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4. November 2018

Update No. 32

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Hallo ihr Lieben!

Mit voll aufgeladenem Akku bin ich nach einem schönen Kurzurlaub wieder zurück und bereit für neue Schandtaten. Was sich in der Zwischenzeit so ergeben hat, möchte ich euch heute zeigen. Mit dabei ist hauptsächlich wolliges, aber auch ein wenig Stoff, hihi. Ausführliche Beiträge gibt es zu allem, wenn das jeweilige Projekt fertig ist. 


Neu im Schrank
 


Beim letzten Update waren sie noch in ihrer Materialform zu sehen, mittlerweile habe ich beide Mützen-Ideen umgesetzt und meine Schublade weiter befüllt. Die Zopfmütze trocknet aktuell noch, aber dann freue ich mich schon auf das Tragen. Da kommt wohl bald wieder ein etwas längerer Mützen-Beitrag auf euch zu, wie es ihn etwa einmal im Jahr hier zu sehen gibt.



Neben Mützen beschäftige ich mich aktuell hauptsächlich mit Socken. Das Exemplar aus dem letzten Update wartet immer noch auf passendes Garn für die Afterthought-Fersen, also habe ich in der Zwischenzeit ein weiteres Paar Socken gestrickt, für eine liebe Kollegin und Freundin. Diese bekam von mir zu ihrem Geburtstag einen Gutschein für gestrickte Socken, und jetzt erst kamen wir dazu, entsprechend Garn einzukaufen. Weil sie in der nächsten Woche nach einer längeren Abwesenheit wieder zurück zur Arbeit kommt, habe ich mich beeilt und die Socken nett eingepackt, dann hat sie eine Art Willkommensgeschenk.




Auch für die Frühchen war ich fleißig und habe den zugeschnittenen Stapel Rechtecke abgearbeitet. Daraus entstanden sind 19 Decken aus beidseitiger Baumwolle ...


...drei Decken mit kuscheliger Fleece Rückseite...


... und 19 Bettlaken für die winzigen Matratzen. Das hat eigentlich sogar ziemlich Spaß gemacht und ging eigentlich flott voran. Die Decken und Laken warten nun in der Kiste, bis ich das nächste Mal zur Abgabe fahre. Bis dahin lässt sich ja vielleicht noch einiges werkeln ...


Auf den Nadeln



Hier bleibt es weiter kleinteilig und kurzweilig, das scheine ich im Moment zu brauchen. Aus rosa Farbverlaufsgarn stricke ich aktuell ein Modell von Sophia, welches demnächst in die Testphase geht. Ein kleiner Kinderpullover wird es, mit total spannender Konstruktion. Noch sieht alles ganz normal aus, aber bald wird es interessanter.


Ebenfalls auf meinen Nadeln befindet sich ein weiteres Charity-Projekt, eine grüne Socke für die Aktion #ovarshgrünesocke. Dazu werden bis zum 1.12. grüne Socken gestrickt, die dann von der Organisation Ovarsh an Frauen verschenkt werden, bei denen Eierstockkrebs diagnostiziert wurde. Ich hatte noch ein Knäul grüne Sockenwolle im Schrank und mein Trieb, etwas für andere zu tun, hat sich durchgesetzt. Die erste Socke ist quasi fertig, bisher verstrickt sich das Garn sehr gut. Wenn ihr auch mitmachen wollt, dann schaut doch mal, ob noch grüne Wolle in eurem Vorrat ist. 


Unter der Nadel



Nach den ganzen Metern Frühchendecken habe ich erstmal die Maschine ein bisschen auseinander genommen und von Staub befreit. Das hatte sie bitter nötig! Und dann haben wir uns erfrischt und sauber (naja, die Maschine auf jeden Fall...) an die Latzhose gesetzt. Die Beine sind schon fertig und eine erste Anprobe hat mir offenbart, dass sie ganz gut sitzen wird, ich aber nicht bemerkt habe, dass der Stoff wie Cord eine Strichrichtung habe. Im entsprechenden Licht sind nun die Hinterbeine deutlich dunkler als die Vorderbeine. Nachdem ich mich zu Ende geärgert hatte, habe ich beschlossen, dass es ein Design Element wird und natürlich so sein sollte. Ändern kann ich es nämlich sowieso nicht mehr ... 


Neuzugänge



In extremer Weihnachts-Vorfreude habe ich mich nicht nur zum Weihnachts Woll Wichteln, sondern auch zum Tatortsockenwichteln angemeldet. Dafür musste ich natürlich noch Garn haben, und praktischerweise haben wir vor dem Kurzurlaub einen Zwischenstop gemacht, sodass ich farblich sehr schön passende Sockenwolle einsacken konnte. Und weil es gleich zwei schöne Varianten gab, habe ich die andere direkt für mich mitgenommen. Ihr seht, das Sockenthema wird sich fortsetzen.


Ich verlinke meinen Beitrag mit Maschenfein, Fadenwechsel und Woman on fire


Happy sewing, 
happy knitting, 

Julia

18. Oktober 2018

Secret Pyjama Pants

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Hallo ihr Lieben!

Während ich ja in meiner Stoffvorratshaltung sehr entspannt bin und auch Schnitte nur kaufe, wenn ich sie im Anschluss direkt vernähe, habe ich trotzdem ein kleines, manchmal unpraktisches Laster: Alte Schnitte reizen nicht so sehr wie neue. Kennt ihr das auch, ein Teil genäht zu haben und es praktisch durchgehend zu tragen, aber eine weitere Version zu nähen ist einfach nicht so interessant wie die vielen geplanten Stücke nach neuen Schnitten. Bitte sagt mir, dass es euch auch so geht!


