Hallo ihr Lieben!
Ich habe das Gefühl, alles und jeder ist gerade in einem Sommerloch. Wenn sogar denken schwer fällt, geschweige denn bewegen, bleibt alles ein bisschen auf der Strecke, alles ist verlangsamt. Das wird hier allerdings keine Beschwerde, denn obwohl ich auch ab und an mal stöhne weil warm, liebe ich diesen Sommer. Nach so vielen in denen man immer mit Gewitter rechnen musste, schwüle Tage eher die Regel waren oder auch mal 16°C freue ich mich richtig über diesen Sommer. Noch dazu berechtigt er mich dazu, neue Kleidung zu nähen, denn für so eine dauerhafte Hitzeperiode bin ich nicht ausgestattet.
Noch arbeite ich daran, dafür habe ich aber zu Beginn des Sommers ein anderes Loch gestopft, und zwar das mit den Shirts. Oder besser ohne, denn die fehlten ja.
Ihr dürft euch übrigens auch bei den aktuellen Temperaturen über die nicht so schicken Bilder beschweren. Kein Make Up, bisschen durchgenudelt und drinnen, weil ich definitiv nicht mehrfach nach draußen flitzen und mich zwischendurch umziehen wollte. Sorry!
Shirt Nummer eins ist eher zum drunter ziehen gedacht, oder für taillierte Hosen und Röcke. Deshalb auch die charmante Presswurst-Optik. Hierfür habe ich den Schnitt Agnes von Tilly and the Buttons vernäht, der in langer Variante und mit Rollkragen schon länger bei mir zuhause ist und mit dem ich die Erfahrung gemacht habe, wie unterschiedlich dehnbar Jersey ist und was das für die Passform ausmacht. Demnächst also lieber mit sehr dehnbaren Stoffen, dann fühlt es sich nicht so eingezwängt an. Der Stoff ist von Stoff und Stil.
Nummer zwei ist nochmal Agnes und euch beim Me Made Mittwoch schon begegnet. Nicht erschrecken, so viel Einfluss hat der Stoff nun auch nicht auf die Passform, hier habe ich ganze zwei Nummern größer genäht, also eine 6 statt einer 4 wie oben. Die 6 hatte ich nämlich schon abgepaust für meine Mama hier liegen, sie hatte ja zu Weihnachten ein Longsleeve von mir bekommen. Weil ich auch noch lockere Shirts brauchte, habe ich einfach mal den Schnitt genutzt. Hier ist der Körper auch verlängert, wobei ich das nach vorne hin ein wenig weggenommen habe durch den high-low Saum. Die im Schnitt enthaltene Taillierung habe ich auch ignoriert und dort einfach gerade geschnitten.
Der Stoff ist ein Viskosejersey vom Restetisch bei Stoff und Stil (online nicht auffindbar). Mit dem Material kommen weder ich noch meine Nähmaschine gut zurecht, sie schiebt und zieht doof, ich produziere einen welligen Halsausschnitt. Der Stoff hat aber sowieso nicht die beste Qualität und fängt schon an zu pillen, also wohl eher eine kurze Lebensdauer. Schade, denn die Optik mag ich sehr gerne, Streifen sind toll und rot auch!
Das Reststück war 1,35 groß und mit Müh und Not habe ich es geschafft, gleich zwei Shirts daraus zuzuschneiden. Bedeutet: Vorder- und Rückenteil habe ich hier mit einer Teilungsnaht versehen, die eigentlich kaum sichtbar ist. Ihr könnt ja mal versuchen, sie zu erspähen ...
Und hier dann das zweite Shirt aus dem Stoff, nach dem Gratis Schnitt Plantain T-Shirt von Deer and Doe. Ich habe mich den Maßen nach für Größe 40 entschieden und um 5cm verlängert, aber das war wohl doch nicht ganz passend. Eigentlich soll das Shirt ab der Brust locker auslaufen und eher schwingen, bei meinen ausgeprägten Hüften liegt es aber trotzdem an. Also muss ich hier wohl auf 42 oder 44 auslaufen lassen nach unten hin, damit es tut, was es soll. Als Shirt funktioniert es natürlich trotzdem genauso gut. Auch hier hatte ich mit dem Halsbündchen so meine Probleme. Nunja, was solls. Ich trage die Shirts trotzdem rauf und runter und werde bei Gelegenheit einen qualitativ hochwertigeren Jersey kaufen um sie nochmal zu nähen. Vermutlich aber erst nächstes Jahr oder so, nun habe ich ja die beiden.
Welche Schnitte nutzt ihr so für Shirts? Irgendetwas zu empfehlen?
Happy sewing,
Julia
♥
Verlinkt mit Du für dich am Donnerstag, Sewlala.













































