21. Januar 2017

Waldemar ist wunderbar

Hallo ihr Lieben!

In der Sockenstrick Blogosphäre liest man ja mittlerweile überall von den Mini-Rundstricknadeln, diverse Rezensionen diverser Marken, die Meinungen sind gespalten. Ich selbst habe schon vor einem Jahr davon gehört, in irgendeinem Podcast, die Dinger aber als "bestimmt unbequem" abgetan. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, dass ich nicht früher darüber nachgedacht habe. Als ich Sophia nämlich vor einigen Monaten fragte, ob sie schon davon gehört hat, besorgte sie uns gleich mal welche zum ausprobieren und mittlerweile sind wir beide in eine Art Sockenrausch eingetaucht. 

Bei Sophia hat es sogar soweit geführt, dass sie eine Anleitungs-Sammlung erstellt, die auf die Mini Rundstricknadeln zugeschrieben sind. Natürlich lassen sich die Socken auch mit Nadelspiel, Magic Loop oder sonstigen Variationen stricken, aber ein paar Besonderheiten machen sie perfekt für die Rundstricknadeln. 


Die Serie mit dem feinen Namen "Fräulein Wunder" wird irgendwann einmal fünf Muster beinhalten und dann auch komplett und somit etwas günstiger zu kaufen sein. Aktuell gibt es schon zwei der Anleitungen einzeln zu kaufen: Waldemar und Johnny. Während ich für Johnny in der Vorweihnachtszeit keine Kapazitäten auftreiben konnte, habe ich Waldemar Anfang Dezember probegestrickt. 


Das Muster beginnt am Bündchen, und wird in zwei Farben gestrickt. Bündchen, Ferse und Spitze sowie die tatsächlichen Musterreihen sind bei mir senfgelb weiches Alpacamischgarn, der Rest Socken ist graues Regiagarn. Das muss man nämlich immer im Haus haben, weil es einfach zu allem passt. 


Während das Stricken in der Runde mit Nadelspiel oder Rundstricknadel relativ ähnlich funktioniert - wobei es keine Gefahr von sogenannten Leitern gibt, die beim Nadelspiel gerne mal entstehen - hat Sophia sich für die Abnahmen im Bereich der Ferse und Spitze eine etwas andere Art und Weise überlegt. Die sind dann auf dem Nadelspiel etwas komplizierter, aber nicht unmöglich. Ich stricke sowohl Spitze als auch Ferse meistens eh auf dem Nadelspiel, da irgendwann die Maschen sowieso zu wenige werden für die Rundstricknadel. Ansonsten kann ja auch jeder die Art Ferse/Spitze stricken, die er/sie mag. 
Leider ist mir die Socke etwas zu groß: Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie die Ferse kleine "Schnäbel" bildet, wie ich sie getauft habe. Dem Herzmann gefielen die Socken aber ganz gut und passen tun sie auch, also habe ich sie weitergegeben. Muss ich wohl nochmal irgendwann ein Paar für mich stricken. 


Am Bein zieht sich das Muster noch komplett rundherum, am Fuß dann nur noch an der Oberseite. Den Kontrast zwischen Struktur und glatten Streifen mag ich sehr gerne. Vor allem in diesen Farben. Hach.


In nächster Zeit werden noch einige Paar Socken mehr hier auftauchen. Zwei sind noch von Weihnachten zu zeigen, zwei habe ich aus Resten gestrickt und dann kam so gestreifte Sockenwolle um die Ecke, der ich nicht wiederstehen konnte. Also warme Füße sind garantiert!




18. Januar 2017

Kleiderschrankloch gestopft

Hallo ihr Lieben!

Beim Nähen gibt es für mich zwei grobe Kategorien: Die Dinge, die ich brauche, und jene, die ich gerne nähe. Das kann sich durchaus überschneiden, aber manchmal überwiegt auch der Brauchen-Faktor und der Weg dorthin führt nicht gerade zu überschwänglicher Freude. Allerdings bin ich (leider?) zu diszipliniert um fröhlich interessante Stücke zu nähen und alles andere, langweilige einzukaufen (Stichwort Basics). Mittlerweile reizt es mich sehr, dass ich kaum noch Kleidung kaufen muss und mit etwas Planung auch selbst herstellen kann, was mich anspricht. Im letzten Sommer hat das noch nicht so gut geklappt, da stand ich recht hilflos vor dem Kleiderschrank und fand nicht viel, was den heißen Temperaturen und der Arbeit gleichermaßen angemessen ist und habe einige Teile gekauft. Deshalb überlege ich mittlerweile vor jeder Jahreszeit kurz, was ich unbedingt noch brauche. Für den Frühling werden das vielleicht noch ein paar Jeans sein, ansonsten bin ich da gut ausgestattet. Und bis zum Sommer ist ja noch etwas Zeit. Was mir aber zu Beginn des Winters aufgefallen ist: Ich besitze kaum noch Cardigans! Da waren bestimmt drei Stück in meinem Schrank, die ich nur noch anzog, weil keine Alternative vorhanden war und man nunmal irgendwas anziehen muss. Radikal habe ich die Teile also aussortiert, damit der Drang steigt selbst zu nähen, habe Stoffe gefunden und mit meinem ersten Laurelhurst Cardigan begonnen. Der war ein Erfolg und wird supergern getragen, sodass ich gleich noch einen hinterhergeschoben habe.


