10. Januar 2013

Grannys 90-96




Lang, lang ists her, mh? Ihr erinnert euch? Mitte November habe ich zuletzt Grannys gezeigt, und dann wurde es still um die Decke. Weihnachtsgeschenke und Winteraccessoires wollten hergestellt werden, und die Decke ist eh als eine Übergangsdecke geplant und kann der superwarmen Decke noch den Platz auf dem Sofa nicht abnehmen.

Nun ist aber wieder etwas Zeit für Grannys, und ein paar haben sich seit November auch angesammelt. Mal sehen, ob ich jetzt wieder schneller voran komme!





Immerhin bin ich schon fast bei 100 angelangt, das sollte ja eigentlich Ansporn genug sein ...




8. Januar 2013

Ein Mädchen wird missbraucht



Dass ich in den Ferien häufiger zum Lesen komme, habt ihr ja hier schon gesehen.
Deshalb habe ich heute noch ein Buch für euch, dass ich ebenfalls um Weihnachten herum gelesen habe. 

Ich bin nicht mehr eure Tochter von Monika B. 




Es ist kein seichtes Buch, meine Lieben:

Monika ist ein echtes Wunschkind. Sie soll die gutbürgerliche Familie komplettieren. Doch hinter der heilen Fassade spielt sich Unfassbares ab. Von Anfang an wird Monikas Leben von sexuellen Übergriffen bestimmt. Was der Großvater an dem Kleinkind begeht, setzt sich in jahrelangen Vergewaltigungen durch den Vater und die Brüder fort. Erst nach dem Freitod ihres jüngeren Bruders Georg, der nicht mit ansehen kann, was mit seiner geliebten Schwester geschieht, gelingt es Monika, sich aus dieser Hölle zu befreien.


Harter Tobak, meine Damen. 
Oft werde ich bei solchen oder ähnlichen Büchern gefragt, wie ich so etwas lesen kann. 
Nunja, prinzipiell schonmal wie jedes andere Buch auch, aufmachen und die Buchstaben aneinanderbauen. Natürlich steckt hinter der Frage etwas anderes: Wie man mit dem beschriebenen Grauen weiterkommt, warum man so etwas überhaupt lesen will.

Aber gerade darin sehe ich das Problem: Die Augen werden verschlossen.
Ich habe im Pädagogikunterricht in der Schule eine Reihe zu sexuellem Missbrauch gehabt und mich vorher eigentlich gar nicht damit beschäftigt.
Und das ist das Problem.
Es ist ein Tabuthema. Es ist kein schönes Thema, aber dadurch, dass es ein Tabu ist, sind viele Kinder in Gefahr.
Das zeigt dieses Buch auch ganz deutlich. Monika versucht trotz intensiver Drohungen immer wieder, sich Vertrauenspersonen zu öffnen. Sie sagt, der Vater fasse sie an, tue ihr weh. Was sagen diese Leute, ihre Tanten, Omas? "Du dreckiges Kind, wie kommst du darauf deinem Vater so wehzutun ..." usw. Schrecklich, wenn man es liest, aber so passiert es leider alltäglich. Angehörige wollen nicht wahrnehmen, dass ihnen so vertraute Personen anders sind, als sie scheinen. Dabei können Kinder in so einem Alter gar nicht lügen, haben eigentlich gar keine Worte für die Dinge, die ihnen zustoßen. Sie dürften eigentlich überhaupt nichts von Sex wissen. Und warum sollte ein Kind grundlos seinen Vater mit so etwas beschuldigen?

Für so etwas sind solche Bücher gut. Dafür sind sie geschrieben.
Monika B. wollte bestimmt kein Geld machen. Sie wollte, dass Menschen erfahren, wie es bei einer von außen perfekt erscheinenden Familie aussehen kann.
Sie will, dass Leute ihre Augen offen halten. 
Ich glaube, einem Kind kann kaum schrecklicheres geschehen. Und ein Kind zeigt auch deutlich, was ihm geschieht.
Monika beispielsweise fängt mit sechs oder sieben Jahren wieder an, ins Bett zu machen. Sie spielt sexuelle Spiele mit ihren Puppen und Kuscheltieren, sie kann nicht schlafen, alles Zeichen die zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. 

Aber jemand der diese Zeichen nicht kennt, kann niemals helfen. Und das fände ich irgendwie schade. 

Warum ich also solche Bücher lese? Natürlich ist da ein bisschen Interesse dabei. Nicht an den grausigen Taten, um Himmels Willen. Eher, wie sie das durchsteht, was ihr zustößt. Am Psychologischen, sozusagen. Ein Thriller-Liebhaber liest Thriller ja auch nicht, weil er die Morde geil findet. Sondern weil es spannend ist, packend, verstörend.


Ich fände es toll, wenn über sexuellen Missbrauch mehr informiert wird. Denn jeder, der mit Kindern zu tun hat kann dann vielleicht helfen, einem Kind doch noch eine schöne Kindheit zu bescheren, und kein Leben voller Selbstzweifel, Selbsthass, Selbstverletzung.


In diesem Sinne, atmet tief durch und lasst euch von diesem Text nicht den Abend verderben!


