3. Dezember 2016

Auf und unter den Nadeln im Dezember

Hallo ihr Lieben!

Es ist Dezember! Endlich! Ich war schon auf dem Weihnachtsmarkt, die erste Weihnachtsfeier habe ich auch schon genießen dürfen, Plätzchen werden täglich verspeist und wöchentlich gebacken. Überall Lichter und Kerzen, jeden Tag kleine Päckchen aus den besten Adventskalendern der Welt öffnen - ich liebe den Dezember. Ich hoffe, ich schaffe es, ihn ganz entspannt, besinnlich, mit viel Tee und lieben Menschen zu durchleben. Die meisten Geschenke habe ich schon, ein paar wollen noch fertiggestellt oder bestellt werden, aber ich weiß immerhin alles. 

Was ich im Moment sehr genieße ist es, mit einer Kanne Tee, brennenden Kerzen und meinem Strickzeug auf dem Sofa zu sitzen. Da habe ich momentan ziemlich große Auswahl...


Dieser kleine Pullover ist mittlerweile sogar schon fertig. Aber ich habe ja nicht geahnt, dass ich so lange auf die Post warten muss. Dazu später mehr. 
Es ist eine Miniversion des Flax Light, den ich für mich schonmal gestrickt hatte, und dient dazu, ein wenig Reste abzubauen wie man offensichtlich erkennen kann. Allerdings hatte ich auch ein paar stressige Tage  - viel zu tun auf der Arbeit plus nicht anspringendes Auto, den üblichen Weihnachtskram, Fahrrad platt - und da wollte ich, wenn ich mal eine halbe Stunde Zeit hatte, sichtbaren Fortschritt machen. Da eignen sich kleine, süße Projekte am besten für!


Dann gibt es da noch ein obligatorisches Sockenpaar, die erste ist auch schon fertig, die zweite ruht auf Holz-Minirundnadeln weil ich die Sockenwundernadeln für etwas anderes brauchte. Mit den Holznadeln mag ich aber nicht weiterstricken weil ich A) befürchte, sie durchzubrechen und B) das Maschenbild vermutlich anders aussehen wird. Also chillen sie momentan so rum und müssen eben hinten anstehen. 


Ein bisschen mehr Priorität haben nämlich Testsocken für Sophia. Auch da bin ich seit dem Foto schon ein bisschen weiter, mittlerweile habe ich den Faden für die Afterthought-Ferse eingestrickt. Ansonsten sag ich gar nicht viel mehr, weil es ja noch ums Testen geht. Das Muster ist auf jedenfall hübsch und effektvoll bei wenig Arbeit. 


Meine geplante Weste muss momentan ebenfalls etwas warten. Die ist halt schwarz und ein großes Projekt und ich muss alles immer ein wenig umrechnen und modifizieren, da ist mein Enthusiasmus ein wenig eingeschlafen. Der kommt aber wieder, da bin ich mir sicher. 


Die helleren Reste habe ich ja in eine Mini-Hose gesteckt. Ein Bein ist fertig, das zweite wartet noch auf den übrigbleibenden Garnrest der zweiten Socke, die auf die Fertigstellung der Testsocke wartet ... also eigentlich stricke ich gar nicht an fünf Projekten gleichzeitig, kann ich gar nicht. Eins nach dem anderen wird abgearbeitet und dann bin ich hoffentlich irgendwann wieder bei dreien angekommen, das finde ich etwas entspannter. 

Nun zu meiner kleinen Post-Geschichte. Gestern bekam ich eine Mail, dass mein bestelter Stoff heute ankommen soll. Wie praktisch, denn ich habe frei, draußen scheint die Sonne und es ist Anfang Dezember. Ich habe also schon nach dem Aufstehen die Bilder von den Strickprojekten gemacht, zwischen 11 und 15h sollte dann der Stoff kommen, den würde ich dann auch noch fotografieren und dann könnte ich bloggen. 
Tja. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber wenn mir angekündigt wird, der Stoff kommt zwischen y und x Uhr, dann kommt er immer nach x Uhr. So auch heute, um kurz nach vier hat es dann endlich geklingelt. Licht natürlich schon mau, aber was solls, der Stoff ist da!