Ein kurzer aber sehr notwendiger Exkurs von mir zu den Bildern: Ich bin da mit meiner technischen Ausstattung wohl überfordert. Stelle ich die Kamera passend ein, sodass die Bilder auf deren Bildschirm gut aussehen, sind sie nachher am Laptop total hell ausgebleicht und ich muss tierisch daran herummanipulieren, damit etwas ansehnliches dabei herumkommt. Und manchmal passieren dann auch noch verrückte Dinge zwischen Bearbeitung, Abspeichern und hier wieder hochladen und plötzlich habe ich ein orange verschwommenes Gesicht. Argh. So, Exkurs beendet. Zum Glück geht es um den Cardigan, der sieht ja noch ganz ok aus.


Meiner Mama gefiel der erste Cardigan nach diesem Schnitt ziemlich gut und sie wünschte sich auch einen, was ich sehr gerne annahm. Zwecks Stoffauswahl (und zusätzlichem Gebummel) haben wir einen Ausflug nach Ibbenbüren zum Stoffmarkt gemacht und während sie sich recht schnell für ein mittleren Grauton entschied, sprang mir dieses Weinrot ins Auge. Zack, eingesteckt. 


Während ich wie beim ersten Mal in der Breite die Größe 10 genäht habe und damit auch weiterhin zufrieden bin - keine Expansion der Körpermaße, puh - habe ich ein paar Änderungen in der Länge vorgenommen. Eigentlich gar nicht für mich, sondern für die Version meiner Mama, die ja nochmal ein kleines Stück größer ist als ich und sich daher an Ärmeln und Körper mehr Länge gewünscht hat. 5cm habe ich also bei den Schnittteilen dazwischengeschoben, und bevor ich den Schnitt nochmal auseinandernehme, denn sie trägt die gleiche Größe, habe ich es eifnach so gelassen. Ich mag die langen Ärmel, und am Körper fällt es quasi gar nicht auf, finde ich.
Im Gegensatz zur anderen Jacke rollt sich hier der Saum ein wenig ein, das finde ich aber eigentlich ganz schön, sieht aus wie genau so geplant. 
Ich schätze, das Stück wird sich lange im Schrank halten, da es in jede Jahreszeit passt und ich diese Farbe einfach sehr mag. Ein voller Erfolg also.

Weil Zipfeljacken zwar schön, aber nicht immer praktisch sind (Stichwort Spülmaschine - bedeutet für die Jacke dann oft Waschmaschine) wollte ich aber auch noch ein anderes Schnittmuster ausprobieren. Den Megan Longline Cardigan hatte ich bei Seemannsgarn erspäht und mir gepinnt. Große Ernüchterung dann beim Besuch der Website, denn Bezahlung war nur mit Kreditkarte möglich, und ich besitze keine. Ein kleiner Email-Kontakt reichte aber aus um alles aufzuklären, ich bekam einen Paypal-Link geschickt und konnte dann auf diese Art und Weise bezahlen. 


Der Cardigan ist eigentlich deutlich länger als ich ihn euch zeige, fast schon ein Mantel. Die Version wollte ich aber gar nicht unbedingt nähen, und praktischerweise war ich durch den vorgesehenen Stoff sowieso eingeschränkt. Dabei handelt es sich nämlich um ein Reststück, dass ich mal irgendwo für sieben Euro mitgenommen habe, irgendein Woll-Plastik Gemisch, wenn ich mich recht entsinne. Und so wie es knistert, wenn ich den Cardigan ausziehe, muss da Plastik drin sein. Jedenfalls handelte es sich um ein 1,40x1,40 Stück Stoff, das natürlich nicht für den langen Mantel reichte. 


