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8. April 2015

Hosen-Premiere

Hallo ihr Lieben,

seit langer Zeit wird es heute mal wieder etwas Näh-Content geben. Denn seit dem Umzug hat die Nähmaschine ihren eigenen Platz und ist überhaupt wieder in meiner Reichweite, sodass ich meine letzten freien Tage genutzt habe, um endlich mal wieder zu nähen. Dabei bin ich ein bisschen in einen Rausch geraten, habe schon für das nächste Projekt zugeschnitten und für das übernächste ist der Schnitt schon abgepaust. Jetzt brauche ich nur noch ein bisschen Zeit, denn mal eben für ne Stunde setze ich mich einfach nicht dran. 

Miteinbegriffen in die neu entdeckte Nählust ist der Wunsch, mal ein wenig Stoffe zu vernichten. Da war zum Beispiel noch eine halbwegs ordentliche Menge von dem Rock über, und eine Shorts wollte ich ja eh gerne aus diesem Stoff machen. Ich habe also meine Zeitschriften durchblättert und mich dann für eine Shorts aus der Burda easy F/S 2014 entschieden. Den Schnitt finde ich online leider nicht. 


Zugeschnitten habe ich in 40, das sollte laut meinem Po-Umfang passen. Tat es aber leider nicht. Nachdem ich die ersten großen Hindernisse überwunden hatte (Burda-Anleitungen plus mehrere Monate Pause ergibt viel Kopfzerbrechen) und die Teile soweit zusammen waren, dass ich mal reinschlüpfen konnte, durfte ich feststellen: Die sitzt nicht. Ganz schlabberig und unschön.

Allerdings hatte ich an dieser Stelle den hochkomplizierten Bund, den ich auch im Nachhinein nicht einhundertprozentig verstehe, schon angenäht. Und überhaupt keine Lust, alles wieder aufzutrennen um an der Seite was rausnehmen zu können. 
Also war ich so frei und habe fette Abnäher vorne angebracht. Schauts euch an, da sind echt noch einige cm weggepfuscht worden. Sollte ich mir merken, bei der nächsten Hose mal 38 ausprobieren, obwohl ich sowas ja niemals gekauft tragen könnte. 

Dieser "Tunnel" ist eigentlich dort, weil man mit Klett noch so einen Gürtel anbringen sollte. Da hatte ich dann aber absolut keine Lust mehr drauf, außerdem nicht genug Stoff. Wenn ich will, kann ich ja auch einen ganz normalen Gürtel durchziehen. 


Für die Taschen habe ich als Futter ebenfalls Reste genommen, von meinem Wasserfallshirt. Yay!


So richtig zufrieden bin ich noch nicht, aber für einen Neuanfang finde ich sie in Ordnung. Wird vielleicht eher eine Zuhause-Hose.

Allerdings finde ich die Beinform ganz nett, dieses Hochgezogene an den Seiten. Ist mal was anderes. 

Und dass die Streifen fast nirgendwo aufeinander passen, ist natürlich der Resteverarbeitung geschuldet, mir aber auch sehr sehr egal. 
Ich denke mit dieser Shorts bin ich ziemlich qualifiziert, beim heutigen Me Made Mittwoch mit dem Unterthema Frühlingserwachen mitzumachen. Denn mein gutes neues Stück muss wohl noch ein paar Wochen im Schrank liegen, bevor ich es ausführen kann.

PS: Diese Hose sieht natürlich super aus an schneeweißen Beinen mit ein paar dekorativen blauen Flecken. Nur zu empfehlen ;) 




25. November 2014

Herbst Jacken Sew Along # 4

Hallo ihr Lieben,

es ist soweit, das Finale findet auf Chrissys Blog statt. Schaut unbedingt mal dort vorbei, noch bis Sonntag werden sich dort unglaublich schöne Jacken und Mäntel einfinden, mein erster Rundumblick hat schon viele tolle Exemplare gesichtet. Im Dezember gibt es dann noch ein Finale der Herzen für all die, die mehr genäht/länger gebraucht/komplizierter gewerkt haben. 

