13. September 2018

Khaki Port Trousers

[Werbung da Markennennung]

Hallo ihr Lieben!



Bei manchen Beiträgen ist es mir ja ein Rätsel, wie ich die Lücken zwischen den Bildern mit mehr als den Informationen zum Schnitt füllen soll. Dann gibt es einfach keine lustige Geschichte zu dem zu zeigenden Objekt, oder zum Nähen/Stricken oder oder oder. So ist es heute. Ich schreibe gerade einfach mal drauf los und schaue, was so passiert. 
Mitgebracht habe ich euch heute eine neue Hose in meinem Schrank, und ich wusste gar nicht, wie sehr sie mir fehlt, bis ich sie jetzt genäht und die ersten Male angezogen habe. Sie ist toll! Ich hatte ja vor kurzem schon mal erwähnt, dass die Farbe Khaki, oder Olive, oder wie auch immer man es nennen möchte, in meinem Schrank zu wenig präsent ist. Und das war offenbar auch bei Hosen der Fall, denn der Großteil meiner Oberbekleidung lässt sich hervorragend zu dieser Hose kombinieren. 


Genäht habe ich die Port Trousers von Pauline Alice, und bin damit zum Wiederholungstäter geworden. Okay, eine Shorts nach dem Schnitt halte ich aktuell noch zurück, weil die eher winterlich geworden ist und die heutige Hose doch mehr für den Übergang geeignet ist. Der verwendete Stoff, ein Twill von Stoff und Stil, ist nämlich schön dünn. Die Farbe fotografisch zu treffen, fällt dabei offenbar nicht nur mir, sondern auch der Website schwer, denn auch das dortige Bild zeigt ein zu grünes Grün. Eigentlich ist es genau das richtige Khaki, eine Mischung aus braun und grün, schön!


Wie die letzte Hose auch habe ich diese in 42 genäht, dabei aber an meiner breitesten Stelle auf 44 auslaufen lassen. Die dunkelblaue Hose saß damit super, hier macht sich der etwas dünnere Stoff bemerkbar und sie könnte vielleicht einen Tacken enger sein, weshalb ich sie nach einer ersten Anprobe schon ab den Taschen bis zum unteren Saum etwa 2cm enger gemacht habe. Trotzdem ist sie noch etwas locker, aber ich mag den lockeren Stil und Fall und habe deshalb nicht weiter angepasst.
Wir ihr auf dem obigen Bild sehen könnt, ist mir beim Nähen ein kleiner Fehler unterlaufen, ich habe das Schnittteil für den inneren Hosenschlitz von der falschen Seite mit Vlieseline bebügelt. Hups. Aber ich habe keine Notwendigkeit darin gesehen, dass Teil jetzt nochmal zuzuschneiden, nochmal aus Vlieseline und nochmal bügeln und dann trennen und dann nochmal nähen. Ach, ne. Eigentlich sieht es ja auch aus wie gewollt und ist nur aus dieser seitlichen Perspektive ersichtlich. Schnell war also beschlossen, dass es mir egal ist und jetzt so bleibt. 


Im Gegensatz zu meinem ersten Versuch mit diesem Schnitt habe ich hier noch ein paar Änderungen vorgenommen. Zum einen war mir die vorherige Hose einen Tick zu kurz, sodass ich hier noch 3cm hinzugefügt habe. So finde ich die Länge perfekt, auch im Sitzen rutscht es nicht zu sehr hoch. 
Des Weiteren saß mir der Bund ein bisschen zu niedrig, sodass ich hier mal ein wenig herumprobiert habe. Die Vorderbeine sind im Schritt um 1cm verlängert, hinten habe ich es von den Seitennähten zur Mittelnaht von 1 auf 3 cm auslaufen lassen. Somit sitzt die Hose am Rücken sehr hoch, ich fühle mich damit total gut eingepackt, richtig klasse. Vielleicht nehme ich noch einen Zentimeter wieder weg, wenn ich den Schnitt nochmal nähe, aber diese Methode muss ich unbedingt mal öfter ausprobieren.


Ein bisschen A. frisst Hose auf diesem Bild, aber nunja, die Rückenansicht ist ja auch wichtig. So sitzt sie auf jeden Fall nicht immer, das würde ich merken. Aber ihr könnt sehen, wie hoch der Bund ist. 
Manchmal komme ich mir ja echt seltsam vor, wenn ich diese Bilder mache. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich stiefel immer mit Stativ und Fernauslöser los und suche mir eine schöne Ecke. Im besten Fall finde ich etwas, wo kein Mensch vorbeikommt, aber natürlich lässt sich immer dann jemand blicken, wenn ich meinen Po in die Kamera halte oder sonst irgendwie seltsam rumhampel. Das ist ganz schönes Selbstbewusstseins-Training, diese Foto Sache!


