30. Juli 2013

So und so



Guten Tag ihr lieben!

Ich möchte euch hiermit nur vorwarnen, dass es die nächsten Wochen ruhiger werden kann hier. Ich habe ab heute Praktikum, ganz normal Vollzeit, bis Ende September. Und die Anfahrt macht pro Weg auch nochmal etwas mehr als eine Stunde mit Rad, Bus und Bahn. Somit bleibt etwas weniger Freizeit zum kreativ sein und bloggen. Außerdem bin ich in der Heimat, bei Familie und Freunden, und die sind mir dann auch etwas wichtiger als der Blog, der darf da ruhig mal ein wenig zurückstecken.

Trotzdem werde ich natürlich immer mal wieder hier etwas berichten, aber es wird wohl weniger werden. 


Und dann möchte ich mich nochmal kurz über die Blogger auskotzen, die total nette Kommentare hinterlassen, und dann darum bitten, doch mal bei dem eigenen Blog vorbeizuschauen oder beim Gewinnspiel zu machen.
Sowas bekomme ich von Beautyblogs. Oder Fashionblogs.
Tut mir Leid, aber ich dachte, an meinem Blog und meinen Themen wäre relativ offensichtlich, dass das nicht sooo meine Themen sind. Und nein, ich werde nicht Leserin eines Blogs, nur um irgendetwas zu gewinnen. Er muss mir auch gefallen.

So. Ausgekotzt. Und damit schluss für heute.

23. Juli 2013

Jetzt stickt sie auch noch!


Guten Tag ihr Lieben!

Tja, nun reiht sich auch das Sticken in die Reihe der Handarbeiten, die mir gefällt. Fehlt eigentlich nur noch das Klöppeln oder so, dann habe ich alles.
Zum Geburtstag bekam ich ein Stickset, mit wirklich dickem Garn, einer Vorlage und einer Nadel. Ich ließ es erst liegen, dachte, dass ich mir dafür ein wenig Zeit nehmen muss um das zu verstehen und so. Aber irgendwann packte mich dann die Neugier und ich legte los. Erstmal Farben sortieren. Das kann ich. Dachte ich! Es stellte sich nämlich nach etwa einer halben Stunde rätselei heraus, dass zwei der Farben sich sehr, SEHR ähnlich sind. So ähnlich, dass ich sie als eine sortiert hatte, und den Fehler nur im grellsten Tageslicht sah. Aber gut, irgendwann hatte ich dann die richtige Menge an unterschiedlichen Farben und fing an. Erst mit einem Muster. Der Farbwechsel war aber irgendwie nicht meins ... also wählte ich eine andere Strategie: Die Farben abarbeiten. Ich begann mit dem dunkelsten Rot und endete mit dem hellsten Grün.



Die ersten Tage schmerzten die Finger der rechten Hand vom Durchschieben der Nadel, aber es hat mir dann doch zu viel Spaß gemacht, als das mich das aufhalten würde. Dementsprechend war ich schnell fertig, innerhalb einer Woche glaube ich. Von Anfang an stand für mich fest, dass es ein Kissen werden sollte. Und schnell wusste ich auch, dass ich unbedingt helles Leinen haben wollte. Gesagt, gekauft, und Erwartungen übertroffen: Leinen mit Stretch, wie schön für ein Kissen!
Nun wollte ich aber gerne eine Art Rahmen um das Bild haben auf der Vorderseite. Dazu habe ich vier breite Streifen abgeschnitten und diese erstmal ganz knapp am Ende der gestickten Außenreihe angenäht, rechts auf rechts. Dann versäubert und umgeklappt, und endlos gefummelt. Eigentlich hätte ich gerne die Ecken wie auf dem rechten Bild gestaltet, aber das wollte nicht, war so fummelig. Denn das Stickbild ist ja sehr steif. Naja, dann nicht. Wieder auftrennen, neu überlegen.



 Zwischendurch habe ich festgestellt, dass die Farbgestaltung am Nähtisch doch recht hübsch ist ... Nähmaschine passt zum Leinen. Sehr gut!



Ein wenig Fummelei später war also das Vorderteil des Kissens fertig, und der Rest war dann ein Klacks. Hotelverschluss für hinten, und dann hat es noch ein wenig gedauert, bis ich ein Kisseninlet hatte. Dafür bin ich dann gestern zu Ikea gefahren, war ja nicht warm oder so. Aber es ist fertig! Ich bin sehr stolz, sehr zufrieden und mag es immer wieder anfassen. Die Knubbel fühlen sich sehr witzig an. Jetzt möchte ich weitersticken, mit dünnem Garn. Hat da jemand Tipps, für ein Anfängerset oder so?