Heute geht es um folgende Fragen:
Ich bin schon fertig und zeige voller Stolz mein Werk/Ich habe mehrere Jacken genäht und zeige die erste bzw. die Herbstvariante/Ich kämpfe noch mit den letzten Schritten/Hilfe, ich habe ein dickes Problem und brauche euren Rat


Ich gehöre in die erste Kategorie. Weil ich es mir nicht zu schwer machen wollte, habe ich eine eher dünne Jacke genäht, die ich leider nicht mehr tragen konnte, es ist einfach zu kalt. Aber im nächsten Jahr dann. 

 Mein Lieblingsfotograf geht und kommt im Dunkeln, sodass die Sache mit den Fotos schwierig ist. Am Wochenende war keine Zeit, mit allem nach draußen zu gehen (und kalt!), also haben wir es irgendwie drinnen probiert, ich habe dann mit Selbstauslöser auch noch mal ein paar versucht, aber so dolle ist es nicht. Entschuldigt das also.


Aber fangen wir mit den Fakten an. Genäht habe ich eine Jacke aus einer Burda. Während ich zu Anfang noch viel mit der Anleitung gearbeitet habe, lag sie quasi nur noch in der Ecke ab dem Zeitpunkt, an dem das Grundgerüst stand. Den Rest habe ich dann durch logisches Denken und Bastelei erfüllt, denn ein paar Änderungen habe ich ja vorgenommen.
Ich habe die Ärmel länger gemacht, die Jacke auch, aber das habe ich nachher locker wieder weggeschnitten. Außerdem habe ich mich gegen stumpfes links-auf-links-steppen und ausfransen entschieden und daher eine Menge Belege und Besätze selbst zurechtgefummelt. Im Nachhinein musste ich auch die Brustabnäher noch etwas anpassen und mehr abnähen, für weniger Brust.

Ich habe kein Futter verwendet, weil der Stoff quasi schon mit einem flutschigen Stoff auf der Innenseite ausgestattet ist. Gibt zwar schäbige Nähte, aber das stört mich im jetzigen Stadium meiner Nähkenntnisse nicht sehr. Mit der Passform bin ich sehr zufrieden, die Jacke sitzt figurnah, aber ein warmer Pulli passt drunter. Nur an den Schultern spannt es ein wenig, wenn man viel hin- und herfuchtelt. Aber das mache ich dann eben nicht. Die Schulterpolster habe ich übrigens weggelassen, was sagt ihr? Müssen die noch rein?

Außerdem habe ich sehr viel mehr Nähte abgesteppt, als laut Anleitung vorgesehen, zum Beispiel einmal rundum an Saum und Kanten (man sieht es schwach im Hintergrund) am Ärmel und auch an der Armkugel. Ich fand, dass es so einfach besser wirkt und sich setzt. Außerdem habe ich damit die Nahtzugabe besser fixieren können, höhö.

Die Jacke geht zu Hose und Rock, offen und geschlossen. Eigentlich gehören noch Taschen drauf, die habe ich dann aber weggelassen, weil ich so aufgesetzte nicht nutzen würde und Nahttaschen entfallen, da es keine Seitennaht gibt. Den Kragen oben, oder Revers heißt es glaube ich, überlege ich noch umzubügeln, damit es auch ohne Tuch ein bisschen nach was aussieht.

Die Knöpfe habe ich auf der Arbeit gefunden, das war nicht schwer, denn je nach Licht sieht der Stoff mehr grau oder mehr braun aus und die meisten Knöpfe beißen sich dann plötzlich.

Ihr könnt es raushören: Die Jacke gefällt mir und wird wohl auch angezogen werden. Ich muss da nochmal richtig ordentlich bügeln, vor allem die Brustabnäher machen im Moment noch was sie wollen. Für mein erstes Kleidungsstück mit Ärmeln finde ich das schon recht gelungen, auch, wenn ich da sehr gekämpft habe.

