10. Februar 2019

Produkttest HLH-Design

Die in diesem Beitrag vorgestellten Produkte habe ich gratis zur Verfügung gestellt bekommen, meine Gegenleistung ist dieser Blogbeitrag. Dennnoch werde ich meine freie Meinung aufschreiben, in meinen eigenen Worten. Allerdings handelt es sich damit bei diesem Beitrag um Werbung, nur, damit ihr Bescheid wisst.]


Hallo ihr Lieben!

Etwa zwei Wochen müsste es her sein, dass Hanna Lisa auf ihrem Instagram Kanal nach Produkt Testern suchte. Optimistisch wie ich bin habe ich mich beworben, denn obwohl ich ihr schon länger folge und ihre Taschen und das Zubehör sehr schön finde, habe ich bisher nichts gekauft, vermutlich aus Geiz. Wie schön wäre es doch, mich zuerst von den Sachen überzeugen zu können und dann vielleicht im Anschluss mehr davon zu kaufen. Außerdem gefallen mir die Werte, die sie mit ihren Designs vertritt und da mache ich doch gerne auch ein bisschen Werbung. Wie dem auch sei, offensichtlich war ich eine von den Glücklichen und habe wenig später gleich mehrere Produkte zum Testen geschickt bekommen, da war ich ganz überrascht.


In meinem ganz plastikfrei gepacktem Päckchen befand sich ein Projektbeutel und ein Notions Kit, also eine kleine Tasche (oben rechts im Bild) die eine Vernähnadel, eine kleine Schere und Maschenmarkierer enthält. Die kleine Tasche ist aus Wollfilz und sehr niedlich, für mich persönlich aber unpraktisch. Die Spitze der Schere bohrt sich durch und der kleine Knopf kann nicht verhindern, dass zum Beispiel Maschenmarkierer herausfallen. Außerdem trage ich immer viel zu viel anderes Zubehör mit mir herum, da würde die Fassungsmenge gar nicht ausreichen. Aber ich werde sie ganz einfach zweckentfremden, entweder mal ein schönes Geschenk darin einpacken oder zum Beispiel Etiketten darin sammeln, oder oder. Anwendungsmöglichkeiten gibt es ja genug. 


Kommen wir mal zu den einzelnen Teilen, angefangen mit dem Projektbeutel. Ich habe ja bisher noch nie einen gekauft, sie mir immer nur selbst genäht. So ist das ja oft, wenn man etwas selbst kann scheut man sich, viel Geld für so eine Sache auszugeben. Trotzdem bin ich total froh, diesen schönen Beutel nun mein Eigen nennen zu dürfen, denn er ist schon sehr durchdacht und mit viel Sorgfalt hergestellt worden. Bis auf das Band vom Reißverschluss und das Label sind alle verwendeten Materialien natürlich, also zum Beispiel Wolle und Leinen, was ich sehr toll finde. (Korrektur: Da war die Website noch nicht aktualisiert, mittlerweile sind auch diese beiden Teile neu, Label und RV-Band aus natürlichen Materialien). Genäht werden die Taschen in Berlin von zwei jungen Frauen, da ist Hanna Lisa ganz transparent, alles lässt sich auf ihrer Website nachlesen. Der kupferfarbene Reißverschluss ist ein ganz besonderer Blickfänger, wie ich finde, und läuft wie geschmiert. 


Ich fand besonders das Innenleben interessant. Die Beutel, die ich mir nähe, sehen von außen auch schön aus, Stoffe kombinieren kriege ich ganz gut hin. Aber im Vergleich dazu ist dieser hier deutlich stärker gefüttert, was ihn so schön griffig und weich macht, da habe ich mir bisher nie drüber Gedanken gemacht. Und am spannendsten: Ich dachte ja immer, Innenfächer bräuchten meine Projekttaschen nicht, da ich eigentlich bis auf das Garn und das Projekt nichts darin habe. Und kaum habe ich diese zwei Fächer an der Seite schiebe ich die Banderole vom Garn hinein und freue mich, dass sich nichts mehr verfängt, kann Maschenmarkierer, die ich unterwegs nicht mehr brauche darin sicher verstauen. Und das sind nur zwei Möglichkeiten, die mir beim Gebrauch über den Weg gelaufen sind. Ein weiteres cooles Gimmik: Der Karabiner an der Seite, der dazu dienen soll, das Garn vorm Verheddern zu bewahren, gerade bei zweifarbigen Projekten. Eine schöne Idee! Alternativ kann man auch hier ein paar Maschenmarkierer aufhängen. 
Die Projektbeutel gibt es in drei Größen, ich habe hier die mittlere bekommen. Die größere hat gleich zwei Karabiner, an jeder Seite einen. Das Garn für eine Kinderhose habe ich locker unterbekommen, für Mützen, Socken, Handschuhe und Kindersachen ist der Beutel sicherlich groß genug. Zum Stricken habe ich den geöffneten Reißverschluss einfach nach unten umgeklappt, damit sich das Garn nicht verheddert. Er steht dann auch ganz artig aufrecht. 