Was haltet ihr von meinem neuen Kissen?




22. Juli 2013

The twelfth card



Einen schönen Sommertag wünsche ich euch!

Ziemlich warm da draußen, oder? Aber nachdem wir uns alle so lange den Sommer herbeigesehnt haben, kommt er nun eben mit voller Wucht. Was solls. Mich stört es nicht so sehr. 

Ich habe mal wieder ein Buch ausgelesen, diesmal auf Englisch:
The twelfth card von Jeffery Deaver




Geneva Settle, ein junges Mädchen, entkommt nur knapp dem Tod: Ein Mann versucht, sie zu erschlagen. Aber damit ist es nicht vorbei, denn offenbar ist irgendjemand hinter ihr her und gibt nicht auf. Und wie hängt das alles mit ihrem Vorfahren Charles Singleton und seinem Geheimnis zusammen?


Zu Anfang muss ich natürlich erwähnen, dass ich nicht oft englische Bücher lese. Ich glaube, dass mir der Fakt, dass ich die Geschichte nicht wortwörtlich verstehe, ein wenig das Lesevergnügen getrübt hat. Die Schule ist noch nicht so lange weg, und ich sehe gerne englische Filme/Serien, aber das Lesen bleibt da doch etwas zurück. Und als Nicht-Muttersprachler versteht man nunmal nicht jedes Wort, was ich aber gar nicht schlimm finde. Trotzdem fehlt dort vermutlich das gewisse Etwas.

Denn die Geschichte ist super, sie ist total spannend und verworren, und viele Überraschungen und Wendungen tauchen auf. Gut geschrieben, finde ich!

Sowieso sind mir die Hauptcharaktere sehr sympathisch: Ganz vorne Geneva selbst, die unglaublich gerne liest, sehr gut in der Schule ist und ihr Leben lebt, was manchmal gar nicht so leicht ist. Eine starke Persönlichkeit.
Auch der Hauptermittler, Lincoln Rhyme ist ein nettes Kerlchen. Zwar verschroben und schnell schlecht gelaunt, aber das ist mit denen ja irgendwie immer so.
Auch die anderen Figuren sind sehr liebenswert, und selbst ein gar nicht soo wichtiger Charakter bekommt seine eigene Geschichte, die man interessant findet.


Wer es interessant findet, kann sich ja mal die deutsche Version besorgen und mir berichten, wie es gefallen hat?



18. Juli 2013

Kurze Fragerunde


Das liebe Goldengelchen hat mich gefragt, ob ich Lust habe ein paar Fragen zu beantworten, die sie in einem Tag kreiert hat. Habe ich! Also, los gehts: 



1. Was sind deine (Urlaubs-)Pläne für den Sommer?

Die sind relativ bescheiden: Urlaub wird heißen, dass ich die meiste Zeit der Semesterferien in der Heimat bei meinen Eltern bin und somit mehr Möglichkeiten habe, ins Grüne zu kommen. Ansonsten habe ich nächste Woche frei, weil keine Uni mehr ist. Allerdings muss ich für eine Klausur lernen. Und dann beginnt ein zweimonatiges Praktikum. Dann ist Anfang Oktober und ich habe noch zwei Wochen "frei". Wobei da schon wieder das neue Semester geplant werden muss ...
Meine Urlaubspläne beschränken sich also auf: Lesen und Handarbeiten im elterlichen Garten und Ausflüge an den See etc. 
2. Bevorzugst du ein "richtiges" Buch oder einen E-Reader?

Ich liebe Bücher und volle Bücherregale. (Traum: Später eine große, hohe Bücherwand, mit LEITER!) Ich habe auch kein Problem damit, wenn meine Tasche noch ein bisschen schwerer ist. Ich schleppe eh immer ein halbes Survival-Paket mit.
Wenn mir jemand einen E-Reader schenken würde, würde ich ihn vermutlich recht praktisch finden, für Dinge wie Urlaub oder wenn man unterwegs ist, aber ich würde Bücher trotzdem immer vorziehen. Da ist das haptische "Haben-Gefühl" einfach zu stark. Und wie Bücher riechen, das kann ja eh nie ersetzt werden.

3. Womit verbringst du neben schlafen und Arbeit/Uni/Ausbildung die meiste Zeit?

Easy: Handarbeiten, Lesen, Herzmann. Oh, und Zugfahren!

4. Hast du ein Lieblingsrezept, wenn du wenig im Haus hast, du aber Hunger hast und es daher schnell gehen muss (so à la "sch... was koche ich heute!?")?

Nudeln mit Soße/Nudeln mit Ei in der Pfanne. Bratkartoffeln mit Ei.