Das hier war ja auch mein erster Sew-Along, weshalb ich noch kurz meine Gedanken dazu mitteilen möchte: Es gefällt mir gut, in Gesellschaft zu nähen, andere kennenzulernen und deren Ergebnisse zu sehen. Man hat außerdem das gute Gefühl, sich Rat holen zu können. Allerdings bremse ich mich selbst durch die gestreuten Termine eher aus und schiebe das Nähen vor mir her, ungünstig. Beim nächsten Mal würde ich vermutlich einfach in meinem eigenen Tempo nähen (so weit wie ich komme, natürlich) und die Beiträge dann eben passend zu den Terminen online stellen, auch wenn das Stück vielleicht schon fertig ist. Das macht mehr Sinn, denke ich.





17. September 2014

MMM: Schickimicki

Hallo ihr Lieben!

Der Me-Made-Mittwoch ist heute aus seiner Sommerpause wiedererweckt worden und hat uns passend dazu den Sommer mitgebracht. Ist das herrlich, diese letzten Tage. 

So konnte ich mein heutiges Projekt erneut draußen fotografieren und musste dabei nicht frieren und euch mit Gänsehaut und verkniffenem Gesicht begegnen, sondern hübsch in der Sonne. 


Tadaa. Es handelt sich hierbei endlich mal um ein Kleid, das nicht komplett formlos an mir hängt und einen Gürtel benötigt. Trotzdem habe ich es langsam angehen lassen und eines gewählt, dass unter der Brust weiter wird. Schwierigkeitsgrad etwas erhöht, aber nicht zu sehr. 

Der Schnitt ist mal wieder aus einer Burda, in diesem Fall Juni 2014. Der Schnitt ist im Original aus gemustertem Stoff, aber wie immer wollte mir im Laden das passende nicht in die Arme laufen. Ich habe dementsprechend etwas schlichtes gewählt, einen grauen Stoff, der ein wenig jeansig aussieht. Für das Futter am Oberteil gab es dunkelblau. 

Mit dem Schnitt bin ich soweit ganz gut zurecht gekommen. Ich habe von vornherein so lange wie möglich damit gewartet, die Vorderteile zusammenzufügen. Gut so, denn trotz dieser Anpassung an weniger Oberweite steht es immer noch etwas auf, was ihr auf dem nächsten Foto halbwegs erkennen könnt. Da ist nochmal eine kleine Naht von Hand nötig, die das Ganze etwas mehr zusammenhält. Und am Rückenteil musste ich ebenfalls einen Abnäher einfügen, der da nicht sein sollte. Aber es fehlen einfach ein Paar Socken, die dieses lustige Aufstehen verhindern.

Allerdings ist mir fast der Kopf geplatzt als ich an der letzten Seitennaht saß. Ein Reißverschluss und darunter eine Tasche, soweit so gut. Nur ging dieser Reißverschluss in die Tasche hinein. Bis ich verstanden hatte, dass ich den kürzen soll, hat es eine ganze Weile gedauert.
Aber ich bin auch sehr stolz auf diese beiden "neuen" Punkte auf meiner "hab ich genäht"-Liste: Reißverschluss und Taschen an einem Kleidungsstück. Deshalb gibt es davon ebenfalls ein Foto. Ignoriert den Müll da auf dem Spielplatz.

Der Saum sollte eigentlich von Hand angenäht werden, aber pf, wer bin ich denn. Mit der Nähmaschine ging es auch und sieht nicht grauenhaft aus, finde ich. 
Nun besitze ich ein ziemlich wandelbares Kleid, meiner Meinung nach. Es geht schick zu Bewerbungsgesprächen (dann aber mit was drunter, im Ausschnitt) oder auch lässig mit dicker Strickjacke und Boots im Winter. Ich mag es, auch, wenn ich eigentlich kein Fan von V-Ausschnitten bin.

Obwohl ich heute später dran bin, hoffe ich, dass noch ein paar kreative Köpfe hier vorbeischauen und mir liebe Worte dalassen. Ich werde mich auch gleich mal umsehen, was in der Sommerpause so geschaffen wurde. 





28. August 2014

Rums: Blumenwiese

Guten Tag ihr Lieben!