Weg vom Innenleben der großen Tasche zu dem der kleinen. Die kleine Schere kam mir wie gelegen, gibt doch das Schräubchen an meiner alten den Geist auf und die Schere öffnet sich immer von alleine, was irgendwie nervt. War aber auch nur ein günstiges Teil. Diese hier ist qualitativ definitiv hochwertiger, in Deutschland produziert und lässt sich wieder schärfen, sollte sie mal stumpf werden. Zum Gebrauch: Nunja, es ist eine Schere. Sie ist handlich und schneidet, damit erfüllt sie alle Ansprüche, die man haben kann, oder? Und schön ist sie auch, in ihrer schlichten Art und Weise. 


Ganz besonders interessant fand ich ja auch die Maschenmarkierer. Auch da besitze ich ein buntes Sammelsurium aus selbst gebastelten, geschenkten und Sicherheitsnadeln/Büroklammern. Daneben fallen die Maschenmarkierer aus Holz doch ganz schön auf, sowas sieht man ja eher selten. Bei dem Holz handelt es sich um Birke, die drei verschiedenen Formen (Dreieck, Viereck, Hexagon) kommen jeweils in zwei Größen daher. Und sie riechen! Nach Holz, richtig schön. Ich bin ja so ein kleiner Geruchs-Fetischist, Baumarkt, Lager vom Ikea, Tankstelle, Marker, das rieche ich alles total gerne. Auch, wenn das hier gerade unwichtig ist. 


Mit Erhalt der Produkte habe ich ein kleines Projekt angeschlagen, um alles auf Herz und Nieren testen zu können. Bei Nadelstärke 4,5 waren mir persönlich die Maschenmarkierer zu klein, auch, wenn sie vom Umfang bis Nadelstärke 6mm passen sollen. Das liegt aber daran, dass ich schnell stricke und gerne Maschenmarkierer habe, die so groß sind, dass quasi beide Nadeln durchpassen. Dann kann ich sie schneller rüberheben. Ich weiß aber, dass es genauso gut Stricker/innen gibt, die kleine Markierer bevorzugen, weil sie sonst Unregelmäßigkeiten im Gestrick haben. Das passiert mir aber nicht. Aber da ich eh hauptsächlich zwischen 2,5 und 4mm unterwegs bin, werden die Markierer bei mir sicherlich gut benutzt werden. 
Auch die Maschenmarkierer werden in Berlin gefertigt. Noch eine Anmerkung zur Handhabung: Gerade die Dreiecke können durchaus mal in die Handfläche pieksen, je nach dem, wie ihr eure Nadeln haltet. Das ist nicht schmerzhaft, mir aber aufgefallen. Würde mich nicht daran hindern sie zu nutzen. Aber dadurch kam die Frage auf, warum es sie nicht in rund gibt? Falls ich dazu noch etwas herausfinde, werde ich es hier einfügen. Tada, habe direkt eine Mail dazu bekommen. Die Maschenmarkierer sind aus einem einfachen Grund nicht rund: Um Verschnitt zu sparen! Aus einem Stück Holz kleine Kreise auszuschneiden macht mehr Verschnitt als die eckigen Formen, weil da quasi die Linien aneinander liegen können. Ist das nicht genial?