7. Januar 2013

Körnerkissenhülle



Guten Tag!

Ich habe mal wieder genäht, was einige Zeit ja nicht so vorkam. Aber es ist auch immer ein Rumgehampel die Nähmaschine aufzubauen ... da liegt das Strickzeug dann doch oft handlicher in der Nähe.

Heute aber wollte ich gerne mal wieder. Und zwar habe ich aus den beiden Stoffen, die ihr sehen könnt, eine Hülle für mein Körnerkissen genäht. Es hat zwar eine, aber schön ist etwas anderes.



Also das Körnerkissen ausgemessen, etwas Nahtzugabe dazugerechnet und drei Teile zugeschnitten. Ich wollte gerne einen Hotelverschluss machen, damit das Körnerkissen leicht wieder raus geht. 
Der geblümte Stoff kommt vom Schweden und ist etwas dickerer Baumwollstoff, der rote ist Fleece vom Stoffladen hier in Dortmund, eben gekauft.
Deshalb war er vom Waschen auch noch nicht so ganz trocken und musste ein wenig trockengebügelt werden ... :-P


Und dann ging es eigentlich ratzfatz: Kanten an jeweils einer der kurzen Seiten der Fleecestücke umnähen, alles rechts auf rechts aufeinanderlegen und einmal rundherum nähen. Gucken obs passt, versäubern, fertig!






Ich bin ziemlich zufrieden, so schnell wie es ging und doch hübsch aussieht. Und warum das Ganze überhaupt sein musste? Der Herzmann hat sich geopfert und eine Mikrowelle für unseren Haushalt gekauft, quasi als Weihnachtsgeschenk an uns beide, weil ich ihm ewig in den Ohren lag. Und nun findet mein Körnerkissen auch eeendlich gebrauch! Eine erste Testrunde mit neuem Kleid hat es schon gedreht und ruht nun schön warm und lecker duftend auf meinem Bauch. Schöön!



Ich möchte nun unbedingt noch 1, 2 weitere Kissen nähen, aber selbstgefüllte. Hat das schon jemand gemacht? Mir schwebt eine Mischung aus Kirschkernen und Getreide vor, vielleicht Dinkel. Geht das? Hat jemand Erfahrungen?

Ihr Lieben, habt einen schönen Abend, okay?


4. Januar 2013

Gelesen: Totengleich


Ich bin wieder zurück aus den niederländischen Gefilden, und es war schööön! Damit endet auch das Weihnachtsgeschenkespecial. Wie hat es euch gefallen? Ich habe schon ewig mit den Füßen gescharrt, viele Dinge waren ja schon zeitig fertig, aber ich konnte sie noch nicht zeigen, und war so gespannt auf Reaktionen ... herrje. 

Nunja, es ist jedenfalls vorbei, und hier geht es im normalen Trott weiter. Ab Montag wieder Uni, viel zu schnell, und dann geht es auch sooofort los mit dem Lernen, weil Klausurenphase. Määh. 

Aber zu etwas schönem:

Ferienzeit heißt für mich auch immer : Zeit für Bücher! Lesen ist angesagt, stundenlang, mitten am Tag. Weil ich mir dann die Zeit nehmen kann. 

Und so stelle ich euch heute schonmal ein Buch vor, dass ich in den Ferien gelesen habe. Es ist ein ganz ordentlicher Schinken, aber seine Seiten wert.

Totengleich von Tara French
und natürlich wieder ein Kriminalroman mit Spannung.





"Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar..."


Und ist nicht ihr Zwilling, alles ist reiner Zufall. Allerdings ermöglicht dieser Zufall es den Beamten, dass Cassie Undercover gehen kann, in die ziemlich seltsame, außergewöhnliche WG der Toten. 
Mal etwas neues, wie ich finde, und auch wirklich interessant und spannend! Die Autorin hat absolut charismatische und unglaublich individuelle Charaktere geschaffen, und es macht Spaß, sie zusammen mit Cassie zu entdecken. Außerdem hockt hinter jeder Ecke die Gefahr, dass die Dame aufgedeckt wird, und das wäre ja gar nicht gut. Denn wer der Mörder ist, das bleibt ein Rätsel ... oder doch nicht?

Jedenfalls habe ich diese verrückte Gemeinschaft von Menschen sehr lieb gewonnen und mir hat es gut gefallen, über sie zu lesen. Cassie ist ebenfalls echt ne coole Sau und hat so einige Tricks und Kniffe drauf. Respeckt! :)

Kennt jemand das Buch? Will es jetzt jemand kennen? :D




3. Januar 2013

Weihnachtsgeschenke DIY Teil 11: Laptoptasche nähen


Mein Papa hat sich vor kurzem einen neuen Laptop zugelegt, das alte Modell war schon beinahe 10 Jahre alt und wirklich kaum noch zu gebrauchten. Das neue funktioniert nun auch ohne dauernd an der Steckdose angeschlossen zu sein und ist daher etwas portabler. Damit ihm aber bloß kein Schaden zukommt, wollte ich gerne eine Tasche dafür nähen. Heimlich habe ich ihn ausgemessen, und dann ging es Stoff kaufen und losnähen!

