13. Oktober 2014

Herbst Jacken Sew Along # 2

Hallo ihr Lieben,

seit Sonntag findet auf Karins Blog die zweite Linksammlung statt, zu folgenden Fragen:

Für welchen Schnitt habe ich mich jetzt endgültig entschieden? Habe ich den passenden Stoff schon gefunden? War der Stoff eher ein Kompromiss oder habe ich meinen Wunschstoff gefunden? Gab’s das passende Futter dazu? Ist ein Probeteile geplant oder schon fertig? Womit habe ich schon losgelegt? Oder ist mir schon so kalt, dass meine Jacke schon fast fertig ist?

Der Schnitt bleibt, wie ursprünglich geplant, der aus der Burda. Er gefällt mir immer noch, so eine Jacke kann ich außerdem gebrauchen und es ist nicht allzu kompliziert. 




Ich habe aber ein paar Dinge festgelegt: Der Kragen zum Beispiel wird von mir so bestimmt nicht getragen, sondern eher umgeklappt. Außerdem werde ich die Klappentaschen da oben weglassen. Ansonsten darf es so bleiben, wie es ist.
Für den Stoff habe ich mein Glück im eher kleinen Lädchen in der Heimat versucht, und tatsächlich gefunden. Es gitb dort gar nicht so viel Auswahl, aber genau die richtige. Dabei bin ich allerdings von meiner Wunschfarbe grau abgewichen.



Der Plan war ja, die Jacke zu füttern. Nun ergibt es sich, dass der Stoff auf seiner Rückseite ziemlich nett ausgestattet ist, quasi mit Futter dran. Es fühlt sich gut an, und ich werde es mir ganz einfach machen und die Jacke nicht füttern.

Weil mir aber die Machart der Anleitung nicht gefällt, die Kanten auszufransen, werde ich dort ein paar Änderungen vornehmen müssen. Blenden für alle nötigen Stellen sind im Schnittmuster vorhanden, ich denke, dass ich diese dann nur anders arbeiten muss, dann wird es schon laufen. Unschlüssig bin ich mir, ob ein Probeteil genäht werden muss. Ich weiß, dass das auf jeden Fall hilfreich ist, aber irgendwie .. habe ich wenig Lust. 

In meinem Knopffundus bin ich eventuell auch schon fündig geworden, das entscheidet sich aber erst, wenn wir hier ein wenig weiter vorangeschritten sind. 
Das Schnittmuster habe ich schon abgepaust und ausgeschnitten, eigentlich könnte ich also sofort loslegen mit dem Zuschneiden. Ende der Woche habe ich relativ viel Zeit und diese auch schon genau zu dem Zweck eingeplant. Bleibt nur noch die Frage, ob ein Probeteil nötig wird.

So sieht es bei mir aus. Die anderen Teilnehmer sammeln sich bis Sonntag auf dem Blog, und dann werde ich auch mal in aller Ruhe überall reinschauen, mir ein paar Tipps sammeln und so.





10. Oktober 2014

Eine Nadelrolle

Guten Morgen ihr Lieben,

ich wünsche einen angenehmen letzten Wochentag. 
In meinem persönlichen Plan zur Reduzierung von Baumwollstoffen stand ja unter anderem eine Nadelrolle mit auf der Liste. Bisher hatte ich meine Nadelspiele jeweils mit einem Gummiband zusammengehalten in einer Kiste mit den anderen Nadeln verstaut. Das war okay, aber nicht schön, und auch nicht sehr praktisch. Vor allem, wenn es nach und nach mehr werden sollten. Deshalb wollte ich gerne eine Nadelrolle nähen, ähnlich schon bekannter Stifterollen. Ich habe dazu keine konkrete Inspirationsquelle.


Ich habe mich also auf Stoffsuche entschieden. Klar war: Ich möchte außen und innen den selben Stoff, und für das Steckfach einen anderen. Außerdem ein Band zum Verschließen.
Entschieden habe ich mich dann für einen Stoff, den meine Mutter mir mal mitbrachte und den ich bisher nicht anschneiden mochte. Die Blümchen finde ich seeehr hübsch, und das grüne Stöffchen ist ein Rest von Kissen, die ich genäht (und hier nicht gezeigt) habe. 
Damit das Ganze ein wenig stabiler ist, habe ich außerdem noch einen Rest dünnen Bastelfilz ausgeschnitten, als Futter.

