23. Oktober 2016

Herzchenpulli im Detail und Knubbel-Tutorial

Hallo ihr Lieben!


Wie versprochen möchte ich euch heute ein paar Einzelheiten des schönen Pullovers zeigen und auch erklären, wie die Noppen, von mir liebevoll Knubbel genannt, gestrickt werden. Das ist gar nicht schwer und eröffnet viele Möglichkeiten, kann man ja in alles einbauen, so ein kleines Muster. Ich habe auch versucht das Herz im Nacken nochmal zu fotografieren, aber es will so in 2D einfach nicht klar herausstechen. In echt tut es das, glaubt mir. 


Im letzten Beitrag schrieb ich, dass es betonte Abnahmen gibt ... Quatsch mit Soße! Es sind Zunahmen, da der Pullover Top down, also vom Halsbündchen runter zum Saum gestrickt wird. Die Optik ändert sich natürlich trotzdem nicht, und trotzdem bleiben sie betont. 


Und dieser Punkt ist immer der, an dem ein strickender Mensch aufatmet. Man fängt nämlich mit wenigen Maschen an am Halsloch, nimmt dann aber kontinuierlich zu, bis die Runden unendlich werden, und dann noch ein bisschen. Das ist natürlich nicht nur bei diesem Pullover so, sondern bei allen. Deshalb wird einmal kurz vor Freude aufgequiekt wenn die benötigte Maschenzahl erreicht ist und die Ärmel stillgelegt werden. Und das sieht dann so aus. Auf dem grünen Faden schlummern die Maschen für den Ärmel, und darunter werden ein paar neue angeschlagen und weiter in Runde gestrickt. Später schiebt man die schlafenden Maschen dann wieder auf eine Stricknadel, nimmt in dem Bereich wo man schon für den Körper Maschen neu angeschlagen hat ein paar neu auf und strickt dann in Runden die Ärmel.
Nun aber zu den Knubbeln.


Ein Knubbel besteht aus fünf Maschen: Eine rechts gestrickte, ein Umschlag, eine rechts gestrickte, ein Umschlag und noch eine rechts gestrickte. Das alles entsteht aus einer einzigen Masche. Deshalb geht man mit der rechten Nadel wie zum Rechtsstricken in die nächste Masche, holt den Faden durch, zieht die Masche aber nicht von der linken Nadel.


Stattdessen macht man einen Umschlag. Dann nochmal durch die Masche, Faden holen, noch ein Umschlag, nochmal Faden holen und diesmal die Masche auch endlich von der Nadel flutschen lassen. Die freut sich, hat ja schon lange gewartet!


So sieht das ganze aus, bevor man die Masche erlöst hat. Ein Haufen neuer Stiche. Nun wird erstmal weiter gestrickt, immer schön im Kreis, bis man diese Batterie an Maschen erreicht.


Und dann, ganz wichtig, werden ALLE Maschen zussammen von HINTEN abgestrickt. Man pult also die Nadel durch alle fünf Schlaufen. Sophia war erst der Meinung, die würden normal rechts abgestrickt, und dabei habe ich fast Finger und Nadel gebrochen sowie vor Verzweiflung geheult. Deshalb: Hintenrum abstricken.


Tada, ein Knubbel ist geboren!

Ich hoffe, ihr könnt hier Hilfe finden wenn ihr den Pullover nachstricken wollt. Das empfehle ich euch, er ist nämlich wirklich schön! Bei Sophia könnt ihr das Garn direkt passend zu eurer Größe in einer Farbe eurer Wahl ordern. Oder nur das Magazin, der Pulli funktioniert natürlich mit jeder anderen Wolle auch, die die passende Maschenprobe hat. Ich hoffe, dass klingt euch jetzt nicht zu sehr nach verrückter Werbung oder so. Ich habe dem Pullover für mich gestrickt, in meiner eigenen Freizeit und dazu meine ehrliche Meinung gesagt. Ich unterstütze Sophie gerne, denn sie ist nunmal meine Freundin und macht tolle Sachen. Nicht, dass ihr euch wundert.