Mit den Schnittteilen in Größe M habe ich so lange herumgepuzzelt, bis ich das bestmögliche aus dem Stoff herausbekommen habe, und was dabei herauskam ist doch durchaus eine ziemlich gute Länge für einen Cardigan. Kein frierender Rücken, keine Nierenentzündung im Anmarsch, alles bedeckt. Die Veränderungen an den Schnitteilen mal in Zahlen: Die Ärmel habe ich um 5cm verlängert, da war ich nicht bereit Kompromisse zu machen. Allerdings finde ich sie noch etwas kurz, auf dem Bild oben hängt die Schulter ein wenig zu tief, wenn sie richtig sitzt ist mir der Ärmel gerade noch passend. In einer zukünftigen Version würde ich nochmal zwei Zentimeter dazugeben. Der Körper ist geschätzt um 15cm gekürzt, ob ich die Mantel-Ausgabe mal nähe, kann ich noch nicht beurteilen. 


Das Nähen selbst war relativ selbsterklärend, zwei Ärmel, ein Rückenteil, das eigentlich zweigeteilt zugeschnitten wird, ich frecherweise aber im Bruch zuschnitt und zwei Vorderteile sowie ein Band für den sauberen Abschluss entlang der Kopfleiste. Ich habe die Anleitung einmal quergelesen und dann frei Hand genäht, bis auf die Knopfleiste, da habe ich dann nochmal nachgeschaut. Die hat auch einen sehr schönen Abschluss ergeben. Der Cardigan als Endprodukt gefällt mir sehr gut, durch die leicht ausgestellte Form passt er sich ganz gut meiner Figur an und die Farbe finde ich auch super. Erstaunlich ist auch, wie warm der Cardigan hält, obwohl der Stoff ziemlich dünn ist, wie etwas festerer Jersey. Glücksgriff gemacht, würde ich sagen.

Und mit diesen beiden Jacken ist eine große Lücke im Kleiderschrank erstmal gefüllt. Ich werde mal rüberschauen zum Me Made Mittwoch und in Erfahrung bringen, ob dort mehr spaßiges oder notwendiges genäht wird. Habt einen schönen Tag und packt euch warm ein!




15. Januar 2017

Mama und die Tücher - Teil zwei

Hallo ihr Lieben!

Vor anderthalb Monaten habe ich euch den ersten Schwung Bilder präsentiert, auf denen meine Mama all die Schals und Tücher des letzten Jahres trägt. Heute folgt dann teil zwei mit drei weiteren Exemplaren. 


Tuch Nummer eins ist ein Multifunktionsstück. Eine Stola, gestrickt aus Silkhair, wird von Mama auf Grund der riesigen Ausmaße sowohl als Tuch, viel lieber aber als Decke genutzt. Bei Mohair ist es ja besonders spannend, wie leicht und löchrig und gleichzeitig wärmend das Material ist. Ich habe selbst schon darunter gelegen, und es entsteht eine angenehme Wärme. 


Ein diagonal verlaufendes Lochmuster und eine Häkelkante sorgen auch optisch für Abwechslung. 


Dieses Tuch hat auch so seine Geschichte. Es besteht aus Lace Pearls von Lana Grossa und einem dünnen Merinogarn mit 400m Lauflänge pro 50g, wird mit beiden Garnen zweifädig gestrickt. Ursprünglich hat sie das Garn gekauft, um daraus einen Poncho zu stricken. Der wurde aber überhaupt nicht so, wie vorgestellt, also alles wieder aufgeribbelt und eine Alternative gesucht. 


Hier finde ich den Rand besonders interessant, es sind quasi Treppenstufen, ihr könnt es ganz gut am rechten Zipfel erkennen. Das Muster ist für einen Pullover gedacht gewesen, der vorne und hinten dann eben einen Zipfel hat, ähnlich wie ein Poncho. 


Auf diesem Bild könnt ihr die kleinen Perlchen erahnen. Sie sehen ein bisschen aus wie Wassertropfen und sind beim Tragen gar nicht unangenehm. 


Damit kommen wir schon zum letzten Tuch der heutigen Serie (es gibt sicherlich nochmal wieder einen Beitrag in dieser Form - Tücher gibt es bei meiner Mama nie genug). Gestrickt aus einem Rest Alta Moda irgendwas in cremeweiß ist eine Art Trapez entstanden.


Das Muster ist ein Netzmuster, die Form hat meine Mama während des Strickens entwickelt. Das Tuch ist nicht sonderlich groß, funktioniert daher super zu diesen dicken Winterjacken mit Kapuze.



Die Angaben zu Garn, Anleitung etc. sind nicht so genau wie ihr das sonst hier so erlebt. Seht den Beitrag also eher als Inspiration oder Motivation, scheut euch aber auch nicht, mir zu schreiben wenn ihr zu irgendetwas mehr Angaben braucht, dann gebe ich mein bestes, alles herauszufinden. 



9. Januar 2017

Auf und unter den Nadeln im Januar

Hallo ihr Lieben!