In diesem speziellen Fall geht es um die Hose Ludwig Lässig von Lotte&Ludwig, ein Label, dass mir sehr am Herzen liegt. Die erste Hose nach diesem Schnitt habe ich im Probenähen genäht, und zwar 2015, schon drei Jahre ist das her. Ich trage das Ergebnis in den wärmeren Monaten dauernd, denn die Hose ist bequem, sieht gut aus und ist optisch auch noch ein wenig spannender als eine ganz normale Hose, durch die schräge Knopfleiste.


Aber: Mint ist keine Farbe für den Herbst oder Winter. Deshalb wandert die Hose dann in die Kiste mit den Sommersachen und ich bin traurig, keine heimliche Schlafanzughose mehr zu haben. Schon lange hatte ich deshalb vor, den Schnitt nochmal zu nähen, und hier beginnt das Problem: Es gab immer spannendere Projekte. Vor allem, weil ich mir für die Umsetzung einen schwarzen Jersey Twill ausgesucht hatte, ich meine, schwarz, langweiliger geht es farblich einfach nicht. Aber, wie so oft mit den langweiligen Dingen (weitere Beispiele wären Basic Shirts, Nudeln, Schule): Es lohnt sich, die Zeit zu investieren, weil die Arbeit zwar langweilig, das Ergebnis aber super ist.


Bei dieser Hose habe ich im Vergleich zur letzten ein paar Änderungen vorgenommen. Im Schritt habe ich 1cm in der Länge hinzugegeben, jeweils vorne und hinten, damit sie nicht ganz so hüftig sitzt. Da habe ich es genau richtig gemacht, ich mag den Sitz jetzt sehr gerne. Auch die Beine habe ich natürlich verlängert, jeweils 4cm am Ober- und Unterschenkel, am Ende aber nochmal 3cm wieder abgesäbelt.


Obwohl die schräge Knopfleiste eigentlich das ist, was diesen Schnitt ausmacht, habe ich mich bei dieser Version dafür entschieden, keine Knöpfe anzubringen und die Hose einfach abzusteppen an der Knopfleiste. Somit gibt es auch keinen Bund mit Knopf und Knopfloch, sondern den für Faule, mit Gummibund. Aber das macht eben einen Teil der Gemütlichkeit aus!


Auch in der Rückenansicht hat sich etwas verändert, diese Hose hat jetzt nämlich Taschen. Im Schnitt sind keine enthalten, aber ich persönlich finde Hosen ohne Taschen hinten irgendwie leer und befremdlich. So viel Fläche, ne, das stört mich. Bei der hellen Hose nochmal deutlich mehr als es hier bei der schwarzen vermutlich der Fall wäre, aber so Po Taschen sind ja doch auch praktisch, also habe ich die Schnittteile der ersten Hose verwendet, die ich aus meinem Schnittmuster Schuber hervorgezogen habe, und diese aufgenäht. In echt sind sie hoffentlich nicht so schief wie auf dem Bild ... kann ich aber selbst auch nicht sehen, Rückenansicht ist ja doch etwas schwer wenn man nicht gerade ein Spiegelkabinett in der Garage hat.


Während ich 2015 noch eher am Anfang des Projektes "Selbst gemachte Garderobe" war, habe ich über die Jahre einiges an Erfahrung gewonnen, viele Hosen genäht, wordurch sich gewisse Vorlieben abzeichnen. Deshalb steppe ich zum Beispiel mittlerweile die Schrittnaht bei Hosen immer nochmal ab, da es dort bei mir oft zu Spannung kommt, ich sitze nämlich sehr gerne im Schneidersitz herum. Und am Popo entsteht ja schon allein durch Vorbeugen und in die Hocke gehen Spannung auf der Naht. Da fühle ich mich deutlich sicherer, wenn die Naht nochmal abgesteppt ist.


Ansonsten kann ich zur Verarbeitung nicht viel besonderes sagen. Die gesamte Hose ist mit schmalem Zickzack meiner Nähmaschine genäht, die sichtbaren Nähte wie Saum und Absteppung vom Bund, Taschen usw. habe ich mit dreifach Geradstich genäht. Die Nähte sind natürlich auch versäubert. In den Bund habe ich ein noch herumliegendes Gummiband eingezogen. Bei solchen Bund Konstruktionen ignoriere ich übrigens immer die Angaben der Anleitung, da Gummibänder wirklich sehr verschieden sein können. Ich messe es immer an mir direkt ab und ziehe es dann in den Bund ein. Diesen habe ich übrigens etwas anders angebracht als im Ebook beschrieben, ich mache es aufwändiger, aber auch ordentlicher. Wie oft bei Hosen aus dehnbaren Stoffen soll der Bund einfach der Länge nach doppelt genommen und dann rechts auf rechts an die oben offene Hose genäht werden. Das mache ich immer nur mit der einen langen Seite, dann klappe ich alles nach innen um, schlage die Nahtzugabe der zweiten langen Seite ein und steppe den Bund nochmal ab, womit ich die zweite Seite befestigt und alle Nahtzugaben im Bund habe. War das verständlich?


