdeckt habe, da ist auch noch ein Kleid drin das gleich ganz hoch gewandert ist auf meiner Liste. Ich suchte schon länger nach einem Minirock-Schnitt, gerade und mit Taschen, Bund, RV. Hier war alles dabei und an einem freien Tag habe ich die Teile in Größe 38 abgepaust und den Rock zugeschnitten.


Ich habe den Rock erstmal um 10cm verlängert, da der Schnitt für Frauen mit etwa 1,70 Körpergröße gemacht ist. Davon habe ich aber doch noch 5 wieder abgeschnitten, sonst sah es mir zu sehr nach Büro aus, und da arbeite ich ja zum Glück nicht. Aus akutem Stoffmangel gibt es keine Potaschen wie im Schnitt vorgesehen, macht mir aber nullnix, denn weder nutze ich sie, noch hätte man sie bei diesem wilden Muster überhaupt gesehen. Zum Stoff aber nachher mehr.


Das Nähen an sich hat mir Spaß gemacht, ist ein bisschen wie Jeans, nur schneller. Juhu! Weil ich eh schon so bunt unterwegs war habe ich mit gelbem Garn genäht und einen roten Knopf ausgesucht. Einen passenden braunen RV hatte ich auch noch da, habe allerdings dort etwas geschludert, er lugt ein wenig hervor wie ihr auf dem oberen Bild sehen könnt. Nicht weiter schlimm, mache ich beim nächsten Mal besser. Ich werde eh immer was längeres drüber tragen.
Was ihr oben aber sehen könnt: Es gibt Querfalten! Bei der ersten Anprobe fand ich den Rock recht eng, nach einem Tag tragen aber eigentlich bequem. Nur die Falte, die muss nicht sein. Weiß jemand, ob das an zu eng liegen kann? Mein Gedanke war, dass der Stoff sich dort zusammenfindet weil Oberschenkel breiter sind, dann wirds kurz schmaler und obendrüber kommt die breite Hüfte. Ich denke, ich werde alles nochmal eine Nummer größer abpausen (hach, toll ..) und einen zweiten Versuch starten. Und diesen hier weitertragen, denn er macht echt was, obwohl das krass viel Muster und Farbe ist für mich.


Schön finde ich auch die Keile an der Rückseite, eben wie bei Jeans. Im Original ist der Rock auch ein Jeansrock, da kann man dann mit Topstitching was richtig tolles zaubern. Ich kann euch den Schnitt leider nicht verlinken, im Online-Shop gibt es irgendwie nicht alle Schnitte, was ich sehr schade finde. Ich weiß nicht wie lange es das Magazin im Laden noch geben wird, Donnerstag kommt ein neues, beeilt euch also wenn der Schnitt zusagt! Ich glaube, es ist eine ganz gute Basis für gerade Röcke. Man kann ja Länge und Breite auch noch etwas variieren.


Ich möchte auf jeden Fall noch wenigstens einen aus schönem Cord nähen, und vielleicht noch was aus Jeans. Wenn mal was übrig bleibt beim Hosennähen oder so. Dann würde ich vielleicht noch Gürtelschlaufen hinzufügen, wie gesagt eine Nummer größer nähen und eventuell die Taschen vertiefen. Da passt nur meine halbe Hand rein, und der Schlüssel auf der Arbeit hängt auch echt weit oben und beult, weil er nur wenig Platz hat.
Die Taschen sind mit Baumwollresten gefüttert, könnt ihr unten sehen. Auch von innen sieht der Rock schön aus, finde ich. Das hat mir wirklich Spaß gemacht und ich werde ihn trotz Falte gerne tragen, vermute ich. Sieht man ja auch nicht so sehr, dank irrem Muster.


Zum Stoff wollte ich euch noch was erzählen. Und zwar ist das ein Rest irgendwas, den ich bei meiner Tante ausgesucht habe, ähnlich wie das Tuch aus dem eine elefantöse Bluse wurde. Sah cool aus, habe ich mitgenommen, Rock oder Shorts schon im Hinterkopf gehabt. Zuhause dann mal näher angeguckt, ein bisschen gezweifelt welche Seite die "rechte" ist. Das bunte passt nämlich so gar nicht zu meiner Tante. Außerdem habe ich diese netten Löcher gesehen, unten im Bild könnt ihr sie ganz rechts sehen, eine komplette Seite lang gingen die. Warum auch immer! Leider, leider hatte ich diese Löcher bis zum Zuschnitt wieder vergessen und den Stoff so doppelt liegen, dass ich sie nicht gesehen habe. Erst beim Nähen habe ich dann gesehen, dass das Vorderteil an einer Seitennaht diese Löcher hat. Von oben bis unten, im Abstand von 5-7cm oder so. Argh!


