zum heutigen MMM komme ich nach Langem mal wieder mit etwas Gestricktem um die Ecke. Zwei Monate hat mich dieses gute Stück begleitet, nun ist es endlich soweit, dass ich es anziehen und herzeigen kann.
Die Einzelteile von meinem neuen Pullover habt ihr schon auf dem Blog sehen können, in den Auf-den-Nadeln-Beiträgen. Fangen wir doch mit den harten Fakten an: Das Modell ist aus der FAM 205, Anleitung Nummer 65. Die war soweit ich das erkennen konnte fehlerfrei und auch ziemlich simpel. Vorder- und Rückenteil werden gleich gestrickt, die restlichen Maschen oben dann stillgelegt. Bei dem Ärmeln läuft es ebenso, und wenn dann die Seitennähte geschlossen sind, werden alle übrigen Maschen aufgenommen und ein Bündchen gestrickt. Was übrigens tierisch nervt, man hat den ganzen Pullover auf dem Schoß, muss ihn immer herumdrehen, und in meinem Fall auch noch zu große Rundnadeln, sodass immer ein Stück Seil herausgezogen werden muss ... aber ich wollte nunmal endlich fertig sein.
Das ist er nun seit zwei Tagen. Ich will ihn unbedingt noch waschen, gerade auch weil er unter den Armen schon etwas locker-fladderig hängt und manchmal ein wenig Falten wirft, vielleicht kann ich da noch etwas herumziehen. Allerdings habe ich etwas Angst, dass mir das dunkle rot ausfärbt und die helle Farbe einfärbt. Das wäre ein Desaster. Katastrophe. Weltuntergang.
Gestrickt wird der Pullover übrigens mit dem schönen Garn Moina von Lang Yarns. Es ist eines von diesen "Schlauchgarnen", die nicht verzwirnt sind oder so, sondern quasi gefüllt. Da Seide mit drin ist, ist das Garn so unglaublich weich - und der Pullover erst. Ich vermute, dass ich ganz oft in den Arm genommen werde, wenn ich ihn trage. Gut so.
Einige klitzekleine Fehler sind mir unterlaufen. Ganz zu Anfang habe ich beim Rückenteil vergessen, das Muster zu wechseln, und wusste auch nicht, wie ich das zurückstricken soll. Ich habe beschlossen, dass es nun so bleibt. Mir doch egal, kann ich mit leben, so oft schaue ich mir auch nicht auf den Hintern.
Ich bin jedenfalls rundum zufrieden mit dem Pullover. Er ist schön lang (für Frauen, die nicht so groß sind wie ich, könnte es schon fast als Kleid durchgehen :D) und weich und trägt sich gut.
Was aus diesem Projekt gelernt wurde: Streifen sind nett, aber denk dran, dass der Faden immer mitgeführt werden muss und es dich nervt. Beim Zusammennähen helfen sie dafür, dass alles gleichmäßig bleibt. Mach andere Randmaschen. Oh, und italienisch anschlagen kann ich nun auch. Eine interessante Sache, aber vermutlich werde ich das nicht nochmal machen. Ich kann dabei so schlecht einschätzen, wie fest/locker es wird.
Jetzt habe ich persönlich für eine Weile die Schnauze voll von großen Strickwerken und werde ein wenig mit Mützen, Schals und Stulpen herumdümpeln. Aber ich bin mir sicher, dass es doch schnell wieder zu Jacken und Pullovern zurückgeht, für eine habe ich die Wolle sowieso schon da ...
Was sonst noch so neu in Kleiderschränken ist, schaue ich mir jetzt beim MMM an.
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