 Der Innenstoff ist der blaue, den ich schon für die Memo-Boards meines Bruders genommen habe, und für außen habe ich dann noch netten karierten Baumwollstoff gekauft. 

Ich habe dann ein großes Rechteck zugeschnitten, in der Länge 2mal so lang wie der Laptop plus die Lasche, die oben drüber schauen sollte, in der Breite so breit wie der Laptop. Natürlich noch einige cm dazu, damit es locker sitzt, und wegen der Nahtzugabe.

Dann habe ich den Innenstoff auf das Futter genäht, und dann den Außenstoff auf den Innenstoff. Aber vorsicht, eine Wendeöffnung lassen!




Und dann habe ich eigentlich nur noch die Seiten zusammennähen wollen, wie bei einem Kissenbezug. Nur leider hatte ich zu knapp zugeschnitten, der Laptop hätte nicht reingepasst. Ich hatte schon die Hälfte wieder aufgetrennt, als mir eingefallen ist, dass ich ja auch einfach 2cm Seitenteile einnähen könnte ... also habe ich es wieder festgenäht und dann durch die Wendeöffnung gewendet und auch diese verschlossen. 

Für die Seiten habe ich Streifen aus den Stoffen und dem Vlies zugeschnitten und erstmal aufeinandergenäht.

 


Das Festnähen der Seitenteile war etwas fummelig, ließ sich aber machen. Ich habe sie rechts auf rechts festgesteckt, dann die lange Seite genäht und dann unten eine Rundung gemacht, und dann an der anderen langen Seite wieder hoch.

 



Das allererste mal habe ich auch die Kanten versäubert ... ja, sowas finde ich doof. Aber hier habe ich eingesehen, dass es notwendig sein könnte.

Soweit war sie ja eigentlich schon ziemlich gut fertig!

 




Aber man soll die Tasche ja auch zumachen können. Erst wollte ich Knöpfe nehmen, aber ich habe der Knopflochfunktion dann doch nicht so ganz vertraut. Dann dachte ich an Klettverschluss, aber ich finde immer, der funktioniert irgendwann nicht mehr, und das ist ja doof. Die rettende Lösung: Druckknöpfe. Und damit ich nicht aufpassen muss, wie es obendrauf aussieht, habe ich einfach noch zwei große Knöpfe aufgenäht. Sieht eh hübscher aus.

 




Ich bin selbst hin und weg, muss ich sagen. Unglaublich stolz! Sie sieht so schön aus, und hat eigentlich keine Fehler, und ist tausendmal besser geworde, als ich es erhofft hätte. Nun muss sie nur noch meinem Papa gefallen und ich kann glücklich sein :)

2. Januar 2013

Weihnachtsgeschenke DIY Teil 10: Tasse eingestrickt


Auch eine zweite liebe Freundin wollte ich gerne beschenken. Eine hübsche Dose für Tee hatte ich schon gefunden, leckeren Tee auch, aber das war mir nicht genug. Also noch eine Teetasse dazu, passt doch ganz nett zusammen.

Mit der Wolle von der Wärmflasche habe ich dann für die Tasse noch einen kleinen Mantel gehäkelt, damit der Tee noch länger heiß bleibt.




Das kleine Teil war ratzfatz fertig. Ich habe noch drei hübsche Knöpfe ausgesucht und angenäht, und am anderen Ende dann eine Schlaufe aus Luftschlangen.

 























Nicht kompliziert, aber sehr hübsch, finde ich. Ich hoffe, auch diese Freundin freut sich über ihr Geschenk!


1. Januar 2013

Weihnachtsgeschenke DIY Teil 9: Backhandschuhe



Ein frohes neues Jahr ihr Lieben! Ich hoffe, ihr seid gut reingekommen und nicht ausgerutscht? Was habt ihr gemacht? Ich bin in Holland, wenn ihr das hier lest :) 

Die liebe Freundin, die schon den Schal bekommen hat, wurde auch noch mit Ofenhandschuhen beschenkt. Seit kurzem hat sie nämlich einen Miniofen, da kann sie die bestimmt gut gebrauchen. Vor allem bei so süßem Stoff!



Den roten Stoff für innen hatte ich noch da, und dieses Wattezeug war dann auch schnell besorgt. Ich habe einfach nach Gefühl eine Vorlage auf Papier aufgezeichnet und dann von allem vier Teile ausgeschnitten. Hier seht ihr immer nur zwei.

 


Dann habe ich die Watte auf den Innenstoff genäht, und dann mit der Watteseite nach außen jeweils zwei Teile genäht. Die Kanten abgeschnitten und dann habe ich aus dem Außenstoff zwei Handschuhe genäht - rechts auf rechts - und sie dem ersten Teil übergezogen, sozusagen.

 



Mit Schrägband habe ich dann die Kanten mehr oder weniger hübsch umsäumt und noch eine Schlaufe angenäht, damit man die Handschuhe auch aufhängen kann. Fertig! Ich war sehr zufrieden und werde mir das merken. Bis jetzt besitze ich nämlich nur einen einzigen Handschuh, aus nichtmal annähenrnd so schönem Stoff...