19. Oktober 2016

Herzchen Pullover

Hallo ihr Lieben!

Es hat ja so einige Vorteile, wenn man jemanden zu seinen Freunden zählt, der Wolle verkauft und Anleitungen schreibt. Am Donnerstag treffe ich Sophia, stellte am Sonntag fest, dass mir für ein aktuelles Projekt Nadeln fehlen. Anstatt diese also zu bestellen, kann ich bei ihr anfragen und sie bringt sie mit. Toll oder? Naja, andererseits schleppt sie immer die tollsten Garne an, die ich dann unbedingt stricken muss. Oder aber Anleitungen, denn Sophia ist ein ziemlich kreativer Kopf, der sich lieber selbst was ausdenkt als einer vorhandenen Anleitung zu folgen.


Mh, denkt ihr jetzt vielleicht. Ein schlichter grauer Pulli, das ist nun wahrlich kein Hexenwerk. Aber wartet mal ab, bis ihr ihn von der Seite seht:
 

Das Muster an beiden Seiten besteht aus Noppen und Umschlägen. Am Wochenende habe ich einen kleinen Post für euch in dem ich euch zeige, wie die Noppen gestrickt werden. Es ist eigentlich gar nicht schwer, macht aber schon viel her. In meiner Version sieht man es gar nicht so deutlich, das ist je nach Garn nunmal so. Manche eignen sich ja auch für Zöpfe besser als andere. In meinem Fall ist es übrigens simples Regia Sockenwollgarn, denn in dieser Stärke wird der Pullover gestrickt. Und ich wollte schon immer ausprobieren, ob ich das Garn am Hals haben kann, ich Merino-Mimose. Es geht, übrigens, ist aber auch nicht kuschelweich.


Hals-, Arm- und Körperbündchen sind relativ kurz, da habe ich mich drüber gefreut. Bündchen kommen direkt aus der Hölle! Ich stricke die echt sehr ungern. 


Ich mag auch die betonten Abnahmen gerne. Bringen ein wenig Struktur in den schlichten Pullover und unterbricht auch die glatte Optik, was einem breiten Kreuz zugute kommt. Es ist ja echt spannend, wenn man so ein bisher ungetestetes Objekt strickt, finde ich. Ein bisschen Risiko, ein bisschen Spannung. Passt nachher alles? Kein blöder Rechenfehler drin, der doppelt so große Armlöcher produziert? Ber ich kann euch beruhigen, es ist ein absolut tragbares Kleidungsstück herausgekommen. 


Nun ist es so, dass nicht nur ich den Pullover interessant fand, sondern auch Lamana, die Wolle produzieren. Sophia kann irre stolz auf sich sein, denn gleich mit vier Designs ist sie im aktuellen Magazin vertreten. Auf deren Website sieht man den Pullover nicht in den Vorschaubildern, aber ihr könnt das Magazin auch bei Sophia im Shop kaufen, und dort ist der Pullover zu sehen. (Blaugrau, fünfte Reihe von oben). Ein kleines Detail, dass den Pullover für mich aber ausmacht, hat Lamana nicht übernommen: Im Nacken gibt es ein Herzchen, geformt aus den schon erwähnten Noppen. Ein kleiner Oha-Effekt, der außerdem dabei hilft, den sonst vorne und hinten gleichen Pullover "richtig herum" anzuziehen.


Der Pullover sitzt an mir deutlich enger als an dem Model, so könnt ihr ganz praktisch sehen, dass er auch ein, zwei Nummern zu groß schön sitzt, nur eben ganz anders. 

Ich gratuliere Sophia zu diesem Erfolg und freue mich, da irgendwie minimal dran teilgehabt zu haben. Und vor allem, den Pullover endlich zeigen zu dürfen, denn er ist schon seit dem Frühjahr fertig und hat mich während der letzten kalten Tage begleitet. 