Das letzte Teil in meinem Test war die Vernähnadel, die aus Porzellan ist. Witzig, oder? Sie sieht ein bisschen aus wie diese Nadeln im Museum, die aus Knochen gefertigt wurden vor vielen, vielen Jahren. Bedingt durch das Material ist sie deutlich dicker, als eine übliche Nadel aus Metall, und sollte auch eher bei Strickstücken angewendet werden, die locker oder auf großer Nadel gestrickt wurden. Bei meinem Probestück hier (4,5mm) war es überhaupt kein Problem, und auch bei Garn in Sockenwollstärke auf 3,5mm Nadeln habe ich probeweise einen Faden vernäht und obwohl die Nadel deutlich größer ist als die Maschen sah das Maschenbild danach unverändert aus.  
Im Gespräch mit Strickfreundinnen habe ich angemerkt, dass meine Metallnadel ja auch eigentlich sehr Nachhaltig ist, noch dazu weil ich seit Jahren dieselbe nutze und nicht dazu tendiere, so etwas zu verlieren. Ihnen ist dann aber eingefallen, dass viele diese Plastiknadeln mit den flexiblen Nadelöhr benutzen, gerade für dickes Garn sollen die ja praktisch sein. Da ist dann die Nadel aus Porzellan auf jeden Fall vorzuziehen.


Obwohl also die einzelnen Produkte ihre Ecken und Kanten aufweisen, finde ich sie allesamt toll, weil sie eine schöne Idee vertreten. Alles wird in Deutschland gefertigt, auch die Materialien für die Taschen kommen alle aus Europa, was ja wirklich eine Seltenheit ist. Nachhaltigkeit und Transparenz stehen im Vordergrund, kombiniert mit dem sauberen Design der Produkte ist das etwas, was mich überzeugt.  Auf der Website kann man nachlesen, welche Materialien woher kommen, wird zu den herstellenden Firmen weitergeleitet. Wie schön! Das hinterlässt ein gutes Gefühl, was ich sowieso bei kleinen Unternehmen habe, weil man sich nicht so übers Ohr gezogen fühlt wie bei anderen, großen Namen, die dann alle in China produzieren. 

Wenn ihr euch mal etwas besonderes gönnen wollt, Wert auf schönes, schlichtes Design, Nachhaltigkeit und regionale Produkte legt, dann solltet ihr euch im Shop mal ein bisschen genauer umschauen. Oder ihr fangt klein an und unterstützt Hanna Lisa, indem ihr eins ihrer Strickmuster für Socken kauft. Und wenn euch für all das der nötige Groschen oder schlichtweg die Lust fehlt, dann lasst es. Aber vielleicht mögt ihr mir dann einen Kommentar da lassen? ;)
Vielen Dank liebe Hanna Lisa für die Kooperation - ich habe mich gerne mit deinen Produkten beschäftigt und freue mich, dich auf diesem Wege unterstützen zu können. 


Happy knitting!

Julia

♥ 

Kommentare:

  1. Sehr schöne Fotos! Ich stricke nicht, und daher fragte ich mich, wie ich die Maschenmarkierer nachher wieder vom Garn bekomme....bei genauerem Hinsehen jedoch sieht man, dass die nur auf der Nadel geführt werden, richtig? Wozu benötigt man diese? Das habe ich immer noch nicht richtig verstanden?

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    1. Huhu! :)
      Du hast richtig gesehen, die Markierer liegen nur mit auf der Nadel, wie eine extra Masche. Sie dienen dazu, den Überblick zu behalten, zum Beispiel beim Stricken in der Runde werden sie vor die erste Masche gesetzt, damit man weiß, wo die Runde anfängt. Oder bei Mustern zwischen die einzelnen Musterteile.
      Liebe Grüße

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  2. Tolle Fotos! Bezüglich der Projekttasche: Die Unterfütterung bzw. Polsterung einer Tasche macht ne Menge aus. Ich habe mal zwei Kosmetiktaschen genäht, eine mit dickem Volumenvlies gefüttert und eine ohne Futter (Stand war hier durch das verwendete Kunstleder sowieso vorhanden). Und ich merke, dass ich (ist ja irgendwie auch klar) lieber die dick gefütterte Variante nutze, weil sie nen besseren Griff hat. Die Haptik hat man nach dem Stoffkauf meist gar nicht mehr so aufm Schirm... Viele Grüße! Jenny

    P.S.: Die Maschenmarkiere sind auch für nicht-Stricker süß. Könnte man auch nen hübsches Armband drauß machen :D

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    1. Hey Jenny,
      ja du hast recht, irgendwie ist es logisch, aber man denkt gar nicht darüber nach. Nun weiß ich es besser, falls mal noch mehr Projektbeutel brauche ... :D

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