Bei der Größe habe ich es wie immer mit Schätzen versucht - das hat glücklicherweise auch geklappt. Ich habe also zwei Rechtecke aus dem Blumenstoff ausgeschnitten: Innen- und Außenstoff. In der gleichen Größe einmal Bastelfilz, und etwas weniger als die Hälfte aus dem Grünen. Eben diesen habe ich dann an einer langen Kante einmal umgeschlagen und festgesteppt, für einen ordentlichen Rand. Und dann in wahllos unterschiedlichen Abständen auf den Innenstoff genäht, um unterschiedlich große Fächer zu erreichen. Kein großer Spuk. Dann habe ich es angeordnet wie oben auf dem Bild. Den Innenstoff mit der hübschen Seite nach oben, rechts auf rechts darauf den Außenstoff, und darauf nochmal das Filzzeug. Das Bindeband kam an einer Seite ebenfalls herein - an dieser Stelle vergesse ich oft, dass es ja zwischen die Lagen muss. Diesmal nicht. Und dann habe ich einmal rundherum gesteppt, eine Wendeöffnung natürlich gelassen. Die Ecken und Nahtzugaben ein wenig gekürzt, gewendet, die Öffnung geschlossen, und tatsächlich schon fertig. Ich habe das gute Stück dann nochmal gebügelt, da ich die Ränder nicht absteppen wollte. 

Außerdem sollte es oben eingeklappt werden, damit die Nadeln nicht so schnell rausrutschen können. Deshalb habe ich diesen Teil auch nochmal fest umgebügelt, zusammen mit dem Filz ist das nämlich ein ganz schöner Klopper. Wenn ich so etwas nochmal nähe, dann würde ich den Filz für die Klappe weglassen, damit es sich besser falten lässt und auch im zusammengerollten Zusand nicht so voluminös ist.

Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis - wo kommt der Faden da oben her? Ist mir nicht aufgefallen beim Fotos machen gerade. Hups. 
Äh, ja, also mir gefällt es gut. Ich freue mich, nun ein wenig zu sammeln, denn bisher besitze ich eher Aluminium-Nadeln, die mich gerade beim Mützenstricken so dermaßen nerven, dass es jetzt zu jedem Projekt die passenden Bambusnadeln dazugibt. Es wird also voller werden. So leer wie auf dem Bild ist es auch nicht immer, zwei Nadelspiele sind gerade in Gebrauch und zwei weitere verstecken sich in dem noch eingerollten Teil.

Nun bin ich mit meiner Zubehör-Aufbewahrung eigentlich sehr zufrieden. Ich glaube, dass kann erstmal für eine Weile so bleiben. Im Gegensatz zur Woll- und Stoffaufbewahrung, da darf sich gerne noch was tun. Wenn der nächste Umzug kommt plane ich ja eine kleine Kommode oder sowas für mein ganzes kreativ-Zeug, das wäre super. So, dass man auch sehen kann, was da ist, und nicht alles in irgendwelchen Kisten versteckt ist.


Kommt gut ins Wochenende, ihr Lieben!





8. Oktober 2014

Jackenoptimierung

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich nur ein kleines Detail zu zeigen. Mein erstes wirkliches Kleidungsstück, das ich gestrickt habe, ist ja eine Jacke aus Baumwollgarn. Ich trage sie selten, aber gerne. Selten, weil sie doch recht warm ist, aber nur dreiviertel-Ärmel hat. Aber jetzt kommt wieder die Zeit dafür, ich freue mich.