Und der wird auch diesen Monat komplett vernäht, wird nämlich alles Geschenkkram. Abgesehen davon habe ich in den letzten zwei Wochen auch nichts genäht glaube ich. Ich glaube ich muss erstmal wissen, dass ich alles an Geschenken fertig habe bevor ich wieder für mich nähen kann. Ist aber nicht schlimm, es gibt nichts, was mir super dringend fehlt. 

Andere Strickpläne für Dezember könnt ihr wie immer bei Maschenfein finden, das mit dem Nähen habe ich dazuerfunden. 



28. November 2016

Julevotter - Der allerschönste Adventskalender

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber bei mir bricht oft schon im Oktober der erste Anflug von Weihnachtsfieber aus. Ich fange dann an Geschenke zu planen und herzustellen, je nach Aufwand, denn die Adventszeit halte ich mir so gut wie möglich frei von Stress. Der kommt durch Weihnachtsfeiern und sowas schließlich unvermeidlich, da kann man ja weghalten, was geht. 
Sobald es dann also auf den ersten Advent zugeht, wird hier dekoriert, Weihnachtsmusik gehört (mit Vorliebe Rolf Zuckowski) und sich auf diese schöne, gemütliche und zeitgleich kribbelige Zeit gefreut. Und nun ist sie schon da! Der erste Advent war am Sonntag, Donnerstag darf das erste Türchen vom Adventskalender geöffnet werden. 


In unserer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung gibt es ganze vier Adventskalender, und jeder ist unglaublich besonders.
Da wäre der Adventskalendertausch von Goldengelchen, bei dem alle Teilnehmer für ein Türchen werkeln, Denise das Ganze mühsam zusammenpackt und wir dann den Kalender, toll verpackt und sehr kreativ vom Inhalt, zurückbekommen. Ich bin jetzt zum vierten Mal dabei. 
Der emotional wichtigste ist der Adventskalender, den meine Mama mir jedes Jahr macht. Es gibt für jeden Tag ein kleines Päckchen, da sind mal Riegel, mal Taschentücher, aber immer wieder auch unglaublich niedliche, gedankenvolle Dinge drin. Ich bekomme den seit meiner Jugend und freue mich jedes Jahr mehr darüber.
Und weil ich dann morgens immer fröhlich meine Päckchen auspacke, organisiere ich auch jedes Jahr einen Adventskalender für den Herzmann, um Herzbluten zu vermeiden. Nichts großartiges meistens, aber eben auch ein Türchen zum Öffnen.


 In diesem Jahr ist dann noch einer dazu gekommen, der nicht "weg" ist wenn Weihnachten ist, sondern jedes Jahr wieder genutzt wird, und der auch am Besten aussieht: Meine selbst gestrickten, kleinen Handschuhe. Julevotter nennen sie sich, darunter findet ihr auch die Anleitung bei Ravelry. Die ist zwar auf Norwegisch, aber enthält für jeden Handschuh einen Chart, und mehr braucht man dann auch nicht um zu stricken.
Im Endeffekt kann man jede Garnstärke nehmen, dementsprechend größer oder kleiner werden die Handschuhe dann. In meinem Fall sind es Reste vom Loppa Cardigan und anderen Projekten, bis auf das weiß also Alpaca von Drops, ein eher dünnes Garn. Meine Handschuhe sind daher klein, da passt vielleicht ein Schokoriegel rein oder sowas. Aber dafür sind sie gar nicht da (denn selbst fülle ich mir den nicht, also bleibt er leer), sondern um sie anzusehen und sich zu freuen.


 Ich habe ziemlich lange daran gestrickt, immer mal wieder einen Handschuh. Mit den rot-weißen habe ich angefangen, mit den grau-weißen aufgehört. Ich bin froh, dass ich nicht mit 1 angefangen habe und mit 24 aufgehört, denn es zeigt sich schon eine deutliche Veränderung meiner Fadenspannung, und so durchgemischt ist es weniger eindeutig. Zu Anfang hatte ich zum Beispiel mit Metall-Nadeln gestrickt, was aber viel zu flutschig war, ergo festgekrallt, ergo ziemlich kleine Handschuhe. Mit Holz-Nadeln dann schon viel entspannter, viel größere Handschuhe. Für ein bisschen mehr Gleichmäßigkeit habe ich die Handschuhe kräftig gedämpft. Unten seht ihr links den gedämpften, rechts den noch krumpeligen. Macht schon einen Unterschied! (Ja, der Farbkontrast zwischen hellblau und weiß ist im Licht zu schwach. Zu spät!)


