28. Juni 2015

Doppelt hält besser

Hallo ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, wie es dazu kommt, dass ich euch die Mütze des heutigen Beitrags jetzt erst zeige. Fertig ist sie nämlich schon ewig. Irgendwie bin ich aber nie dazu gekommen, Bilder zu machen, und daran scheiterte es dann irgendwie. Es gilt glücklicherweise: Besser spät als nie, deshalb jetzt, die neueste Mütze in meiner (nicht gerade kleinen) Sammlung:


Na was sagt ihr? Diese Mütze musste gestrickt werden, obwohl ich eigentlich schon genug habe, denn: Sie ist echt besonders, eine Wendemütze nämlich. Allein der Name fällt schon auf (Mrs. Jekyll & Little Hyde), und beide Seiten sind einfach wirklich schön. Die Anleitung stammt von der Designerin Rililie und ist gut geschrieben, da lässt sich überhaupt nicht meckern, ich hatte keine Probleme beim Stricken.

Die Anleitung hatte ich also schon länger im Blick. Das Garn dafür stammt noch aus der Zeit, zu der ich im Wollladen gearbeitet habe. Da war nämlich das mintfarbene -  Lana Grossa Cool Wool Merino Baby, ein hoch auf kurze prägnante Namen - im Angebot. Ich habe es lange angeschmachtet, aber da ich in dem Zeitraum echt viel Wolle gekauft habe, mir selbst einen Riegel vorgeschoben: Das Garn wird nur gekauft, wenn du ein konkretes Projekt dazu hast! 

Naja, das hatte ich dann mit dieser Anleitung. Also ein Döckchen mitgenommen, eine passende Kontrastfarbe gefunden und ebenfalls mitgenommen, und dann erstmal lange liegen gelassen. Anfang des Jahres habe ich die Mütze dann gestrickt. Das Garn ist super weich und leicht zu verarbeiten, hat Spaß gemacht. 

Geteilt wird die Mütze erst nach dem Bündchen. zuerst strickt man die mit dem Lace-Muster, die Maschen für die zweite ruhen solange am Bündchen. Und von da wird dann die zweite gestrickt. Eigentlich sogar ziemlich simpel. Ich hattte allerdings bei der Streifenmütze kurz Herzrasen, weil ich dachte, dass das Garn nicht reicht. Tat es dann doch, wie gut, dass ich so ein schlechtes Schätzvermögen habe, jedenfalls in dem Fall hat es sich nicht bewahrheitet. Ich hatte sogar noch genug übrig, um kuschelige Babysocken zu zaubern.



Ich möchte mich zum Ende nochmal für alle lieben Worte zu meinem Strickkleid bedanken, die haben mich sehr gefreut. Mittlerweile konnte ich das Kleid auch schon tragen und fühle mich super wohl darin. Leider muss ich aber diese Woche arbeiten, wenn der Sommer so richtig kommen soll. Aber vielleicht bleibt er ja länger, als nur die eine Woche ...





24. Juni 2015

Mein Sommerkleid aus Strick und was ich drunter trage

Hallo ihr Lieben,

diesem Mittwoch habe ich sehr entgegengefiebert. Nicht unbedingt dem Datum, sondern eigentlich dem Ergebnis, dass ich euch heute zeige: Mein Kleid, dass ich schon im Auf den Nadeln-Beitrag zeigte, ist endlich fertig und durch eine kurzweilige Nähsession tragbar. 


Ich hab so viel dazu zu erzählen, ich fange am besten chronologisch an, damit ich alles reinbekomme. Es wird auf jeden Fall ein kleiner Roman hier, nehmt euch also die Zeit. Das Kleid ist aus der aktuellen Rebecca, die ich ziemlich oft kaufe. Bisher allerdings eher zum Anschmachten, denn das Original-Garn gab es in meiner Ecke nicht zu kaufen, und online bestelle ich ungerne Garn, dass ich nicht kenne. Mit dem Umzug nach Münster bin ich aber auf Findus gestoßen, die die ggh-Garne vertreiben und habe dann mit meiner Mama einen Ausflug dorthin gemacht. Die Farbe war innerhalb von Sekunden gewählt, mint liebe ich einfach sehr. Es handelt sich um Cottina, ein reines Baumwollgarn.


Angestrickt habe ich noch am selben Abend, und es lief auch eigentlich echt flott. Eine Reihe dauert bei fast 400 Maschen natürlich sehr lange und ich habe den ersten Mustersatz herbeigesehnt - das Kleid wird von unten in einem Stück gestrickt und erst für die Armlöcher, Hals- und Rückenausschnitt und Träger getrennt. Das macht es meiner Meinung nach ziemlich anfängertauglich, denn auch das Muster ist recht simpel.