Das Ebook selbst finde ich gut verständlich und gehe davon aus, dass es gerade für Anfänger ein schöner Einstieg in das Thema Hosen nähen ist. Die Hose kann aus dehnbaren und nicht dehnbaren Stoffen genäht werden, mit echter Knopfleiste zum Öffnen und entsprechendem Bund oder mit Gummibund und Fake Knopfleiste. Die vorderen Taschen sind im Schnitt enthalten, die hinteren habe ich wie gesagt selbst hinzugefügt. Meiner Meinung nach ist das Schnittmuster viel zu wenig verbreitet, also, wenn euch die Hose interessiert, dann schaut es euch ruhig näher an. Für die Kleinen gibt es das übrigens auch ...
Im Ergebnis habe ich hier eine Hose, in der sich wirklich alles machen lässt, super bequem, trotzdem sieht sie sehr ordentlich aus, eine schwarze Hose eben. Wieder so ein Teil, wo ich vorher nicht wusste, wie sehr ich es brauche, jetzt ziehe ich sie aber immer wieder aus dem Schrank.


Auf den Bildern trage ich übrigens noch andere Kleidung aus der Kategorie handmade: Das Shirt aus grauem Jersey, mein geliebtes Goosebumps Tuch und die Jacke mit dem schönen Spitzenfutter

Das war es auch schon aus meiner Feder, ein bisschen ausufernd, aber so bin ich :) 

Happy sewing!

Julia


Verlinkt mit Nähfrosch, Sewlala und Woman on fire.

6. Oktober 2018

Update No 30

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Hallo ihr Lieben,

noch immer ganz beflügelt von der Annäherung Süd melde ich mich zurück zu einem Update. Der regelmäßige Überblick über meine Strick- und Nähprojekte, der euch einen Einblick geben soll und in diesem Fall auch mir ein bisschen Überblick verschaffen soll. Eine Woche nicht zuhause, und schon habe ich keine Ahnung mehr, was ich geplant hatte und woran ich gerade arbeite.

Neu im Schrank


Das ist ja noch einfach, da brauche ich ja nur nachschauen, was neu da ist. Seit dem Wochenende natürlich mein größter Stolz, die neue Winterjacke, beziehungsweise -Parka. Anders als geplant ist die Kombination aus Trench Dry Oilskin und Steppfutter nicht genau passend für den Übergang, sondern tatsächlich so warm, dass dies meine Winterjacke wird. Für den oliv-farbenen Dry Oilskin, siehe letztes Update, habe ich ein neues, dünneres Futter gekauft, und das wird dann meine Übergangsjacke. Falls also noch jemand zugeschnittenes Futter aus Teddyfell und Thermolam braucht ... gerne bei mir melden. 


Auch fertig gestrickt habe ich, auch wenn die letzte Woche eher stofflastig war. Der Cardigan war schon davor beendet, ich zeigte ihn euch ja bereits am Mittwoch. Außerdem habe ich noch zügig eine Bonnet nach einer noch nicht veröffentlichten Anleitung von Sophia gestrickt, um diese zu testen. Die Mütze ist aus Resten entstanden, und als mir das schöne senfgelb ausging, fand ich zum Glück noch einen passenden Rest in Rot für die Kordel und den Saum. Nun ist ein weiteres schönes Geschenk fertig und wandert in die Kiste.



Auf den Nadeln




Nach den vielen Cardigans in letzter Zeit ist mir mehr danach, ein wenig Vorrat abzubauen und die ganzen Einzelknäule zu verwurschteln. Deshalb gibt es gerade eher kleine, schnelle Projekte bevor ich mich in das nächste Großprojekt stürze. Dafür liegt die Wolle aber bereit, sobald es also in den Fingerspitzen kribbelt, kann ich loslegen. 
Aktuell stricke ich gleich zwei blaue Projekte: Die Mütze aus zwei Garnen mit zum Glück quasi gleicher Lauflänge, sodass das aufgeregt bunte des dickeren Garns etwas zurückgenommen wird. Und die Socken aus Resten bzw. einer Haushaltsauflösung. Damit habe ich auch das erste Weihnachtsgeschenk begonnen. Ich stricke sie übrigens beide gleichzeitig, weil es sich ja nur um Restgarn handelt und ich so das meiste raus holen kann. Die linke ist schon bis zur Ferse gestrickt, die rechte Socke holt gerade noch auf. Danach kann ich dann schauen, dass beide Socken gleich lang werden.



Unter der Nadel


Wohl keine Überraschung: An der Nähmaschine beschäftige ich mich momentan mit dem Übergangsparka. Wird auch Zeit, denn meine Sommerjacken sind zumindest morgens und abends nicht mehr ausreichend warm. Mit Wollpulli drunter geht es noch ein wenig, aber wenn der Parka fertig ist, bin ich auf jeden Fall erleichtert. Ich habe mich für Flanell als Futter entschieden, das ist nochmal wärmer als einfache Baumwolle und hat auch ein bisschen Flausch, für kuschelig und so. Die Außenjacke ist komplett, beim Futter müssen nur noch Kapuze und Ärmel an den Körper und dann kann es eine Hochzeit geben. So nennt man es, wenn Futter und Jacke miteinander verstürzt werden - verheiratet. Ich bin also meinem neuen Parka schon ganz nahe. 
Was ich danach nähe, weiß ich selbst noch nicht. Ein paar stoffliche Neuzugänge hat es gegeben, ein paar Stoffe hatte ich noch hier ... mal sehen.