Bei Fröbelina hatte ich vor Ewigkeiten mal eine Verlinkung zu einer Anleitung gefunden. Diese zeigt, wie sich die Blenden an Strickjacken stabilisieren lassen. Somit wird verhindert, dass Knopflöcher ausleiern, Knöpfe aufspringen und sonst welche ärgerlichen Dinge geschehen. Zwar hat meine Jacke schon ein wenig ihre Form verloren; am unteren Ende der Blende hat sie sich schon zu einem kleinen Zipfel erweitert, aber nach ein wenig waschen ließ sich das halbwegs wieder in Form bringen. Ich habe dann also der Anleitung folge geleistet und meine Jacke upgegradet, sozusagen:


Von außen sieht man bei geschlossener Knopfleiste nichts, wenn sie offen ist schimmert das helle blau ein wenig raus, aber was solls, das stört mich persönlich nicht. 

Natürlich hab ich Depp die Knopflöcher ein weeenig eng gemacht, etwas Gewalt ist nötig, um die Knöpfe durchzufummeln. War ja klar. Aber es geht. Da ich sowieso alle Knöpfe abmachen musste habe ich bei der Gelegenheit nochmal durch Omas Kiste gewühlt und einheitliche gefunden, die mir besser gefallen. 

Ich glaube, dass die Jacke durch diese kleine Veränderung eine längere Lebensdauer in meinem Schrank haben wird. Und bei neu entstehenden Jacken werde ich mich auch auf jeden Fall immer nach passendem Band umsehen und die Blenden direkt verstärken, das macht schon Sinn. Außer man trägt die Jacken meistes offen, dann blitzt das Band vielleicht unschön hervor. 





6. Oktober 2014

Auf den Nadeln im Oktober

Guten Tag ihr Lieben,

ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche. Bevor ich gleich selbst noch ein bisschen arbeiten gehe, zeige ich euch, welche Projekte mich durch diesen Monat begleiten werden. Wobei, es sind alles eher kurzweilige, da kommt wohl noch einiges anderes zusammen bis der Monat vorbei ist.

Die Dauerbrenner Schal und Decke lasse ich mal weg heute. Beim ersten hat sich nichts getan, da keine Socken gestrickt, beim zweiten schon mehr, aber die bekommt einen eigenen Beitrag. 


Zum einen wäre da ein Probestricken des neuen E-Books von Maschenfein, das Mitte des Monats erscheint. Welch eine Ehre, dass ich da schon vorher reinpillern darf! Ich habe dementsprechend gleich Wolle und Nadeln (natürlich nicht die passenden da) besorgt und losgelegt. Und viel geribbelt, ich sag es euch. Muster und ich, wir müssen uns immer ein wenig aneinander gewöhnen. Aber nun läuft es, und sie wird wohl sehr bald fertig sein. Ich denke, dass ich sie euch dann präsentiere, wenn auch das E-Book verfügbar ist. 
Klebezettel sind übrigens eine super Hilfe, wenn man den Überblick nicht verlieren will, welche Reihe grad zu stricken ist. Gerade bei diesen Strickmustertabellen mit den Kästchen, ziemlich praktisch.

Mein zweites Projekt ist aus Restknäulen entstanden: Ein Schal soll es werden, im typischen Granny-Style. Ich wollte so einen schon lange machen, eigentlich aus neuem Garn. Aber dann waren hier so drei Knäulchen, zwei davon sehr farbenfroh, die keine wirkliche Bestimmung hatten. Es wird ziemlich bunt, aber gefällt mir schon sehr gut. Eventuell reichen aber die drei nicht ...

Ein Paar Socken werden hier wohl heute Abend noch angeschlagen, die sind nämlich bestellt. Außerdem muss ich meinen Vorrat an Babysocken mal wieder auffüllen, ich habe einige verkauft in letzter Zeit. Mir wird also auch diesen Monat bestimmt nicht langweilig.

Sammeln können sich alle, die neugierig in fremde Strickkörbe spähen wie jeden Monat bei Maschenfein






4. Oktober 2014

Gelesen im September

Hallo ihr Lieben, 

der Oktober ist schon ein paar Tage alt und begrüßt uns ganz freundlich mit Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen. Vorfreude auf einen goldenen Herbst baut sich auf bei mir.
Was im Winter ja auch zunimmt bei mir, ist der Anteil an Lesestunden. Eingekuschelt irgendwo sitzen und lesen, mit Tee und Kerzen, ist doch wirklich schön.
Heute geht es aber erstmal darum, was mich im September so begleitet hat. Viel Spaß euch.