Naja, ich hatte eh kaum Stoff, da ließ sich also nichts machen. Ich habe dann aus den Mini-Resten kleine Vierecke ausgeschnitten und diese mithilfe von Vlieseline von links über die Löcher gebügelt. Man sieht es zum Glück nicht, ich hoffe, dass sie auch halten und kicher ein wenig über meinen Pfusch. 
Der Stoff war ganz sicher nicht für Kleidung gedacht! Und damit haben wir das Z, das ich schon den ganzen Monat suche, um bei 12 letters of handmade fashion mitmachen zu können. Ich nähe ungern "nur" für so etwas ein Teil, dass ich eigentlich nicht brauche, und hatte schon ewig gegrübelt wo in meine aktuellen Teile ein Z reinpassen könnte. Dann habe ich gestern den Beitrag von Jenny gelesen und Tadaaa, zweckentfremdet passt doch super! Vielen lieben Dank für die Inspiration, so kann ich dann doch teilnehmen. 


17. April 2016

Taschen über Taschen

Hallo ihr Lieben!

Beim Nähen entstehen neben Kleidungsstücken bei mir auch immer mal praktische Kleinigkeiten. Die sind nicht besonders, aber bereiten mir doch immer eine kleine Freude.


Meine verschiedenen Strickprojekte auf den Nadeln bewahre ich gerne gut verpackt auf. Ein paar genähte Beutel dafür habe ich euch schonmal gezeigt, jetzt wollte ich gerne statt eines Tunnelzuges mal einen RV ausprobieren. Außerdem fehlte mir sowieso noch etwas in Pullovergröße.

Innen- und Außenstoff beide aus dem schwedischen Möbelhaus und schon einige Jahre abgelagert, ich nutze immer mal wieder ein bisschen davon. Den schöenn Reißverschluss habe ich mal irgendwo mitgenommen, wusste erst nicht, was er werden sollte, hier hat er jetzt seine Bestimmung gefunden. Ein komisches Gefühl, den RV einfach draufzupappen, ohne Verstürzen und alles.

Ich habe diese Tasche mit Fleece gefüttert damit sie mehr Stand hat und die Wolle während des Strickens drin bleibt ohne behindert  zu werden. Außerdem habe ich ein kleines Stück Webband aufgenäht, das passte so schön. Die Tasche ist doch ein bisschen kleiner geworden als geplant, für Pullover aus Sockenwollstärke reicht es aber aus, das habe ich schon getestet.

Zweites praktisches Helferlein: Eine Tasche fürs Tablet. Das nutze ich zwar fast nur zuhause, aber zum Beispiel für den Urlaub mit meiner Mama hatte ich es mit damit wir nach Strickmustern schauen konnten. Ist leichter und handlicher als ein Laptop, aber eben auch mehr als ein Smartphone wenn man mal was nachgucken möchte. 

Auch hier total in die Restekiste gegriffen: Gefüttert mit Steppfutter von meinem Parka, außen ebenfalls Ikea-Stoff, auch noch aus der Anfangsnähzeit, wo man dort ausrastet und etliche Meter Baumwolle kauft mit denen man letztlich nicht so viel anfangen kann ...

Zu guter Letzt eine Tasche für die Kamera. Denn auch die will transportiert werden, allerdings wollte ich dafür ungern eine dieser dicken fetten gekauften Taschen nutzen. Eher sowas als Schutz für in der Handtasche. Kann man sicher selbernähen, dachte ich mir, habe ein wenig recherchiert und diese Anleitung gefunden. Ich habe sie ordentlich abgewandelt, einen RV wollte ich lieber nicht, sondern eine offene Klappe sodass ich mir die Kamera auch mal umhängen kann, in ihrer Tasche. 

Das ist mitnichten schön oder perfekt, aber es erfüllt sienen Zweck und das reicht völlig. Ein kleines Fach vorne drauf und eins oben auf der Klappe enthalten Fernauslöser und Co, sodass ich alles an einer Stelle griffbereit habe. 

Bis auf die Reißverschlüsse ist auch hier alles vorhanden gewesen. Den Verschluss habe ich von einem alten Schlüsselband abgetrennt, die Stoffe sind aus meiner Restekiste. 


Keine großen Konstruktionen, aber doch alles Teile, die mich lange begleiten werden und deshalb ebenfalls hier ihren Auftritt haben dürfen. Auch wenn es wesentlich mehr Spaß macht was schönes, als was praktisches zu nähen. Hihi.