Neuzugänge

Da hat sich bei mir eine Menge getan, dafür, dass ich sonst nur Projekt bezogen einkaufe.  Naja, gekauft habe ich von den gezeigten Sachen eigentlich nur eine, aber fangen wir vorne an. Zum einen besitze ich dank zweifacher Spende und den Resten vom Tauschtisch (da habe ich mich für diesen Zweck erst am Sonntag kurz vor Schluss umgeschaut) nun eine ziemlich volle Kiste mit Stoffen für Frühchen. Wenn ich mal ein Zeitfenster finde, werde ich zunächst Decken aus den größeren Stücken zuschneiden, und dann kann mal ein ganzer Tag drauf gehen um Kleidung zuzuschneiden. Ich bin ganz doll dankbar für das Engagement der Spenderinnen, und die Frühchen sowie deren Eltern werden es bestimmt auch sein. 



Auch für mich habe ich auf dem Tauschtisch ein bisschen was gefunden. Ich fühle mich da ja immer etwas gierig, weil ich selbst halt kaum Stoff mitbringe, da ich keine Fehlkäufe oder Schrankleichen habe. Aber ich bin andersherum auch nicht als erstes zum Tisch gerannt, sondern habe immer mal wieder geschaut und was mitgenommen. Als erstes springt einem wohl der rote Stoff ins Auge, so auch mir. Die Qualität ist toll, ich schätze Baumwolle, aber sehr weich und schön im Fall. Daraus würde ich mir gerne eine Bluse nähen, vermutlich ohne Arme. Dann wären da noch zwei eher feste Stoffe (rechts und links vom roten), vielleicht ein Baumwolle-Leinen Gemisch? Auf jeden Fall sind es die gleichen Stoffe in unterschiedlichen Farben. Ich sehe Hosen für den Sommer, vielleicht Latzhosen, mal sehen. Zuerst hatte ich nur den grünen genommen weil ich ja aktuell total auf dem grün-Trip bin, dann sprach mich das blau aber etwas später auch an. Der Stoff oben links hat mich sehr begeistert, ganz weich fühlt er sich an, warm und fließend. Daraus möchte ich gerne eine Frohnatur für den Herbst nähen, denn den Schnitt liebe ich im Sommer sehr und kann ihn mir aus diesem Stoff auch sehr gut für die kältere Zeit vorstellen. Vielleicht wird das also mein nächstes Projekt, bevor der Herbst vorbei ist ... und der Fischgrät oben rechts sieht aus wie ein Rest vom Zuschnitt. Vielleicht eine Shorts, um sie mit Strumpfhose zu tragen, oder so.



Sogar ein wenig Garn hat den Weg zu mir gefunden. Das einzelne grüne Knäul war mein hart erkämpfter Kauf bei Mylys in Hamburg. Ich war dort mit dem Herzmann unterwegs und das Geschäft wurde mir wärmstes empfohlen. Leider bin ich einfach nicht in der Lage, spontan Garn zu kaufen. Der Freund hat mich ein bisschen ausgelacht und dann gefragt, warum ich nicht vorher nach einem speziellen Projekt geschaut habe um dafür Garn zu kaufen. Darauf hatte ich dann auch keine Antwort ... jedenfalls ist mein kläglicher Einkauf ganz bestimmt nicht mit zu wenig Angebot des Ladens zu erklären, da gab es wirklich viel tolles Garn und ich bin bestimmt drei Mal durchgegangen und habe alles angefasst. Letztlich ist es dieses eine Knäul für eine Mütze geworden, wie ich damals noch dachte passend zum Winterparka, jetzt wohl passend zum Übergangsparka. Ich bin mit einem grummeligen Gefühl aus dem Geschäft gegangen, das war nicht schön, weil ich mich über mich selbst geärgert habe. Neue Regel also: Entweder mit Einkaufsliste los, oder gar nicht erst fremde Wollgeschäfte aufsuchen. 
Die anderen beiden Garne stammen aus der Goodie Bag vom Wollfest Düsseldorf, das ich zwar nicht besucht habe, dafür aber eine nicht strickende Freundin, die freundlicherweise an mich gedacht hat. Das bedeutet dann wohl, dass es aus dem Sockengarn für sie Socken gibt, wo sie doch passenderweise grün so sehr liebt ...

Zu guter letzt muss ich noch sagen, dass ich vor allem eine Menge Inspiration dazu gewonnen habe. Bei der Annäherung Süd so viele verschiedene Frauen zu sehen, alle mehrheitlich in selbst genähter Kleidung, führt zu ganz vielen neuen Ideen, Motivation, Lust am Nähen. Ich hoffe, dieses Gefühl bleibt noch lange da, auch wenn alleine nähen nicht ganz so schön ist. 


Woran arbeitet ihr aktuell?


Happy sewing, happy knitting, 

Julia


Verlinkt mit: Woman on fire

15. September 2018

Update No 29

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Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr hergefunden habt. Macht es euch gemütlich und stöbert in meinen fertigen, aktuellen und geplanten Projekten. Wie immer gibt es zu den einzelnen Sachen noch Beiträge, wenn sie fertig sind. 


Neu im Schrank


Beim letzten Update war meine Hose noch in Arbeit, mittlerweile habe ich sie schon mehrfach getragen und sogar einen Post dazu geschrieben. Daher gibt es davon heute kein Foto mehr. 
Da mir aber noch ein anderes Teil aus der Nähmaschine gehüpft ist, gibt es trotzdem etwas genähtes zu sehen. So ein Glück! Die Bluse aus reiner Viskose ist gerade rechtzeitig fertig geworden, ich möchte sie nämlich gerne heute Abend auf einer Silberhochzeit ausführen. Das war meine erste richtige Bluse aus Viskose und gar nicht so einfach. Wenn ihr mögt, kann ich gerne mal ein paar Tipps zum Nähen mit Viskose zusammenstellen? 
Der Schnitt ist Granville von Sewaholic, der Stoff aus einem Geschäft von Online Stoffe Werning, ich verlinke euch mal den Online Shop, da finde ich die Viskose aber nicht.



