27. Mai 2019

Rest- und kleine Stoffstücke sinnvoll verwerten

Hallo ihr Lieben!

Der Mai hat es ganz schön in sich. Irgendwie rast er vorbei, und ich frage mich, woran das liegt. Zwei Gründe habe ich gefunden: Der Me Made May raubt mir zumindest gedanklich ganz schön viel Zeit, sodass ich auf Bilder machen und Bloggen nur wenig Lust habe. Außerdem hatte ich bis Ende des Monats nur drei freie Tage, sodass ich die wenige Freizeit lieber mit Menschen oder den Hobbies direkt verbracht habe, anstatt darüber zu schreiben. 

So kommt es auch, dass ich für das aktuelle Thema der #12ausdemStoffregal Challenge leider kein fertiges Teil zu zeigen habe. Zugeschnitten ist es schon, aber ich kam einfach nicht zum Nähen. Trotzdem wollte ich etwas zur Challenge beitragen und habe daher mal ein bisschen zusammengesammelt, was ich alles bisher aus einem halben Meter Stoff (oder weniger) genäht habe. So gibt es zumindest ein bisschen Inspiration, denn ich persönlich bin immer sehr stolz, wenn ich auch kleine Stoffe noch sinnvoll verwenden kann. 


Kleidung

Die naheliegensten Dinge zuerst. Während es bei der Oberbekleidung ein bisschen knifflig ist, gibt es bei Unterteilen gleich mehrere Möglichkeiten, auch kleine Stoffe zu ihrem wohlverdienten Platz im Scheinwerferlicht zu führen. Ich nähe liebend gerne Shorts, die lassen sich sowohl im Sommer mit nacktem Bein, als auch im Übergang und Winter mit Strumpfhosen tragen. Es gibt super viele Schnittmuster, für ganz klassische Shorts, oder etwas sportlichere, die wiederum zur Kombination von Stoffen einladen, sodass auch die kleinsten Stücke verwendet werden können. 

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Außerdem bietet auch der Minirock eine einwandfreie Möglichkeit der Stoffresteverwertung. Da kann es sogar mit schmalen Stücken hinhauen, falls keine Taschen benötigt werden. Und wenn ihr nicht wie ich mit 1,80 Metern sowieso jedes Kleidungsstück verlängern müsst, könnt ihr vielleicht sogar einen normalen, etwas ausgestellten Rock aus einem halben Meter nähen. 
Gerade im Fall von kleinen Stoffstücken lohnt es sich auch immer, die Schnittmusterteile herumzuschieben und kreativ zu werden. Wäre eine zusätzliche Mittelnaht schlimm, anstatt das Teil im Bruch zuzuschneiden? Ist der Fadenlauf hier super wichtig, oder eher eine Empfehlung? Da eröffnen sich oft neue Möglichkeiten. 

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Ich hatte ja schon erwähnt, dass es bei der Oberbekleidung schlecht aussieht mit kleinen Stoffstücken. Das einzige, was mir eingefallen ist, sind Trägertops wie das Ogden Cami zum Beispiel. Der Körper wird nicht zusammn mit den Trägern zugeschnitten, sodass es mit einem halben Meter funktioniert. So ein Top wäre auch mein Beitrag für die Challenge gewesen ... 




Aber glaubt nicht, dass es nun nicht möglich ist, Oberteile aus kleinen Stoffstücken zu nähen! Denn ein ganz wichtiger Faktor fehlt bisher: Das Kombinieren von Stoffstücken. Für gemütliche Sweater mache ich das zum Beispiel total gerne, das bricht die große Fläche ein bisschen auf und sieht lässig aus. Geht genau so für Shirts, Longsleeves etc. Wer da (wie ich) nicht so befähigt ist in der Vorstellung ob es aussieht: Umrisse aufmalen, Buntstifte rauskramen und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zeichnen. Da wird mir immer schnell klar, was geht und was nicht.

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Als letzter Punkt der Erwachsenenkleidung bleibt noch die Unterwäsche. Da habe ich selbst noch keine Erfahrung mit, aber aus einem halben Meter lässt sich sicherlich sogar ein schönes Set nähen. 


Andere Möglichkeiten

Abseits von Kleidung stehen einem viele weitere Optionen offen. Habt ihr Kinder oder werdende Eltern im Bekanntenkreis? Babykleidung, eine Patchworkdecke oder Kuscheltiere sind schnell genäht und brauchen nur wenig Stoff. 

Wenn es keine Kinder im Umfeld gibt: Es gibt unzählige Gruppen, die für Sternenkinder und Frühchen nähen. Hier könnt ihr euch entweder aktiv beteiligen und mitnähen, oder die kleinen Stoffstücke spenden, da freuen sich die Ehrenamtlichen auch sehr. 

Kleine Geschenke sind sowieso oft gute Möglichkeiten für Stoffverbrauch. Ein Utensilo, gefüllt mit schönen Dingen, ein Leseknochen, Taschentuchhüllen. Vielleicht ein Kissenbezug?

Der aktuelle "Trend" zu mehr Nachhaltigkeit bietet ebenso super viele Möglichkeiten, kleine Stoffstücke zu verwenden. Macht doch mal Bienenwachstücher selbst! Das Bienenwachs könnt ihr online oder bei einem Imker bekommen, und Baumwollstoffe hat doch jeder noch im Regal. Oder ihr näht kleine Beutel und Säckchen, für Brötchen und Brot, Obst und Gemüse oder den Einkauf im Unverpackt-Laden. 

Und zum Schluss das, womit vermutlich jede/r Zweite seine/ihre Nähkarriere beginnt: Taschen und Täschchen. Endlose Möglichkeiten, auch immer ein gutes Geschenk, viel Platz für Kreativität. 

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Ich hoffe, mein kleiner Überblick hat euch ein bisschen inspiriert oder motiviert. Gibt es noch etwas, das ich vergessen habe? Was näht ihr am liebsten aus kleinen Stoffstücken?
Hoffentlich komme ich bald dazu, mein schon zugeschnittenes Top zu nähen und hier nachzureichen. Wäre doch zu schade drum!


Happy sewing,

Julia











2 Kommentare:

  1. Hey, damit bist du nicht alleine - der Mai ist rum und ich hab so gut wie nie an der Nähmaschine gesessen und nur Pläne im Kopf geschmiedet - so geht es halt manchmal. Super Ideen-Liste, mir fällt sonst nur noch ein, dass ich immer mal Socken aus Stoffresten nähen wollte - das letzte Kleidungsstück, das ich noch nie selbst hergestellt habe.

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    1. Ich habe sogar drei, vier Teile genäht! Aber eher am Anfang, und zwei davon für den Freund.
      Socken aus Stoff kann ich mir nur schlecht vorstellen - die Naht würde ich glaube ich immer als unangenehmt empfinden. Aber ich lese dann ja irgendwann bei dir, wie es dir damit geht!

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