Es ist für euch wahrscheinlich nicht merkbar, aber dieser Blogpost kommt aus einer ganz anderen Ecke meiner Wohnung heraus zu euch. Statt auf dem Sofa zu hängen, habe ich den Laptop und mich heute mal am Esstisch platziert, mit Blick in den Garten sitze ich also aufrecht (!) und tippe diese Zeilen. Auch wenn die Einleitung anderes vermuten mag geht es heute nicht um Arbeitshaltung oder Einrichtung oder was weiß ich, sondern wie immer hier um Nähen und Stricken und Pläne und Fertiges und alles, was mein Herz weit werden lässt. Willkommen zum Update, der kleinen zweiwöchigen Momentaufnahme meiner Handarbeiten. Beginnen wir mit dem, was seit dem letzten Beitrag fertig geworden ist.
Neu im Schrank
Ganze drei Kleidungsstücke habe ich in den letzten beiden Wochen fertiggestellt. Den oben liegenden Pullover kennt ihr ja schon, da fehlte noch ein einziger Ärmel, und nachdem ich ein paar Tage zur Motivationsüberprüfung gebraucht habe - und Garnbeschaffung - strickte er sich dann doch ziemlich schnell runter. Jetzt hätte ich gerne -10°C, dann würde ich darin wohnen. So ist er vielleicht etwas zu warm, zumindest im Haus. Ehrlich gesagt hatte ich ihn aber noch nicht an, also alles Lügen hier. Erstmal ausprobieren, bevor ich Wünsche tätige.
Die beiden Teile unter dem Pullover sind Kleider, beide aus Jeansstoff, beide superschön, beide aus einem Probenähen und daher erstmal inkognito hier. Nächste Woche gibt es dazu dann aber mehr, versprochen.
Auch in Sachen Babykleidung habe ich wieder einiges genäht. Allerdings wird es hier eine große Veränderung geben, das waren vorerst die letzten Babysachen, zumindest in diesen Größen. Bei Svenja bin ich inspiriert worden, mit meinen Resten etwas noch sinnvolleres anzufangen, und werde ab jetzt für Frühchen Kleidung nähen. Eine Facebook Gruppe passend dazu habe ich auch schon gefunden, die Sternchennähen Gruppe. Dort gibt es entsprechende Anleitungen und Listen auf denen Kliniken mit deren Wünschen notiert sind. Passenderweise ist auch die Uniklinik Münster mit dabei, sodass meine Sachen es nicht weit haben werden. Ich bin richtig Feuer und Flamme für diese Idee, werde morgen erstmal einen Haufen Schnittmuster ausdrucken und dann loslegen.
Trotzdem wird es noch einige Beiträge geben in denen ich euch die normal großen Babysachen zeige, die bisher nicht verbloggt sind. Wenn ihr Interesse habt, würde ich auch gerne über die winzigen Sachen bloggen.
Meine Baumwoll Sneakersocken aus dem letzten Update sind auch ferti geworden, das hat mir richtig Spaß gemacht. Und natürlich habe ich aus den Resten auch gleich noch ein paar Babysocken hinterhergestrickt. Jetzt ist nur noch ein ganz bisschen Garn übrig, das in mein Restegarn wandert. Da finden sich immer die letzten paar Meter eines Knäuls ein, aber auch hier habe ich schon Pläne, die ich bald angehen werde. Juhu!
Auf den Nadeln
Auf meinen Stricknadeln befinden sich aktuell nur kleinere Projekte, zumindest, was die aktive Arbeit daran angeht. Ein großes Projekt legt einen kleinen Winterschlaf ein, da muss ich nämlich auf weitere Anweisungen warten. Und in der Pipeline steht schon das nächste Projekt, oder vielleicht sogar zwei, mal sehen. Bis dahin gebe ich mich gerne mit diesem Mützenanfang zufrieden. Das ist der Rest von meinem Streifenpullover, der soll zu einer Mütze für mich werden. Ich besitze nämlich gar keine grüne Mütze, schade, oder? Habe ich auch gedacht, änder ich jetzt. Angeschlagen habe ich auf einem Faden, sodass ich das Bündchen später umklappen und mit den Maschen auf der Nadel zusammenstricken kann. Schönes doppeltes Bündchen ergibt das. Beim Hauptteil bin ich mir noch unschlüssig ob ich ein kleines Muster einbringe oder ganz schlicht bleibe. Vermutlich probiere ich das Muster einfach mal aus und sehe dann weiter.
Dieser kleine weiche Cardigan braucht nur noch einen Satz Ärmel und ein wenig Bündchen rundherum, dann ist er fertig. Ich bin sehr verliebt in die Farben, außerdem ist das Garn für Sockengarn ziemlich weich! In so Momenten wüsste ich ja gerne, was ich da verstricke, aber bei meinen Sockenwollreste-Shoppingtouren im Internet sind oft keine Banderolen mehr dabei.
Die Ärmel stricke ich gleichzeitig auf einer Rundstricknadel, da ich keine Lust auf ein Nadelspiel hatte. Bisher läuft das ziemlich gut.
Unter der Nadel
Aus einem sehr schönen Baumwollflanell-Karo-Stoff habe ich mir eine Bluse zugeschnitten, nach dem Schnittmuster Granville von Sewaholic. Nun muss ich nur noch die nötigen Schnittteile aus Vlieseline ausschneiden, dann kann es losgehen mit dem Nähen. Ich freue mich sehr auf die Bluse, die wird sich sehr gut in meinem Kleiderschrank machen. Leider war der Zuschnitt selbst der absolute Horror; der Stoff hatte sich beim Waschen ziemlich verzogen, sodass ich ganz schön rumzuppeln musste, damit die Karos ordentlich auf dem Stoff liegen. Jedes Teil wurde einzeln zugeschnitten, und diese Bluse hat eine Menge Teile! Das ist wohl auch er Grund, warum ich erstmal alles in die Kiste gesteckt und weggepackt habe, meine Lust ist mir da ein wenig vergangen. So langsam kitzelt es aber wieder in den Fingerspitzen ...
Beim Stoffkauf für das Probenähen ist mir dieser tolle, reduzierte Strickstoff in die Hände gefallen. Die Farbe finde ich super schön, ein blasses Flaschengrün. Ich möchte gerne einen Cardigan nähen, bin mir aber noch nicht sicher, welchen Schnitt ich nutzen soll. Ich würde ja ungern einen neuen dafür kaufen, besitze aber leider auch keinen Schnitt für einen kurzen Cardigan, und so einer soll es werden. Mal sehen, was sich da machen lässt. Erstmal kommt ja die Bluse, und vielleicht ist mir bis dahin ja schon etwas eingefallen.
Wie immer verlinke ich diesen Beitrag mit Fadenwechsel und Maschenfein.
Happy knitting, happy sewing!
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