Im letzten Beitrag waren es noch drei nette Stränge, mittlerweile habe ich mir daraus ein weiteres Einkaufsnetz gestrickt. Die sind einfach unendlich praktisch! Es ist reine Baumwolle, verstrickt nach der Anleitung von PaulaM. Ich habe mal mein anderes, schön deutlich ausgeleierteres daneben gelegt. Verrückt, wie groß die werden! Somit habe ich ein Teil fertig genäht und eins fertig gestrickt in den letzten beiden Wochen, sehr zufriedenstellend. 


Auf den Nadeln



 Mein Featherweight Cardigan ist weiter gewachsen, dank eingesprungenem Nachtdienst und monogamer Arbeit daran sind beide Ärmel fertig und beim Körper bin ich auch schon am Bündchen angekommen. Fehlt also nur noch der Kragen rundherum und ich habe einen neuen Cardigan. Ich poker noch ein bisschen, ob die 300g Nisse reichen werden oder ich ein viertes anbrechen muss. Wir werden sehen!


Aktuell stricke ich an nichts anderem, aber die nächsten Projekte sind in Planung. Zunächst kommt noch ein letztes Einkaufsnetz um Garnreste loszuwerden, die keine andere Verwendung finden können. Außer vielleicht Spüllappen, aber davon habe ich schon genug. Und die kann man nicht so gut verschenken wie die Netze, finde ich. Noch habe ich niemandem im Kopf, der sich über ein Netz in diesen Farben freuen würde. Vielleicht hat ja von euch jemand Interesse?
Wenn ich das Netz fertig habe, sind die Nadeln, die ich für den Stapel blaue Wolle brauche, frei und ich starte meinen Carbeth Pullover. Ja, obwohl ich nicht in die Arktis auswandern möchte, werde ich diesen Pullover stricken. Ich habe mich einfach total verliebt in diesen Schnitt und WILL ihn haben. Ausführliche Beratung von Sophia hat ergeben, dass das Rowan Alpaca Merino DK genau richtig sein könnte dafür, nicht zu schwer und nicht zu warm. Es handelt sich dabei um einen Restposten. Hach, ich freue mich schon!



Unter der Nadel


Ganz spontan habe ich für die Annäherung Süd noch einen frei gewordenen Platz ergattern können. Das war mit viel nervenaufreibender Organisation verbunden, weil ich nur in unseren hängenden Kalender in der Küche geschaut hatte als der Aufruf kam, da stand nichts drin, also habe ich "hier" geschrien. Nur um dann in meinem Taschenkalender zu sehen, dass ich einen Diensttausch gemacht und einen der drei Tage arbeiten musste. Panik! Am nächsten Vormittag konnte ich dann den Tausch wieder wegtauschen, aber bis dahin war ich ein bisschen angespannt. Zum Glück hat sich alles gelöst und ich bin richtig glücklich, so spontan noch nach Würzburg fahren zu können. 
Die nächste Panik dann: Ich brauche Stoff! Ein paar Shirts, ein Cardigan und eine Leggings, für mehr reicht mein aktueller Vorrat nicht. Im Gegensatz dazu wollte ich sowieso noch eine Übergangsjacke und eine Winterjacke nähen, und so ein Nähwochenende ist toll dafür, weil man so viel Zeit am Stück hat um sich auf ein Projekt zu konzentrieren. Ich bin also ein bisschen ausgerastet und habe hauptsächlich bei Junidesign viel Geld gelassen. 


Die Übergangsjacke wird dunkelblau mit grau gefüttert. Der Außenstoff ist Trench Dry Oilskin, das Futter ist super spannend, weil es von der einen Seite glatt, von der anderen kuschelig flauschig ist. Die glatte Seite packe ich also in die Ärmel, Körper und Kapuze werden flauschig und damit gemütlicher. 


Der Wintermantel soll dunkeloliv werden, auch hier habe ich Dry Oilskin gewählt. Das Futter wird zum einen eine wärmende Zwischenschicht und zum anderen dieses tolle Teddyfell. Für die Ärmel werde ich dann nochmal den glatten Stepp von der anderen Jacke verwenden. Leider habe ich mich wohl beim Garn vergriffen, da muss ich noch mal los.
Beide Jacken werde ich nach dem Schnitt Mein Wind und Wetter Parka nähen, damit bin ich bisher immer gut gefahren und die Optik mag ich auch sehr. Da liegt jetzt noch viel Arbeit vor mir: Den Schnitt neu kleben und ausschneiden, weil die bisherigen Jacken alle etwas zu eng an den Schultern waren und besonders die Winterjacke sicherlich mindestens eine Nummer größer muss. Dann alle Teile aus allen Stoffen ausschneiden, da gehen wohl einige Stunden für drauf. Aber egal, für das Ergebnis wird es sich lohnen! 

Ich schätze, dass ich bis zur Annäherung nichts mehr nähen werde. Vielleicht fange ich die Übergangsjacke schon mal an, aktuell wird es hier nachts schon ganz schön frisch. Aber da ich eine von den zwei Wochen bis dahin gar keine Zeit habe, kann es gut sein, dass ich über den Zuschnitt nicht hinauskomme, was auch nicht weiter schlimm ist.