Ein bisschen geweint habe ich, als alle fertig waren und ich die 96 Fäden vernähen musste. Aber nur so lange, bis mir aufgefallen ist, dass die Fäden nur wenig Belastung aushalten müssen und es auch nicht schön aussehen muss. Dann ging das Vernähen recht flott, ich habe die Handschuhe gedämpft und einfach aufgefädelt. Einen Platz dafür zu finden war schwer, so recht konnte ich mich nicht entscheiden. Da in unserer Küche aber sonst eher wenig Platz für Deko ist, habe ich sie dort ans Fenster gehängt. Deshalb müsst ihr auch mit Fotos im Dunkeln leben, denn Bilder: helles Fenster, irgendwas dunkles davor. Will ja keiner sehen.


Das hat vielleicht gedampft! Zwischen den Handschuhen und dem Eisen lag natürlich ein nasses Geschirrtuch, aber so sieht es deutlich schöner aus, finde ich. 
Jedes "Türchen" hat übrigens eine individuelle Rückseite. Eigentlich müssen die an einer Glastür hängen, oder ein Stück vor einem Spiegel, damit man das auch sehen kann ... aber das geht hier nicht. Wenn wir also mal umziehen brauche ich eine Glastür in der Wohnung. Merken. 


Zuerst gesehen habe ich diesen Kalender bei Sophia, aber auch Kathi hat gerade eben ihre zweite Version fertiggestellt, in Farben für ihre Tochter. Der erste ist dabei deutlich klassischer geworden. Schaut mal bei den beiden vorbei, die haben auch deutlich ansehnlichere Bilder gemacht!




22. November 2016

Mama und die Tücher - Teil eins

Hallo ihr Lieben!

Im letzten Jahr hat meine Mama sich ziemlich gut selbst mit Tüchern und Schals und allem versorgt, was einem den Hals warmhält und dazu noch toll aussieht. Das möchten wir in diesem Beitrag gerne mit euch teilen, denn darum geht es auf diesem Blog: Dinge, die wärmen. Und glücklich machen. Und eventuell bin ich gerade arg übermüdet, muss jeden dritten Buchstaben wieder löschen weil er dort nicht hingehört und kratze den Rest wache Gehirnzellen zusammen um eine halbwegs lesbare Einleitung zu formulieren. Nachtdienst lautet meine Ausrede.


Das erste Modell habe ich liebevoll "Löwenkragen getauft". Es handelt sich um eine Art flauschig-felligen Kragen, der so wie oben zum Shirt natürlich nicht getragen wird, sondern mit Strickjacke und Mantel. Ich weiß gar nicht mehr, wie meine Mama darauf kam, ob sie ein ähnliches Modell gesehen hatte oder ein Bild in einer Zeitschrift mit Kaufkleidung, jedenfalls bat sie mich um Hilfe bei der Suche nach einer Anleitung für einen Kragen mit langen Fell-Fäden. 


Gar nicht so leicht! Sie hat auf meine Vorschläge hin verschiedene Modelle ausprobiert, letztlich ist es aber etwas geworden, was im Video im Internet ein Löwe wurde. Man bildet, während man strickt, auf einer Seite des Strickstücks lange Schlaufen mit den Fingern, die andere Seite bleibt schlicht. Da löst sich dann nichts mehr, und die Schlaufen können je nach Wunsch noch aufgeschnitten werden.


Passende Wolle dafür hatten wir in Ibbenbüren gefunden, wo wir gerne mal zum Einkaufen und bummeln hinfahren. Ich meine, dass es sich um ein Garn aus der Kooperation von Lala Berlin und Lana Grossa handelt, verwette da aber null und nichts drauf. 
Falls ihr mehr wissen wollt zu diesem Kragen mit Löweneffekt, dann meldet euch bei mir und ich erkundige mich etwas mehr.

Das zweite Modell ist ebenfalls eher ein Schalkragen als ein wirklicher Schal oder Tuch. Außerdem gibt es auch hierzu keine Anleitung, alles frei ausgedacht. Der Clou an dem Stück: zwei kleine Löcher im Gestrick sorgen für festen Halt der einen in der anderen Seite. Ihr kennt sowas vielleicht von Schals in Fuchsoptik für Kinder. 