Zurück zur Hose. Die kommt mir wirklich allem daher, was eine richtige Hose braucht: Taschen vorne und hinten, Gürtelschlaufen, Reißverschluss. An den Hinterbeinen gibt es noch Abnäher, die eine gute Anpassung der Hose erlauben. Klafft sie zu sehr, kann man hier super noch Stoff wegnehmen, sitzt sie etwas zu spack, Stoff rauslassen. Eine praktische Sache, so Abnäher. 


Hier habt ihr der Vollständigkeit halber noch einmal eine Frontansicht. Ich habe nach Einsetzen des Reißverschlusses die Schrittkurve noch etwas angepasst, beim nächsten Mal muss ich das aber vorher machen, da ist doch noch ein wenig zu viel Stoff vorhanden. Sieht echt nicht aus, als ob sie gut sitzt, aber so ist das mit Fotos: Zum einen geben sie nur eine Momentaufnahme wieder, zum anderen nicht das Tragegefühl, und das ist wirklich klasse in dieser Hose. Nur für euch als Info, falls ihr mal Fotos macht und eins dabei ist, dass nicht wirklich schmeichelt. Nur eine Momentaufnahme!


Ich bin fast ein wenig traurig, dass ich diese Hose wohl nur noch ein, vielleicht zwei Monate tragen kann bevor sie zum Überwintern in die Kiste kommt. Mal sehen, ich könnte mir ja zum Trösten eine für den Winter nähen, aus einem Wollstoff oder so. Oder Cord. Mh, gar nicht so schlecht, diese spontane Idee!

Happy sewing, 

Julia


Verlinkt mit Sewlala, Nähfrosch


Kommentare:

  1. Das mit dem Fotografieren kenne ich, selbst wenn jemand zum Fotografieren dabei ist. Sagte aber letztens mein Freund, wir können die Bilder dann auch im Innenhof machen....Nein, da können ja alle zuschauen! Ich muss da auch noch am Selbstbewusstsein arbeiten. Eine sehr schöne Hose!

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    1. Das ist einfach Übungssache, schätze ich.
      Dankeschön!

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  2. Deshalb fotografiere ich meine Kleidung an der Büste, Eowyn.
    Weil ich auch nicht mit dem Selbstauslöser zurecht komme...
    Die Hose gefällt...!
    Herzlichst
    yase

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    1. Hey yase!
      Eine Puppe habe ich leider nicht, da wäre auch kein Platz für in der Bude.
      Liebe Grüße!

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  3. Super Hose. Ja, die Sache mit dem Fotografieren.....�� Ich stehe eigentlich lieber hinter der Kamera

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  4. Hey, so eine ähnliche Hose hab ich mir neulich auch genäht - und nachdem ich sie im Bund enger gemacht habe, krabbelte sie auch ein bisschen in meinen A... (ähnlich wie bei Dir auf dem einen Photo) - hast Du eine Idee, wo/wie man den Schnitt anpasst, damit das nicht mehr passiert? Sollte ich in der Naht hinten/mittig noch mehr Stoff wegnehmen? Hab aber Angst, dass es dann woanders kneift/komisch sitzt...
    Also vielen Dank für Deine Po-Fotos!! So kann ich mal meine Fragen loswerden ;-))
    Liebe Grüße,
    Andrea

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    1. Hey Andrea!
      Bei deiner Beschreibung vermute ich, dass die Hose eigentlich etwas tiefer sitzen müsste. Durch das enger machen des Bundes sitzt er ja vermutlich ziemlich gut dort, wo er ist, und vielleicht reicht der Stoff um den Po bis unten zum Schritt nicht, weshalb es hochkrabbelt?
      LG

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    2. Danke - das klingt ziemlich logisch!! :-)
      Ich werde es bei der nächsten Hose ausprobieren...

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  5. Hey,

    das mit der Selbstbewusstseinssache bei den Fotos kenne ich auch zu gut. Daher lass ich mich am Liebsten fotografieren, wenn ich sowieso mit Freunden unterwegs bin und mache die Detailaufnahmen dann separat zu Hause auf dem Balkon oder so. Weniger peinlich wirds dadurch aber leider auch nicht :D

    Deine Hose steht dir richtig gut :) Die Verarbeitung an Reißverschluss und Taschen sieht sehr ordentlich aus, ein gelungenes Kleidungsstück.

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Hey Jenny,

      ja, ich habe nur leider nicht so viele Freunde, die Lust haben Fotos zu machen oder da ein bisschen ein Auge für :D

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