5. Dezember 2014

A big Girls Dream

Hallo ihr Lieben,

und einen schönen fünften Dezember. Habt ihr schon alle eure Adventskalendertürchen geöffnet?

Weil mir gerade keine wirklich sinnvolle Überleitung einfällt, muss ich euch ganz unsanft reinschmeißen in den Inhalt dieses Beitrags.
Vor einiger Zeit bekam ich den Auftrag, ein Sockenpaar für ein kleines Mädchen zu stricken. Diese zeigte ich dann natürlich hier und bekundete meinen Kummer, dass ich niemanden kenne, für den ich aus dem Rest Socken stricken könnte. Daraufhin schrie das Goldengelchen in den Kommentaren lauthals auf und vermeldete großes Interesse. Das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen. Also habe ich losgelegt, ein wenig modifizierte Socken gestrickt - sie hat spezielle Füße mit speziellen Wünschen, hihi - und sie diese Woche verschickt. Sie passen und machen glücklich, also zeige ich sie euch.


Bis auf ein winziges Fitzelchen, das schon im Sockenresteschal verarbeitet ist, ist die Wolle nun aufgebraucht und es ist wieder herrlich unpink in meiner Sockenwollkiste. Puh, Glück gehabt. 

Ich freue mich, andere zu erfreuen (deshalb stehe ich auch so auf Weihnachten), besonders, wenn es schon das zweite Paar ist. Geringelte Socken gab es nämlich auch schon für das Goldengelchen, damals noch als Tausch, heute wegen Zeitmangel auf Ihrer Seite eben als Auftrag. Mir egal, ich stricke gerne und freue mich über ein weiteres Paar warme Füße, das ich erreicht habe. 





3. Dezember 2014

Gelesen im November


Hallo ihr Lieben, 
der November ist vorbei und ich habe nicht ganz so viel gelesen wie sonst, aber schaut selbst.




Lisa Jackson - Desire

Zu dem Buch kann ich nicht ganz meine Meinung abgeben. Wie so viele meiner Bücher stammt es vom Flohmarkt, und endet so:


Da fehlt offensichtlich ein Teil vom Buch, so kann ich nur über den reden, den ich besitze.
Aber immerhin, der Mörder ist gefunden worden, also bin ich nicht ganz so rappelig zurückgeblieben.
Von Anfang an: Es geht im Prinzip um eine Mordserie an Nonnen. Diese scheinen nicht ganz so züchtig und brav gewesen zu sein wie es ihnen vorgeschrieben wird. Ob das der Grund für die Morde ist? Die Schwester einer der Nonnen beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, gleichzeitig erlebt man auch das Vorankommen der Polizei mit.
Das Buch war in Ordnung, allerdings irgendwie nicht ganz rund. Es waren seltsame "Fehler" drin (die Schwester erfährt von dem Mord, keine wirkliche Reaktion, auf der nächsten Seite wird nochmal von Mord gesprochen und sie bricht fast zusammen) und die Figuren wirken so halb fertig. Einerseits spielt die Ehe des einen Ermittlers am Anfang eine große Rolle, dann wird sie aber völlig vergessen. Nicht so pralle, also.


Kathy Reichs - Totenmontag

Ich mag Kathy Reichs gerne, ihr Schreibstil fesselt mich jedes mal, und auch die Hauptfigur Temperance Brennan gefällt mir irgendwie, obwohl sie mir gar nicht so sympathisch ist. Widersprüchlich, oder? Jedenfalls habe ich das Buch halbwegs verschlungen, obwohl es sich - wie so oft - um weiter zurückliegende Morde handelt, in denen ermittelt wird, also eine akute Bedrohung nicht da ist. Oder doch?
Die Anthropologin bekommt drei Skelette zugeteilt und stellt schnell fest, dass es sich um junge Mädchen handelt. War da ein Serienmörder am Werk? Und wie alt sind die Knochen wirklich?
Zeitgleich findet noch das ewige Gehampel zwischen ihr und dem Ermittler Ryan statt, die sich nicht ganz entscheiden können, ob sie ein Paar sind oder nicht. Und Brennans Freundin Anne meldet auch noch Besuch an, ist am Ende ihrer Ehe angelangt und benötigt Aufmerksamkeit.
Es ist viel los in diesem Buch, es gefällt mir sehr gut. 