Neuzugänge


Neben dem Garn für den Carbeth habe ich noch ein wenig mehr Wolle angehäuft. Der große Supermarkt hier vor Ort baut um und schließt daher für einige Wochen seine Tore. Dies ging mit vielen Rabatten einher, und ich war eigentlich für etwas anderes dort. Übrigens sehr gruselig, so ein halb leerer Supermarkt. So etwas kennen wir ja gar nicht, dass es nicht jedes Produkt in Hülle und Fülle gibt. Spannendes Erlebnis! Jedenfalls verkauft der Supermarkt auch Regia Garne, und ein bisschen was war noch über: Garn für Ringelsocken, auf einen Euro pro Knäul reduziert. Da musste ich einfach ein bisschen was mitnehmen.

Und was ist bei euch so los?

Happy sewing, happy knitting

Julia




9. September 2018

YakZack

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Hallo ihr Lieben!

Was wie ein Schimpfwort in einer fremden Sprache klingt, ist eine Neuschöpfung von mir: Socken aus Wolle vom Yak und einem Zackenmuster. YakZack. Logisch, oder?


Diese Socken habe ich aus dem einem Rest von Sophias Regia Premium Merino Yak gestrickt. Ich habe keine Banderole dazu, aber laut den Farbbildern müsste es die Farbe "Pflaume meliert" sein. Da der Rest nicht ganz für ein Paar Socken reichen würde, habe ich, wie fast immer, mit Regia in Flanell kombiniert und damit Spitzen, Fersen und Bündchen gestrickt. Und damit es nicht ganz so öde wird, ist ein kleines Zackenmuster am Übergang von Spitze/Bündchen zum Fuß eingebaut. 


Gestrickt habe ich Spitze und Ferse auf dem Nadelspiel, den Musterteil auf 3,5er Sockenwunder weil ich zweifädig immer deutlich fester stricke und den Rest der Socke auf dem 2,5er Sockenwunder. Die Ferse ist nachträglich eingearbeitet. 


Ich habe quasi den Sommer über an den Socken gestrickt. Obwohl das eigentlich übertrieben ist. Die erste habe ich flott gestrickt, dann aber lange keine Lust auf die Zweite gehabt und mich letztlich doch überwunden, damit Platz für neues ist. Jetzt habe ich ein neues Paar Socken in meiner Schublade in einer traumhaft schönen Farbe, so meliert und genau mein Ton. Hachja. Nur noch ein paar Wochen, vielleicht sogar nur Tage, bis ich wieder täglich Wollsocken trage. Ich freue mich schon darauf!


Happy knitting, 

Julia



Verlinkt mit Woman on fire

2. September 2018

Update No. 28

[Werbung wegen Markennennung]

Hallo ihr Lieben,

an diesem sonnigen Sonntag möchte ich euch gerne mal wieder auf den aktuellen Stand meiner Projekte bringen. Ich zeige euch, was fertig geworden ist und woran ich arbeite sowie meine Träumereien für die Zukunft. Alle Teile bekommen natürlich noch einen eigenen Beitrag. 


Neu im Schrank


In Sachen Baby-Strick ist es in letzter Zeit ja eher ruhig geworden hier. Das lag daran, dass ich kaum Reste hatte, die dazu verarbeitet werden konnten. Dann tauchte eine Kombination von rosa/lavendel/weiß auf, die einfach zusammengehörte. Dachte ich, aber es war ein harter Kampf, daraus etwas fertig zu stricken. Zuerst hatte ich eine Hose angestrickt, konnte nach einer Weile aber resigniert feststellen, dass das Garn nicht einmal für die Hälfte reichen würde. Also habe ich geribbelt. Für die Abwechslung habe ich nicht nochmal mit einer anderen Maschenzahl angefangen, sondern einen Cardigan angeschlagen. Nur um kurz vor der Abteilung der Ärmel festzustellen, dass ich einen Markierer zu wenig gesetzt hatte, somit an einer Stelle zu wenig Zunahmen gemacht und nun quasi eine Jacke mit nur einem Ärmel produziert hatte. Es fehlte einfach ein Abschnitt. Argh! Wieder geribbelt und das Spielhöschen Goldkind aus dem Klompelompe Buch angeschlagen. Die habe ich schon zwei Mal gestrickt, sollte also so schwer nicht sein. Anders als bei den letzten beiden habe ich eine Nummer größer gewählt, also 3-6 Monate. Das Garn hat ganz, ganz knapp gereicht und ich bin zufrieden. 


Ebenfalls endlich fertig sind die Socken, die ich immerhin schon im Juli angeschlagen habe. Mir war in den letzten Wochen total danach, alles fertig zu stellen und komplett neue Projekte anzufangen, also habe ich das auch gemacht. Die Socken sind eher kurz, da aus Garnresten gestrickt, trotzdem freue ich mich schon sehr, sie anzuziehen. 


Nach meinem roten Kleid, welches im letzten Update noch nicht angefangen war, jetzt aber sogar schon verbloggt ist, habe ich eine einfache Hose aus dickerem Jersey zugeschnitten und auch zügig runtergenäht. Ich habe sie schon getragen und bin ein bisschen verliebt. Mehr dazu bald :)


Zuletzt noch ein Teil, dass eher in die Kategorie Spaß-nähen fällt, denn Projektbeutel habe ich eigentlich genug. Aber eigentlich sagt ja eigentlich auch nichts aus, und dann kam Sophia mit einem tollen Eulenstoff um die Ecke, mit genau sechs Eulenköpfen darauf. In einer Größe, die drei super schöne Projektbeutel ergab, für unseren Mini-Münster-Stricktreff. Also habe ich fleißig drei Stück genäht, sodass jede von uns einen hat. Die anderen beiden sind mit rotem Stoff gefüttert und haben einen Boden, meiner ist mit grau versehen und eher ein Beutel, weil ich die Ecken falsch abgenäht habe. Naja, was solls, er ist trotzdem toll!


