17. Januar 2019

Julevotter

[Werbung da Markennennung]


Hallo ihr Lieben!




Fast das ganze letzte Jahr über hat mich ein kleines Geheimprojekt beschäftigt, das ich lediglich ab und an mal auf Instagram gezeigt habe, hier auf dem Blog ist es aber nie aufgetaucht. Für meine Mama habe ich den Julevotter Adventskalender von Kari Haugen gestrickt, und da sie hier fleißig mitliest, musste ich mich bedeckt halten um die Überraschung nicht zu vermiesen. 
Meine Mama schenkt mir seit Ewigkeiten jedes Jahr einen Adventskalender, für den sie 24 Kleinigkeiten besorgt und einpackt. Immer mal wieder habe ich ihr auch einen gemacht, denn diese Freude muss geteilt werden. Und im April 2018 huschte mir dann der Gedanke durch den Kopf, dass meine Mama sich durchaus auch über 24 kleine Handschuhe freuen könnte, und zack, war es beschlossene Sache. 


Während der für mich gestrickte Kalender aus recht dünnem Garn gemacht ist, wollte ich bei dem für meine Mama etwas mehr in der Hand haben. Auch, um ihn in den kommenden Jahren besser befüllen zu können. Nach ein wenig Abwägen von verschiedenen Garnen und deren Farbpalette habe ich mich letztlich für die Karisma von Drops entschieden, die ich bei Lanade bestellt habe. Das Farbschema war für mich schnell klar, eine Mischung aus rosa-rot Tönen und grau sollte es werden. Obwohl fast alle Farben in der Realität anders aussehen als auf der Internetseite, passten sie bis auf die unten rechts alle zusammen. Die wurde also aussortiert und dann konnte es losgehen. 


Ich habe ein bisschen gebraucht, um wieder reinzukommen, dann aber meine alte Technik gefunden. Gestrickt habe ich auf dem Nadelspiel, 5mm waren die Nadeln dick. Die kompletten Maschen für die Vorderseite habe ich auf deine Nadel genommen, die Maschen für die Rückseite auf zwei verteilt. So gibt es keine unschöne Stelle mitten in der jeweiligen Zahl wenn die Fadenspannung mal nicht stimmt.  


Die Knäule habe ich mir alle aufrecht in eine passende kleine Kiste gesteckt und den Fadenanfang aus der Mitte jedes Knäuls genommen. So hatte ich ein praktisches portables Dings, was sich gut wegstellen ließ. Denn schließlich sollte es ein Langzeitprojekt sein! Die Farbzusammenstellung habe ich immer spontan entschieden, wenn ich einen neuen Handschuh angefangen habe. Meistens habe ich einen bunten Farbton mit einem der Grautöne kombiniert, manchmal aber auch wild durcheinander.


 Leider habe ich nicht ein Bild, auf dem man die schönen unterschiedlichen Rückseiten der Handschuhe sieht. Die sind nämlich auch alle individuell, was meine Mama ganz besonders erfreut hat. 
Es war irgendwie schön, durch die Jahreszeiten an diesen Handschuhen zu stricken. Im April habe ich angefangen, viele im Sommer auf der Terasse gestrickt (für einen Handschuh habe ich etwa eine Stunde gebraucht, passende Zeit für ein Sonnenbad ohne Sonnenbrand) und den letzten dann Mitte November eingekuschelt auf dem Sofa.


Pro Farbe hat ein Knäul gut ausgereicht. Der Naturton ist gegen Ende knapp geworden, da hätte ich nicht noch einen weiteren Handschuh stricken können, ansonsten war aber von den anderen Farben noch einiges übrig. Zum Glück, zwischendurch hatte ich nämlich schon Befürchtungen, nachbestellen zu müssen. 


Und wieder hat es mir total Spaß gemacht, diese kleinen Handschuhe zu stricken. Ich schließe nicht aus, dass ich für mich auch noch einen größeren stricken werde, mal sehen. Vielleicht findet sich ja auch nochmal ein Mensch in meiner Umgebung, der so knit-worthy ist, dass er einen Adventskalender dieser Art verdient. 


Damit die Handschuhe praktisch aufgehängt werden können, habe ich zum Schluss den Anfangsfaden genommen und ein paar Luftmaschen daraus gehäkelt, ihn zu einer Schlaufe gelegt und vernäht. Und dann 96 Fäden vernäht, das war ein Fest, sage ich euch!
Meine Mama hat sich sehr über die Handschuhe gefreut und auch von vielen Freundinnen Neid ausgesprochen bekommen, dass sie so eine tolle Tochter hat :) Um die Handschuhe gebürtig zu platzieren, ist sie beim Hundespaziergang Anfang Dezember im Gebüsch herumgekrochen und hat diesen monströsen Ast bis nach Hause gezerrt, wo er jetzt an der aktuell provisorischen Wohnzimmerwand befestigt ist. Bzw. war, ich vermute, dass er jetzt nach Weihnachten entweder nackig oder gar nicht mehr dort ist. 


Kleine Anekdote am Rande: Diverse Cardigans, Mützen, Handschuhe und Socken habe ich mit Einstrickmustern (Fair Isle und Stranded knitting) gestrickt und war immer im festen Glauben, dass man nach etwa drei Maschen die Fäden kreuzen muss um keine langen Flotten zu produzieren. Irgendwann im Herbst letzten Jahres wurde ich dann freundlicherweise aufgeklärt, dass dies Unsinn und nur in Ausnahmefällen nötig ist. Danach wollte ich am liebsten sofort ein großes Projekt anschlagen um zu schauen, ob daher meine Probleme mit der Fadenspannung kommen. Die sind nicht riesig, aber ich habe doch Unregelmäßigkeiten im Strickbild. Naja, ab da konnte ich die Handschuhe dann natürlich nicht  mehr so stricken wie gewohnt und habe die Flotten Flotten sein lassen. Und ja, es sah besser aus. Da habe ich etwas wichtiges gelernt! 

Und wer sich jetzt fragt, warum ich einen Adventskalender im Januar zeige, vollkommen außerhalb der Weihnachtszeit: Naja, wenn ihr auch einen haben wollt, dann fangt jetzt an. Zwei bis drei Handschuhe pro Monat sind ganz entspannt machbar, glaubt mir. Man muss es nur durchziehen. Wobei ich auch mittendrin mehrere Wochen keine Handschuhe gestrickt habe und dann an einem anderen Tag etwas aufholen musste. 

Viel mehr kann ich zu diesem Projekt auch nicht erzählen. Aber ihr könnt mir ja mal Bescheid geben, ob ihr nun angefixt seid oder vielleicht einen Kalender näht?

Happy knitting, 

Julia

Kommentare:

  1. Liebe Julia, bei diesem Adventskalender verschlägt es selbst mir die Sprache! Der ist ja wohl der Hammer - wie süß sind diese kleinen Handschuhe! Und was für eine Arbeit - dass Deine Mama hier mit Komplimenten überschüttet wird, kann ich nur verstehen. Danke fürs Zeigen! Liebe Grüße! Karin

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    1. Liebe Karin,
      die sind wirklich sehr niedlich, deshalb macht das Stricken auch so viel Spaß :)

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