Seiten des Monats: 924




1. Dezember 2014

AKT 2014: Eröffnung mit Anhängern aus Fimo

Einen wunderschönen Adventsstart, ihr Lieben!

Wie im letzten Jahr auch, hat sich das Goldengelchen die Mühe gemacht und einen Adventskalendertausch organisiert, wieder ganz in der DIY-Welt angesiedelt. Erneut haben sich 25 tolle Menschen zusammengefunden, und von den schönen, weihnachtlichen tollen Verpackungen her lässt sich vermuten, dass sich jeder größte Mühe gegeben hat und wir uns so richtig freuen können, auf jeden einzelnen Tag.

Ich selbst habe die Nummer 1 zugelost gekommen, huch, ich darf eröffnen. Meine Idee stand dann ziemlich schnell fest: Ich wollte Anhänger basteln, aus Fimo, und besticken. Ein wenig habe ich mir Sorgen gemacht, dass sich das nicht umsetzen lässt - mit Fimo habe ich nämlich vorher noch nie gearbeitet - aber das habe ich ein wenig geschoben. Bis dann die Deadline des Schickens der Inhalte doch näher rückte. Ich habe also mit einem Päckchen Fimo, das ich schon hatte, einen Probelauf gestartet.


Meine Ideen zur Gestaltung der Anhänger habe ich vorher aufgemalt. Aus Mangel an Keksformen wird hier immer mit Schnapsgläsern ausgestochen, so auch die Anhänger. Die Löcher, durch die ich später das Stickgarn fädeln wollte, habe ich mit Zahnstochern gestochen. 
Der Probelauf war ganz gut eigentlich. Allerdings hat mein Backofen aus irgendeinem Grund das Fimo leicht angebräunt, weshalb ich dann Fimo Air genommen habe letztendlich. Außerdem habe ich alle Variationen, die mir einfielen, ausprobiert, und mich für vier Stück entschieden, sodass es von jedem sechs gibt. 


Origami-Strukturen sind ja recht "in", und Füchse auch. Die Kombination hat mir super gefallen und macht gut was her, finde ich.

Wie ihr seht, konnte ich mich nicht ganz entscheiden wie ich die Löcher dieser Anhänger verwende, weshalb es zwei Versionen gibt.

Mit Papierschiffchen kann man außerdem auch nie etwas falsch machen. Oder?

Und auch hier habe ich mehrere Anordnungen ausprobiert. 

Ich kann mich selbst nicht ganz entscheiden, welches Motiv ich am schönsten finde. Sie haben alle etwas, und ich hoffe sehr, dass jeder Teilnehmer eines bekommen hat, mit dem er Leben kann. Sonst nutzt diesen Beitrag ruhig, um Tauschgeschäfte zu arrangieren! :D
Ganz so einfach war das "sticken" übrigens nicht, die Löcher haben sich an der Auflagefläche doch noch etwas wieder zugesetzt, sodass die Nadel immer ein wenig gezwungen werden musste, was durchaus auf die Finger ging. Autsch. Aber das Ergebnis hat mich immer sehr überzeugt.

Damit alles nicht so schnöde ist, habe ich noch 24 kleine Säckchen genäht, in denen der Anhänger verstaut wird. Und für jeden einen kleinen Zettel geschrieben, mit meiner Blogadresse, damit jeder heute hierherfindet. Hallo!

Dann habe ich sie noch so hübsch wie möglich eingepackt - natürlich ist mir bei den letzten paar Päckchen das Geschenkpapier ausgegangen und ich musste anderes nehmen - und in einen Karton gepackt, den ich dem Goldengelchen sogar persönlich übergeben habe, wie toll. Das war ein wirklich schöner Tag. 