Diesmal bin ich mir sicher, wie das Garn heißt: Bombolo von Lana Grossa. Das hier ist nämlich ein Restprojekt aus den Überbleibseln der Jacke. Und außerdem ein klares Zeichen, dass wir verwandt sind: Auch meine Mama fängt mit Resten gerne noch etwas sinnvolles an. 


Das Modell eignet sich super für dicke Jacken mit Kapuze und viel Kragen, wo ein dicker Schal einfach ein bisschen zu viel wäre und der Kopf sich kaum noch drehen lässt. Da reicht so ein bisschen Schal doch total aus, und optisch macht es doch trotzdem etwas her.




16. November 2016

Bettine in Jersey

Hallo ihr Lieben!

Meine erste Bettine war ja ein Augenöffner, was diese Art von Silhouette angeht. Ich finde das Kleid toll und trage es unglaublich gerne. Schon bei Tilly selbst hatte ich dann den Beitrag überflogen, in dem es darum geht, welche Veränderungen nötig sind, um das Kleid aus Jersey zu nähen. Das blieb in Erinnerung, denn Das Kleid ist aus Webware zwar bequem, aber Rad fahren ist doch etwas komplizierter mit dem tulpigen Rock. 
Stoff hatte ich sogar genug hier, dass ich sofort loslegen konnte als sich ein Zeitfenster auftat.


Wie beim letzten Mal auch habe ich das Oberteil in Größe 4 zugeschnitten und den Rock in 5. Weil die 4 bei meiner Webware-Version doch etwas eng saß und ich die Nahtzugabe bis aufs Äußerte ausreizen musste, habe ich hier mit 1cm Nahtzugabe genäht anstatt der im Schnitt enthaltenen 1,5cm. So finde ich, passt es ziemlich gut. Der Rock allerdings hätte in diesem Fall auch ruhig eine 4 sein können, denke ich, sitzt doch recht locker in der breitesten Stelle. Aber locker ist halt auch bequem, also stört mich das noch weniger als gar nicht.


Muss ich im Sinne einer Hohlkreuzanpassung eigentlich noch Stoff im Rücken wegnehmen? Ich bin ja der Meinung, dass durch das Gummiband in der Taille ein stimmiges Bild entsteht, lasse mich von euch aber gerne eines besseren belehren. Wo wir grad von dem Gummiband sprechen ... trotz äußerster Sorgfalt und mehrerem Nachfühlen habe ja meine beiden Bettines verdrehte Gummibänder. Das nervt vielleicht! Aber ich bin viel zu wenig perfektionistisch um da jetzt mit dem Trennen zu beginnen, sichtbar ist das schließlich nicht.


Den Ärmel- und Rocksaum habe ich zweimal umgebügelt und dann festgesteppt, nichts besonderes. Achso, der Rock ist, wie bei Version eins, um etwa 10cm verlängert und passt mir so ziemlich gut. 


Auf diesem Bild könnt ihr die Taschen erahnen, ein essentiell wichtiges Detail an diesem Kleid. Ich hatte vor dem Nähen dieser ein wenig recherchiert und mehrere Bettine - Jersey - Näherinnen hatten auf das Taschenfutterteil verzichtet und stattdessen ein Bündchen genutzt um die Eingriffkante zu versäubern. Weil halt Jersey und Dehnbarkeit und so. Erschien mir klug, ich habe das eifrig nachgemacht. Dazu müssen dann von außen die Taschenteile mit dem Rockvorderteil zusammengenäht werden, ihr könnt die Naht erahnen, wenn ihr ganz genau hinschaut. 


Ein kleines Problemchen stellt das Halsbündchen dar. Ich habe hier zuerst mit halbwegs passenden Bündchen rumgehampelt, dann stellte ich fest, dass der Jersey (AfS) von der Rückseite schlicht grau ist und logischerweise genau die Farbe hat, die im Kleid selbst den Hintergrund bildet. Für den Halsausschnitt und auch die Bündchen an den Taschen habe ich also Streifen aus dem Jersey zugeschnitten. Hier ein Hinweis: Ich habe mich nach der Angabe von Tilly in ihrem Beitrag gerichtet, das war aber viel zu locker. Wenn ich das Halsloch ausgemessen und davon 80% genommen habe, passte es besser. Liegt aber sicherlich auch am verwendeten Jersey und dessen Dehnbarkeit.
Obwohl es also eigentlich gut passte, wellt sich der Jersey nun ein bisschen. Schade, das!


