6. März 2020

Flickenfreitag im März - Wollsocken flicken

Hallo ihr Lieben,

mein letzter Beitrag zum Flickenfreitag kam bei euch ziemlich gut an. Einige schrieben, dass sie es traurig finden, dass der Flickenfreitag nur auf Instagram stattfindet; sie gerne mit ihrem Blog daran teilnehmen würden. Das hat mich zum Nachdenken angeregt, und ich habe auf Instagram mal nachgefragt, wie die dortigen Teilnehmer es so sehen. Einige gaben an, dass sie mit ihrem Instagram-Beitrag nicht an einer Linkparty teilnehmen würden, dass sie für ein gestopftes Loch keinen extra Blogpost schreiben würden und andere Gründe, die ich absolut nachvollziehen kann. Andere wiederum überlegten, extra für eine solche Aktion ihren Blog wieder zu entstauben und hallo, das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen!

Deshalb gibt es nun folgende Vereinbarung (mit mir selbst): Immer am ersten Freitag im Monat werde ich hier auf dem Blog einen Beitrag zum Flickenfreitag veröffentlichen, wenn es mir möglich ist auch mit einer kleinen Anleitung zu meinem eigenen Flickwerk, sodass ihr vielleicht noch einen Mehrwert habt. Mit in dem Beitrag wird eine Linkparty vorhanden sein, die den ganzen Monat offen ist. Alle anderen Flickenfreitage finden auf Instagram statt, ihr könnt aber eure Beiträge trotzdem im Monats-Blogpost verlinken. Ist das verständlich? Ich werde das Ganze mal ein paar Wochen laufen lassen und schauen, wie es angenommen wird. Falls ihr noch andere Ideen oder Vorschläge habt, bin ich da ganz offen für!

Wollen wir also starten? Ich habe heute eine Wollsocke mit Loch für euch. Das ist ja immer wieder ein Erlebnis, wenn ich auf meinen Socken laufe und plötzlich merke, dass es so kühl ist an einer Stelle. Dann weiß ich meistens schon, dass da wieder was zu flicken ist. Ist auch immer die selbe Stelle, am Fußballen ... 


 Ich habe meinen Flick-Prozess fotografisch festgehalten, möchte aber auf gar keinen Fall so tun, als wisse ich, was ich da mache. Ich habe das von niemandem gelernt, weder Oma noch in einem Kurs, sondern mache einfach, was mir so einfällt. Es soll also eher ein "How I do it" als ein "How to do it" sein, wenn ihr versteht.
Zum Socken flicken benötigt ihr die Socke mit dem Loch, Sockenwolle, eine Schere, Nadeln in der gleichen Stärke in der ihr die Socken gestrickt habt, oder auch eine kleiner, eine Vernähnadel.


Schaut euch das Loch genau an. Bei mir ist es durchgescheuert, auch etwas aufklaffend. Wenn ihr euch konzentriert, könnt ihr die einzelnen Maschenglieder erkennen, die wie kleine "V" aussehen. An denen orientiere ich mich immer.


Lasst unter dem Loch mindestens eine noch stabil aussehende Reihe Platz und nehmt dann darunter Maschen auf. An beiden Seiten ebenfalls großzügig in den noch nicht abgenutzten Teil der Socke gehen, sonst kommt ihr im Verlauf des Lochs an die dünnen Stellen und nichts hält. Ich nehme immer nur das rechte Maschenglied auf die Nadel. 


Dann kann auch schon gestrickt werden. Weil es eh nicht unsichtbar wird, mache ich mir auch keine Mühe farblich passendes Garn zu finden sondern nehme, was gerade da ist. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr strickt hoch, bis der Flicken groß genug ist und näht die Seitenkanten später mit dem Anfangs- und Endfaden fest. Oder, ihr nehmt in jeder Reihe eine Masche aus dem Socken mit auf und strickt eure Randmasche damit zusammen. Das ist weder fotografisch noch schriftlich erklärbar, aber wenn ihr euch auf meinem Instagram-Profil mal dieses Highlight anschaut, könnt ihr es vielleicht erahnen, da habe ich gefilmt wie ich es mache.


Dann bleiben am Ende nämlich nur die letzten Maschen auf der Nadel, die dann an die Socke genäht werden müssen. Fertig!
Es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten, Socken zu flicken oder zu stopfen. Diese Art erzeugt natürlich durch ihre Kanten eine spürbare Stelle, was einige vielleicht stören könnte oder an manchen Stellen unangenehm drückt oder scheuert. Für mich hat es aber bisher immer super funktioniert, und es sieht schön aus. In diesem Fall nicht ganz so, weil ich etwas schief geworden bin, wie ihr unten sehen könnt. Aber darum geht es beim Flicken auch einfach nicht. Klar, wenn das richtig gut gemacht ist und quasi unsichtbar, ist es ein extra Pluspunkt. Aber der hauptsächliche Faktor ist doch, dass da kein Loch mehr ist, das ein Kleidungsstück wieder brauchbar ist, nicht in den Müll wandert und man vielleicht auch noch seine Fähigkeiten verbessert hat.


Traut euch, unperfekt zu sein. Es ist richtig schön entspannt.

So, und nun bin ich sehr gespannt, wer alles dabei ist. Ich freue mich über jeden Beitrag, ob von Instagram oder mit Blogpost, Facebook oder was auch immer es noch gibt. Hauptsache, wir können hier sammeln, was repariert wurde.

Happy mending, 

Julia




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Kommentare:

  1. Hi Julia,
    mhmm, ich dachte, ich hätte schon ein Kommentar geschrieben (letzte Woche), sehe ihn jetzt nicht. Egal.

    Bin sehr begeistert, wie erfolgreich du deine Stricksocken geflickt hast. Ich, als Nicht-Strickerin, habe da noch etwas Respekt davor. Bin aber motiviert, mich demnächst an meine flickbedürftigen Stricksocken ran zu wagen.

    Lieber Gruß,
    Muriel

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    1. Liebe Muriel,
      im Internet gibt es da haufenweise verschiedene Tutorials, da findest du bestimmt etwas. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn mein Beitrag dich motiviert!

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