Bis auf mich haben heute also alle einen solchen Anhänger ausgepackt. Den könnt ihr an eine Kette machen, oder als Schlüsselanhänger benutzen, an die Wand nageln, als Geschenkanhänger verwenden, mir ganz egal. Ich hoffe nur, dass es euch eine kleine Freude macht.

Ich werde in diesem Jahr die Türchen des Adventskalenders wieder wochenweise öffnen und euch zeigen, was tolles drinsteckte, das hat mir im letzten Jahr gut gefallen. Heute also: Meins. Nur für mich gab es das vom Goldengelchen, die als Springer fungiert hat, damit nicht jeder sein eigenes Zeug auspacken muss. Aber das verrate ich natürlich nicht, was sie sich ausgedacht hat.

Also, euch allen einen schönen Advent. Ich freue mich, dass ich wieder teilnehmen durfte und nun jeden Tag eine wundervolle Kleinigkeit auspacken darf. Adventskalender sind schon eine super Erfindung.


PS: Unter "adventskalendertausch2014" gibt es bei Instagram glaub ich viele schöne Bildchen von unserem Tausch, die so langsam auch weniger geheimnisvoll werden dürften. Ich bin da noch nicht mit von der Partie, leider. Aber vielleicht wollt ihr ja mal schauen!




29. November 2014

Double Face Topflappen und Adventsstimmung

Guten Tag ihr Lieben,

und ein schönes Wochenende wünsche ich euch. 
Ich habe ja eine kleine, imaginäre Liste mit Techniken und Dingen, die ich beim Stricken noch lernen möchte. Darauf stehen Fair Isle und Norweger (da muss ich mich erstmal über die Unterschiede schlau machen), und auch Double Face. Eben dieses kann ich nun abhaken, denn ein Geschenk verlange gemacht zu werden.

Angefangen hat alles mit einem Besuch bei Ikea. Meine Freundin, mit der ich dort war, war gerade in eine eigene Wohnung gezogen, und wie das so ist, fallen einem bei Ikea dann noch viele Ding ein, die man braucht.

"Oh, Topflappen brauche ich auch noch."
"Also wirklich, M. Die mache ich dir doch selbst."
"Okay."

Ich besitze zwar selbst keine selbstgemachten Topflappen, aber nach diesem Exemplar ist klar, dass ich auch welche brauche, unbedingt. Steht auf der Liste fürs nächste Jahr.


Denn das Ergebnis kann sich doch durchaus sehen lassen, oder nicht? Erstmal Fakten, wie immer: Die Anleitung stammt aus dem Buch Double Face Topflappen: Neue Formen und Muster (Link nicht unbedingt beachten und lieber im Fachhandel bestellen). Bei dem Garn handelt es sich um Baumwollgarn von Lana Grossa namens Cotone. Ich habe jeweils ein Döckchen gekauft und noch ein bisschen was übrig. 
Gestrickt auf einem Nadelspiel Nummer 3, in der Runde. Damit ich aber erstmal das Double Face stricken verstehe und üben kann, habe ich ein kleines Stückchen angefangen. Das war drei Reihen knifflig, dann klappte alles wie am Schnürchen. Wenn man einmal für sich selbst raushat, wie die Fäden am Besten auf den Fingern zu positionieren sind, ist eigentlich alles wie immer. 

 Die Form wird durch regelmäßige Abnahmen erreicht, die letzten paar Maschen werden dann nach Farben getrennt gestrickt. Es ist wirklich einfacher als es aussieht. 


Bei dem einem Topflappen habe ich noch "falsche" linke Maschen gestrickt, weshalb die eine Seite nicht ganz so hübsch aussieht. Ich stricke rechte und linke Maschen anders, als die meisten. Wenn in Reihen gestrickt wird stört das nicht und sieht aus wie bei anderen auch, aber in Runden gehts nicht so gut. Die richtigen rechten Maschen habe ich mir schon vor Ewigkeiten angeeignet und stricke sie zum Beispiel bei Socken. Die richtigen linken Maschen beherrsche ich erst seit dem zweiten Topflappen. Aber auch gar nicht so schwer. 