Fazit: Ein sehr bequemes Kleid mit tollen Taschen, mit dem ich gut Rad fahren kann. Wie alle tollen, besonderen Dinge hat es seine Macken und ist dadurch noch viel liebenswerter. 

Auch K. präsentiert heute auf dem Me Made Mittwoch Blog ein Kleid, welches vermutlich deutlich aufwändiger in der Herstellung war und ihr fabelhaft steht.




14. November 2016

Auf und unter den Nadeln im November

Hallo ihr Lieben!

Oh man, nun ist es schon wieder Mitte des Monats, bis ich soweit bin, euch zu zeigen, welche Projekte in diesem Monat mit Herzblut von mir bearbeitet werden. Ich wollte so gerne die Wolle für ein neues Projekt zeigen, aber als die dann da war, gefiel mir die Farbe nicht, und ich habe umgetauscht, und das hat gedauert, und dann war ein paar Tage Regenwetter kombiniert mit ungünstigen Arbeitszeiten, sodass ich keine Bilder machen konnte. Aber jetzt! Jetzt bin ich so weit. 

Ein kurzer Rückblick auf meinen letzten Beitrag zu Marisas Aktion macht mich fröhlich: Hose, Cardigan und Socken sind fertig. Keine schlechte Bilanz! Was geblieben ist, ist der Julevotter - Adventskalender


Die kleinen Handschuhe werden garantiert diesen Monat fertig, sonst müsste ich bitterlich weinen, sollen sie doch die beste Weihnachtsdeko werden, die ich je hatte. Ich gebe mir Mühe, sie sogar schon diese Woche fertigzustellen, denn übernächstes Wochenende ist ja schon erster Advent, nächste Woche habe ich Nachtdienst und würde die Zeit gerne nutzen um hier alles schön weihnachtlich zu schmücken und die ersten Kekse zu backen. Also Ansporn habe ich! Aktuell fehlen mir noch 7,5 Handschuhe, also definitiv machbar. Dann muss ich allerdings noch 96 Fäden vernähen ... juhu.


Ein obligatorisches Paar Socken darf nicht fehlen, vor allem nicht, wenn es auf Weihnachten zu geht. In diesem Fall meine Premiere mit der Pairfect von Regia, von der mir immer so viel vorgeschwärmt wird. Ich erwarte nun also viel! Nie mehr missen will ich die Sockenwundernadeln von Addi. Hach. Liebe. 


Restevernichtungsprojekt Babyhose. Aktuell im pausierten Modus, ich plane, die Reste der obigen Socken für das zweite Bein zu verwenden, gemischt mit dem bunten Garn. Aber das andere Bein ist schon fertig, und dann fehlen nur noch Bündchen und die Hose kann in die Geschenkekiste. 


Tja, und dann kann ich einfach nicht ohne ein richtiges Kleidungsstück. Als nächstes habe ich mir die Mielie Vest ausgesucht, aber ich werde hier mal ein bisschen experimentieren. Ich habe keine Lust auf linke Maschen, deshalb werde ich in der Runde stricken und dann steeken. Und statt Druckknöpfen werde ich einen Reißverschluss einbauen, mein erster in Strickware, ich bin irre gespannt wie das funktioniert! Die Wolle ist schon wieder schlicht schwarz - keine andere schlichte Farbe hat mich überzeugen können und für eine Weste zum drüber ziehen brauche ich schlicht. 


Und falls mir wider Erwarten langweilig werden sollte auf der Nadel warten da noch diverse Reste im Regalfach mit denen ich nette Dinge anstellen könnte. 

Soweit zu dem Nadelgeklapper - gehen wir über zum Nadelgeratter.


Nachdem ich am Hemd für meinen Papa doch noch eine Kleinigkeit ändern muss, werde ich etwas fixes für mich nähen, nämlich noch einen Laurelhurst Cardigan. Meine Mama war von meinem Exemplar so begeistert, dass sie auch gerne einen wollte, wir einen Stoffladen aufgesucht und ihr Jersey ausgesucht haben. Und dann hat mich dieses weinrote Stöffchen so angegrinst, verschlagen und mit einem wissenden Ausdruck ... tja, musste einfach sein. 