16. Oktober 2016

Besuch von Mama - natürlich mit Mohair

Hallo ihr Lieben!

Das letzte Mal, als wir hier meine Mama begrüßen durften, hatte ich für sie ein paar Shirts genäht. Da ich aber meine Kreativität im Bereich der Handarbeit definitiv von ihr habe, werkelt sie ebenso vor sich hin, es gibt nur selten Gelegenheiten, Bilder davon zu machen. Ein paar habe ich aber jetzt, und den Anfang macht ein Mantel mit Schalkragen. 


Es handelt sich um das Modell 11 aus der Lace No. 3 von Lana Grossa, gestrickt aus Silkhair, ebenfalls von dort. Die Farbe ist anthrazit, auf manchen Bildern hat sie einen kleinen lila-Einschlag. Der Schalkragen fällt total, schön - hat man ja nicht immer bei solchen Jacken. Das praktische bei Mohair ist ja, dass es quasi ein Hauch von nichts ist, aber trotzdem ordentlich wärmt.


Natürlich gibt es auch ein schönes Muster, das durch das weiße Shirt untendrunter gut zur Geltung kommt. Dezent, aber trotzdem sichtbar, lockert den langen Mantel etwas auf, finde ich.


Natürlich wird dieses Design in Teilen gestrickt: Vorderteile, Rückenteil, Ärmel, ich glaube sogar der Schalkragen nochmal extra in zwei Teilen. Und dann wird genäht oder gehäkelt. Noch suchen wir nach der richtigen Anleitung, ich möchte nämlich, dass Mama mal das klassische RVO ausprobiert. Sie hasst zusammennähen ähnlich stark wie ich, kennt es aber nur so und klar, es funktioniert ja und ist im Endeffekt auch nicht so viel Arbeit. Aber trotzdem möchte ich ihr einmal zeigen, wie es so ist wenn man nichts nähen muss, außer Fadenenden. 


Der Mantel wird natürlich eher selten mit kurzer Jeans getragen, versteht sich von selbst, oder? Aber zum Zeitpunkt des Fotoshoots war es nunmal ziemlich warm, da wollte niemand was längeres tragen. 

Ich freue mich immer, wenn meine Mama in dieser Form hier vorbeischaut, bringt das doch etwas Abwechslung in die Sache und auch wenn es bei mir ruhiger ist, passiert hier auf dem Blog etwas. Noch dazu freut sie sich natürlich immer sehr über eure Kommentare.





12. Oktober 2016

Tilly and the buttons - Bettine - Federkleid

Hallo ihr Lieben,

und willkommen im Herbst. Hui, ist das schon frisch früh am morgen! Handschuhe, Mütze und Schal sind schon wieder Standard geworden, die Blätter färben sich und ich habe, wie jedes Jahr, die Befürchtung, nicht alles nähen und stricken zu können, was ich möchte. Zusätzlich zu diesem fiesem Dilemma habe ich jetzt auch noch einen Schnitt für mich neu entdeckt, dessen Silhouette mir super gefällt!


Vernäht habe ich grünen, gefiederten Blusenstoff von AfS. Gibt es auch noch in schönen anderen Farben, aber, Vorwarnung: Der Stoff ist super schön, sodass man sich die Beschreibung nicht genauer durchliest und dann beim Auspacken feststellt, dass es sich um reines Polyzeug handelt. Habe ich so gehört. Es ist nicht so, dass ich dieses komplett ablehne, aber es hat nunmal seine Vor- und Nachteile: Knittert nicht - lässt sich ergo auch nur schlecht bügeln. Vor allem ohne zu schmelzen. Lädt sich auf. Fällt schön. Macht schneller schwitzig. Aber, probieren geht über studieren, und nach mehrfachem Tragen bin ich eigentlich ganz zufrieden. Ist sowieso eher was für Herbst und Winter, da kommt die Schwitzen-Sache nicht so zum Tragen. Nur das mit dem Bügeln hat echt genervt, hat da wer Tips?