Jedenfalls: Die Lappen sind schön griffig und ich denke, dass sie schon dick genug sind für die üblichen Dinge, die man damit macht. Gewaschen werden können sie auch ganz normal. 

Das Projekt ging wirklich flott, also vielleicht auch eine nette Idee für Weihnachten? Hübsche, selbstgemachte Topflappen sind doch schöner als so käuflich erworbene, und mustertechnisch lässt sich da ja eigentlich alles einbringen. 

Und weil morgen bei vielen die erste Kerze angezündet wird, schmeiße ich noch schnell ein Bild meines improvisierten Adventsbrettes ein:


Ein flaches Stück Brennholz bei den Eltern gemopst, Kerzen draufgestellt, ein wenig Zeugs drumherum, schon ist er fertig. Ja, die eine Kerze war vorher schon in Gebrauch, aber ab morgen fällt das doch niemandem mehr auf, nicht wahr?

Habt ein schönes Adventswochenende!





25. November 2014

Herbst Jacken Sew Along # 4

Hallo ihr Lieben,

es ist soweit, das Finale findet auf Chrissys Blog statt. Schaut unbedingt mal dort vorbei, noch bis Sonntag werden sich dort unglaublich schöne Jacken und Mäntel einfinden, mein erster Rundumblick hat schon viele tolle Exemplare gesichtet. Im Dezember gibt es dann noch ein Finale der Herzen für all die, die mehr genäht/länger gebraucht/komplizierter gewerkt haben. 

Heute geht es um folgende Fragen:
Ich bin schon fertig und zeige voller Stolz mein Werk/Ich habe mehrere Jacken genäht und zeige die erste bzw. die Herbstvariante/Ich kämpfe noch mit den letzten Schritten/Hilfe, ich habe ein dickes Problem und brauche euren Rat


Ich gehöre in die erste Kategorie. Weil ich es mir nicht zu schwer machen wollte, habe ich eine eher dünne Jacke genäht, die ich leider nicht mehr tragen konnte, es ist einfach zu kalt. Aber im nächsten Jahr dann. 

 Mein Lieblingsfotograf geht und kommt im Dunkeln, sodass die Sache mit den Fotos schwierig ist. Am Wochenende war keine Zeit, mit allem nach draußen zu gehen (und kalt!), also haben wir es irgendwie drinnen probiert, ich habe dann mit Selbstauslöser auch noch mal ein paar versucht, aber so dolle ist es nicht. Entschuldigt das also.


Aber fangen wir mit den Fakten an. Genäht habe ich eine Jacke aus einer Burda. Während ich zu Anfang noch viel mit der Anleitung gearbeitet habe, lag sie quasi nur noch in der Ecke ab dem Zeitpunkt, an dem das Grundgerüst stand. Den Rest habe ich dann durch logisches Denken und Bastelei erfüllt, denn ein paar Änderungen habe ich ja vorgenommen.
Ich habe die Ärmel länger gemacht, die Jacke auch, aber das habe ich nachher locker wieder weggeschnitten. Außerdem habe ich mich gegen stumpfes links-auf-links-steppen und ausfransen entschieden und daher eine Menge Belege und Besätze selbst zurechtgefummelt. Im Nachhinein musste ich auch die Brustabnäher noch etwas anpassen und mehr abnähen, für weniger Brust.

Ich habe kein Futter verwendet, weil der Stoff quasi schon mit einem flutschigen Stoff auf der Innenseite ausgestattet ist. Gibt zwar schäbige Nähte, aber das stört mich im jetzigen Stadium meiner Nähkenntnisse nicht sehr. Mit der Passform bin ich sehr zufrieden, die Jacke sitzt figurnah, aber ein warmer Pulli passt drunter. Nur an den Schultern spannt es ein wenig, wenn man viel hin- und herfuchtelt. Aber das mache ich dann eben nicht. Die Schulterpolster habe ich übrigens weggelassen, was sagt ihr? Müssen die noch rein?