Das Kleid, das ich heute vorzuzeigen habe, ist schon seit ein oder zwei Wochen fertig. Damals dachte ich noch, ich könnte es 1-2 Monate tragen, bei schönstem Sommerwetter ... naja. Momentan wird es ja gerade wieder besser, vielleicht haben wir beide noch eine Chance. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob es so Strumpfhosen-Jacken-kompatibel ist?


Ich habe es endlich mal geschafft, draußen Fotos zu machen. Allerdings brauche ich auch da noch etwas Übung, so im Sonnenlicht ist die Farbe total rausgenommen aus dem Kleid. Deshalb habe ich auf dem nächsten Foto ein wenig rumgeverändert. Die Farben vom Kleid passen dort so halbwegs, nur, damit ihr eine Vorstellung habt. 

Der Schnitt stammt mal wieder aus der Maiburda von 2013 - da habe ich wirklich schon einiges draus genäht. Im Original ist das Kleidchen aus weißem Stoff und sieht wirklich entzückend aus. Ich hatte nach dem Zuschneiden (uff ... das ganze Kleid ist unterfüttert, das war mal eine ungeahnte Arbeit) ein wenig Zweifel, ob das nachher so alles sitzt, denn das Oberteil wird ans Unterteil genäht (logisch), aber es gibt weder Reißverschluss noch sonst etwas, sodass man ja das Stück irgendwie über den Kopf kriegen muss. Auf dem nächsten Bild werdet ihr es erahnen können: Ich sehe ein bisschen schwanger aus.


Meine Überlegung ist, nachträglich noch irgendwie ein Gummiband einzuziehen ... erstmal warte ich aber ab, ob es sich durch ein wenig tragen, waschen und bügeln noch hängt. 
Ansonsten war es mal eine neue Erfahrung, mit dem Füttern. Das habe ich aus demselben Stoff gemacht, der war sowieso im Angebot als ich ihn gekauft habe. Leider habe ich innen den Rock mit den Nähten nach außen eingenäht ... Denkfehler und Anleitung ignoriert, mein Fehler. Aber, das sieht man ja glücklicherweise nicht.


Sogar an der Länge musste ich nichts machen, die finde ich super so! Eine Kleinigkeit habe ich dann aber doch verändert: Das Oberteil ist ja ebenfalls gefüttert, trotzdem sollen aber die Träger einfach innen angenäht werden. Das fand ich unschön, wenn ich schon die Möglichkeit habe, sie zwischen den beiden Schichten verschwinden zu lassen? Ich habe also an der Naht vier Lücken gelassen und später die Träger abgemessen, angesteckt und dann rundherum abgesteppt. Schönere Lösung, wie ich finde. 

 Mal abgesehen von der Weite finde ich den Schnitt eigentlich ganz schön und würde ihn auch nochmal nähen, dann allerdings mit dünnerem Futter oder gleich dünnerem Stoff, wegen des Abstehens. Oder aber ich füttere den Rock nicht, solange der Stoff blickdicht ist, geht das ja auch. Mal sehen. 
So sieht es übrigens auf unserem Spielplatz um die Ecke aus, Backstage quasi. Die Einkaufswagen dienten mir als Ablagefläche, das Stoff-/Kleidungsstück da gehört aber nicht mir.


Ach ja, Dortmund.

So, mit meinem Kleidchen schwinge ich mich nun zu Rums und schaue, was es dort wieder für tolle Inspiration gibt. Wenn ihr so lieb seid und einen Kommentar da lasst, dann sagt mir doch bitte, ob ihr das Kleid auch herbsttauglich findet mit Strumpfhose etc. Danke :)




9. Juli 2014

MMM: Tanktop

Herzlich Willkommen ihr Lieben!

Beim letzten Stoffkauf ist mir auch ein dünner Jersey in einer schönen rostroten Farbe in die Tasche gehüpft, und den passenden Schnitt dazu wusste ich auch schon: Ein Top sollte es werden. Genäht nach der Anleitung zu Modell 125 aus der Burda von Juni 2014.