Ich habe also fleißig herumgestrickt und trotz der langen, langen glatt rechten Seiten eigentlich nie die Motivation verloren. Die hübsche Raffung ensteht durch Zusammenstricken der Maschen in der Taille - da habe ich mich auch sehr gefreut, endlich weniger Maschen auf der Nadel! Die Ausschnitte funktionieren dann wie üblich durch Abnahmen und sind auch gut erklärt, mit der Anleitung hatte ich jedenfalls keinerlei Probleme. Anstatt aber Picot-Häkelei in die Ausschnitte zu setzen habe ich Krebsmaschen genommen: Die sind etwas schlichter und ich mag sie sehr gerne, außerdem geben sie dem Ganzen ordentlich Halt.
Ich habe die kleinste Größe, 36-40 gewählt, da Strickkleidung sich sowieso noch weitet und der Schnitt recht locker war, ich aber keinen unförmigen Sack wollte. Das ist mir gut gelungen, genau wie die Längenanpassung, damit die Taille auch wirklich in meiner Taille sitzt ;)



Dann kam vorne noch die Blende dran, und dann kam, sehr spät, die Erleuchtung: Ich hätte das Kleid in der Runde stricken sollen. Denn, mal im Ernst, wer benötigt denn eine Knopfleiste bei einem Kleid? Es wird doch über den Kopf gezogen, das heißt, die Leiste ist eher Zierde. Und weil Knopfleisten dazu neigen unschön aufzuklaffen zwischen den Knöpfen habe ich sie letztendlich zusammengenäht. Das Ganze hat aber viele Anläufe meienrseits gebraucht, bis es schön aussah und ordentlich war. Die Arbeit hätte ich mir sparen können in dem ich direkt zur Runde geschlossen und eine Fake-Knopfleiste eingebaut hätte. Tipp für alle, die es nachstricken möchten!


Mit den Knöpfen habe ich es richtig gut getroffen, finde ich, die passen toll zu den Farben des Kleids. Was war ich glücklich, als ich die angenäht hatte und das Stück zum ersten Mal vor den Spiegel führte. Ich finde es wirklich, wirklich schön. Doch was schnell klar war: Da muss was drunter. Und zwar mehr, als Unterwäsche, denn die sieht man durch das Lochmuster ordentlich durch. Ich hatte dann entschieden, mir ein Unterkleid zu nähen, und in meinem kleinen Fundus eine Burda-Anleitung für ein ebensolches gefunden: Der Schnitt ist ganz schlicht, ich brauchte also  nur noch Stoff, um mein Glück zu vollenden.


Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dass ich was farblich passendes finde. Doch tatsächlich hatte ich die Wahl zwischen mintfarbener Baumwolle und Seide - einmal tief geseufzt und zur Seide gegriffen. Das schlägt schon aufs Portemonnaie, aber ich will das Kleid im Sommer tragen, und da ist Seide sicherlich die bessere Wahl. Und im Endeffekt ist das Unterkleid ja auch überall zu tragbar, solange man es nicht sieht. Eine Investition, sozusagen.


Ehrlich gesagt habe ich mir beim Nähen nicht so viel Mühe gegeben, es ist einfach nur für untendrunter. Darum gibt es ein paar kleine Fältchen an der Naht zwischen Ober- und Unterteil und Bügelfalten. Aber es sitzt, obwohl der Schnitt für elastische Stoffe war, und es sieht super aus unter dem Strickkleid. Jetzt muss ich noch abwarten, ob das Strickkleid sich etwas verlängert oder ob ich das Unterkleid noch ein paar cm kürzen muss.
Dafür brauche ich nun aber ganz unbedingt Sommer! Ich will, bitte bitte, mein neues Stück tragen. Her mit der Sonne!


Verlinkt beim Me-Made Mittwoch
Mehr Infos zum Strickkleid bei Ravelry




22. Juni 2015

Die Glücksfee hat entschieden

Hallo ihr Lieben,

nur ganz flott, ohne viel Tohuwabohu: Ich habe random.org bemüht und einen Gewinner gezogen. Schön, dass so viele Lust auf das Textilgarn haben!

Gewonnen hat *Taramtaram*






Glückwunsch, liebe Sina. Du bekommst eine Mail von dir und dann leiten wir alles Weitere in die Wege. Jedenfalls kannst du dich dann über die sommerliche Rolle Garn freuen und hoffentlich was schönes für die neue Wohnung daraus machen ;)




Ich bedanke mich auch nochmal bei Tek Tek für die nette Kooperation. 