5. Was ist dein Lieblingseinrichtungsgegenstand und wieso?

Ich mag meinen Schreibtisch, und die Nähmaschine in ihrem hübschen Schrank.

6. Wofür gibst du am liebsten Geld aus?

Wolle und Stoff und Bücher.

7. Hast du etwas, ohne das du nicht verreist/weiter wegfährst (außer die typischen Sachen wie Schlüssel, Portemonnaie, Papiere, Handy, Kamera)?

Mein Schutzengel, den ich hier schon gezeigt habe. Und Beschäftigung muss immer dabei sein, Strickzeug oder ein Buch, meistens beides. Außerdem was zu trinken und wenn es länger als eine Stunde ist auch was zu futtern. Ich könnte ja spontan verhungern.

8. Was würdest du an dir ändern, wenn du es so einfach könntest (Charakter oder Aussehen)?

Ich würde mich etwas gelassener machen, etwas weniger besorgt. Und mein Hohlkreuz würde ich auch gerne abgeben. Wer will?

9. Was tust du, um deine Laune aufzubessern, wenn du so einen richtig miesen Tag hattest?

Das fällt mir meistens ziemlich schwer. Entweder gönne ich mir eine Pause, denn oft habe ich schlechte Laune weil ich so viel am Schreibtsich sitze. Oder ich rede drüber. Oder ich gucke ein lustiges Video. Erinnert ihr euch an den Winkebär?

10. Was wolltest du immer schon von mir wissen? (wenn du nichts wissen willst, auch nicht schlimm, mir fiel nur keine zehnte Frage ein ;-)


Liebe Denise, hättest du mal Lust auf einen Kreativ-Tausch? :D




17. Juli 2013

Ringelsocken



Guten Tag ihr Lieben!

Das Wetter ist super, oder? Ich finde es toll. Und das, obwohl ich lernen muss und kaum rauskomme. Aber trotzdem schön, und am Wochenende nutze ich dann ein bisschen Freizeit und Sonnenschein und kann hoffentlich genug für die kommende Woche speichern. 

Ich habe Socken fertig. Und das obwohl es so gar nicht zu den Temperaturen passt. Aber vor einigen Wochen war ich bei Karstadt, nur mal gucken, eigentlich. Und da schrie mich die Wolle förmlich an. Die Farben fand ich einfach genial, also schnell eingepackt, das 100g Knäul von Schachenmayr. 
Sie hat meine Vorstellungen sogar übertroffen: Es sind Ringelsocken! Wie genial! Das Stricken hat mir irgendwie richtig Spaß gemacht, über jeden neuen Ringel habe ich mich gefreut. So wie ein Kleinkind. Dafür ging es aber auch recht fix, wie ich finde.




Sie sind mal wieder etwas kurz geworden. Ich bin einfach zu ungeduldig, aber irgendwann werde ich es lernen. 




Tolle Farben, oder? 
Euch wird auffallen, dass die Fersen unterschiedlich sind. (Wer jetzt nochmal aufs Bild guckt und es vorher nicht gemerkt hat, auch nicht weiter dramatisch.) Die linke Ferse habe ich auch bei diesem Paar Socken gestrickt, und schon da hat es mir weniger gut gefallen. Aber ich wollte ihr noch eine Chance geben. Hat sie nicht genutzt und ist nun ausgemuster: Der Noppen da sieht ja mal ganz komisch aus. Wie ein Nippel. Ich will keinen Nippel an meiner Hacke! Und auch die löchrige "Naht" stört mich total. Ne. Nix da. Ich wollte auch den zweiten Socken so nicht stricken, sondern lieber was neues ausprobieren. Glücklicherweise habe ich eine weitaus bessere Version gefunden, die zwar ein wenig mehr Einzelschritte benötigt, dafür aber auch tausendmal besser aussieht und sich auch bequemer trägt. Und nur ein klitzekleines Loch hat, wobei ich meine, dass da in der Anleitung auch ein Tipp zur Vermeidung stand. 


Die Socken wandern nun in den Schrank und warten auf den Winter. Und wenn ich sie dann auspacke freu ich mich. Yay!

Ich stricke übrigens die zweite Socke meistens mit der anderen am Fuß. Ergibt sich irgendwie so. Natürlich nur, wenn ich zuhause bin. Aber dann habe ich die eine, fertige an, und stricke die andere. Fragt mich nicht wieso!



15. Juli 2013

Obstkistenrecycling


Ein ganz herzliches Willkommen an die Leser, die in den letzten Tagen dazugekommen sind. Ich freue mich über euch, macht es euch gemütlich!