Auf den Nadeln


Hauptsächlich und eigentlich auch exklusiv stricke ich gerade an einem schlichten grauen Alltagscardigan. Ganz simpel in glatt rechts von oben, überhaupt nicht anspruchsvoll und genau richtig für müde Tage. Oder Nachtdienste. Deshalb bin ich auch schon so weit. Nachdem das erste Knäul alle war, habe ich nun den ersten Ärmel begonnen, da ich diese lieber erst so lang stricken  möchte wie sie mir gefallen und dann schaue, wie weit der Rest Garn am Körper reicht und ob ich eventuell nachordern muss. Garn ist Nisse von Stichfest, Anleitung der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig


Geplant sind aktuell noch Socken, die Weihnachtsproduktion nimmt so langsam Fahrt auf. Auch hier Reste, aber mehr als genug für ein großes Paar. Ich plane, die Fersen, Spitzen und Bündchen aus dem hellen blau zu stricken und vielleicht noch ein kleines Muster dazwischen zu setzen, wie bei meinen Socken in grau-rot. Mal sehen, was mir so einfällt. 


Und dann wäre da noch ein Baumwollgarn für ein weiteres Einkaufsnetz, für mich, in einfarbig. Das mehrfarbige nutze ich nämlich sehr häufig, da wäre eine schlichtere Version genau richtig. Und schnell gestrickt ist es ja zum Glück auch!


Unter der Nadel


Aktuell nähe ich an einer weiteren Port Trousers aus einem dünnen olivefarbenen Stoff. Im letzten Jahr habe ich diese Farbe "entdeckt" - natürlich gibt es sie schon länger, aber vernäht habe ich den Ton noch nie. Bis dann die Jacke Carol kam und ich völlig verliebt war, beschloss, dass ich auch unbedingt eine Hose benötige die ähnlich aussieht. Gesagt, fast getan. Ich muss die Seitennähte nochmal aufmachen und etwas enger nähen, sowie die Schrittkurve vorne überarbeiten. Dann fehlen nur noch Saum, Bund und Gürtelschlaufen und schon ist sie fertig. Gut so, denn bald wird es für eine so dünne Hose zu kalt sein!


Für danach liegen hier noch einige Stöffchen bereit. Aus der geblümten Viskose möchte ich eine Bluse nähen, denn in zwei Wochen steht eine Silberhochzeit an und vielleicht wäre das genau die richtige Klamotte dafür. Die beiden Jerseys werden  zu T-Shirts verarbeitet, dafür habe ich mir die Shirt Box von Ellepuls zugelegt und bin gespannt, wie mir der Schnitt gefällt. Es gibt einige Variationen, die ich gerne ausprobieren möchte. 
Der dicke schwarze Sweat soll zu einem kuscheligen Cardigan werden, hier schwanke ich jedoch  noch zwischen den Schnitten. Da wäre der Picea Cardigan, welcher schon bei mir vorhanden ist und damit schnell genäht wäre. Empfohlen wurden mir aber auch der Cardigan JOne und Blackwood Cardigan, beide sehen toll aus und interessieren mich. Vielleicht muss ich eine Münze werfen. 
Neben einem schwarzen Jersey wäre dann mein Stoffvorrat auch schon wieder leer. Ich sollte also mal anfangen zu überlegen, ob und was ich für Weihnachten nähe und was dann noch für mich machbar ist. Definitiv brauche ich eine Winterjacke und eigentlich auch eine Übergangsjacke, was schon zwei Großprojekte wären. Ich brauche definitiv mehr Zeit. Gut, dass es bald anfängt ekelig zu werden draußen und man mehr Zeit im Haus verbringt. 


Neuzugänge


Sophia hat ein bisschen ausgemistet und Saskia und ich haben fair unter uns aufgeteilt. Eine Menge Potential für Babykleidung, ich freue mich schon darauf!

Und, woran arbeitet ihr aktuell so?


Happy sewing, happy knitting, 

Julia





19. August 2018

Update No. 27

[Werbung da Markennnennung. Alles selbst gekauft, gewerkelt, gedacht.]

Hallo ihr Lieben,


und schön, dass ihr hier vorbei schaut. Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl und willkommen. 
In meinem heutigen Update möchte ich euch mitnehmen zu meinen Projekten, zeigen, was mich aktuell beschäftigt und was ich plane. Wie immer wird es zu fast allen Sachen noch einen ganz eigenen Beitrag geben, bis dahin also ein kleiner Vorgeschmack. 


Neu im Schrank



Da habe ich eine Menge vorzuweisen. Allen voran das wohl beste Stück: Mein Winterfell Cardigan ist endlich fertig! Nach einer bösartigen Miskalkulation von etwa 5 fehlenden Metern und langer Wartezeit auf das bestellte Ersatzknäul ist er nun fertig. Gewaschen, Fäden vernäht, Knöpfe dran. Einzig Fotos fehlen noch, und, ich mag es kaum sagen ... seit der Fertigstellung habe ich den Cardigan auch noch nicht getragen. Das passiert mir oft, als ob ich in Erfurcht vor einem fertigen Stück erstarre liegt es im Schrank und wird bewundert, aber nicht angezogen. Vielleicht aus Angst, dass es nachher nicht passt und ich enttäuscht bin? Eher unwahrscheinlich, die zwischenzeitlichen Anproben waren ja viel versprechend. Nun ja, bald werden Fotos fällig, und spätestens dann werde ich den Cardigan tragen. Bis dahin Herzchenaugen! 