Thomas W. Simpson - Tödliches Spiegelbild

In diesem Buch geht es erstmal um Zwillingsbrüder, die sich so ähnlich sind, dass sie häufig verwechselt werden. Sie sind perfekt darin, den jeweils anderen zu imitieren, und irgendwann nutzen sie diese Fähigkeit und beschließen, einen von ihnen "sterben" zu lassen. Nun führen sie also zu zweit das Leben eines einzigen, mit allen, wirklich allen Inhalten, was mich wirklich überrascht hat. Sie teilen sich ihr Leben.
Leider geht das nicht für immer gut, irgendwann nutzt einer von ihnen die Freiheit, die dieses Doppelleben der anderen Art bietet, zu sehr aus.
Es handelt sich um einen Thriller, dementsprechend wird auch gemordet. Da ist schnell klar, von wem.
Neben den beiden Männern gibt es noch diverse Personen, die irgendwie mit ihnen zu tun haben und deren Geschichte erzählt wird. Das ist ganz interessant, denn obwohl diese Personen sehr verstreut über das ganze Land leben, treffen doch am Ende alle zum großen, großen Finale zusammen.
Ein wenig abwegig fand ich die Geschichte in manchen Teilen, und so richtig hat sie mich nicht gepackt. Meiner Meinung nach hätte man aus dieser Grundidee noch einiges mehr machen können.


Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher

Der Fitzek und ich, wir sind ja alte Bekannte. Ich habe schon viele Bücher von ihm gelesen und mag ihn, den durchgeknallten Vogel. Das hier vorgestellte Werk ist schon ein wenig älter, ich habe es (wie so oft) auf dem Flohmarkt erstanden. Die Geschichte: Eine relativ einsame Psycho-Klinik, die über Weihnachten ziemlich verlassen ist. Nur drei Patienten und vier Leute vom Personal sind anwesend, als es dort so richtig los geht. Ein Krankenwagen mit einem Kranken hat einen Unfall, der Fahrer und der Insasse werden in der Klinik untergebracht. Dann schneit es ziemlich, eingies geht kaputt, und die Personen sind quasi isoliert von der Außenwelt. Dort geht gerade der Seelenbrecher um, der seine Opfer in eine Art Koma führt. Sie sind nicht mehr fähig, zu kommunizieren, und die erste dieser Frauen ist schon gestorben. Irgendwann wird klar, dass sich der Seelenbrecher wohl in der Klinik befinden muss - eingesperrt mit allen anderen.
Hier war es wirklich richtig spannend. Man grübelt die ganze Zeit, wer von den Personen denn nun der Seelenbrecher ist, beziehungsweise wie das alles funktionieren kann. Im Gegensatz zu meiner Mama, die das Buch witzigerweise ebenfalls auf dem Flohmarkt erstanden hat und mit mir parallel darin gelesen hat, fand ich es relativ unterhaltsam. Natürlich total abgedreht, aber es muss ja nicht immer alles so realitätsnah sein, dann kann ich auch ein Sachbuch lesen. Die Danksagung ist nochmal ein spezielles Kapitel für sich und hat mir ebenfalls viel Spaß gemacht.



Anne Frank - Tagebuch

Dieses kleine, erstaunliche Buch habe ich schonmal gelesen, das ist bestimmt schon fünf Jahre her. Als feststand, dass der Herzmann und ich uns nach Amsterdam begeben würden, wollte ich auch unbedingt das Anne Frank Haus dort besuchen. Ganz aktuell aufgebracht wurde dieser Wunsch durch den Film "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Das Buch dazu habe ich auf dem Blog auch schon vorgestellt). Ich habe mir also das Buch geschnappt und nochmal angefangen. Ich bin ein vergesslicher Leser; weder Titel noch Autoren bleiben mir sehr lange im Kopf, und auch Inhalte leider nicht wirklich, nur grobe Erinnerungen. Dementsprechend war es nicht langweilig, Annes Geschichte aus dem Hinterhaus nochmal zu lesen. Wie damals auch schon hat es mich begeistert, was sie erzählt, wie sie dem Leser diese Zeit, die Einsamkeit, das Eingesperrtsein näherbringt. Gänsehaut, irgendwie. Ihr Vater hat ganze Arbeit geleistet, damit ihr Leben unvergessen bleibt. Dabei schwebt mir aber immer im Hinterkopf, dass es tausende solcher Menschen gab, die sich irgendwo versteckt hielten, unter weitaus schlechteren Bedingungen.
Ich finde, dass eigentlich jeder dieses Buch gelesen haben sollte. Nicht um hier den Moralapostel mit schwingendem Zeigefinger zu spielen, sondern weil man dadurch ein gutes, biographisches und damit reales Bild von einem Schicksal der Nazi-Zeit bekommt.