An den letzten, noch wärmeren Tagen trug ich das Kleidchen nur mit Strumpfhose und ohne Jacke, gestern und vorgestern dann doch lieber mit wärmendem, ebenfalls handgemachtem und hier gezeigtem Cardigan. Ich mag diese Kombination! Nur die Schuhe gehen gar nicht zu der Strumpfhose. 


Das Kleid ist genäht nach Bettine von Tilly and the buttons. Den Schnitt hatte ich schon länger im Hinterkopf, fand sehr reizvoll, dass er mit Jersey und Webware funktionieren soll. Schade, dass ich so lange mit dem Nähen gewartet habe, denn ich bin ein klein bisschen verliebt. Bisher habe ich fast ausschließlich weite Röcke getragen, wenn sie eng waren, dann waren sie auch kurz. Kleider mit Taillierung hatten immer weite Röcke. Und nun das! Ein tulpenförmiger Rock, von dem ich immer dachte, er würde meine eh schon breiten Hüften viel zu sehr betonen.


 Ich glaube, das wäre wohl so, wenn der Rock nicht so lang wär, wie er ist. Aber so streckt es das alles etwas? Ich mag die Form jedenfalls sehr gerne an mir und plane schon eine zweite Version aus Jersey. Planen heißt, dass ich nur etwas Zeit brauche, alles Zubehör liegt schon hier.


Der Schnitt ist eigentlich recht simpel, erstmal gibt es nur ein Vorder-, ein Rücken-, ein Rock-, und ein paar Belegteile. Die Ärmel sind direkt mit drin. Dadurch entstehen die üblichen Falten im Achselbereich, die man auf so Rumsteh-Fotos natürlich deutlich sieht. Glücklicherweise bewege ich mich im Alltag viel und mir selbst ist das bisher so gar nicht aufgefallen. Eine weitere Variationsmöglichkeit sind Taschen - dafür habe ich mich sofort entschieden - und Ärmelriegel, auch diese wollte ich ausprobieren. Das hat ganz gut geklappt, nur weil sich eben alles nicht so gut bügeln ließ habe ich etwas geflucht.


Genäht habe ich für Obenrum eine 4, ab der Taille dann eine 5. Brustmaß für die 4 ist 91,5 cm, für die 5 96,5 und bei mir sind es 92/93cm. Trotzdem hat die 4 nicht gepasst! Ich musste alles was ging aus den Nahtzugaben rausholen, womit mein Plan von französischen Nähten auch gegessen war. Was bei der Bügelbarkeit eh nicht gut geklappt hätte. Aber trotzdem ärgert mich das etwas. Für Jersey mag es vielleicht in der Kombi noch gehen, ansonsten nähe ich die nächste Webwaren-Version komplett in Größe 5. Den Rock habe ich übrigens an der eingezeichneten Stelle um 10 cm verlängert.


Den Praxistest hat das Kleid jedenfalls bestanden. Ich habe genug Bewegungsfreiheit, nur beim Radfahren rutscht der Rock ziiiemlich hoch. Aber das stört mich nicht wirklich, zieh ich halt ne längere Jacke drüber. Bei der geplanten Jersey-Ausführung wird das sicherlich auch weniger ein Problem sein.


Hier seht ihr nochmal die schön geräumigen Taschen und den Tunnelzug für das Gummibündchen. Die Taschen sind übrigens eher ungeeignet um die Hände darin rumzulümmeln, dafür sind sie zu hoch, finde ich. Aber meinen Schlüssel auf der Arbeit kann ich da sehr gut unterbringen, ebenso das Telefon dranklipsen. Perfekt!

Ich bin rundum zufrieden mit meinem neuen Kleid und schicke es zum Me Made Mittwoch, wo Katharina heute ebenfalls in Kleid und Cardigan die Gastgeberin ist.




8. Oktober 2016

Socktober oder was?

Hallo ihr Lieben!