Das war alles mal wieder ein wenig hampelig. Entschieden habe ich mich für Größe 42, das Ausschneiden ging dann auch alles flott. Selbst das aufbügeln von Vliseline Formband hat gut geklappt, nachdem ich - wie üblich - den ersten cm mit dem zu heißen Bügeleisen geschmolzen habe. Beim nächsten Mal würde ich mehr Nahtzugabe an Ärmel und Hals lassen, so sieht man leider an einigen Stellen innen das Formband noch.


 Sogar mein erstes mal Nähen mit der Zwillingsnadel hat an Arm- und Halsausschnittkanten super geklappt, und ich war schon angefangen Lobgesänge auf diese Nadel anzustimmen, weil: Sieht schon ziemlich gut aus, so eine schicke Naht.
Aber dann kam der Saum. Und ohne mir erkenntlichen Grund riss alle paar cm einer der Fäden. Was vor wenigen Minuten noch einwandfrei ging, hat mich dazu gebracht wütend rumzufluchen. Kann das nur daran liegen, dass am Saum kein Formband aufgebügelt ist? Dass ich keinen soo gutes Garn habe, vermute ich auch, weil geerbt. Aber es hat ja vorher funktioniert, und ich hatte nichts verändert.


Verlängert habe ich direkt beim Zuschneiden, statt 3cm Saumzugabe habe ich 6cm drangehängt, und finde die Länge nun auch ziemlich gut. 

Da der Schnitt aber sowieso ein relativ lockerer ist, habe ich mal wieder ein großes Produkt. Also, vorbeugen in dem Ding geht eher nicht. Ich muss mir wohl noch so ein Bandeau-Ding nähen, dann fühle ich mich darin wohler. Und dann werde ich das Ganze nochmal in 40 nähen um zu schauen, ob es dann etwas besser sitzt. Es gibt übrigens auch Brustabnäher, ganz verrückte Sache finde ich :D

Weil ich Depp bei der gestrigen Fotosession vergessen hab, mich auch mal umzudrehen, bekommt ihr leider nur ein verrenktes Rückansicht-Foto, weil ich allein bin gerade. Aber der Rückenteil ist halt schon schick ... üblicherweise würde ich allerdings entweder einen schwarzen BH oder einen ohne Träger tragen. Hupsi!

So, das war mein Beitrag zum letzten MMM vor der Sommerpause. Ich bin da ein wenig traurig, wo ich doch gerade erst angefangen habe in einen Rausch zu geraten. Natürlich nähe ich trotzdem weiter und zeige auch her, aber es ist schon schön, diese Verlinkung. Da ist dann etwas mehr persönliche Motivation hinter, bis Mittwochs etwas fertig zu haben.
Als Ersatz gibt es ein Dirndl-Sew-Along, aber leider kann ich mit einem Dirndl nun so gar nichts anfangen. Also sieht man sich nun nicht so regelmäßig mit etwas Genähtem, und ab Mitte September kann ich dann wieder alles dieser großen, tollen Gruppe präsentieren.






2. Juli 2014

MMM: Sommerkleidchen

Hallo ihr Lieben!

Auch diese Woche habe ich wieder etwas Genähtes herzuzeigen, so langsam komme ich in einen Rausch. 
Aus der Burda von Mai 2013 hatte ich mir das Modell 102 ausgesucht, ein einfaches und auf dem Modellbild wirklich schönes Sommerkleid. Mit der Stoffempfehlung im Kopf bin ich losgezogen, etwas passendes zu finden, was sich aber als sehr schwer herausgestellt hat. Wie im Beispiel auch wollte ich gerne einen Stoff mit großem Muster, allerdings nicht zu bunt. Alles was ich gesehen habe, beinhaltete mindestens 4 verschiedene Farben. Mäh. 
Der dritte Gang durch die Reihen brachte dann eigentlich nur einen tauglichen Stoff hervor, denn leicht und weich fallend sollte es ja auch sein, also quasi Satin. Entschieden habe ich mich für dieses Muster:


Und dann habe ich das Wochenende ausgiebig genutzt und genäht.