Ein neues Jahr beginnt ja bei vielen Menschen mit Veränderungen - hervorgerufen durch Vorsätze und dem Gefühl, dass es ein guter Zeitpunkt ist um lang geplante Vorhaben anzugehen. Ich habe keine wirklichen Vorsätze, möchte aber durchaus etwas verändern, gerade im kreativen Bereich. Ein bisschen mehr Ruhe soll einkehren. Mit Genuss stricken und nähen, und nicht immer mit einem selbst eingebildeten Wicht im Nacken, der schon mit den nächsten Projekten wedelt und mir Stress macht. Vielleicht wird es dadurch etwas ruhiger hier, aber dafür steckt hoffentlich mehr Liebe in den vorgestellten Stücken. Und seien wir mal ehrlich - im letzten Jahr habe ich vier Pullover oder Cardigans gestrickt, wenn ich in dem Tempo weitermache ist mein Schrank in zwei Jahren voll und ich muss mir ein neues Hobby suchen. 
Ich bin sehr gespannt, ob ich diese Geisteshaltung beibehalte und in wie fern sie sich bemerkbar macht in den entstandenen Kleidungsstücken. 

Die monatliche Übersicht kann mir hoffentlich dabei helfen, den Überblick zu behalten und mich an dem zu erfreuen, was ich geschafft habe.

Im Januar habe ich mehrere kleine Projekte und ein größeres auf meinen Nadeln:


Zunächst einmal wird die Socke, die fast zwei Wochen auf ihre Ferse warten musste (Garn war alle) ihren Partner bekommen. Die Anleitung ist noch nicht erhältlich, aber bis ich mit der zweiten fertig bin und sie euch ausführlich zeige bestimmt, dann verlinke ich es. Besonderheit ist der Zopf, der an einer Seite verläuft und auf dem Bild eher zu erahnen ist. Die Socken werden mit dem Sockenwunder von Addi gestrickt, was mir immer mehr Spaß macht.


Das etwas größere Projekt ist meine Weste. Das ist nämlich ein ganz schöner Brocken. Eigentlich dient mir die Anleitung nur noch als grobe Orientierung, da meine Maschenprobe sowohl in der Reihen- als auch Maschenzahl völlig anders ist rechne ich viel herum, passe an. Vor allem stricke ich in Runden und von unten anstatt von oben und in Teilen. Also eigentlich eher selbst konstruiert. Ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht! Durch diese Unsicherheit liegt das gute Stück aber auch immer mal länger in der Ecke. Ist halt auch schwarz und glatt rechts, ne, also wenig interessant. Wenn sie fertig ist sollen da noch Taschen dran und ein Reißverschluss rein, ich bin überzeugt, dass das ein geliebtes Stück werden wird, aber bis dahin ist es noch ein harter Weg. Ihr dürft anfeuern.


Sobald die zweite Socke von oben fertig ist werde ich mich mit Ringelsocken austoben. Das Garn ist Felici von Knit Picks und über die liebe Sophia und deren in aller Länder verstreute Freundschaften zu mir gekommen. Ich kann mich noch gar nicht entscheiden, welche es zuerst werden und ob ich sie alle für mich verstricke oder doch jemand anderen erfreue. 


Für die nächsten Monate steht noch ein großes Kofte-Projekt (also Norweger-Jacke) an, je nach dem wie schnell die Weste fertig wird könnte ich vielleicht noch ein Oberteil dazwischen anstricken. Ich habe nämlich meinen Lace Pullover aus Mohair Garn angefangen aufzuribbeln, nachdem ich den nicht ein einziges Mal getragen habe. Jetzt stelle ich mir einen recht einfachen Pullover vor, bei dem ich diese Mohair mit einem anderen Faden zusammen verstricke. Mal sehen. Das gehe ich ganz locker an. 


Auch unter der Nadel soll es in diesem Monat ein bisschen was schönes geben. Nach meinem kleinen Nähtief vor und nach Weihnachten habe ich seit zwei, drei Tagen wieder Lust am Nähen und in der Zeit auch schon zwei Cardigans produziert. Drei weitere Kleidungsstücke kann ich mir noch realistisch vorstellen.

Der Jeansstoff ist recht leicht für Jeans, fühlt sich seidig weich an und hat etwas Stretch. Daraus soll ein Farrow Dress werden, nachdem ich es bei Christiane gesehen habe, kann ich an nichts anderes mehr denken, als dass ich genau dieses Kleid auch in meinem Schrank brauche. Schnitt ist schon geplottet hier, es kann quasi sofort losgehen.