Ich habe zwar noch einige Geschenke zu nähen, aber das hebe ich mir für meinen Urlaub im Dezember auf. Vorher ist also noch Platz für was anderes, und Stoff habe ich auch, von unten nach oben: Anthrazitfarbenes irgendwas vom Restetisch, soll ein Cardigan werden. Blauer Jeans, Überraschung, wird eine Jeans. Grau melierte Baumwolle, da weiß ich selbst noch nicht, vielleicht ein Hemd für jemanden oder eine Bluse für mich. Anthrazitfarbener Jersey, hoffentlich genug für einen weiteren Cardigan, sonst was Pullover-Shirt-mäßiges. Und ganz oben ein Rest Flanell, wo ich auch noch nicht weiß, was es werden will. 


Ich mag diese Planung, da habe ich selbst ein bisschen  mehr den Überblick über alles und bin direkt wieder motiviert, loszulegen. Ich hoffe, euch macht das ähnlich viel Freude hier :)





12. November 2016

Nameless Mittens

Hallo ihr Lieben!

Frostig ist es geworden, oder? Ich hoffe ja ganz, ganz stark auf ein bisschen Schnee vor Weihnachten. So langsam komme ich richtig in festliche Stimmung, Geschenke werden geplant, so langsam sollte ich auch mit der Produktion starten. Ich bin ja ein großer Freund von handgemachtem zu Weihnachten, und mit steigenden Fähigkeiten gibt es auch viel mehr Möglichkeiten. 

Was eigentlich ja jeder braucht, aber kaum jemand in wirklich schön besitzt, sind Handschuhe. 


Dabei gibt es Trilliarden Anleitungen zu wunderschönen Handschuhen. Darauf muss ich euch dann auch vertrösten, denn für diese hier gibt es keine Strickschrift, zumindest nicht offiziell. Die liebe Sophia hatte sich Ende letzten Jahres das Muster ausgedacht und mich gefragt, ob ich die Probestricken wollte. Ich habe sofort zugesagt, besaß bis dahin sowieso nur ein Paar selbstgestrickte Handschuhe und war Feuer und Flamme. Das helle Garn hatte ich noch von einem anderen Projekt übrig, das dunkle ist einfache Sockenwolle von Regia in anthrazit.


Ich habe so vor mich hingestrickt, fand das Muster schön, alles super. Gegen Ende des ersten Handschuhs stellte Sophia dann fest, dass sie vergessen hatte einen Daumenkeil mit einzubauen. Das war mir nicht aufgefallen, weil die Handschuhe die ich vorher gestrickt hatte auch keinen besaßen. Im Nachhinein mit mehr Handschuherfahrung kann ich aber sagen, dass ein Daumenkeil durchaus sinnvoll ist. Aber auch ohne lassen sie sich natürlich tragen, verziehen sich nur eben in dem Bereich ein wenig. 


Während Sophia also ihr Handschuhe aufribbelte und das Muster erstmal beiseite legte, strickte ich den ersten Handschuh zuende, aber auch deutlich gedämpft in der Freude. Und dann war es Anfang des Jahres, zu warm für Handschuhe, und sie lagen. Und lagen. Und dann war August und der Herzmann und ich wollten nach Brügge fahren. Ich habe mich selbst ausgetrickst und nur dieses Projekt mitgenommen. Im Laufe der Autofahrt habe ich dann auch ziemlich viel geschafft, die Motivation reichte um den Handschuh auch danach fertigzustellen. Ja. Und dann stellte ich fest, dass ich einen Handschuh für einen Menschen ohne Daumen gestrickt hatte.


Ich hatte vergessen, Maschen für das Daumenloch stillzulegen! Großes Gejammer meinerseits, rätseln, googlen. Dann habe ich beschlossen, dass ich sowieso nicht ribbeln werde, also entweder versuche ich einen richtigen, wirklichen afterthought thumb oder es geht schief und die beiden dürfen in die Tonne. Ich habe also die benötigten Maschen aus dem fertigen Strickstück aufgenommen (wie ich es auch mache wenn ich einige Reihen ribbeln  muss) und dann in der Mitte dieser Maschen vorsichtig einmal den hellen und einmal den dunklen Faden durchgeschnitten und ein Loch aufgefummelt.