Was dieses Kleid hervorgebracht hat. Toll ja immer: Ich kann die Länge anpassen, und sie ist perfekt, obwohl mir ein Malheur passiert ist. Es war kurz vor Abfahrt und ich wollte das Kleid unbedingt fertig bekommen, denn sonst hätte ich ja bis zum nächsten Wochenende warten müssen. Hastig sollte ich allerdings nicht arbeiten ... ich hatte mir die Länge abgesteckt und wollte dann entlang der horizontalen Musterlinie etwas kürzen, um anschließend umzunähen .. leider habe ich wohl mal wieder nicht ganz gerade gearbeitet, sodass es ziemlich schief und vor allem kurz wurde. Für noch zweimal einschlagen war es definitiv zu wenig, also habe ich mal wieder gepfuscht und aus dem abgeschnittenen Streifen ein breites Schrägband gebügelt und das dann unten um den Saum genäht. Erleichterung, denn micht stört das so nicht. 


Eigentlich sieht der Schnitt einen Schlitz unterm Ausschnitt vor, mittig zwischen den Brüsten quasi. Das war mir aber zu doof, schließlich möchte ich mich darin auch bewegen und nicht gerade stehen müssen damit bloß nichts zu sehen ist. Ich glaube, damit habe ich mir auch die komplizierteste Stelle der Anleitung gespart.
Mit Gürtel gefällt mir das Kleid auch ziemlich gut, aber es geht auch ohne, finde ich, und das ist sowieso das allerbeste, wenn es ein bisschen variabel ist.


Für meinen Geschmack sind die Träger ein wenig zu weit auseinander, was aber auch daran liegen mag, dass ich sie noch ein wenig gekürzt habe damit der Ausschnitt nicht bis auf den Bauchnabel blicken lässt. 


Unterm Strich bin ich zufrieden, besonders über die Undurchsichtigkeit (das war bei den meisten Stoffen die gepasst hätten nicht der Fall), den leichten Fall und die Länge. Und das Muster! Aber nochmal nähen werde ich den Schnitt vermutlich nicht. Als nächstes hätte ich lieber mal etwas mit ein wenig mehr Form. Empfehlungen, für Schnitte, am besten für wenig Geld oder gar umsonst nehme ich gerne entgegen. 

Und nun schaue ich mal, was andere tolle Frauen sich erstellt haben, beim MMM, bevor der Schreibtisch wieder ruft.


25. Juni 2014

MMM: Minirock!

Hallo ihr Lieben!

Schon wieder habe ich ein genähtes Kleidungsstück zu zeigen, ich bin selbst ziemlich stolz auf mich. Es handelt sich um das Modell 5C aus der Burda Easy vom Frühjahr/Sommer 2014. Toll ist, dass die Schnittteile auf verschiedenen, dünnen Bögen sind und man sie tatsächlich einfach ausschneiden kann, statt abzupausen. Zu dem Easy kommen wir später nochmal ...
Entschuldigt übrigens die körnigen Fotos. Mein Kameraakku war leer, wir nahmen die vom Herzmann, Blitz erzeugt bei mir nur Schlafzimmerblick, das gepaart mit grauem Himmel ergibt leider nicht die besten Bilder. Ich verspreche Besserung.


Der Stoff stammt von meinem ersten überschwänglichen Stoffkauf und kam aus der Restekiste. Er ist etwas fester, wirkt auf mich wie ein Baumwoll-Leinen-Gemisch oder so. Ja, eigentlich wollte ich daraus unbedingt eine Shorts machen, aber der richtige Schnitt fehlte irgendwie. Und dann habe ich auch weit mehr Respekt vor Hosen als vor Röcken. Den Schnitt des Rocks dagegen konnte ich mir für den Stoff auch gut vorstellen, und schon war meine Meinung geändert. Die Knöpfe, die ihr erahnen könnt, stammen aus der Knopfkiste meiner Oma. Meine Mutter hat sie wiedererkannt, früher zierten sie wohl eine Strickjacke von meinem Opa. Na wenn das mal nicht tolle Knöpfe sind!
 

Der Schnitt an und für sich besteht aus einer Passe mit Gummiband und eben den seitlichen Knöpfen, die auf einem Untertritt befestigt sind. Bei mir nicht. Dazu auch später. Ich habe den Rock um etwa 5cm verlängert und auch den Saum weniger breit umgeschlagen. Denn Minirock für Normalgroße ist bei mir ... ein breiter Gürtel? Das wollte ich nicht. Die Länge, die er nun hat, finde ich perfekt.