Der helle Stoff in der Mitte ist ein ganz leichter Strick, den ich mal als Rest mitgenommen habe. Das wird ein kleiner Versuch, von einem sehr geliebten Kaufpulli habe ich heute den Schnitt abgenommen und schaue mal, ob ich den nachkreieren kann. Wenn das klappt, oh man, das gibt ja total neue Möglichkeiten. 

Der letzte Stoff kommt auf dem Bild schlecht rüber, ist aber ein sattes waldgrünes Viscoseträumchen mit Bäumen und Giraffen. Ich muss nochmal ein bisschen schauen, wie blickdicht der so ist und meine Schnittmuster konsultieren, dann wird es entweder ein Shirt, eine Bluse oder ein Kleid. So ein Farrow ohne Ärmel kann ich mir daraus auch toll vorstellen ...


Wir werden im Februar sehen, welche Teile letztlich fertig werden. Immerhin steht der Nachdienst in diesem Monat noch bevor, da kriege ich immer gut was gestrickt 

Fröhliches Nähen und Stricken euch allen!


Verlinkt bei Maschenfein








6. Januar 2017

Maniküre Tasche und ein Leseknochen

Hallo ihr Lieben!

Fast eine Woche ist schon umgegangen im neuen Jahr, und bisher gab es hier noch nichts zu lesen. Das lag wohl mit daran, dass ich jeden Tag gearbeitet habe - ja, auch Neujahr - und außerdem weder Licht noch Motivation vorhanden waren. Die entspannte Stimmung zwischen den Feiertagen ist wohl ein wenig hängen geblieben bei mir, aktuell lasse ich auch gerne mal was liegen, Haushalt genauso wie Strickzeug. Mal sehen wie lange sich das hält!

Aber ich kann auch nicht erst im Februar anfangen, euch all die selbstgemachten Weihnachtsgeschenke zu zeigen, also starte ich heute mal mit den ersten Kleinigkeiten.
Jeder, der von mir beschenkt wurde, bekam etwas selbstgemachtes - genäht oder gestrickt, aber was mit Liebe erstelltes.


Für meine beiden Freundinnen, die mich schon ewig begleiten und mir ganz wichtig sind, gab es jeweils etwas aus Stoff. Hinter dieser erstmal unscheinbaren Tasche verbirgt sich ein wahres Organisationswunder.


Nach dem Öffnen der Druckknöpfe werden ein Reißverschlussfach und vier kleine Fächer mit Gummizug sichtbar. Der graue Stoff kommt aus der Restekiste, den roten habe ich bestellt - einfache, etwas festere Baumwolle, ähnlich wie ein Geschirrtuch. Rot ist unsere gemeinsame Lieblingsfarbe, da konnte ich gar nichts anderes nehmen.


Den Reißverschluss habe ich noch mit einem kleinen Anhänger verschönert - auf dem Foto ist es nicht zu sehen, aber es ist ein Mini-Herzchen eingraviert. Ein süßes Detail, finde ich. Wer sich nun fragt, was der Sinn und Zweck der Tasche ist, ich habe sie für einfachere Erkenntis mal befüllt (und so auch verschenkt.)


Eine Tasche für all die Kleinteile, die für die Nagelpflege so benötigt wird. Nagellackflaschen, -entferner, Feile, was man eben so benötigt. Super praktisch zum Reisen, denn so ist alles beieinander. Aber besonders für meine Freundin musste diese Tasche sein, sie hat nämlich gerne ein, zwei Nagellacke auf dem Couchtisch stehen, und so sind sie schön verstaut und alles andere ist auch gleich greifbar. 

Auch für L habe ich etwas genäht, was zu ihren Vorlieben passt - sie ist genau so eine Bücherliebhaberin wie ich, und besitzt noch keinen Leseknochen, das konnte ich nicht näher mit ansehen. Aus ein paar schönen weichen Flanell-Resten habe ich also einen genäht.


 Sie mag grün gerne, also habe ich mit Bedacht ausgewählt - und sie hat sich sehr darüber gefreut.


Es sind nur Kleinigkeiten, aber ich schenke sowas viel lieber als Deko oder so Zeug, und eigentlich kommt es auch immer besser an. 

Morgen hole ich ein bisschen Wolle ab, und dann sollte es auch bald mal wieder ein wenig Gestricktes hier zu sehen geben. Oder ich raffe mich auf und mache einen Haufen Fotos von den ganzen Teilen, die schon fertig sind ...


31. Dezember 2016

2016 Sewing Oscars

Hallo ihr Lieben!

Die schönen Weihnachtstage sind für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei gegangen, schon musste ich wieder Arbeiten und bin irgendwie im Alltag angekommen. Und morgen ist 2017 dann schon da, ein Jahr, dass vielleicht ganz viel Neues bringt, viel weiß ich noch nicht darüber. Was aber feststeht: Es wird weiterhin so kreativ wie möglich gelebt! Stricken und Nähen werden weiterhin meine Freizeit bestimmen, und ich freue mich auf viele neue Projekte. 