19. Juni 2015

Grüne Wiese

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch an meine ersten Experimente mit ungefärbter Sockenwolle und Ostereierfarben? Zur Auffrischung mal ein kleines Bild:



Na gut, zwei sind es dann halt geworden. Jedenfalls habe ich nun endlich mal eins davon angestrickt, das grün-blaue nämlich. Allein das Wickeln hat schon Spaß gemacht, ich mag die Farben sehr gerne.


Und auch das Stricken war super! Die Handhabung ist wie gewohnt, ich merke keine andere Struktur oder sonst was. Die Farben machen herrlich lustige Dinge, ihr seht, die Socken sehen ein bisschen unterschiedlich aus. Was im Strang noch nach sehr unterschiedlichen Farben aussieht und sich deutlich trennen lässt, verschwimmt ein wenig wenn es verstrickt ist. Ich mag die Optik. 

Meine olle Kamera hat sich echt schwer getan, die Farben einzufangen. Ihr könnt es eher erahnen, wie die Socken in echt aussehen. Gestrickt habe ich nach meiner meistgenutzten Sockenanleitung, diesmal aber eine Nummer kleiner, weil meine anderen Socken alle ein wenig schlabbern mittlerweile. Sie sitzen immer noch gut, also werde ich bei 60 Maschen bleiben für mich.

Wie immer gab es als Schmankerl für mich ein Paar Babysocken. Es war trotzdem noch viel übrig, im Schal ist eine Menge gelandet, und den Rest habe ich beiseite gelegt. Irgendwann stricke ich glaube ich mal eine Decke aus Sockenwollresten. Aber bis dahin muss ich noch jede Menge sammeln. 

Mehr Infos wie immer auf Ravelry.




17. Juni 2015

Flora Shorts von Pattydoo

Hallo ihr Lieben,

der heutige Post ist schon ein paar Tage vorbereitet. Da gab es einen kleinen Zwiespalt: Ich habe etwas genäht, dass ich gerne zum Me Made Mittwoch auf meinem Blog zeigen möchte. Die Bilder sind auch gemacht. Aber: Ich habe auch Geburtstag. Lösung also, den Beitrag vorbereiten und den Laptop auslassen. So kann ich den Tag mit meinen Lieben verbringen und vielleicht auch ein wenig meinen Hobbies nachgehen, und mehr nicht. Also, zurück zum Genähten.


Meine Begrüßung heute ist etwas frostig, entschuldigt das. Die Mimik wird besser. Dafür dürft ihr beim ersten Bild den Blick ganz auf die Hose richten: Eine Flora ist es, nach dem kostenlosen Schnitt von Pattydoo. Auf diesen bin ich durch den Blog von verfliest und zugenäht gekommen, ich war sofort angefixt, denn Shorts sind bei mir Mangelware. Shorts mit Gummizug, besser könnte es doch gar nicht sein, oder?

 Baumwollstoff hatte ich noch mehr als genug, in diesem Fall habe ich den Rest von meinem Blumenkleid genommen (Waren da meine Haare noch kurz!). Wenn die Hose schon Flora heißt, dann muss ich dem auch gerecht werden. 
 Genäht habe ich übrigens in Größe 40, die passt ganz gut, finde ich. Allerdings habe ich auf die Bogenkanten verzichtet, mir ist das doch etwas zu verspielt, vor allem in Kombination mit dem Blümchenstoff. Das Taillenband musste ich seltsamerweise ziemlich kürzen damit es oben an den Bund passte, vielleicht habe ich mich aber auch vermessen, wer weiß. Dank nicht existierender Seitennähte ist die Hose ratzfatz genäht.


Jedenfalls sitzt sie super, und ist bequem und gar nicht so Schlafanzughosig wie ich dachte. Obwohl ich den Schnitt noch verwenden werde für Schlafhosen, denn die kurzen sind alle irgendwie beim Umzug verschwunden und wie gesagt, Baumwolle ist genug vorhanden bei mir. 


Das ist jedenfalls nicht die letzte Hose nach diesem Schnitt, die ich euch zeigen werde. Ich habe da noch einige Variationen im Kopf - etwas länger, oder weiteres Bein und unten ein etwas engeres Bündchen, so in pumphosen-Richtung .... schlichte Stoffe, gemusterte Stoffe. Popotaschen wären auch nochmal was. Ihr seht mich dann demnächst mit meiner neuen Shorts-Polonaise.





14. Juni 2015

Textilgarn von Tek Tek Teil zwei: Teppiche

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit habe ich euch die ersten Ergebnisse aus den Garnproben gezeigt, die mir von Tek Tek zur Verfügung gestellt wurden. Diese Woche habe ich das letzte Projekt beendet und kann euch nun den zweiten Abschnitt präsentieren, nämlich das Textilgarn.