Außerdem habe ich sehr viel mehr Nähte abgesteppt, als laut Anleitung vorgesehen, zum Beispiel einmal rundum an Saum und Kanten (man sieht es schwach im Hintergrund) am Ärmel und auch an der Armkugel. Ich fand, dass es so einfach besser wirkt und sich setzt. Außerdem habe ich damit die Nahtzugabe besser fixieren können, höhö.

Die Jacke geht zu Hose und Rock, offen und geschlossen. Eigentlich gehören noch Taschen drauf, die habe ich dann aber weggelassen, weil ich so aufgesetzte nicht nutzen würde und Nahttaschen entfallen, da es keine Seitennaht gibt. Den Kragen oben, oder Revers heißt es glaube ich, überlege ich noch umzubügeln, damit es auch ohne Tuch ein bisschen nach was aussieht.

Die Knöpfe habe ich auf der Arbeit gefunden, das war nicht schwer, denn je nach Licht sieht der Stoff mehr grau oder mehr braun aus und die meisten Knöpfe beißen sich dann plötzlich.

Ihr könnt es raushören: Die Jacke gefällt mir und wird wohl auch angezogen werden. Ich muss da nochmal richtig ordentlich bügeln, vor allem die Brustabnäher machen im Moment noch was sie wollen. Für mein erstes Kleidungsstück mit Ärmeln finde ich das schon recht gelungen, auch, wenn ich da sehr gekämpft habe.

Das hier war ja auch mein erster Sew-Along, weshalb ich noch kurz meine Gedanken dazu mitteilen möchte: Es gefällt mir gut, in Gesellschaft zu nähen, andere kennenzulernen und deren Ergebnisse zu sehen. Man hat außerdem das gute Gefühl, sich Rat holen zu können. Allerdings bremse ich mich selbst durch die gestreuten Termine eher aus und schiebe das Nähen vor mir her, ungünstig. Beim nächsten Mal würde ich vermutlich einfach in meinem eigenen Tempo nähen (so weit wie ich komme, natürlich) und die Beiträge dann eben passend zu den Terminen online stellen, auch wenn das Stück vielleicht schon fertig ist. Das macht mehr Sinn, denke ich.





21. November 2014

Mein Nähbereich

Hallo ihr Lieben,

ich bin ja ein recht neugieriger Mensch. Ich liebe es, Wohnungen anzuschauen, und wenn mein schlechtes Gewissen mich nicht bremsen würde, würde ich vermutlich auch in Schubladen herumwühlen. Nicht, um etwas verbotenes zu finden, nur um zu wissen, was da so drin ist. 
Ich habe mir eine Zeit lang "Roomtour"-Videos angeguckt, ebenfalls aus Neugier. Verrückt, oder? Aber daher kommt wohl meine Freude, zu sehen, wo andere kreativ sind. Während Strickplätze ja doch recht variabel sind, ist das beim Nähen häufig anders. Da haben die kreativen Köpfe dann einen kleinen Bereich, oder sogar ein ganzes Zimmer. Ringelmiez hat zum Beispiel vor einiger Zeit einen Beitrag zu dem Thema verfasst. Und weil mir das gut gefiel, dachte ich, ich zeige euch auch mal kurz, wie das bei mir so aussieht. Immerhin bin ich schon gewechselt vom Grundschultisch und -stuhl und habe damit auch etwas, das nicht ganz so lächerlich aussieht.


Abgepaust und zugeschnitten wird bei mir je nach Größe auf dem Küchentisch, dem Küchenfußboden (da kann ich wenigstens noch mit dem Po auf einem Stück Teppich sitzen) oder im Wohnzimmer mit beiseite gerolltem Teppich. In diesem Fall übrigens meine Herbstjacke. 