Weil dann ja fast noch ein Knäul vom Garn übrig war, was ich immer schlecht aushalten kann, habe ich aus dem Rest ein Paar Baby Booties nach einer ziemlich spannenden Anleitung gestrickt. Die ist super gestaltet und erfordert nur eine kleine Naht, aber sehr spärlich und schlecht übersetzt. Sehr anschaulich und hilfreich ist eins der verlinkten Projekte auf Ravelry, auch ich verlinke es euch mal hier, falls ihr die Booties nachstricken wollt. Die Bilder und Notizen helfen sehr, die Anleitung besser zu verstehen. 
Sie sind trotz allem sehr niedlich geworden und ich freue mich schon, sie zu verschenken. 


Auch meine Nähmaschine war fleißig. Das im letzten Update erwähnte Kleid Madeline ist fertig, und aus dem Reststoff habe ich mir fix eine weitere Sporthose genäht. Auch die hat sich schon bewährt, das freut mich ja immer sehr, wenn etwas wirklich für Zwecke genutzt werden kann, so wie Sportkleidung. Vielleicht muss ich mich dochmal mit dem BH und Bademoden Thema auseinandersetzen ...


Auch die Frühchen haben wieder etwas abgestaubt, je fünf Decken mit eher schlichtem Design und fünf Decken mit einer Patchwork-Seite. Die gewinnen vielleicht keinen Schönheitspreis, aber machen Eltern glücklich und vertreiben auf jeden Fall das triste weiß aus der Umgebung der Kleinen, und ich denke, dass das schon genügt. 


Auf den Nadeln gibt es aktuell tatsächlich nichts. Also, das ist nun auch wieder übertrieben, da wäre noch eine zweite Socke und die immerwährende Frühchensocken und -mützen Produktion. Aber das läuft eher so nebenher. Außerdem habe ich ein paar zusammenpassende Reste kombiniert und wollte daraus schon mehrere Projekte stricken, aber bisher ist immer alles schief gegangen. Die geplante Hose wurde viel zu groß, sodass das Garn ausging. Nach dem Ribbeln ein neuer Plan mit einem Cardigan, da durfte ich aber heute kurz vor dem Stilllegen der Ärmelmaschen feststellen, dass ich nur einen Ärmel hatte. Zu wenig Maschenmarkierer, ich hatte das Strickstück quasi nur in drei Teile aufgeteilt. Schade Schokolade! Also wieder geribbelt, ich suche mir nun noch ein neues Projekt, mag nicht nochmal dasselbe starten. Aber dieses störrische Garn bearbeite ich weiter, wir werden schon sehen, wer den längeren Atem hat!
Natürlich habe ich auch für mich schon etwas geplant. Ursprünglich sollte das nächste Projekt der Carbeth Pullover werden, in den ich mich schockverliebt habe. Ich finde ihn einfach SO wunderschön! Der kleine Münsteraner Stricktreff hat mich aber leider kollektiv ausgelacht und gefragt, wann ich in die Arktis auswandere. Und vermutlich haben sie recht, für unsere Temperaturen ist der Pullover wirklich zu dick. Ich gebe noch nicht auf, habe die Planung aber erstmal verschoben und stricke nun statt dem High Heel Projekt (geil aber unvernünftig) das Turnschuh Projekt (langweilig aber nützlich): Einen featherweight Cardigan in grau. Ich brauche unbedingt einen grauen Cardigan, habe die Anleitung schon mal gestrickt und bin sehr zufrieden, kann also nichts schief gehen. Aber mit übergroßer Begeisterung gehe ich da nun auch nicht dran ... 


Unter der Nadel



Befindet sich momentan ein weiteres Ringel-T-Shirt-Kleid. Ich saß passenderweise in meinem ersten, blau weiß gestreiften Kleid an der Nähmaschine und habe an diesem rot weißen die ersten Nähte gemacht, als der Herzmann fragte, ob ich mir genau dasselbe Kleid jetzt nochmal in rot nähe. Ne, der Schnitt ist ein anderer, aber das Prinzip schon ähnlich, locker und bequem und Streifen. Danach werde ich einen kleinen Schwung Projektbeutel nähen, dazu dann wann anders mehr :) 


Neuzugänge
 


Ein verhängnisvoller Ausflug in einen Drogeriemarkt (weil danach Supermarkt nebenan, tolles veganes Eis gefunden (Laktoseintoleranz macht Eis schwierig), dann festgestellt, dass das Rad einen Platten hat und ich nun sowohl zu spät zur Arbeit komme als auch schmilzendes Eis mit mir herumtrage) hat mir unter anderem diese hübsche Box beschert. Sie ist vermutlich für Tee gedacht, funktioniert für kleine bunte Restknäul aber auch wunderbar. Obendrauf ist eine Glasscheibe, man hat also klare Sicht auf die schönen Farben. Ich bin richtig verliebt in diese Schachtel und habe sie immer in Sichtweite. 


Und, woran arbeitet ihr so?


Happy sewing, happy knitting, 


Julia