Auch in diesem Fall: wirklich schöne Farben, genau mein Geschmack. Die Qualität stimmt ebenso. Dass bei so einer Menge Garn ab und an mal ein Knoten drin ist, finde ich fast schon notwendig. Denn es sind wirklich richtige Klopper an Rollen. Bei der hellen stand für mich sofort fest, dass ich einen Teppich machen wollte. Zuerst habe ich es noch mit Muster versucht, das war dann aber irgendwie nichts und im Endeffekt habe ich einfach Stäbchen im Kreis gehäkelt.


Ich habe ihn auf links gelegt, weil er sich doch an den Kanten etwas hochgezogen hat. Das ist gar nicht so leicht mit so elastischem Material zu Häkeln. 
Nummer zwei wurde dann ebenfalls ein Teppich. Der eine sah doch etwas einsam aus im Bad, dem neuen Bestimmungsort der beiden. Um ein bisschen Abwechslung reinzubringen habe ich zwar wieder gehäkelt, aber ein klassisches Granny gearbeitet, immer in 3er Stäbchen herum. Letztlich war noch von dem hellgrau genug über, um eine Runde feste Maschen abzuschließen.



Gerne hätte ich es bei dem runden Teppich ebenso gemacht, aber von dem dunkleren Ton war leider alles alle. 
Ich bedanke mich nochmal herzlich bei Tek Tek für diese nette Kooperation. Und dann habe ich nochmal nett nachgefragt, ob ihr nicht auch was davon haben könntet. Könnt ihr! Schaut euch auf der Website von Tek Tek um und schreibt mir in den Kommentar, welche Farbe euch am besten Gefällt (Bitte mit der Artikelnummer). Und wenn ihr der oder die Glückliche seid, dann gewinnt ihr eine Rolle in genau dieser Farbe. Damit kann man eine Menge anfangen, wie ihr an meinen vier Projekten seht.


Es wäre gut, wenn ich über euren Kommentar Kontakt mit euch aufnehmen kann. Außerdem solltet ihr in Deutschland wohnen oder dort eine Postadresse haben. Ebenfalls freut es mich, wenn ihr ein Leser meines Blogs seid, das ist aber kein Zwang. Und jetzt los, haut in die Tasten! Gezählt wird alles, was bis zum 21.06.2015 um 24:00 Uhr hier auftaucht.






(Auch in diesem Fall gebe ich euch meine ehrliche Meinung, werde für diesen Beitrag nicht bezahlt, habe aber die Garnrollen zum Testen geschenkt bekommen. Nur, damit keiner meckern kann ;))

13. Juni 2015

12 von 12 im Juni 2015

Hallo ihr Lieben,

meinen Beitrag zu dieser tollen Linkparty gibt es leider erst heute, ich musste gestern ganz schön angestrengt knipsen um 12 Bilder zusammen zu bekommen, da habe ich es nicht mehr geschafft noch zu bloggen. 

Das liegt daran, dass ich Depp mal wieder viel zu spät merkte, dass der 12. ist und ich Bilder machen sollte. Dann habe ich haufenweise Bilder vor und nach der Arbeit gemacht, weil sich auf der Arbeit eben nichts ergibt. Dank Spätdienst war aber auch schon einiges passiert, was ich ja nachträglich nicht mehr knipsen konnte ... bei Instagram gab es jedenfalls eine erste Flut, dann ne lange Pause und dann nochmal eine Flut Bilder. 


Die erste Flut begann mit einem Bild zum gestrigen Blogbeitrag. Meinen Türstopper hatte ich euch präsentiert. Außerdem habe ich am Morgen die Gartenmöbel geschrubbt, die waren voll mit gelbem Pollenstaub. Ärgs! Dass sie nun blitzeblank waren musste genutzt werden, mit Buch, Strick und kaltem Minztee habe ich mich braten lassen. Das hielt aber nicht lange, kurze Zeit später bin ich in den Schatten gewandert.


Der Vormittag war dann schnell um, ich habe mich für die Arbeit gerüstet. Leckeren Smoothie und gemischten Salat in die schöne, geräumige Tasche vom goldengelchen gepackt und dann ab aufs Rad. Bei der Arbeit immer mal wieder wichtig: Dokumentation. 

Wir bekamen sogar von der Werksfeuerwehr eine Mail wegen der Unwetterwarnung und waren alle ein bisschen aufgeregt. Ich musste ein bisschen länger bleiben, weil der Nachtdienst verspätet war. Dann bin ich barfuß nach Hause geradelt. 

Wo ich mit dem Herzmann ein Gläschen Wein getrunken, Spiele gespielt und Kekse geknabbert habe. Später wurde es recht dunkel, sodass wir eine Laterne ganz  nah ans Spielgeschehen stellen mussten. Und dann war es auch irgendwann Zeit fürs Bett, ich habe Gute Nacht gesagt.