Markus Zusak - Die Bücherdiebin

Ein weiterer Kandidat, der schonmal von mir gelesen wurde, und aus aktuellem Anlass - nämlich dem Film - nochmal verschlungen werden wollte. Geplant ist demnächst ein DVD-Abend mit Mama und ihrer Freundin, die beide das Buch erst vor Kurzem gelesen haben. Und während Mama mir dann immer mal erzählte, an welcher Stelle sie gerade ist und was passiert, dachte ich häufig "Ach ja?". Wie gesagt, Siebhirn und so. Also habe ich mich nochmal durch die Geschichte von Liesel gelesen, die wirklich herzergreifend ist.
Das kleine Mädchen wird in einer Pflegefamilie untergebracht, als zu Anfang des Krieges ihre Mutter nicht mehr für sie Sorgen kann. Sie lebt sich ein in der kleinen Stadt, in ärmlichen Verhältnissen, mit einer Mutter, der "harte Schale, weicher Kern" quasi auf die Stirn tätowiert ist, und einem Vater, den man gerne aus dem Buch herausholen möchte, um ihn zu drücken und liebzuhaben.
Durch das Buch zieht sich Liesels Umgang mit den Worten. Ihr Pflegevater bringt ihr das Lesen bei, und schnell ist sie vollkommen begeistert von Büchern, die in ihrer Lage aber nicht leicht zu beschaffen sind.
Was mich an diesem Buch besonders beeindruckt hat, ist natürlich die Geschichte, vor allem aber eine wirklich ungewöhnliche Schreibweise. Der Autor spielt mit den Worten, bringt Begriffe in Zusammenhang, die so normalerweise nicht gebraucht werden und erschafft dadurch ein ganz neues Lesegefühl. Da kriechen Geräusche zu Liesel ins Bett und wecken sie auf, purzeln Worte zu Boden ... herrlich, wirklich. Muss gelesen werden!


Seiten des Monats: 1771
Top: Die Bücherdiebin. Wirklich, wirklich gut.
Flop: Kein Buch, was schonmal gut ist. Eigentlich fällt mir wirklich nichts ein, alle Bücher habe ich gerne gelesen.
Besonders in Erinnerung geblieben: Das wird wohl Anne Frank sein und bleiben, denn so ein Buch bleibt eben ganz besonders in Erinnerung.





2. Oktober 2014

RUMS: Füße im Meer

Hallo ihr Lieben,

heute zeige ich euch ein kleines, schnelles Projekt für zwischendurch, das mir trotzdem sehr viel Freude gemacht hat.


Ich habe es schonmal angekündigt, Stulpen stehen bei mir momentan hoch im kurz. Begonnen habe ich mit einer ganz einfachen Anleitung, einfach nur 2 Maschen rechts, 2 Maschen links, mehr nicht. 

Aber diese Farbe! Dabei handelt es sich um Merino Worsted von Malabrigo, eine Marke, die es relativ neu bei Lanade im Shop gibt. Und als ich mir mein Bachelorarbeitbelohnungspaket bestellt habe, wollte ich mir ja etwas gönnen und habe einfach mal einen Strang mit in den Warenkorb geworfen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ein Strang sorgt für relativ kurze Stulpen, aber für mich reicht das so. Ein bisschen ist sogar übrig geblieben, obwohl ich gedacht hatte, dass ich die Hälfte abgewogen habe ... nun ja.