Auf vielen Blogs geht es nun mit Jahresrückblicken los, und in der Häufung klicke ich oft einige weg, finde sie nicht so wirklich interessant. Deshalb bin ich euch auch gar nicht böse, wenn ihr mit meinem Blog ebenso verfahrt. Allerdings ist dieser Rückblick, von Nina von vervliestundzugenäht ins Leben gerufen, etwas ganz besonderes. Es handelt sich um die Sewing Oscars 2016!



 Auf ihrem Blog gibt es den Start-Beitrag, mit LinkUp und allem drum und dran, außerdem mit einer ausführlichen Erklärung der ganzen Aktion. Ich werde es aber für euch mit ein paar Worten erläutern: Bei den Sewing Oscars kürt jeder Teilnehmer seine eigenen persönlichen Highlights des Näh-Jahres. Es gibt 7 verschiedene Kategorien, die relativ frei interpretiert werden dürfen. Wichtig ist nur, dass bis auf Kategorie 6 alle anderen Teile für euch selbst genäht sind. Nominieren dürft ihr so viel ihr wollt, einen Sieger müsst ihr nicht unbedingt küren, wenn ihr euch nicht festlegen könnt. 

Während ich so durch meine Beiträge von 2016 gestöbert habe um die Kandidaten zu finden, habe ich mich gewundert, was alles in diesem Jahr entstanden ist. Bei einigen Teilen dachte ich, die gäbe es schon viel länger in meinem Schrank. Außerdem habe ich gemerkt, dass deutlich mehr Röcke und Hosen in meinen Kleiderschrank wandern sollten, Oberteile nähe ich dagegen ziemlich häufig. Es war jedenfalls sehr interessant, ich kann euch auch außerhalb der Sewing Oscars empfehlen, einfach mal zu schauen, was ihr alles geschafft habt dieses Jahr, das macht richtig stolz.

Nun aber zurück zum Thema, bevor ich ganz abschweife. Ich habe ein paar Collagen gebastelt und führe euch nun ein wenig durch mein persönliches 2016. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es hier nur um Genähtes geht. Sicherlich habe ich auch gestrickte Lieblingsteile, aber die bleiben vom Ruhm verschont. Ist ja nicht für jeden was, diese Öffentlichkeit.

1. Beste/r HauptdarstellerIn - das liebste Kleidungsstück/am häufigsten getragen
Für diese Kategorie muss ich erwähnen, dass ich viel zu diszipliniert bin um ein Lieblingsteil durchgehend zu tragen. Ich wechsel meine Kleidung ziemlich gut ab, ziehe immer etwas an, was ich länger nicht getragen habe damit alles mal getragen wird. Also sind es hier alles liebste Kleidungsstücke: Der Traumanzug, der noch gar nicht so lange in meiner Garderobe vorhanden ist, aber definitiv zu den Highlights des Jahres gehört. Endlich ein Einteiler, der die Bequemlichkeit mitbringt und trotzdem praktisch ist. Außerdem muss ich auch den Wind und Wetter Parka in seiner Regenjackenversion erwähnen, als Stellvertreter für alle drei Parkas die ich nach diesem Schnitt genäht habe und quasi (je nach Jahreszeit) auch durchgehend trage. Gewonnen hat in dieser Kategorie aber die Bettine, mit der ich eine für mich neue Silhouette entdeckt habe. Mit diesem Schnitt habe ich noch einiges vor und trage beide bisher genähte Versionen total gerne.



2. Beste Regie - die aufwändigste  Verarbeitung/technischste Herausforderung
In 2016 habe ich mich an einige schwierige Projekte gewagt. Ganz vorne dabei ist wohl das Jeansnähen zu benennen. Es benötigt akkurates Arbeiten und dauert seine Zeit, kein Projekt für mal eben zwischendurch. An der Passform muss ich zwar noch arbeiten, trotzdem waren sowohl die schwarze als auch die geblümte Ginger ganz klare Sieger in dieser Kategorie. 
Aber die anderen Nominierten sollten nicht unerwähnt bleiben. Da wäre nochmal der Wind und Wetter Parka, der auf Grund des wasserdichten Stoffes seine ganz eigenen Tücken aufwies. 
Außerdem habe ich in diesem Jahr das Nähen von Blusen für mich entdeckt, die mit ihren vielen Kleinteilen, Absteppungen und Knopflöchern ebenfalls als technische Herausforderung erwähnt werden sollten. Zwei Versionen von Granville habe ich bisher genäht. 