Unter dem #socktober geht in diesem Monat so einiges ab. Ein ganzer Monat, gewidmet dem Sockenstricken. Schaut euch auf den sozialen Medien mal um, viele StrickerInnen zelebrieren diesen Monat richtiggehend und stricken wie wahnsinnig Socken. Schön, irgendwie, und auch total praktisch, so sind die Geschenkesocken für Weihnachten fertig und die eigene Schublade zu Beginn des Herbstes auch gut gefüllt. 


Für mich ist das aber gar nichts. Ich würde ganz kribbelig werden, wenn ich den Rest jetzt einen Monat liegen lassen müsste, ohne daran weiter zu arbeiten. Vielleicht wäre es möglich, wenn man gegen September Ende keine Projekte mehr hat, aber dieses Stadium lässt sich bei mir wohl eher nicht erreichen. Aktuell habe ich drei wirklich aktuelle Projekte, eines gestern abgekettet. Ein anderes Problem, was mir in die Quere kommen könnte: Mein Leben wird vermutlich eh schon zu kurz sein um alles zu stricken, was mir so vorschwebt. Und es ist ja noch ziemlich lang, das will also was heißen. 


Socken wären mir eindeutig auch zu langweilig. Ich stricke sie gerne bei Filmen oder Serien die viel Konzentration erfordern, weil Socken das nicht tun. Oder unterwegs, weil man mittendrin aufhören kann und nicht viel Material benötigt. Denn meistens stricke ich Socken ohne Muster. Und wenn sie mit Muster sind, dann brauchen sie meistens ewig. Denn die erste Socke mag ja noch super interessant sein, die zweite dann aber ... puh. Langatmig.


Ähnlich war es bei diesem Paar. Das Hauptgarn ist das letzte Knäul, was ich damals, als ich noch im Wollgeschäft aushalf in meiner Studentenzeit, angesammelt hatte. Immer wenn wir Sockenwolle im Angebot hatten musste was schönes mit. Einen passenden Rest fand ich auch noch, sodass ich mich an andersfarbigem Bündchen und Spitze probiert habe. Ich mag den Effekt sehr, sonst wären die Socken vermutlich sehr eintönig gewesen. Ich habe, wie fast immer, Toe-Up gestrickt, auf Zing Nadeln in 2,5mm Stärke und mit 64 Maschen. Sie sitzen schön fest und passen gut.


Letztens habe ich meine Socken- und Strumpfhosenschublade ein wenig umsortiert. Jedes Mal wenn ich sie nun aufziehe, lachen mich meine schönen gestrickten Socken an und ich werde ein kleines bisschen glücklich. Irgendwann bekommt ihr eine eigene, kleine Schublade, versprochen. 

So, jetzt möchte ich wissen, was ihr vom Socktober haltet. Nehmt ihr vielleicht sogar daran teil?




3. Oktober 2016

Auf und unter der Nadel im Oktober

Hallo ihr Lieben!

Ein Monat ist um, ein neuer beginnt, und auch draußen merkt man, dass der Herbst beginnt. Endlich muss man sich nicht mehr draußen aufhalten und kann die ganze Freizeit nähend und strickend verbringen, Hurra! ;)

Bei Marisa wird wieder jeden Monat ein bunter Haufen Projekte gesammelt, die beste Inspiration überhaupt. Auch ich möchte dazu beitragen.


Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Yarncamp in Frankfurt. Meine erste Veranstaltung dieser Art: 120 strickverrückte auf einem Haufen! Mal abgesehen von interessanten und lehrreichen Sessions fand ich es toll, viele liebe Leute kennenzulernen und gemeinsam zu stricken. Weil ich gerne noch etwas ganz simples haben wollte, habe ich in der Nacht vorher eine Babyhose aus einem Garn Sockenwolle angeschlagen, dass keine Verwendung fand. Bisher bin ich gut voran gekommen, mittlerweile ist ein Bein stillgelegt, also die Maschen liegen auf einer seperaten Nadel, und das andere stricke ich mit dem Sockenwunder. Irre niedlich mal wieder, das Ganze. 