Tja, und wenn ich Nähen will, dann baue ich die Nähmaschine auf, schließe sie an ein Verlängerungskabel an, hole dann das Bügelbrett aus der Ecke, stelle es auf, hole das Bügeleisen aus einem Regal und sammel dann die Stoffe/angefangenen Nähstücke/Zubehör zusammen. Dementsprechend muss ich mindestens 3, 4 Stunden zur Verfügung haben, damit sich das in meinen Augen lohnt. Klar, der Aufbau dauert jetzt auch nicht länger als ein paar Minuten und ist fix getan, aber wenn ich weiß, dass ich schon in zwei Stunden wieder los muss, dann habe ich keine Lust dafür alles hervorzuholen. Außer es sind kleine Dinge, die in dieser kurzen Zeit fertig werden können.


Für ein oder zwei Tage lässt sich das mit der Maschine auf dem Tisch bei Mahlzeiten aushalten, danach stört es und ich muss wieder abbauen. 

Aber, es sieht so aus, als könnte sich das recht bald ändern. Das neue Jahr wird eine Menge Veränderungen  mit sich bringen, ich warne euch schonmal vor. 

Und, wo näht ihr so? Zeigt es doch auch mal, ich würde mich freuen. Habt ihr vielleicht ein ganz eigenes Zimmer dafür? Oder nur ein Stück vom Küchentisch?




18. November 2014

Upcycling: Aus langem Schlafanzug mach kurz

Hallo ihr Lieben,

am heutigen Dienstag habe ich mal wieder etwas Genähtes zu zeigen. Nicht in dem Sinne, dass ich etwas völlig neues genäht habe, sondern eher im Sinne einer Veränderung. Leider habe ich kein Vorher-Bild zur Verfügung, deshalb müsst ihr nun eure Phantasie ein ganz bisschen anstrengen. Stellt euch einen Schlafanzug vor, der schon recht alt ist. Dementsprechen vor allem an den Beinen zu kurz, Hochwasseralarm. Außerdem fehlen zwei Knöpfe am Oberteil, die restlichen springen immer auf. Den einen Teil unseres Haushalts freut das sehr, den anderen nicht so. Weil er ja schließlich ein langer Schlafanzug ist, wird er doch im Winter getragen, und da möchte man vollständig bekleidet sein. Also, ich jedenfalls.

Deshalb habe ich mir das gute Stück vorgenommen und radikal verändert. Nämlich einen kurzen Schlafanzug draus gemacht. Ja, das habt ihr alle schon nach der Überschrift gewusst, aber ein bisschen Hintergrundwissen muss doch auch mal sein.


Schlechte Fotos weil wegen Fotograf der nur noch im Dunklen zuhause ist, bitte entschuldigen. Ich beschreibe euch noch kurz mein Vorgehen: An der Schlafanzughose habe ich die Beine abgeschnitten und dann aus einem der Beine zwei lange, etwas breitere Streifen zugeschnitten. Die habe ich zu Schrägband gebügelt und benutzt, um den Saum am Bein hübsch zu bekommen. Dabei habe ich sogar Falten gelegt und so. Schon war die Hose fertig. Beim Oberteil bin ich ähnlich verfahren: Ärmel ab, ordentlich umnähen, fertig. Dann habe ich noch alle Knöpfe abgetrennt, einen zusätzlichen am Schildchen gefunden und alle wieder ordentlich festgenäht. Jetzt sollte es geschlossen bleiben, und wenn nicht, ists auch nicht so dramatisch, weil ich ihn erst wieder im Sommer tragen werde.

Ich hätte das Teil bügeln können ... habe ich aber nicht, damit müsst ihr nun leider klarkommen. Ein bisschen mehr Alltagsgefühl hier, okay?
Für ein Teil, dass schon in meiner "Müllkiste" lag, ist doch noch ordentlich was herausgekommen, oder nicht? So wird er mich wohl ein paar weitere Jahre begleiten. 


Verlinkt beim Upcycling-Dienstag