3. Beste/r NebendarstellerIn - das am besten zu kombinierende Kleidungsstück
Kombinierbarkeit ist ein ganz wichtiger Faktor für einen funktionierenden Kleiderschank, zumindest bei mir. Daher gibt es hier auch einige Kandidaten, die sich aber in Oberkategorien zusammenfassen lassen. 
Laurelhurst ist der erste genähte Cardigan, aber wohl nicht der letzte. Schlicht und grau passt immer. 
Ansonsten habe ich Blusen für mich als Ganzjahreswunder entdeckt: Im Sommer in der Version ohne Arme oder aber wie eine Jacke offen und mit aufgekrempelten Armen, im Winter liebe ich aktuell Blusen unter Pullis. Hilft erstens bei leicht kratzender Wolle am Hals und sieht zweitens gleich viel besser aus, wenn so ein Kragen hervorblitzt. Die beiden oberen Blusen sind dieselben wie in der vorherigen Kategorie, in der unteren Reihe seht ihr Variationen von Fräulein Lenz (1, 2, 3, 4).
Einen Gewinner vermag ich hier aber nicht zu benennen. 
 
4. Bester Schnitt - der Lieblingsschnitt
Schonmal vorweg - einen Sieger gibt es auch hier nicht. Es gibt so viele Schnitte, die aus unterschiedlichen Gründen toll sind: Weil sie schnell gehen und trotzdem raffiniert aussehen, weil sie an der eigenen Figur so toll aussehen, weil wir sie gerne nähen und viel tragen, weil sie inutitiv sind und so weiter und so fort. 
Ich habe für mich mal Bettine nominiert, definitiv ein erstmal sehr simpler Schnitt, der aber doch viel hermacht und auch viel Platz für persönliche Interpretationen lässt. 
Außerdem möchte ich da noch Ditte benennen, die ich nach der ursprünglichen Version auch noch einmal sommertauglich genäht habe. Darin fühle ich mich sehr wohl, angezogen und trotzdem weiblich. Eine Version mit Ärmeln und Taschen muss da definitiv noch her. 
 
5. Bestes Original Drehbuch - die beste Anleitung / das beste Ebook

Hier gibt es ausnahmsweise keine Bilder, denn ich möchte die Designer direkt benennen. Zum einen wäre da Tilly and the Buttons, die bisher einzige von der ich die Papier-Version der Schnittmuster besitze. Daher ist sie natürlich im großen Vorteil, aber: Die kleinen Anleitungs Booklets sind super schön aufgemacht, haben anschauliche Fotos und sind gut erklärt. 
Sehr gerne mag ich auch die Schnittmuster aus dem Hause Lotte&Ludwig, bei denen man immer den beruflichen Hintergrund der Designerin Svenja merkt. Sie bringt oft eine Stoffkunde oder Verarbeitungshinweise mit in die Anleitung hinein, involviert ziemlich viele Bilder und außerdem liebe ich ihre Schnitte.
Nicht zu verachten ist außerdem das Ginger Schnittmuster, zu dem es ein ausführliches Ebook sowie einen anschaulichen Sew Along gibt. Mein Sieger hier ist aber Lotte&Ludwig, die als einzige genannte deutsche Schnittmusterfirma nochmal mehr Wert für mich haben, denn gefühlt gibt es im englischsprachigen Bereich viel mehr professionelle und hochwertig wirkende Designer wie hier bei uns. 

6. Ehrenoscar - schönstes für jemand anders genähtes Kleidungsstück
In dieser Kategorie gab es in diesem Jahr zum ersten Mal nennenswerte Beiträge. Mittlerweile nähe ich in meinen Augen gut genug, um auch andere zu beglücken. 
Die Nominierten sind zwei Schnittmuster in jeweils dreifacher Ausführung: Meister Lenz für Herzmann, Bruder (mittlerweile auch passend, aber noch nicht verbloggt) und Papa (auch noch nicht verbloggt.
Für meine Mama habe ich drei Versionen der Mittsommer Bluse genäht. 
Gewonnen hat für mich das Hemd für meinen Vater. Ihr könnt es auf dem Bild schon erahnen, ich habe mit kontrastierendem Stoff gearbeitet und mir generell sehr viel Mühe mit den Details gegeben. 
 