Letzte Woche ist mein kleiner großer Bruder erwachsen geworden. Es war also ein Geschenk nötig. Ein tolles Geschenk! Am liebsten etwas selbst gemachtes. Ich hatte zwar schon eine Kleinigkeit besorgt, aber ich mag es persönliche Geschenke zu vergeben. 
Tja, und nachdem sich der Mörderkopfschmerz am Mittwochabend lichtete, kam mir plötzlich eine super Idee. Ich wollte sowieso eine Bildcollage machen, und dafür noch einen Rahmen besorgen. Und dann sah ich eine von zwei kleinen Mandarinenkistchen, die schon ewig hier herumstehen und auf ihre Bestimmung warten (Der Herzmann mag übrigens keine Mandarinen. Es ist ganz schön anstrengend, so eine Kiste schneller leerzufuttern als die Früchte anfangen zu gammeln! Habs aber geschafft. Puh.). 
Jedenfalls schnappte ich mir die Kiste und noch ein paar andere Zutaten und legte los.


Telefon, Apfelsaft und Servietten sind eher unnötig, die Schere dagegen ist ganz nützlich. 

Bei der Stoffauswahl habe ich mich an diesen Notizpinnkorkdingern orientiert. Denn auch die waren ja für den kleinen großen Bruder, und somit stimmts dann im Zimmer wieder. Zuerst habe ich den blauen Stoff ausgeschnitten, etwas größer als der Boden der Kiste. An den Ecken habe ich die Zipfel durchgezogen und auf der Rückseite mit Heißkleber festgeklebt, innen dann an den Kanten den Stoff etwas umgeschlagen und festgeklebt, damit es nicht so fransig aussieht.

Die Seitenwände waren etwas fummelig, aber ich finde, dass es ziemlich gut aussieht. Ich wollte es fast schon behalten, das hübsche Kistchen!
Anschließend habe ich dann die Collage einfach auf den blauen Stoff geklebt. Nun kann man es an die Wand hängen, oder aber irgendwo hinstellen. 

Und es gibt noch so viele Möglichkeiten! Kleine hübsche Dekodinge hineinstellen, und allein bei der Stoffauswahl ... die andere Kiste wird hier vermutlich weiterhin rumstehen, weil ich mir nicht entscheiden kann. Jedenfalls hat man so ganz schnell einen tollen Bilderrahmen. Oder ein Miniregal. Oder eine hübsche Aufbewahrungsbox. Möglichkeiten über Möglichkeiten. Wenn die Mandarinenzeit wieder kommt, dann sammel ich weiter Boxen.

Na, was sagt ihr? Ein gutes Geschenk?




11. Juli 2013

Baustelle im Kopf


Immer mal wieder tauchen sie bei mir auf, miese, fiese, bösartige Kopfschmerzen. Meist läuft das so ab: Mh, irgendwie doofe Stimmung heute. Alles ist doof. Ein leichtes Ziepen ... das ist ja die Stelle, wo es immer wehtut. Nehme ich schon eine Tablette oder geht es von selbst wieder weg? Ein bisschen warte ich noch. Oh. Aua. Ja, Kopfschmerzen. Ich nehme mal lieber Tabletten. Oh. Geht nicht weg. Na dann auf in den Spaß!
Sie bleiben nämlich für zwei Tage. Mögen es offensichtlich bei mir. Und lassen sich auch durch Tabletten nicht vertreiben, wenn ich nicht ganz früh damit anfange. Ich mag aber keine Tabletten. 
Ganz schlimm wird es gegen Abend, so auch vorgestern: Ich bin praktisch zu nichts mehr in der Lage. Es ist nicht wie Migräne, mit Übelkeit/Erbrechen, Lichempfindlich bin ich auch nicht, und es wummert nicht bei Bewegungen. Aber es ist da, kontinuierlich, und drückt und schmerzt und macht mich unglaublich fertig. Ich ertrage dann echt nichts mehr. Warte nur, dass die Zeit vorbeigeht. 
Gestern ging es dann etwas besser, aber war immer noch da. Ich habe dann immer das Gefühl, nur noch an dieser Stelle im Kopf zu existieren, mich nicht ablenken zu können. Uni ist dann doppelt anstrengend. Volle, stickige Hörsäale, qualmende Raucher vor den Türen, Parfumwolken ... na wunderbar. 

Aber wenn es dann weggeht! Ich fühle mich wie neu geboren! Ich merke meist nur, dass ich auf einmal uuunglaublich gut gelaunt bin, Berge versetzen könnte. Und erst dann fällt mir auf, dass es nicht mehr wehtut. Und ich könnte die Welt umarmen, die ich die zwei vergangenen Tage verflucht habe.