 

Oben seht ihr einen glatten Bund. Unten aber eher nicht. Wie es dazu kam? Ich habe brav ausgemessen, welche Größe ich mir nähe. Mein Hinterteil sagte mir 44, während Taille zwischen 40 und 42 schwankte. Ich schwankte auch, entschloss mich aber mutig für 44, denn es ist ja ein Gummiband drin, und so groß ist der Unterschied auf so einem Schnittteil ja nicht.
Tja. Ich sollte realistischer sein. Und nachdenken. Das Hinterteil hat ja mit einem weiten Rock eigentlich weniger zu tun ... das alles führte zu dem Bund, den ihr unten seht. Gewellt, und gar nicht schön. Nach zwei Wochenenden arbeit war ich so frustriert, dass ich das Ding wahlweise verschenken oder wegwerfen wollte. Denn ändern war gar nicht so leicht wie gedacht, denn sooo easy fand ich die Anleitung nun nicht. Viel Gefummel, hätte ich da irgendwo was kürzen müssen, hätte das in etwa bedeutet, von vorne anzufangen. Und würde ich das erstmal machen, wäre ich sowieso auf Kriegsfuß mit dem Rock.
Aber eine Nacht drüber schlafen hilft ja oft, und ich hatte dann beschlossen, die Knöpfe zu versetzen, Untertritt Untertritt sein zu lassen und einen passenden Rock zu haben. Das hat geklappt, etwa 1,5-2 cm habe ich die oberen Knöpfe auf jeder Seite versetzt, den unteren gelassen wo er war und den mittleren eben dazwischen, sodass es sich schrägte. Nun bin ich zufrieden, auch wenn man das wohl als Pfusch bezeichnen kann. Mir egal. 


Aber, wenn ich mir das (allerschrecklichst in den Hintergrund gephotoshoppte) Modell mal so angucke: Da hat auch wer einen nicht ganz glatten Bund unter einem weiten Hemd versteckt, oder täusche ich mich?
 

Das ist mein heutiger Beitrag. Die Stoffe vom letzten Einkauf sind aufgebraucht, heute ziehe ich los und besorge neue. Und, diesmal ganz klug, habe ich vorher Anleitungen ausgesucht und kaufe dazu passenden Stoff. Wow!

Nun schau ich mal, wer sich noch so etwas neues für den Kleiderschrank genäht hat, beim MMM. 




11. Juni 2014

MMM: Top mit Wasserfallausschnitt


Guten Tag ihr Lieben!

Ich glaube es selbst kaum, aber nach langer Abstinenz bin ich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei. Das letzte genähte Kleidungsstück, das ich dort vorgestellt habe, ist quasi genau ein Jahr alt. Es wurde also mal wieder richtig Zeit. Letztens habe ich ja ein wenig Stoff gekauft und mir vorgenommen, endlich mal wieder zu nähen. Um Frustration wegen der Uneinigkeit mit dem alten Schätzchen zu vermeiden, plante ich außerdem, nur noch am Wochenende an der mütterlichen Maschine zu nähen. Dieser Plan war gut, denn nach zwei Wochenenden präsentiere ich euch folgendes:


Ein sommerlich-luftiges Top mit nettem Wasserfallausschnitt, der aus weniger mehr zaubert und sonst ganz locker sitzt. Der Schnitt ist aus der Burda vom März 2013, Modell 128B/C, genäht in Größe 42 und ein wenig verlängert. Große Menschen und so. 

Für den Schnitt sind eigentlich Strick- oder Jerseystoffe empfohlen, welche auch sicherlich ein wenig lockerer fallen und nicht ganz so kastig stehen, aber pf, ich hatte den Stoff halt da und das war der beste Schnitt, den ich dazu gefunden habe. 

Der Stoff ist an sich ziemlich dünn und durchsichtig, aber durch einen Besatz im Ausschnitt fällt das nicht weiter auf und fühlt sich bei dem Wetter der letzten Tage ziemlich gut an. 