Wie verrückt habe ich auch an meinem Allround-Cardigan gestrickt. Ich wollte unbedingt die Zunahmen beenden, die Ärmel stilllegen und damit einen fühlbaren Schritt weiterkommen. Weil in dieser Anleitung aber nicht, wie bei einem Raglan, an vier Stellen zugenommen wurde, kam mir das ewig vor! Erst gab es Vornahmen am Vorder- und Rückenteil, dann an den Ärmeln, und dann nochmal am Vorder- und Rückenteil! Oh man! Aber ich habe es geschafft, die Ärmelmaschen sind auf Garnrest gepackt und ab jetzt wird stumpf in Reihen gestrickt bis es mit ein bisschen Taillierung losgeht. Ich hoffe, dass ich mit der Jacke gut voran komme, denn die wird ein Dauerbrenner, das spüre ich.


Auch bei den Socken lässt sich im Gegensatz zum letzten Monat ein Fortschritt vermerken: Nummer eins ist fertig, Nummer zwei benötigt nun eine Ferse. Da hatte ich bisher noch keine Lust zu, aber das kommt. 


Dieses Bild ist leider unscharf, denn es ist ein Handybild. Ich habe mir total Mühe gegeben bei den Bildern (aber da ist noch mehr Potential), leider kam immer wieder die Sonne raus und ich musste pausieren. Dabei habe ich wohl vergessen, dass ich für die Julevotter schon alles arrangiert, aber eben noch nicht fotografiert hatte. Glücklicherweise mit dem Handy schon... also, die Hälfte der kleinen Handschuhe habe ich, die andere sollte auch diesen Monat fertig werden. Am liebsten würde ich alle gezeigten Projekte in diesem Monat schaffen, aber das ist utopisch. 

Hier kommt ihr zu meiner Projektseite.

Denn nähen möchte ich ja auch noch! Ach, hätte ich doch bloß nur ein Hobby ...
Eventuell habe ich endlich den passenden, hellen Jeansstoff für einen Meister Lenz für meinen Papa gefunden, dann steht das auf der Prioritätenliste ganz oben. Er wartet schon seit August darauf, und nun ist das Wetter für ein langärmeliges Hemd ja auch definitiv gekommen.
Eine Bettine aus Jersey muss auch her, die erste Version aus Webware ist nämlich echt toll. Und dann gibt es da noch ein Probenähen, auf das ich mich sehr freue.
Mal davon abgesehen müsste ich dringend Jeans und Cardigans nähen, die brauche ich sehr. Aber in meinem kleinen Stoff-Fach ist noch kein Platz für Jeansstoff und genug für Cardigans vorhanden, von daher ... alles nach und nach. Ihr werdet ja sehen, was ich so schaffe, da kommt ihr nicht drumherum.

Und, was habt ihr so geplant zu stricken/nähen/häkeln/lesen/basteln?





1. Oktober 2016

Gelesen im August und September 2016

Hallo ihr Lieben!

Ende August passte es mir irgendwie nicht in den Kram, über Bücher zu schreiben, daher gibt es in der heutigen Version die Bücher aus zwei Monaten. Es ist von allem was dabei, daher wünsche ich euch viel Spaß.


George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer - Sturm der Schwerter

Die Hälfte habe ich geschafft, oben auf dem Bild liegt der fünfte Band, beim sechsten bin ich fast in der Mitte angelangt. Band drei und vier fand ich etwas langatmig, fünf ging so, sechs nimmt etwas mehr Fahrt auf. Noch immer lese ich diese Saga gerne, aber eben mit weniger Spannung weil ich schon weiß, was passiert. 