Ich find sie ziemlich schick, die knaller Farbe wird durch das simple Muster schön aufgefangen und ich stelle sie mir jetzt schon toll vor im Winter und Herbst. Das Garn ist übrigens auch toll zu stricken, kann ich durchaus empfehlen.

Mehr zum Projekt wie immer bei Ravelry, und mehr Kreatives wie immer Donnerstags bei RUMS.





1. Oktober 2014

MMM: Kuschelweich gestreift

Hallo ihr Lieben,

zum heutigen MMM komme ich nach Langem mal wieder mit etwas Gestricktem um die Ecke. Zwei Monate hat mich dieses gute Stück begleitet, nun ist es endlich soweit, dass ich es anziehen und herzeigen kann.


Die Einzelteile von meinem neuen Pullover habt ihr schon auf dem Blog sehen können, in den Auf-den-Nadeln-Beiträgen. Fangen wir doch mit den harten Fakten an: Das Modell ist aus der FAM 205, Anleitung Nummer 65. Die war soweit ich das erkennen konnte fehlerfrei und auch ziemlich simpel. Vorder- und Rückenteil werden gleich gestrickt, die restlichen Maschen oben dann stillgelegt. Bei dem Ärmeln läuft es ebenso, und wenn dann die Seitennähte geschlossen sind, werden alle übrigen Maschen aufgenommen und ein Bündchen gestrickt. Was übrigens tierisch nervt, man hat den ganzen Pullover auf dem Schoß, muss ihn immer herumdrehen, und in meinem Fall auch noch zu große Rundnadeln, sodass immer ein Stück Seil herausgezogen werden muss ... aber ich wollte nunmal endlich fertig sein.

Das ist er nun seit zwei Tagen. Ich will ihn unbedingt noch waschen, gerade auch weil er unter den Armen schon etwas locker-fladderig hängt und manchmal ein wenig Falten wirft, vielleicht kann ich da noch etwas herumziehen. Allerdings habe ich etwas Angst, dass mir das dunkle rot ausfärbt und die helle Farbe einfärbt. Das wäre ein Desaster. Katastrophe. Weltuntergang.

Gestrickt wird der Pullover übrigens mit dem schönen Garn Moina von Lang Yarns. Es ist eines von diesen "Schlauchgarnen", die nicht verzwirnt sind oder so, sondern quasi gefüllt. Da Seide mit drin ist, ist das Garn so unglaublich weich - und der Pullover erst. Ich vermute, dass ich ganz oft in den Arm genommen werde, wenn ich ihn trage. Gut so. 

Einige klitzekleine Fehler sind mir unterlaufen. Ganz zu Anfang habe ich beim Rückenteil vergessen, das Muster zu wechseln, und wusste auch nicht, wie ich das zurückstricken soll. Ich habe beschlossen, dass es nun so bleibt. Mir doch egal, kann ich mit leben, so oft schaue ich mir auch nicht auf den Hintern. 

Ich bin jedenfalls rundum zufrieden mit dem Pullover. Er ist schön lang (für Frauen, die nicht so groß sind wie ich, könnte es schon fast als Kleid durchgehen :D) und weich und trägt sich gut. 
Was aus diesem Projekt gelernt wurde: Streifen sind nett, aber denk dran, dass der Faden immer mitgeführt werden muss und es dich nervt. Beim Zusammennähen helfen sie dafür, dass alles gleichmäßig bleibt. Mach andere Randmaschen. Oh, und italienisch anschlagen kann ich nun auch. Eine interessante Sache, aber vermutlich werde ich das nicht nochmal machen. Ich kann dabei so schlecht einschätzen, wie fest/locker es wird.

Jetzt habe ich persönlich für eine Weile die Schnauze voll von großen Strickwerken und werde ein wenig mit Mützen, Schals und Stulpen herumdümpeln. Aber ich bin mir sicher, dass es doch schnell wieder zu Jacken und Pullovern zurückgeht, für eine habe ich die Wolle sowieso schon da ...
Was sonst noch so neu in Kleiderschränken ist, schaue ich mir jetzt beim MMM an.