7. Goldene Himbeere / Anti Oscar - der größte Reinfall
Auch in dieser Kategorie gibt es leider einige Nominierte.
Den knallbunten Rock aus Möbelstoff habe ich bisher vielleicht zweimal getragen. Der Grundton braun passt nicht wirklich in meinen Kleiderschrank und zum Stichpunkt Kombinierbarkeit muss ich in diesem Fall ja wohl  nicht viel sagen.
Die Ginger Jeans mit den Teilungsnähten saß einfach zu eng, ich habe mich gar nicht getraut mich hinzusetzen. Sie ist mittlerweile aussortiert und sucht noch ein neues Zuhause. 
Das Meister Lenz Hemd für meinen Bruder ist irgendwie ein Glücks-Fail, denn ihm passte es nicht, mir dafür ziemlich gut, sodass es nun von mir regelmäßig getragen wird. Auch gut, oder?
Zuletzt wäre da noch der Fifi-Pyjama. Kein wirklicher Reinfall, denn er wird getragen, aber ganz wohl fühle ich mich nicht, es ist einfach an allen Enden ein wenig zu kurz geraten. 

Das war es, die Show ist vorbei! Ich hoffe, es hat euch gefallen, mit mir ein weing das Jahr Revue passieren zu lassen. Schaut unbedingt bei Nina vorbei und macht selbst mit, wenn ihr wollt. 
Natürlich gibt es einen Haufen toller Kleidungsstücke, die ihren Weg nicht in diesen Beitrag gefunden haben. Ihr könnt sie aber über meinen virtuellen Kleiderschrank ansehen, wenn ihr wollt.


Auf ein kreatives 2017, ihr Lieben, kommt mir gut rüber!



21. Dezember 2016

Restefest Edition Kinderparty

Hallo ihr Lieben!

Ich zeige euch heute einen ganz bunten Haufen an schönen Dingen.


Da habe ich nicht geflunkert, oder? Wer mich kennt oder diesen Beitrag gelesen hat weiß, dass Wollreste bei mir leichte Beklemmungen auslösen. Den Zwang, sie sofort zu etwas sinnvollem zu verarbeiten. Oder wenigstens zu verplanen. Eine Weile kann ich dem widerstehen - so lange, bis das jeweilige Behältnis voll ist. Dann gibt es eine Sockenpause und Resteprojekte werden angeschlagen. Und ich freue mich, diese süßen, klitzekleinen Dinge stricken zu dürfen. 


Neu in der Babykleidungskiste sind zwei Hosen, nach der Anleitung "Hosenmatz" . Die rechte Hose entstand zuerst, ist in der größeren der beiden Größen gestrickt und hat sich eigentlich hier eingeschummelt. Denn sie besteht nicht wirklich aus Resten, sondern aus einem Knäul Sockenwolle, dass ich mal von einem Kellerfund geschenkt bekam. Weder mir haben die Farben gefallen, noch ist mir irgendjemand eingefallen, dem ich daraus etwas stricken könnte. Aber rosa, gelb, orange und lila immer in Kombination mit fastschwarz ist auch echt schwer zu vermitteln. An einem kleinen Baby konnte ich mir das dagegen sehr gut vorstellen. Entschuldigung gefunden, runtergestrickt. 


Die zweite Hose ist dann in der kleineren Größe nach derselben Anleitung entstanden. Hier habe ich alle eher helleren Reste miteinander verknüpft. Weil das erste Garn oben am Bund etwas dicker war, habe ich danach immer zwei zusammen verstrickt, bis auf die Beinbündchen. Dadurch ensteht eine ganz andere, viel festere Struktur, die mir aber auch gut gefällt. Ich stelle mir diese Hose super für den Winter vor, für kleine Beinchen die aus einer Tragehilfe rausgucken oder so. Besonders an der Anleitung sind die langen Bündchen an Bauch und Beinen, sodass die Hose im besten Fall über ein halbes Jahr mitwachsen kann.
Beide Exemplare gewinnen garantiert keinen Schönheitspreis, sehen sie doch sehr zusammengewürfelt oder wenig kindlich aus. Aber ich mag sie sehr! Und, ich meine, was sieht an einem Baby nicht niedlich aus? 


Übrig blieben dann noch die dunklen Reste, von Hose hatte ich aber zunächst genug, also habe ich die Anleitung vom Flax Light wieder hervorgekramt und eine Mini-Version davon gestrickt. Auch hier optisch viel los, die Bündchen geben aber ein bisschen Rahmen, oder?

Mein Reste Glas ist nun wieder um einiges geleert und ich kann mich erleichtert neuen Projekten zuwenden. Zumindest so lange, bis die daraus entstehenden Reste nicht Überhand nehmen. Ein ewiger Kreislauf. Aber ich mag diese Abwechslung von neuem Garn und kunterbunten Resten, großen Pullovern für mich und klitzekleinen Babykleidungsstücken. Abwechslung ist alles - ich könnte ja niemals nur Socken stricken oder so. Gibt es ja durchaus, wäre mir aber viel zu langweilig und zu wenig herausfordernd.

Alle Projekte findet ihr wie immer auf meiner Ravelry Projektseite.