Die Anleitung an sich hat mich mal wieder viele Grübeleien gekostet, aber ich bin auch echt raus aus dem ganzen Genähe und musste mich da erstmal einfinden. Eigentlich ist es aber auch ziemlich selbsterklärend. Und einfach. Geübte machen das Ding bestimmt in ein, zwei Stunden fertig, ich habe zwei Wochenenden dafür gebraucht. Aber neben Freunde, Familie, Mahlzeiten und anderen Hobbies bleibt an zwei Tagen auch nicht viel Zeit um zu nähen, und diesmal wollte ich es ordentlich machen. 

Der Schnitt gefällt mir jedenfalls, und ich tendiere stark dazu, ihn mal mit dem angedachten Material zu testen. 

Und, was sagt ihr? Mir gefällt es, und wenn sich das Wetter halbwegs hält, wird es vielleicht sogar zu meinem Geburtstag nächste Woche getragen ... :)





15. Mai 2013

Ich hab ein Höschen an!


Ja, gerade in diesem Moment. Ein selbstgenähtes!
Und wer nun an Schlüpper denkt und sich schon auf die Bilder freut, der kann nun nen Schmollmund ziehen. Es geht um eine ganz simple Hose. Die Blumenhose aus der Burda 05/2013.

Man, bin ich aufgeregt! Aber erstmal prästiere ich euch das gute Stück, bevor ich zu schreiben anfange ...


 Bis dahin war es ein harter Kampf, Freunde!
Die erste Burda, die ich mir kaufte, war voll schöner Schnitte. Aber auch voll schwieriger Schnitte, wie ich fand. Ich war gefrustet. Bei der nächsten schaute ich zuerst im Laden genauer hin, was denn so drin ist, was für mich machbar ist. Und stellte fest, dass viele Stücke mit dem netten "Leicht"-Kringel versehen waren. Ich erhoffte mir viel und nahm sie mit, blätterte, zeigte und beschloss dann, mit der Hose anzufangen. Denn die war ja nochmal ganz ausführlich erklärt, das sollte also wohl klappen.
Soweit, so gut. Stoff! Denn bis jetzt besitze ich zwar einige schöne Stücke, aber alle Baumwolle. Und nicht so geeignet für Kleidung. Also wurde ein Ausflug geplant, in einen groooßen Stoffladen. Riesige Vorfreude, gefolgt von Enttäuschung: Seltsame Sortierung, schlechte Schildchen, Verwirrung. Ich fand dann aber doch einen Stoff, der mir vom Muster her zusagte. 
Und dann ging es los! Schnittmuster abmalen - da war ich definitiv zu optimistisch, von wegen, Backpapier löppt wohl. Vielleicht wäre es besser gegangen, wenn ich eine Rolle gehabt hätte, und nicht diese Zuschnitte für Faule. Denn wer schonmal versucht hat Backpapier aneinander zu kleben, weiß, wovon ich spreche. Es geht nicht.












War also ne ziemliche Hampelei, alles irgendwie zugeschnitten zu kriegen und so. Dann ist mir auch aufgefallen, dass ein Stoff mit Streifen für das erste Probestück vielleicht gar nicht so klug ist. Wenns schief wird ... aber zu spät. Also habe ich die letzten zwei Tage herumgenäht, mit meiner lieben Mama telefoniert zwecks "Was wollen die von mir?" und habe gestern Abend stolz festgestellt: Sie ist tragbar! Am Bund etwas weit, aber bei so einer lockeren Stoffhose ist das nicht weiter schlimm.


Jetzt hoffe ich, dass das Wetter halbwegs warm wird, damit ich diese Hose für die lange Zugfahrt anziehen kann. Bequemer geht es nämlich nicht! Und vielleicht zieh ich einfach ne Leggins drunter, wenn die Temperaturen nicht passen ...
Oh, und weil ich mal nur halbwegs belämmert dreinschaue, auch ein Ganzkörperfoto: 


Hiermit möchte ich dann auch unbedingt zum zweiten Mal beim Me Made Mittwoch teilnehmen. Juhu!