Daniel Glattauer - Ewig dein

Bei Frauke auf dem Blog habe ich die Rezension zu diesem Buch gelesen und war gleich interessiert. Und manchmal werde ich dann ganz wagemutig und kaufe mir das Buch einfach. In diesem Fall hat es sich auf jeden Fall gelohnt! Erstmal beginnt alles wie bei einem netten Roman: Judith trifft Hannes, das Ganze ist witzig, sie treffen sich, verlieben sich. Eine Zeit lang läuft alles perfekt, doch dann wird Judith Hannes' Aufdringlichkeit und sein Liebesbedürfnis zu viel. Sie versucht die Beziehung zu beenden, doch das funktioniert nicht wirklich. Und kurz vor Schluss wartet nochmal ein richtiger Knaller auf den Leser, mit dem man überhaupt nicht rechnen kann. Irre gut, habe ich sehr gerne gelesen. 


Max Bentow - Die Totentänzerin

Nach dem Federmann und der Puppenmacherin kommt die Totentänzerin, das dritte Buch in einer Reihe um den Berliner Ermittler Niels Trojan. Ein Psychothriller, der durch sein Suchtpotential schnell ausgelesen war. Wie es in guten Krimis dazu gehört, wird in diesem Fall die Familie eines Mitarbeiters bei der Polizei involviert und Trojan steht zwischen Loyalität und Moral. Das war ein spannender Kampf, mal ganz abgesehen vom eigentlichen Fall, der richtig gruselig war. Ich sage nur Staubsaugerroboter mit Kamera .... Klar Empfehlung!


Joanne K. Rowling - Harry Potter und das verwunschene Kind

Ich hätte nie geglaubt, nochmal einen Titel in dieser Form in den Händen zu halten und zu lesen. Offen gebe ich zu, dass ich ein richtiges Potter-Fangirl war. Das erste Buch habe ich mit acht oder neun Jahren geschenkt bekommen, das letzte erschien als ich 16 war. Es hat mich quasi durch meine Jugend begleitet und begeistert. Ich hatte alle Poster aus den Zeitschriften in meinem Zimmer hängen auf dem einer der Darsteller war, las die Bücher immer mal wieder, beschäftigte mich mit Fanfictions. Schön war das, wenn auch im Nachhinein ein wenig verrückt. 
Das Buch war schon vorbestellt, kam am letzten Wochenende an und in dem Moment, in dem ich die Verpackung öffnete, war ich wieder 16 Jahre alt, ehrlich! Den ganzen Tag auf der Arbeit habe ich kribbelig gewartet, bin dann abends direkt ins Bett gestiegen und habe entgegen aller Vernunft fast bis Mitternacht gelesen, obwohl am nächsten Tag Frühdienst anstand. Dasselbe Programm am Abend danach und das Buch war weggelesen. Und ich musste fast weinen. Es war ein bisschen wie zuhause sein, dort in dieser Welt, und durch die Art und Weise des Textes kann der Kopf sich ganz viel dazudichten. Es handelt sich ja um das Script des Theaterstückes, und so ist es auch geschrieben. Da ist ganz wenig Beschreibung und viel Dialog, wenig Hintergrund, viel Handlung. Bis auf einige Lektüren aus dem Deutschunterricht habe ich sowas noch nicht gelesen, hat mir aber tatsächlich gefallen. 
Achso, die Handlung: Nun, da hätte sonstwas stehen können, ich hätte es trotzdem toll gefunden. Ich mag gar nicht viel verraten, es gibt ja sicher noch viele, die das Buch noch lesen wollen, daher mal ganz vage: Ich mag, dass es auch in der Welt von Harry ganz normale Familienprobleme gibt mit rebellischen Kindern. Ich habe auch das Gefühl, dass Joanne ein wenig mit den Fans spielt, denn es gibt verschiedene Versionen der Zukunft des goldenen Trios zu lesen, im Laufe der Geschichte. Das ist ziemlich interessant!
Ich hätte ja gerne, dass sie nun noch die Jahre zwischen Band sieben und diesem aktuellen ausfüllt, aber das bleibt wohl Wunschdenken. Ebenso wie ein Besuch des Theaterstücks, das wäre das allerbeste. Hach. Ich glaub ich muss mal wieder die Bücher alle hintereinander weglesen ...