willkommen zum ersten Blogpost in 2020. Ein neues Jahrzehnt, in zwei bis drei Wochen habe ich es hoffentlich auch drin, dass ich das Datum richtig schreibe. Ich bin sehr gespannt, was das Jahr mit sich bringen wird.
Auch in diesem Jahr verfolgt die Linksammlung beim Me Made Mittwoch den monatlichen Rhythmus, es finden sich also immer pünktlich am ersten Mittwoch im Monat Nähende, die ihre Kleidung zeigen. Da ich den Austausch dort sehr mag, hoffe ich, auch in diesem Jahr weiterhin regelmäßig dabei sein zu können. Ich bin gespannt, ob es heute wegen des Feiertags weniger Teilnehmer sind? Für mich ist auch heute ein Arbeitstag, also kein Problem!
Mitgebracht habe ich euch meine neueste Jeans. Die Ginger Jeans und ich, wir haben ja schon eine recht lange Beziehung. Drei oder vier Paar Hosen habe ich nach dem Schnitt genäht und mich sehr bemüht, sie zu mögen, aber irgendwie passte es immer nicht richtig, mittlerweile sind sie alle weiter gewandert. Im vorletzten Jahr hat es dann aber endlich geklappt und ich habe nach dem Auftrennen einer gut sitzenden Hose verstanden, worauf es ankommt. Die daraufhin genähte Jeans trage ich sehr gerne, also war mir klar, dass es nicht die letzte bleiben wird.
Was ich unter anderem gelernt habe: Auf den Stoff kommt es absolut an. Hier habe ich Denim von Stoff und Stil verwendet, den habe ich allerdings offline gekauft, ich muss später mal schauen, ob ich die Artikelnummer finde und ihn euch raussuchen kann. Es könnte dieser hier sein, jedenfalls in die Qualität eine ähnliche wie bei meiner letzten Jeans und die ist echt gut für Stretch-Jeans.
Ich habe die Jeans in Größe 12 mit schmalem Bein und hohem Bund genäht, die Kombination mag ich am liebsten. Weil ich den Bund bei der letzen Version nochmal etwas höher gemacht hatte, das aber zu viel des Guten war (sonst bei Hosen immer gut, ich habe offenbar nämlich einen langen Unterleib), jetzt müsste es wieder die originale Höhe sein die dabei herum gekommen ist. Dafür habe ich den Saum der Hose nochmal um 2-3cm verlängert, denn trotz Vorwaschen geht die fertige Jeans nach mehreren Wäschen manchmal noch etwas in der Länge ein.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die vielen Falten oben vom Tragen und Sitzen kommen. Bin nämlich jemand, der nicht unnötig seine Kleidung wäscht und hatte die Hose vor den Bildern sicherlich schon an 3-4 Tagen an. Aber ich behalte es im Blick, sollten die Falten auch nach der Wäsche sein, muss ich da nochmal ran.
Dafür sitzt sie hinten aber super, finde ich. Die Falten finde ich voll ok, und ein bisschen Bewegung muss ja auch möglich sein in der Hose, nicht wahr? Wie ihr sehen könnt, ist die Hose jetzt so lang, dass ich sie sogar umkrempeln kann. Das ist für mich durchaus was besonderes, ich weiß nicht, wann ich das zuletzt gemacht habe. Bei meinen 1,80m kommt das sehr, sehr selten vor. Letztens habe ich einen Glücksfund im Second Hand Laden gemacht und eine Hose mit 36er Länge gefunden, da geht das auch. Macht mich ja paradoxerweise etwas glücklich, zu lange Hosen zu haben.
Bei dieser Hose habe ich zum letzten Mal die durchgehenden Taschenbeutel genäht. Ich dachte immer, die wären super um die Hose vorne schön glatt liegen zu haben. Jetzt habe ich aber schon mehrfach gelesen, dass es dadurch zum einen zu Falten kommen kann, weil Hosenstoff dehnbar und Taschenstoff nicht, und zum anderen zieht sich zum Beispiel die Reißverschlussklappe so unschön auf, ich denke, das liegt auch daran. Also nächste Version mit normalen Taschenbeuteln, ich bin gespannt, ob das was ändert.
Genäht habe ich die Hose mit blauem Garn, abgesteppt mit einem beigen etwas dickeren und normalem Geradstich. Ich habe auch den 3-fach Geradstich mit dünnem Nähgarn probiert, aber das war mir dann doch zu wulstig. Es ist jetzt nur oben an den Taschen zum Einsatz gekommen.
Wo wir gerade bei Taschen sind: Zum allerersten Mal habe ich die Po-Taschen mit einem kleinen Design verziert. Das mag ich eigentlich ganz gerne, werde ich jetzt vermutlich auch öfter mal machen.
Hier nochmal ein kleiner Einblick ins innere meiner Jeans. Seht ihr, dass das Taschenfutter ein Reststück ist vom Futter meines Parkas hinter mir auf der Bank? Ich mag solche Erinnerungsstücke, die über mehrere Kleidungsstücke verwendet werden sehr gerne. War übrigens gar nicht komisch, sich auf einem Schulhof mal eben mit offener Hose hinzustellen ... zum Glück war es in den Ferien, mich hat also maximal ein Hausmeister oder sowas gesehen, vielleicht auch niemand. Besser so.
Weil das Motto des Me Made Mittwoch heute "Lieblinge" lautet, möchte ich noch hinzufügen, dass diese Hose den Titel auf jeden Fall verdient hat. Genäht habe ich sie im Oktober, und seitdem trage ich sie wirklich sehr gerne. Die Farbe passt gut zum Rest meines Kleiderschrankes, sie ist super bequem und so schön lässig. Und hey, ich habe sie selbst gemacht!
Der Pullover ist übrigens eines der raren Kaufkleidungsstücke in meinem Schrank, auch aus dem Second Hand Laden, beim bereits erwähnten Hosenkauf mitgekommen. Pullover und Shirts mit Aufdrucken vermisse ich ja manchmal schon ein bisschen, da darf durchaus auch mal einer bei mir einziehen.
Ich wünsche euch einen guten Start in das neue (Näh-) Jahr. Möge es mit tollen Schnitten, inspirierenden Blogbeiträgen, Traumstoffen und netten Konversationen gefüllt sein.
Happy sewing,
Julia
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