Und ihr seht, es hat geklappt! Ich konnte zwar diese Fitzelfädchen nicht vernähen und musste sie verknoten, habe das aber bei der Aufnahme von ein paar zusätzlichen Maschen zwecks Löchervermeidung gut verstecken können. Dann strickte sich der Daumen ganz normal und ich hatte, über 9 Monate nach Anschlag, zwei fertige Handschuhe. Eine schwere Geburt, sage ich euch, das ist definitiv das Projekt, das einem Ufo (unfertiges Objekt) am nächsten kommt. Sowas habe ich sonst eher nicht. 


Durch die lange Pause kann man auch zwischen den beiden Handschuhen eine deutliche Veränderung in der Fadenspannung erkennen, schaut mal auf dem dritten Bild von oben, das eine Muster ist viel deutlicher als das andere. Verrückt, wie schnell sich das geändert hat! 
Ich finde ja, die Handschuhe haben einen Daumenkeil und dann eine Veröffentlichung verdient, mal sehen, ob ich Sophia mit diesen Bildern übereugen kann. Mir leisten sie jedenfalls auch ohne Daumenkeil gute Dienste und wärmen mich beim Radfahren. 





5. November 2016

Gelesen im Oktober 2016

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder Zeit für einen Blick in meine Seiten:



George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer - Die Königin der Drachen

Mit Band 6 wird es so langsam interessanter, die Handlung von Buch und Serie fängt an, auseinander zu driften. Ich hoffe, das steigert sich noch weiter. Vier Stück muss ich noch, mal sehen, wie lange das noch dauert. Bestimmt bis ins nächste Jahr hinein. Es macht zwar Spaß, ist aber einfach auch echt langwierig wenn die Spannung fehlt.


Martin Sixsmith - Philomena. Eine Mutter sucht ihren Sohn

Die Verfilmung lief vor einiger Zeit im TV, kurz nachdem meine Mutter mit mir über das Buch gesprochen hat, denn sie hatte es gerade gelesen. Das klang alles gut, also habe ich mir den Film angeschaut und fand ihn ziemlich gut. Judie Dench spielt dort die Hauptrolle und hat das echt toll gemacht, kann ich euch nur empfehlen.
Meine Mama gab mir dann auch das Buch, ich habe ein paar Wochen abgewartet und dann losgelegt. Wider Erwarten sind Buch und Film sich gar nicht so ähnlich. Während es im Film wirklich um die Suche der Mutter geht, also man hauptsächlich diese kennenlernt und ihre Perspektive, schildert das Buch das Leben des Sohnes. Deshalb kann ich auch die Kombination von beidem wärmstens empfehlen, denn zusammen ergeben sie eine schöne runde Geschichte. 
Worum es überhaupt geht? Beruhend auf einer wahren Geschichte wird hier von der in der Mitte des vorigen Jahrhunderts üblichen Umgangsweise mit unverheirateten, schwangeren Frauen in Irland erzählt. Diese kamen oft in ein Kloster, wo sie ihr Kind in aller Heimlichkeit bekamen und dann mit ihrem Kind dort blieben, bis dieses in die Vereinigten Staaten von Amerika verkauft wurde. Im Buch gibt es auch einige politische Themen, unter anderem eben dieses zwischen Irland und Amerika, aber auch wie mit den ersten Fällen von Aids in den Staaten umgegangen wurde. Ich fand das Buch sehr interessant, auch mit einem psychologischen Hintergrund im Kopf. 


Das Café am Rande der Welt -  John Strelecky

Hierbei handelt es sich eher um ein Büchlein, nur etwas über 100 Seiten. Auf einer anderen Station bei meiner Arbeit ging das Buch so bei den Mitarbeitern herum, und alle fanden etwas Gutes daran. Ich habe es deshalb meiner Mama zum Geburtstag geschenkt, denn solche Themen interessieren sie. Und natürlich habe ich es auch gelesen.
Die Rahmengeschichte handelt von einem jungen Mann, der ein Leben lebt wie du und ich, sich Urlaub nimmt und verfährt und mit fast leerem Tank in einer verlassenen Gegend auf ein Café stößt. Dort ist er in der Situation, sich mit den wichtigen Fragen des Lebens zu beschäftigen und sammelt einige Erkenntnisse.
Es war schön, seinen gedanklichen Weg mitzuverfolgen, und einige Aussagen haben einen wirklich hohen Wahrheitsgehalt. Ein interessantes Gedankenspiel, was sich jeder mal zu Gemüte führen sollte, finde ich. Auch ein schönes Geschenk zum Abi, oder 18. Geburtstag oder sowas.